Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'vom Leben'

Schwesterliches Treffen in Marseille…

Mit meinen Schwestern Christiane (links) und Patricia (rechts)
Marseille, Oktober 2018

Unsere jüngste Schwester Muriel ist in Gedanken bei uns

 



Die Engelserscheinung des Herrn Professor Helmut Wicht

Der SciLogs-Blogger  Helmut Wicht, Philosoph und Professor für Anatomie an der Uni Frankfurt, berichtet über eine Engelserscheinung am Seziertisch, die leider seine vorweihnachtliche Besinnlichkeit wenig angeregt hat: Englische Assoziationen vom Präparierkurs.

Ich hätte mir nämlich gewünscht, dass er sich für sein grobes Fehlverhalten mir gegenüber bei SciLogs / Spektrum der Wissenschaft  entschuldigt, vielleicht auch nur ein bisschen, irgendwie. Aber er braucht sich wohl keine Mühe zu geben, sich mit einer Ignorantin und ungebildeter Person wie mir zu unterhalten, das tut er nur mit Seinesgleichen aus der universitären Elite und mit Engeln. Na gut, zur universitären Elite gehöre ich nicht und als Engel kann ich auch nicht fungieren, ich bin dafür aus dem Alter raus und nicht einmal blond… Ärgerlich.  🙁

Probieren kann ich es trotzdem, wer weiß:

Frohe und besinnliche Weihnachten, Herr Professor Helmut Wicht!

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Mit meiner Schwester Patricia

Mit meiner Schwester Patricia, August 2018

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… und eine gemeinsame Erinnerung , worüber wir heute noch lachen können:

Erzählungen mit Jocelyne Lopez: Republikanisches

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Natürlich gehört der Islam zu Deutschland.

La Liberté guidant le peuple.
Anläßlich einer Diskussion bei Facebook habe ich mich schon vor einem Jahr mit einer Teilnehmerin ausgetauscht, die sich darüber geärgert hat, dass Christian Wulff nicht in der Lage sei, der Bevölkerung eine Erklärung über seine Aussage abzugeben, dass der Islam zu Deutschland gehöre.

Ich habe mich wiederum sehr darüber gewundert, dass man eine Erklärung für diese Aussage von Christian Wulff erwartet. Man braucht eine Erklärung von niemandem darüber zu erwarten, das steht doch in der deutschen Verfassung, warum der Islam zu Deutschland gehört, das steht in der Verfassung aller europäischen Rechtsstaaten, das steht in der internationalen Erklärung der Menschenrechte, die Deutschland seit langem anerkannt hat: Jedem Mensch steht das Grundrecht zu, einer Religion anzugehören und sie auszuüben: Artikel 3 Grundgesetz.

Natürlich gehört der Islam zu Deutschland, wie alle anderen Religionen auch. Man kann auch nicht in Deutschland von einem Ausländer verlangen, dass er sich allen Pflichten der Verfassung seines Gastlandes unterwirft, ohne ihm zu garantieren, alle Grundrechte der Verfassung in Anspruch nehmen zu dürfen, das geht nicht. Und es gilt nun mal in unseren europäischen Rechtsstaaten Religionsfreiheit, für jeden einzelnen Mensch und für jede einzelne Religion.

Ich habe jedoch als Französin, als ich nach Deutschland zog, ein paar Überraschungen hinsichtlich Religionsfreiheit erlebt. In Frankreich gilt nämlich seit der französischen Revolution nicht nur Religionsfreiheit, sondern auch eine absolut strenge Trennung des Staats und der Kirche, absolut streng: Staat und Kirche haben in Frankreich gar keine Berührungspunkte, sie dürfen auch keine haben, es gilt strenge Laizität. Religion ist ein privates Grundrecht, eine rein private Angelegenheit, die dem Staat mit nichts angeht.

Als ich in Deutschland meinen ersten Arbeitsvertrag abgeschlossen habe, musste ich angeben, welcher Religion ich angehöre. Wie bitte? Was geht es meinem Arbeitsgeber an? In Frankreich undenkbar. Ich habe erfahren, dass die Kirche berechtigt ist, Steuer zu erheben. Wie bitte? In Frankreich undenkbar, einzig der Staat ist berechtigt, Steuer zu erheben. Ich habe erfahren, dass der Staat die Erhebung der Steuer für die Kirche verwaltet. Wie bitte? In Frankreich undenkbar. Ich habe erfahren, dass es in staatlichen Schulen einen staatlich organisierten und finanzierten Religionsunterricht gibt. Wie bitte? In Frankreich undenkbar. Ich habe erfahren, dass es staatlich finanzierte Universitäten für Theologie gibt. Wie bitte? In Frankreich undenkbar. Ich habe erfahren, dass Politiker ihre Religion bei ihren Mandaten als Volksvertreter angeben. Wie bitte? Wem geht es an? In Frankreich undenkbar.

Es gibt nicht eine so strenge Trennung von Staat und Kirche in Deutschland als in Frankreich, so daß möglicherweise bei der Bevölkerung der Eindruck entstehen kann, dass nur bestimmte Religionen (Evangelismus oder Katholizismus) zu Deutschland gehören bzw. „Staatsreligionen“ sind – was aber auf gar keinen Fall zutrifft. In Frankreich kann dieses Missverständnis nicht vorkommen, wie gesagt, Staat und Kirche meiden sich und haben sich zu meiden, und das weiß jeder. Religion ist in Frankreich ein privates Grundrecht, streng privat. Deshalb interessiert es auch keinen Mensch in Frankreich, ob eine neue Kirche oder eine neue Moschee oder eine neue Synagoge oder sonst was für eine Kultstätte gebaut wird oder nicht. Das ist die private Sache der Menschen, die sie benutzen wollen, und dafür interessieren sich alle anderen Menschen nicht und haben sich auch nicht dafür zu interessieren.

Dagegen bin ich für ein Verbot der Gesichtsverschleierung (Burka) in der Öffentlichkeit, das von dem Verfassungsgericht in Frankreich anläßlich der Klage einer Moslemin auch ausgesprochen wurde. Dieses Urteil halte ich für richtig und verfassungskonform.

Bei der Gesichtsverschleierung kann nämlich nicht das Grundrecht auf Ausübung einer Religion geltend gemacht werden, da der Koran die Gesichtsverschleierung nicht vorschreibt, sondern nur die Bedeckung des Haars. Die Gesichtsverschleierung ist lediglich eine regionale Sitte, die in der moslemischen Welt selten vorkommt und ursprünglich von Bewohnern von Wüstenregionen eingeführt wurde. Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf Ausübung seiner Religion, jedoch kein Grundrecht auf regionale Sitten.

Auch kann das in der Verfassung verankerte Grundrecht von jedem Mensch auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hier nicht gelten, da die Gesichtsverschleierung die Rechte der anderen Bürger auf freie Ausübung der sozialen Kommunikation verletzt. In sozialen Verbänden ist jeder darauf angewiesen, alle Mitglieder der Gemeinschaft jederzeit wieder zu erkennen und seine Emotionen jederzeit richtig anzuordnen, die hauptsichtlich durch die Gesichtsausdrücke wiedergegeben werden.

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Erster gemeinsamer Urlaub seit der Kindheit

September 2017, erster gemeinsamer Urlaub mit meiner Schwester Christiane seit der Kindheit, so was von schön…

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Siehe auch in meiner privaten Homepage eine markante Kindheitserinnerung mit meiner Schwester Christiane: Disziplin



Zugeständnis von Jocelyne Lopez: Lüge vor Amt

Eine Lüge vor einem deutschen Amt habe ich vor 39 Jahren mit einer Mittäterin begangen, und da ich fest davon ausgehe, dass Verjährung gilt, kann ich sie wohl jetzt gestehen, um mein Gewissen zu entlasten…
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Erzählungen vom Leben: Lüge vor Amt

Foto © 2013 Norbert Fenske – Photografically

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Die einmalige Besonderheit meiner Heimatstadt Marseille…

Aus der Reihe „Männer“ meiner Homepage: Die einmalige Besonderheit meiner Heimatstadt Marseille, wunderschön musikalisch hinterlegt…

Erzählungen vom Leben mit Jocelyne Lopez : Kommunikatives

Foto © 2003 – oppisworld

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Damals war Spanien Syrien – Kriegsflüchtlinge Willkommen!

Ich verdanke mein Leben einer Mutter, die mit ihren drei Kindern vor Krieg und Faschismus geflohen ist und Asyl fand:
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Erzählungen mit Jocelyne Lopez – Mein Vater.

Bild © Jocelyne Lopez – Privat
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Erzählungen mit Jocelyne Lopez: Meine Oma

Bild © 2003 – Norbert Fenske – Photografically

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Ich habe Anlaß zu Zuversicht. Menschen sich fähig sich grausam zu bekriegen, aber sie sind auch fähig in Frieden und Freundschaft zu leben, sogar ehemalige Erzfeinde, das zeigt uns die Geschichte, ich bin zuversichtlich, die Liebe gewinnt immer.
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Kriegsflüchtlinge Willkommen!

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Hommage an meine Schwester Christiane

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Erzählungen mit Jocelyne Lopez, Disziplin
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Frankfurt, 2014

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Ich bin viel bunter, als ich aussehe…

 

 

Großeltern väterlicherseits: Spanisches Baskenland

Ethnische Herkunft der Basken: vermutlich aus Völkerwanderungen aus dem Kaukasus, Vermischungen mit Kelten, Wikingern und Arabern.
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Großmutter mütterlicherseits: Kalabrien

Ethnische Herkunft der Kalabresen: Zuwanderungen aus Griechenland, Türkei und Nahost.
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Großvater mütterlicherseits: Frankreich/Madagaskar

Als Kind von französischen Kolonialisten in Madagaskar geboren, mit Vermischung mit einer Madagassin (eine Urgroßmutter von ihm, sprich eine Ur-Urgroßmutter von mir) – Ethnische Herkunft der Madagassen: Afrika und Indonesien.
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Ich wurde in Frankreich geboren, bin mit einem Deutschen verheiratet, lebe seit fast 40 Jahren in Deutschland. In meiner Familie pflegen wir den Spruch: „Notre famille, c’est l’ONU !“ (unsere Familie, das ist die UNO!).

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Kann mir jemand sagen in welchem Land ich Asyl beantragen könnte, mit meinem EKH-Kater (Europäischer Kurzhaar), falls ich Asyl bräuchte?

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Mahnwache Gegen Fremdenhass! Willkommen in Deutschland

Mittwoch, 2. September 2015 um 16:00

Willy-Brandt-Platz in Essen

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