Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'Kritik der Relativitätstheorie'

Kritik der Relativitätstheorie: Wikipedia hinkt hinterher

Ich zitiere aus einer Berichtserstattung von G.O. Mueller in seinem offenen Brief an 639 Staatsrechtslehrer Nachweis 4: Nichtbeantwortung der kritischen Argumentationen:

C. Die Theorievertreter selbst machen aus ihrer grundsätzlichen Verweigerung jeglicher Diskussionen mit den Kritikern übrigens gar kein Geheimnis.  

Die von den rechtgläubigen Physikern beherrschte Wikipedia z. B. hat die Kritik der Theorie in einen eigenen Artikel ausquartiert (als ob die Kritik einer Theorie mit der Theorie gar nichts zu tun hätte), damit die Kritik im Theorie-Artikel nicht stört (Stand: 18.12.07):  

Artikel “Kritik an der Relativitätstheorie”  

Darin heißt es: “Wissenschaftliche Kritik an der Relativitätstheorie Albert Einsteins wurde vor allem in den Jahren nach ihrer Veröffentlichung geäußert. Die Theorien der damaligen Gegner der Theorie werden in der wissenschaftlichen Fachwelt heute nicht mehr diskutiert.”

 

Der Wikipedia-Artikel ist inszwischen völlig neu bearbeitet worden und liefert jetzt – immerhin! – 38 kritische Veröffentlichungen: wir gratulieren! 

Ich erinnere jedoch vor diesem Hintergrund, dass allein die Version Juni 2004 der Dokumentation von G.O. Mueller 3789 kritische Veröffentlichungen weltweit dokumentiert!  Das Forum und der Blog von Ekkehard Friebe sowie auch mein Blog stellen auch allein Hunderte von zusätzlichen kritischen Autoren bzw. kritischen Veröffentlichungen vor. Wikipedia kommt also mit 38 kritischen Veröffentlichungen ganz langsam auf den Weg einer angemessenen Information der Öffentlichkeit über die weltweite Kritik der Relativitätstheorie seit über 100 Jahren, sie hinkt aber ganz schön doll hinterher und es bleibt ihr eine gewaltige Menge an Informationen nachzuholen.  

Das GOM-Projekt wird nicht erwähnt: das wäre wohl für Wikipedia einfach zu viel auf einmal. Aber in 10 Jahren könnte es schon anders aussehen. 

Obwohl ein gewisser Gag hier zu entdecken ist: Am Ende des Wikipedia-Artikels in der Linkliste wird der völlig off-topic HEISE-Artikel von Christian Gapp über die Evolutionstheorie Die relativen Dinosaurierhasser verlinkt, der wiederum das GOM-Projekt und seine Interessenvertreter Ekkehard Friebe und Jocelyne Lopez explizit erwähnt und verlinkt, siehe hierzu mein Kommentar: Die Denkstrukturen und die kommunikative Strategie des guten Christian Gapp.  

Die linientreuen Wikipedia-Autoren der etablierten akademischen Physik können sich schon nicht mehr erlauben, das GOM-Projekt komplett zu  ignorieren – die Dokumentation wird immerhin schon von knapp 60 Universitätsbibliotheken sowie auch von der Bibliothek des Bundesverfassungsgerichts katalogisiert und ist auch im Internet sehr verbreitet.

 (Jocelyne Lopez)

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Siehe auch:

10 Thesen zum Grundrecht der Freiheit der Wissenschaft

G.O. Mueller schreibt an 639 Staatsrechtslehrer über Wissenschaftsfreiheit

Jocelyne Lopez schreibt an Frau Milena Wazeck, Mitarbeiterin des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte 

Die gute Milena Wazeck befolgt brav die Strategie „Marginalisierung durch Nichtbeachtung“



Austausch mit Dr. Markus Pössel vom 15./16.06.2010

Ich gebe einen E-Mail-Austausch mit Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut / Max Planck Gesellschaft für Gravitationsphysik im Rahmen meiner Anfrage vom 28.04.10 wieder:

 

Von Markus Poessel – AEI-MPG
An Jocelyne Lopez
Datum: 15.06.10
Betr.: Re: Bitte um Klärung bzgl. Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

da hier derzeit eine Veranstaltung die naechste jagt, bin ich leider noch nicht einmal dazu gekommen, Ihre letzte Mail richtig zu lesen – ich hoffe, in der ersten Juliwoche dazu zu kommen, das nachzuholen und dann auch bald eine Antwort zu schreiben.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

 

Nachfolgend meine Antwort:

 

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 16.06.10
Betr.: Re: Bitte um Klärung bzgl. Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihren Zwischenbescheid!

Als Experte der Relativitätstheorie dürfte es für Sie unabhängig von Ihren derzeitigen zeitlichen Engpässen ohne großen Aufwand durchaus möglich sein, Grundsatzfragen über die Relativitätstheorie in angemessenen Abständen zu beantworten – das erfordert wahrscheinlich für einen seit vielen Jahren mit der Aufklärung der Öffentlichkeit äußerst erfahrenen Mitarbeiter des Albert Einstein Instituts wie Sie weder aufwendige Recherchen noch große Anstrengungen.

Sind möglicherweise enge Zeitkapazitäten psychologisch eher auf die Unlust zurückzuführen, sich mit Einwänden und kritischen Gegenpositionen zu einer Theorie zu beschäftigen, die seit über 80 Jahren leider kritiklos tradiert wird? Falls es so wäre möchte ich zum Beispiel auf Aussagen des anerkannten Erkenntnistheoretikers Karl Popper hinweisen:

    „Auch in den am besten bewährten unter unseren Theorien können Fehler verborgen sein. Und es ist die spezifische Aufgabe des Wissenschaftlers, nach solchen Fehlern zu suchen. Die Feststellung, daß eine gut bewährte Theorie oder ein viel verwendetes praktisches Verfahren fehlerhaft ist, kann eine wichtige Entdeckung sein. Wir müssen deshalb unsere Einstellung zu unseren Fehlern ändern. Es ist hier, wo unsere praktische ethische Reform beginnen muß.“
    https://www.jocelyne-lopez.de/blog/2007/12/karl-popper-die-unmenschlichkeit-der-unfehlbarkeit

In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre Antwort in der ersten Juliwoche und auf einen konstruktiven Austausch.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



Anfrage von Peter Ripota an Dr. Markus Pössel

Im Rahmen meiner Anfrage vom 28.04.10 habe ich am 15.06.10 folgende E-Mail an
Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut / Max Planck Gesellschaft geschickt:

 

von Jocelyne Lopez
an Dr. Markus Pössel / AEI-MPG
Datum: 15.06.10
Betr.: Bitte um Klärung – Spezielle Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Ein Leser unserer Austausche hat mich gebeten, Ihnen den nachstehenden Text zukommen zu lassen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die aufgeworfenen Fragen im Rahmen meiner eigenen Anfrage mitbeantworten würden, da es sich um die gleiche Thematik handelt.

Ich danke im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

Lorentzkontraktion

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Sie wurden mir als Fachmann für Phänomene der Speziellen Relativitätstheorie empfohlen. Obwohl selbst Physiker, habe ich immer noch keine Klarheit über die Lorentz-Kontraktion. Ich habe in der Literatur ein wenig recherchiert und dabei folgende Fakten gefunden:

(1) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist real, kann aber nicht gemessen werden.
(2) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist fiktiv, kann aber unter Umständen gemessen werden.
(3) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion kann niemals gemessen werden, weil uns eine gütige Natur davor bewahrt, Einstein zu widerlegen.
(4) Die Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion geschieht um den Faktor „gamma“ (= Wurzel aus 1 – (v/c)²).
(5) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist größer als gamma.
(6) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist kleiner als gamma.
(7) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist gleich 1.
(8) Der Faktor der Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion ist mal kleiner, mal größer, mal gleich, mal überhaupt nicht gleich gamma. Es hängt vom Standpunkt ab.
(9) Ein Experiment stellte fest: Es gibt keine Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion.
(10) Eine Neu-Interpretation des gleichen Experiments stellte fest: Es gibt sehr wohl eine Lorentz-Fitzgerald-Kontraktion, vorausgesetzt, die Atome des Maßstabs verbiegen sich elliptisch.

Konkret:

Es begann mit James Terrell vom Los Alamos Scientific Laboratory, der bereits 1959 zeigte, dass sich ein Meterstab bei hohen Geschwindigkeiten nicht verkürzt, nur scheinbar verdreht. Die Lorentzkontraktion bleibt unsichtbar.

Stimmt nicht, behauptete C. W. Sherwin von der Universität von Illinois in Urbana 1961: Die Lorentzkontraktion ist sichtbar.

Delbert Larson dagegen, ein Designer für den „Superconducting Supercollider“, interpretiert das Experiment von Sherwin dahingehend, dass eine Lorentzkontraktion nicht sichtbar ist, ja nicht einmal existiert (Es sind die gleichen Daten!).

Ganz anders Hsiao-Bai Ai vom Institut für Kernforschung in Shanghai: Der direkte Nachweis der Lorentzkontraktion ist möglich (so der Titel seines Artikels).

Unsinn, meint A. Gamba 1966: Niemand wird je die Lorentzkontraktion beobachten.

Quatsch, meint Robert D. Klauber von der Universität in Fairfield, Iowa. Natürlich kann man sie sehen, aber nicht messen (oder war es umgekehrt?). Allerdings: Das Ausmaß der Lorentzkontraktion ist anhängig vom Standpunkt des Betrachters. Je nachdem, wo der Beobachter steht, sieht er den Meterstab kürzer, gleich lang oder länger. Es hängt außerdem davon ab, wie die Uhren synchronisiert werden, auch das ist ziemlich willkürlich.

Schließlich behaupten die Physiker Bernhard Rothenstein und Ioan Damian von der Politehnica Universität in Rumänien:
„Die Realität der Lorentzkontraktion ist das Ergebnis der Tatsache, dass die Natur uns vor Ergebnissen schützt, die das heilige Prinzip der Relativität verletzen.“

Was aber stimmt nun und warum? Und was trifft nicht zu und warum? Vielen Dank im voraus für Ihre aufklärenden Bemühungen.

-Peter Ripota-

Hier die links:

James Terrell (1959):
http://www.guspepper.net/electro/Segundo%20semestre/Seminarios/Funez.pdf

Hsiao-Bai Ai (1994):
http://www.springerlink.com/content/y073028vv0gq2196/

Delbert Larson (2002):
http://itis.volta.alessandria.it/episteme/ep6/ep6-lars1.htm

Bernhard Rothenstein und Ioan Damian (2005):
http://arxiv.org/ftp/physics/papers/0507/0507016.pdf

Robert Klauber (2008):
http://arxiv4.library.cornell.edu/PS_cache/arxiv/pdf/0808/0808.1117v1.pdf



Mit Antisemitismus- und Rassismusvorwurf werde ich mich nie abfinden

Ich verweise auf weitere Austausche aus der Diskussion im MAHAG-Forum Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel wieder:

 

11.06.10 – Zitat von Gerhard Kemme:

Es ist selbstverständlich nicht die feine Art, Pauschalkritik gegenüber Personengruppen zu äußern – dies ist in erster Linie keine rechtliche Frage, sondern eine Frage von Höflichkeit und Sachkompetenz und wenn ich daran appellierte, dann hieß dies, dass ich dich als Person ernst genommen hatte – das war ein Fehler, dies gestehe ich ein – der passiert mir nicht noch einmal.

  

12.06.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ob Sie es nicht als die feine Art ansehen Pauschalkritik gegen Mathematiker zu äußern, die Mathematismus betreiben und dabei ihre eigene Disziplin missbrauchen, sei dahingestellt. Eine Vielzahl von qualifizierten Wissenschaftlern monieren dagegen seit Jahrzehnten den Missbrauch der Mathematik in der Relativitätstheorie und sogar Albert Einstein selbst hat sich negativ über den Einsatz der Mathematik im Rahmen seines Werkes geäußert.

Unerträglich, auf keinen Fall zu dulden und von einer ganz anderen Dimension als die Kritik der Mathematiker ist dagegen die Personengruppe der Kritiker der Relativitätstheorie einzeln und pauschal als Antisemiten, Rassisten, Nazis oder Rechtsextremisten zu diffamieren, wie es systematisch der Fall seit 100 Jahren ist – wobei ausgerechnet in Deutschland die Anschuldigung des Antisemitismus, Rassismus und Nazismus am meisten geeignet ist, eine Person restlos zu diskreditieren, das erkennen auch die Gerichte: Schmähkritik vom Landesgericht Köln verurteilt:

Die 28. Zivilkammer weist darauf hin, dass der Antisemitismusvorwurf vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus besonders schwer wiegt. Er sei wie kaum ein anderer geeignet, den mit dieser Geisteshaltung in Verbindung Gebrachten in den Augen der Öffentlichkeit herabzusetzen.

Bei mir ging es sogar so weit, dass mir bei dieser anonymen Hetze die Absicht von Kapitalverbrechen als KZ-Scherge unterstellt wurde, meine Person mit dem Tod von 21 namentlich genannten Holocaustopfern in direkter Verbindung gebracht wurde, sowie die Zugehörigkeit zu der „menschlichen Wertegemeinschaft“ mir öffentlich aberkannt wurde.

Wenn Sie sich, Herr Gerhard Kemme, mit solchen gravierenden Diffamierungen abfinden und sich so dann stillschweigend damit identifizieren wollen, ist es einzig und allein Ihre Sache. Nehmen Sie es aber bitte unbedingt zur Kenntnis: Meine Sache ist es nicht. Und schreiben Sie sich das bitte hinter die Ohren, da Sie es noch nicht getan haben: Ich werde mich nie damit abfinden und mich immer dagegen wehren, ob es Ihnen oder Anderen passt oder auch nicht, siehe auch Keine Kompromisse mit den Verleumdern aus Esowatch & Co.  – und zwar auch dann, wenn die Verleumder und Hetzer „deutsche Bürger mit Hochschulabschluß“ oder „deutsche Beamte“ sind. Verstanden? Und wenn Sie dabei mich als Person nicht mehr ernst nehmen wollen, werde ich es ohne Problem verkraften, keine Sorge.

(Jocelyne Lopez)



Herrn Dr. Markus Pössel kann man nicht Einfluß und individuelle Verantwortung absprechen

Ich gebe einen Austausch aus der Dikussion Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel im MAHAG-Forum wieder:

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08.06.10 – Zitat von Gerhard Kemme:

Du kannst nicht mit einem Physiker oder Mathematiker des Wissenschaftsbetriebes die RT öffentlich mit Wahrheitsanspruch diskutieren. Muß ich jetzt Beispiele aufzählen, dass man dieses oder jenes Thema im Staat XY nicht öffentlich mit Wahrheitsanspruch diskutieren kann. Insofern wäre ich immer dafür, publizierte Inhalte zu kritisieren, wenn sie voller Unrichtigkeiten sind – die Person lasse ich dabei gerne weg, da ich den Weg nicht sehe, wie sich ein Hochschullehrer oder sonstiger Angestellter anders verhalten soll.

 

09.06.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Die Aussage, ein Hochschullehrer oder sonstiger Angestellter des Staates könne sich nicht anders verhalten, als die Kritik zu ignorieren ist meiner Meinung nach zu differenzieren. Natürlich gibt es viele Staatsdiener, die nur ausführende Kräfte sind und sie können sich nicht anders verhalten als Anweisungen zu folgen, wie überall sonst in der Arbeitswelt. Es gibt aber zwangsläufig auch Mitarbeiter, die Anweisungen erteilen: Behördliche Richtlinien und Entscheidungen fallen ja nicht vom Himmel, sie werden von Mitarbeitern dieser Behörde initiiert, gesteuert und durchgesetzt, es handelt sich um menschliche Handlungen, sprich um individuelle Verantwortung. Es gibt also individuelle Verantwortliche auch in einer für die breite Öffentlichkeit völlig anonymen Behörde. Und Verantwortung ist nun mal ein persönlicher Anspruch, hier zitiere ich G.O. Mueller, Das Gedankenexperiment:

Mit der Verantwortung der Verantwortlichen hat es eine besondere Bewandtnis: das Gehalt schleppen sie immer weg, die Verantwortung lassen sie gern liegen. Sie haben sie jedenfalls nie bei sich, wenn es darauf ankommt.

Das Projekt hat sich deshalb vorgenommen, in einem Experiment zur Relativitätskatastrophe diese populäre Erfahrung an den Einzelnen zu testen. Da Verantwortung ein persönlicher Anspruch ist, kann er auch nur individuell getestet werden. Ein repräsentativer Querschnitt unter den Verantwortlichen wird informiert und gebeten, seiner Verantwortung gemäß zu handeln. Wir nennen es unser Gedankenexperiment. Es ist das erste wahre und bisher einzige wirkliche Gedankenexperiment, nämlich über die Wirkung kritischer Gedanken bei den Verantwortlichen in der Gesellschaft. […]

(G.O. Mueller)

Es gibt schon einen Anspruch auf persönliche Verantwortung auch bei Mitarbeitern des Staates, wie überall in der Gesellschaft, die Entscheidungen fallen nicht vom Himmel. Nehmen wir zum Beispiel die Feierlichkeiten des „Einstein-Jahres“ 2005, die Entscheidungen darüber sind auch nicht vom Himmel gefallen: Mitarbeiter des Staates haben die Idee gehabt, haben die Initiative ergriffen, die Finanzierung beim Bund beantragt und bekommen (10 Mio Euro), das kommt ja auch nicht von allein, das ist das aktive Wirken von Menschen. Zu behaupten, die Menschen können sich ja in einer Behörde „nicht anders verhalten“ als nach Anweisungen zu arbeiten macht meiner Meinung nach wenig Sinn.

Nehmen wir zum Beispiel eine staatliche Stelle (oder zumindest vom Staat kräftig mitfinanzierte Stelle) wie das Albert Einstein Institut: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung nennt dieses spezialisierte Institut für kompetent um über wissenschaftliche Forschungsergebnisse im Falle der Relativitätstheorie zu urteilen, siehe hier. Der Staat richtet sich also nach der fachlichen Beurteilung dieses Instituts, um seine Lehr- und Forschungspläne im Gebiet der theoretischen Physik entsprechend zu gestalten. Würde zum Beispiel das Albert Einstein Institut anerkennen, dass Gegenpositionen zur Relativitätstheorie durchaus ihre Berechtigung in der Wissenschaft, in Lehre und Forschung haben, würde das Bundesministerium sich danach in seinen Lehrplänen richten. Man kann also hier auch nicht unbedingt behaupten, Angestellte können sich nicht anders verhalten, sie können es schon. Würde zum Beispiel das Albert Einstein Institut dem Bundesministerium mitteilen, dass im öffentlichen Bildungssystem eine falsche Auslegung der Theorie gelehrt wird (siehe hier) würde das Bundesministerium dies korrigieren lassen. Das Albert Einstein Institut hat einen Einfluß auf das Verhalten des Staates, nicht ungekehrt. Man kann zum Beispiel dem Vertreter vom Albert Eintein Institut, Dr. Markus Pössel, weder Einfluß noch Verantwortung in seiner Arbeit absprechen. Wir leben hier in einem Rechtsstaat, doch nicht in einer Terrordiktatur, der Staat terrorisiert weder seine Bürger noch seine Mitarbeiter!

(Jocelyne Lopez)



Relativitätstheorie: Die Mathematiker haben kläglich versagt

Ich verweise auf einen Eintrag im Blog von Ekkehard Friebe: Die Mathematiker waren in besonderer Weise verpflichtet, auf die Grenzen der mathematischen Spekulation auf dem Felde der Physik hinzuweisen, haben jedoch das Gegenteil getan:

 

Zitat von G.O. Mueller:

V: Entstehungs- u. Erhaltungsmotive / Fehler Nr. 3

Die Mathematiker waren in besonderer Weise verpflichtet, auf die Grenzen der mathematischen Spekulation auf dem Felde der Physik hinzuweisen, haben jedoch das Gegenteil getan

Wenn eine völlig haltlose Theorie in der Wissenschaft durchgesetzt und aufrechterhalten werden kann, müssen die Entstehungs- und Durchsetzungsmotive irrational sein. – Pagels 1985 (S. 106) konstatiert die SRT als Katastrophe der Physik und stellt die Frage vieler Kritiker: “Wie konnte das geschehen?” In seiner Beantwortung liefert er mit zwei Planck-Zitaten den Nachweis für sein Urteil, daß das Versagen der Mathematiker entscheidend zur Katastrophe beigetragen hat (S. 106):

“Daß die spez. R.th. nunmehr über sieben Jahrzehnte lang als ‘Fundamentaltheorie’ grassiert – das haben Philosophen, Physiker und Mathematiker gemeinsam verschuldet. Dennoch muß man die Mathematiker als die Hauptschuldigen betrachten – denn die ‘relativistische Mathematik’ war immer wieder die letzte Bastion, auf die sich die Relativitätstheoretiker zurückgezogen haben, wenn Kritik sie bedrängte.

‘Wer aber trotzdem von der Meinung nicht loskommen kann, daß die Relativitätstheorie schließlich doch an irgendeinem inneren Widerspruch leidet, der möge bedenken, daß eine Theorie, deren vollständiger Inhalt sich in eine mathematische Formel fassen läßt, sich selber so wenig widersprechen kann, wie es zwei verschiedene Folgerungen tun können, die beide aus der nämlichen Formel fließen. Unsere Anschauungen müssen sich eben nach den Ergebnissen der Formel richten, nicht umgekehrt’ (Planck (1933, 169)).

‘Daß die Relativitätstheorie logisch unanfechtbar ist, folgt einfach daraus, daß ihre mathematische Formulierung keinerlei Widerspruch aufweist’ (Planck (1932,)).

Die Mathematiker waren also in besonderem Maße verpflichtet, die ‘relativistische Mathematik’ zu prüfen – sie haben es nicht getan; sie haben sogar selbst eifrig ‘relativistische Mathematik’ getrieben (Minkowski, Weyl u. a.).

Die Mathematiker haben also versagt, kläglich versagt.”

Die von Pagels apostrophierte “relativistische Mathematik” ist, wie von Pagels und anderen Kritikern nachgewiesen, nachweislich eine Mathematik mit falschen physikalischen Bedeutungen – eine Mathematik ohne Bedeutungen gibt es in der Physik nicht. Die Mathematiker hätten auf die richtigen physikalischen Bedeutungen der Formeln und der eingesetzten Größen achten müssen und haben es nicht getan. – Motiv, wenn dies eines sein kann: Verantwortungslosigkeit.

Die Kritik von Pagels an den Mathematikern muß jedoch noch erheblich verschärft werden. Es kommt nämlich noch das Machtbewußtsein hinzu, als Mathematiker eine andere Disziplin erobert zu haben und bedingungslos zu beherrschen, die Physik als besetztes Gebiet. Minkowskis Vortrag 1908 enthält einige verräterische Aussagen hierzu, zitiert nach Abdruck 1958. (S. 57): “Die dreidimensionale Geometrie wird ein Kapitel der vierdimensionalen Physik.” Wobei nur daran zu erinnern ist, daß es eine vierdimensionale Physik nur auf dem Papier gibt: man kann in ihr keine Geräte aufstellen und keine Messungen machen. (S. 60): “Über den Begriff des Raumes in entsprechender Weise hinwegzuschreiten, ist auch wohl nur als Verwegenheit mathematischer Kultur einzutaxieren.” Das Bewußtsein  der Verwegenheit war bei den Besatzern also sehr wohl vorhanden. (S. 62): “Um darzutun, daß die Annahme der Gruppe […] für die physikalischen Gesetze nirgends zu einem Widerspruche führt, ist es unumgänglich, eine Revision der gesamten Physik auf Grund der Voraussetzung dieser Gruppe vorzunehmen.”

Man muß sich klarmachen, was Minkowski hier als “unumgänglich” plant: Um ein mathematisches Konstrukt als widerspruchsfrei zu erweisen, muß die gesamte (!) Physik revidiert werden: das kann ein Mathematiker leicht fordern, weil ihm die Physik nichts bedeutet. Hätte jemand gefordert, um eine physikalische Annahme als widerspruchsfrei zu erweisen, die gesamte Mathematik zu revidieren, wäre Minkowski wahrscheinlich ins Grübeln geraten.

Die Bewohner des besetzten Gebiets, die Physiker, haben über die Besatzung gejubelt und wären am liebsten selbst zu Mathematikern geworden: sie waren mit einer Physik nur auf dem Papier völlig zufriedengestellt. Mehr Erfolg kann eine Besatzung nicht haben. Dennoch ist Machtausübung auf dem Felde der Physik ein irrationales Motiv.

(G.O. Mueller)



Leserbrief von Norbert Derksen: „Der Glanz ist weg“

Nachstehend ein Leserbriefvom 23.05.10 von Dipl.-Ing. Norbert Derksen:

 

 „Der Glanz ist weg“, SUEDKURIER Nr. 113 |
MP vom 19. Mai 2010, Seite 4

Der Glanz ist schon lange weg, allerdings an weit neuralgischerer Stelle als hier bemerkt. Ziemlich blauäugig meint nämlich der WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn: „Die ARD steht für kritische und verlässliche Information.“ Eine Lüge wäre dies zwar nur dann, wenn Absicht und nicht etwa bloße Dummheit dahintersteckte, aber die Unwahrheit ist es auf jeden Fall. Dazu als pars pro toto nur ein Beispiel: Das in der ARD-Familie beheimatete WDR-Gewächs Ranga Yogeshwar behauptete bei einem seiner zahlreichen Auftritte allen Ernstes, die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit des gleichförmig bewegten Beobachters als Grundlage der Relativitätstheorie habe man gemessen. Schon vor Jahren gestand mir der ehemalige Relativitätspapst Prof. Dr. Heinz Dehnen, daß man das nie gemessen habe und auch gar nicht könne, weil die Meßgenauigkeit dazu überhaupt nicht ausreiche. In Wahrheit werden wir also von den Medien hinters Licht geführt und dafür noch mit hohen Gebühren abgezockt. 

(Norbert Derksen)



Mobbing- und Rufmordsportal Esowatch.com

Weitere Informationen aus dem Internet über das Mobbing und Rufmordsportal Esowatch:

 
Wolf im Schafspelz: »EsoWatch« entlarvt

KOPP VERLAG: Niki Vogt über EsoWatch

Kein Unschuldslamm? Laut EsoBlog autorisierte Roland Wilhelm Ziegler die Übernahme der Paralex-Inhalte

Internet-Kriminalität: Dr. Ing. Klaus Ramstöck und Dr. Anja Ramstöck nutzen das EsoWatch-Wikikonto „WikiSysop“ (Doku Nr. 12)

Wikipedia: FOSSA über sog. Skeptiker (GWUP, Brights)

Datensammlung: Wikipedia-Benutzer der Skeptiker-Bewegung (GWUP, Brights Deutschland, Esowatch.com)



Austausch mit Dr. Markus Pössel vom 24./26.05.10

Ich beziehe mich auf meine Anfrage vom 28.04.10 an Herrn Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut / Max Planck Gesellschaft über eine weitere Klärung von undeutlichen und missverständlichen Aussagen der Speziellen Relativitätstheorie und gebe nachstehend die Antwort von Dr. Pössel wieder:

Von Markus Pössel, AEI/MPG
An Jocelyne Lopez
Datum: 24.05.10
Betr: Bitte um Klärung bzgl. Spezieller Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

Vielen Dank fuer Ihre Mail.
 
Allerdings finde ich Ihre Aussagen zu der angeblichen „wichtige[n] Klaerung“ recht unerfreulich. Dass Sie bei dem Rueckbezug auf meine Aussage, wie er auf den von Ihnen angegebenen Webseiten zu sehen ist, den aus meiner Sicht wichtigsten Teil meiner damaligen Mail, naemlich die Analogie zu Relativgeschwindigkeiten (die sehr wohl objektiv messbar und real sind) unter den Tisch fallen lassen, kommt aus meiner Sicht einer  bedenklichen Verzerrung meiner Aussage gleich.

Ich bin gerne bereit, Ihre neue Frage zu beantworten; bitte haben Sie aber Verstaendnis dafuer, dass ich dazu nach meinen schlechten Erfahrungen mit unserem letzten Briefwechsel erst einmal sicherstellen muss, dass wir ueberhaupt die gleichen Begriffe verwenden.

Daher meine erste vorbereitende Rueckfrage an Sie:

Wie definieren Sie die Relativgeschwindigkeit eines Objekts A und eines Objekts B, die „Geschwindigkeit von A relativ zu B“?

Mit den besten Gruessen
Markus Poessel

 

Nachstehend meine Antwort:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel, AEI/MPG
Datum: 26.05.10

 
Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail.
Sie schreiben:

„Allerdings finde ich Ihre Aussagen zu der angeblichen „wichtige[n] Klaerung“ recht unerfreulich. Dass Sie bei dem Rueckbezug auf meine Aussage, wie er auf den von Ihnen angegebenen Webseiten zu sehen ist, den aus meiner Sicht wichtigsten Teil meiner damaligen Mail, naemlich die Analogie zu Relativgeschwindigkeiten (die sehr wohl objektiv messbar und real sind) unter den Tisch fallen lassen, kommt aus meiner Sicht einer bedenklichen Verzerrung meiner Aussage gleich.“

Dass Sie eine Klärung über die Natur der Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie als „unerfreulich“ empfinden kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich halte sie im Gegenteil für einen entscheidenden Fortschritt im Meinungsstreit über die verschiedenen Deutungen der Theorie. Die Frage über die materielle Realität der Längenkontraktion wurde nämlich in der Theorie selbst von Albert Einstein und von den  wichtigen Autoren der Relativistik recht undeutlich bzw. widersprüchlich behandelt, wie zum Beispiel die Forschungsgruppe G.O. Mueller es in ihrer Dokumentation mehrfach herausgearbeitet hat, zum Beispiel:

http://www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf

Seite 3:
Fachliche Verdachtsmomente: Anschein oder Realität

Die Paradoxa – insbesondere das Uhren- oder Zwillingsparadoxon – erweisen sich nur als die Zuspitzung der behaupteten kinematischen Effekte der Längenkontraktion und der Zeitdilatation.

Wendet man sich diesen beiden grundlegenden Effekten zu, so stößt man auf eine Frage, die man bei einer angeblich bestätigten und allgemein akzeptierten Theorie nicht mehr vermuten würde: nämlich ob die behaupteten Effekte wirklich seien oder nur Scheineffekte.

Die Sachlage wird noch bunter dadurch, daß in dieser Frage eine groteske Uneinigkeit der Relativistik-Autoren festzustellen ist, so daß man zweckmäßigerweise besser von zwei Theorien sprechen sollte, von einer Theorie mit Scheineffekten und einer Theorie mit Realeffekten.

Man darf allerdings nicht erwarten, daß die Autoren sich nach reiflicher Überlegung eine begründete Auffassung gebildet, jeder seine Entscheidung in dieser Frage getroffen und sich auf eine der beiden Seiten geschlagen hat. Vielmehr wechseln manche Autoren ihre Entscheidung von einer Darstellung zur nächsten, ohne ein Wort darüber zu verlieren, und viele schwanken in demselben Buch zwischen beiden Positionen hin und her, wie es ihnen gerade gelegen erscheint.

Wenn schon unter den Anhängern der Theorie derartig gravierende Widersprüche auch heute noch bestehen, dann ist dies ein sicherer Hinweis darauf, daß irgendetwas mit der Theorie nicht stimmt.

Seite 86:
Albert Einstein hat 1905 die Längenkontraktion mit eindeutig widersprüchlichen Aussagen eingeführt: mit einer Real-Version und einer Schein-Version.

Die Real-Version findet sich S. 896: die “allgemein gebrauchte Kinematik” (womit er die Newtonsche meint) wird damit charakterisiert, daß sie annimmt, “daß ein bewegter starrer Körper … in geometrischer Beziehung vollständig durch denselben Körper, wenn er in bestimmter Lage ruht, ersetzbar sei.” Diese Identität der Geometrie des Körpers in der Newtonschen Kinematik bei allen verschiedenen Bewegungszuständen hält Albert Einstein für irrig und will sie mit seiner Kinematik-Theorie bestreiten: in der SRT-Kinematik soll der Körper diese geometrische Identität verlieren, weil durch Bewegung oder Ruhe eine reale Änderung des starren Körpers bewirkt werden soll; vom Relativitätsprinzip ist keine Rede.

Eine Schein-Version findet sich S. 903: “Ein starrer Körper, welcher in ruhendem Zustande ausgemessen die Gestalt einer Kugel hat, hat also in bewegtem Zustande – vom ruhenden System aus betrachtet – die Gestalt eines Rotationsellipsoides …” Im übernächsten Absatz wird die Reziprozität ausdrücklich festgestellt.

Dieser Widerspruch zieht sich durch die gesamte Relativistik: jeder Autor kann sich eine Alternative aussuchen. Solange dieser Widerspruch von der Relativistik nicht anerkannt wird und ausgeräumt ist, ist die behauptete Längenkontraktion für die Kritik in keiner der beiden Versionen gültig; es ist nicht Aufgabe der Kritik und auch nicht möglich, den Relativisten zu einer konsistenten Theorie zu verhelfen, deren Hinfälligkeit offenbar ist, und die Kritik wäre auch nicht verpflichtet, vorsorglich beide Versionen zu widerlegen.

Seite 137:
Schein und Sein: AE 1905 wechselt in seinen Aussagen über Längenkontraktion und Zeitdilatation mehrfach zwischen “scheint” und “ist” und pflanzt seiner Theorie damit einen Grundwiderspruch ein. 

Damit trägt Albert Einstein selbst eine Unbestimmtheit in die Theorie, die weder er selbst noch einer seiner maßgeblichen Anhänger jemals ausgeschaltet hat. Die Kritik hat beide Möglichkeiten A (= Anschein) und R (= Realität) widerlegt: (A) wenn die Effekte nur “scheinbar” sein sollen, so könnten sie nicht gleichzeitig als real behauptet werden; (R) wenn die Effekte “real” sein sollen, so können sie nicht nachgewiesen und auch keine Ursachen angegeben werden.
[…]
Autoren der A-Gruppe (Symmetrie, Reziprozität, Anschein der Effekte): H. Dingle; Nordmann; Sexl 1978.
Autoren der R-Gruppe (Asymmetrie, keine Reziprozität, Realität der Effekte): Langevin; McCrea; Rindler: Essential relativity.
Autoren der A/R-Gruppe (alle denkbaren Varianten vermischt): Albert Einstein; Born.

 

Unabhängig von der Klärung von weiteren Fragen ist es also aus meiner Sicht überhaupt nicht unerfreulich, dass Sie diese Frage mit einer Aussage geklärt haben, die ohne weiteren Kontext einen unmissverständlichen Sinn ergibt: „Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;”.

Diese eindeutige Klärung ist sogar umso mehr erfreulich, weil ausgerechnet bei dieser Frage der materiellen oder nicht-materiellen Natur der Längenkontraktion eine Verwechselung mit der Äther-Theorie von Antoon Lorentz leider sehr verbreitet ist, was auch in Forendiskussionen ersichtlich ist: Wie Sie wissen setzt Lorentz eine durch den Widerstand eines Äthers verursachte materielle Verkürzung von bewegten Objekten voraus, was nun mal auf gar keinen Fall für die Spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein zutreffen kann. Das musste ja klargestellt werden, eine Klärung war also fällig. 

Alleine durch die deutliche Unterscheidung der beiden Theorien von Antoon Lorentz und von Albert Einstein und die Ausräumung dieser Verwechselung und dieser Missverständnisse war also Ihre Klärung außerordentlich wichtig, nützlich und weiterbringend. 

 

Sie schreiben weiter:

„Wie definieren Sie die Relativgeschwindigkeit eines Objekts A und eines Objekts B, die „Geschwindigkeit von A relativ zu B“?“

Ich definiere sie ganz einfach nach der klassischen Physik als die Addition der jeweiligen Eigengeschwindigkeiten der beiden Objekte (je nach Bewegungs-richtung).  

Unabhängig von jeglicher Definition hatten wir seinerzeit in meinem Strand-Gedankenexperiment eine ganz einfache und anschauliche Konstellation zugrunde gelegt: Vier Beobachter bewegen sich mit verschiedenen Eigengeschwindigkeiten (v1, v2, v3 und v4) direkt frontal relativ zu einer Wasserwelle, die sich wiederum mit einer postulierten konstanten Geschwindigkeit von c = 70 km/h relativ zu jedem einzelnen Beobachter bewegt. Alle Einzelgeschwindigkeiten der Objekte sind definiert. Ich meine, wir könnten für die Weiterführung des Gesprächs bei diesem anschaulichen Beispiel bleiben, das auch jeder Physiklaie verstehen kann, zumal es auch den Vorteil vorweist, als Analogie zu einer Lichtwelle verstanden zu werden – was Sie grundsätzlich akzeptiert hatten. 

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



Dr. Wigbert Winkler: The Silent Bang of the Big Bang

Ein interessanter, kritischer Artikel in der Zeitschrift Abenteuer Philosophie Nr. 116 – März 2009:

The Silent Bang of the Big Bang
von Wigbert Winkler

Zitate:

Auch wenn die Theorie des Big Bang heute die weitgehend akzeptierte Standardtheorie für die Entstehung des Universums ist, gibt es doch sehr viel Kritik. Nach der Theorie besteht unser Universum nur zu 4 % aus baryonischer Materie, also aus Materie, wie wir sie kennen. 26 % des Universums sollen aus „Dunkler Materie“ und 70 % aus „Dunkler Energie“ bestehen. Damit es klar ist: Beides sind rein hypothetische Begriffe, die man einführte, weil die Objekte im Weltall nicht das tun, was sie nach den modernen Theorien tun sollten. Die Dunkle Materie wurde eingeführt, weil man nicht erklären konnte, wie Galaxien sich bewegen bzw. was sie zusammenhält. Und die Dunkle Energie wurde eingeführt, weil man nicht erklären kann, warum sich die fernsten Galaxien am schnellsten von uns entfernen.

In der modernen Physik gibt es eine Fülle von Theorien, die eingeführt werden müssten, um die geltenden Vorstellungen zu bewahren. Diese Theorien wirken wie Stützen, die ein einsturzgefährdetes Gebäude noch halten. Nachfolgend wird gezeigt, wie die Theorie des Big Bang auf fragwürdigen Stützen lagert.

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Die moderne Physik – ein Kartenhaus?

Mit der Fehlinterpretation des Michelson-Morley-Versuches hat sich eine Kaskade von „logischen“ Schlüssen ergeben, die aber keine schlüssige Basis besitzen. Der in diesem Artikel vorgestellte Ätherbegriff ist in der heutigen Wissenschaft ein Tabu. Der Nobelpreisträger Robert B. Laughlin, der für seine kritische Sicht des wissenschaftlichen Mainstreams bekannt ist, schreibt: „Die moderne, jeden Tag experimentell bestätigte Vorstellung des Raumvakuums ist ein relativistischer Äther. Wir nennen ihn nur nicht so, weil das tabu ist“. […]

(Dr. Wigbert Winkler)



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