Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'Tierversuche abschaffen!'

Wie abgebrüht Tierexperimentatoren sind

Nachstehend Auszüge aus der Rede von Dr. rer. nat. Bernhard Rambeck anläßlich des Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche in Bremen am 28.04.2012:

 

Zitate Dr. Bernhard Rambeck:

Meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!

Ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Bernhard Rambeck, ich bin Chemiker und Biochemiker und leite seit circa 37 Jahren eine klinisch-pharmakologische Forschungsabteilung in einem Epilepsiezentrum. Ich bin seit zwei Jahrzehnten im Vorstand der Ärzte gegen Tierversuche aktiv. Unserem bundesweit tätigen Verband haben sich mehr als 500 Ärzte, Tierärzte, Psychologen und im medizinischen Bereich tätige Fachleute angeschlossen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, sachlich und umfassend über das tierexperimentelle Forschungssystem zu informieren, wobei unsere Zielrichtung vor allem die Notwendigkeit der Abschaffung der Tierversuchsforschung aus medizinischen und wissenschaftlichen Gründen ist.

Seit bald 25 Jahren beschäftige ich mich als Tierschützer und als Wissenschaftler intensiv mit dem Thema Tierversuch.

 

Punkt 1: Das tierexperimentelle Forschungssystem ist in moralischer Hinsicht nicht akzeptabel!

Es gibt viele dunkle Seiten in der Geschichte der Menschheit, die über lange Zeit schulterzuckend toleriert und dann irgendwann doch als verabscheuungswürdige Verbrechen angesehen wurden. Denken Sie an die über Jahrhunderte praktizierte, unvorstellbar grausame Sklaverei in Nord- und Südamerika, an die perverse Verbrennung von Millionen von Frauen als angebliche Hexen im mittelalterlichen Europa, oder an die Apartheid in Südafrika noch vor wenigen Jahrzehnten. 

In diese Reihe der dunklen Seiten der Geschichte der Menschheit reiht sich das tierexperimentelle Forschungssystem nahtlos ein.  Tiere wurden und werden im Namen der Wissenschaft rücksichtslos ausgebeutet, gequält und misshandelt, das heißt sie werden vorsätzlich vergiftet, verätzt, verletzt, verstümmelt, verstrahlt, in den Wahnsinn getrieben und umgebracht. Für wirtschaftlichen Profit und um sich wissenschaftlich zu profilieren. 

Natürlich wird von den Experimentatoren immer wieder darauf hingewiesen, wie gut die Tiere behandelt würden, dass die meisten Tierversuche nicht schlimmer als eine Injektion oder Blutdruckmessung beim Menschen wären, dass alle chirurgischen Eingriffe in Narkose durchgeführt würden, dass die Tiere aus dem Experiment meist nicht mehr aufwachen würden oder dass die Tiere sogar gerne im Versuch mitarbeiten würden usw. Aber das sind Märchen. Der Tierversuch ist für unzählige Tiere eine qualvolle und grausame Schinderei.

Hier ein typisches Beispiel aus unserer datenbank-tierversuche.de! 

In einer veterinärmedizinischen Dissertation der Ludwig-Maximilians-Universität München aus dem Jahr 2009 wird beschrieben wie 16 Beagle-Hunde mit Röntgenstrahlen bestrahlt und mit dem Immunsuppressivum Ciclosporin A behandelt werden, um die körpereigene Immunabwehr zu schwächen. Dann werden ihnen Stammzellen von anderen Hunden eingepflanzt. Bei den Tieren kommt es zu unterschiedlich ausgeprägten Symptomen, die auf die Strahlenkrankheit, die Ciclosporin-Behandlung und/oder die Abstoßungsreaktion zurückzuführen sind. Die Tiere leiden zum Teil unter Bauchschmerzen, Appetitmangel, blutiges Erbrechen, blutigen Durchfällen, Fieber über 40°C, schwere Leberschäden sowie Hautrötungen mit Krustenbildung an Ohren, Oberschenkeln und Rücken. Eine Hündin lahmt auf einem Vorderbein. Sie stirbt später an einem Herzstillstand. Eine andere Hündin zeigt Gleichgewichtsstörungen und wird blind. [ Bei einigen Hunden bessern sich die Symptome nach einiger Zeit, andere haben weniger Symptome. ]

Die Autorin schreibt in der Danksagung am Ende ihrer Doktorarbeit: »Nicht zu vergessen die Hunde, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Vor allem Sophy, Minni, Lexi, Chocolate, Mia, Ruby, Petite, Daisy und Schmuserl, die Hauptdarsteller dieser Arbeit«. Wie abgebrüht muss eine Doktorandin der Tiermedizin sein, um „ans Herz gewachsenen Tieren“ so etwas anzutun? 

Mit dem Argument, dass der Mensch schließlich Seele und Bewusstsein und überhaupt einen viel höheren Wert oder Rang als das Tier hätte, wird die rücksichtslose Ausbeutung der Tierwelt für die wissenschaftliche Forschung begründet, erlaubt und gutgeheißen. So einfach ist das.

Hier weiterlesen…

 

 

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In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
in Stehsärgen ohne Nächte und Tage,
in den Forschungslaboratorien von Medizin und Wissenschaft,
denn sie sind die Opfer eines endlosen, irren Verbrechens.
(anonym)

 

 



Bernd Harder: Eso-Bashing und PR für anonymen kriminellen Internetpranger Esowatch.com

Informationen aus der Webseite GWUP-WATCH:

 

Bernd Harder: Eso-Bashing und PR für anonymen kriminellen Internetpranger Esowatch.com

Auszüge:

[…]

Staatsanwaltschaft Landau

Aktuell befinden sich die „Anhänger der Gegenaufklärung“ leider Gottes bei der Staatsanwaltschaft Landau, die soeben ein „Ermittlungsverfahren gegen Dr. Klaus Ramstöck wegen Beleidigung“ eingeleitet hat (siehe www.esowatch.org/uber). Das Delikt, um das es in Landau geht, ist im Kontext der bekannten Delikte (üble Nachrede, Verleumdung, systematische Verletzung von Urheberrecht und Persönlichkeitsrechten in möglicherweise mehr als 1.000 Fällen) eher gering.Brisant an den jetzt von der StA Landau eingeleiteten Ermittlungen ist ein anderer Aspekt. Nach GWUP.WATCH vorliegenden – unbestätigten – Informationen sind neue Erkenntnisse eines Prozesses vor dem Landgericht Hamburg Auslöser der Ermittlungen. In diesem Prozess mit dem Aktenzeichen 324 O 650/10 liegt der Streitwert immerhin schon bei 160.000 EUR – in nur einem einzigen Fall. Um kleine Delikte scheint es hier somit nicht zu gehen und die „Anhänger der Gegenaufklärung“ haben nun scheinbar auch das Landgericht Hamburg erobert, welches am 23.12.2011 entschieden hat, eine durch Esowatch.com-Inhalte ausgelöste Unterlassungsklage zuzulassen und welches aktuell die Beweisführung im Detail prüft.

Wenn sich als Folge dieses zivilrechtlichen Prozesses in Hamburg plötzlich strafrechtliche Ermittlungen in Landau ergeben, dann ist das ein Ereignis, welches Beobachter aufhorchen lässt. Auch dann, wenn für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung gilt und er im juristischen Sinne bislang eine weiße Weste hat.

Im Moment geht es in Hamburg und in Landau zunächst einmal primär darum, die Identität der für Esowatch.com-Inhalte medienrechtlich verantwortlichen Person justiziabel zu ermitteln. Ist diese Identität justiziabel geklärt, so müssen der Initiator und Autoren, die sich strafbar gemacht haben, mit einer Prozesslawine rechnen. Genau diesen Punkt verschweigt Bernd Harder, der sich für die Delikte und ihre rechtliche Einordnung bisher nicht interessiert. Geht man von 2.329 Artikeln der deutschen Esowatch.com-Wiki aus und prozessieren davon nur 1.000 Geschädigte wegen übler Nachrede, wegen Verleumdung, wegen „Fotodiebstahl“ und/oder wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten (unautorisiertes Veröffentlichen der Fotos von „nicht öffentlichen“ Personen) und kalkuliert man hier Kosten von nur 1.000 EUR pro Fall, so sind wir schon bei 1 Mio. EUR. Berücksichtigt man die Dreistigkeit und Renitenz der Täter, so sind auch Haftstrafen nicht auszuschließen. Zurzeit arbeitet das Team Esowatch.com zielstrebig auf eine solche Eskalation hin. Weil es juristisch (noch) nicht greifbar ist, hat es auch keinen Überblick, mit welchen Strafen es rechnen muss. Ist die Identät der medienrechtlich verantwortlichen Person (d.h. des Initiators und Herausgebers) geklärt, so werden sich für Straftaten verantwortliche Autoren nicht darauf verlassen können, dass ihre Identität geschützt wird und anonym bleibt.

[…]



Samstag 28.04.12 – Demo in Bremen gegen Tierversuche!

 

Samstag, 28. April 2012
 
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche

 

 

In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
in Stehsärgen ohne Nächte und Tage,
in den Forschungslaboratorien von Medizin und Wissenschaft,
denn sie sind die Opfer eines endlosen, irren Verbrechens.
(anonym)



Tierversuche: Absurditäten aus deutschen Labors

Informationen von der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ 

 
Absurditäten aus deutschen Labors

Angeblich seien Tierversuche notwendig, um kranken Menschen zu helfen. Die Öffentlichkeit wird regelmäßig mit solchen Behauptungen getäuscht. In Wahrheit ist der angebliche Nutzen von Tierversuchen nur vorgeschoben. Unsere Internet-Datenbank beweist, dass die tierexperimentelle Forschung sehr weit davon entfernt ist, irgendetwas Gutes für die Menschheit zu tun.

Die folgende Auswahl von in den letzten rund 10 Jahren in Deutschland (und einem in Österreich) genehmigten und durchgeführten Tierexperimenten zeigt, worum es in der tierexperimentellen Forschung tatsächlich geht: um wissenschaftliches Interesse auf Kosten von fühlenden Lebewesen, um Forschungsgelder, um die Bestätigung von längst bekanntem Wissen und um das Dogma »das wurde schon immer so gemacht«.

Unter der Versuchsbeschreibung ist jeweils in kursiv die Quelle der entsprechenden wissenschaftlichen Fachzeitschrift genannt und darunter die Stadt, in der die Versuche wahrscheinlich stattgefunden haben.

Um die entsprechenden Versuchsbeschreibungen in der Datenbank aufzurufen, geben Sie in die Suchmaske (Reiter »Datenbank«) die Tierart, den Nachnamen des Erstautors und die Stadt ein.

Weiterlesen:

 
– Wüstenrennmäuse mit Zappelphilippsyndrom – Der Irrsinn der »Tiermodelle«

– Rennen bis zum Umfallen – Stressforschung an Tieren

– Alkohol ist nicht gut für Kinder und Rauchen gefährdet die Gesundheit – Banalitäten der tierexperimentellen Forschung

– Winterschlaf hilft gegen Alzheimer – Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Experimentatoren

– Schafe und Kaninchen gehen nicht aufrecht – Unterschiede bei Tier und Mensch

– Ratten in den Wechseljahren – Auf der Suche nach dem nicht vorhandenen »Tiermodell«

– Gesunde Tiere und kranken Patienten sind grundlegend unterschiedlich – Bestätigung längst bekannten Wissens

– Ratten bis auf das Skelett abgemagert – Prädikat »besonders grausam«

Alle Seiten

 

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In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
in Stehsärgen ohne Nächte und Tage,
in den Forschungslaboratorien von Medizin und Wissenschaft,
denn sie sind die Opfer eines endlosen, irren Verbrechens.
(anonym)
 

 

28.04.2012 in Bremen
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche



Tierversuche am MPI und ESI: Fachaufsichtsbeschwerde vom 11.04.12 an das Landesparlament Hessen

Ich habe heute eine Fachaufsichtsbeschwerde an das Landesparlament Hessen in Wiesbaden (5 Fraktionen) per E-Mail gesendet, sowie an den Regierungspräsidenten in Darmstadt, wegen Nicht-Beantwortung meiner Fragen über die Tierexperimente am Max-Planck Institut für Hirnforschung in Frankfurt (MPI) und am Ernst Strüngmann Institute in Frankfurt (ESI) durch die zuständige und verantwortliche Behörde für die Genehmigung dieser Experimente (Veterinärdezernat Darmstadt), siehe:

 Fachaufsichtsbeschwerde vom 11.04.12

 

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Siehe auch die aktuelle, komplette Zusammenstellung unserer Auseinandersetzungen mit Behörden:

Verdacht auf Verstoß gegen das Grundgesetz der Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer: Auseinandersetzungen mit Behörden



Anfrage an Bundespräsident Joachim Gauck wegen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Prof. Dr. Wolf Singer

Ich verweise auf die Antwort vom Staatsminister Michael Boddenberg über die Verleihung des Bundesverdientskreuzes an Prof. Dr. Wolf Singer und habe heute folgende E-Mail an den Bundespräsidenten Joachim Gauck geschickt:

  

An Herrn Bundespräsidenten Joachim Gauck
Bundespräsidialamt – Abteilung Orden und Ehrungen
Datum: 10.04.2012
Betr.: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Prof. Dr. Wolf Singer

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,

gemäß einer Pressemitteilung vom 12.08.2011 im Landesportal Hesse wurde den Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an den Hirnforscher Prof. Dr. Wolf Singer verliehen, u.a. neben Verdiensten im wirtschaftlichen Bereich auch wegen Verdiensten für sein überragendes Engagement für den Tierschutz:

Beispielsweise möchte ich Ihr Wirken als Vorsitzender der Kommission des Tierschutzrechts […] nennen. Die Liste ist lang und Ausdruck Ihres überragenden Engagements.“

Die Erwähnung eines Engagements von Prof. Wolf Singer für den Tierschutz wirkt äußerst befremdlich und sogar geradezu schockierend: Prof. Wolf Singer ist im Gegenteil als berüchtigter Tierexperimentator in der Öffentlichkeit bekannt, der seit 30 Jahren entsetzliche und stark umstrittene Experimente an hochempfindlichen Tieren durchführt (insbesondere an Primaten und Katzen). Hier möchte ich Sie zum Beispiel über die Stellungnahme des Vereins „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ in Kenntnis setzen: 

Pressearchiv 2011 – 12.08.2011 – Orden für Tierquäler:
Hirnforscher Singer erhält Bundesverdienstkreuz


Der umstrittene Neurowissenschaftler Prof. Wolf Singer vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt/M. erhält für seine Arbeit heute das Bundesverdienstkreuz. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hält die Ehrung für eine Fehlentscheidung, da Singer qualvolle Tierversuche an Affen und Katzen durchführt.

»Dass jemand, der soviel Tierleid auf dem Gewissen hat, für seine Untaten auch noch geehrt wird, ist schändlich«, meint Dr. med. vet. Corina Gericke, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ärzte gegen Tierversuche. Nach Aussage des Vereins ist Singer seit Jahren an qualvollen Tierversuchen beteiligt.[…]“

Vor diesem Hintergrund kann ich mir keine Verdienste von Prof. Wolf Singer für den Tierschutz vorstellen und habe am 26.01.12 Herrn Staatsminister Michael Boddenberg gebeten, mir den Namen der zuständigen und verantwortlichen Behörde für eine Auskunftserteilung über die genauen Verdienste und „das überragende Engagement“ von Prof. Wolf Singer im Bereich des Tierschutzrechts zu nennen, die eine Erwähnung bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gerechtfertigt haben.

Nach zwei Erinnerungen meinerseits wegen Nicht-Beantwortung meiner Anfrage hat mir schließlich Staatsminister Boddenberg am 28.03.12 antworten lassen, dass die Entscheidung, wer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wird, ausschließlich dem Bundespräsidenten obliegt, und mich für Auskünfte über diese Entscheidung an das Bundespräsidialamt und die dort zuständige Abteilung für Ordensangelegenheiten verwiesen (siehe nachstehend E-Mail vom persönlichen Referenten des Staatsministers Boddenberg).

Darüber hinaus hat Staatsminister Michael Boddenberg in dieser E-Mail auch kurz zum Sachverhalt insgesamt Stellung genommen und meine separate Anfrage an das Regierungspräsidium Darmstadt erwähnt, womit ich unter Berufung auf die EU-Antikorruptionsvereinbarung als zuständige und verantwortliche Behörde für die Genehmigung der Tierversuche von Prof. Dr. Wolf Singer aufgefordert hatte, mir Auskünfte über den sehr intransparenten Sachverhalt um diese Genehmigungen zu erteilen. Ich vermute nämlich einen Mangel in der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften bei den Tierversuchen des Hirnforschers Prof. Dr. Wolf Singer, die einer Auszeichnung widersprechen würden. 

Entgegen dem Eindruck, der bei der Formulierung dieser E-Mail vom Staatsminister Boddenberg erweckt werden könnte, wurden mir keine Antworte auf meine drei gezielte Fragen vom 10. Januar 2012 durch das Regierungspräsidium Darmstadt erteilt, so daß ich mich veranlasst fühlte, am 05.04.2012 eine Fachaufsichtsbeschwerde an das Landesparlament Hessen wegen gesetzwidrigem Verhalten dieser Behörde einzureichen.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, mir Auskünfte über die positiven Vorgänge der Hirnforschung von Prof. Dr. Wolf Singer und über die Rahmenbedingungen zu erteilen, die eine Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse gerechtfertigt haben.

Für eine Antwort bis zum 9. Mai 2012 bedanke ich mich im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Jocelyne Lopez

 

Mitunterzeichnende:

Gabriele Menzel
Dagmar Seliger
Roswitha Taenzler
Gisela Urban
Aktionsgemeinschaft gegen Tierversuche FFM. INT.

 

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Siehe auch eine komplette Zusammenstellung der Austausche:

Verdacht auf Verstoß gegen das Grundgesetz der Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer: Auseinandersetzungen mit Behörden



Gravierende Kollateralschäden der Tierversuche für Mensch und Gesellschaft

Eine bewiesene Tatsache ist, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung genetisch so veranlagt ist, dass sie die Fähigkeit besitzt, Empathie, Zuwendung, Verantwortung und Zusammengehörigkeit zu Tieren zu empfinden, was schon bei Kindern ersichtlich ist: Nicht zu leugnen ist die außerordentliche Anziehungskraft, die Tiere schon bei Kleinkindern auslösen. Nicht umsonst sind die ersten Spielzeuge für Kleinkinder neben Puppen auch Plüschtieren, womit sich ihre Affektivität ausüben. Nicht umsonst wünscht sich eine Mehrzahl von Kindern Haustiere oder die Nähe zu Tieren. Ich habe auch bei Infoständen über Tierversuche in Fußgängerzonen oft beobachtet, dass Kinder ernste und erschreckende Blicke auf die Fotos der gequälten Tiere werfen, und dass die meisten Eltern dabei versuchen, sie davon abzulenken und schnell weiter zu gehen. Auch die Fernseh-Ausstrahlung in Deutschland und in der Schweiz der Grausamkeiten im Tierversuchslabor Covance in Münster hat über Nacht Millionen von Menschen unter Schock gesetzt.

Es existieren also Millionen von Kindern und Erwachsenen in der Bevölkerung, die Entsetzen und Empörung angesichts der Tierversuchen empfinden und die als Zeuge der Gewalt an Tieren Leiden, Verzweiflung, Ohnmachtsgefühl und psychische Streß erleben müssen, was in manchen Fällen sogar zur Destabilisierung der Psyche führen kann: Nachstehend zum Beispiel Originaleinträge im Gästebuch einer Tierversuchsgegner-Webseite aus dem Jahre 2004, wahrscheinlich hauptsächlich von Jugendlichen geschrieben:

– Aber verdammt, ein Tier ist ein LEBEWESEN, das mit dem gleichen RECHT auf ein Leben in Glück, Zufriedenheit, Freiheit und Unversehrtheit auf die Welt gekommen ist.

– Wann begreift Ihr endlich, dass es ein Verbrechen ist, ein Tier als einen Wegwerfindikator zu missbrauchen????”

– Was ist das für eine Welt, was ist das für ein Leben, was gibt es für “Menschen”, dass sowas erlaubt ist?

– Ich bin gerade auf dem besten Wege noch mein allerletztes bisschen Respekt vor der Menschheit zu verlieren!

– wenn ich ein Besuch in einem Labor machen würde, würde ich zum Amokläufer werden. Das ist kein Scherz und das ist auch nicht überbrieben.

– Ich hasse und verabscheue Tierquäler jeglicher Art.

– Seitdem ich das Covance-Video gesehen habe, weiß ich, dass ich töten könnte. Ich wünsche diesen Menschen nicht als den Tot. Und nach Möglichkeit einen brutalen und grausamen. Und wenn irgendjemand einen Anschlag auf ein solches Labor machen würde, dann hätte er mein vollstes Verständnis dafür.

– Ich hoffe das die Welt bald untergeht. Ich wünsche mir eine Seuche die endlich die Menschheit vom Planeten fegt. Kann das nicht einer von euch Mördern mal aus einem Labor klauen? Eine Flasche Milzbrand vielleicht?

– Hoffentlich kommen Sie irgendwann mal in die Lage zu fühlen, was es bedeutet Schmerz und Todesangst ausstehen zu müssen.

– Ich bin genau Deiner Meinung! Ich wünsche sämtlichen “Forschern” die Tiere mißbrauchen die Pest an den Hals, um es mal gelinde gesagt auszudrücken.

– Vivisektion ist nicht das passende Wort. Ich nenne es Versuchstierholocoust! Diese “Menschen” sind sadistisch veranlagt. DAs ist der Abschaum der Nation. Ich stelle sie auf eine Stufe mit Kinderschändern. Gewalt ist Gewalt.

– Tach zusammen, vorrausgesetzt, alles was hier über Covance geschrieben wird ist wahr: Was ist los? Ist unsere “zivilisierte” Welt schon so krank? Es muss was passieren! Irgentjemand muss etwas dagegen unternehmen, und hätte ich die mittel dazu, ich würde die Tiere da raus holen und den ganzen Laden, samt Mitarbeiter, in die Luft jagen..

– Naja, hoffentlich passiert in diesem sch… Land wenigstens einmal etwas gutes und so ein psychopatischer Dreck verschwindet bald…
.

Ja, was ist das für eine Welt, wo wir unsere Kinder in so eine psychische Notlage kommen lassen und sie davor nicht schützen können? Abgesehen vom Entsetzen, von den Leiden und von der Verzweifelung, erleben sie auch einen gravierenden Vertrauensbruch gegenüber Erwachsenen,  die so etwas anstellen können, aber auch gegen all die Anderen, die es nicht verhindern können.

Das sind aus meiner Sicht gravierende Kollateralschäden der Tierversuche für Menschen und Gesellschaft. Prof. Dr. Wolf Singer, Direktor des Max Planck Instituts für Hirnforschung in Frankfurt, der seit mehr als 40 Jahren an den Hirnen  lebender  Primaten experimentiert,  äußert sich darüber nicht: Er nimmt offensichtlich die Kollateralschäden seiner Gewalt an Tiere für Menschen und Gesellschaft leichtsinnig in Kauf, sein Hauptanliegen scheint die Entwicklung von Psychopharmaka zum Reparieren von seelischen Leiden und psychischen Schäden an Menschen zu sein, siehe zum Beispiel Aussagen aus einem Interview in der Zeitschrift „Gehirn & Geist“ aus dem Jahre 2004:

Interview mit Prof. Wolf Singer und Prof. Thomas Metzinger: „Ein Frontalangriff auf unsere Menschenwürde“:

„Zunächst einmal: Psychodrogen sind überhaupt nichts Neues. Wir trinken schließlich auch Kaffee. Die Menschheit war immer sehr innovativ, wenn es darum ging, Stoffe zu entwickeln, die auf die Psyche einwirken. Wir verfügen heute über ein ganzes Arsenal psychoaktiver Pharmaka – wobei die Palette der Möglichkeiten allerdings derzeit enorm anwächst.“
[…]
„Noch wichtiger erscheint mir jedoch das Stichwort „Neurotechnologie“: Wissenschaftler arbeiten weltweit emsig an neuen technologischen Zugriffsmöglichkeiten auf das Gehirn. Kurz: Die Möglichkeiten, unsere geistigen Zustände zu verändern, werden an vielen Fronten optimiert und in Zukunft überhaupt zahlreicher.“
[…]
„Bei einer flächendeckenden Untersuchung von Kindern würde aber hier zu Lande gewiss ein Aufschrei durch die Bevölkerung gehen. Trotzdem könnte es rational sein, solche neuropsychiatrischen Vorsorgeuntersuchungen tatsächlich einzuführen.“
[…]
„Wir suchen derzeit ja sehr intensiv nach Frühmarkern für den Ausbruch bestimmter geistiger Erkrankungen. Dabei treibt uns die Hoffnung, entsprechend Veranlagte noch vor der Pubertät, vor der endgültigen Ausreifung des Gehirns also, erfolgreich therapieren zu können.“

Soll man die Millionen von  „entsprechend veranlagten“ Menschen in der Gesellschaft, die empfindlich auf Gewalt sind, einfach mit Medikamenten therapieren? Was ist das für eine „Wissenschaft“? Gewalt ist zerstörerisch, Gewalt ist gefährlich, Gewalt macht krank.. Es ist unverantwortlich, die wissenschaftliche Forschung auf Gewalt und Leiden zu stützen. Die Tierexperimentatoren sollen sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewußt werden.



Abstruse und grausame Tierversuche in der Grundlagenforschung

Ich habe im Forum “Tierrecht” der Piraten-Partei, in meiner Thematik Verstoß gegen das Grundgesetz der Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer folgende 5 Fragen an einen Tierexperimentatoren gestellt, der sich als Teilnehmer an der Diskussion beteiligt und sich für meine Fachaufsichtsbeschwerde vom 05.04.12 wegen den Experimenten von Prof. Dr. Wolf Singer interessiert. Ich gebe darüber einige Austauschen wieder:

 

05.04.12 – Zitat von Marie-Luise Strewe:

Doch noch einen Kommentar von seiten einer mir bekannten Biologin, die sich in der Materie auskennt:

„Man könnte noch auf die Tatsache hinweisen, dass gerade in der Grundlagenforschung allerlei abstruse Tierversuche stattfinden. Z.B. Möwen einfangen und schauen wie lange sie hungern können. Goldfischen die Augen entfernen und gucken was passiert. Das ist reine Neugierforschung und durchaus große Tierquälerei.
Ganz generell ist die Forschung am Tier Forschung an der falschen Spezies.
Sicher, Forschung an Zellen bietet auch nur begrenzte Möglichkeiten, aber was nützen Ergebnisse die vom falschen Organismus stammen? […]

 

05.04.12 – Zitat von streve68:

dem würde ich so zustimmen. Eine Kommission kann einen solchen Versuch, wie er hier beschrieben ist nach der gültigen Regel nicht erlauben. Entspricht auch nicht der Rechtssprechung und Praxis in der Forschnung und wäre so daher ein Skandal und strafrechtlich zu verfolgen. Die Biologin möge dann bitte offen legen, wo so etwas, wann und von wem durchgeführt wurde.

 

06.04.12 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Hier z.B. die Offenlegung von so etwas, das seit 30 Jahren durchgeführt wird:

  1. Was denkst Du über die Grausamkeit der Tierversuche des Hirnforschers Prof. Dr. Wolf Singer seit 30 Jahren in der Grundlagenforschung, hauptsächlich mit Primaten und Katzen, zum Beispiel hier:
    Wolf Singer und seine Tierversuche
    Prof. Dr. Wolf Singer – Der Blender von Frankfurt
    .
  2. Welche Erfolge hat Prof. Dr. Wolf Singer aus Deiner Sicht seit 30 Jahren bei seinen in der Öffentlichkeit (Wikipedia) angegebenen Forschungszielen zu verzeichnen: Erforschung der menschlichen Sehstörung Amblyopie, der höheren kognitiven Leistungen der Menschen und der menschlichen sinnlichen Wahrnehmungen?
    .
  3. Wie konnte er aus deiner Sicht seit 30 Jahren Erfolge für die Menschen mit der Forschung an Tieren erzielen, die ein ganz anders organisiertes Gehirn und ein ganz anderes Wahrnehmungapparat haben?
    .
  4. Was denkst Du vor diesem Hintergrund von der Aussage Wolf Singer 2005 in der Zeitung DIE WELT: „Ich bin davon überzeugt, dass wir heute weniger wissen, wie das Gehirn funktioniert, als wir vor 20, 30 Jahren zu wissen glaubte.”?
    .
  5. Was denkst Du über die Implikationen politischer, juristischer, psychologischer, entwicklungspsychologischer, pädagogischer, anthropologischer, architektonischer, städtebaulicher, historischer, computer-technologischer und philosophisch-weltanschaulicher Art, die er damit angeblich gewonnen hat (nicht ohne Kritik aus der Fachwelt)? Was denkst Du vor diesem Hintergrund von seiner Aussage 2004: „Unser Wissen über die Zusammenhänge von Hirnstrukturen und Verhaltensdispositionen ist noch sehr rudimentär. Niemand würde derzeit wagen, daraus irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen.“ ?

 

Könntest Du diese 5 Fragen gezielt und einzeln aus Deiner Sicht beantworten? Das wäre weiterbringend.



Tierversuche: Fachaufsichtsbeschwerde vom 05.04.12 an das Landesparlament Hessen

Ich habe heute eine Fachaufsichtsbeschwerde an das Landesparlament Hessen in Wiesbaden (5 Fraktionen) per E-Mail gesendet, sowie an den Regierungspräsidenten in Darmstadt, wegen mangelnder Beantwortung meiner Fragen über die Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer in Frankfurt durch die zuständige und verantwortliche Behörde für die Genehmigung dieser Experimente (Veterinärdezernat Darmstadt), siehe:

Fachaufsichtsbeschwerde vom 05.04.12

 

 



Tierversuche in Frankfurt: Grausame Hirnforschung an Affen und Katzen

Informationen der Vereinigung  Ärtze gegen Tierversuche e.V.:

Tierversuche in Frankfurt: Grausame Hirnforschung an Affen und Katzen

Die Unterschiede zwischen Affe und Mensch oder Katze und Mensch verdeutlichen, dass Experimente an Tieren gar keine klinische Relevanz für den Menschen haben können.

Unterschiede Affe – Mensch

Das Affenhirn hat keine Bereiche für Sprache, Lesen oder Musik.

Die Oberfläche der menschlichen Hirnrinde ist 10-mal größer als die der Affen.

Identische Bereiche in der Sehrinde haben bei Affe und Mensch unterschiedliche Funktionen.

Das Menschenhirn hat zur Verarbeitung von visuellen Reizen bestimmte Hirnbereiche, die im Affenhirn fehlen.

Die Schädigung eines bestimmten Bereichs des motorischen Systems verursacht beim Menschen einen kompletten Ausfall von Sprache und Muskelbewegungen (Akinesie), beim Affen führt sie nur zu einer geringen Beeinträchtigung.

 

Unterschiede Katze – Mensch

Der Mensch hat bei heller Beleuchtung aufgrund der Netzhaut ein viel besseres Bewegungssehen als eine Katze.

Katze: eingeschränktes Farbensehen (dichromatisches Sehen; nur zwei Arten von Zapfen); Mensch: trichromatisches Sehen (drei Arten von Zapfen ), bei dem alle Wellenlängen des sichtbaren Spektrums wahrgenommen werden. Die Katze sieht bei Dämmerung besser.

Sehr viel schlechteres Auflösungsvermögen des Auges der Katze. Buchstaben, die ein normalsichtiger Mensch aus 50 Metern erkennen kann, würde eine Katze erst aus sechs Metern erkennen.

 

Medizinisch relevante Forschung funktioniert nur ohne Tierversuche

Im Sinne einer effektiven Medizin müssen auf Menschen bezogene Verfahren in den Vordergrund rücken. Bei bildgebenden Verfahren, wie der Computer- und der Magnetresonanztomographie, lässt sich das Gehirn von gesunden und kranken Menschen sowie seine Funktionen dreidimensional detailgenau darstellen. Die Forschung an Zellen aus menschlichen Hirntumoren, wie sie bei Operationen anfallen, bietet beste Voraussetzungen, um Therapien zu entwickeln.

Die Wechselbeziehung zwischen Hirnzellen und die Signalweiterleitung funktionieren im Zellsystem wie im lebenden Organismus, können jedoch ohne Tierleid erforscht werden. Die Kombination verschiedener solcher Verfahren liefert eine Fülle an wertvollen Erkenntnissen. Dies trägt zur wirklichen medizinischen Wissenserweiterung über Organfunktionen, Abläufe im Gehirn und Krankheiten des Menschen bei.

Althergebrachte Hirnforschung an Tieren, die dem reinen Forscherdrang der Experimentatoren dient und ohne jede klinische Relevanz ist, darf in unserer modernen Gesellschaft keinen Platz haben.

Den Möglichkeiten neuer Technologien, der Zellforschung und der gezielten Untersuchung gesunder und kranker Menschen muss Vorrang gegeben werden.
[…]
Hier weiterlesen…

 

In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
in Stehsärgen ohne Nächte und Tage,
in den Forschungslaboratorien von Medizin und Wissenschaft,
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