Blog – Jocelyne Lopez

Austausch mit Dr. Markus Pössel vom 15./16.06.2010

Ich gebe einen E-Mail-Austausch mit Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut / Max Planck Gesellschaft für Gravitationsphysik im Rahmen meiner Anfrage vom 28.04.10 wieder:

 

Von Markus Poessel – AEI-MPG
An Jocelyne Lopez
Datum: 15.06.10
Betr.: Re: Bitte um Klärung bzgl. Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

da hier derzeit eine Veranstaltung die naechste jagt, bin ich leider noch nicht einmal dazu gekommen, Ihre letzte Mail richtig zu lesen – ich hoffe, in der ersten Juliwoche dazu zu kommen, das nachzuholen und dann auch bald eine Antwort zu schreiben.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

 

Nachfolgend meine Antwort:

 

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 16.06.10
Betr.: Re: Bitte um Klärung bzgl. Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihren Zwischenbescheid!

Als Experte der Relativitätstheorie dürfte es für Sie unabhängig von Ihren derzeitigen zeitlichen Engpässen ohne großen Aufwand durchaus möglich sein, Grundsatzfragen über die Relativitätstheorie in angemessenen Abständen zu beantworten – das erfordert wahrscheinlich für einen seit vielen Jahren mit der Aufklärung der Öffentlichkeit äußerst erfahrenen Mitarbeiter des Albert Einstein Instituts wie Sie weder aufwendige Recherchen noch große Anstrengungen.

Sind möglicherweise enge Zeitkapazitäten psychologisch eher auf die Unlust zurückzuführen, sich mit Einwänden und kritischen Gegenpositionen zu einer Theorie zu beschäftigen, die seit über 80 Jahren leider kritiklos tradiert wird? Falls es so wäre möchte ich zum Beispiel auf Aussagen des anerkannten Erkenntnistheoretikers Karl Popper hinweisen:

    Auch in den am besten bewährten unter unseren Theorien können Fehler verborgen sein. Und es ist die spezifische Aufgabe des Wissenschaftlers, nach solchen Fehlern zu suchen. Die Feststellung, daß eine gut bewährte Theorie oder ein viel verwendetes praktisches Verfahren fehlerhaft ist, kann eine wichtige Entdeckung sein. Wir müssen deshalb unsere Einstellung zu unseren Fehlern ändern. Es ist hier, wo unsere praktische ethische Reform beginnen muß.“
    https://www.jocelyne-lopez.de/blog/2007/12/karl-popper-die-unmenschlichkeit-der-unfehlbarkeit

In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre Antwort in der ersten Juliwoche und auf einen konstruktiven Austausch.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



Anfrage von Peter Ripota an Dr. Markus Pössel

Im Rahmen meiner Anfrage vom 28.04.10 habe ich am 15.06.10 folgende E-Mail an
Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut / Max Planck Gesellschaft geschickt:

 

von Jocelyne Lopez
an Dr. Markus Pössel / AEI-MPG
Datum: 15.06.10
Betr.: Bitte um Klärung – Spezielle Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Ein Leser unserer Austausche hat mich gebeten, Ihnen den nachstehenden Text zukommen zu lassen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die aufgeworfenen Fragen im Rahmen meiner eigenen Anfrage mitbeantworten würden, da es sich um die gleiche Thematik handelt.

Ich danke im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

Lorentzkontraktion

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Sie wurden mir als Fachmann für Phänomene der Speziellen Relativitätstheorie empfohlen. Obwohl selbst Physiker, habe ich immer noch keine Klarheit über die Lorentz-Kontraktion. Ich habe in der Literatur ein wenig recherchiert und dabei folgende Fakten gefunden:

(1) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist real, kann aber nicht gemessen werden.
(2) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist fiktiv, kann aber unter Umständen gemessen werden.
(3) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion kann niemals gemessen werden, weil uns eine gütige Natur davor bewahrt, Einstein zu widerlegen.
(4) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion geschieht um den Faktor „gamma“ (= Wurzel aus 1 – (v/c)²).
(5) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist größer als gamma.
(6) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist kleiner als gamma.
(7) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist gleich 1.
(8) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist mal kleiner, mal größer, mal gleich, mal überhaupt nicht gleich gamma. Es hängt vom Standpunkt ab.
(9) Ein Experiment stellte fest: Es gibt keine Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion.
(10) Eine Neu-Interpretation des gleichen Experiments stellte fest: Es gibt sehr wohl eine Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion, vorausgesetzt, die Atome des Maßstabs verbiegen sich elliptisch.

Konkret:

Es begann mit James Terrell vom Los Alamos Scientific Laboratory, der bereits 1959 zeigte, dass sich ein Meterstab bei hohen Geschwindigkeiten nicht verkürzt, nur scheinbar verdreht. Die Lorentzkontraktion bleibt unsichtbar.

Stimmt nicht, behauptete C. W. Sherwin von der Universität von Illinois in Urbana 1961: Die Lorentzkontraktion ist sichtbar.

Delbert Larson dagegen, ein Designer für den „Superconducting Supercollider“, interpretiert das Experiment von Sherwin dahingehend, dass eine Lorentzkontraktion nicht sichtbar ist, ja nicht einmal existiert (Es sind die gleichen Daten!).

Ganz anders Hsiao-Bai Ai vom Institut für Kernforschung in Shanghai: Der direkte Nachweis der Lorentzkontraktion ist möglich (so der Titel seines Artikels).

Unsinn, meint A. Gamba 1966: Niemand wird je die Lorentzkontraktion beobachten.

Quatsch, meint Robert D. Klauber von der Universität in Fairfield, Iowa. Natürlich kann man sie sehen, aber nicht messen (oder war es umgekehrt?). Allerdings: Das Ausmaß der Lorentzkontraktion ist anhängig vom Standpunkt des Betrachters. Je nachdem, wo der Beobachter steht, sieht er den Meterstab kürzer, gleich lang oder länger. Es hängt außerdem davon ab, wie die Uhren synchronisiert werden, auch das ist ziemlich willkürlich.

Schließlich behaupten die Physiker Bernhard Rothenstein und Ioan Damian von der Politehnica Universität in Rumänien:
Die Realität der Lorentzkontraktion ist das Ergebnis der Tatsache, dass die Natur uns vor Ergebnissen schützt, die das heilige Prinzip der Relativität verletzen.“

Was aber stimmt nun und warum? Und was trifft nicht zu und warum? Vielen Dank im voraus für Ihre aufklärenden Bemühungen.

-Peter Ripota-

Hier die links:

James Terrell (1959):
http://www.guspepper.net/electro/Segundo%20semestre/Seminarios/Funez.pdf

Hsiao-Bai Ai (1994):
http://www.springerlink.com/content/y073028vv0gq2196/

Delbert Larson (2002):
http://itis.volta.alessandria.it/episteme/ep6/ep6-lars1.htm

Bernhard Rothenstein und Ioan Damian (2005):
http://arxiv.org/ftp/physics/papers/0507/0507016.pdf

Robert Klauber (2008):
http://arxiv4.library.cornell.edu/PS_cache/arxiv/pdf/0808/0808.1117v1.pdf



Mit Antisemitismus- und Rassismusvorwurf werde ich mich nie abfinden

Ich verweise auf weitere Austausche aus der Diskussion im MAHAG-Forum Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel wieder:

 

11.06.10 – Zitat von Gerhard Kemme:

Es ist selbstverständlich nicht die feine Art, Pauschalkritik gegenüber Personengruppen zu äußern – dies ist in erster Linie keine rechtliche Frage, sondern eine Frage von Höflichkeit und Sachkompetenz und wenn ich daran appellierte, dann hieß dies, dass ich dich als Person ernst genommen hatte – das war ein Fehler, dies gestehe ich ein – der passiert mir nicht noch einmal.

  

12.06.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ob Sie es nicht als die feine Art ansehen Pauschalkritik gegen Mathematiker zu äußern, die Mathematismus betreiben und dabei ihre eigene Disziplin missbrauchen, sei dahingestellt. Eine Vielzahl von qualifizierten Wissenschaftlern monieren dagegen seit Jahrzehnten den Missbrauch der Mathematik in der Relativitätstheorie und sogar Albert Einstein selbst hat sich negativ über den Einsatz der Mathematik im Rahmen seines Werkes geäußert.

Unerträglich, auf keinen Fall zu dulden und von einer ganz anderen Dimension als die Kritik der Mathematiker ist dagegen die Personengruppe der Kritiker der Relativitätstheorie einzeln und pauschal als Antisemiten, Rassisten, Nazis oder Rechtsextremisten zu diffamieren, wie es systematisch der Fall seit 100 Jahren ist – wobei ausgerechnet in Deutschland die Anschuldigung des Antisemitismus, Rassismus und Nazismus am meisten geeignet ist, eine Person restlos zu diskreditieren, das erkennen auch die Gerichte: Schmähkritik vom Landesgericht Köln verurteilt:

Die 28. Zivilkammer weist darauf hin, dass der Antisemitismusvorwurf vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus besonders schwer wiegt. Er sei wie kaum ein anderer geeignet, den mit dieser Geisteshaltung in Verbindung Gebrachten in den Augen der Öffentlichkeit herabzusetzen.

Bei mir ging es sogar so weit, dass mir bei dieser anonymen Hetze die Absicht von Kapitalverbrechen als KZ-Scherge unterstellt wurde, meine Person mit dem Tod von 21 namentlich genannten Holocaustopfern in direkter Verbindung gebracht wurde, sowie die Zugehörigkeit zu der „menschlichen Wertegemeinschaft“ mir öffentlich aberkannt wurde.

Wenn Sie sich, Herr Gerhard Kemme, mit solchen gravierenden Diffamierungen abfinden und sich so dann stillschweigend damit identifizieren wollen, ist es einzig und allein Ihre Sache. Nehmen Sie es aber bitte unbedingt zur Kenntnis: Meine Sache ist es nicht. Und schreiben Sie sich das bitte hinter die Ohren, da Sie es noch nicht getan haben: Ich werde mich nie damit abfinden und mich immer dagegen wehren, ob es Ihnen oder Anderen passt oder auch nicht, siehe auch Keine Kompromisse mit den Verleumdern aus Esowatch & Co.  – und zwar auch dann, wenn die Verleumder und Hetzer „deutsche Bürger mit Hochschulabschluß“ oder „deutsche Beamte“ sind. Verstanden? Und wenn Sie dabei mich als Person nicht mehr ernst nehmen wollen, werde ich es ohne Problem verkraften, keine Sorge.

(Jocelyne Lopez)



Herrn Dr. Markus Pössel kann man nicht Einfluß und individuelle Verantwortung absprechen

Ich gebe einen Austausch aus der Dikussion Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel im MAHAG-Forum wieder:

08.06.10 – Zitat von Gerhard Kemme:

Du kannst nicht mit einem Physiker oder Mathematiker des Wissenschaftsbetriebes die RT öffentlich mit Wahrheitsanspruch diskutieren. Muß ich jetzt Beispiele aufzählen, dass man dieses oder jenes Thema im Staat XY nicht öffentlich mit Wahrheitsanspruch diskutieren kann. Insofern wäre ich immer dafür, publizierte Inhalte zu kritisieren, wenn sie voller Unrichtigkeiten sind – die Person lasse ich dabei gerne weg, da ich den Weg nicht sehe, wie sich ein Hochschullehrer oder sonstiger Angestellter anders verhalten soll.

 

09.06.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Die Aussage, ein Hochschullehrer oder sonstiger Angestellter des Staates könne sich nicht anders verhalten, als die Kritik zu ignorieren ist meiner Meinung nach zu differenzieren. Natürlich gibt es viele Staatsdiener, die nur ausführende Kräfte sind und sie können sich nicht anders verhalten als Anweisungen zu folgen, wie überall sonst in der Arbeitswelt. Es gibt aber zwangsläufig auch Mitarbeiter, die Anweisungen erteilen: Behördliche Richtlinien und Entscheidungen fallen ja nicht vom Himmel, sie werden von Mitarbeitern dieser Behörde initiiert, gesteuert und durchgesetzt, es handelt sich um menschliche Handlungen, sprich um individuelle Verantwortung. Es gibt also individuelle Verantwortliche auch in einer für die breite Öffentlichkeit völlig anonymen Behörde. Und Verantwortung ist nun mal ein persönlicher Anspruch, hier zitiere ich G.O. Mueller, Das Gedankenexperiment:

Mit der Verantwortung der Verantwortlichen hat es eine besondere Bewandtnis: das Gehalt schleppen sie immer weg, die Verantwortung lassen sie gern liegen. Sie haben sie jedenfalls nie bei sich, wenn es darauf ankommt.

Das Projekt hat sich deshalb vorgenommen, in einem Experiment zur Relativitätskatastrophe diese populäre Erfahrung an den Einzelnen zu testen. Da Verantwortung ein persönlicher Anspruch ist, kann er auch nur individuell getestet werden. Ein repräsentativer Querschnitt unter den Verantwortlichen wird informiert und gebeten, seiner Verantwortung gemäß zu handeln. Wir nennen es unser Gedankenexperiment. Es ist das erste wahre und bisher einzige wirkliche Gedankenexperiment, nämlich über die Wirkung kritischer Gedanken bei den Verantwortlichen in der Gesellschaft. […]

(G.O. Mueller)

Es gibt schon einen Anspruch auf persönliche Verantwortung auch bei Mitarbeitern des Staates, wie überall in der Gesellschaft, die Entscheidungen fallen nicht vom Himmel. Nehmen wir zum Beispiel die Feierlichkeiten des „Einstein-Jahres“ 2005, die Entscheidungen darüber sind auch nicht vom Himmel gefallen: Mitarbeiter des Staates haben die Idee gehabt, haben die Initiative ergriffen, die Finanzierung beim Bund beantragt und bekommen (10 Mio Euro), das kommt ja auch nicht von allein, das ist das aktive Wirken von Menschen. Zu behaupten, die Menschen können sich ja in einer Behörde „nicht anders verhalten“ als nach Anweisungen zu arbeiten macht meiner Meinung nach wenig Sinn.

Nehmen wir zum Beispiel eine staatliche Stelle (oder zumindest vom Staat kräftig mitfinanzierte Stelle) wie das Albert Einstein Institut: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung nennt dieses spezialisierte Institut für kompetent um über wissenschaftliche Forschungsergebnisse im Falle der Relativitätstheorie zu urteilen, siehe hier. Der Staat richtet sich also nach der fachlichen Beurteilung dieses Instituts, um seine Lehr- und Forschungspläne im Gebiet der theoretischen Physik entsprechend zu gestalten. Würde zum Beispiel das Albert Einstein Institut anerkennen, dass Gegenpositionen zur Relativitätstheorie durchaus ihre Berechtigung in der Wissenschaft, in Lehre und Forschung haben, würde das Bundesministerium sich danach in seinen Lehrplänen richten. Man kann also hier auch nicht unbedingt behaupten, Angestellte können sich nicht anders verhalten, sie können es schon. Würde zum Beispiel das Albert Einstein Institut dem Bundesministerium mitteilen, dass im öffentlichen Bildungssystem eine falsche Auslegung der Theorie gelehrt wird (siehe hier) würde das Bundesministerium dies korrigieren lassen. Das Albert Einstein Institut hat einen Einfluß auf das Verhalten des Staates, nicht ungekehrt. Man kann zum Beispiel dem Vertreter vom Albert Eintein Institut, Dr. Markus Pössel, weder Einfluß noch Verantwortung in seiner Arbeit absprechen. Wir leben hier in einem Rechtsstaat, doch nicht in einer Terrordiktatur, der Staat terrorisiert weder seine Bürger noch seine Mitarbeiter!

(Jocelyne Lopez)



Relativitätstheorie: Die Mathematiker haben kläglich versagt

Ich verweise auf einen Eintrag im Blog von Ekkehard Friebe: Die Mathematiker waren in besonderer Weise verpflichtet, auf die Grenzen der mathematischen Spekulation auf dem Felde der Physik hinzuweisen, haben jedoch das Gegenteil getan:

 

Zitat von G.O. Mueller:

V: Entstehungs- u. Erhaltungsmotive / Fehler Nr. 3

Die Mathematiker waren in besonderer Weise verpflichtet, auf die Grenzen der mathematischen Spekulation auf dem Felde der Physik hinzuweisen, haben jedoch das Gegenteil getan

Wenn eine völlig haltlose Theorie in der Wissenschaft durchgesetzt und aufrechterhalten werden kann, müssen die Entstehungs- und Durchsetzungsmotive irrational sein. – Pagels 1985 (S. 106) konstatiert die SRT als Katastrophe der Physik und stellt die Frage vieler Kritiker: “Wie konnte das geschehen?” In seiner Beantwortung liefert er mit zwei Planck-Zitaten den Nachweis für sein Urteil, daß das Versagen der Mathematiker entscheidend zur Katastrophe beigetragen hat (S. 106):

“Daß die spez. R.th. nunmehr über sieben Jahrzehnte lang als ‘Fundamentaltheorie’ grassiert – das haben Philosophen, Physiker und Mathematiker gemeinsam verschuldet. Dennoch muß man die Mathematiker als die Hauptschuldigen betrachten – denn die ‘relativistische Mathematik’ war immer wieder die letzte Bastion, auf die sich die Relativitätstheoretiker zurückgezogen haben, wenn Kritik sie bedrängte.

‘Wer aber trotzdem von der Meinung nicht loskommen kann, daß die Relativitätstheorie schließlich doch an irgendeinem inneren Widerspruch leidet, der möge bedenken, daß eine Theorie, deren vollständiger Inhalt sich in eine mathematische Formel fassen läßt, sich selber so wenig widersprechen kann, wie es zwei verschiedene Folgerungen tun können, die beide aus der nämlichen Formel fließen. Unsere Anschauungen müssen sich eben nach den Ergebnissen der Formel richten, nicht umgekehrt’ (Planck (1933, 169)).

Daß die Relativitätstheorie logisch unanfechtbar ist, folgt einfach daraus, daß ihre mathematische Formulierung keinerlei Widerspruch aufweist’ (Planck (1932,)).

Die Mathematiker waren also in besonderem Maße verpflichtet, die ‘relativistische Mathematik’ zu prüfen – sie haben es nicht getan; sie haben sogar selbst eifrig ‘relativistische Mathematik’ getrieben (Minkowski, Weyl u. a.).

Die Mathematiker haben also versagt, kläglich versagt.”

Die von Pagels apostrophierte “relativistische Mathematik” ist, wie von Pagels und anderen Kritikern nachgewiesen, nachweislich eine Mathematik mit falschen physikalischen Bedeutungen – eine Mathematik ohne Bedeutungen gibt es in der Physik nicht. Die Mathematiker hätten auf die richtigen physikalischen Bedeutungen der Formeln und der eingesetzten Größen achten müssen und haben es nicht getan. – Motiv, wenn dies eines sein kann: Verantwortungslosigkeit.

Die Kritik von Pagels an den Mathematikern muß jedoch noch erheblich verschärft werden. Es kommt nämlich noch das Machtbewußtsein hinzu, als Mathematiker eine andere Disziplin erobert zu haben und bedingungslos zu beherrschen, die Physik als besetztes Gebiet. Minkowskis Vortrag 1908 enthält einige verräterische Aussagen hierzu, zitiert nach Abdruck 1958. (S. 57): “Die dreidimensionale Geometrie wird ein Kapitel der vierdimensionalen Physik.” Wobei nur daran zu erinnern ist, daß es eine vierdimensionale Physik nur auf dem Papier gibt: man kann in ihr keine Geräte aufstellen und keine Messungen machen. (S. 60): “Über den Begriff des Raumes in entsprechender Weise hinwegzuschreiten, ist auch wohl nur als Verwegenheit mathematischer Kultur einzutaxieren.” Das Bewußtsein  der Verwegenheit war bei den Besatzern also sehr wohl vorhanden. (S. 62): “Um darzutun, daß die Annahme der Gruppe […] für die physikalischen Gesetze nirgends zu einem Widerspruche führt, ist es unumgänglich, eine Revision der gesamten Physik auf Grund der Voraussetzung dieser Gruppe vorzunehmen.

Man muß sich klarmachen, was Minkowski hier als “unumgänglich” plant: Um ein mathematisches Konstrukt als widerspruchsfrei zu erweisen, muß die gesamte (!) Physik revidiert werden: das kann ein Mathematiker leicht fordern, weil ihm die Physik nichts bedeutet. Hätte jemand gefordert, um eine physikalische Annahme als widerspruchsfrei zu erweisen, die gesamte Mathematik zu revidieren, wäre Minkowski wahrscheinlich ins Grübeln geraten.

Die Bewohner des besetzten Gebiets, die Physiker, haben über die Besatzung gejubelt und wären am liebsten selbst zu Mathematikern geworden: sie waren mit einer Physik nur auf dem Papier völlig zufriedengestellt. Mehr Erfolg kann eine Besatzung nicht haben. Dennoch ist Machtausübung auf dem Felde der Physik ein irrationales Motiv.

(G.O. Mueller)



Leserbrief von Norbert Derksen: „Der Glanz ist weg“

Nachstehend ein Leserbriefvom 23.05.10 von Dipl.-Ing. Norbert Derksen:

 

 „Der Glanz ist weg“, SUEDKURIER Nr. 113 |
MP vom 19. Mai 2010, Seite 4

Der Glanz ist schon lange weg, allerdings an weit neuralgischerer Stelle als hier bemerkt. Ziemlich blauäugig meint nämlich der WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn: „Die ARD steht für kritische und verlässliche Information.“ Eine Lüge wäre dies zwar nur dann, wenn Absicht und nicht etwa bloße Dummheit dahintersteckte, aber die Unwahrheit ist es auf jeden Fall. Dazu als pars pro toto nur ein Beispiel: Das in der ARD-Familie beheimatete WDR-Gewächs Ranga Yogeshwar behauptete bei einem seiner zahlreichen Auftritte allen Ernstes, die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit des gleichförmig bewegten Beobachters als Grundlage der Relativitätstheorie habe man gemessen. Schon vor Jahren gestand mir der ehemalige Relativitätspapst Prof. Dr. Heinz Dehnen, daß man das nie gemessen habe und auch gar nicht könne, weil die Meßgenauigkeit dazu überhaupt nicht ausreiche. In Wahrheit werden wir also von den Medien hinters Licht geführt und dafür noch mit hohen Gebühren abgezockt. 

(Norbert Derksen)



Mobbing- und Rufmordsportal Esowatch.com

Weitere Informationen aus dem Internet über das Mobbing und Rufmordsportal Esowatch:

 
Wolf im Schafspelz: »EsoWatch« entlarvt

KOPP VERLAG: Niki Vogt über EsoWatch

Kein Unschuldslamm? Laut EsoBlog autorisierte Roland Wilhelm Ziegler die Übernahme der Paralex-Inhalte

Internet-Kriminalität: Dr. Ing. Klaus Ramstöck und Dr. Anja Ramstöck nutzen das EsoWatch-Wikikonto „WikiSysop“ (Doku Nr. 12)

Wikipedia: FOSSA über sog. Skeptiker (GWUP, Brights)

Datensammlung: Wikipedia-Benutzer der Skeptiker-Bewegung (GWUP, Brights Deutschland, Esowatch.com)



Vorläufig kein Ende der Bremer Affenversuche

Eine Information aus der Webseite Deutsche Tierschutzbund e.V.:

Vorläufig kein Ende der Bremer Affenversuche

28.05.10 Nachdem die senatorische Behörde in Bremen die Fortsetzung der Affenversuche von Prof. Andreas Kreiter aus ethischen Gründen und unter Bezug auf das in der Verfassung festgeschriebene Staatsziel Tierschutz bereits im Jahr 2008 abgelehnt hat, beharrt der Affenhirnforscher weiter auf seinen Tierexperimenten. Er beruft sich dabei auf die Freiheit der Forschung, wonach er sich befugt sieht, ohne Einschränkungen diese langwierigen und qualvollen Versuche an Affenhirnen vorzunehmen.
 
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins, Wolfgang Apel, kann die Entscheidung des Gerichtes nur schwerlich nachvollziehen, da bereits andere Verwaltungsgerichte die behördliche Ablehnung von Tierversuchen bestätigt haben und sich dabei insbesondere auf die geänderte Rechtslage durch die Aufnahme des Tierschutzes in die Verfassung im Jahr 2002 beriefen. „Dieser erneute Aufschub ist zu bedauern. Die Behörde hat umfangreiche und aussage-kräftige Gutachten dafür geliefert, dass die Bremer Primatenversuche ethisch nicht vertretbar sind„, so Apel. 

Der Deutsche Tierschutzbund und der Bremer Tierschutzverein bauen jetzt darauf, dass der Senat der freien Hansestadt Bremen alle notwendigen Mittel einsetzt und weiter gegen diese Tierversuche rechtlich vorgeht und deren Ende betreibt. „Nicht nur die Tierschützer in Bremen – allein hunderttausende Bremer haben sich gegen die Versuche ausgesprochen – sondern auch bundesweit erwarten wir, dass es keinen Freibrief für die Forschung geben darf. Auch Wissenschaftler müssen sich an ethische Prinzipien halten und können nicht den verfassungsmäßig verbrieften Tierschutz weiter in Frage stellen„, so Apel.
[…]

Eine Initiative vom Bremer Tierschutzverein e.V.
Stoppt Affenversuche

 



Affenqual geht in Bremen weiter

Eine Information der Webseite Ärtze gegen Tierversuche: 

Gerichtsverhandlung über Bremer Hirnversuche an Affen: Affenqual geht weiter

28.05.10 – Als Ergebnis der heutigen Verhandlung am Bremer Verwaltungsgericht im Fall der Affenversuche von Prof. Kreiter hat das Gericht den Ablehnungsbescheid der Genehmigungsbehörde aufgehoben, der dem Forscher eine Fortführung seiner Tierversuche untersagt hatte. Kreiter hatte dagegen Klage erhoben. Das Gericht gab der Behörde auf, die Ablehnung neu zu begründen. Nach Ansicht des Vereins Ärzte gegen Tierversuche ist ein klares Aus für diese Versuche notwendig, da einem nachweislich fehlenden medizinischen Nutzen großes Leid für die Tiere gegenübersteht. Er sieht in den Hirnversuchen an Affen einen Verstoß gegen geltendes Tierschutzrecht.

Die Gerichtsverhandlung offenbart sich nach Aussage der Ärzte gegen Tierversuche als Armutszeugnis für die deutsche Justiz. »Die Richter haben das Staatsziel Tierschutz mit keinem Wort erwähnt und zeigen sich eher den Interessen der Universität zugeneigt«, berichtet Tierärztin Dr. Corina Gericke von der Ärztevereinigung, die vor Ort der Verhandlung beiwohnte. »Es ist unfassbar, dass das Gericht der Freiheit der Forschung offenbar einen höheren Rang einräumt als dem seit 2002 gleichwertig im Grundgesetz verankerten Tierschutz«, kritisiert Gericke.
[…]
Über das Eilverfahren, mit dem Kreiter erlaubt wurde, seine Versuche vorübergehend fortzuführen, wurde noch nicht entschieden. Das heißt, die Tierversuche gehen bis zu einer Entscheidung in diesem Verfahren weiter.

Das Gericht hat hinsichtlich der Genehmigung den Ball an die Behörde zurückgespielt. Diese muss nun unter Berücksichtigung der Vorgaben des Gerichts neue Gründe für den Ablehnungsbescheid beibringen. Die Behörde muss durch Gutachten die Belastung der Tiere sowie die Bedeutung des Forschungsvorhabens klären. Das Gericht gab der Genehmigungsbehörde zudem auf, zu prüfen, ob durch geeignete Nebenbestimmungen, wie beispielsweise Auflagen, eine Genehmigungsfähigkeit geschaffen werden kann.
[…]
Die Ärzte gegen Tierversuche zeigen sich erschüttert, dass wieder einmal die Interessen der mächtigen Tierexperimentatorenlobby auf Kosten von Tier und Mensch zu siegen scheinen. Würde das Gericht das Tierschutzgesetz anwenden und das Staatsziel Tierschutz berücksichtigen, wäre die einzig logische Konsequenz ein sofortiges Verbot der Affenhirnforschung, ist sich die Ärztevereinigung sicher. Denn auch nach über 15 Jahren sei nachweislich kein medizinischer Nutzen erkennbar, das Leid der Tiere indes sei immens. Die zuständige Behörde hatte Mut bewiesen und den Versuchen aus ethischen Gründen und mangels medizinischen Nutzens keine weitere Genehmigung erteilt und hatte dies in ihrem Widerspruch umfangreich begründet.

Die Ärzte gegen Tierversuche betonen, wie wichtig es ist, dass die Genehmigungsbehörde weiterhin Rückgrat zeigt und unterstützen deren Widerspruch. Der Verein appelliert an die Behörde, im weiteren Verfahren an den klaren Belegen gegen die Affenhirnforschung festzuhalten.

Weitere Information über Affenversuche:

Pressemitteilung vom 19. Mai 2010 >>
Der Fall Bremen >>
Hirnforschung an Affen – grausam und sinnlos >>

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Der Einsatz geht weiter, bis der Barbarei der Tierversuche durch gesetzliche und gerichtliche Verbote ein Ende gesetzt wird. Tierversuche sollen abschafft werden! 

 banner
Für ein sofortiges Verbot von Affenversuchen!

 

covanceschliessen
Covance schließen!

verbandsklage-bannerVerbandsklage Tierrechte 

tuebingen_affenqual1

Stoppt Affenqual in Tübingen!



Austausch mit Dr. Markus Pössel vom 24./26.05.10

Ich beziehe mich auf meine Anfrage vom 28.04.10 an Herrn Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut / Max Planck Gesellschaft über eine weitere Klärung von undeutlichen und missverständlichen Aussagen der Speziellen Relativitätstheorie und gebe nachstehend die Antwort von Dr. Pössel wieder:

Von Markus Pössel, AEI/MPG
An Jocelyne Lopez
Datum: 24.05.10
Betr: Bitte um Klärung bzgl. Spezieller Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

Vielen Dank fuer Ihre Mail.
 
Allerdings finde ich Ihre Aussagen zu der angeblichen „wichtige[n] Klaerung“ recht unerfreulich. Dass Sie bei dem Rueckbezug auf meine Aussage, wie er auf den von Ihnen angegebenen Webseiten zu sehen ist, den aus meiner Sicht wichtigsten Teil meiner damaligen Mail, naemlich die Analogie zu Relativgeschwindigkeiten (die sehr wohl objektiv messbar und real sind) unter den Tisch fallen lassen, kommt aus meiner Sicht einer  bedenklichen Verzerrung meiner Aussage gleich.

Ich bin gerne bereit, Ihre neue Frage zu beantworten; bitte haben Sie aber Verstaendnis dafuer, dass ich dazu nach meinen schlechten Erfahrungen mit unserem letzten Briefwechsel erst einmal sicherstellen muss, dass wir ueberhaupt die gleichen Begriffe verwenden.

Daher meine erste vorbereitende Rueckfrage an Sie:

Wie definieren Sie die Relativgeschwindigkeit eines Objekts A und eines Objekts B, die „Geschwindigkeit von A relativ zu B“?

Mit den besten Gruessen
Markus Poessel

 

Nachstehend meine Antwort:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel, AEI/MPG
Datum: 26.05.10

 
Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail.
Sie schreiben:

„Allerdings finde ich Ihre Aussagen zu der angeblichen „wichtige[n] Klaerung“ recht unerfreulich. Dass Sie bei dem Rueckbezug auf meine Aussage, wie er auf den von Ihnen angegebenen Webseiten zu sehen ist, den aus meiner Sicht wichtigsten Teil meiner damaligen Mail, naemlich die Analogie zu Relativgeschwindigkeiten (die sehr wohl objektiv messbar und real sind) unter den Tisch fallen lassen, kommt aus meiner Sicht einer bedenklichen Verzerrung meiner Aussage gleich.“

Dass Sie eine Klärung über die Natur der Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie als „unerfreulich“ empfinden kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich halte sie im Gegenteil für einen entscheidenden Fortschritt im Meinungsstreit über die verschiedenen Deutungen der Theorie. Die Frage über die materielle Realität der Längenkontraktion wurde nämlich in der Theorie selbst von Albert Einstein und von den  wichtigen Autoren der Relativistik recht undeutlich bzw. widersprüchlich behandelt, wie zum Beispiel die Forschungsgruppe G.O. Mueller es in ihrer Dokumentation mehrfach herausgearbeitet hat, zum Beispiel:

http://www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf

Seite 3:
Fachliche Verdachtsmomente: Anschein oder Realität

Die Paradoxa – insbesondere das Uhren- oder Zwillingsparadoxon – erweisen sich nur als die Zuspitzung der behaupteten kinematischen Effekte der Längenkontraktion und der Zeitdilatation.

Wendet man sich diesen beiden grundlegenden Effekten zu, so stößt man auf eine Frage, die man bei einer angeblich bestätigten und allgemein akzeptierten Theorie nicht mehr vermuten würde: nämlich ob die behaupteten Effekte wirklich seien oder nur Scheineffekte.

Die Sachlage wird noch bunter dadurch, daß in dieser Frage eine groteske Uneinigkeit der Relativistik-Autoren festzustellen ist, so daß man zweckmäßigerweise besser von zwei Theorien sprechen sollte, von einer Theorie mit Scheineffekten und einer Theorie mit Realeffekten.

Man darf allerdings nicht erwarten, daß die Autoren sich nach reiflicher Überlegung eine begründete Auffassung gebildet, jeder seine Entscheidung in dieser Frage getroffen und sich auf eine der beiden Seiten geschlagen hat. Vielmehr wechseln manche Autoren ihre Entscheidung von einer Darstellung zur nächsten, ohne ein Wort darüber zu verlieren, und viele schwanken in demselben Buch zwischen beiden Positionen hin und her, wie es ihnen gerade gelegen erscheint.

Wenn schon unter den Anhängern der Theorie derartig gravierende Widersprüche auch heute noch bestehen, dann ist dies ein sicherer Hinweis darauf, daß irgendetwas mit der Theorie nicht stimmt.

Seite 86:
Albert Einstein hat 1905 die Längenkontraktion mit eindeutig widersprüchlichen Aussagen eingeführt: mit einer Real-Version und einer Schein-Version.

Die Real-Version findet sich S. 896: die “allgemein gebrauchte Kinematik” (womit er die Newtonsche meint) wird damit charakterisiert, daß sie annimmt, “daß ein bewegter starrer Körper … in geometrischer Beziehung vollständig durch denselben Körper, wenn er in bestimmter Lage ruht, ersetzbar sei.” Diese Identität der Geometrie des Körpers in der Newtonschen Kinematik bei allen verschiedenen Bewegungszuständen hält Albert Einstein für irrig und will sie mit seiner Kinematik-Theorie bestreiten: in der SRT-Kinematik soll der Körper diese geometrische Identität verlieren, weil durch Bewegung oder Ruhe eine reale Änderung des starren Körpers bewirkt werden soll; vom Relativitätsprinzip ist keine Rede.

Eine Schein-Version findet sich S. 903: “Ein starrer Körper, welcher in ruhendem Zustande ausgemessen die Gestalt einer Kugel hat, hat also in bewegtem Zustande – vom ruhenden System aus betrachtet – die Gestalt eines Rotationsellipsoides …” Im übernächsten Absatz wird die Reziprozität ausdrücklich festgestellt.

Dieser Widerspruch zieht sich durch die gesamte Relativistik: jeder Autor kann sich eine Alternative aussuchen. Solange dieser Widerspruch von der Relativistik nicht anerkannt wird und ausgeräumt ist, ist die behauptete Längenkontraktion für die Kritik in keiner der beiden Versionen gültig; es ist nicht Aufgabe der Kritik und auch nicht möglich, den Relativisten zu einer konsistenten Theorie zu verhelfen, deren Hinfälligkeit offenbar ist, und die Kritik wäre auch nicht verpflichtet, vorsorglich beide Versionen zu widerlegen.

Seite 137:
Schein und Sein: AE 1905 wechselt in seinen Aussagen über Längenkontraktion und Zeitdilatation mehrfach zwischen “scheint” und “ist” und pflanzt seiner Theorie damit einen Grundwiderspruch ein. 

Damit trägt Albert Einstein selbst eine Unbestimmtheit in die Theorie, die weder er selbst noch einer seiner maßgeblichen Anhänger jemals ausgeschaltet hat. Die Kritik hat beide Möglichkeiten A (= Anschein) und R (= Realität) widerlegt: (A) wenn die Effekte nur “scheinbar” sein sollen, so könnten sie nicht gleichzeitig als real behauptet werden; (R) wenn die Effekte “real” sein sollen, so können sie nicht nachgewiesen und auch keine Ursachen angegeben werden.
[…]
Autoren der A-Gruppe (Symmetrie, Reziprozität, Anschein der Effekte): H. Dingle; Nordmann; Sexl 1978.
Autoren der R-Gruppe (Asymmetrie, keine Reziprozität, Realität der Effekte): Langevin; McCrea; Rindler: Essential relativity.
Autoren der A/R-Gruppe (alle denkbaren Varianten vermischt): Albert Einstein; Born.

 

Unabhängig von der Klärung von weiteren Fragen ist es also aus meiner Sicht überhaupt nicht unerfreulich, dass Sie diese Frage mit einer Aussage geklärt haben, die ohne weiteren Kontext einen unmissverständlichen Sinn ergibt: „Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;”.

Diese eindeutige Klärung ist sogar umso mehr erfreulich, weil ausgerechnet bei dieser Frage der materiellen oder nicht-materiellen Natur der Längenkontraktion eine Verwechselung mit der Äther-Theorie von Antoon Lorentz leider sehr verbreitet ist, was auch in Forendiskussionen ersichtlich ist: Wie Sie wissen setzt Lorentz eine durch den Widerstand eines Äthers verursachte materielle Verkürzung von bewegten Objekten voraus, was nun mal auf gar keinen Fall für die Spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein zutreffen kann. Das musste ja klargestellt werden, eine Klärung war also fällig. 

Alleine durch die deutliche Unterscheidung der beiden Theorien von Antoon Lorentz und von Albert Einstein und die Ausräumung dieser Verwechselung und dieser Missverständnisse war also Ihre Klärung außerordentlich wichtig, nützlich und weiterbringend. 

 

Sie schreiben weiter:

„Wie definieren Sie die Relativgeschwindigkeit eines Objekts A und eines Objekts B, die „Geschwindigkeit von A relativ zu B“?“

Ich definiere sie ganz einfach nach der klassischen Physik als die Addition der jeweiligen Eigengeschwindigkeiten der beiden Objekte (je nach Bewegungs-richtung).  

Unabhängig von jeglicher Definition hatten wir seinerzeit in meinem Strand-Gedankenexperiment eine ganz einfache und anschauliche Konstellation zugrunde gelegt: Vier Beobachter bewegen sich mit verschiedenen Eigengeschwindigkeiten (v1, v2, v3 und v4) direkt frontal relativ zu einer Wasserwelle, die sich wiederum mit einer postulierten konstanten Geschwindigkeit von c = 70 km/h relativ zu jedem einzelnen Beobachter bewegt. Alle Einzelgeschwindigkeiten der Objekte sind definiert. Ich meine, wir könnten für die Weiterführung des Gesprächs bei diesem anschaulichen Beispiel bleiben, das auch jeder Physiklaie verstehen kann, zumal es auch den Vorteil vorweist, als Analogie zu einer Lichtwelle verstanden zu werden – was Sie grundsätzlich akzeptiert hatten. 

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



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