Blog – Jocelyne Lopez

12 – Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz

Nachstehend 12. Abschnitt der bisher unveröffentlichen Arbeit Das Forschungs-
projekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz
, die im Forum von Ekkehard Friebe als Fortsetzungsreihe vorgestellt wird:

1931 – Protest gegen den „Terror der Einsteinianer

Unter dem demonstrativen Titel Hundert Autoren gegen Einstein erscheint ein Sammelbändchen mit kurzen Beiträgen von 46 Autoren und einer Liste von weiteren kritischen Autoren mit Angabe ihrer Schriften. Ganz überwiegend sind es deutschsprachige Autoren, nur wenige aus Ländern außerhalb des deutschen Sprachraums. Das Bändchen vereinigt alle damals prominenten Autoren zu einer gedruckten öffentlichen Demonstration – es ist die zweite nach dem Handzettel von 1922 – und gibt auf rund 100 Seiten einen vorzüglichen Überblick über die Kritik der beiden Relativitätstheorien. Die Herausgeber Hans Israel, Erich Ruckhaber und Rudolf Weinmann schreiben im Vorwort: „Zweck dieser Veröffentlichung ist, dem Terror der Einsteinianer einen Überblick über Zahl und Gewicht der Gegner und Gegengründe entgegenzustellen.“ In der Presse wird dieses Sammelwerk als ein Dokument der Zukurzgekommenen lächerlich gemacht und der „Terror der Einsteinianer“ gewissermaßen als die verdiente Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit relativiert, jedenfalls nicht ernstgenommen. Von Albert Einstein wird der Ausspruch kolportiert, wenn es wirklich etwas an seinen Theorien zu kritisieren gäbe, hätte doch auch ein einziger Autor genügt. Wer die absolute Deutungsmacht errungen hat, kann die Unterlegenen leicht verhöhnen.

1933 ff. – Die Relativitätstheorien beherrschen auch das Dritte Reich

Die uninformierte Öffentlichkeit nimmt natürlicherweise an, daß die Nazis nicht nur den jüdischen Physiker Albert Einstein mit Todesdrohungen außer Landes getrieben haben, sondern daß sie nach ihrer Machtergreifung 1933 auch seine Relativitätstheorien verfolgt und aus ihrer akademischen Wissenschaft ausgeschlossen haben. In Wirklichkeit geschieht das Gegenteil. Während die Bedrohung und Vertreibung des Menschen Einstein vor 1933 bittere Wirklichkeit war, sind die Theorien nach 1933 unverändert Lehrstoff der akademischen Physik geblieben, weil fast alle Physiker die Abschaffung des Äthers für immer gesichert haben wollten und nur die Aufrechterhaltung der Speziellen Relativitätstheorie dieses Ziel garantieren konnte.

Diese Entwicklung ist Ausdruck der personellen Besetzung der insgesamt 81 in Deutschland und Österreich im Jahr 1939 existierenden Professuren für Physik: ganze 6 Lehrstuhlinhaber, also nicht einmal zehn Prozent, gehörten zur Richtung der „Deutschen Physik„, die eine rassistische Hetze gegen den Juden Albert Einstein und seine angeblich „jüdischen“ Theorien betrieb. (Quelle: A. D. Beyerchen: Wissenschaftler unter Hitler. 1982.) Deshalb ist das Jahr 1933 für die Theorien, anders als man glauben möchte, keine epochale Wende.

(G.O. Mueller)



Neue Internet-Präsenz für die GFWP

Seit ein paar Tagen hat die Gesellschaft zur Förderung der wissenschaftlichen Physik e.V., 1995 von den beiden Physikern Georg Galeczki und Peter Marquardt gegründet, eine neue Internet-Präsenz:

GFWP – Gesellschaft zur Förderung der wissenschaftlichen Physik e.V.



Blog Ekkehard Friebe

Seit ein paar Tagen hat Herr Ekkehard Friebe einen neuen Blog:

Blog Ekkehard Friebe
Wissenschaft und moralische Verantwortung
Kritik der Relativitätstheorie

mit Vorstellung der Dokumentation und der Aktionen der Forschungsgruppe G.O. Mueller: Projekt G.O. Mueller

 —



Austausch mit Herrn Dr. Markus Pössel vom 30.11./01.12.08

Ich erhielt im Zusammenhang mit dem Austausch mit Herrn Dr. Markus Pössel vom 23./26.11.08  folgende E-Mail-Antwort:

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 30.11.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

ich denke, Leser unseres E-Mail-Wechsels haben anhand des vorliegenden Materials genuegend Gelegenheit, sich zu ueberzeugen, dass die Vorwuerfe in Ihrer letzten Mail unberechtigt sind. Ich habe meinen Aussagen daher nichts hinzuzufuegen.

Wenn Sie doch einmal an einer systematischen und tiefergehenden Diskussion der Laengenkontraktion interessiert sind, koennen Sie sich ja noch einmal melden.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

Dazu meine Antwort vom 01.12.08:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 01.12.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 30.11.08.

Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie über die Verunglimpfung, sowie über den herabsetzenden und beleidigenden Umgang in der Öffentlichkeit seit 12 Jahren mit Ihren Kollegen Kritikern der Relativitätstheorie durch Ihre zwei Internet-Pamphlete „Überwiegend harmlos“, die 2005 und 2006 Anlaß zu Beschwerden an Ihren Arbeitgeber Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik gegeben haben, keine weitere Stellungnahme abgeben möchten. Wie Sie jedoch durch Ihre langjährige Erfahrung der Online-Welt im Bereich der theoretischen Physik zweifellos festgestellt haben dürfen, sind die systematische Verunglimpfung, die Erniedrigung und der menschenverachtende Umgang mit den  Kritikern der Relativitätstheorie, u.a. unter dem Begriff „crank“, eine erschreckende Tatsache, die Ihnen kaum entgangen sein dürfte. Darauf habe ich Sie auch ausdrücklich in meiner letzten E-Mail aufmerksam gemacht, zum Beispiel mit dem Hinweis auf das deutschsprachige Hetz-Forum „Alpha Centauri“, das sich seit mehreren Jahren auf die tägliche und massive Beleidigung der Kritiker der Relativitätstheorie spezialisiert hat, wo auf Ihren Namen wiederholt Bezug genommen wird, und wo die Nachahmung Ihrer Einstellungen zu den Kritikern der Relativitätstheorie und der Einfluß Ihres Instituts unübersehbar sind – siehe z.B. Logo „Einstein Online“ und Leitparole CRANK DOT NET. Ich hätte vor diesem Hintergrund eine deutliche Distanzierung mit den Untaten dieses Forums von Ihnen erwartet.

Aus unserem Austausch seit Juni 2008 über die relativistische Längenkontraktion entnehme ich als Fazit Ihre wichtige Klärung über die materielle Realität dieses Effekts in Ihrer E-Mail vom 17.08.08:

Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;

Damit ist für mich die Spezielle Relativitätstheorie ad absurdum geführt und ich benötige keine weiteren Erläuterungen von Ihnen.

Ich bedanke mich für diesen Austausch und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



11 – Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz

Nachstehend 11. Abschnitt der bisher unveröffentlichen Arbeit Das Forschungs-
projekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz
, die im Forum von Ekkehard Friebe als Fortsetzungsreihe vorgestellt wird:

1925 – Die positiven Interferometer-Ergebnisse von D. C. Miller

D. C. Miller hat bei seinen Ätherdrift-Experimenten auf dem Mount Wilson (USA) eine Erddrift von ca. 10 km/sec gemessen. Das Ergebnis wird in der Öffentlichkeit berichtet, von Miller in „Science“ und von L. Silberstein in „Nature„. Nach Silberstein muß die Theorie aufgegeben werden. In „Science“ wird eine Stellungnahme von A. Einstein berichtet: Die SRT und ART fallen, wenn die Messungen von D. C. Miller auf dem Mt. Wilson bestätigt werden. Andere Relativisten erklären das Ergebnis von Miller für ein Gerücht. Miller veröffentlicht im nächsten Jahr in „Science“ einen genaueren Bericht mit Überblick über die bisherigen Experimente, bestätigt die Aussage von 1925. – Ergebnis der Experimente und Veröffentlichungen ihrer Ergebnisse: die akademische Wissenschaft erklärt die Experimente für unerheblich, auf Fehlern beruhend. Wiederholungen auf dem Mount Wilson unter Beteiligung anderer Forscher haben nicht stattgefunden. Damit konnte künftig zutreffend behauptet werden, daß Millers Experimente nicht wiederholt worden sind. (Dok. Kap. 3, S.299 – 302; Autoreintrag „Miller“, Kap. 4, S. 695 – 697.)

1930 – „Des Kaisers neue Kleider„: die Relativitätstheorie ein Betrügermärchen

Der Norweger Johan Hjort veröffentlicht sein Buch: Keiserens nye klaer. Oslo 1930. Es erscheint 1931 auf Englisch (The emperor’s new clothes), 1932 auf Deutsch (Des Kaisers neue Kleider) und 1934 auf Französisch (La crise de la vérité). Der Verfasser ist ein angesehener Biologe, sein Buch eine Fundamentalkritik, der Titel signalisiert in aller Schärfe Thema und Tenor, es erscheint in 4 Sprachen, mehr kann eine Veröffentlichung nicht auf die Waage bringen: es bewirkte keine Rezeption, keine Auseinandersetzung in der Wissenschaft.

Das Erscheinen dieses Buches und seine Nicht-Wirkung in 4 Sprachen beweist die effektive Ausweitung der Machtergreifung von 1922 in Leipzig auf die westlichen Industrieländer, die internationale Etablierung von v. Laues „Unfehlbarkeitsdogma“ 1924, die vollständige Vernichtung der kritischen Minderheitsmeinung in der akademischen Physik, in der Öffentlichkeit und in den Medien. Das Buch von Hjort wurde in 4 Sprachen gedruckt und doch nicht wahrgenommen: eine der bittersten Lektionen für die Kritiker. (Dok. Kap. 3,
S. 315.)

(G.O. Mueller)



Der Staat handelt verfassungswidrig

Ich beziehe mich auf den Offenen Brief der Forschungsgruppe G.O. Mueller an 200 Professoren der Universitäten Berlin und Dresden und auf Auszüge aus dem „Bonner Kommentar zum Grundgesetz„, die dort zitiert werden.

Das Grundgesetz Art. 5 § 3 „Wissenschaftsfreiheit“ schreibt u.a. für den Staat als unmittelbar geltendes Recht vor:

– das Gebot der meinungsneutralen Wissenschaftspflege

– das Gebot der Nicht-Identifikation mit einer Theorie

– die meinungsneutrale Wissenschaftspflege und ihre Vermittlung an die nächstfolgende Generation durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern.

Wo kann man feststellen, dass der Staat im Falle der Relativitätstheorie diese Gebote respektiert? Wo kann man feststellen, dass der Staat die meinungsneutrale Wissenschaftspflege ermöglicht, geschweige denn fördert?

– Ist es nicht Identifikation mit einer Theorie, wenn der Staat 10 Mio Euro aus der Steuerkasse allein für die Feierlichkeiten im „Einstein-Jahr 2005“ ausgibt, ohne je ein einziges Cent für die Vermittlung der Kritik dieser Theorie im Bildungssystem seit Jahrzehnten ausgegeben zu haben? Siehe z.B. https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=109

– Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, wenn anlässlich der teueren Feierlichkeiten des Einstein-Jahrs die kritischen Einträge von 2 Bürgern (darunter vom Kritiker Christoph von Mettenheim) kommentarlos aus dem Gästebuch des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gelöscht wurden? Siehe z.B. https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=180

– Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, wenn anlässlich der teueren Feierlichkeiten des Einstein-Jahrs in einer vom Bundesministerium finanzierten Aufstellung in Berlin die Kritik der Relativitätstheorie einzig und allein durch Aufstellung des Buches eines Kritikers (Gehrke) in einer Vitrine dem Publikum vorgestellt wurde, in unmittelbarer Nähe einer Maschinenpistole des Typs, mit dem 1922 Rathenau ermordert wurde? Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, dem Publikum zu suggerieren, Kritiker der Relativitätstheorie seien Mörder und Terroristen? Siehe z.B. https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=226

– Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, wenn die Verlage, die die Bücher zur Gestaltung der Lehre im öffentlichen Bildungssystem herausgeben, kein Wort über eine fachlich fundierte Kritik der Relativitätstheorie seit über 100 Jahren erwähnen, geschweige denn darlegen?

– Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, wenn vom bekanntesten Lexikonverlag (Brockhaus) auf Anfrage eines Lehrers zur Gestaltung des Unterrichts die Auskunft erteilt wurde, es gäbe nur antisemitische und unseriöse Kritiker der Relativitätstheorie? Siehe https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=486

– Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, wenn das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in den Medien verbreitet, dass es nur antisemitische Kritiker der Relativitätstheorie gäbe? https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=431

– Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, wenn eine Bundesministerin für Bildung und Forschung den Kritikern der Relativitätstheorie lediglich private Mittel, privates Engagement, Selbstverlage und das Internet zur Verbreitung und Vermittlung ihrer kritischen Ansätze und ihrer Arbeiten zuweist? Siehe z.B. https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=492

– Ist es meinungsneutrale Wissenschaftspflege und Vermittlung der Wissenschaft an die nächstfolgende Generation, wenn der Staat wissentlich den Kritikern der Relativitätstheorie Verleumdungen, Beleidigung und Hetze im Internet aussetzt und daran keinen Handlungsbedarf im Interesse der Allgemeinheit erkennt? Siehe z.B. https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=176

Soll man davon ausgehen, dass ein Verfassungsrichter diese Umstände als irrelevant im Sinne des Grundgesetzes zurückweisen könnte?

(Jocelyne Lopez)



Austausch mit Herrn Dr. Markus Pössel vom 23./26.11.08

Ich erhielt im Zusammenhang mit dem Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 09./10.11.08 folgende E-Mail-Antwort:

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 23.11.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

dass Sie in Ihrer letzten Mail alles, worauf wir uns in punkto Laengenmessung geeinigt hatten (und die Anwendung auf Ihr Strandproblem!) vergessen zu haben scheinen und froehlich zu dem Schluss kommen, die betreffenden Laengen seien „scheinbar“ und fuer die Physik nicht relevant, offenbar ohne sich des Widerspruches auch nur bewusst zu sein, ist aus meiner Sicht symptomatisch: Sie scheinen zwar eine Reihe der Begriffe und Phaenomene der Speziellen Relativitaetstheorie zu kennen, aber in vielen Faellen kein rechtes Verstaendnis dafuer zu haben, wie das alles miteinander zusammenhaengt.

Das bestaerkt mich in meiner Einschaetzung, dass der einzige vernuenftige Weg vorwaerts derjenige waere, den ich bereits mehrmals vorgeschlagen habe: Wir muessten zumindest an einer Stelle in die Tiefe gehen – anbieten wuerde sich derjenige Punkt, an dem Sie die von mir angeregte Diskussion der Grundlagen der Laengenkontraktion abgebrochen haben. Dann duerften wir allerdings nicht gleich wieder springen (wie mit den Widerspruchsbehauptungen, die Sie in Ihrer letzten Mail anfuehren), sondern muessten uns wirklich einmal Schritt fuer Schritt voranarbeiten.

Das gaebe Ihnen direkt Gelegenheit, meine Aussagen zu hinterfragen. Aber es wuerde natuerlich bedeuten, dass Sie sich auf eine direkte Diskussion einlassen muessten: Sie muessten Ihre Argumente begruenden, gezielt auf meine Argumente eingehen, und auch bereit sein, Ihr eigenes Verstaendnis der Speziellen Relativitaetstheorie zu hinterfragen.

Diesen Weg scheinen Sie, Ihren letzten Mails nach zu urteilen, partout
nicht gehen zu wollen. Das ist natuerlich Ihre Entscheidung, bedeutet aber auch, dass ich Ihnen in dieser Angelegenheit zumindest solange nicht weiterhelfen kann, wie Sie bei Ihrer Entscheidung bleiben.

Da unser E-Mail-Austausch damit an sein natuerliches Ende gelangt zu sein scheint, zum Schluss noch einige Anmerkungen, die mir insbesondere deswegen wichtig sind, da Sie unsere E-Mails ja nun einmal, ohne mich zu fragen, oeffentlich gemacht haben:

– Da Sie aus den Aussagen in meinen Mails z.T. recht eigenwillige
Schluesse gezogen haben (Beispiel: Ihre Mail vom 7. Oktober, wo Sie sich dafuer bedanken, dank meiner Mails sei Ihnen nun endlich klar, dass die bewegte Laenge die „exakteste“ sei), moechte ich Sie bitten: Wenn Sie sich in Zukunft oeffentlich auf Aussagen aus unserem E-Mail-Wechsel beziehen, dann setzen Sie bitte immer ein Link auf die betreffenden Mails, damit sich die Leser selbst ein Bild davon machen koennen, was ich gesagt habe und was nicht.

– Auf Ihren Blogseiten finden sich einige irrefuehrende Aussagen ueber meine Person, die ich Sie bitten moechte, zu korrigieren. Konkret sind mir aufgefallen (ich habe freilich nicht alles durchgeschaut):

–Ich habe den Begriff „crank“ in meinen nunmehr mehr als 12 Jahre alten Artikeln „Ueberwiegend harmlos“ in dem Sinne gebraucht, den das von mir benutzte Woerterbuch (Merriam-Webster Collegiate) angab: „an eccentric person; also: one that is overly enthusiastic about a particular subject or activity“. Dass Sie daraus „Irre, Psychopathen, Dummkoepfe, Wirrkoepfe, Narren, Clowns, Fanatiker, laecherliche Figuren, Pseudo-Wissenschaftler“ machen, mir dadurch beleidigende Aeusserungen unterschieben, die ich nie getaetigt habe, und mich dann scharf fuer diese erst durch ihre Fehluebersetzung erzeugten Beleidigungen kritisieren ist schon ein ziemlich starkes Stueck. Bitte entfernen Sie diese verleumdenden Textpassagen unverzueglich.

–Sie bezeichnen mich mehrmals sinngemaess als offiziellen Sprecher des Albert-Einstein-Instituts. Tatsaechlich werden Anfragen aus der
Oeffentlichkeit (ob nun von Kritikern oder nicht) institutsintern an eine Reihe verschiedener Mitarbeiter weitergeleitet, die dann persoenlich zur Sache antworten, ohne damit gleich fuer das ganze Institut zu sprechen.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

—-

Hierzu meine Antwort vom 26.11.08:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 26.11.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 23.11.08. 
Sie schreiben: 

dass Sie in Ihrer letzten Mail alles, worauf wir uns in punkto Laengenmessung geeinigt hatten (und die Anwendung auf Ihr Strandproblem!) vergessen zu haben scheinen und froehlich zu dem Schluss kommen, die betreffenden Laengen seien „scheinbar“ und fuer die Physik nicht relevant, offenbar ohne sich des Widerspruches auch nur bewusst zu sein, ist aus meiner Sicht symptomatisch: Sie scheinen zwar eine Reihe der Begriffe und Phaenomene der Speziellen Relativitaetstheorie zu kennen, aber in vielen Faellen kein rechtes Verstaendnis dafuer zu haben, wie das alles miteinander zusammenhaengt.

Ich weiß nicht was Sie als „widersprüchlich“ sehen wollen, wenn man die relativistische Längenkontraktion als einen „scheinbaren Effekt“ bezeichnet, wobei Sie selber unmissverständlich in Ihrer E-Mail vom 17.08.08 ausgesagt haben: 

Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; 

Diese Aussage kann jeder verstehen, ohne Schritte, ohne Vertiefung und ohne Kauderwelsch. Wenn die materielle Länge eines Objekts bei verschiedenen Messungen sich nicht ändert, dann sind abweichende Meßergebnisse nur Scheineffekte, logisch. Wo ist denn Ihr Problem bei dieser Bezeichnung? Bevorzugen Sie „Messfehler“ oder „Illusion„?

Sie werden mir etwa nicht weis machen wollen, dass man Scheineffekten eine physikalische Ursache und eine physikalische Wirkung zuordnen kann, oder?! Sie werden mir doch nicht weis machen wollen, dass Scheineffekte, die einzig und allein durch Messvorschriften und durch Postulate von Menschen hervorgerufen werden, irgendeine Wirkung im Geschehen von physikalischen Phänomenen in der Natur und damit irgendwelche Relevanz in der theoretischen Physik und in technischen Anwendungen haben können, oder?! 

Und obwohl Sie ablehnen, Argumente von Kritikern aufzunehmen, und sorgfältig vermeiden, darauf einzugehen, zitiere ich trotzdem zum Beispiel Aussagen eines Kritikers  – unter unzähligen Formulierungen ähnlichen Inhalts bei den Kritikern der Speziellen Relativitätstheorie weltweit seit über 100 Jahren: 

Die Kontraktion eines Stabes wäre ja nicht Raumkontraktion per se sondern Kontraktion eines räumlichen Dings im Raum. In der SRT fehlt jeder Hinweis, wie (Mechanismus) der angeblich kontrahierende Raum ein Ding kontrahieren kann.
(Johann Marinsek)

Wie wollen Sie bitte begründen, dass Scheineffekte eine Kontraktion von materiellen Objekten bewirken können?! Ich bitte Sie, Herr Dr. Pössel, wie sollte ich denn so etwas schlucken und glauben?! Unterhalten wir uns hier über Physik oder über die telepathische Verbiegung von Teelöffeln? 

Sie schreiben:

Da unser E-Mail-Austausch damit an sein natuerliches Ende gelangt zu sein scheint, zum Schluss noch einige Anmerkungen, die mir insbesondere deswegen wichtig sind, da Sie unsere E-Mails ja nun einmal, ohne mich zu fragen, oeffentlich gemacht haben: – Da Sie aus den Aussagen in meinen Mails z.T. recht eigenwillige Schluesse gezogen haben (Beispiel: Ihre Mail vom 7. Oktober, wo Sie sich dafuer bedanken, dank meiner Mails sei Ihnen nun endlich klar, dass die bewegte Laenge die „exakteste“ sei), moechte ich Sie bitten: Wenn Sie sich in Zukunft oeffentlich auf Aussagen aus unserem E-Mail-Wechsel beziehen, dann setzen Sie bitte immer ein Link auf die betreffenden Mails, damit sich die Leser selbst ein Bild davon machen koennen, was ich gesagt habe und was nicht. 

Ich habe Ihrem Wunsch in meiner E-Mail vom 7. Oktober jetzt entsprochen und die gewünschten Verlinkungen vorgenommen. Grundsätzlich möchte ich jedoch betonen, dass diese ganze zusammenhängende Korrespondenz in meinem Blog sorgfältig und genug verlinkt ist, um jederzeit die jeweiligen Aussagen zuordnen zu können. Ihre Befürchtungen sind also unbegründet, dass die interessierten Leser sich nicht selbst ein Bild davon machen können, was von beiden Seiten geschrieben worden ist und was nicht. 

Sie schreiben:

– Auf Ihren Blogseiten finden sich einige irrefuehrende Aussagen ueber meine Person, die ich Sie bitten moechte, zu korrigieren. Konkret sind mir aufgefallen (ich habe freilich nicht alles durchgeschaut):

–Ich habe den Begriff „crank“ in meinen nunmehr mehr als 12 Jahre alten Artikeln „Ueberwiegend harmlos“ in dem Sinne gebraucht, den das von mir benutzte Woerterbuch (Merriam-Webster Collegiate) angab: „an eccentric person; also: one that is overly enthusiastic about a particular subject or activity“. Dass Sie daraus „Irre, Psychopathen, Dummkoepfe, Wirrkoepfe, Narren, Clowns, Fanatiker, laecherliche Figuren, Pseudo-Wissenschaftler“ machen, mir dadurch beleidigende Aeusserungen unterschieben, die ich nie getaetigt habe, und mich dann scharf für diese erst durch ihre Fehluebersetzung erzeugten Beleidigungen kritisieren ist schon ein ziemlich starkes Stueck. Bitte entfernen Sie diese verleumdenden Textpassagen unverzueglich.

Ihre beiden Internet-Pamphlete „Überwiegend harmlos“ wurden 2005 und 2006 Bestandteil von zwei ausführlich begründeten Beschwerden von mir an Ihren Vorgesetzten der Max-Planck-Gesellschaft, die beide unbeantwortet geblieben sind, sowohl von Ihrem Vorgesetzen als auch von Ihnen. Was Ihr Wörterbuch „Merriam-Webster Collegiate“ über die Bedeutung des englischen Ausdrucks „crank“ vorschlägt, ist hier von keiner Relevanz: Allein der geschilderte Kontext der Benützung dieses Worts in der deutschen Forenlandschaft im Zusammenhang mit den Kritikern der Relativitätstheorie ist hier maßgebend und sie entspricht sehr wohl den Ausdrücken, die ich wiedergegeben habe und womit ich immer wieder konfrontiert wurde, sei es mir gegenüber, oder auch pauschal oder namentlich gegenüber anderen Kritikern der Relativitätstheorie. 

Werfen Sie zum Beispiel einen Blick in das Forum Alpha Centauri, das sich seit mehreren Jahren im Internet auf die massive Beleidigung und die öffentliche Hetze gegenüber den Kritikern der Relativitätstheorie spezialisiert hat, und das sich als Erkennungszeichen nicht nur das Logo Ihrer Webseite „Einstein Online“ als auch als Leitparole den von Ihnen benutzen Ausdruck „crank“ zugelegt hat: „CRANK DOT NET„. Sie werden dort auch die Ausdrücke „Irre, Psychopathen, Dummköpfe, Wirrköpfe, Narren, Clowns, Fanatiker, lächerliche Figuren oder Pseudo-Wissenschaftler“ massiv wieder finden. Wenn Sie sich als Mitarbeiter des Albert-Einstein-Instituts / Einstein Online noch nicht bewusst sind über die Nachahmung, die Sie auslösen (oder soll man hier vielleicht von einer Zusammenarbeit mit dem „Aufklärungsforum“ der besonderer Art „Alpha Centauri“ ausgehen?) und über Ihre Verantwortung gegenüber Ihren Kollegen, dann wäre es Zeit, dass Sie sich dessen bewusst werden.

Sie schreiben:

–Sie bezeichnen mich mehrmals sinngemaess als offiziellen Sprecher des Albert-Einstein-Instituts. Tatsaechlich werden Anfragen aus der Oeffentlichkeit (ob nun von Kritikern oder nicht) institutsintern an eine Reihe verschiedener Mitarbeiter weitergeleitet, die dann persoenlich zur Sache antworten, ohne damit gleich fuer das ganze Institut zu sprechen.

Ich bin nicht eingeweiht in die institutsinternen Bestimmungen des Albert-Einstein-Instituts, habe jedoch von Prof. Dr. Jürgen Richter im Auftrag der Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Dr. Annette Schavan im Mai 2007 den Hinweis bekommen, dass Ihr Institut zuständig für jegliche Frage über die Relativitätstheorie sei: 

Die Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung obliegt den Fachleuten und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen. Im Falle der Relativitätstheorie wäre dies z. B. das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Einstein-Institut in Potsdam-Golm.
(Prof. Dr. Jürgen Richter)

Meine Anfrage war also in diesem Kontext überhaupt nicht privater Natur, zumal Prof. Dr. Richter offensichtlich nichts Anderes als das Internet vorsieht als einzigen Ort der Auseinandersetzung mit der Kritik der Relativitätstheorie – und ich brauchte Sie deshalb auch gar nicht um Ihre Genehmigung zu bitten, diesen Austausch zu veröffentlichen. Auch wurden Sie zum Beispiel als Ansprechpartner für den Kritiker Christoph von Mettenheim bestellt: Nach der Löschung seiner Anfrage im Gästebuch des Bundesministeriums anlässlich des Einstein-Jahrs 2005 wurde der Austausch auf eine Korrespondenz mit Ihnen verlagert, die Christoph von Mettenheim jedoch in seiner Homepage auch veröffentlicht hat, siehe: https://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=180.

Haben Sie etwas dagegen, wenn die Öffentlichkeit und die Kritikergemeinde mitverfolgen können, wie Sie als preisgeehrter Erfinder des Webangebots „Einstein Online“ vom Max-Planck-Institut Einwände und Bedenken über die relativistische Längenkontraktion ausräumen?

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



Das Watergate der Physik: Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie

Wie es aus ihrer Dokumentation und ihren Aktionen seit 2001 ersichtlich ist, erwartet die Forschungsgruppe G.O. Mueller die Einschaltung des Staats in den ausführlich geschilderten und nachgewiesenen Missständen um die Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie. Und das darf sie gemäß Grundgesetz auch erwarten.

Das ist die erklärte Zielsetzung und die konsequente Linie der Forschungsgruppe G.O. Mueller, das ist der neue Weg aus der Sackgasse, den das GOM-Projekt seit Anfang an gewählt hat und konsequent geht, um überhaupt eine Lösung in der seit Jahrzehnten völlig eingefahrenen Situation in der theoretischen Physik zu bringen. Nicht umsonst hat das Forschungsprojekt G.O. Mueller seine Dokumentation Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie den Untertitel gegeben: Das Watergate der Physik.

Der Staat ist ja der Schlüssel der Problematik der Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie – meiner Meinung nach unbewußt, weil selbst irregeführt. Das Märchen „Des Kaisers neue Kleider„, das weltweit von vielen Kritikern im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie zitiert wurde, ist auch eine prägnante Beschreibung der Lage. Alles was in Diskussionsforen (vorwiegend anonym) oder in privaten Runden diskutiert wird ist völlig irrelevant und wird nie etwas bewirken können, wie wir seit Jahrzehnten es feststellen müssen.

Der Staat muß sich einschalten, und wenn nicht freiwillig, dann vor dem Verfassungsrichter.

Und der Staat hat sich auch schon eingeschaltet. Lesen Sie bitte den Text der E-Mail der Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Dr. Annette Schavan, zum Beispiel hier in diesem Blog: Lexikonverlag Brockhaus: Es gibt nur antisemitische und unseriöse Kritiker der Relativitätstheorie.

Erstmalig in der Geschichte der Kritik der Relativitätstheorie hat 2006 eine Bundesministerin für Bildung und Forschung schriftlich bestätigt, dass sie von einer umfangreichen und unterdrückten Kritik der Relativitätstheorie Kenntnis genommen hat, sowie auch von der Verletzung der Grundrechte und der persönlichen Integrität der Kritiker durch Diskriminierung, Verleumdungen, Beleidigungen und Hetze.

Diese einmalige E-Mail-Bestätigung von Frau Dr. Schavan liefert den Nachweis:

1) dass der Staat über die Existenz einer fundierten Kritik der Relativitätstheorie seit spätestens August 2006 Bescheid weiß, nachgewiesen mit den Namen und die Arbeiten von weltweit ca. 1300 Kritikern: „Frau Bundesministerin Dr. Schavan lässt Ihnen danken…

2) dass der Staat das Totschweigen dieser Kritik im öffentlichen Bildungssystem zugibt und großzügigerweise lediglich private Mittel, Selbstverlage, privates Engagement und das Internet den Kritikern überlässt, um ihre Kritik zu veröffentlichen und zu tradieren: „Des Weiteren ist festzustellen, dass die Ergebnisse der Forschungsgruppe G. O. Müller veröffentlicht wurden, zum einen in gedruckter Buchform und zum anderen im Internet. Die Forschungsergebnisse sind damit öffentlich breit zugänglich.

3) dass der Staat die vorgetragenen, erschreckenden Missstände im Medium Internet, das den Kritikern ausdrücklich zugewiesen wird, und die grobe Verletzung der Grundrechte einer Minderheit von Bürgern durch Diskriminierung und öffentliche Hetze bewilligt bzw. duldet, sowie die wiederholten Bitten um Abhilfe ignoriert: „Ihr Vorwurf, die Forschungsgruppe könne ihre Meinung nicht öffentlich äußern, ist daher unrichtig und eine Verletzung der Grundrechte in Bezug auf freie Meinungsäußerung kann nicht festgestellt werden.

Alleine durch diese E-Mail von Frau Dr. Schavan vom 14.08.2006 können die Kritiker der Relativitätstheorie den Nachweis bringen, dass der Staat verfassungswidrig handelt, indem er

1) seinen Verpflichtungen gemäß Art. 5 § 3 Grundgesetz (Wissenschaftsfreiheit) nicht nachgeht – z.B. allein schon durch das unübersehbar grob missachtete Gebot der „Nicht-Identifikation“ mit einer Theorie (siehe z.B. „Einstein-Jahr 2005„).

2) seinen Verpflichtungen gemäß Art. 1 § 1 Grundgesetz nicht nachgeht:
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(Jocelyne Lopez)



10 – Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz

Nachstehend 10. Abschnitt der bisher unveröffentlichen Arbeit Das Forschungs-
projekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz
, die im Forum von Ekkehard Friebe als Fortsetzungsreihe vorgestellt wird:

1924, April – Briefwechsel zwischen Oskar Kraus und Max v. Laue

Kraus schickt die Zusammenfassung eines „Offenen Briefes“ an Einstein zum Abdruck an die „Zeitschrift für Physik„. Der Redakteur Karl Scheel lehnt ab und zitiert zur Begründung ein ablehnendes Gutachten von Max v. Laue, der die fehlende „mathematische Durcharbeitung“ bemängelt. Eine Erwiderung von Kraus wird vom Redakteur wiederum an den Gutachter v. Laue weitergereicht und v. Laues Antwort an Kraus mitgeteilt. Darin findet sich die folgende bemerkenswerte Aussage v. Laues:

Findet ein Philosoph in ihr [der Relativitätstheorie] innere Widersprüche, so sage ich ihm auf den Kopf zu und ohne mir seinen Gedankengang in allen Einzelheiten anzusehen, daß er die Sache nicht verstanden hat. Denn, das kann man nicht scharf genug betonen: Die mathematische Durchbildung, welche die Theorie erfahren hat, sichert dagegen vollständig.

Damit hat der Theorievertreter den Kritikern in schöner Offenheit seine eigene Borniertheit als wissenschaftlichen Grundsatz verkündet: die Relativitätstheorien ist gegen innere Widersprüche „vollständig gesichert„, weshalb man sich mit solcher Kritik nicht zu beschäftigen braucht. Der Physiker braucht die Kritik gar nicht erst zu lesen.

Kraus hat diesen Briefwechsel in seinen „Offenen Brief“ an v. Laue aufgenommen, den er im nächsten Jahr in einem Buch veröffentlicht hat:

1925 – Oskar Kraus: Offene Briefe an Albert Einstein und Max von Laue

Veröffentlicht als Buch (104 S.) je einen „Offenen Brief“ an Albert Einstein (S. 1 – 74) und einen an Max v. Laue (S. 75 – 98). Anhang (S. 99 – 104): „Die rotierende Kreisscheibe„. – Trägt Einstein Kritik der Theorien vor und möchte eine Antwort von Einstein haben, weil nur die authentisch wäre. Hauptpunkt ist das Experiment mit einer rotierenden Scheibe, in deren Mittelpunkt und an deren Rand je eine Uhr fest montiert ist; diskutiert das Verhalten der Uhren bei Drehung der Scheibe, bezweifelt die Behauptungen der Relativisten dazu; vgl. Anhang. – Beschreibt die Strategie der Relativisten in der Abwehr der Kritiker: Relativisten, die selbst eine Darstellung der Theorie ohne jede Mathematik geliefert haben, weisen Kritiker als mathematisch inkompetent zurück; Zeitschriften akzeptieren lobende Artikel, weisen aber kritische Artikel ab. Auf Kongressen werden jetzt auch Naturwissenschaftler nicht zugelassen, wenn sie als Gegner der Theorie bekannt sind.

Wirft v. Laue vor, daß er mit seinem Votum die Veröffentlichung seines „Offenen Briefes“ an Einstein in der „Zeitschrift f. Physik“ verhindert hat und druckt den diesbezüglichen Briefwechsel ab (S. 75 – 86); vgl. den vorangehenden Eintrag „1924, April„. Verwahrt sich gegen v. Laues Behauptung, er, Kraus habe nur populärwissenschaftliche Darstellungen verwendet; verweist auf drei kritische Fragen, auf die er Antworten erbeten, aber stattdessen nur Polemik erhalten habe. Bestreitet, daß die Spezielle Relativitätstheorie nicht von jedem verstanden werden könne. Zu dem oben zitierten Wort v. Laues über die „vollständige Sicherung“ der Theorie stellt Kraus fest, daß wir „also bereits bei dem Unfehlbarkeitsdogma angekommen sind (S. 93)

Die Schlußseiten dieses Briefes gehören zu den klarsten und hellsichtigsten, die jemals von Kritikern geschrieben worden sind.

Kraus hat von beiden Adressaten nie eine Antwort erhalten, weder privat noch öffentlich. (Dok. Kap. 3, S. 296 – 298; Kap. 4, S. 630 – 632.)

Siehe URL

(G.O. Mueller)



Prof. Karl Brinkmann: Grundfehler der Relativitätstheorie

karl-brinkmann-buchEine Buchempfehlung:

Grundfehler der Relativitätstheorie
Karl Brinkmann
Verlag: Hohenrain (1988)
ISBN-10: 3891800193
ISBN-13: 978-3891800195

 

 

Und eine Rezension bei Amazon:

Einsteins Relativitätstheorie, besonders seine Lehre von Zeit und Raum, wird in wissenschaftlicher Gründlichkeit aus naturphilosophischer Sicht widerlegt.
In diesem Buch geht es um wesentliche Fehler der Relativitätstheorie, insbesondere ihres Kerns: der Zeit- und Raumlehre. Keine einschlägige Lehre ist berühmter und dennoch falscher.

Einleitend wird dargetan, daß Einsteins spezielle Relativitätstheorie, die es kaum ohne den Franzosen Poincaré gegeben hätte, und Einsteins allgemeine Relativitätstheorie, die nicht ohne den Schweizer Großmann entstanden ist, einander ausschließen.

Dann wir ausführlich – teils gegen scheinbare experimentelle Beweise – dargelegt, daß entgegen der Relativitätstheorie erstens die Zeit nicht gleich der Messung durch Uhren ist: weder gleich dem Ergebnis noch gleich dem Vorgang der Messung. Es gibt auch keine Zeitdilatation (Zeitdehnung) auf der einen und keine entsprechende Zeitkontraktion (Zeitschrumpfung) auf der anderen Seite. Es gibt auch nicht das, was der Theorie als erstes ihren Namen gab: eine Relativität der Zeit und der Gleichzeitigkeit. Beide sind vielmehr absolut. Entgegen der Relativitätstheorie ist zweitens der Raum nicht gleich der Messung durch Messstäbe, also nicht gleich dem Messergebnis, und nicht gleich dem Stofflichen, sei es dem kleinsten oder sei es seinem Inbegriff, einschließlich der Felder. Es gibt auch keine Raumkontraktion (Raumschrumpfung) einerseits und keine entsprechende Raumdilatation (Raumdehnung) andererseits. Vor allem besteht nicht das, was der Theorie als zweites ihren Namen gab: eine Relativität des Raumes und der Gleichräumigkeit. Beide sind vielmehr absolut.

Zusammenfassend wird gezeigt, daß Einsteins Lehre eine Zeitlehre ohne Zeit und eine Raumlehre ohne Raum ist: insgesamt das Werk eines ausgeprägten naturphilosophischen Dilettantismus.



« Vorherige SeiteNächste Seite »