Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'Kritik der Relativitätstheorie'

Internet-Mobbing: EselWatch über Dr. Ing. Klaus Ramstöck alias Thomas Xavier bzw. Thomas X.

Eine Information der Webseite GWUP.WATCH:

 

Internet-Mobbing: EselWatch über Dr. Ing. Klaus Ramstöck alias Thomas Xavier bzw. Thomas X.

Samstag, 17. April 2010 

Internet-Mobbing, üble Nachrede, Verleumdung und die Verletzung von Urheber- sowie Persönlichkeitsrechten unter der Domain Esowatch.com sind weiterhin das Leitthema dieses Blogs. Die im letzten Blogbeitrag vorgestellten Indizien, die auf Dr. Ing. Klaus Ramstöck als Master-Administrator der EsoWatch-Wiki hindeuten, haben sich weiter verdichtet. Nach Promed.Watch dokumentiert nun auch EselWatch.com in einem separaten Wiki-Artikel, welche Verbindungen es zwischen dem IT-Freelancer aus Wörrstadt und den EsoWatch-Benutzern Thomas X. sowie Thomas Xavier gibt. 

Dr. Ing. Klaus Ramstöck



Dipl.-Ing. Norbert Derksen: Belohnung von 10.000 €

Ich verweise auf meinen Eintrag Norbert Derksen: Belohnung von 10000 Euro für den Nachweis der Transitivität der Lorentz-Transformation und gebe einen weiteren Leserbrief von Dipl.-Ing. Norbert Derksen vom 08.04.10 wieder: 

 

Zum Arktikel „So sieht der Urknall aus„, SÜDKURIER Nr. 75 / G
vom 31. März 2010, Seite 11

Sehr geehrter Herr Dr. Nisius, 

haben Sie zunächst vielen Dank für Ihre freundliche Antwort. Die Lorentz-Transformation ist allein deshalb schon falsch, weil sie im allgemeinen Fall nichtkollinearer Geschwindigkeiten überhaupt nicht transitiv ist, wie ich schon zig mal rechnerisch überprüft habe, was sicherlich auch Ihnen nicht schwerfallen wird. Wenn man also beispielsweise ein Ereignis bzw. einen Weltpunkt vom Inertialsysten S in ein solches namens S‘ transformiert, anschließend von S‘ nach S“, so bekommt man etwas anderes heraus, als wenn man direkt von S nach S“ transformiert. Damit ist diese Formel unabdingbar falsifiziert. Bereits Max von Laue hat erkannt, daß die Transitivität eine „conditio sine qua non“ ist. Irrtümlich hielt er sie wohl für gegeben, weil er offensichtlich nur parallele Geschwindigkeiten dabei in Betracht gezogen hat. Ich zahle demjenigen eine Belohnung von 10000 €, der mir diese notwendige, wenn auch keineswegs hinreichende Transitivität nachweist. Alles weitere sind Folgefehler, die vorläufig nicht betrachtet zu werden brauchen.

(Norbert Derksen)



Die Verantwortung des Herrn Dr. Peter Genath

Ich verweise auf die Anfrage von Ekkehard Friebe 2008 an die Deutsche Physikalische Gesellschaft mit der Bitte, das weltweit seit Jahrzehnten stark umstrittene und unter Verdacht der Datenmanipulation stehende Experiment Hafele/Keating aus dem Jahre 1972 prüfen zu lassen, das angeblich die Relativitätstheorie eindeutig bestätigt haben sollte. Der Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Prof. Dr. Gerd Litfin, schmetterte diese Anfrage nieder und ließ ohne erkennbare Prüfung durch einen wohl imaginären „Fachverband“ seinen persönlichen Referenten, Dr. Peter Genath, die paar üblichen propagandistischen Floskel antworten, wonach alles mit diesem Experiment und überhaupt mit der Relativitätstheorie in aller besten Ordnung sei:  

Sehr geehrter Herr Regierungsdirektor Friebe,

anbei schicken wir Ihnen hiermit (mit Verzögerung bedingt durch Sitzungs- und Urlaubszeiten) die Antwort des zuständigen Fachverbandes.  

Dieser kommt zu folgendem Resultat: Die Ergebnisse von Hafele/Keating befinden sich erstens – innerhalb der Fehlergrenzen der damaligen Uhren – in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus Spezieller und Allgemeiner Relativitätstheorie. Zweitens wurden sie immer wieder mit wachsender Genauigkeit bestätigt.

Es gibt nicht den leisesten Zweifel, dass die Ergebnisse der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie falsch sein könnten. Zusammenfassend stellt der Fachverband damit fest: Die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie ist in tausenden von Hochpräzisions-Experimenten immer besser bestätigt worden. Viele Technologien des täglichen Lebens funktionieren nur, weil die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie richtig berücksichtigt wurde. Es kann keinen Zweifel an der Gültigkeit dieser Theorien im Rahmen der heutigen Messgenauigkeit geben.

Dr. Peter Genath
Persönlicher Referent des Präsidenten
DPG-Geschäftsstelle

 

Herr Dr. Peter Genath ärgerte sich noch dazu nachträglich, dass diese Glanzleistung bei der Prüfung von offenen wissenschaftlichen Fragen und von begründeten Vorwürfen der Datenmanipulation bei einer wichtigen Theorie im Internet öffentlich gemacht worden sind, er hätte sich wohl viel mehr Diskretion über diese bedenklichen Umstände gewünscht: 

[…] Hinsichtlich Ihrer Rückfrage zu unserer Antwort vom 6.8.2008 möchte ich Ihnen gerne mitteilen, dass der Mitteilung in unserer Email zu dem Experiment von Hafele/Keating nichts hinzuzufügen ist. Gleichzeitig möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie darüber hinaus selbstverständlich als DPG-Mitglied bei den verschiedenen DPG-Tagungen und im Rahmen der vielfältigen DPG-Fachverbände, DPG-Arbeitsgruppen u. a. die Möglichkeit haben, sich mit der wissenschaftlichen Community zu diesem und anderen Thema auszutauschen und sich einzubringen. 

Die folgende Bemerkung mag auf sie eventuell ein wenig konservativ wirken: Wir halten es für einen schlechten Stil, unsere schriftliche Korrespondenz oder Teile daraus ohne Absprache und Authorisierung unsererseits in Internetforen bzw. Bloggs zu setzen. Wir möchten diesbezüglich eindeutig klarstellen, dass wir ein solches Verhalten nicht schätzen. Der wissenschaftliche Austausch mit der Wissenschaft und Öffentlichkeit erfolgt über referierte Fachzeitschriften, die DPG-Frühjahrstagungen, andere wissenschaftliche Konferenzen, Pressemitteilungen, Studien und Stellungnahmen der DPG.

Dr. Peter Genath

 

So so, der gute Dr. Peter Genath hält für „einen schlechten Stil“, wenn die Öffentlichkeit von möglichen Datenmanipulationen bei einem wichtigen Experiment informiert wird. Im Dunkeln ist wohl gut munkeln. Der gute Dr. Peter Genath und die ehrwürdige Deutsche Physikalische Gesellschaft „schätzen nicht“, dass eine Korrespondenz und Informationen, die eindeutig im Interesse der Wissenschaft und der Allgemeinheit sind, im Internet gestellt werden. Vielleicht sollte er sich jedoch mit seinem Kollegen Prof. Dr. Jürgen Richter vom Bundesministerium für Bildung und Forschung dabei abstimmen, der ja im Auftrag der Bundesministerin Dr. Annette Schavan ausgerechnet das Internet und die privaten Initiativen als einzige Möglichkeiten der Verbreitung von Informationen den Kritikern der Relativitätstheorie großzügig zugeteilt hat, siehe hier.  

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärt sich in einem Artikel „Toleranz“ vom 24.03.10 wie die Deutsche Physikalische Gesellschaft seine Aufgabe im Dienste der Wissenschaft und der Öffentlichkeit versteht, was allerdings sehr gut zu den oben dargestellten Umständen und Missständen passt: Die Kritik der Relativitätstheorie sieht die DPG wohl als  „Amüsement“ und sie bietet auch dafür Alibi-Veranstaltungen an: 

[…] „Hierzulande wäre es wohl kaum vorstellbar, dass die großen Fachgesellschaften der „Kalten Fusion“ einen ähnlichen prominenten Auftritt ermöglichten, hält man sich doch eher an die strengen Kriterien des etablierten Wissenschaftsbetriebes. Einschließlich des Peer-Reviews, das als unerbittliches Knock-out-Kriterium gilt, über das Ufo-Forscher, Zweifler an der Relativitätstheorie und Kritiker am vom Menschen verursachten Treibhauseffekt […] lange Klagelieder singen können. Doch während Mediziner und die Gemeinde der Klimaforscher nicht „etablierte“ Forscher oft noch immer wie Störenfriede behandeln, bietet zumindest die Deutsche Physikalische Gesellschaft auf ihren Jahrestagungen Grüblern, Bastlern und unbelehrbaren Querköpfen regelmäßig Gelegenheit ihre Ideen zu präsentieren – vorausgesetzt, sie sind Mitglied. Die Vorträge sind für das Publikum zwar eher ein Amüsement als eine Erhellung. Aber man kann ja nie wissen, ob nicht doch plötzlich ein bislang verkanntes Genie vor einem steht“. – mli – FAZ – 24.03.10 

 

Anstatt Zweifler und Kritiker der Relativitätstheorie bei begründeten Vorwürfen der wissenschaftlichen Unredlichkeit mit Floskeln abzuservieren und sich über bedenkliche Mißachtungen des Standards guter wissenschaftlicher Praxis Diskretion zu wünschen, könnte der gute Dr. Peter Genath sich ruhig für seine Verantwortung im Dienste der Wissenschaft und der Allgemeinheit einbringen.   

(Jocelyne Lopez)

 

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Siehe auch:

Die Verantwortung des Herrn Prof. Dr. Jürgen Richter

Was sagen die Jura-Experten zur rechtlichen Untersuchung von „Lug und Trug in den Wissenschaften“?

G.O. Mueller: Nachweis 5 – Die Verweigerung des Zugangs der Kritiker zu den Experimentdaten



Aktuelle Links über Esowatch aus der Webseite Promed.Watch

Einige aktuelle Links aus der Webseite Promed.Watch und GWUP.Watch:

Urheberrechtsverletzungen: Esowatch und Fotoklau im großen Maßstab (Doku Nr. 7)

Spielverderber: Stimmprobe von unserem bewährten Thomas Xavier 

Schmähkritik: Esowatch über MdB Birgitt Bender (Doku Nr. 8 ) 

Dr. Ing. Klaus Ramstöck alias Thomas Xavier bzw. Thomas X. (Doku Nr. 9)

Cyber-Kriminalität: Dr. Klaus Ramstöck, Esowatch und die Suche nach Thomas X. bzw. Thomas Xavier



Das öffentliche Bildungssystem ist keine private Veranstaltung

Ich verweise auf die Diskussion Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit im MAHAG-Forum, sowie auf meinen vorherigen Eintrag Das Grundgesetz schreibt die Lehre der Kritik in den Universitäten vor und gebe einige Austausche wieder:

 

10.04.10 – Zitat von contravariant:

Naja sie behaupten doch die ganz Zeit, dass „der Staat“ die „Kritik“ an der Relativitätstheorie unterdrückt. Der „Staat“ besteht in diesem Land aus der Legislative, der Exekutive und der Judikative. Wir haben also grade festgestellt, dass die Legislative und auch zu einem gewissen Grad die Exekutive nicht verhindert, dass die „Kritik“ gelehrt wird. Gibt es denn Gerichtsurteile, die die Lehre der „Kritik“ an der Relativitätstheorie untersagen. Oder hat es Fälle gegeben, in denen die „Kritiker“ von Polizeihundertschaften aus den Hörsälen geholt worden sind?

 

10.04.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ich habe nirgendwo und nirgendwann behauptet, dass die Legislative oder die Exekutive per Gesetz oder per Polizeigewalt eine Kritik der Speziellen Relativitätstheorie verhindern würde… Wo hast Du es wieder her?

Ich habe dagegen seit fast 5 Jahren in allen möglichen Variationen gesagt und auch mit Nachweisen dokumentiert, dass das öffentliche Bildungssystem (also manchmal im Kontext auch abgekürzt als „Staat“, wie im Text des Bonner Kommentars zum Grundgesetz) eine Kritik der Relativitätstheorie unterdrückt, verleugnet und komplett ausblendet. Das ist eine Tatsache, die zum Beispiel durch diese paar direkten und indirekten Nachweise dokumentiert ist Der Staat handelt verfassungswidrig.

Auch hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan durch ihren Mitarbeiter Prof. Dr. Jürgen Richter 2006 zwar bestätigt, dass sie von einer umfangreichen fachlichen Kritik an der SRT über 100 Jahre Kenntnis genommen hat, jedoch ist sie wohl der Meinung, dass diese Kritik durch das Internet und durch private Mittel und private Initiativen genügend verbreitet wurde, siehe hier:

Des Weiteren ist festzustellen, dass die Ergebnisse der Forschungsgruppe
G. O. Müller veröffentlicht wurden, zum einen in gedruckter Buchform und zum anderen im Internet. Die Forschungsergebnisse sind damit öffentlich breit zugänglich
.
(Prof. Dr. Jürgen Richter / Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung scheint hier glauben zu wollen, dass Internet, private Initiativen und private Mittel von Bürgern ausreichen und geeignet sind, um sie von den Pflichten zu befreien, die ihr durch das Grundgesetz vorgeschrieben werden:

Bonner Kommentar zum Grundgesetz Art. 5 § 3 Wissenschaftsfreiheit:
Der Staat, der sich als Kulturstaat versteht, hat die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die nächstfolgende Generation durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern.

Ich sehe aber nicht, wie der Staat durch die Vorstellung der Kritik der Relativitätstheorie durch Bürger im Internet die Bestimmungen des Grundgesetzes respektiert, ermöglicht und fördert…

 

10.04.10 – Zitat von contravariant:

Du bringst hier zwei Ebenen durcheinander das Schulsystem und die unversitäre Forschung. Die Wissenschaftsfreiheit bezieht sich nur auf die Wissenschaft und damit nicht auf das Schulsystem. Und du hast mehrfach behauptet, dass die Wissenschaftsfreiheit der „Kritiker“ eingeschrängt worden wäre, ohne auch nur einen konkreten Fall nennen zu können. Und jetzt diesen albernen Publicitykram und eine Nichtnennung in einer Enzyklopädie (seit wann ist der Brockhaus staatlich?!) als „Verfassungsbruch“ anzuführen, naja…

 

10.04.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ich bringe gar nichts durcheinander, sondern richte mich die ganze Zeit nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das im Art. 5 § 3 Wissenschaftsfreiheit eindeutige Bestimmungen für den Staat vorschreibt und auch den Begriff „Wissenschaft“ für diese festgesetzten Bestimmungen definiert:

Bonner Kommentar zum Grundgesetz:
„Wissenschaft” ist “Oberbegriff für Forschung und Lehre” (S. 39; Hervorhebung in der Quelle). ”

Also alle universitären Einrichtungen (ob Lehre oder Forschung) und alle durch den Staat finanzierten und geförderten Einrichtungen sind betroffen und verpflichtet. Auch alle Mitarbeiter des Staates als Staatsdiener und alle Universitätsangehörigen in ihrer Funktion als mittelbare staatliche Funktionsträger sind damit jeweils persönlich verpflichtet:

Bonner Kommentar zum Grundgesetz:

Der “beamtete Wissenschaftler an der Hochschule” genießt die “Wissenschaftsfreiheit als individuelles Freiheitsrecht” nicht um ihrer selbst willen, “nicht privatnützig“, sondern im Rahmen eines “amtlichen Auftrags” (S.21)

Für die “freie wissenschaftliche Entfaltung” … “reicht es nicht aus, in Art. 5 Abs. 3 GG nur den Schutz der individuellen Freiheit des beamteten Wissenschaftlers zu erblicken” (S. 21)

„Die Wissenschaftsfreiheit ist mehr als ein Spezialfall der Meinungsfreiheit des beamteten Hochschullehrers” (S.40; Hervorhebung in der Quelle).

Das öffentliche Bildungssystem ist keine private Veranstaltung, sorry.

Und der Lexikonverlag Brockhaus ist zwar nicht staatlich, aber der Staat hat nun mal dafür zu sorgen und zu ermöglichen, dass die Schulbücher, die gängig im Schulsystem als Basis und Begleitung des öffentlichen Unterrichtes verwendet werden die Gebote der Nicht-Identifikation und der meinungsneutralen Wissenschaftspflege respektieren. Der Staat geht dieser Verpflichtung nicht nach. Du bist ja auch nicht in der Lage ein einziges Schulbuch aus dem öffentlichen Bildungssystem, das die fachliche Kritik der Relativitätstheorie behandelt und im Unterricht vermittelt. Der Staat hat ja eine Aufsichts- und Lenkungspflicht über die Lehrinhalte, um die Bestimmungen des Grundgesetzes zu respektieren, logisch, das öffentliche Bildungssystem ist keine private Veranstaltung. Der Staat missachtete diese Aufsichts- und Lenkungspflicht und handelt verfassungswidrig.

 

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Siehe auch:
Verantwortung für die universitäre Ausbildung übernehmen!
Karl Popper: Die kritische Einstellung ist das Wesentliche in der Wissenschaft
Die Verantwortung des Herrn Prof. Dr. Jürgen Richter
Karl Popper: Wir Intellektuellen haben schauerliche Dinge gemacht, wir sind eine große Gefahr.



Das Grundgesetz schreibt die Lehre der Kritik in den Universitäten vor

Ich verweise auf die Diskussion Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit im MAHAG-Forum und gebe einige Austausche wieder:

 

08.04.10 – Zitat von contravariant:

„Ich fordere die Einführung der Lehre der Kritik der Relativitätstheorie in allen Universitäten, wo diese Theorie gelehrt wird.“ (Jocelyne Lopez)

Ich weiss ja nicht wie das in Frankreich gehandhabt wird, aber in Deutschland ist die Wissenschaftsfreiheit ein Verfassungsmäßig verbrieftes Grundrecht. Die Wissenschaftsfreiheit umfasst sowohl Lehr- als auch Forschungsfreiheit. Das bedeutet in der Praxis, dass sich der Staat in den Prozess der Wissenschaft nicht einmischt. Sprich die Professoren können sehr frei entscheiden, was sie forschen und lehren möchten. […]

 

09.04.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

In Frankreich wird es wohl wie in Deutschland und in allen Rechtstaaten sein: Die Verfassung schreibt dem Staat eindeutige Vorschriften für die Vermittlung der wissenschaftlichen Erkenntnissen an die nächste Generation im Interesse der Allgemeinheit vor. Das Grundgesetz steht über den Staat und über alle seiner Mitarbeiter genauso wie über alle anderen Bürger des Landes. Staat und Beamte sind in keiner Weise davon befreit, die Bestimmungen des Grundgesetztes zu achten und umzusetzen! Der Bonner Kommentar zum Grundgesetz setzt eindeutige Vorschriften darüber, wie der Staat den Wissenstransfer im Interesse der Allgemeinheit zu organisieren und zu handhaben hat, siehe z.B. hier.

Weder das Gebot der Nicht-Identifikation noch das Gebot der meinungsneutralen Wissenschaftspflege wird vom Staat im öffentlichen Bildungssystem im Fachbereich Theoretische Physik respektiert. Der Staat handelt hier verfassungswidrig. Er hat das zu korrigieren und durch geeignete personelle, finanzielle und organisatorische Mittel die Vermittlung der kritischen Gegenpositionen an die Studenten zu ermöglichen, die seit 100 Jahren weltweit von qualifizierten Wissenschaftlern gebracht wurden. Die Dokumentation von G.O. Mueller mit zurzeit ca. 4000 kritischen Arbeiten von ca. 1300 Autoren und mit einem Fehlerkatalog von ca. 130 Fehlern bietet für Lehrbeauftragte eine umfangreiche Unterrichtsbasis und geeignete Arbeitsunterlagen.

 

09.04.10 – Zitat von contravariant:

„Weder das Gebot der Nicht-Identifikation noch das Gebot der meinungsneutralen Wissenschaftspflege wird vom Staat im öffentlichen Bildungssystem im Fachbereich Theoretische Physik respektiert.“ (Jocelyne Lopez)

Doch wird es. Es gibt weder auf Bundes- noch auf Landesebene ein Gesetz, eine Verordnung oder ein sonstige Entscheidung der Legislative oder der Exekutive, die festlegt, was an physikalischen Fakultäten gelehrt oder geforscht werden muss und was nicht. Das ist neutral.

 

09.04.10 – Zitat von Jocelyne Lopez: 

Neutral??! Neutral ist gar nichts gegenüber dem Grundgesetz… Das ist die höchste Gesetzgebung überhaupt, auf Bundes- wie auf Landesebene. 

Und noch einmal der Bonner Kommentar zum Grundgesetz Art. 5 § 3 Wissenschafts-freiheit: „der Staat, der sich als Kulturstaat versteht, hat die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die nächstfolgende Generation durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern”. Gebot der Nicht-Identifikation und Gebot der meinungsneutralen Wissenschaftspflege.

Wie der Staat sich zu dieser Vermittlung organisieren soll, dazu sagt das Grundgesetz natürlich nichts, der Staat muß aber diese Bestimmung respektieren und dafür sorgen, dass sie  umgesetzt wird. Er hat das zu ermöglichen. Es ist ja auch kein Problem eine Planstelle mit einem Lehrbeauftragter zu besetzen, der sich dafür bereit erklärt, die Lehre der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie den Studenten zu übermitteln. Wenn der Staat so eine Planstelle ausschreibt, da werden sich eine Menge von Kandidaten bewerben, kein Problem. Man kann auch Gastbeiträge für Seminare organisieren, es gibt genug fachlich qualifizierte Kritiker, die die Gegenpositionen zur SRT den Studenten beibringen können. Also der Staat hat nicht nur die Plicht das Grundgesetz zu respektieren, er hat auch die personellen, finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten, es zu tun.

 

09.04.10 – Zitat von contravariant:

„Es ist ja auch kein Problem eine Planstelle mit einem Lehrbeauftragter zu besetzen, der sich dafür bereit erklärt, die Lehre der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie den Studenten zu übermitteln.“ (Jocelyne Lopez)

Dann ist der Staat aber nicht mehr neutral, sondern greift explizit in den Prozess der Wissenschaft ein. Er stellt dann nämlich eine bestimmte Ansicht heraus.

 

10.04.10 – Zitat von Jocelyne Lopez: 

Aber nein, die Situation ist ganz genau andersrum!

Zurzeit – und seit Jahrzehnten – greift der Staat in den Prozess der Wissenschaft ein, indem er sich mit einer Theorie identifiziert und sie als einzig gültig lehren lässt, unter Ausschluß jeglicher, auch seit Jahrzehnten vorhandener Kritik. Die vorhandene Kritik einer Theorie gehört aber unzertrennlich zu der Theorie, das ist der normale, sinnvolle und anerkannte Prozess im Wissenschaftsbetrieb. Die Kritik einer Theorie völlig auszuschalten und die Theorie völlig kritiklos den Studenten zu vermitteln ist ein Eingriff des Staates in den Prozess der Wissenschaft, wobei sich der Staat verfassungswidrig das Recht und die Kompetenz selbst zuspricht zu entscheiden, was seiner Meinung nach richtig oder falsch sein sollte…

Ich zitiere hier eine weitere Bestimmung aus dem Bonner Kommentar zum Grundgesetz Art. 5. § 3 Wissenschaftsfreiheit, die diesen Eingriff des Staates in den Prozess der Wissenschaft und seine Identifikation mit einer Theorie verbietet: „Der Wissenschafts-begriff darf also nicht dazu dienen, richtige von falschen Lehrmeinungen und Forschungsergebnissen zu unterscheiden (Irrtumsoffenheit als heuristisches Prinzip)“. (Seite 41) [Hervorhebung durch mich]

 

09.04.10 – Zitat von contravariant:

Ich wiederhole das nocheinmal gerne extra für sie, nirgendwo steht geschrieben, dass es an einer Universität einen Professor für dieses oder jenes geben muss. Die Universitäten haben ein bestimmtes Budget und es ist die Universität, bzw. unversitäre Gremien, die entscheidet, wieviele Professuren mit diesem Geld eingerichtet werden und mit wem diese Stellen besetzt werden, weder die Landesregierung noch die Parlamente haben dort Einfluss.

 

10.04.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ich wiederhole es noch einmal gerne extra für Dich: Es steht im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, dass der Staat in Forschung und Lehre eine meinungsneutrale Wissenschaftspflege zu betreiben hat und dass die Freiheit der Wissenschaft und die Pflichte des Staates sich nicht auf die Freiheit von irgendeinem verbeamteten Universitätspräsidenten (als Staatsdiener mit Amtseid auf der Verfassung) reduzieren lässt. Der Staat muss also gemäß Grundgesetz dafür sorgen, dass die vorhandene Kritik einer Theorie in den Universitäten an die nächste Generation mitgelehrt wird und dafür die personellen, finanziellen und organisatorischen Mittel bereitstellen. Der Staat muss also Planstellen und sonstige Lehraufträge zur Vermittlung der Kritik an die Studenten ermöglichen und bereitstellen. Er hat hier Aufsichts- und Lenkungspflicht, um das Grundgesetz zu respektieren.

 

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Siehe auch:
Verantwortung für die universitäre Ausbildung übernehmen!
Karl Popper: Die kritische Einstellung ist das Wesentliche in der Wissenschaft
Die Verantwortung des Herrn Prof. Dr. Jürgen Richter



Albert Einstein: „Bergson hat schwere Böcke geschossen“

Ich verweise auf den Eintrag im Blog von Ekkehard Friebe über den Fehler Nr. 2 des Abschnittes Darstellungen zur Relativitätstheorie aus Kapitel 2, Fehler-Katalog  der Dokumentation der Forschungsgruppe G. O. Mueller:

Zum Beweis der Richtigkeit der Theorie wird behauptet, die überwiegende Mehrheit aller Physiker akzeptiere die Spezielle Relativitätstheorie als sicher bestätigt:

Diese Behauptung ist in fast allen Darstellungen der letzten Jahrzehnte anzutreffen. Sie suggeriert, daß eine Mehrheit der Physiker sich nicht irren könne; und sie kann in der Tat darauf verweisen, daß in den Fachorganen der Physik in den wissenschaftlich führenden Ländern Europas und Amerikas keine Kritik an der SRT geäußert wird. Die Behauptung beruht auf zwei erwiesenermaßen falschen Unterstellungen: 

(1) daß eine Mehrheit von Physikern die Richtigkeit der SRT dekretieren kann, als sei es eine nach den Spielregeln der parlamentarischen Demokratie herbeizuführende Entscheidung; und

(2) daß das Nichterscheinen von Kritik der SRT in den Fachorganen der Physik auf der Nichtexistenz von Kritikern und kritischen Arbeiten beruht.

Die wahre Lage der Dinge ist eine völlig andere.

Zu Punkt (1). Die Richtigkeit von Theorien, das wissen selbst einige der Relativisten, kann aus grundsätzlichen Erwägungen überhaupt nie bewiesen werden. Jede physikalische Theorie steht jederzeit unter dem Vorbehalt neuer empirischer Befunde, die eine Korrektur erforderlich machen können; und sie muß sich jederzeit in einer erneuten kritischen Diskussion und Prüfung ihrer Grundlagen behaupten. Das für den Status einer Theorie entscheidende Merkmal ist daher nicht die Anzahl ihrer Anhänger und Vertreter, sondern einmal die Existenz von kritischen Argumentationen, die öffentlich gegen sie vorgebracht werden, sowie die Qualität der öffentlich vorgebrachten Argumentationen zu ihrer Rechtfertigung. Dieser entscheidende Gesichtspunkt der permanenten Abwägung – was spricht dafür und was spricht dagegen? – wird jedoch in den Darstellungen der Relativistik sorgsam verschwiegen und unterdrückt, weil die SRT gegen die Kritik in einer öffentlichen Debatte argumentativ nicht bestehen könnte.

Zu Punkt (2). Das Nichterscheinen von Kritik der SRT in den Fachorganen der Physik ist nicht das Ergebnis ihrer Nicht-Existenz, sondern ihrer systematischen Verleugnung, Unterdrückung und Verleumdung – sowohl der Kritiker wie auch ihrer Arbeiten – durch die Machthaber der Physik. Daher gelingt es seit Jahrzehnten nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen, kritische Arbeiten zur SRT überhaupt zu veröffentlichen:

– in fachfernen Zeitschriften, die von den Machthabern der Physik nicht mehr vollständig kontrolliert werden können: Zeitschriften für Naturwissenschaften allgemein oder für angewandte Naturwissenschaften, Naturphilosophie und Erkenntnistheorie, Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftssoziologie, auch die allgemeine Publizistik;

– in Ländern, die auf dem Gebiet der Physik nicht zu den wissenschaftlich führenden gehören, deshalb personell nicht stark in das internationale Kartell der Physikforschung eingebunden und daher nicht leicht erpreßbar sind;

– in Zeitschriften und Verlagen, die gesellschaftliche Randgruppen und Splittergruppen versorgen, deren Interessen und Überzeugungen als sektiererisch und daher wissenschaftlich nicht akzeptiert gelten (z.B. Naturmedizin, Esoterik, UFO-Forschung, Außerirdische usw.);

– als selbständige Veröffentlichungen im Selbstverlag auf Kosten der Autoren, die auch selbst den Vertrieb leisten oder ihr Werk von einem Kommissionsverlag vertreiben lassen, gelegentlich auch eigene Verlage begründen, um ihre Bücher vom Anschein des Selbstverlags zu befreien, der in der Öffentlichkeit unter dem minderen Status des Nicht-lektorierten und Ungeprüften leidet.

Angesichts dieser Sachlage ist der eine Befund nicht erstaunlich (daß es in den Fachorganen der Physik der führenden Länder eine Kritik der SRT nicht gibt), wohingegen der andere Befund einer durch alle Jahrzehnte anhaltenden und florierenden Kritik der SRT, die in der hier vorgelegten Dokumentation von ca. 3800 kritischen Veröffentlichungen nachgewiesen wird, für die Öffentlichkeit um so erstaunlicher sein wird. Im letzten Jahrzehnt hat die kritische Literatur zur SRT sogar einen deutlichen Aufschwung erlebt, durch die Existenz von mehreren Zeitschriften, die sich der SRT-Kritik besonders gewidmet haben.

Auch Max Planck hielt es für ausgemacht (Vortrag am 17.2.1933 im VDI in Berlin, Abdruck 1934), daß sich physikalische Theorien nicht durch die Kraft ihrer Argumente oder gar empirischer Beweise, sondern nur biologisch durch das Aussterben ihrer Kritiker durchsetzen, also per effektiver Mehrheit (S. 267): “Eine neue große wissenschaftliche Idee pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner allmählich überzeugt und bekehrt werden – daß aus einem Saulus ein Paulus wird, ist eine große Seltenheit – sondern vielmehr in der Weise, daß die Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Idee vertraut gemacht wird.” Physik als Religionskrieg, physikalische Theorie als Glaube, Durchsetzung als Bekehrung, und von Kritikern und Argumenten ist nicht die Rede, es gibt nur Gegner, und am besten kommt die Theorie über die Menschheit “von vornherein”, was in der Praxis der Physik immer “von oben herein” bedeutet: beschlossen und verkündet.

Dies ist genau das Szenario, nach dem die Durchsetzung der SRT seit 1920 organisiert wird. Max Plancks Szenario wird von den Relativisten gern und im Gefühl der Überlegenheit zitiert. In der Aussterbehoffnung steckt der Aussterbewunsch für die Kritik der Relativitätstheorie; er ist glücklicherweise nicht in Erfüllung gegangen und hat wenig Aussichten, noch erfüllt zu werden; auch die nach ihm benannte Gesellschaft wird nichts mehr dafür tun können.

Max Planck war nicht der einzige Relativist mit solch netten Herzenswünschen, sie sind bei vielen Autoren der Relativistik virulent; hier nur ein paar Beispiele, wie kindlich die Relativisten-Seelen darüber frohlocken, wenn ein kritisches Buch nicht mehr erscheint oder nicht mehr lieferbar ist:

Arzeliès 1966 (S. 139) merkt zu Bergsons “Durée et simultanéité” und Moreux’ “Pour comprendre Einstein” sehr befriedigt an: “Very fortunately it [Moreux] seems to be out of print, as is Bergson’s book.” Anläßlich eines anderen widerborstigen Kritikers, vor dessen Buch er ausdrücklich warnt, fragt sich Arzeliès rhetorisch (S. 138): “Are we going to be obliged to re-introduce the Nihil obstat for scientific books?” Eigentlich könnte nur eine richtige Zensur sicherstellen, daß alle Leute nur noch rechtgläubige Autoren lesen und vor den Gräueln der Kritik bewahrt bleiben.

Auch Fölsing 1994 (S. 545) erwähnt Henri Bergsons Buch “Durée et simultanéité” von 1921 und Albert Einsteins brieflichen Kommentar dazu (”Bergson … hat schwere Böcke geschossen; Gott wird’s ihm verzeihen”), der jedoch keine Rezension schreiben wollte; Fölsing findet Trost: “Einsichtige Herausgeber haben später auch ohne Einsteins Verriß diese Studie nicht in Bergsons Gesammelte Werke aufgenommen.” Ein kritisches Buch, das nicht erscheint, ist ein Sieg der Theorie: die Einsicht muß man loben.

Zum Trost für die Kritiker liegt Bergsons Buch in 7. Aufl. 1992 vor, unverändert frisch und lesenswert und lieferbar. Die Kritiker dagegen wünschen sich kein Nicht-Erscheinen von Büchern, sondern nur das Erscheinen auch ihrer Arbeiten.

(G.O. Mueller)

 

Ich erwähne hier nur am Rande, dass der französische Philosoph und Nobelpreisträger Henri Bergson in Frankreich als einer der bedeutendsten Denker des letzten Jahrhunderts gilt, so dass das Wunschdenken von Relativisten über eine Zensur seiner Gedanken und seiner Studien sehr befremdlich wirkt…  

(Jocelyne Lopez) 

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Siehe auch: 

Einzug der Kritik der Relativitätstheorie in die Universitäten
Verantwortung für die universitäre Ausbildung übernehmen!
Im Bildungssystem wird eine falsche Auslegung der Speziellen Relativitätstheorie gelehrt
Karl Popper: Die kritische Einstellung ist das Wesentliche in der Wissenschaft



Prof. Dr. Christoph Markschies: Das freie Wort ist für eine Universität und Gesellschaft essentiell

Ich komme auf meinen Eintrag Die konkreten Folgen der Unfreiheit in der theoretischen Physik zurück und zitiere weiter aus dem Brief von G.O. Mueller vom März 2007 an 100 Professoren der Humboldt-Universität Berlin und an 100 Professoren der Technischen Universität Dresden:  

 
HU-Präsident : “das freie Wort [ist] für eine Universität und Gesellschaft essentiell”

Der Präsident der Humboldt-Universität, Herr Professor Markschies, hat am 19.2.07 im TAGESSPIEGEL unter dem Titel “Freiheit” einen Beitrag veröffentlicht, aus dem wir im folgenden auszugsweise zitieren:

[…] Denn der leidenschaftliche Hinweis auf die Bedeutung von Freiheit für Universität und Gesellschaft prägt ja nicht nur die Tradition der Berliner Universität – Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz nennt sie 1877 das spezifische Kennzeichen deutscher Universitäten … und unter dem nämlichen Stichwort Freiheit verließen 1948 viele Professoren und Studierende die Universität in der Stadtmitte, um in Dahlem eine Freie Universität zu gründen.

Nein, von der Freiheit war in den letzten Wochen an der Humboldt-Universität stets mit unmittelbarer Gegenwartsrelevanz die Rede. Die Ehrenpromotion von Marcel Reich-Ranicki an derjenigen Universität, die ihn einst als Juden nicht zum Studium zuließ, machte deutlich, dass zunächst einmal ganz schlicht das freie Wort für eine Universität und Gesellschaft essentiell ist: Wenn Studierende nicht mehr dazu erzogen werden, ihre abweichenden Meinungen frei und offen zu äußern, wenn potentielle kritische Geister gleich gar nicht zugelassen werden, dann decken laute Mißtöne den Silberton zu [Bezugnahme auf eine eingangs zitierte Zeile von Montesquieu: „O Freiheit, Silberton dem Ohre …“]. Und Heinrich August Winkler hat in seiner Abschiedsvorlesung noch einmal deutlich gemacht, wie lange es in Europa und insbesondere hierzulande brauchte, bevor man sich nachhaltig und glaubwürdig zur Freiheit bekannte, die Winkler als zentrales Element der westlichen Wertegemeinschaft vorstellte.
[…]
Wenn in den Universitäten also dann und wann sehr emphatisch von Freiheit gesprochen wird, dann ist das keine rührselige Rückschau auf die Vergangenheit und auch kein abstraktes Beschwören von hehren Idealen, sondern ein unmittelbar gegenwartsrelevanter Hinweis auf die bedrohte akademische Freiheit. [Zitatende; Hervorhebungen von uns]

Herr Professor Markschies spricht, als ob er unseren vorliegenden “Offenen Brief” vorausgeahnt hat. Er ruft H. Helmholtz und H. A. Winkler als Kronzeugen für unsere Sache auf, verweist auf den aktuell gewordenen Vorgang von Studiumsausschluß und Ehrenpromotion in der Person M. Reich-Ranickis, aus dem wir für die 80 Jahre lang ausgeschlossenen Kritiker der theoretischen Physik – in begrenzter Analogie – nur ihre schlichte Wiederzulassung fordern.

Die Grundrechte unseres Grundgesetzes, die Kommentatoren des Grundgesetzes, Hermann Helmholtz, Heinrich August Winkler und der Präsident der Humboldt-Universität stehen mit ihren Worten auf seiten der Kritiker. Wo werden sie mit ihren Taten stehen?

(G.O. Mueller)

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Siehe auch:

Einzug der Kritik der Relativitätstheorie in die Universitäten

Verantwortung für die universitäre Ausbildung übernehmen!

Karl Popper: Die kritische Einstellung ist das Wesentliche in der Wissenschaft

Die Verantwortung des Herrn Prof. Dr. Jürgen Richter



Jeder kann für die Wissenschaftsfreiheit etwas tun

Ich verweise auf meinen Blog-Eintrag Seadin Jelovac bei Facebook: Einführung der Wissenschaftsfreiheit in das Schulsystem sowie auf eine Diskussion im MAHAG-Forum Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit und zitiere repräsentative Aussagen aus einem Interview mit Peter Ripota Jeder kann gegen die idealistische Beherrschung der Wissenschaft etwas tun:

Zeitung Rote Fahne:
Sie entwickeln auch Kritiken in anderen Bereichen der Physik, wie der Relativitätstheorie Einsteins und den spukhaften Deutungen der Quanten. Wie sind Sie selber darauf gekommen, dass in vielen Bereichen der Wissenschaft mit der vorherrschenden Lehrmeinung etwas nicht stimmt?

Peter Ripota:
Leider nicht selbst. Die Gehirnwäsche hat auch bei mir funktioniert. Obwohl ich schon während des Studiums auf Ungereimtheiten und echte Widersprüche in den Relativitätstheorien stieß, glaubte ich, es wäre alles in Ordnung, denn die gesamte Physikergemeinde fand ja auch alles in Ordnung. Erst als die Autoren des Buchs “Requiem für die Relativität”, Georg Galeczki und Peter Marquardt, mir ihr Buch persönlich erklärten, fielen mir die Schuppen von den Augen.

Das hier von Peter Ripota zitierte Buch „Requiem für die Relativität“ der beiden Autoren Georg Galeczki und Peter Marquardt ist sehr zu empfehlen und stellt neben dem Buch von Dr. Walter Theimer eine hervorragende Basis für alle Studenten dar, die sich über die Kritik der Speziellen Relativitätstheorie informieren möchten. Hier ein Zitat aus dem Buch von Galeczki und Marquardt, das in diesem Kontext sehr gut passt: „Daß es in der Wissenschaft immer Skandale gegeben hat und geben wird, darf indes niemanden überraschen. Nach Popper ist die Falsifizierbarkeit der Wissenschaft eines ihrer wesentlichen Merkmale. Der eigentliche Skandal liegt demgemäß nicht in der Falschheit der Aussagen, sondern in der Unterdrückung ihrer Korrektur“.

Die Erfahrung, dass praktisch alle Studenten während dem Studium an die kritiklos gelehrte Relativitätstheorie glauben (auch wenn sie von sich selbst auf Ungereimtheiten oder Widersprüche stoßen) ist nicht nur bei Peter Ripota zu finden, sie ist sehr weit verbreitet und quasi die Regel – und es ist auch ganz normal und ganz nachvollziehbar: Studenten sind nicht in einer geeigneten Lage, sich über das Wahrheitsgehalt einer kritiklos gelehrten Theorie Gedanken zu machen, zumal sie in einem Abhängigkeitsverhältnis bis zum Erlangen ihren angestrebten Diplomen stehen. Sie müssen treu lernen und wiedergeben, was man ihnen als richtig lehrt, ist schon klar.

G.O. Mueller erwähnt auch als hervorragender Kenner der Kritik, dass praktisch alle bekannten Kritiker weltweit vorher relativitätsgläubig waren und erst bei günstigeren Umständen im reiferen Alter auf die Kritik dieser Theorie gekommen sind – und auch meistens nach der Pensionierung sich darüber öffentlich äußern konnten – aus verständlichen Gründen… Das berühmteste Beispiel ist wohl der Brite Herbert Dingle, der ein glühender Anhänger der Theorie war bevor ihm auch die Schuppen von den Augen fielen. Er wurde aber wegen der unerlaubten Kritik dann zum Unmensch gemacht:

Zitat G.O. Mueller:
Die Indoktrinierung der heranwachsenden Physikergeneration mit den Zwangsvorstellungen der Relativistik und die Verheimlichung der kritischen Tradition vor ihr müssen beendet werden.

Die Indoktrination bereits der Schüler ohne jegliche Vermittlung der Kritik und ihre Erziehung zur unkritischen Rezeption einer haltlosen Theorie führen zu einem Aberglauben an die Autorität von Groß-Koryphäen und lassen die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung über naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse verkümmern oder gar nicht erst aufkommen.

Die bereits in der Forschung Tätigen müssen sich ihre persönliche Integrität bewahren können und die Möglichkeit zur kritischen Arbeit erhalten, ohne soziale Sanktionen von seiten der Physik-Machthaber befürchten zu müssen. Nur in einer freien Auseinandersetzung kann die Weiterentwicklung der Wissenschaft bewirkt werden, die auf dem Gebiet der Elektrodynamik seit 1922 ausgeblieben ist, weil das von der Relativistik erzwungene und allein geduldete unkritische Nachbeten der Behauptungen unseres neuen Kopernikus-Galilei-Newton alle kritischen Geister ins soziale Abseits getrieben hat. Die Lebendigkeit der kritischen Tradition und ihr Einfallsreichtum, ihre analytische Gedankenschärfe und intellektuelle Unbestechlichkeit werden durch die hier vorgelegten und referierten Dokumente erstmals in großer Breite vorgestellt und als die wahren Vorbilder für eine kritische Wissenschaft gewürdigt.

In Zukunft sollen den angehenden Physikern, die auf unerlaubte kritische Gedanken kommen, Leidenswege wie z.B der von Herbert Dingle erspart bleiben. Andernfalls würden sie, da sie als Berufsanfänger noch nicht die akademische Position eines Herbert Dingle einnehmen, menschlich daran zerbrechen.

 

(Jocelyne Lopez)



Leserbrief von Norbert Derksen: „Vorsicht, Irrtum!“

Ein Leserbrief vom 01.04.10 von Dipl.-Ing. Norbert Derksen
zum Artikel „Vorsicht, Irrtum!„, SÜDKURIER Nr. 75 / MP vom 31. März 2010, Seite 15:

Falsch, Herr Michel, nicht der „irrt sich dabei gründlich“, der sich in Verkennung der mißglückten Bezugnahme mit „Auch Einstein war schlecht in Mathe“ tröstet, sondern derjenige, der den alten Hut mit dem verwechselten Schweizer Notensystem hervorkramt. Bleiben wir doch bei den gerne übergangenen Tatsachen: der 16jährige Albert Einstein fiel durch die Aufnahmeprüfung an der Eidgenössischen Polytechnischen Hochschule in Zürich, heute ETH. Im Sommer 1900 bestand er seine Abschlußprüfung am Polytechnikum als Zweitschlechtester und bekam keine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent, um promovieren zu können. Eine erste Doktorabeit, die er Ende 1901 an die Universität Zürich eingeeicht hatte, wurde abgelehnt. 1905 reichte er eine neue Doktorarbeit ein. Auch sie wurde zurückgewiesen. Am 17. Juni 1907 reichte er bei der Universität Bern ein Gesuch ein, seine bisherigen 17 Veröffentlichungen als sogenannte „kumulative Habilitation“ zu genehmigen, aber dieses Gesuch wurde ebenfalls abgelehnt. Als sein Mathematikprofessor Hermann Minkowski 1907 die spezielle Relativitätstheorie durch Anwendung der Matrizenrechnung lediglich mathematisch kompakter formulierte, seufzte Einstein, er verstehe nun seine „eigene“ Theorie nicht mehr. Bekannt ist auch sein verzweifelter Hilferuf an seinen Freund und Kommilitonen Marcel Grossmann, dessen säuberliche Mitschriften er während des Studiums für die Nachbereitung geschwänzter Mathematikvorlesungen genutzt hatte und der inzwischen in Zürich Darstellende Geometrie lehrte: „Grossmann, Du mußt mir helfen, sonst werd‘ ich verrückt.“ In einem Brief an seinen Kollegen Arnold Sommerfeld bekennt Einstein im Oktober 1912: „Ich beschäftige mich jetzt ausschließlich mit dem Gravitationsproblem und glaube nun, mit Hilfe eines hiesigen befreundeten Mathematikers aller Schwierigkeiten Herr zu werden. Aber das eine ist sicher, daß ich mich im Leben noch nie annähernd so geplagt habe, und daß ich große Hochachtung für die Mathematik eingeflößt bekommen habe, die ich bis jetzt in ihren subtileren Teilen für puren Luxus ansah.“ 1943 schrieb Einstein an die Schülerin Barbara Wilson: „Mach dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten in Mathematik, ich kann dir versichern, meine sind noch größer.“ Neben Marcel Großmann standen Einstein als weitere Helfer die Mathematiker Hermann Minkowski, Hermann Weyl, Wolfgang Pauli sowie Emmy Noether zur Seite. Der Mythos vom einsamen Genie Einstein stimmt also keineswegs, und zwar nicht nur auf dem Felde der Mathematik. Hätte Einstein etwas von Mathematik verstanden, hätte er bemerkt, daß die sogenannte „Lorentz-Transformation“ im allgemeinen Falle nichtkollinearer Geschwindigkeiten überhaupt nicht transitiv ist, was allein schon ausreicht, der Relativitätstheorie den Boden zu entziehen, und hätte er etwas von Physik verstanden, hätte er schon viel früher erkannt, daß diese Phantasterei nichts mit der Realität zu tun hat.

(Norbert Derksen)



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