Blog – Jocelyne Lopez

Auf die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen pfeife ich, mit Verlaub

Ich verweise auf Austausche in der Diskussion „AC – Forenmitglieder enttarnt“ im MAHAG-Forum, wo über das neue Kapitel 9 der Dokumentation von G.O. Mueller diskutiert wurde:

 

05.02.10 – Zitat von Chief:

also, die Wortwahl an der zitierten Stelle (Kapitel 9.) finde ich etwas zu heftig. War vielleicht nicht unbedingt notwendig…

 

06.02.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ob die Wortwahl 2009 im Kapitel 9 unbedingt notwendig war sei dahingestellt. Die Sprache ist ein Instrument der Kommunikation und sie ist vielfältig einsetzbar um dasselbe zu sagen und zu wiederholen, je nach Umständen, je nach Medium, je nach Zielgruppen, je nach Gemütslagen, für jeden Geschmack, je nach Zeitpunkte…

Seit 100 Jahren wurde viel im Meinungsstreit über die Relativitätstheorie geschrieben, in allen möglichen Stil-Formen, von verschnörkelt bis klar, von offen bis bedeckt, von vornehmen bis salopp, von gemäßigt bis polemisch, von bitterernst bis satirisch, von seriös bis humorvoll, in allen möglichen Arten, von allen möglichen Persönlichkeiten. Kaum jemand wusste aber was davon… Eins kann man mit Sicherheit sagen: G.O. Mueller hat innerhalb von nur 5 Jahren mit Abstand es am besten geschafft, die Kritik der Relativitätstheorie bekannt zu machen und Interesse dafür zu wecken, mehr als irgendeiner einzelner Autor seit 100 Jahren. Ob er es für jeden Geschmack und für jede Persönlichkeit immer alles richtig getan hat sei dahingestellt, er hat aber zumindest etwas getan, und etwas Neues. Die Leistung muß man ihm anerkennen, es ist auch eine gewaltige Arbeitsleistung, die seinesgleichen sucht. Ohne G.O. Mueller würde weiterhin kaum ein Mensch etwas über die Kritik der Relativitätstheorie wissen, wie seit 100 Jahren. Und gerade das ist ein erklärtes Ziel von G.O. Mueller, so viel Menschen wie möglich zu informieren.

Über die wichtige Rolle von „Ruhestörern“ mit “provokant übertriebenem” Auftritt bei Kulturkritik und Antasten von gesellschaftlichen Tabus hat übrigens der etablierte FAZ-Journalist Christian Geyer einiges Positives geschrieben, von G.O. Mueller dokumentiert und kommentiert, siehe Christian Geyer kritisiert im FAZ den Mangel an Tabubrecher. Wir können liefern.

In diesem Sinne darf der FAZ-Journalist Christian Geyer das Kapitel 9 von G.O. Mueller als „provokant übertriebenen“ Tabubrecher gerne ansehen, die er ja so vermisst und für so notwendig hält…

 

06.02.10 – Zitat von Chief:

Ich gebe zu, das war eine gewaltige Aufgabe.

Die Relativisten haben aber gleichzeitig alles getan um die ganze Arbeit von „GOM“ zunichte zu machen. Schlimmer noch – sie haben „GOM“  ‚in den Augen der Einsteinsjünger‘ zu einem „antisemitischen Verein“ gemacht. Ich weiß nicht ob die aggressive Wortwahl mehr nützt oder mehr Schaden anrichtet. 

Also immer daran denken, die Relativisten haben eine lange Tradition und sie wissen wie die „Abweichler“ zu besiegen sind.  :grins:
[…]

 

06.02.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ach Chief, egal welche Wortwahl, egal welche Persönlichkeit, egal welcher Autor, egal welcher Lebenslauf, egal welche Art, es ist alles egal: Die Einstein-Jünger verwandeln in Null komma Nichts alles was einen Hauch von Kritik oder Hinterfragung der Relativitätstheorie von sich gibt in Antisemitismus, Rassismus und Nazismus, nicht nur GOM, weit verfehlt. Darauf braucht man also gar keine Rücksicht zu nehmen, das kommt automatisch, das ist ja die Strategie der Relativisten seit 100 Jahren, siehe zum Beispiel hier und hier.

Bezeichnend ist auch, dass Kapitel 9 erst 2009 erschienen ist und eine künstliche Empörung von einzelnen Stalkern im Internet verursacht hat, wobei die Dokumentation von G.O. Mueller seit ihrer Veröffentlichung im Netz schon seit 2004 ohne Kapitel 9 als antisemitisch, nazi, rassist und rechtsradikal bezeichnet wird, einschließlich seinen Interessevertretern Ekkehard Friebe und ich – und diese alte zerkratzte Schallplatte wird seit 5 Jahren quasi tagtäglich vom Forum Alpha Centauri gelegt. ;- ) Also das spielt überhaupt keine Rolle was man sagt und wie man es sagt: Antisemit, Rassist und Nazi ist man automatisch, wenn man die Relativitätstheorie kritisiert oder wenn man auch nur findet, dass die Kritiker mit ihren Argumenten nicht so falsch liegen. Auch als kritischer Jude ist man dran, natürlich, keine Ausnahme, es gibt kein Entkommen.

Meistens kommt auch als kokette Krönung des Ganzes obendrauf noch wüste Anschuldigungen von Holocaustrelativierung und Holocaustleugnung, das macht sich ganz gut, sowie nachhaltige Drohungen mit § 130, das macht sich auch ganz gut, man instrumentalisiert den Holocaust in den Kreisen der Profi-Holocaustopfer von Alpha Centauri unheimlich gerne, das ist direkt eine Berufung, wenn nicht gerade ein Beruf. ; -)

Besiegt haben aber diese kranken Geister mit Antisemitismus-Keule und Holocaust-Tralala überhaupt nicht. Das war eine Fehlleistung auf der ganzen Linie. Sie haben sich damit total vergaloppiert, das hat nur in der Öffentlichkeit gezeigt, was für kranke Hirne sie sind, zerfressen von Haß und Menschenverachtung. Nein, besiegt haben sie dabei nicht, sie haben ganz im Gegenteil damit wesentlich dazu beigetragen, das Interesse für die Thematik zu wecken, das habe ich nämlich nicht auf mir sitzen lassen und für genug Wirbel gesorgt, das war also schon nützlich. Das hat auch gezeigt, wie isoliert diese kranken Geister sind, sogar der Zentralrat der Juden wollte mit den Typen nichts zu tun haben, obwohl sie sich auf seine Einstellungen über dies und jenes so oft bezogen haben. Das ist auch kein Wunder, wer möchte solche Typen als Aufhängeschilder für eine Gemeinschaft gerne sehen!  Auch auf die vielen Strafanzeigen und auf die vielen Jahre Gefängnis, die ich seit Jahren als Holocaustleugnerin und Holocaustrelativerierin aufgrund § 130 verdiene und bekommen würde warte ich immer noch. ; -)

Zwar war ich wegen diesen ungeheuerlichen Anschuldigungen am Anfang regelrecht geschockt und am Boden zerstört, habe mich auch anschließend lange maßlos darüber geärgert, aber mittlerweile habe ich auch eingesehen, dass diese Typen der Kritik der Relativitätstheorie einen Bärendienst erwiesen haben, indem sie die Abgründe ihrer kranken Geister gezeigt haben. Die Deutschen sind zwar meistens sehr empfindlich und gehemmt mit ihrem III. Reich und ihrer Vergangenheitsbewältigung, aber ich bin keine Deutsche und obwohl Deutschland meine zweite Heimat geworden ist, pfeife ich auf das III. Reich und auf die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen, mit Verlaub. ;- )

(Jocelyne Lopez)



Gibt es eine Universität, die das Grundgesetz respektiert?

Ich verweise auf einen Austausch in der Diskussion „Unterdrückt die Wissenschaft eine Kritik an der SRT?“ im MAHAG-Forum: 

 

05.02.10 – Zitat von Mike:

Warum sollten Wissenschaftler Kritik an der SRT unterdrücken? Was sollten sie damit erreichen wollen? Ich lese immer nur, dass sie das angeblich tun, aber nicht, warum sie es denn tun sollten?
[…]
Ich studiere Physik im fortgeschrittenen Semester und ganz ehrlich, bei uns gibt’s sehr viel Diskussionen zu allen möglichen Themen der Physik.
Ich sehe keine Unterdrückung von irgendeiner Theorie. […]

 

05.02.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Gibt es in Deiner Uni Professoren oder Dozenten,  

  1. die Dich informiert haben, dass die Relativitätstheorie seit 100 Jahren weltweit umstritten ist und stark kritisiert wurde?
  2. wurden Dir Autoren und ihre Arbeiten genannt, die die RT kritisiert haben?
    Wenn ja, welche?
  3. stehen Arbeiten von Kritikern in Deiner Uni-Bibliothek zur Verfügung?
    Wenn ja, welche?
  4. Wurden Dir die wichtigsten Einwände der Kritiker vorsgestellt?
    Wenn ja, welche?
  5. Wurden Dir die wichtigsten Experimente der Kritiker vorgestellt?
    Wenn ja, welche?
  6. Hast Du Dich im Unterricht mit den wichtigsten Ansätzen und Argumenten der Kritiker auseinandergesetzt? Wenn ja, welche?
  7. Steht in Deiner Uni-Bibliothek die Dokumentation von G.O. Mueller mit Arbeiten von ca. 1300 Kritikern über 95 Jahre zur Verfügung?
  8. Hat Dich ein Professor oder ein Dozent auf diese Dokumentation aufmerksam gemacht? Wenn ja, welcher Professor oder Dozent?

Wenn Du alle Fragen mit Ja beantworten kannst, dann studierst Du an einer Uni, die sehr hohe Anspruche an die wissenschaftliche, ethische und freiheitliche Qualität des Wissenstransfers stellt, herzliche Glückwünsche.

 

05.02.10 – Zitat von Mike:  

Warum sollten sie das tun? […]

  

05.02.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Weil sie das müssen.
Aus wissenschaftlichen, pädagogischen, moralischen und rechtlichen Gründen.
Sie dürfen sich den Studenten gegenüber mit keiner Theorie identifizieren und das Gebot der meinungsneutralen Wissenschaftspflege respektieren. Das steht so in unserer Verfassung. Das wird also schon seine Richtigkeit haben, da haben sich schon ein paar kluge Köpfe Gedanken darüber gemacht, meinst Du nicht? Siehe Für die Umsetzung des Grundgesetzes.

Und wenn Du es als Student (noch) nicht verstehst, verstehen es die Menschen, die für den Wissenstransfers, den Erkenntnisfortschritt und die Ausbildung der jungen Generationen die höchste Verantwortung übernehmen müssen. Das verstehen die Menschen, die diese Verpflichtungen im Interesse der Allgemeinheit in der Verfassung verankert haben.

Man kann auch nicht von jedem Studenten erwarten, dass er das Rad neu erfindet. Man muß schon die Studenten darüber informieren, was vor ihnen alles schon war, welche Einwände, welche Argumente, welche Kritikpunkte von Wissenschaftlern an die vorhandenen Theorien schon vorgebracht wurden, man darf sie nicht verschweigen und auslassen. Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung. Wie Karl Popper es lehrte ist die Kritik das Wesentliche in der Wissenschaft. Und jeder Kritiker war vorher auch ein blind ausgebildeter Relativist und musste sich alleine, privat und isoliert sein Wissen über die Unhaltbarkeit der Theorie selbst erwerben. Das muß nicht sein. Warum müsste jeder Student von sich selbst auf die Einwände, Argumente, Interpretationen und Experimente kommen, die qualifizierte Fachleute schon vor ihm vorgebracht haben? Die Studenten haben ein Recht darauf zu erfahren, was für Überlegungen, kritische Gedanken und Experimente über eine Theorie schon existieren. Und wir als Bürger außerhalb der Unis haben ein Recht darauf, dass die Studenten es erfahren dürfen, wir zahlen auch dafür. Und das wird auch schon seine Berechtigung haben, oder? 

(Jocelyne Lopez)



In der Speziellen Relativitätstheorie bewegt sich nichts im Universum. Nur das Licht.

Ich verweise auf die Diskussion „Relativitätsprinzip“ im MAHAG-Forum und gebe einige Austausche wieder:

 

01.02.10 – Zitat von Sebastian Hauk:

darf es nach dem Relativitätsprinzip c+v und c-v geben oder schließt das Relativitätsprinzip  dieses aus?

 

02.01.10 – Zitat von Harald Maurer:

Natürlich darf es c+/-v geben. Das Relativitätsprinzip schließt im Gegenteil konstante bzw. invariante Geschwindigkeiten aus. Es ging also darum, das Verhalten der Lichtausbreitung, das man als konstant bzw. isotrop feststellte (MM-Versuch) und von Maxwell auch mathematisch so beschrieben wurde, mit dem Relativitätsprinzip in Einklang zu bringen. Das Ergebnis war die SRT!

 

02.02.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Man könnte auch sagen, dass die gängige Konstellation, wo ein Beobachter sich relativ zur Lichtquelle bewegt, von der Speziellen Relativitätstheorie nicht beschrieben wird. Dieser physikalische Vorgang ist nicht Bestandsteil dieser Theorie. Die Konstellation, die Du kurz in einem Parallelthread beschrieben hast und der Erfahrung jedermann entspricht 

„Ich renne in meinem Zimmer auf die Lampe zu. Es besteht kein Zweifel, dass ich es bin, der sich zur Lampe bewegt und nicht die Lampe zu mir! Und nur die Frage wäre nun zu klären: hat das Licht, gegen welches ich mich bewege, nun in Bezug zu mir „c“ oder kommt meine Geschwindigkeit dazu?“

ist nicht Bestandsteil der Speziellen Relativitätstheorie und wird nicht von dieser Theorie beschrieben und behandelt. 

Die Spezielle Relativitätstheorie beschreibt ausschließlich die Konstellation, wo ein Beobachter relativ zur Lichtquelle ruht, so wie Einstein in seinem Postulat es definiert: 

Zitat Albert Einstein: 
Jeder Lichtstrahl bewegt sich im “ruhenden” Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit V

 

Die Spezielle Relativitätstheorie beschreibt also nicht die ganze Natur, sondern nur einen kleinen Teil der Natur, den Teil, wo ein Beobachter relativ zu einem Objekt bzw. zum Licht ruht. Das ist der Fall, wo Du im Zimmer gegenüber Deiner Lampe ruhst. Hier ist natürlich c immer angesagt, das ist ja eine Binsenwahrheit, weil die Geschwindigkeit des Beobachters in diesem Fall 0 ist. Man braucht also kein Mathe-Genie zu sein, um diese Konstellation zu beschreiben: c + 0 = c. 

Die Vorgänge, wo der Beobachter sich relativ zur Quelle bewegt existiert in der Speziellen Relativitätstheorie gar nicht und werden nicht behandelt. Deshalb gibt es auch in dieser Theorie nicht c +/- v, sondern nur c. 

In der Speziellen Relativitätstheorie bewegt sich auf der Welt nichts, rein gar nichts, kein Beobachter und kein Objekt. Alles ruht. Außer dem Licht.

So misst man auch in dieser Theorie immer nur c. Das ist auch viel einfacher, wir wollen uns mit der Physik keinen Kopf machen, oder? ; -)

Jocelyne Lopez



Polizei-Radarkontrollen widerlegen tagtäglich die Spezielle Relativitätstheorie

In der Diskussion im Mahag-Forum Darf eine Maßeinheit veränderlich sein? hat der Teilnehmer Chief wieder einmal als Kritiker ein bedeutendes und überzeugendes Argument gebracht, wonach sehr wohl experimentell nachgewiesen wurde, dass c +/- v gemessen wurde und damit die Spezielle Relativitätstheorie experimentell widerlegt ist: 

01.02.10 – Zitat von Chief:  
Ganz am Anfang (1913) war es Sagnac, später Michelson und Gale und heute jeder Verkehrspolizist mit seinem Radargerät.

Klasse Argumente!
Mit der Speziellen Relativitätstheorie wäre es in der Tat nicht möglich mit einem Radargerät die Geschwindigkeit eines Objekts zu messen: In dieser Theorie misst ein Beobachter ja immer c, egal wie schnell er sich zur Quelle bewegt und andersrum. Einstein macht ja bekanntlich keinen Unterschied zwischen einem relativ zur Quelle ruhenden und bewegten Beobachter.

Auch hatte Harald Maurer im selbem Zusammenhang ein anschauliches Beispiel gebracht:

31.01.10 – Zitat Harald Maurer:
Ich renne in meinem Zimmer auf die Lampe zu. Es besteht kein Zweifel, dass ich es bin, der sich zur Lampe bewegt und nicht die Lampe zu mir! Und nur die Frage wäre nun zu klären: hat das Licht, gegen welches ich mich bewege, nun in Bezug zu mir „c“ oder kommt meine Geschwindigkeit dazu?

Es ist durch die Messungen mit Radargeräten ersichtlich, dass meine Geschwindigkeit dazu kommt, sonst würde z.B. ein Polizist mit einem Radargerät meine Geschwindigkeit nicht messen können und immer nur c bei der Messung erhalten. Wenn ich stehend mit einer Laserpistole in gleicher Richtung die Abstandsänderungen pro Zeiteinheit zu jeweils einem parkenden Auto und einem zu mir fahrenden Auto messe, und dabei eine unveränderte Relativgeschwindigkeit c zwischen Lichtquelle und Auto in beiden Fällen gemäß Spezieller Relativitätstheorie voraussetzen muss, dann muss ich auch dabei zwangsläufig voraussetzen, dass die beiden Konstellationen (c+0 für das parkende Auto und c+v für das fahrende Auto) sich in der Natur nicht unterscheiden, und dass folglich in beiden Fällen keine Abstandsänderung zur Lichtquelle festzustellen sei. Was völlig absurd ist… Da jeder auch ohne jegliches Messinstrument mit Leichtigkeit feststellen kann, dass immer eine Abstandsänderung bei zeinander bewegten Objekten in der Realität stattfindet, führt eine Messung mit Laserpistole die Annahme ad absurdum, dass c in beiden Fällen konstant bleibt.

Polizei-Radarkontrollen widerlegen tagtäglich die Spezielle Relativitätstheorie. 

Dabei werden heute noch Millionen und aber Millionen an Steuergeld verschwendet, um seit 100 Jahren vergeblich zu versuchen, die Spezielle Relativitätstheorie experimentell zu bestätigen. 

(Jocelyne Lopez)

 

Siehe auch:
Messungen mit Laserpistolen und Radaren funktionieren nach der klassischen Physik, nicht nach der Relativitätstheorie



Wir basteln uns eine Naturkonstante

Ich verweise im Thread „Darf eine Maßeinheit veränderlich sein?“ im MAHAG-Forum auf Austausche ab Seite 3 über die neue Definition des Meters 1983 und über die Kopplung seiner Länge an die Lichtgeschwindigkeit.

Es wurde aus einem Physiklehrbuch zitiert:

[…] Die Anwendung dieses Prinzips zur Definition der Längeneinheit setzt voraus, daß es eine Geschwindigkeit gibt, die eine Naturkonstante ist. Hier bietet sich die Lichtgeschwindigkeit als höchste Signal-Ausbreitungsgeschwindigkeit an. 1983 wurde auf der 17. Generalkonferenz für Maß und Gewicht die Längeneinheit wie folgt definiert:
Das Meter ist die Länge der Strecke, die Licht im Vakuum während des Intervalls von 1/299.792.458 Sekunden durchläuft.
[…] Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum erhält als universelle Naturkonstante den Wert c=299.792.458 m s^-1.“

(Lehrbuch der Physik. 1. Mechanik, Akustik, Wärmelehre, E. Grimsehl, W. Schallreuter, 1991, Teubner Verlag, ISBN: 3322008126 )

 

Hier wird gelehrt, dass die Lichtgeschwindigkeit eine „universelle Naturkonstante“ sei, obwohl sie lediglich ein willkürlich administrativ festgesetzter Wert ist, der per Konvention als konstant zu gelten hat, wie jeder andere Maßstab auch. Diese  Festsetzung und diese Definition des Meters lehnen sich sehr wohl stillschweigend an die Spezielle Relativitätstheorie – das wird wohl kein Zufall sein – und erheben die Grundannahme der Theorie glatt als „universelle Naturkonstante“… Es ist auch kein Zufall, wenn diese Suggerierung im Bildungssystem und in der Öffentlichkeit so aufgenommen wird. Das war zum Beispiel auch die Einstellung meines Gesprächspartners in der geschlossenen Diskussion bei ChronoLogs : „Man beachte insbesondere, dass die Lichtgeschwindigkeit in vacuo hierdurch als universell konstant gesetzt wird. Damit ist die Definition konform zur SRT, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.“ Man soll sich also nicht wundern, wenn man die Definition des Meters als Relativitätstheorie-konform ansieht, wenn man sie Relativitästheorie-konform gestaltet und lehrt, oder?

Dabei wäre die nach dieser Definition erzielte Länge des Meters nur dann unveränderlich und konstant unter der Voraussetzung, dass die Lichtgeschwindigkeit wirklich konstant wäre, das erkennen sogar die Autoren dieses Lehrbuchs selbst: „Die Anwendung dieses Prinzip setzt voraus, dass es eine Geschwindigkeit gibt, die eine Naturkonstante ist“. Diese Voraussetzung liegt aber nicht vor: Die Lichtgeschwindigkeit ist bekanntlich nicht konstant, weder als absolute noch als relative Geschwindigkeit. Sogar Albert Einstein selbst setzt in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie die Nicht-Konstanz der Lichtgeschwindigkeit voraus.

Man hat also mit der Definition des Meters unter Kenntnis der Nicht-Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bewusst einen variablen Meter als Maßeinheit eingeführt.

Wie ein Diskussionsteilnehmer es zu Recht vermerkt hat muss man auch immer mitteilen, unter welchen Bedingungen eine Definition zu gelten hat, und das fehlt bei der Definition der Lichtgeschwindigkeit als „Naturkonstante“ völlig. Eine Geschwindigkeit ist eine Relation und eine Geschwindigkeitsangabe macht nur dann Sinn, wenn man angibt, worauf sich die Geschwindigkeit bezieht. Wenn man darüber hinaus die Messungen der Lichtgeschwindigkeit  immer wieder unter denselben Bedingungen, mit derselben Meßanordnung, mit derselbe Art von Instrumenten, auf derselbe winzige Laborstrecke von ein paar Metern auf der Erdoberfläche durchführt, ist es ja ganz normal, dass man immer wieder ungefähr dasselbe Ergebnis bekommt, logisch. Gleiche Ursachen führen unter den gleichen Bedingungen zu gleichen Wirkungen. Das hat mit einer „Naturkonstante“ nichts zu tun, das würde ja mit jedem beliebigen Objekt auch so sein.

Soviel kann man über die letzten Messungen sagen, die 1983 zur Erklärung der Lichtgeschwindigkeit  als „Naturkonstante“ mit einem (abgerundeten) Wert von 299.792.458,6 m/s geführt haben, siehe hier eine kleine Liste der international anerkannten Messungen bis 1983:

– Es handelte sich immer um Zweiwegmessungen (es existiert keine Einwegmessungen der Lichtgeschwindigkeit)

– Der Beobachter ruhte immer zur Lichtquelle (es existiert keine Messungen der Lichtgeschwindigkeit, wo der Beobachter sich zur Lichtquelle bewegt)

Man kann also erst einmal mit dieser Messanordnung grundsätzlich keine Erkenntnisse darüber gewinnen

– ob der Hinflug des Lichts zum Spiegel genauso schnell wie der Rückflug war (es handelt sich lediglich bei dieser Meßanordnung um einen gemittelten Wert)

– ob ein relativ zur Quelle bewegter Beobachter dieselbe Geschwindigkeit gemessen hätte als der relativ zur Quelle ruhende Beobachter.

Man kann auch aus dieser Messung keine Erkenntnisse darüber gewinnen, welchen Einfluß jeweils die anderen Faktore genommen haben, die die Lichtgeschwindigkeit bekanntlich variieren lassen (Gravitation, Materiale, Farben, Distanzen, Umwelt-einflüssen).

Es ist also ein Ding der Unmöglichkeit einfach administrativ zu entscheiden, was Experimente nicht erlauben zu erkennen! Physikalische Gesetze werden neuerdings per administrativen Beschluss erlassen! Die Lichtgeschwindigkeit hat in jeder Lebenslage und überall im Universum so konstant schnell zu sein, wie es per Beschluss erlaubt ist. Die Natur hat zu funktionieren, wie man es per Beschluss entscheidet. Ganz toll. Und sehr „wissenschaftlich„…

Und dass dieser Beschluss ganz genau der Annahme der Speziellen Relativitätstheorie  entspricht ist reiner Zufall, natürlich…

(Jocelyne Lopez)



Darf eine Maßeinheit veränderlich sein?

Die Redaktion von „ChronoLogs“ (Spektrum der Wissenschaft) hat am 26.01.10 ohne Vorwarnung und ohne Begründung die Diskussion im Anschluß aus dem „13. Brief aus meiner Mühle“ von Dr. Wolfgang Herrig geschlossen, wie berichtet in meinem  Eintrag Eine Konvention ist kein Naturgesetz.

Ein Hinweis für die Leser, die an eine Fortsetzung der dadurch abrupt unterbrochenen Austausche über die Umstellung und die neue Definition der Maßeinheit „Meter“ interessiert sind: Die Diskussion über dieses Thema wird im MAHAG-Forum weiter-geführt, im Thread 

Darf eine Maßeinheit veränderlich sein?

 (Jocelyne Lopez)



Die heilige Kuh „Relativitätstheorie“ ist unantastbar, auch wenn Daten manipuliert wurden

In ihrer Dokumentation stellt die  Forschungsgruppe G. O. Mueller im Kapitel 2, Fehler-Katalog zahlreiche Fehler der Speziellen Relativitätstheorie zusammen, so zum Beispiel grobe Unstimmigkeiten bei einem berühmten Experiment, das als Bestätigung der Theorie von der etablierten Physik gehalten, im öffentlichen Bildungssystem gelehrt und der Öffentlichkeit verkauft wird:
 

D: Zeit / Fehler Nr. 7

Der Atomuhren-Transport von Hafele / Keating 1972 soll eine Zeitverzögerung bewiesen haben

Der Transport von 2 Paaren von Atomuhren um die Erdkugel in Düsenflugzeugen, in Ost-West- und in West-Ost-Richtung, insgesamt fünf Tage lang, hat nach dem Bericht von Hafele und Keating 1972 folgende Ergebnisse gebracht (kritische Zusammenfassung nach Louis Essen 1978): die Autoren haben nicht alle Daten mitgeteilt, haben statt Einzeldaten nur Durchschnittswerte für eine Durchschnittsuhr angegeben und nur eine nichtdefinierte Auswahl der Daten verwendet; es wurden jeweils Paare von Uhren transportiert, um Gangunterschiede zu erkennen: diese betrugen bis zu ca. 300 Nanosekunden zwischen den einzelnen Uhren eines Paares (also auf demselben Flug!); die von Hafele / Keating mitgeteilten Rohdaten für eine Durchschnittsuhr betrugen einen Zeitverlust von 132 Nanosekunden auf der West-Ost-Reise und einen Zeitgewinn von 134 Nanosekunden auf der Ost-West-Reise. Nach Korrekturberechnungen von Hafele / Keating soll die Durchschnittsuhr 59 Nanosekunden auf dem Flug nach Osten verloren und 273 Nanosekunden auf dem Flug nach Westen gewonnen haben und sich damit in enger Übereinstimmung mit den vorhergesagten Werten befinden.

L. Essen beurteilt das Ergebnis als nicht aussagekräftig, weil die mitgeteilten Meßwerte nur Durchschnittswerte sind und obendrein geringer sind als die Gangunterschiede der Uhrenpaare.

Nach Galeczki / Marquardt 1997, S. 114-115, haben Hafele / Keating ihre Uhren während der Reise persönlich justiert und synchronisiert: ihre Daten sind deshalb völlig wertlos und fallen unter die Kategorie des wishful thinking (nach Wesley 1983, S. 171-172).

J. P. Wesley diskutiert den Zweck des Experiments: Hafele / Keating nahmen an, daß die Geschwindigkeit der Reise eine Wirkung auf die Uhren hat im Sinne der behaupteten Zeitdilatation der SRT; die Autoren haben jedoch keine theoretische Rechtfertigung geliefert für die Annahme, daß die relative Geschwindigkeit der Uhren in Bezug auf die Erdoberfläche ihren Gang einmal verlangsamt und einmal beschleunigt.

Unklar ist im übrigen die Geltung jeglicher Ergebnisse eines Atomuhren-Transports um die Erde: die mehrtägige Reise ist keine geradlinig-gleichförmige, sondern durch die Flugbahnkrümmung ständig beschleunigte Bewegung, fällt also nicht in das definierte Gebiet der SRT (wofür das Ergebnis jedoch angeblich entscheidend sein soll!); die mehrtägige Reise durch das ungleichmäßige Gravitationsfeld der Erde und durch das ungleichmäßige Magnetfeld der Erde könnte allenfalls in die Zuständigkeit der ART fallen, von der eine Interpretation in der kritischen Literatur nicht erwähnt wird.

Der von Hafele / Keating behauptete Unterschied in beiden Reiserichtungen kann in der SRT auch deshalb keine Erklärung finden, weil nach dem Relativitätsprinzip die Richtungen der relativen Bewegungen keine Rolle spielen.

Wenn zwei überzeugte Relativisten ein Experiment allein und unkontrolliert durchführen können, so muß die offizielle Schul-Physik um das Ergebnis des Experiments eigentlich nicht bangen. Die Nicht-Bekanntgabe sämtlicher relevanten Einzeldaten, die Zusammenfassung zu Durchschnittswerten von “Durchschnittsuhren” (wo, bitte schön, gibt es eine Durchschnittsuhr?) und vor allem das eigenhändige Weg-Justieren der Gangunterschiede der Uhrenpaare sollten dafür sorgen, daß der Relativistik nichts Böses zustößt. Aber alle Vorsichtsmaßnahmen haben nichts genutzt: Hafele / Keating haben immer noch zuviel erzählt.

Wenn man weiß, wer Louis Essen war, dann liest man seinen Bericht geradezu mit Vergnügen: er ist der “Vater” (oder einer der Väter) der Atomuhr und durchschaut, was die Experimentatoren mit “seinen” Uhren angestellt haben.

(G.O. Mueller)

 

Die Methodologie und die Durchführung dieses Experiments wurden weltweit seit 1972 von zahlreichen Wissenschaftlern beanstandet. Auch hat Herr Ekkehard Friebe 2008 eine ausführlich begründete Anfrage an die Deutsche Physikalische Gesellschaft gerichtet, mit der Bitte um Prüfung dieser Vorwürfe der Datenmanipulation, siehe hierhier und hier. Nach anfänglicher Zusage vom neuen  ernannten Präsidenten der DPG Prof. Gerd Litfin (Anfängerfehler?), wurde die Anfrage ohne jegliche Prüfung mit ein paar lächerlichen, propagandistischen Floskeln zurückgewiesen, siehe: Deutsche Physikalische Gesellschaft: Weder wissenschaftlich, noch glaubwürdig, noch vertrauenswürdig.

Die etablierte Physik, in diesem Fall vertreten von der „ehrwürdigen“ Deutschen Physikalischen Gesellschaft, hat offensichtlich überhaupt kein Interesse nachhaltige und begründete Vorwürfe der Unredlichkeit und der Datenmanipulation aufzudecken, wissenschaftlich zu korrigieren und ethisch zu verurteilen. Die heilige Kuh „Relativitätstheorie“ ist unantastbar und wird geschützt, auch wenn Daten manipuliert wurden.

(Jocelyne Lopez)



Eine Konvention ist kein Naturgesetz

Ich komme auf den 13. Brief aus meiner Mühle von Dr. Wolfgang Herrig, der von der Redaktion von ChronoLogs (Spektrum der Wissenschaft) ohne Begründung heute geschlossen wurde. Zensur? 

Auch mein letzter Kommentar von heute morgen über die neue Definition des Meters 1983 wurde ohne Begründung und ohne ersichtlichen Grund vor der Schließung von der Redaktion gelöscht, den ich hier aber als Fortsetzung des Austausches mit einem Teilnehmer noch wiedergebe:

26.01.10 – Zitat von Chrys:

Nein, Frau Lopez, das stimmt definitiv nicht:

„Die erzielte Strecke ist zwar dann eine einmalig abgeleitete Größe, sie darf aber sehr wohl per Konvention als unveränderlich gelten …“ (J. Lopez)

Eine solche Konvention existiert nicht, das wäre ja nur die Wiedereinführung des Ur-Meters durch die Hintertür. Den wollte man aber gerade loswerden, weil er allzu offenkundig als nicht unveränderlich erkannt worden war.

 

26.01.10 – Zitat von Jocelyne Lopez (Kommentar gelöscht):

Doch, die Konvention existiert natürlich stillschweigend, dass die Länge des Meters unveränderlich ist. Die Länge von jeglichen Maßstäben muss zwangsläufig als unveränderlich gelten, das ist sogar der Sinn der Sache bei einem Maßstab, sonst ist das Messen nicht möglich: Messen ist ja Vergleichen mit einem Maßstab. Ein veränderlicher Längemaßstab würde nämlich dem Messen jegliche rationale Grundlage entziehen. Messen mit einem Gummiband? Messen mit verschiedenen Maßeinheiten ohne umzurechnen? Das wäre völlig abstrus.

 

26.10.10 – Zitat von Chrys:

Man beachte insbesondere, dass die Lichtgeschwindigkeit in vacuo hierdurch als universell konstant gesetzt wird. Damit ist die Definition konform zur SRT, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Ein „ruhender Beobachter“, wie von Frau Lopez oben erwähnt, kommt indes dabei nicht vor, das ist ihre eigene Schöpfung. (Verschleierung des Unerwünschten?)

 

26.01.10 – Zitat von Jocelyne Lopez (Kommentar gelöscht):

Nicht, weil ein ruhender Beobachter in der Definition des Meters nicht vorkommt, dass ein ruhender Beobachter die Messung der Lichtgeschwindigkeit 1983 nicht vorgenommen hat. ; -) Wie glauben Sie denn, dass der Wert 299 792 458 m/s zustande gekommen ist? Haben Sie sich die Frage nie selbst gestellt? Ich ja. Das wurde nicht gewürfelt, das ist das Ergebnis einer bestimmten Messung 1983, und zwar wie alle Messungen der Lichtgeschwindigkeit auf einer Laborstrecke von ein paar Metern, gemessen in Bezug zur Erdoberfläche von einem relativ zur Quelle ruhenden Beobachter. Es existiert sowieso keine Einwegmessungen der Lichtgeschwindigkeit und auch keine Messungen durch einen relativ zur Quelle bewegten Beobachter. Hier haben Sie zum Beispiel ein kurzes Überblick über die anerkannten Messungen der Lichtgeschwindigkeit  bis 1983, alle auf ganz kurze Strecke zwischen Spiegeln, alle in Bezug zur Erdoberfläche, alle gemessen von einem relativ zur Quelle ruhenden Beobachter, siehe hier.

Dass man den Wert der letzten Messung und die entsprechende materielle 1-Meter-Strecke 1983 festgehalten und als Längemaßstab gewählt hat ist eben nur eine Konvention, kein Naturgesetz. Man hätte sonst was für eine Länge als Meter festhalten können, jede Länge eignet sich als Maßstab, ist ja egal. Der neue Meter ist sogar bei der Umstellung kürzer geraten als der alte Meter vor 1983, interessiert ja auch keiner.

Dass man diese Messung 1983 „SRT Konform“ als absolut konstant zu allen Beobachtern gemacht hat, ob ruhend oder bewegt (obwohl die gewählte Meßanordnung  darüber keine Aussage erlaubte), bestätigt keinesfalls, dass diese Annahme der SRT richtig ist, sondern das ganze ist und bleibt ganz platt eine Konvention. Das spielt in der Empirie und in der Alltagsphysik sowieso keine Rolle, das mag jedoch in der Astronomie und der Kosmologie anders sein.

(Jocelyne Lopez)



Die Relativitätstheorie lebt von der sprachlichen Unschärfe und der Verschleierung des Unerwünschten

In seinem „13. Briefes aus meiner Mühle“ stellt Dr. Wolfgang Herrig über dem Umgang mit der Kritik in der theoretischen Physik wichtigen Überlegungen zur Diskussion, z.B.:

Es gibt eine ganze Schar hauptberuflicher Literaturkritiker, deren einzige Aufgabe das Kritisieren ist. In der Naturphilosophie (heute meist Physik oder Theoretische Physik genannt) ist das auffälligerweise nicht so. Kritik ist nicht etablierter Bestandteil des Systems, und das ist als ausgesprochener Rückschritt zu werten.
[…]
Was man stattdessen findet ist aber eine Kultur des Verschweigens und der sprachlichen Unschärfe, über die man sich normalerweise keine Rechenschaft ablegt.
[…]
Wie man findet oder wie es scheint, ist die sprachliche Unschärfe an solchen Stellen im Text keineswegs zufällig. Sprache dient seit jeher in allen menschlichen Bereichen, auch und gerade in der Naturphilosophie, sowohl zur Erklärung des Gewollten als auch zur Verschleierung des Unerwünschten. Keine Mathematik der Welt kann daran etwas ändern.

(Dr. Wolfgang Herrig)

 

Folgende Austausche aus der anschließenden Diskussion zum Artikel von Dr. Herrig veranschaulichen meiner Meinung nach am Beispiel der Speziellen Relativitätstheorie, dass die Sprache in der Tat nicht zur Erklärung des Gewollten, sondern leider zur Verschleierung des Unerwünschten eingesetzt werden kann: 

25.01.10 – Zitat von Chrys:

Eine schlussendliche Antwort hängt also ganz massgeblich von Ihrer eigenen Bestimmung der Begriffe „real“ und „scheinbar“ ab. Das müssen Sie dann schon genauer präzisieren, wenn Sie sich in diesem Kontext unmissverständlich ausdrücken wollen, dasselbe gilt entsprechend für Dr. Herrig und seine Ausführungen. Wenn Sie das aber nicht tun, dann müssen Sie auch den Vorwurf der gewollten Verschleierung des Unerwünschten an sich selber richten. So viel zum Stichwort „sprachliche Unschärfe“.

25.01.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Die Definition des Begriffes „real“ habe ich schon lange in dieser Diskussion und in vielen anderen herbeigeführt, sie liegt in diesem Kontext auch auf der Hand, so einfach ist sie: die Verkürzung eines Objektes kann man als real bezeichnen, wenn sie materiell ist. Darüber kann wohl ohne Problem ein Konsens erzielt werden, oder? Sogar Dr. Markus Pössel konnte nach monatelangem Taktieren nicht länger verhindern, auf die Realität der Längenkontraktion als materiell oder nicht materiell einzugehen. Und davon sprechen wir auch hier die ganze Zeit, von einer materiellen oder von einer nicht-materiellen Verkürzung, von der materiellen Veränderung eines physikalischen Zustandes in der Natur oder von einem abstrakten, mentalen Denkmuster von Menschen, von der Welt der „Dinge“ oder von der Welt der „Ideen“.

25.01.10 – Zitat von Chrys:  

Glauben Sie, Frau Lopez, dass die Änderung der E-Feldstärke bei Koordinatenwechsel wie zuvor beschrieben „real“ ist? Wenn ja, dann — und nur dann — müssen Sie das auch für die Änderung der Länge annehmen.

25.01.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Es geht in der SRT nicht um die Messung und die Änderung von E-Feldern, sondern ausdrücklich um die Messung und die Änderung der Länge von materiellen Objekten. E-Felder und Länge von materiellen Objekten werden auch mit anderen Geräten, anderen Messanordnungen und anderen Einheiten gemessen. Man kann nicht alle Messungen und Einheiten in der Physik durcheinander würfeln, oder? Einstein spricht ausdrücklich bei der Längenkontraktion 1905 in seiner Arbeit Zur Elektrodynamik bewegter Körper, Seiten 895-896, von der Länge eines Stabes:

a) die Länge l des ruhenden Stabes gemessen mit einem ruhenden Maßstabes/Beobachter:

“Es sei ein ruhender starrer Stab gegeben; derselbe besitze, mit einem ebenfalls ruhenden Maßstabe gemessen, die Länge l.“

b) die Länge l’ des bewegten Stabes, gemessen mit 2 ruhenden Uhren:

“Der Beobachter ermittelt mittels im ruhenden Systeme aufgestellter, gemäß § 1 synchroner, ruhender Uhren, in welchen Punkten des ruhenden Systems sich Anfang und Ende des auszumessenden Stabes zu einer bestimmten Zeit t befinden.“

Albert Einstein „findet“ in seiner Arbeit, dass die Längen l und l’ verschieden sind:

„Die bei der Operation b) zu findende Länge, welche wir „die Länge des (bewegten) Stabes im ruhenden System” nennen wollen, werden wir unter Zugrundelegung unserer beiden Prinzipien bestimmen und finden, dass sie von l verschieden ist.“

allerdings ohne sich festzulegen, ob es sich bei diesem Längenunterschied um eine materielle Verkürzung des Objektes handelt (wie bei Lorentz) oder lediglich um einen Meßeffekt (Eindruck des Beobachters). Einstein selbst spricht abwechselnd von „ist verkürzt“ oder „erscheint verkürzt“. Die Vertreter der Theorie bedienen sich bis heute noch munter derselbe sprachlichen Unschärfe und sind seit 100 Jahren überhaupt nicht daran interessiert, kein bisschen, diesen einfachen Punkt zu klären. Das ist auch verständlich: Die SRT kann sich nur durch diese sprachliche Vernebelung halten und die Theorie ist weg vom Fenster, wenn diese Frage offen und unmissverständlich geklärt wird:

a) verkürzt sich die Länge der bewegten Objekte materiell, dann ist die SRT nichts Anderes als die Lorentztheorie, wobei die Erklärung der physikalischen Ursache der Verkürzung fehlt, sowohl bei absoluter als auch bei relativer Bewegung,

b) verkürzt sich die Länge der bewegten Objekte nicht materiell, dann ist die SRT völlig irrelevant, sowohl in der Natur als auch in der Physik. Wen interessiert schon die Eindrücke oder die Fehler beim Ablesen von Instrumenten von unendlich vielen Beobachtern?

So oder so ist es schlecht bestellt um die SRT, wenn die Frage der Realität der relativistischen Effekte offen und unmissverständlich geklärt wird.

Dabei wurde diese Frage nun mal 2008 offiziell von einer Stelle geklärt, die 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als autorisiert und kompetent zur Klärung von wissenschaftlichem Meinungsstreit genannt wurde, die Max Planck Gesellschaft für Gravitationsphysik / Albert Einstein Institut: Die Längenkontraktion von bewegten Objekten ist nicht materiell.

Die SRT ist also offiziell und amtlich physikalisch irrelevant.

Wie die beiden promovierten Physiker Georg Galeczki und Peter Marquardt in ihrem gemeinsamen Buch „Requiem für die Speziellen Relativität“ gesagt haben: „Sie ist nicht einmal falsch…“

(Jocelyne Lopez)

————————-
Siehe auch:
Ansprache an das Bundesministerium für Bildung und Forschung



Peinlich, peinlich, Herr Nobelpreisträger Max Born…

Im sehr informativen und ergiebigen Blog von Dr. Wolfgang Herrig „Briefe aus meiner Mühle“ ging es im 13. Brief u.a. um die äußerst peinliche Argumentierung des Nobelpreisträgers Max Born, der sich die undankbare Aufgabe selbst erteilte, die Natur der Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie erläutern zu wollen und die jahrzehntenlangen Unstimmigkeiten zu klären: 

“Durch diese Auffassung wird auch jene berüchtigte Streitfrage erledigt, ob eine Kontraktion „wirklich“ oder nur „scheinbar“ ist. Wenn ich mir von einer Wurst eine Scheibe abschneide, so wird diese größer oder kleiner, je nachdem ich mehr oder weniger schief schneide. Es ist sinnlos, die verschiedenen Größen der Wurstscheiben als „scheinbar“ zu bezeichnen und etwa die kleinste, die bei senkrechtem Schnitt entsteht als die „wirkliche“ Größe.“
(Max Born – Die Relativitätstheorie Einsteins, Springer-Verlag, 1969)

 

Dazu mein Kommentar vom 20.01.01 im Blog von Dr. Wolfgang Herrig: 

Es ist erstaunlich, was sich sogar ein Nobelpreisträger für absurde Argumentierungen einfallen lassen kann, nur um das Unerwünschten zu verschleiern. Peinlich…

Hier scheint Max Born nicht zu erkennen, dass jede abgeschnittene Scheibe einer Wurst ein einzelnes, einmaliges, selbständiges, reales, materielles Objekt ist, mit seinen eigenen, einmaligen, realen, materiellen Abmessungen. Herr Born scheint nicht zu erkennen, dass es hier nicht um die Wurst geht, sondern um die Scheiben. Und die Scheiben haben nur mal keine „scheinbaren“ Größen, sondern jeweils eine einmalige reale Größe, und zwar sowohl diejenige, die senkrecht geschnitten als auch diejenige, die schief geschnitten wurden. Jede Scheibe hat also eine einzige „wirkliche Größe“, und keine zwei oder unendlich viele Größen… Da würde hier kein Mensch behaupten, auch wenn er nicht Nobelpreisträger ist – und vielleicht gerade dann –, dass die verschiedenen Größen der Scheiben nicht „wirklich“ seien.

Auch die Forschungsgruppe G.O. Mueller ist auf diese unglaubliche Argumentierung Borns in ihrer Dokumentation eingegangen, zum Beispiel im Kap. 2 Fehlerkatalog, Fehler Q3 – Seite 147:

Born 1920 bestätigt die Wechselseitigkeit der Effekte aufgrund des Relativitätsprinzips, bestreitet folglich noch die Realität der Effekte und kann damit die Frage nach Ursachen vermeiden; mit der Wurstscheibe glaubt er die „berüchtigte Streitfrage“ nach Anschein oder Realität zu erledigen, erklärt aber zugleich alle arbiträr (!) gewählten Schnitte (Wurstscheiben) aller (!) Beobachter für gleichermaßen real und behauptet damit mehrere Realitäten für gleichermaßen real, worin er glücklicherweise keinerlei Widerspruch sieht, sondern alle Widersprüche ausgeräumt zu haben glaubt.

Peinlich, peinlich, Herr Nobelpreisträger Max Born…

 (Jocelyne Lopez) 



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