Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'Kritik der Relativitätstheorie'

Die Längenkontraktion der Speziellen Relativitätstheorie: Eine Idiotie hoch drei

Ich gebe Auszüge aus einem Austausch mit Harald Maurer über die relativistische Längenkontraktion in seinem Forum wider:

 

26.07.09 – Zitat Harald Maurer:
[…]
Das ist nur dann vertretbar [die relativistische Längenkontraktion], wenn man es als Mess- oder Wahrnehmungsillusion akzeptiert oder davon ausgeht, dass die Natur sich scheinbar so verhält, dass Koordinaten sich verdrehen müssen, wenn man sie transformiert. Das betrifft maximal sicher nur die Wahrnehmung und hat keinerlei materielle-physikalische Veränderung der Ereignisse in sich. […]

Diese Relativ-Erscheinungen sind in gleichem Sinne messbar wie Stroposkopeffekte oder andere optische Täuschungen, die zwar keinesfalls real aber dennoch messbar sind.
[…]

 

26.07.09 – Zitat Jocelyne Lopez: 

Mir ist ganz klar, dass die Effekte der SRT keinerlei materielle-physikalische Veränderung der Ereignisse in sich haben – anders geht es nicht – was übrigens Dr. Markus Pössel, der als Mitarbeiter des MPI/AEI amtlich die Deutungshoheit über die RT besitzt, auch bestätigt hat.

Mir bleibt hier nur noch ein Punkt unklar: Dr. Markus Pössel schließt ausdrücklich aus, dass es sich um optische Effekte (optische Täuschungen) handelt, siehe hier:

Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben. Die gemessenen Laengenwerte sind selbstverstaendlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Taeuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen. [Hervorhebungen durch Lopez]
(Dr. Markus Pössel)

Dass es sich nicht um optische Effekte handelt leuchtet mir allerdings ein, weil kein Mensch die relativistische Längenkontraktion von Objekten je optisch wahrgenommen hat (im Gegensatz zu Stroposkopeffekten), geschweige denn sie konkret messen konnte – wie Dr. Pössel jedoch versichert hat… Wie will Dr. Pössel die relativistische Längenkontraktion „konkret gemessen“ haben, die weder optisch wahrnehmbar noch materiell-physikalisch ist???

Es sei denn, Dr. Pössel hält Computersimulationen auf der Basis eines Postulats für „konkrete Messungen“, siehe mein Blog-Eintrag: Max Planck Gesellschaft: Welt des Wissens oder Welt der Schau?

 

26.07.09 – Zitat Harald Maurer:
[…]
Also: keine optische Täuschung, sondern das Resultat eines Messvorgangs, der konkret durchgeführt werden kann. das meint Dr, Pössel auch mit dem „konkret“ – und er meint nicht, dass man eine derartige Messung tatsächlich durchgeführt hätte. Denn das hat bislang noch niemand.
[…]

 

26.07.09 – Zitat Jocelyne Lopez:

Sorry, aber Dr. Pössel meint sehr wohl, wie alle Forenrelativisten, dass die relativistischen Effekte „tausendfach“ und sogar „tagtäglich“ durch „konkrete“ Messungen nachgewiesen wurden und dass die SRT experimentell die bestbewiesene Theorie ist! Dass „bestätigt“ natürlich auch der Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft bzw. sein persönlicher Referent Dr. Peter Genath bzw. die vorsichtshalber nicht genannten Mitglieder des „Fachverbandes Gravitation“ (wo Dr. Pössel garantiert auch sitzt), siehe hier:

Dieser kommt zu folgendem Resultat: Die Ergebnisse von Hafele/Keating befinden sich erstens – innerhalb der Fehlergrenzen der damaligen Uhren – in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus Spezieller und Allgemeiner Relativitätstheorie. Zweitens wurden sie immer wieder mit wachsender Genauigkeit bestätigt. Es gibt nicht den leisesten Zweifel, dass die Ergebnisse der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie falsch sein könnten. Zusammenfassend stellt der Fachverband damit fest: Die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie ist in tausenden von Hochpräzisions-Experimenten immer besser bestätigt worden. Viele Technologien des täglichen Lebens funktionieren nur, weil die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie richtig berücksichtigt wurde. Es kann keinen Zweifel an der Gültigkeit dieser Theorien im Rahmen der heutigen Messgenauigkeit geben.

Und sorry, das nenne ich Unredlichkeit, Lügen, wissenschaftlicher Betrug, Irreführung aller Wissenschaftler, Studenten und Schüler, sowie Täuschung der Öffentlichkeit. Sorry.

  

26.07.09 – Zitat Harald Maurer:
[…]
Man muss sich einmal darüber im Klaren sein, dass viele sogenannt relativistische Effekte tatsächlich existieren (wie z.B. die Zunahme der Trägheit von Teilchen bei hohen Geschwindigkeiten) und der Physiker in seiner Realität, die aus Messresultaten besteht, versucht, diese Dinge greifbar zu machen. Dahin führen unterschiedliche Wege, je nach Theorie. Die eine ist glaubhafter (LET), die andere einfacher (SRT) – und die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. […]

  

26.07.09 – Zitat Jocelyne Lopez:

Ob die sogenannten relativistischen Effekte „tatsächliche existieren“ sei dahingestellt. Experimentell nachgewiesen wurden sie eben nie und können es auch nicht. Eine Längenkontraktion von Objekten aufgrund ihrer Relativgeschwindigkeit zu Uhren oder zu anderen Objekten existiert aber ganz bestimmt nicht, sorry. Das steht fest, das ist indiskutabel, das ist eine Idiotie hoch drei, vonwegen Genialität, und man muss es auch sagen dürfen, dass es eine Idiotie hoch drei ist, das wäre noch schöner. Und eine Menge Physiker haben andere Interpretationen, Alternative und Erklärungen von beobachtbaren Phänomenen ohne diese Idiotie zu bemühen. Sie werden jedoch wegen einer institutionalisierten Idiotie mundtot gemacht und verfolgt und in ihrer Arbeit verhindert.

 

26.07.09 – Zitat Harald Maurer:
[…]
Eine Theorie ist eine Theorie, ob sie „falsch“ ist oder „richtig“, ist nicht das Kriterium ihrer Beurteilung, sondern ob man sie brauchen kann oder nicht.
[…]

 

26.07.09 – Zitat Jocelyne Lopez:

Ich wüsste nicht, wo man die SRT „braucht“. In der Alltagsphysik und in der Technologie auf jeden Fall nicht. Als Erklärung des Universums und als Weltbild auch nicht.

Und es ist ein wesentlicher Unterschied, ob eine Theorie sich als falsch erweist – was in der Wissenschaft Gang und Gäbe ist und deswegen auch kein Vorwurf gegenüber keinem Wissenschaftler zu erheben ist – oder ob sie eine Idiotie ist. Ich akzeptiere ohne weiteres eine schlüssige, unbelegte und unsichere Hypothese, die sich vielleicht als falsch erweisen wird. Kein Problem. Die wissenschaftliche Wahrheit wird uns nicht auf einem Silbertablett serviert, das sehe ich ein. Eine Idiotie akzeptiere ich aber als Hypothese nicht, sorry. Man könnte mir auch den ganzen Tag vorsingen, dass sie genial sein sollte. In welcher Welt leben wir denn, wo eine offensichtliche Idiotie als Genialität verkauft wird und angesehen werden muss?!

 

26.07.09 – Zitat Harald Maurer:
[…]
Ich als Pseudo-Lorentzianer kritisiere die Einsteinsche SRT deshalb, weil sie als ideologisierte Anschauung und unumstößliche Wahrheit verbreitet wird und tatsächlich für die Weiterentwicklung der Physik einen Hemmschuh darstellt. Und auch, weil sie meiner selbstgebastelten Weltsicht widerspricht. Die Abschaffung der SRT sollte man nicht anstreben, denn da besteht m.E. wenig Aussicht auf Erfolg.
[…]

 

26.07.09 – Zitat Jocelyne Lopez:

Dass es wenig Aussicht auf Erfolg hat ist überhaupt kein Grund, dass man die Abschaffung einer Idiotie nicht anstreben sollte – die überdies die Weiterentwicklung der Physik blockiert.



Dann hätte mir der Herrgott leid getan…

Anekdote

Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 – 1831) hatte rein logisch abgeleitet, dass es im Sonnensystem nur sieben Planeten geben könne. Als ein achter Planet (Uranus) auftauchte und man Hegel mit dieser Tatsache konfrontierte, soll er gesagt haben: „Umso schlimmer für die Tatsachen.“

Worte eines versponnenen deutschen Gelehrten? Möglich, aber es gibt einen deutschen Physiker, der genauso reagierte. Albert Einstein wurde berühmt durch die Sonnenfinsternis im November 1919, als Sir Arthur Eddington mit Hilfe gefälschter Daten „bewies“, Einstein hätte Recht und nicht Newton. Als man Einstein fragte, wie er denn reagiert hätte, wären Eddingtons Messungen anders ausgefallen, antwortete er: „Dann hätte mir der Herrgott leid getan; die Theorie ist korrekt.“

Und über Max Planck, der die ganze Nacht wach geblieben war, äußerte sich Einstein so: „Planck verstand die Physik eigentlich nicht. Bei der Sonnenfinsternis 1919 blieb Planck die ganze Nacht lang auf. Wenn er die allgemeine Relativitätstheorie wirklich verstanden hätte, wäre er wie ich zu Bett gegangen.“

Mangelndes Realitätsgefühl? Nein, übermäßiges Selbstbewusstsein!

(Peter Ripota)

 

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NB: Siehe hierzu in meinem Blog: Sonnenfinsternis über die theoretische Physik?



Max Planck Gesellschaft: Welt des Wissens oder Welt der Schau?

Ich komme auf meine Ansprache an das Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 15.07.09 zurück und mache auf meinen Kommentar vom 24.07.09 im Blog der GFWP aufmerksam:

 

Die Wanderausstellung „Science Tunnel“ der Max-Planck-Gesellschaft wird in einem Artikel aus dem Tagesspiegel vom 26.02.08 vorgestellt:

Auf einem Lichtstrahl durch Tübingen
Neue Welt des Wissens: Die Max-Planck-Gesellschaft zeigt ihre Arbeit in “Science Tunnel“

[…] Im Lichthof des Hauses, das zur Humboldt-Universität gehört, präsentiert die Max-Planck-Gesellschaft ihre Arbeit. „Science Tunnel“ heißt die Wanderausstellung, die von heute an in Berlin Station macht.

„Unterwegs zum Urknall“ – so beginnt die Tunnelfahrt durch die „Berge des Wissens“, wie Andreas Trepte, Kurator der Ausstellung, sagt. Es geht um die Grundlagen des Universums, um Naturgesetze und die Entstehung von Materie. Wie konstant sind die Naturkonstanten wirklich? Grundlagenforscher stellen grundsätzliche Fragen.
[…]
Daneben ermöglicht der „Science Tunnel“ dem Besucher, selbst zu experimentieren. So kann man ein Gedankenexperiment Einsteins nachvollziehen. Der Begründer der modernen Physik hatte darüber nachgedacht, wie es wäre, mit Lichtgeschwindigkeit auf einem Sandkorn durchs Universum zu reisen.

Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik verlegten den Schauplatz des Geschehens kurzerhand in die vom Computer rekonstruierte Altstadt Tübingens. Der Besucher sitzt auf einem Fahrradsattel vor dem virtuellen Tübingen und fährt durch die Stadt. Schon ein paar kräftige Tritte in die Pedale beschleunigen ihn auf „99 Prozent Lichtgeschwindigkeit“, wie die Anzeige auf dem Videoschirm verrät. Je schneller man wird, umso mehr biegen sich die Fachwerkfassaden – um schließlich zu einem Tunnel zu werden, durch den man hindurchzurasen scheint. Auf diese Weise erfährt man die Krümmung des Raums wie sie die Relativitätstheorie postuliert, in der eigenen Wahrnehmung. […]
(Hartmut Wewetzer)

 

Informiert auch die Max-Planck-Gesellschaft die wissbegierigen Besucher, dass die Verformung der Fachwerkfassaden von Tübingen auch mit „99 Prozent Lichtgeschwindigkeit“ nicht stattfinden würde, sondern lediglich eine Illusion des Beobachters wäre?  Wissen die Besucher, dass Albert Einstein keine materielle Verformung von bewegten Objekten postuliert hat, wie Dr. Markus Pössel vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Albert Einstein Institut es auch 2008 bestätigt hat? Oder werden die Besucher im Glauben gelassen, dass so ein “Tunnel“ bei Lichtgeschwindigkeit wirklich entsteht und Materie sich biegt? Lohnt sich der Aufwand, den Besucher für eine virtuelle Darstellung von postulierten, virtuellen Effekten in die (nicht-virtuelle) Pedale treten und ihn dabei glauben zu lassen, dass er sich ungeheuerlich bildet? Oder verkauft die Max-Planck-Gesellschaft für teueres Steuergeld nur Schau und Scharlatanerie? Das kann man auf der Kirmes billiger haben und man wird dabei nicht für dumm verkauft.

(Jocelyne Lopez)



Bundesjustizministerin Brigitte Zypries: Kampf gegen Hass im Internet

Ich beziehe mich auf meine Ansprache vom 19.12.2008 an die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries im Zusammenhang mit langjährigen Hetz- und Verleumdungs-kampagnen sowie Hasspropaganda gegenüber Kritikern der Relativitätstheorie und Tierversuchsgegnern, insbesondere aus dem Forum „Alpha Centauri“, und verweise auf einen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 10.07.09:

 

Kamp gegen Hass im Internet 

nto. Frankfurt, 9. Juli. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat den Staat und die Zivilgesellschaft zum Kampf gegen Hasspropaganda im Internet aufgerufen. „Der Hass muss raus aus dem Internet“, sagte Frau Zypries auf einer Konferenz am Donnerstag in Berlin. „Weil das Netz anonym ist und soziale Kontrolle kaum stattfindet, verbreiten sich dort auch illegale Inhalte besonders häufig und schnell“. Im Internet gälten aber dieselben Gesetze wie in der realen Welt, sagte die Ministerin. Doch deren Durchsetzung bereite „erhebliche Probleme“. Gelöschte Inhalte tauchten kurze Zeit später an anderer Stelle wieder auf.
[…] 
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, kritisierte die Schwerfälligkeit der Behörden im Kampf gegen Hass im Internet. „Strafanzeigen von unserer Seite wurden regelmäßig innerhalb weniger Tage von den Staatsanwaltschaften eingestellt mit dem Hinweis, die Täter könnten nicht ermittelt werden, weil eine Steuerung über ausländischen Seiten vorliege“, sagte Rose.
[…] 
Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Fromm, sagte, Extremisten erreichten im Internet „eine Breitenwirkung, die auf anderem Wege so niemals gelingen könnte“.

 

In diesem Kontext verweise ich zum Beispiel auf meine mit haarsträubenden Begründungen eingestellten Strafanzeigen und Strafanträge durch die Staatsanwaltschaften des niedersächsischen Justizministers Bernd Busemann,
der sich wohl eine eigene Bananenrepublik in Niedersachsen eingerichtet hat: Niedersächsische Justiz gründet eigenen Rechtsstaat.

(Jocelyne Lopez)



Harald Maurer: Das Zwillingsparadoxon und die Erdrotation als Ursprung der Zeitmessung

Ich mache auf Ausführungen von Harald Maurer über das Zwillingsparadoxon als Kommentar vom 18.07.09 zu einem Beitrag im Blog der GFWP aufmerksam,

sowie auch am 20.07.09 in seinem Forum:

Die Zeitdilatation der SRT ist ein relativer Beobachtungseffekt und bedeutet nicht, dass irgendeine beteiligte Uhr tatsächlich langsamer läuft. Der Beweis hiefür ist schnell erbracht, wenn man bedenkt, dass an meiner Uhr im Wohnzimmer soeben jede Menge Beobachter vorbeilaufen könnten, welche die Uhr dilatiert wahrnehmen müssten, obwohl ich genau feststellen kann, dass das meine Uhr völlig kalt lässt – die läuft wie immer! Also es gilt die invariante Eigenzeit meiner Wohnzimmeruhr. Aufgrund dieses Zeitdilatationsprinzips der SRT ist es völlig unmöglich, dass eine Uhr nach einer Reise im Vergleich mit einer „ruhend“ gebliebenen Uhr durch Zeitabweichung eine „Zeitdilatation“ bestätigt, denn dann müsste sie konkret verändert gelaufen sein – und das ist eben – wie ich an meiner „ruhenden“ Wohnzimmeruhr feststellen könnte, eben laut SRT nicht der Fall. Der beliebte Spruch „bewegte Uhren gehen langsam“ entspricht nicht der SRT, sondern der LET, in welcher Uhren sich als bewegt oder ruhend eindeutig definieren lassen (in Bezug zum Äther), wogegen es in der SRT wg. des Relativitätsprinzips keinen Unterschied zwischen bewegt oder ruhend geben kann. Wenn an einer Uhr zwei Beobachter mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vorbeirasen, so hat für jeden die wahrgenommene Zeitdilatation einen anderen Wert – und auch das schließt einen konkret veränderten Gang der Uhr natürlich aus, weil die Beobachtung der Uhr nur geschwindigkeitsabhängig durch irgendeine Eigenschaft der Raumzeit verzerrt wird.

Das bedeutet: Auch wenn es eine Zeitdilatation der SRT geben würde, wäre es nicht möglich, dass Zwillinge in unterschiedlichen Zeitabläufen landen, weil sich Beobachtereffekte nicht materiell manifestieren können. Nur für die Effekte der LET (Lorentz) träfe so ein Sachverhalt zu. Wenn sich derartige Effekte konkret verwirklichen (veränderter Uhrengang, vergrößerte Trägheit etc.) so ist das in erster Linie eine Bestätigung der LET (weil es absolute Effekte sind), wogegen sich in der SRT solche Effekte nur dann messen lassen, wenn man nach Einsteinscher Synchronisationsvorschrift vorgeht.

Die Gültigkeit einer Theorie darf nicht davon abhängen, welchen Typ einer Uhr man einsetzt – aber sowohl in der SRT als auch in der ART dürfen nur Uhren bestimmter Bauart verwendet werden. Nimmt man andere periodische Prozesse zur Zeiterzeugung (Bewegungen von Himmelskörpern, Pulsare, Pendeluhren, Sand- od. Wasseruhren etc.), so funktioniert die Zeitdilatation eben nicht. Schon diese Einschränkung setzt die RT in ein schiefes Licht. Das Zwillingsparadoxon sollte aufzeigen, dass das Zeitdilatationsprinzip der SRT absurd ist und war nichts anderes als der Todestoß für diese Theorie – aber man wusste sich zu helfen und erklärte das Absurde zum Prinzip. Damit rannte man offene Türen ein, denn auf so geile Storys wie das unterschiedliche Altern von Zwillingen, fährt die Welt eben einfach ab, so etwas kribbelt so richtig unter der Hirnhaut… und schließlich braucht eine moderne Zeit auch moderne Märchen!

(Harald Maurer)



Angela Merkel: Man solle keine alten Theorien hinbiegen

Ich komme auf meine E-Mail vom 15.07.09 an das Bundesministerium für Bildung und Forschung zurück und mache in diesem Zusammenhang auf einen Kommentar von Helmut Hille vom 18.07.09 im Blog der GFWP aufmerksam:

Warum ganze Industriezweige in Deutschland verschwinden werden –
das müsste doch eine Bundesregierung interessieren!

Zum Wissensverbot schreibt Robert B. Laughlin in seinem soeben bei Suhrkamp erschienenen Buch “Das Verbrechen der Vernunft. Betrug an der Wissensgesellschaft” S. 132: “Ihren sichtbaren Ausdruck findet die Strategie (der Wissensbegrenzung) in der notorischen Krise der naturwissenschaftlichen und technologischen Disziplinen, denen immer mehr kluge Studenten den Rücken kehren, um sich der Wirtschaft, der Medizin, dem Finanzsektor und der Juristerei zuzuwenden. Alarmierte Regierungen versuchen aus Sorge um das künftige Wohl ihrer Industrien den Aderlass durch massive Subventionen ins Bildungssystem und durch Werbekampagnen zu stoppen, aber ihre Bemühungen sind vergebens.”

Gleichsinnige Sorge findet sich in der Antrittsrede des neuen Präsidenten der DPG, Prof. Dr. Gert Litfin, vom 31. März 2008, veröffentlicht im Physik Journal Mai 2008. Solange aber bei den Physikern immer nur Einstein gefeiert und nicht ernstlich über Grundsatzfragen und Alternativen nachgedacht werden darf und Sachverstand nur störend ist, wird sich an dieser Situation, dem Fernbleiben der Besten, die nicht gewillt sind, in Ehrfurcht geistigen Stillstand zu üben, auch nichts ändern. Dazu Litfin: “Die großen Herausforderungen unserer Zeit – wie z.B. Klimawandel und Energieversorgung – werden ohne entsprechend ausgebildete Naturwissenschaftler [aber mit Sachverstand bitte, der sich jedoch nicht einstellt, wenn die Kausalität geleugnet wird!] kaum lösbar sein. Bereits heute beziffert eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie die Kosten des Fachkräftemangels in Deutschland auf einen zweistelligen Milliardenbetrag. Die Folge ist, dass ganze Industriezweige in Deutschland nicht mehr konkurrenzfähig sein werden und vom deutschen Arbeitsmarkt verschwinden oder sich in anderen Ländern ansiedeln.”

Dazu wiederum Bundeskanzlerin Merkel, eine studierte Physikerin, die sich nicht um einen Job in der Physik Sorge machen muss daher mutig in einer 3SAT-Sendung über Max Planck: dass neue mit der Mainstreamphysik derzeit nicht erklärbare Messergebnisse im Kosmos mit neuen Theorien, die noch erarbeitet werden müssen, erklärt werden sollten, anstatt dafür alte Theorien irgendwie hinzubiegen, wie es Praxis ist. Diese Aussage signalisiert Hoffnung, dass wenigstens sie schon begriffen hat (und es zu sagen wagt), wie der Hase in der Physik läuft, während die DPG selber von Einstein auch nicht lassen will und so massiv zur Misere beiträgt, wie alle Physiker und Institutionen, die unkritisch Einstein huldigen, der nicht einmal physikalische Größen von physikalischen Gegenständen unterscheiden konnte. Und alle die ihm darin folgen, wissen so gar nicht, von was sie reden, pflegen nur die verordnete Inkompetenz. Hurra Deutschland! Folge: s. Titel dieses Kommentars.

(Helmut Hille)



Peter Ripota: Physik der Wunder

Es war einmal … so beginnt jedes Märchen. Und die Geschichte der Relativitätstheorie, ebenso wie diese selbst, übertrifft an Seltsamkeiten jedweges Märchen. Also: Es war einmal ein großer Ritter, der besiegte eines Tages einen furchtbaren Drachen namens „Äther“. Namenlosen Terror hatte dieser Drache über die Gemeinde der Gelehrten gebracht. Er hatte sie genarrt, indem er sich ihnen entzog, als sie sicher waren, ihn eingesperrt zu haben. Er hatte sich ihnen als federleichtes Wesen gezeigt, unsichtbar, von niemandem wahrgenommen – und gleichzeitig als stählernes Ungeheuer, fester als tausend Eisenstäbe, ineinander gepresst. Doch der mutige Ritter namens Albert hatte eine neue Theorie entwickelt und aus dieser den Drachen durch seine Zaubersprüche ein für alle Mal verbannt.

Da wagte es einer seiner unwichtigen Knappen, einen kleinen Einwand zu erheben. Paul Ehrenfest hieß der kecke Knabe, und er hatte die Kühnheit zu behaupten, es gäbe da in des Großen Ritters Genialer Theorie eine kleine Unebenheit. Eine Scheibe, die sich drehe – so der Knappe – eine solche Scheibe könne nämlich gar nicht existieren. Der Große Ritter war schockiert, denn es stimmte. Er veröffentlichte in einer Fachzeitschrift ein paar Gegenargumente, verschaffte dem Knappen den begehrten Posten eines Professors in den Niederlanden, die beiden wurden Freunde, und das war’s. Seine Entdeckung, Ehrenfestsches Paradoxon genannt, wurde fortan in den Büchern über des Großen Ritters Theorie nicht mehr erwähnt.

Werden wir wieder realistisch. Was hat es mit Ehrenfests Scheibe auf sich? Alles, was sich bewegt, zieht sich nach den Regeln der Relativitätstheorie zusammen („Längen-Kontraktion“). Das gilt natürlich auch für den gesamten Umfang einer Scheibe, wenn sie sich rasch dreht. Wenn der Umfang, also das Rad, kleiner wird, müsste sich die Scheibe verbiegen, was man aber verhindern kann, wenn man statt der Scheibe einen langen Zylinder aus einem festen Material nimmt. Wie aber kann sich etwas verbiegen, ohne sich zu verbiegen?

Darauf gibt es nur eine vernünftige Antwort: Es geht nicht, die Theorie ist Unsinn. Doch Einstein und seine Verehrer fanden eine andere, völlig groteske Lösung:

Es gibt keine starren Körper.

Natürlich glaubt das niemand, denn der alltägliche Augenschein überzeugt selbst einen Blinden, dass starre Körper wie Felsen oder Gläser existieren. Schlimmer noch: Die gesamte Spezielle Relativitätstheorie stützt sich darauf, dass es starre Körper gibt! „Starrer Körper“ ist derjenige Ausdruck, den Einstein am häufigsten verwendet. Diese Körper dienen als Maßstäbe, ohne sie geht nichts.

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Das Absurde der Speziellen Relativitätstheorie geschieht durch Wechsel des Standpunkts: Bin ich bewegt, stehst du still, bin ich still, bewegst du dich. Die Effekte gelten aber auf jeden Fall, egal ob bei dir oder bei mir. Das Wechseln des Standpunkts macht etwas möglich, was vorher unmöglich war. Um das Wunderbare – oder Absurde – der Situation ganz deutlich zu machen, stellen Sie sich folgendes vor: Sie hocken ganz friedlich am Tresen Ihrer Lieblingsbar, und plötzlich kommt so ein Kerl daher und macht Stunk. Er provoziert Sie, wie auch immer. Doch Sie lassen sich nicht einschüchtern und behaupten kühn, Sie könnten ihn mit dem kleinen Finger Ihrer linken Hand in die Luft heben. Er lacht sich kaputt, aber sie sagen, Sie müssten nur „den Standpunkt wechseln“. Sie gehen also ein halbes Mal um ihn herum, setzen sich noch eine Brille auf (möglichst eine in rosa) – und schwupp, schon ist der Kerl so leicht, dass Sie ihn ohne weiteres mit dem kleinen Finger hochheben können.

Ein Wunder? In der Tat! Warum nur hat Einstein seinem Fantasiegebilde einen so langweiligen Namen gegeben und dieses nicht einfach „Physik der Wunder“ getauft?

(Peter Ripota)



Unwissenschaftliche und falsche Wissensvermittlung an die nachkommenden Generationen

Ich komme auf die in meiner E-Mail an Prof. Dr. Jürgen Richter zitierten Aussagen vom Autor Jay Orear zurück:

Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden. Heutzutage akzeptieren fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation. Lediglich einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker behaupten immer noch, daß beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen. Der Autor dieses Buches ist so überzeugt von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, wie er von irgend etwas in der Physik überzeugt ist.
Jay Orear: “Physik”. München. Carl Hanser 1982/1985. S. 162.

Diese Aussagen aus einem seit über zwanzig Jahren an den Hochschulen und Universitäten bei Physik- und Ingenieurstudenten verbreiteten einführenden Lehrbuch finde ich merkwürdig und hochgradig unwissenschaftlich.

Der Autor eines Lehrbuches spricht zwar exaltiert von seiner persönlichen „Überzeugung“ von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, jedoch sind persönliche Überzeugungen keine wissenschaftlichen Argumente, zumal keinerlei experimentelle Nachweise für diese Überzeugung vorliegen. Man darf also seine persönliche Überzeugung teilen, man muss es nicht.

Dafür erwähnt er äußerst vage Tatsachen, worauf er nicht sinnvoll und brauchbar eingeht:

1) Es soll über das Zwillingsparadoxon „lange debattiert“ worden sein.

Wie lange? Sind diese Debatten einzusehen? Wo? Wer hat entschieden, dass diese „langen Debatten“ zugunsten seiner eigenen, vorliegenden Interpretation abzuschließen seien?

2) Es sollen „einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker“ geben, die „immer noch behaupten“, dass beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen.

– Welche Philosophen und welche Mathematiker „behaupten“ es? Namen? Wo sind ihre Arbeiten einzusehen?

– Gibt es „ein“ oder aber „zwei“ Physiker, die es auch „behaupten“? Namen dieser 1 oder 2 Autoren? Wo sind ihre Arbeiten einzusehen?

– Meint der Autor mit dieser Angabe „ein oder zwei Physiker“ seine Aussage begründet zu haben, dass „heutzutage fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation akzeptieren„? Akzeptieren alle Physiker diese Interpretation, bis auf diesen ein oder zwei anonymen Physikern? Woher will der Autor es wissen?

3) Haben diese anonym erwähnten Autoren lediglich „Behauptungen“ über ihre abweichende Interpretation geliefert, oder haben sie sie auch begründet? Was für Begründungen? Welche Argumente? Wo sind ihre Arbeiten nachzulesen?

 

Stellen diese Aussagen aus einem Lehrbuch eine seriöse Auseinandersetzung mit Gegenpositionen zu eigenen wissenschaftlichen Überzeugungen und Interpretationen dar? Auch nur im Ansatz? Haben damit die angehenden Physiker und Ingenieure überhaupt einen Einblick in einem umstrittenen Sachverhalt, der Anlaß zu „langen Debatten“ gegeben haben soll? Sind die angehenden Physiker und Ingenieure durch diese Diktion überhaupt motiviert, die Gegenpositionen in diesem Meinungsstreit selbst zu recherchieren und sich ihre eigene Meinung zu bilden? Wird im öffentlichen Bildungssystem die wissenschaftliche Wahrheit lediglich nach den persönlichen „Überzeugungen“ der Lehrbeauftragte und nach dem Mehrheitsverfahren entschieden und tradiert?

Aus meiner Sicht verstoßt diese Art der Wissensvermittlung in einem Lehrbuch gegen die Bestimmungen des Grundgesetzes, zumal beiläufig zugegeben wurde, dass ein wissenschaftlicher Meinungsstreit lange stattgefunden hat („Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden“). Ich erinnere, dass bei der Wissensvermittlung an die nachfolgenden Generationen das Grundgesetz eindeutige Pflichte für den Staat im öffentlichen Bildungssystem vorgesehen hat, siehe zum Beispiel mein Blog-Eintrag: Der Staat verstösst seit Jahrzehnten gegen das Grundgesetz. Nachstehend einige Auszüge aus dem Bonner Kommentar zum Grundgesetz, Art. 5 § 3 [Hervorhebungen im Fettdruck durch mich]:

Für die “freie wissenschaftliche Entfaltung” … “reicht es nicht aus, in Art. 5 Abs. 3 GG nur den Schutz der individuellen Freiheit des beamteten Wissenschaftlers zu erblicken” (S. 21)

Die Wissenschaftsfreiheit ist mehr als ein Spezialfall der Meinungsfreiheit des beamteten Hochschullehrers” (Seite 40)

Die Wissenschaftsfreiheit zwingt nicht zuletzt dazu, die Vielfalt der wissenschaftlichen Ansätze im Sinne eines Wissenschaftspluralismus mit dem darin liegenden Innovationspotential zu respektieren, zu schützen und zu fördern; für den Staat führt dies zu einem Gebot der Nicht-Identifikation (Seite 41).

“Der Wissenschaftler muss das eigene Forschungsresultat zum bisherigen Stand der Erkenntnisse in Bezug setzen und sich zumindest ansatzweise mit Gegenpositionen auseinandersetzen. […] Das Verfassungsgericht verfährt bei der Anwendung dieser Kriterien sehr großzügig (”weit zu verstehende(r) Wissenschaftsbegriff”) und spricht einem Werk die Wissenschaftlichkeit nur dann ab, wenn “es nicht auf Wahrheitserkenntnis gerichtet ist, sondern vorgefaßten Meinungen und Ergebnissen lediglich den Anschein wissenschaftlicher Gewinnung oder Nachweisbarkeit verleiht”. Indiz dafür ist “die systematische Ausblendung von Fakten, Quellen, Ansichten und Ergebnissen, die die Auffassung des Autors in Frage stellen” (S. 42)

Der Staat (hat) durch geeignete organisatorische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass das Grundrecht der freien wissenschaftlichen Betätigung so weit unangetastet bleibt …” (S. 22).

Die Förderung der Wissenschaft durch den Staat muß dem “Gebot meinungsneutraler Wissenschaftspflege” entsprechen (Seite 34).

Bei der Interpretation des Zwillingsparadoxons haben wir also ein Beispiel, wo diese gesetzlichen Bestimmungen im öffentlichen Bildungssystem nicht respektiert wurden, wobei hier sogar eine falsche Auslegung der Theorie sich lediglich aufgrund von rein persönlichen Überzeugungen durchgesetzt hat (materielle Realität der relativistischen Effekte), die jedoch von einer als kompetent und zuständig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung genannten öffentlichen Institution (Albert Einstein Institut) verneint wurde.

(Jocelyne Lopez)



Irrtümer werden im öffentlichen Bildungssystem seit Jahrzehnten gelehrt

Ich komme auf meinen Blog-Eintrag Juli 2009: Jocelyne Lopez schreibt an Prof. Dr. Jürgen Richter, mit Kopien an Frau Dr. Annette Schavan, Frau Angela Merkel und GFWP zurück, den ich im MAHAG-Forum ab hier zur Diskussion gestellt habe und gebe einen Austausch mit einem Teilnehmer wieder:

  

17.07.09 – Zitat von Uli:
[…]
Es kann ja sein, dass du andere Konventionen für eine Längenmessung vorziehst oder einfach sagst: die Länge eines bewegten Objektes interessiert mich nicht. Aber das ist deine persönliche Sache und interessiert weder Bundesminister noch Professoren noch sonst einen Physiker.

  

18.07.09 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Doch, die Länge eines bewegten Objektes interessiert mich sehr. Und gemäß Dr. Markus Pössel ist sie identisch mit seiner Ruhelänge.

Das ist also mitnichten „meine persönliche Sache„, weit verfehlt, und es muß sehr wohl das Bundesministerium für Bildung und Forschung auch interessieren, wenn seit Generationen eine falsche Auslegung der Theorie im öffentlichen Bildungssystem gelehrt wird!

Die Auslegung, dass die relativistischen Effekte materiell sind, wurde von Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut (wo gemäß Auskunft des Bundesministeriums die zuständigen und kompetenten Experten der Relativitätstheorie sitzen) eindeutig dementiert: Es handelt sich lediglich um Beobachtereffekte, die in der Natur sich nicht realisieren. Physikalische Eigenschaften des Vakuums (Äther) werden von Albert Einstein in seiner SRT zur kausalen Erklärung dieser Effekte nicht herangezogen, unabhängig davon, ob er sie in seiner ART ohne nähere Informationen und Definitionen in Betracht zieht.

Die Myonen-Experimente, die als eine Realisierung dieser Effekte von den Relativisten interpretiert werden, bestätigen folglich nicht die SRT, sondern im Gegenteil widerlegen sie.

Andere konkreten Messungen, die eine Verlangsamung des Alterns von lebenden Organismen nachgewiesen hätten, sind nicht vorhanden und liegen übrigens heute noch außerhalb der Messmöglichkeiten (wohl für alle Ewigkeit).

Die Lehrinhalte im öffentlichen Bildungssystem tradieren also Irrtümer in doppelter Hinsicht:

 – Die SRT legt keine physikalische Auswirkung der Effekte „Längenkontraktion“ und „Zeitdilatation“ zu Grunde. Beim berühmten Zwillingsparadoxon wird folglich keiner der beiden Zwillinge verkürzt und keiner altert langsamer.

– Es trifft nicht zu, dass diese Effekte tausendfach experimentell nachgewiesen wurden, wie es im Bildungssystem – und in den Medien – erzählt wird. Richtig ist, dass sie nie experimentell nachgewiesen wurden.

 

Doch doch, es muss schon das Bundesministerium für Bildung und Forschung interessieren, wenn Steuergelder seit Jahrzehnten dafür verschwendet werden, Schüler und Studenten in die Irre und die Forschung in eine Sackgasse zu führen. Es handelt sich um öffentliches Interesse und Anliegen der Allgemeinheit.

(Jocelyne Lopez)



Juli 2009: Jocelyne Lopez schreibt an Prof. Dr. Jürgen Richter, mit Kopien an Frau Dr. Annette Schavan, Frau Angela Merkel und GFWP

Unter Bezugnahme auf die Auskunft, die ich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007 erhielt, habe ich am 15.07.09 folgende E-Mail an Prof. Dr. Jürgen Richter gesandt, Mitarbeiter der Bundesministerin Dr. Annette Schavan:

Von Jocelyne Lopez
An Prof. Dr. Jürgen Richter
Datum: 15.07.09
Betr.: Spezielle Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Richter,

mit Ihrer E-Mail vom 09.05.07 erteilten Sie mir nach mehreren Anfragen im Auftrag der Bundesministerin für Bildung und Forschung folgende Auskunft: „Die Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung obliegt den Fachleuten und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen. Im Falle der Relativitätstheorie wäre dies z. B. das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik/Einstein-Institut in Potsdam-Golm.“

Erfreulicherweise hat sich 2008 ein Austausch mit einem Mitarbeiter dieser Institution entwickelt, Dr. Markus Pössel, der eine wichtige Klärung über eine Kernaussage der Theorie gebracht hat: Der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ ist nicht materiell, es handelt sich lediglich um einen Meßeffekt (Beobachtungseffekt), siehe hier:

 „Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;“

Dass der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ – und folglich auch sein Pendant „Zeitdilatation“ –  nur als Scheineffekte anzusehen sind ist übrigens auch von Albert Einstein selbst in seiner Speziellen Relativitätstheorie verankert (Zur Elektrodynamik bewegter Körper – Albert Einstein – 1905 – Seite 897):

„Wir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem Koordinatensystem aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind.“

 

Daraus resultiert zwangsläufig, dass bei zwei zueinander bewegten Objekten weder der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ noch der relativistische Effekt „Zeitdilatation“ sich in der physikalischen Realität auswirkt, was zum Beispiel im Falle des berühmten Zwillingsparadoxons dazu führt, dass keiner der beiden Zwillinge sich in Bewegungsrichtung verkürzt oder langsamer altert. Eine Verkürzung oder eine Verlangsamung des Alterns von lebenden Organismen bei absoluten oder relativen Bewegungen wurden auch nie messtechnisch bzw. experimentell festgestellt.

Jedoch wird die falsche Auslegung der Theorie, wonach der reisende Zwilling langsamer altert, nicht nur massiv in den Medien breitgetreten, sondern sie wird leider auch vom öffentlichen Bildungssystem tradiert, wie eine Stichprobe aus einem Lehrbuch es zum Beispiel dokumentiert:

 „Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden. Heutzutage akzeptieren fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation. Lediglich einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker behaupten immer noch, daß beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen. Der Autor dieses Buches ist so überzeugt von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, wie er von irgend etwas in der Physik überzeugt ist.“
Jay Orear: „Physik“. München. Carl Hanser 1982/1985. S. 162.

 

Als naturwissenschaftlich interessierte Bürgerin – und als Steuerzahlerin – finde ich es völlig unverantwortlich, dass Generationen von Schülern und Studenten im öffentlichen Bildungssystem seit Jahrzehnten durch falsche Auslegungen der Theorie in die Irre geführt werden.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Richter, wenn Sie mich darüber informieren würden, welche Maßnahmen das Bundesministerium für Bildung und Forschung einleiten kann, um die notwendigen Berichtigungen sowohl im öffentlichen Bildungssystem selbst als auch gegenüber den Medien zu veranlassen. Es handelt sich nämlich um ein Anliegen im Interesse der Allgemeinheit.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

Kopien an:

Frau Dr. Annette Schavan – Kontaktformular beim Deutschen Bundestag 
http://www.bundestag.de/mdb/bio/s/schavan0.html

Frau Angela Merkel – Kontaktformular beim Deutschen Bundestag
http://www.bundestag.de/mdb/bio/M/merkean0.html

GFWP – Gesellschaft zur Förderung der wissenschaftlichen Physik e.V.
http://wissenschaftliche-physik.com/



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