Blog – Jocelyne Lopez

Thomas Samuel Kuhn: Die Wissenschaft sei eine Vereinbarung jeweils einer Wissenschaftsmafia, die von der nächsten abgelöst wird

Nobelpreise – Lohn für die siegreiche Mafia?

Franz Kreuzer: Hier sollte man doch ein paar Worte über Thomas Kuhn sagen. Von ihm stammt die Wissenschaftstheorie der „Paradigmata„. Er sagte, die Wissenschaft sei eine Vereinbarung jeweils einer Wissenschaftsmafia, die von der nächsten abgelöst wird.

Roman Sexl: Es sei eher ein soziologischer Prozeß als ein logischer Prozeß oder ein kritischer Prozeß…

Franz Kreuzer: Wissenschaft ist das, was zwischen den Wissenschaftler ausgemacht wird…

Roman Sexl: Es wird ausgemacht zwischen Gruppen – wer gewinnt, der hat dann den Nobelpreis. Und da ist die Frage, ob das, wenn die Beschreibung des Widerlegungsvorganges durch Falsifikation so kompliziert wird, eine einfachere und adäquatere Beschreibung eines solchen Prozesses sein könnte.

Aus dem Buch
Die Zukunft ist offen
Karl R. Popper / Konrad Lorenz
Piper, Band 340, 1985 (Seite 58)
Mit den Texten des Wiener Popper-Symposiums



Ivan Slade: Falsche Erziehung zur Unfehlbarkeit

Unter dem Titel des heutigen Themas „Die offene Gesellschaft“ geht es in erster Linie um den Menschen. Natürlich hat dieses Thema viel mit Politik zu tun, aber nicht ausschließlich mit Politik, und ich will deshalb versuchen, eine angeblich unpolitische Institution zu kritisieren: das Bildungswesen. Meine These ist einfach, aber ich glaube, sie ist nicht unbedeutend: In der Schule werden wir fast alle dazu erzogen, Autoritäten anzuerkennen. Ich behaupte, dass die kritische Fähigkeit des menschlichen Denkens in der Schule und zum Teil an der Universität nicht gefördert, vielleicht sogar unterdrückt wird. Ich glaube, dass die Lehrer verpflichtet sind, junge Menschen zum kritischen Denken zu erziehen, so dass sie in Zukunft einen Beitrag zur offenen  Gesellschaft leisten können.

Mit zwölf Jahren habe ich meinen Physiklehrer gefragt: Was ist Energie? Inzwischen weiß ich, dass so eine Frage schwer zu beantworten ist. Aber er hat überhaupt nicht versucht, meine Frage zu beantworten. Dies ist ein sehr kleines Beispiel aus meiner Schulzeit. Immer wenn ich während dieser Zeit versuchte, etwas Kritisches zu fragen, bekam ich keine Antwort.

Jeder von uns weiß, dass wir fehlbar sind, sehr fehlbar. Aber unter normalen Umständen geben wir dennoch unsere Fehlbarkeit anderen gegenüber nie oder nur selten zu. Es gibt interessante Ausnahmen. Wenn man zum Beispiel versucht, eine Fremdsprache zu sprechen. Wie oft hört man als Antwort auf die Frage: „Sprechen Sie Deutsch?“ – „Ja, ein bisschen.“ In diesem Fall gibt der Mensch gerne zu, dass seine fremdsprachliche Kenntnis unzulänglich ist, aber auf anderen Gebieten scheut er sich, es zu tun. Normalerweise versucht der Mensch, seine Fehlbarkeit zu verbergen, zu vertuschen. Es könnte als eine Art Verschwörung betrachtet werden: Wir alle wissen, wie fehlbar wir sind, wie wenig wir wissen, aber niemand gibt es gerne zu. In der Schule sind wir nämlich erzogen worden, als ob unser Kopf ein Kübel wäre – wie Popper es beschrieben hat – und die Aufgabe des Lehrers darin bestünde, die Information mit dem passenden Trichter einzugießen. Aber wenn wir einsehen, was an unserer Erziehung falsch ist – warum ist es so schwer, sie zu ändern?

(Ivan Slade, Studium der Physik, Assistent von Karl Popper)

Quelle:

Die Zukunft ist offen
Karl R. Popper / Konrad Lorenz
Piper, Band 340, 1985
Mit den Texten des Wiener Popper-Symposiums



Noam Chomsky: Warum die Medien „Mainstream“ sind.

Aus dem Buch von Noam Chomsky: „Die politische Ökonomie der Menschenrechte„, Trotzdem Verlag, 2000

So sind zum Beispiel die Universitäten keineswegs unabhängige Institutionen. Man findet in ihnen zwar hier und da unabhängig gesinnte Geister, aber das gilt auch für die Medien. Solche Leute gibt es im Allgemeinen auch in den Großunternehmen, ja, sogar in faschistischen Staaten. Aber die Universitäten sind letztlich „parasitäre“ Institutionen. Sie sind auf Finanzierung von außen angewiesen, und die Quellen dieser Unterstützung – reiche Mäzene, Großunternehmen und Staat (die beide so eng miteinander verflochten sind, daß man sie kaum auseinander halten kann) – stecken im wesentlichen den Rahmen ab, innerhalb dessen die Universitäten operieren. Wer sich der internen Struktur der Universitäten nicht anpasst, sie nicht in dem für eine reibungsfreie Arbeit innerhalb des Systems notwendigen Maß akzeptiert und internalisiert, wird im Verlauf von Erziehung und Ausbildung mehr und mehr aus dem System hinausgedrängt, ein Prozess, der letztlich schon im Kindergarten beginnt und dann ununterbrochen weitergeht. Es gibt alle möglichen Arten von Filtermechanismen, um Leute loszuwerden, die sich querstellen und unabhängig denken. Jeder, der auf dem College war, weiß, wie sehr das Erziehungssystem auf die Belohnung von Konformität und Gehorsam ausgelegt ist: Wer sich nicht anpasst, ist eben ein Quertreiber. Und aufgrund des Wirkens dieser Filtermechanismen bleiben schließlich Leute übrig, die in aller Aufrichtigkeit ein System von Überzeugungen und Meinungen übernehmen, das den Interessen der gesellschaftlich Mächtigen, mit denen sie zu tun haben, entspricht. Sie brauchen nicht zu lügen, weil sie selbst daran glauben. Eliteinstitutionen wie zum Beispiel Harvard und Princeton und die kleinen Colleges mit Universitätscharakter legen großen Wert auf Sozialisation. In einer Institution wie Harvard geht es zum größten Teil darum, die richtigen Manieren zu lernen: wie man sich als Mitglied der Oberschicht zu verhalten hat, wie man in seinem Denken nicht vom richtigen Weg abweicht und so weiter.

Mitte der vierziger Jahre schrieb George Orwell als Satire auf einen totalitären Staat, nämlich die Sowjetunion, seinen Roman Animal Farm, der damals ein großer Erfolg war. Alle Welt war begeistert. Später stellte sich heraus, daß er eine Einleitung zu Animal Farm geschrieben hatte, die aber nicht gedruckt wurde. Sie erschien erst dreißig Jahre später, als sie in seinem Nachlass gefunden wurde. Thema dieser Einleitung war die „Literarische Zensur in England„. Orwell sagt dort, daß er sich in seinem Buch natürlich über die Sowjetunion und ihre totalitäre Struktur lustig macht. Aber außerdem schreibt er auch, daß England sich gar nicht so sehr davon unterscheidet. Im Westen werden wir nicht auf Schritt und Tritt von einem KGB kontrolliert, aber das Resultat ist doch weitgehend dasselbe. Wer in seinem Denken zu unabhängig ist oder auf die falschen Gedanken kommt, bekommt keine Chance, seine Ideen zu verbreiten.

Außerdem macht er einige kurze Bemerkungen über die institutionelle Struktur der Medien. Er fragt: Wie kommt es zu dieser Art von Zensur? Ihm zufolge liegt das erstens daran, daß die Presse den Reichen gehört, denen es lieber ist, wenn bestimmte Dinge nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Zweitens, so Orwell, lernt man im Rahmen des Erziehungs- und Ausbildungssystems der Elite, zum Beispiel an renommierten Universitäten wie der von Oxford, daß es gewisse Dinge gibt, die man besser nicht erwähnt, daß es gewisse Gedanken gibt, die man besser nicht zulässt. Damit meint er die sozialisierende Rolle der Eliteinstitutionen: Wenn man sich hier nicht anpasst, hat man in der Regel schon verloren. Und mit diesen wenigen Bemerkungen ist das Wesentliche eigentlich schon gesagt.

Wenn man Medienkritik betreibt und sich zum Beispiel mit dem beschäftigt, was Anthony Lewis – oder irgendjemand anders – geschrieben hat, werden die jeweiligen Leute oft sehr wütend. Sie sagen dann ganz richtig: „Niemand sagt mir jemals, was ich zu schreiben habe. Ich schreibe alles, was ich will. Dieses ganze Geschwätz über Druck und Einschränkungen ist Unfug, weil keiner je irgendwelchen Druck auf mich ausübt.“ Und das ist völlig richtig, nur daß es hier um etwas ganz anderes geht, nämlich um die Tatsache, daß sie ihre Position gar nicht inne hätten, wenn sie nicht vorher schon unter Beweis gestellt hätten, daß niemand ihnen sagen muß, was sie schreiben sollen. Es ist längst klar, daß sie das genau wissen. Wenn sie sich als angehende Reporter für die verkehrte Art von Geschichten interessiert hätten, hätten sie es nie zu Positionen gebracht, in denen sie sagen können, was sie wollen. Dasselbe gilt weitgehend auch für die Universitätsdozenten in den stärker ideologisch gefärbten Fächern. Sie haben eine erfolgreiche Sozialisation hinter sich.

(Noam Chomsky)



G.O. Mueller: Duckmäusertum, Autoritätsgläubigkeit, Opportunismus

Die erfolgreiche Unterdrückung jeglicher Kritik der Speziellen Relativitätstheorie ist von vielen Seiten bezeugt und wird sogar von manchen Relativisten und ihren Gremien als probates Mittel offen zugegeben und angewendet. So hat z.B. die US-amerikanische Zeitschrift AMERICAN JOURNAL OF PHYSICS eigens ihre Redaktionsrichtlinien revidiert (nach Chappell 1980) und „forbade any criticisms of special relativity within its pages„, um mit Hinweis darauf die lästigen Manuskripte kritischer Kollegen leichter vom Tisch zu bekommen. Mit diesem Lehrstück werden natürlich alle angehenden jungen Physiker erfolgreich diszipliniert und lernen rechtzeitig, daß man innerhalb des Faches nur mit Duckmäusertum überlebt; wenn sie dann etwas älter geworden sind, Familie haben und die Raten fürs Auto und fürs Häuschen abzahlen müssen, kommen sie gar nicht mehr auf dumme kritische Gedanken.

Diese Sachlage hat zur Folge, daß ein Aufbrechen der Unterdrückung von innerhalb der Fachphysik nicht erwartet werden kann. Die Wiedereinführung der Freiheit von Forschung und Lehre kann nur von außen kommen, durch die Kontrollfunktionen der politischen Instanzen und kritischen Medien, also die Öffentlichkeit. Darin ist für die Öffentlichkeit ein vierter, besonders dringender Grund zum Eingreifen zu sehen.

(G.O. Mueller)



Reiner Georg Ziefle: Ohne Umorientierung droht der Theoretischen Physik die Regression zu den Anfängen der Wissenschaft

Die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie Albert Einsteins:
Eine kritische Analyse
Reiner Georg Ziefle
Frieling Verlag Berlin, 2002

Vom Autor aus dem Vorwort des Buches in der Webseite von Armin Witt, Gesellschaft für außergewöhnliche Ideen:
 
Die Suche nach einer „Weltformel“ oder einer „Theorie für Alles“ stieß in den folgenden Jahrzehnten auf mehrere Hindernisse. Es zeigte sich einerseits, dass sich die allgemeine Relativitätstheorie Einsteins und die Quantentheorie nicht in eine gemeinsame mathematische Formulierung bringen ließen, andererseits, dass mögliche Formulierungen einer „Theorie für Alles„, wie z.B. die aktuell diskutierte „Stringtheorie„, keine eindeutigen Lösungen bieten. Immer komplexere mathematische Denkgebäude basieren auf immer unsichereren empirischen Fundamenten. Ohne Umorientierung droht der Theoretischen  Physik deshalb die Regression zu den Anfängen der Wissenschaft, als die Denker noch Zahlenmystik betrieben. In meinem ersten Band der „Kritik der physikalischen Weltordnung des 20. Jahrhunderts“ widme ich mich der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins.  Beide zusammen sind  kaum zu widerlegen, Ungereimtheiten bei Experimenten zu den Grundlagen der speziellen Relativitätstheorie können nach der Vorstellung der Physiker durch den Rückgriff auf die allgemeine Relativitätstheorie Einsteins erklärt werden. Ich halte diese Vorgehensweise aber aus erkenntnistheoretischer Sicht  für problematisch, weil hierdurch letztlich ein Zirkelschluss erfolgt.
[…]
Gelangt man zu einem tieferen Verständnis der Natur, so zeigt sich wieder einmal, dass die Welt einfach ist – genial einfach! Doch bekanntlich ist es das Schwierigste, das Einfache hinter den Phänomenen zu erkennen.

(Reiner Georg Ziefle, Arzt und Philosoph)



Tierversuche nutzlos: Fallbeispiel Prof. Dr. Wolf Singer

Mein offener Brief vom 24.05.05 an Prof. Dr. Wolf Singer im Forum von Ärzte gegen Tierversuche e.V. :

Liebe Tierfreunde und Tierschützer, liebe Ärzte gegen Tierversuche,

Ich stelle auch hier den offenen Brief an Prof. Dr. Wolf Singer, den ich heute im Gästebuch von Tierversuchsgegner.org gepostet habe:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wolf Singer,

Sie sind Arzt, Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt, führender und einflussreicher Hirnforscher in Deutschland, von Preisen und Ehrungen zugeschüttet, und führen seit 30 Jahren abscheuliche Experimente mit Affen und anderen hochempfindsamen, wehrlosen Tieren durch.

Jetzt kündigen Sie uns die Ergebnisse Ihrer langjährigen Forschung an:

 „Ich bin davon überzeugt, dass wir heute weniger wissen, wie das Gehirn funktioniert, als wir vor 20, 30 Jahren zu wissen glaubten.“
(DIE ZEIT – 10.03.05 – Nr. 11).

Herr Prof. Dr. Singer, wollen Sie uns für dumm verkaufen?

Das haben wir Ihnen schon vor 20, 30 Jahren gesagt, dass Sie nie etwas beim Quälen, Foltern und Töten von Tieren herausfinden werden. Das ist ein irres Verbrechen und ein Irrweg der Wissenschaft. Trotzt Ihren Titeln und Ehrungen haben Sie anscheinend große Schwierigkeiten zu verstehen, was jedermann mit gesundem Menschenverstand und intuitiver Empfindung verstehen kann.

Sie haben nichts Brauchbares herausfinden können, aber das macht nichts, dafür fantasieren Sie nebenbei vermeintliche Forschungsergebnisse und vermeintliche wissenschaftliche „brisante neue Erkenntnisse“ in allen Medien: Zum Beispiel, dass Gott nicht existiert, und dass der Mensch keinen freien Willen hat.

Herr Prof. Dr. Singer, wollen Sie uns verarschen?

Ist Ihnen überhaupt bewusst, was Sie da veranstalten? Das ist eine Blamage für die seriöse Wissenschaft. Das ist eine Farce. Das ist eine Zumutung für die Öffentlichkeit, die mit ihrem Steuergeld Ihre Karriere finanziert. Jedoch sind Ihnen sowohl die zahlreichen Kritiken Ihrer Kollegen aus der Wissenschaft, als auch die Kritik der Öffentlichkeit völlig gleichgültig.

Und wofür sind die unzähligen, unschuldigen und wehrlosen Tiere gestorben, die Sie seit 30 Jahren zum Tode gequält und gefoltert haben? Wofür haben Sie sie geopfert? Sie haben nie einem Menschen (oder einem Tier) mit Ihrer Forschung geholfen, Herr Prof. Dr. Singer, und werden es auch nie tun können. Sie können nur Leiden, Tod, Trauer, Schaden und Schande bringen.

Sie sollten die Konsequenzen ziehen und zurücktreten. Solche Ärzte und Forscher wie Sie brauchen wir nicht.

M f G
Jocelyne Lopez

Siehe auch bei Tierversuchsgegner.org:
Prof. Dr. Wolf Singer, Der Blender von Frankfurt
und
Der Tierversuchs-Ideologe Prof. Dr. med. Wolf Singer



Georges Bourbaki: Der Sündenfall der Physik und Die Hin-Krieger

Zwei Bücher von Georges Bourbaki, empfohlen als weitere kritische Durchleuchtung der Relativitätstheorie im Gemeinschaftsbuchwerk Die Relativitätstheorie fällt  (Seite 437 u. 440):

Der Sündenfall der Physik
Georges Bourbaki präsentierte 1990 sein erstes Buch, das er drastisch charakterisierte: Der Sündenfall der Physik auf der Frankfurter Buchmesse. Es enthält eine fundierte Kritik beider Relativitätstheorien Einsteins und vermittelt den Zugang zu einer korrekten wissenschaftlichen Physik, deren Ziel ist: „erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält„, wie von Goethe im „Faust“ formuliert.
Zu beziehen beim Verfasser: Georges Bourbaki – Der Sündenfall der Physik

Die Hin-Krieger
Eine Zeittafel zur Relativitätstheorie bringt Georges Bourbaki in seinem Buch „Die Hin-Krieger„. Als Hin-Krieger bezeichnet der Autor diejenigen, welche die moderne Physik durch Entgleisung der theoretischen Physik in doppelter Bedeutung so hin kriegten, wie sie – missraten – geworden ist, als rädelsführende Hin-Krieger Max Planck und Max von Laue.
Zu beziehen beim Verfasser: Georges Bourbaki – Die Hin-Krieger



G.O. Mueller: Motive und Folgen des Traditionsbruchs

Für jeden Betrachter der Speziellen Relativitätstheorie und ihrer Kritik stellt sich die Frage, warum eigentlich eine ganze Branche den eklatanten Bruch mit ihrer eigenen Tradition (offene Diskussion, Erkenntnisstreben, Wahrheitssuche, Nüchternheit, Objektivität, empirische Absicherung) begeht und die Öffentlichkeit jahrzehntelang vorsätzlich und mit allen gesellschaftlichen Machtmitteln skrupellos belügt, um den Leuten durch Gehirnwäsche eine Theorie aufzuzwingen, deren grobe und gröbste Fehler jedem halbwegs intelligenten Leser sehr schnell klarwerden. Es erscheint auf den ersten Blick so unverständlich, daß man den Sachverhalt für ziemlich unwahrscheinlich halten möchte.

Dieser groteske und so unwahrscheinlich erscheinende Tatbestand ist nur zu verstehen, wenn man den eklatanten Widerspruch sieht, den man allein aus der Kenntnis der kritischen Literatur erkennen kann: einerseits die völlige Haltlosigkeit der physikalischen Theorie und andererseits die hymnischen Anpreisungen dieser Theorie und der Personenkult um Albert Einstein, ins Werk gesetzt durch die führenden Relativisten und nachgeplappert von allen ihren Untertanen innerhalb und außerhalb der Physik und in einem gigantischen Medienrummel bis in die kleinste Hütte propagiert. Diese Leute saßen mit ihrer Relativistik in der Falle desjenigen, der zu hoch gepokert hat: ohne eine gewaltige Blamage konnten sie schon 1922 nicht mehr zurück zu einer normalen, offenen Erörterung der physikalischen Themen. Um die Blamage zu verhindern konnten sie nur versuchen, sie hinauszuschieben, so lange es ihnen möglich sein würde. Hierzu nutzten sie jede sich bietende Möglichkeit.

(G.O. Mueller)



Hans Wollschläger: „Tiere sehen dich an“ oder Das Potential Mengele.

Hans Wollschläger
Tiere sehen dich an“ oder Das Potential Mengele
Haff-mans Verlag, Zürich 1989, 183 Seiten.

Rezension von Lutz Hagestedt
erschienen in: Süddeutsche Zeitung Nr. 70 vom 24./25 . 3.1990

Die engagierte Tierschützerin Sina Waiden („Endzeit für Tiere„. Rowohlt 1984) hat schon vor Jahren geklagt, daß ihre Kampagnen überall in der Bevölkerung Resonanz fänden, nur nicht bei den Intellektuellen. Auf genau diese Zielgruppe hat der Bamberger Schriftsteller Hans Wollschläger seinen Essay zugeschnitten. Eine stilistisch aufwendige Polemik gegen Tierversuche ist entstanden, ein Traktat über die enthemmte Medizin, deren wissenschaftliche Forschung einem archaischen Opferkult zu vergleichen sei. Wollschlägers Buch versucht, die psychopathologischen Deformationen derer herauszuarbeiten, die Tierversuche befürworten, ermöglichen und durchführen.

Bitte weiterlesen unter Tierversuchsgegner.org

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testcovance-rr1.jpg
Gemalt nach einem Foto aus dem Covance-Labor, © 2004 Regina Rau
Wir haben dich verlor’n
Ohnmacht, Trauer, Zorn
Ich versprech dir jetzt
Ich tu, was ich kann
(Regina Rau)


Gotthard Barth: Der gigantische Betrug mit Einstein

barth2Eine Buchempfehlung:

 

Der gigantische Betrug mit Einstein
Historisch und mathematisch
Gotthard Barth
Wissen im Werden, 1987 –
Sonderband 8

 

Aus dem rückseitigen Buchumschlag:

Die ganz unglaubliche Geschichte, wie der „ungeschickte Schlullehrer“ (A. Joffe, Röntgens Assistent) zum Größten mathematischen Genie aller Zeiten aufgebaut wurde.

Die Akteure:

Prof. Woldemar Voigt, Göttingen, Kristallfachmann, erste „Lorentztransformation„, 1887

Prof. W.C. Röntgen, München, Maschinenbau-Ingenieur (Polytechnikum Zürich), 1. Nobelpreis für Physik 1901.

Fachlehrer A. Einstein, Patentamt Bern, Ingenieur (Polytechnikum Zürich), Nobelpreis 1921

Dr. Max Laue, Berlin – Zürich, Nobelpreis 1914, Schüler von W. Voigt Assistent von

Prof. Max Planck, Berlin, Nobelpreis 1918

 

Die Bücher von Gotthard Barth sind nur direkt bei Edition Mahag erhältlich, siehe: http://www.mahag.com/theimer.php



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