Zitat Michael Boddenberg: „Durch seine ausführliche wissenschaftliche Berichterstattung, seine herausragenden Forschungstätigkeiten und seine zahlreichen Publikationen hat sich Professor Singer um den Forschungsstandort Deutschland in besonderer Weise verdient gemacht.“
Weder eine „ausführliche wissenschaftliche Berichterstattung“, noch “zahlreichen Publikationen“, noch der „Forschungsstandsort Deutschland“ stellen einen vernünftigen Grund gemäß § 1 Tierschutzgesetz dar, um Leiden, Schmerzen und Schäden an Tiere zuzufügen – das steht fest, das ist indiskutabel. Ich würde gerne erleben welcher Richter solche „Leistungen“ als vernünftigen Grund aus der Verantwortung des Menschens für das Tier als Mitgeschöpf ansehen würde:
Tierschutzgesetz – Grundsatz – § 1
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
Der gute Staatsminister Michael Boddenberg, der keine blasse Ahnung davon hat, was Singer für Forschungsergebnisse nachzuweisen hat, kann sich beim Überreichen des Bundesverdienstkreuzes erlauben, solche Larifari-Verdienste zu nennen, Hauptsache blabla, das merkt keiner und da klatschen die Claqueure sowieso, aber ein Richter kann sich nicht erlauben Larifari-Verdienste und das Klatschen von Claqueuren als „vernünftige Gründe“ im Rahmen des §1 Tierschutzgesetz anzusehen, um Schmerzen, Leiden oder Schäden Tiere zuzufügen, das kann sich ganz bestimmt kein Richter erlauben. Die Veterinärbehörde sollten also in der Lage sein andere Verdienste als den „Forschungsstandort Deutschland“ zu nennen, da sind die vom Staatsminister Michael Boddenberg genannte Verdienste definitiv nicht dazu geeignet, die Tierexperimente von Prof. Singer/Frankenstein zu rechtfertigen: diese Experiment sind allein mit diesen „Verdiensten“ illegal und stellen einen Verstöß gegen das Grundgesetz dar, gar keine Frage.
Siehe auch eine Stellungnahme vom Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V.:
12.08.2011 Orden für Tierquäler
[…]
„Dass jemand, der soviel Tierleid auf dem Gewissen hat, für seine Untaten auch noch geehrt wird, ist schändlich“. […]
Ich verweise auf einen Eintrag von mir in der Diskussion Occupy Tierfolterlabore im Forum Zeitwort.at zur Untersuchung der Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Wolf Singer, führender Hirnforscher und Direktor des Max Planck Instituts für Hirnforschung in Frankfurt:
In seinem schon oben verlinkten Interview als „Communicator Preisträger 2003“ mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft über Ergebnisse der Hirnforschung in der Pädagogik und der Sprachforschung hat Singer nur abgenutzte Klischees, Gemeinplätze und Binsenweisheiten zu kommunizieren:
DFG: Was trägt die Hirnforschung zur Pädagogik bei?
Singer:
Zunächst bestätigt sie, was gute Eltern und Pädagogen schon immer wissen: Die Förderung von Kindern in den ersten Lebensjahren ist enorm wichtig. Doch zur Erfahrung kommt nun auch die Erkenntnis, warum das so ist und warum sich manches später nicht mehr aufholen lässt. Ein Beispiel: Sprache besteht aus einer unablässigen Folge von Lauten. Wir wissen heute, dass Kinder schon sehr früh in der Sprachentwicklung lernen, diesen Strom in seine einzelnen Bestandteile, die Phoneme, zu zerlegen. Während dieses Lernprozesses werden bestimme Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn geknüpft; andere, in der jeweiligen Sprache nicht benötigte, verkümmern. Darum fällt es Asiaten so schwer, „l“ und „r“ zu unterscheiden, und deshalb erfolgt die Phonemsegmentierung bei der spät erlernten Zweitsprache nicht mehr automatisch. Nach dieser sensiblen Phase ist dieser Teil der Hirnentwicklung abgeschlossen. Das ist der Grund dafür, dass wir eine später erlernte Sprache nie mit der gleichen Mühelosigkeit erfassen wie die Muttersprache. Nur Kinder, die zweisprachig aufwachsen, beherrschen beide Sprachen gleich gut.
Dass Singer nur Klischees, Gemeinplätze und Binsenweisheit im Rahmen der Pädagogik und der Sprachforschung produzieren kann, wird auch nicht verwundern: Bei den Forschungsmethoden vom Tierquäler Singer kann man nichts dabei entdecken: Affen fehlen ja im Hirn die Bereiche für Sprache und für andere kognitiven Leistungen der Menschen, siehe zum Beispiel hier:
Neben der wissenschaftlichen Unsinnigkeit der Affenhirnforschung nennen die Ärzte gegen Tierversuche die Qual, die für die Tiere mit diesen Experimenten einhergeht. […] Hinzu komme die erwiesene medizinische Nutzlosigkeit der Tierversuche, da auch nach über 15 Jahren keine Rettung der Menschheit vor Alzheimer oder Epilepsie in Sicht sei.
Auch das für die Genehmigung der Bremer Versuche zuständige Gesundheitsressort hält die Versuche ethisch und medizinisch für untragbar und bestätigte im August 2009 die Ablehnung. Nun ist nach Ansicht der Ärzte gegen Tierversuche das Verwaltungsgericht an der Reihe, den klaren Fakten endlich rechtliche Konsequenzen folgen zu lassen, was zwangsläufig in einem Verbot der Hirnversuche münden müsse.
Weiter hält es der Ärzteverein für unverantwortlich, kranke Menschen Hoffnungen auszusetzen. Denn durch Tierversuche ließen sich menschliche Krankheiten nicht heilen, vielmehr würden die Heilungschancen sogar blockiert werden, da am falschen Hirn geforscht werde. „Affe und Mensch haben zwar gemeinsam, Freude, Schmerz oder Angst empfinden zu können, das Hirn ist aber vollkommen anders organisiert“, erläutert Diplombiologin Silke Bitz von der Ärztevereinigung. „Das Affenhirn hat keine Bereiche für Sprache, Lesen oder Musik, das Menschenhirn hat zur Verarbeitung von visuellen Reizen bestimmte Hirnbereiche, die beim Affen fehlen. Eine zuverlässige Übertragung von Erkenntnissen aus der Affenforschung auf den Menschen ist schlicht nicht möglich“, folgert die Biologin.
Die Ärzte gegen Tierversuche fordern eine Medizin, die sich moderne Verfahren wie die Computertomografie und die Forschung an menschlichen Zellen aus medizinisch notwendigen Operationen zu Nutze macht. Nur durch Forschung, die die tatsächliche Situation beim Menschen berücksichtigt, könne echter medizinischer Fortschritt erlangt werden. Folglich hält der Verein eine rein tierversuchsfrei ausgerichtete Forschung für unabdingbar.
Dafür ist die Forschung von Tierquäler Wolf Singer völlig abdingbar.
Sowohl in der Medizin als auch in der Pädagogik können außerdem höhere kognitive Leistungen nur dann erreicht, gefördert und erforscht werden wenn ein Vertrauens-verhältnis zwischen Experimentator und Testperson existiert, also ganz bestimmt nicht zu einem Prof. Frankenstein. Man erreicht keine höheren kognitiven Leistungen unter Dauerstreß, Leiden, Schmerzen und Todesangst. Da braucht man kein Hirnforscher zu sein, um das zu wissen und zu verstehen – siehe zum Beispiel Roger Fouts, ein leidenschaftlicher Vorkämpfer für die Rechte der Tiere.
Wolf Singer soll sein Labor schießen und sich meinetwegen tierversuchsfreie Hirnforschung widmen, er soll meinetwegen zum Beispiel mit Mönchen meditieren: Wenn er nichts Neues dabei entdeckt, kann er zumindest solange keine Schaden bei Tieren und Menschen anstellen, das wäre schon mal sehr viel gewonnen.
Herr Boddenberg wird jedenfalls mehr wissen wie du, denn wenn man jemanden für das Bundesverdienstkreuz vorschlägt, dann sollte man genauso wissen wovon man spricht, wie wenn man etwas kritisieren will.
Da irrst Du aber, und Du hast ganz naive Vorstellungen…
Nein, der Staatsminister Michael Boddenberg weiß auf gar keinen Fall mehr als ich, mehr als uns alle hier im Forum, was die eigenen Forschungsergebnisse von Wolf Singer sind, dafür kann jeder von uns seine Hand ins Feuer legen, davon kann jeder von uns 100%ig ausgehen: Er hat absolut keine Ahnung davon. Das ist auch nicht sein Job als Staatsminister zu wissen, was die eigenen Forschungsergebnisse von Wolf Singer sind, er erteilt nur das Bundesverdienstkreuz auf Vorschläge seines Berater- und Mitarbeiter-teams, und es bestehen hier auf jeden Fall politisch-wirtschaftliche Seilschaften, dafür kann wiederum jeder seine Hand ins Feuer legen, siehe zum Beispiel:
Ende 2010 wurde bekannt, dass seit Mitte der 1990er Jahre eine nicht öffentlich gemachte Abmachung zwischen den Bundestagsfraktionen besteht, nach der pro Legislaturperiode 30 Orden unabhängig von tatsächlichen Verdiensten für Abgeordnete des Bundestages entsprechend der Fraktionsstärken reserviert sind. Der Verfassungsrechtler Herbert von Arnim bezeichnete dies als „absolute Anmaßung“ und „ganz neue Form der Selbstbedienung“.
Da sind wir wieder bei der Erteilung des Bundesverdienstkreuzes zu dem Vorwurf der Selbstbedienung wie bei der Verteilung der Milliarden von Steuergeldern durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gelandet, was für einen Zufall, oder? Das System ist schon kohärent :
Jeder von uns kann also 100%ig davon ausgehen, dass der Staatsminister Michael Boddenberg keine blaße Ahnung davon hat, was für eigene Forschungsergebnisse Wolf Singer zu Tage gefördert hat, außer vielleicht seiner These der Willeunfreiheit und der Nichtexistenz Gottes, die Singer als seine beansprucht, davon könnte Boddenberg auch etwas persönlich aus den Medien gehört haben, wir werden ja genug damit berieselt.
Man kann auch 100%ig davon ausgehen, dass die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich, die ich gestern darüber angesprochen habe, auch keine blaße Ahnung hat, was für eigene Forschungsergebnisse Wolf Singer zu Tage gefördert hat, sie hat mit Sicherheit absolut keine blaße Ahnung davon und das ist auch nicht ihr Job, davon eine Ahnung zu haben – sie würde auch den Teufel tun meine Frage direkt zu beantworten. Die Frau Ministerin wird also sinngemäß antworten: Die Behörde sowieso, Abteilung sowieso ist zuständig und verantwortlich, um Ihre Fragen über die Forschungsergebnisse von Wolf Singer zu beantworten.
Dann werden wir der Behörde sowieso, Abteilung sowieso, die dafür zuständig und verantwortlich ist die Genehmigung für die Tierexperimente von Wolf Singer zu erteilen, unsere Fragen stellen. Bis dahin weiß kein Mensch, weder Staatsminister Boddenberg, noch hessische Umweltministerin Puttrich, noch Du, noch ich, noch kein Mensch im Forum und in der Öffentlichkeit, was die eigenen wissenschaftlichen Verdienste aus der Hirnforschung von Wolf Singer im Dienste der Allgemeinheit sind.
Ich verweise auf meinen Eintrag Wofür hat Tierquäler Wolf Singer das Bundesverdienst-kreuz erhalten? und gebe weitere Austausche aus der Diskussion Occupy Tierfolter-labore im Forum Zeitwort.at wieder, zur Untersuchung der Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Wolf Singer, führender Hirnforscher und Direktor des Max Planck Instituts für Hirnforschung in Frankfurt:
Ich habe geantwortet, dass darin nur blabla und die übliche Beweihräucherung steht: Keine konkreten Informationen über seine eigenen wissenschaftlichen Verdienste.
Es sieht vielmehr nach diesem nichtssagenden blabla so aus, als ob Singer das Bundesverdienstkreuz für die erfolgreiche Verbreitung seiner eigenen, strittigen Forschungsergebnisse aus der Hirnforschung erhalten hat. Das ist also quasi eine Auszeichnung für erfolgreiches Marketing seiner eigenen Ideen, zum Selbstzweck und zum Eigeninteresse. Wo das Interesse der Allgemeinheit und die Vorteile für den Rest der Welt dabei bleiben ist nicht zu erkennen.
Wenn man sich z.B. auf die Forschungsergebnissen von Singer nach Wikipedia bezieht: Singer hat das Bundesverdienstkreuz erhalten für die Verbreitung in der Öffentlichkeit seiner eigenen Vorstellungen „politischer, juristischer, psychologischer, entwicklungs-psychologischer, pädagogischer, anthropologischer, architektonischer, städtebaulicher, historischer, computertechnologischer und philosophisch-weltanschaulicher Art„.
Absolut fantastische Leistungen für die Allgemeinheit…
Das System scheint hier so zu funktionieren: Man darf sich irgendeinen Mist ausdenken, der stark umstritten ist und den keiner braucht, jedoch erfolgreich verbreiten und vermarkten, dann bekommt man das Bundesverdienstkreuz, um den Mist erfolgreich verbreitet und vermarkt zu haben. Genial, oder? Man könnte meinetwegen auch einem Sack Reis, der in China gerade umkippt, das Bundesverdienstkreuz vergeben, oder?
Singer hat uns also erfolgreich sein Hirnforschungs-Zeug vermarktet, und dafür erhält er das Bundesverdienstkreuz. Es geht um Marketing, es geht um Geld, es geht um den „Forschungsstandort Deutschland“, es geht nicht um die Interesse der Allgemeinheit, es geht um Geld für die Hirnforscher, Singer vorneweg.
Was das Zeug ist, was er uns vermarktet hat, davon wird nichts gesagt, außer, dass es „herausragende Forschungstätigkeiten“ seien. Ob es etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist, etwas Sinnvolles oder Sinnloses ist, etwas Wahres oder etwas Falsches ist, ob das von ihm selbst oder von anderen Hirnforschern stammt, darüber wird mit keinem Wort gesprochen. Was Singer als seine eigenen Ergebnisse vermarktet, weiß nämlich kein Mensch (außer natürlich seiner lächerlichen eigenen These über die Willeunfreiheit und die Nichtexistenz Gottes), das weiß der gute Staatsminister Boddenberg auch nicht, interessiert ihn auch nicht, Hauptsache er vermarktet was, was Geld in die Kasse bringt, und er wird dafür belohnt. Es geht um Geld und um Prestige, um Einfluß, um Macht. Es geht nicht um Verdienste für die Allgemeinheit.
Und ob Deutschland stolz ist und sein darf, der Forschungsstandort von einem Professor Frankenstein zu sein, davon wird auch nicht gesprochen. Über das Entsetzen der Mehrheit der Bevölkerung für seine Forschungsmethoden wird kein Wort gesagt, natürlich, das bringt ja auch kein Geld in der Kasse und ist nicht gut für das Prestige. Am schärfsten ist aber das unerträgliche Gelaber des Staatsministers Michael Boddenberg, die absolute Krönung des Zynismus und der Verlogenheit:
Zitat Michael Boddenberg:
Beispielsweise möchte ich Ihr Wirken als Vorsitzender der Kommission des Tierschutzrechts […] nennen. Die Liste ist lang und Ausdruck Ihres überragenden Engagements.
Die absolute Krönung des Zynismus und der Verlogenheit: Der gute Staatsminister Michael Boddenberg dankt Wolf Singer für sein Wirken und sein überragendes Engagement … für den Tierschutz!!! Muss man sich schon vorstellen. Verarschen können wir uns selbst, Herr Staatsminister Michael Boddenberg! Und den Einblick in solchen ekelhaften Seilschaften hätte er uns ruhig sparen können, zum feierlichen Anlaß der Übergabe des blutgeschmierten Bundesverdienstkreuzes an Prof. Singer / Frankenstein.
Eine Information des Vereins Ärzte gegen Tierversuche e.V.:
Die REACH-Chance: 45 Tage um Tiere zu retten
Die EU-Chemikalien-Verordnung REACH sieht vor, dass Tausende Chemikalien auf ihre Giftigkeit überprüft werden sollen. Seit Bekanntwerden dieser Pläne im Jahr 2000 haben wir für ein tierversuchsfreies REACH gekämpft. Doch trotz aller Bemühungen von Tierschutzseite sollen die Daten größtenteils in Tierversuchen erhoben werden. Schätzungen gehen von 8 bis 54 Millionen Tieren aus, die in den nächsten Jahren für REACH leiden und sterben sollen.
Doch es gibt Hoffnung, viele Tierleben zu retten: Die sogenannte 45-Tage-Kommentierungsphase.
Ich habe am 10. Januar 2012 folgende Anfrage per E-Mail an Frau Lucia Puttrich, Umweltministerin, Hessische Landesregierung geschrieben:
An Frau Lucia Puttrich – Hessische Landesregierung – Umweltministerin
Abteilung V: Verbraucherschutz, Lebensmittelüberwachung, Tierschutz, Veterinärwesen
Betr: Tierversuche von Prof. Dr. Wolf Singer, Max-Planck-Gesellschaft für Hirnforschung in Frankfurt-M .
Sehr geehrte Frau Ministerin Puttrich,
Ich bitte um Mitteilung, wer die zuständige und verantwortliche Behörde, sowie die zuständige und verantwortliche Abteilung für eine Auskunftserteilung in der im Betreff angegebenen Angelegenheit ist.
Durch die zahlreichen Berichtserstattungen in den Medien über die langjährigen juristischen Auseinandersetzungen im Fall der Grundlagenforschung mit Affenversuchen des Hirnforschers Dr. Andreas Kreiter in der Universität Bremen, ist nämlich bekannt geworden, dass sowohl der Bremer Senat als auch die zuständige Veterinärbehörde und die Gerichtsbarkeit von der Bedeutung dieses Forschungsvorhabens nicht überzeugt werden konnten und diese Versuche untersagten.
Vor diesem Hintergrund besteht ein öffentliches Interesse auch die Grundlagenforschung von Prof. Dr. Wolf Singer zu hinterfragen und transparenter zu machen. Sowohl in den Massenmedien durch Prof. Dr. Wolf Singer selbst, als auch in den wichtigsten Informationsquellen für die breite Öffentlichkeit wird von umfangreichen Forschungsthemen von Prof. Dr. Wolf Singer gesprochen, wie zum Beispiel bei Wikipedia:
Das Ziel der Arbeiten seiner neurophysiologischen Abteilung ist es, die neuronalen Prozesse bei sogenannten höheren kognitiven Leistungen wie etwa bei der visuellen Wahrnehmung, beim Erinnern oder bei anderen Denkleistungen aufzuklären. Erforscht wird in seinem Institut u. a. auch das Entstehen der Sehstörung Amblyopie.
In der neurophysiologischen Forschergemeinde ist Singer international u. a. bekannt für seine Forschungen und Überlegungen zu den physiologischen Grundlagen von Aufmerksamkeits- und Identifizierungsvorgängen. Das Bindungsproblem, bei dem die Frage im Mittelpunkt steht, wie verschiedene sinnliche Aspekte eines Objektes – Form, Farbe, Härte, Gewicht, Geruch etc.– zu einem einzigen wahrgenommenen Objekt zusammengefasst werden können, erforscht das Institut mit technisch aufwändigen Experimenten vorwiegend im Bereich der visuellen Wahrnehmung. Die Theorie dazu stammt unter anderem von Christoph von der Malsburg. Sie misst der zeitlichen Synchronität von neuronaler Aktivität im Cortex große Bedeutung zu. Übereinstimmende Oszillationsfrequenzen der Nervenzellen würden danach auf das gleiche Objekt verweisen, während andere Frequenzen andere Objekte markieren.
Aus diesen Gründen stellen sich folgende Fragen und Bedenken hinsichtlich der Genehmigung, die die zuständige und verantwortliche Behörde für die Tierversuche von Prof. Dr. Wolf Singer erteilt:
1) Aus welchem „vernünftigen Grund“ nach Tierschutzgesetz § 1 die Behörde die Genehmigung für die Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer erteilt?
2) Welche Erfolge im Dienste der Allgemeinheit aus der Sicht der Behörde Prof. Dr. Wolf Singer aus den in den Medien angegebenen Forschungsthemen erzielt hat: Erforschung der menschlichen Sehstörung Amblyopie, der höheren kognitiven Leistungen der Menschen und der menschlichen sinnlichen Wahrnehmungen?
3) Beurteilt die zuständige und verantwortliche Behörde die Implikationen politischer, juristischer, psychologischer, entwicklungspsychologischer, pädagogischer, anthropologischer, architektonischer, städtebaulicher, historischer, computer-technologischer und philosophisch-weltanschaulicher Art, die Prof. Dr. Wolf Singer in den Medien im Rahmen der Erkenntnisse aus der Hirnforschung als Aufklärung verbreitet (nicht ohne Kritik aus der Fachwelt) als „vernünftige Gründe„, die seine langjährigen und extrem belastenden Experimente an Tiere rechtfertigen?
Ich danke im voraus für Ihre Auskunftserteilung bis zum 01.02.2012 und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez
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NB: Kommentare über diese Anfrage wurden im Forum Zeitwort.at ausgetauscht, siehe ab hier.
Ich verweise auf die Diskussion über Tierversuche „Occupy Tierfolterlabore“ im Forum Zeitwort.at, die in ganz ähnlicher Weise durch massives Stalking und Mobbing aus derselben langjährigen Mobbing-Szene gestört wurde (Esowatch und Alpha Centauri), wie eine andere Diskussion über diese Thematik aus dem Jahre 2008, die Anlaß zu Strafanzeigen und Strafanträgen von mir gegeben hatte:
2008 habe ich im Forum Politikforum.de eine Diskussion in der Rubrik Wissenschaft eröffnet, mit dem Titel „Tierversuche sind nutzlos für die Humanmedizin“.
Ich wurde sofort massiv mit gravierenden Beschuldigungen des Antisemitismus, Rechtsradikalismus, Rassismus, Nazismus, Unterstellung von Absichten von Kapitalverbrechen (ich solle anstatt Tieren „Untermenschen” als Versuchsobjekte wollen!!) überfallen, ich wurde in der Nähe von KZ-Schergen und Massenmördern gestellt (!!), sowie der Holocaust-Relativierung und der Holocaust-Leugnung beschuldigt, ich wurde beschuldigt zur Gewalt aufzurufen, ich wurde beschuldigt staatsfeindliche Ideen zu propagieren, ich wurde über mehreren Hunderten von Seiten gehetzt, gejagt, beschimpft, beleidigt, gedemütigt, gedroht, bedrängt, erniedrigt, verleumdet und mit diversen Strafverfolgungen gedroht, u.a. nach § 130 Volksverhetzung (!!), und zwar von denselben Figuren, Mitläufern und Trittbrettfahrern, die aus Alpha Centauri und Esowatch schon seit Jahren in der Forenlandschaft mit diesem Mobber- und Stalker-Job tätig waren. Schon damals 2008, nichts Neues gewesen…
Die Staatsanwaltschaften Lüneburg/Celle haben damals ohne ersichtliche Ermittlungen meine Strafanzeigen und Strafanträge eingestellt, ohne Möglichkeit der Ansicht in die Ermittlungsakte durch meinen Rechtsanwalt, und mich wie folgt „belehrt”, ohne dass ich die Möglichkeit hatte, vor einem Richter diese Angelegenheit einzuklagen und von einem Richter urteilen zu lassen – Die Polizei machte also hier die Justiz selbst, ohne Richter, geht schneller und ist praktischer, und zwar zusammengefasst wie folgt:
Es sei in dieser Diskussion weder Straftaten von Dritten noch Verletzungen meiner Rechte zu erkennen, weil:
1) der Titel meiner Diskussion „Tierversuche sind nutzlos für die Humanmedizin” sei „provokant formuliert” gewesen,
2) im Internet sind „ehrverletzende Äußerungen nicht ganz selten“,
3) ich schreibe im Internet unter meinem richtigen bürgerlichen Namen,
4) Ich habe nicht „den gesamten Diskussionsverlauf mitgeteilt„ (ich habe lediglich 326 Seiten von den mehreren Hunderten Seiten kopiert und geschickt…).
Das sollen die Begründungen der Staatsanwaltschaften Lüneburg und Celle für die Zurückweisung meiner Strafanzeigen, Strafanträge und Beschwerde, und es soll der Rechtslage entsprechen, wobei sie sich die Rückendeckung des Niedersächsischen Justizministeriums für diesen Wisch geholt haben (der amtierende Justizminister in Niedersachsen war Bernd Busemann).
Für mich gibt es also für diese Farce nur vier mögliche Erklärungen:
– entweder haben die Damen und Herren der Staatsanwaltschaften Lüneburg und Celle und des Justizministeriums Niedersachsen ihre Juradiplome in Wundertüten auf der Kirmes gewonnen, das soll vorkommen.
– oder sie legen Gesetzbücher zugrunde, die uns allen unbekannt sind und nur ihnen in der Bananenrepublik Niedersachsen vorliegen,
– oder sie schlampen bei ihrer Arbeit bis zum geht nicht mehr,
– oder sie sind korrupt und bewilligen den Einsatz von faschistischen Methoden der Unterdrückung und der Diskriminierung von Minderheiten in der Gesellschaft.
Oder ein fünfter Punkt: Diesen (vermutlich sehr einfach gestrickten) Leuten (die trotzdem die Macht in die Hand kriegen über uns „bestimmend“ sein zu dürfen) ist das Ganze eher egal oder viel mehr zu anstrengend, sich in die Thematik „Tierversuche – Sinn oder Unsinn“ ernsthaft hineinzuknien.
Also ich stelle mir vor, dass es in erster Linie Desinteresse, persönliche Gefühlskälte, Denkfaulheit und Bequemlichkeit sein könnte, warum Menschen an solchen gewichtigen Stellen solche Verfahren einfach einstellen und tiefgründer nicht hinterfragen. Solche Menschen sind vielleicht einfach noch nicht dazu bereit, sich für das Thema ernsthaft zu interessieren, weil wär’s anders, würde man seine gütige Macht dazu benützen, weiter zu gehen, weiter zu hinterfragen und weiter zu ermitteln. […]
Das ist auch meine persönliche Erklärung, so stelle ich mir es auch vor.
Das gehört bei Behörden aus meiner Sicht in der Kategorie Schlamperei.
Und weil die Behörden ihr Job nicht ordentlich machen, geht die Sache endlos im Internet weiter und die Rechte von Bürgern werden mit Füßen getreten: Wer im Internet wagt sich kritisch gegen die Mainstream-Wissenschaft zu äußern wird gezielt und anonym gemobbt und gestalkt, die Justiz guckt zu und macht’s möglich. Die Justiz scheint hier nicht für die Bürger da zu sein, sondern für die Profiteure und ihre Handlanger. Es existieren nämlich seit Jahren und bundesweit Strafanzeigen von Bürgern gegen die Aktivitäten im Netz einer Hetz- und Mobbing Szene gegen Kritiker der Mainstream-Wissenschaft (in erster Linie die Internetpranger ohne gültiges Impressum Esowatch und Alpha Centauri), die Staatsanwaltschaften haben jedoch offensichtlich nichts unternommen um die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Erst durch die Klage eines Geschädigten, wo von einem Streitwert von 160.000 Euro die Rede ist, bewegt sich die Justiz und scheint sich endlich für die mutmaßlichen Täter zu interessieren, siehe hier: „ESOWATCH-PROZESS“ (Stand 27.12 2011), wobei den verschiedenen Staatsanwaltchaften schon lange von den Opfern auf die Verantwortliche hingewiesen wurden (Dr. Ing. Klaus Ramstöck für Esowatch, Dr. Joachim Schulz für Alpha Centauri). Kann man nur mit Geld die Justiz bewegen?
Ich gebe einen Austausch mit einer Teilnehmerin aus der Diskussion über Tierversuche „Occupy Tierfolterlabore“ im Forum Zeitwort.at wieder, die vorgschlagen hat Prof. Dr. Wolf Singer zu dieser Internet-Diskussion einzuladen:
Eine offizielle Einladung beugt dem vor, was man uns bereits im anderen Thread vorgeworfen hat.
Für diejenigen, die den „guten Ruf“ des Herrn Doktor verteidigen und sich schützend vor ihn stellen, macht es sehr wohl den Anschein, dass wir Unrechtes tun und uns quasi „hinter dem Rücken“ des Ehrenmannes uns „das Maul zerreissen“, siehe den anderen Thread, ihn quasi verleumden, beleidigen und so weiter … Indem man dem Dritten nun aber die Chance gibt, ihn einladet, sind diese Vorwürfe hinfällig.
Ich sehe das wie gesagt anders. Das Internet ist die Öffentlichkeit, es gehört zu den Medien, es wird auch vom Medienrecht reguliert.
Singer stellt seine Forschung in den etablierten Medien vor. Wir kommentieren und kritisieren seine Forschung, die in unserem Interesse betrieben wird, im Medium Internet. Nichts geschieht hier hinter dem Rücken von irgendjemandem, alles ist öffentlich.
Singer kennt auch die öffentliche Kritik seiner Forschung seit Jahren, sie wird ja öffentlich vorgetragen. Er hat anscheinend privat bestätigt, dass er sogar meine Kritik an seiner Forschung aus dem Internet kennt. Nichts geschieht also hinter dem Rücken von Singer.
Was die Formulierung meiner sehr umfangreichen Kritik an seiner Forschung und seinen Forschungsergebnissen aus den Jahren 2003 und 2004 angeht, wo einmal die Worten „Waschlappen“ und „krankes Hirn“ Ende 2004 vorgefallen sind und was nach meiner Kenntnis lediglich zwei Gemüter im ganzen Internet unheimlich erhitzt haben soll, sollte vielleicht hier angemerkt werden, dass Singer selbst dieser Erhitzung von zwei Gemütern nicht geteilt hat. Und das ist auch sehr nachvollziehbar, dass Singer hier dieser Erhitzung von zwei Gemütern nicht geteilt hat:
Wolf Singer ist eine öffentliche Person, ein Verantwortungs- und Entscheidungsträger „im Dienste der Allgemeinheit“ (so die Selbstdarstellung der Max Planck Gesellschaft für ihre 80 Forschungsinstitute in der Grundlagenforschung).
Alle öffentlichen Personen im Dienste der Allgemeinheit müssen sich auch die Kritik der Allgemeinheit in der Öffentlichkeit gefallen lassen, im welchen Dienste sie ja stehen. Die Kritik der öffentlichen Personen wird auch in den Medien und in der Kulturwelt tagtäglich von der Allgemeinheit vorgetragen (Journalisten, Künstler, Autoren, Bürger), und zwar massiv, und zwar in vielen Fällen nicht gerade zimperlich was die Formulierungen angeht, und zwar je weniger zimperlich je höher die Verantwortung im Dienste der Allgemeinheit. Ich brauche nicht zu erzählen was zum Beispiel allein die Staatsoberhaupte tagtäglich in den Ländern wo freie Meinungsäußerung der Allgemeinheit gewährt wird, an Schmähkritik, Beleidigungen, Verunglimpfungen, Beschimpfungen, Karikaturen und Pöbeleien ausgesetzt werden. Ich kenne persönlich nur ein Fall, wo ein Staatsoberhaupt Anspruch auf den Schutz seiner Persönlichkeitsrechte bei einer Beleidigung erhoben hat, und zwar vom Kanzler Helmut Kohl, als er direkt verbal von einem Journalisten mit Hitler verglichen wurde.
Auch Singer als Verantwortliche im Dienste der Allgemeinheit wird wohl sehr oft scharf formulierte Kritik ausgesetzt sein – er erwähnte zum Beispiel dezent nebenbei im Interview mit der DFG, dass ihm Tierversuchsgegner sadistische Motive unterstellen, und ich kann mir vorstellen, dass er Beschimpfungen wie Verbrecher, Mörder oder Nazi bestimmt mehr als ein Mal in seiner Folterkarriere schon gehört hat, möchte ich wetten. Mit Hitler wird er auch in Online-Medien verglichen, haben wir in der Diskusssion auch gesehen. Die verbale Gewalt, die seine Forschung in der Allgemeinheit hervorruft wird ihm seit 20, 30 Jahren entsetzlichen Tierexperimenten nicht entgangen sein. Meine Worte „Waschlappen“ oder „krankes Hirn“ hat er bestimmt wie kleine nette Leckerbisse aufgenommen, von wegen sich darüber zu entrüsten wie zwei Gemüter im Internet sich furchtbar stellvertretend für ihn entrüstet haben…
Und nicht nur verbaler Gewalt ist Singer wegen seiner Forschung ausgesetzt, in mindestens einem Fall wohl auch physischer Gewalt: Bei der Demo in Frankfurt am 17.12.11 wurde mir erzählt, dass ein Mal vor ein paar Jahren ein Tierversuchsgegner Singer in einem Café in der Nähe des Labors erkannt hat, völlig ausgerastet ist und ihn mit einem Schlag auf den Kopf verletzt hat, dass Blut geflossen ist und ein Krankenwagen gerufen werden musste. Die verbale Gewalt und die reale oder potentielle physische Gewaltbereitschaft, die seine Forschung in der Allgemeinheit hervorruft, können ihm seit 30 Jahren nicht entgangen sein.
Singer hat auch kein Interesse an eine Kommunikation mit Tierversuchsgegnern und die Tierversuchsgegner haben auch kein Interesse an einer Kommunikation mit Singer: Die Situation ist so, dass eine Kommunikation nichts bringen kann, absolut nichts, sie ist nicht konsensfähig, es kann keine Kompromisse geben: Singer will sein Tierversuchs-labor weiter betreiben und die Tierversuchsgegner wollen, dass sein Labor geschlossen wird. Es kann keine Kompromisse geben, das ist nicht möglich und von keiner der Seiten gewollt. Was nützt dann hier eine Kommunikation? Von Singer ist nichts zu erwarten, wir kennen seine Einstellungen, wir kennen seine Forschung, wir kennen seine Forschungsmethoden, er kann uns nichts Neues sagen. Wir können ihm auch nichts Neues sagen, wir wollen nur die Schließung seines Labors. Die Lage ist völlig blockiert, seit Jahrzehnten, es gibt keine Chance auf ein Kompromis. Das Ziel der Tierversuchsgegner ist und bleibt dabei unverändert: Die Tierversuche müssen gesetzlich verboten werden. Es kann kein Dritter in dieser eingefahrenen Situation geben, außer dem Gesetzgeber.
Ich verweise auf weitere Austausche in der Diskussion „Occupy Tierfolterlabore“ im Forum Zeitwort.at, die auch von Mobber und Stalker erheblich gestört wird:
…Zitat von erdbeeramazone: „gesunder Menschenverstand“ ….
Der gesunde Menschenverstand sollte dir auch endlich sagen, dass du in einer Diskussion mit Stänkermenschen nichts gewinnen kannst. Sie diskutieren um zu streiten und gewinnen somit gegen jeden der nicht streiten will.
Das sehe ich ein bisschen anders. Ich stimme Dir zu, dass man in einer Diskussion mit Stänkermenschen „nichts gewinnen“ kann, in dem Sinne, dass man mit Stänker-menschen mit Argumenten nicht streiten und überzeugen kann.
Der Sinn einer kontroversen Debatte in der Öffentlichkeit ist jedoch sowieso nicht seine direkten Gesprächspartner zu überzeugen, das ist ja grundsätzlich nicht möglich: Beide Lager in einer kontroversen Diskussion haben sich über eine bestimmte Thematik eine schon seit Jahren befestigte Position angeeignet, die auf einer innigen, persönlichen Überzeugung beruht und nicht zu umkehren ist. Das ist auch normal und das erwartet man auch von den Vertretern einer bestimmten Position aus den beiden Lagern.
Zum Beispiel in einer TV-Debatte über eine bestimmte kontroverse Thematik werden Vertreter von gegenseitigen Positionen eingeladen, die in der Öffentlichkeit gegenseitige Argumente austauschen. Es passiert nie, das wäre äußerst befremdlich, dass der Vertreter einer bestimmten Position plötzlich seinem kontroversen Gesprächspartner sagt: Ja, Sie haben mich jetzt mit Ihren Argumenten völlig überzeugt, Sie haben völlig recht, ich habe es bis jetzt völlig falsch gesehen, Ihre Position ist richtig, ich wechsle zu ihrem Lager. Kannst Du Dir vorstellen, dass in einer kontroversen Debatte, wo emotionelle, persönliche Überzeugungen aufeinander prallen, ein Teilnehmer plötzlich aufsteht, die Hand seinem Gesprächspartner reicht und meinetwegen sagt: Sie haben völlig recht, ich war bis jetzt ein verblendeter SPD-Politiker, jetzt werde ich CDU-Politiker? Oder dass einer aufsteht, die Hand seinem Gegenüber reicht und meinetwegen sagt: Sie haben völlig recht, ich war bis jetzt gegen einen militärischen Einsatz in diesem oder jenem Land, Sie haben mich völlig überzeugt, jetzt bin ich für einen militärischen Einsatz in diesem oder jenem Land? Kannst Du Dir so eine Situation vorstellen? Das gibt’s nicht. Jeder Teilnehmer verlässt eine kontroverse TV-Debatte mit derselben persönlichen, argumentativen und emotionellen Überzeugung, die er vor der Debatte hatte. Die Zielsetzung einer TV-Debatte ist nicht, dass sich die Teilnehmer einig werden, dass sie einen Konsens finden und sich in den Armen vor der Kamera fallen, sondern die Zielsetzung einer kontroversen TV-Debatte ist die Zuschauer im Hintergrund über eine Thematik zu informieren und ihnen die Möglichkeit geben, sich eine persönliche Meinung zu bilden.
Eine öffentlich geführte kontroverse Debatte in einem Forum beruht auf demselben Prinzip und hat dieselbe Zielsetzung: Eingeladen sind überzeugte Vertreter von gegenseitigen Positionen über ein und dieselbe Thematik. Ich schreibe auch nicht in einem Forum um meine aktiven Gegenüber zu überzeugen, ich schreibe in einem Forum um die Hintergrundleser über eine bestimmte Problematik zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich über diese Problematik eine persönliche Meinung zu bilden. Die Hintergrundleser, die still mitlesen und sich nicht beteiligen (die „schweigende Mehrheit“), sind die wichtigsten Teilnehmer in einer kontroversen Debatte, weil sie entweder noch keine Kenntnis der Problematik hatten und dabei informiert werden, dass ein Problem besteht und eine Lösung gesucht wird und gefunden werden muss, oder weil sie noch keine befestigte Meinung über diese Problematik haben und sich die Informationen und Argumente aus beiden Lagern erst einmal anhören möchten, bevor sie sich eine endgültige persönliche Meinung bilden.
Die Situation ist aber zum Beispiel bei der Thematik Tierversuche so, dass die Tierversuchsgegner gar keinen Zugang zu der breiten Öffentlichkeit haben, weil die Massenmedien die Informationen und Argumenten vollständig ausblenden. Sie sind also auf das einzige Medium angewiesen, das die Vorstellung der Informationen und Argumente ermöglicht: Das Internet.
Ich habe zur Unterstützung meines Informationsbestrebens im Internet über die zwei Thematiken, die mich interessieren (Tierversuche und Relativitätstheorie) einen Blog entwickelt, der die wesentlichen und repräsentativen kontroversen Austausche aus Internet-Diskussionen festhält, weil Internet-Diskussionen sehr oft bei brisanten Thematiken lautlos verschwinden, und weil die Diskussionen aufgrund des teilweise massiven Einsatzes von Stänkerern systematisch zerstört werden und dadurch für sehr viele potentiellen Leser unzumutbar sind: Die wenigsten potentiellen interessierten Bürger haben Lust und Zeit sich seitenlang mit Pöbeleien, persönlichen Angriffen, Trollereien, Beschimpfungen, Beleidigungen, off-topic-Themen, sowie durch Mobbing und Stalking verseuchten Diskussionen anzulesen und sich mit den anonymen Abgründen des Internets zu beschäftigen. Deshalb ist mein Blog seit Jahren ein Dorn im Auge der Stänkerer, Trolle, Mobber und Stalker, weil er zusätzliche Leser im Internet mit Informationen und Argumente erreicht, die sich sonst nicht direkt in Forendiskussionen aufhalten, weder als aktive Teilnehmer noch als passive Leser.
Ich verweise auf weitere Austausche in der Diskussion Occupy Tierfolterlabore im Forum Zeitwort.at zur Untersuchungs der Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Wolf Singer, führender Hirnforscher und Direktor des Max Planck Instituts für Hirnforschung in Frankfurt:
Wenn Milliarden von Steuergeldern ohne Aufsicht Jahr für Jahr auf Regalen liegen, sollte man sich nicht wundern, wenn es sich genug Menschen in der Nähe findet, die sich anonym bedienen werden, ist doch klar, oder? Das liegt in der Natur der Sache, es ist nicht zu verhindern, das ist in allen menschlichen Gesellschaften so, immer und überall, es ist nichts Neues. „L’occasion fait le larron“ sagt eine französische Redewendung, „die Gelegenheit macht den Dieb“. Was ist dabei neu?
Zitat Prof. Dr. Martin Schulte:
[…] Die Aufklärung wissenschaftlichen Fehlverhalten durch die Wissenschaft selbst erfolgt primär im Rahmen von Ombuds- und Untersuchungsverfahren. Dahinter steht die Erkenntnis, die der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner treffend auf den Punkt gebracht hat: „Die soziokulturelle Brisanz von Betrug und Fälschung besteht schlicht darin, dass wenn die Naturwissenschaften dieses Problem nicht in absehbarer Zeit von innen heraus lösen können, dann werden es andere für sie tun“.
Das ist absolut nichts Neues sondern altbekannt. Du hast absolut Recht, Jocelyne, da ist nichts übertrieben dran und es wird immer wieder diese „Diebe“ geben, nur- aufkosten von Leid anderer? Aufkosten der Schwächsten? Aufkosten beabsichtigter Tierverstümmelungen, ich betone Tier-ver-stümmelungen??? Es gibt nichts Schlimmeres als Folter und höllische Schmerzen, wer würde das abstreiten (niemand!), deshalb müssen diese Taten wirklich genauestens hinterfragt werden, damit sie vom Gesetz endlich als Verbrechen am Tier zugegeben werden.
Wir Menschen haben es heute wirklich in keinster Weise mehr nötig (früher wars wohl zum Teil sehr notwendig), uns von forschungsgetriebenen Tierverstümmlern abhängig zu machen, im Gegenteil, ich halte es für äußert gefährlich und man muss davon wirklich Abstand nehmen, solchen Wissenschaftlern zu trauen. Ihre Taten, das in heutiger Zeit, sind so unglaubwürdig, dass man sich fragen muss, in wessen Interesse und Auftrag arbeiten die wirklich. […] Ja aber woran forscht er dann an den Tieren? Wenn nicht nach der Frage des freien Willens?
Was genau sind seine Erfolge? Wofür hat er das Bundesverdienstkreuz wirklich erhalten? Poet, solange wir das nicht wissen, sollte der Thread eigentlich stillgelegt werden, weil es hat keinen Sinn zu „streiten“, wenn man nicht weiß, was dem Wolf Singer seine „Leistungen“ nun eigentlich wirklich sind, mit denen er seine „Tierversuche“ rechtfertigt.
Kann man Singer anmailen und ihn dazu befragen? NocheinPoet, du hattest doch schon einmal Kontakt zu Singer. Wir sollten uns die wichtigsten Fragen zusammenschreiben und ihn um Antwort ersuchen bzw. „bitten“ …
Singer-Interviews habe ich mir inzwischen schon einige angesehen, aber ich komme einfach nicht dahinter, was Singers hervorragende Leistungen für seine vielen Auszeichnungen sind?
Singer beschreibt zwar sehr schön seine Theorien und auch die sogenannten „Probleme“, die über die Hirnforschung gelöst werden sollen. Z.B. nennt Singer das Problem der „großen psychiatrischen Krankheiten“, die der Wissenschaft unter den Nägeln brennen wie er sagt. Aber ich frage mich, wie kann man z.B. menschliche Schizophrenie und Geisteskrankeiten über Affenhirne erforschen? Gibt es schizophrene und „menschliche geisteskranke Affen“ überhaupt (außer in der höchsten Politik, ich weiß, was war jetzt gemein von mir, ein kleiner Denkanstoß vielleicht, wenn es um gesetzlose Korruption und perfide Methoden geht)?
Und gibt es denn nicht doch einen gewaltigen Unterschied zwischen einem durch Folter und Schmerzen künstlich schwer traumatisierten, für Forschungszwecke „psychisch aufbereiteten“ Affen und den schweren psychischen Störungen von Menschen, die nicht durch körperliche Folter sondern durch Gesellschaftszwang langsam krank wurden?
Und die nächste Frage: Könnten sogenannte „große psychiatrische Krankheiten“ nicht auch teilweise missverstanden werden von Forschern? Zum Beispiel muss ein „Staatsfeind Nr.1“ nicht unbedingt „geisteskrank“ sein, wenn er sich schlimme Dinge von Mächtigen abschaut, aneignet, nachmacht und anwendet (z.B. Waffen erzeugen, Waffen horten, Waffen industriell anwenden), trotzdem ein solcher von „psychiatrischen Gutachtern“ als „geisteskrank“ befunden werden kann?
Was ist die ultimative Wahrheit für den jeweiligen Hirnforscher, wenn es um diese solche tiefsten Geheimnisse der Funktion des gesunden und „kranken“ menschlichen Hirns geht, zu denen anscheinend die besten Hirnforscher nach Jahrzehnten selbst noch keine Einigung gefunden haben?
Das „Groupie“ im Interview bringt es leider auch nicht auf den Punkt, was mich am meisten interessieren würde:
Was fühlt Singer, wenn er sich in all die Äffchens nun hineinversetzen müsste, an denen er experimentiert, teilweise sie wohl schwer verstümmelt? Mir würde es das Herz brechen, müsste ich an einem gesunden Tier nun eine Verstümmelung vornehmen oder ihm unsägliche Schmerzen zufügen.
Wurde von Singer schon mal persönlich das MITLEID-ZENTRUM im Hirn festgestellt und ausgiebig erforscht (ich weiß, das war jetzt wieder gemein von mir …)?
Als kurze Zusammenfassung dieses Interviews aus meiner Sicht (die sich mit der Sicht von erdbeeramazone deckt) und vor dem Hintergrund unserer Diskussion seit einem Monat sind folgende Informationen festzuhalten:
Singer forscht nicht über die Entstehung der menschlichen Sehstörung Amblyopie, wie es bei Wikipedia angegeben wurde. Also keine eigenen Forschungserfolge. .
Singer will Aufklärungsmodellen der Naturwissenschaften (insbesondere Physik und Biologie) für die traditionellen Aufklärungsmodellen der Geisteswissenschaften (insbesondere Philosophie, Erkenntnistheorie, Soziologie, Ethik) für die Weltanschauung der Menschen anbieten, wobei er genauso wie bei den traditionellen Modellen der Geisteswissenschaften einräumen muss, dass es Grenzen für unsere Erkenntnis gibt, die wir nicht überschreiten können, sprich dass es Unerklärliches gibt und auch immer geben wird. Das alles wie schon seit Tausenden von Jahren überall auf der Welt bekannt. Also keine eigenen Forschungserfolge. .
Singer deutet an, dass unsere Handlungen und Entscheidungen allein von physikalischen Oszillationen und Frequenzen in unserem Hirn gesteuert sind, ohne dass unser Bewußtsein (das Wort „Wille“ hat er nicht ausgesprochen) beteiligt ist: Das ist eine Anspielung an das Libet-Experiment und an seine Varianten. Also keine eigenen Forschungserfolge. .
Singer will in den nächsten 20 Jahren bzw. so lange er kann, seine Forschung über die naturalistischen Aufklärungsmodellen der Weltwahrnehmung und der Weltanschauung der Menschen fortführen, die er in der Grundlagenforschung ausdrücklich ansiedelt. Ein Forschungsthema hat er außerhalb der Grundlagenforschung angesiedelt: Die Erklärung der psychiatrischen Krankheiten (offensichtlich meint er hier die genetisch bedingten psychiatrischen Krankheiten), die noch nicht erklärt werden. Also auch da bis jetzt keine eigenen Forschungserfolge.
Fazit der eigenen Forschungserfolge seit 30 Jahren: Null.
Das ganze Gerede bei diesem Interview ist und bleibt Larifari, sorry, trotz der begeisterten Bewunderung des interviewführenden Claqueurs.
Bei seinen Forschungsmethoden mit Versuchstieren gibt es offensichtlich gar keinen Zusammenhang mit den allgemeinen Forschungsergebnissen der Hirnforschung:
Es ist denkbar ungeeignet, das Bewußtsein, die Weltwahrnehmungen und die Weltanschauungen der Menschen erforschen zu wollen durch die Erforschung des Bewußtseins, der Weltwahrnehmungen und Weltanschauungen von Tieren… Was für ein jeweiliges Bewußtsein, eine jeweilige Weltwahrnehmung und eine jeweilige Weltanschauung eine Katze, ein Affe oder ein Schaf haben, wird wohl für immer außerhalb der Grenzen unserer Kenntnismöglichkeiten bleiben, wir können nur darüber spekulieren, fantasieren und träumen. Singer sprach auch in diesem Interview im Zusammenhang mit dem Erforschen des Bewußtseins und der höheren kognitiven Leistungen nur von menschlichen Probanden (ausdrücklich sprach er von Mönchen und stillschweigend von den menschlichen Probanden des Libet-Experiments). .
Was Singer sich mit dem Experimentieren an Tieren bei der Erforschung der genetisch bedingten psychiatrischen Krankheiten seit 30 Jahren erhofft, ist auch bei diesem Interview sein Geheimnis geblieben. Forscht er etwa nur mit Katzen und Affen, die eine genetisch bedingte psychiatrische Krankheit haben? Oder macht er vielleicht Katzen und Affen erst einmal durch die Haltungsbedingungen oder durch Psychopharmaka gezielt psychisch krank und erforscht dann ihre gezielt zerstörten Gehirne? Es ist ganz einfach ein Tier oder einen Menschen psyschich zu zerstören, das können die Tierexperimentatore à la Singer mit links, hier das Bild eines Affenbabys aus dem Folterlabor Covance, dessen Mutter „verbraucht“ und „entsorgt“ wurde, und dem man als „Ersatzmutter“ eine Rolle gegeben hat, womit es bis zur völligen Erschöpfung „kuscheln“ durfte:
Für mich ist und bleibt keine andere Schlußfolgerung möglich: Tierexperimentatore sind Verbrecher, gemeingefährliche Verbrecher, und das Folterlabor von Wolf Singer muß geschlossen werden!!!!