Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'Kritik der Relativitätstheorie'

Einstein bezieht sich zwar auf Maxwell, aber er widerspricht Maxwell

Ich gebe Austausche aus der Diskussion Einzug der Kritik der Speziellen Relativitäts-theorie in die Universitäten aus dem MAHAG-Forum wieder:

 

26.06.11 – Zitat Veritatibus:

Gut dann mal eine Frage, wir haben zwei Züge, auf zwei Schienen nebeneinander, in einem Wagen sitzen Sie, im anderen eine elektrische Ladung, es gibt keine Fenster. Einmal bewegen wir den Wagon in dem Sie sitzen am Wagon vorbei (welcher in Bezug zu den Schienen ruht) und einem bewegen wir den Wagon mit der Ladung an ihnen vorbei, und Sie ruhen in Bezug zu den Schienen mit ihren Wagon. Sie sagen, Sie können nun an dem was Sie in ihre, Wagon messen, entscheiden, welcher Wagon in Bezug zu den Schienen ruht?

 

03.07.11 – Zitat von Harald Maurer:

Natürlich kann man das durch Messung entscheiden! Und zwar anhand der Induktion, die je nachdem, ob sich der Wagon mit dem Feld oder der Wagon mit dem Messgerät bewegt, zu unterschiedlichen Zeitpunkten auftritt. Die Wagen seien am Beginn der Messung vorerst zueinander in Ruhe zueinander. Im ausgedehnten elektrischen Feld des einen Wagens befindet sich auch der andere Wagen bereits. In beiden Wagen wird aufgrund der Ruhe zueinander dieses elektrische Feld wahrgenommen. Bewegt sich mein Wagon mit dem Messgerät auf den Wagon mit der Feldquelle zu, erfolgt die messbare Induktion spontan, da ich mich bereits im Feld befinde und aufgrund der Bewegung sich dieses elektrische Feld in ein magnetisches verwandelt. Bewegt sich hingegen der Wagon mit der Feldquelle auf mich zu, teilt sich die Bewegung der Feldquelle durch das Feld bis zum Ort meines Messgerätes mit Lichtgeschwindigkeit mit. Die Induktion erfolgt daher nicht spontan, sondern zu einem etwas späteren Zeitpunkt. Man muss also bloß das Zeitintervall ab Bewegung bis zum Eintritt der Induktion messen, um zu wissen, welcher Wagon der bewegte und welcher der ruhende ist! Praktisch durchgeführt, sieht das so aus, dass man einen Zeitpunkt festlegt, an welchem meiner oder der andere Wagon in Bewegung versetzt wird. Von diesem Zeitpunkt an messe ich das Intervall bis zum Eintritt der Induktion und weiß sofort, ob mein Wagon oder der andere der bewegte ist. Ob man diesen winzigen Zeitunterschied technisch messen kann, ist eine andere Frage!

Noch eine Ergänzung zu meinem vorhergehenden Beitrag:

Wenn es stört, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt den einen oder anderen Wagon in Bewegung versetzen soll, so kann man den Versuch auch durchführen, wenn sich der eine oder andere Wagen schon in Bewegung befindet und am anderen vorbeikommt. Befinde ich mich mit einem geeigneten Messgerät in einem Wagon, so kann ich mit diesem den Zeitpunkt des Induktionseintrittes festhalten, aber auch zusätzlich durch Messung der Feldstärke, durch die ich mich bewege, feststellen, wann das Feld ein Maximum hat. Auch hier sind die Zeitintervalle ab Induktion bis zum Maximum unterschiedlich, je nachdem, welcher Wagon der bewegte ist!

 

03.07.11 – Zitat von Ernst:

Zitat Harald Maurer:  Natürlich kann man das durch Messung entscheiden!

Nein, das kann man ganz bestimmt nicht.

Zitat Harald Maurer: Bewegt sich mein Wagon mit dem Messgerät auf den Wagon mit der Feldquelle zu, erfolgt die messbare Induktion spontan, da ich mich bereits im Feld befinde und aufgrund der Bewegung sich dieses elektrische Feld in ein magnetisches verwandelt. Bewegt sich hingegen der Wagon mit der Feldquelle auf mich zu, teilt sich die Bewegung der Feldquelle durch das Feld bis zum Ort meines Messgerätes mit Lichtgeschwindigkeit mit. Die Induktion erfolgt daher nicht spontan, sondern zu einem etwas späteren Zeitpunkt.

Da willst Du wieder das Relativitätsprinzip aushebeln. Das funktioniert nicht. Der Vorgang ist in beiden Fällen identisch. Schon weil es absolute „Bewegung“ nicht gibt.

Die Wirkung ist auch im zweiten Fall instantan. Denn das Feld ist ja schon bei Dir und wird nur verschoben, was unmittelbare Wirkung zeitigt.

Immer bedenken; es geht um gleichförmige Bewegung.

Ob das eine oder andere Teil beschleunigt würde; das ließe sich mit dieser Masche schon feststellen.

 

03.07.11 – Zitat Harald Maurer:

Zitat Ernst: Die Wirkung ist auch im zweiten Fall instantan. Denn das Feld ist ja schon bei Dir und wird nur verschoben, was unmittelbare Wirkung zeitigt.

Falsch. Da müssten sich die äußeren bzw. alle Bereiche instantan mit der Feldquelle verschieben. Genau das schließt die Spezielle Relativitätstheorie aber aus. Instantane Fernwirkungen gibt es nur bei Newton (Gravitation). Daran hat er aber selbst nicht geglaubt.

 

03.07.11 – Zitat Ernst:

Das ist keine instantane Fernwirkung. Da sind zwei Inertialsysteme. In einem ist die Quelle fixiert und im anderen ist der Empfänger fixiert. Bewegen sich beide mit v zueinander, so wird die Feldstärke kontinuierlich vergrößert. Egal, ob Du das aus dem IS1 oder dem IS 2 heraus beschreibst.

 

03.07.11 – Zitat Harald Maurer:

Nein, das ist nicht egal. Denn die Bezugssysteme unterscheiden sich. Im Bezugssystem der Quelle sieht der mitbewegte Beobachter nur ein elektrisches Feld. Im Bezugssystem des Empfängers tritt sowohl eine Veränderung dieses elektr. Feldes als auch ein Magnetfeld auf. Für den bewegten Empfänger existiert dieses Magnetfeld spontan, weil er sich schon in Bereichen des elektr. Feldes befindet. Die Bewegung der Quelle des elektr. Feldes kann sich aber nicht instantan am Empfänger auswirken, weil sich diese bewegungsbedingte Veränderung des elektr. Feldes eben nicht instantan ausbreitet, sondern mit Lichtgeschwindigkeit. Nicht einmal ein sogenannter „starrer“ Körper würde sich instantan in Bewegung setzen, wenn man ihn beschleunigt.

Die Symmetrie, die Einstein als Fundament seiner Theorie in elektrodynamischen Vorgängen zu erkennen glaubt, existiert nicht! Interessanterweise ist es gerade die Unabhängigkeit von der Quelle, die er selbst postuliert, die das bewirkt. Es ist eben nicht egal, ob sich der Magnet oder der Leiter bewegt.

Wiki: „Damit bei Messungen mit bewegten Komponenten keine Missverständnisse auftreten, ist die Angabe des Bezugssystemes, aus dem heraus die Beobachtungen beschrieben werden, unbedingt erforderlich.“

 

03.07.11 – Zitat von Ernst:

Zitat Harald Maurer:  Feldes kann sich aber nicht instantan am Empfänger auswirken, weil sich diese bewegungsbedingte Veränderung des elektr. Feldes eben nicht instantan ausbreitet, sondern mit Lichtgeschwindigkeit.

Das hat doch nicht mit instantaner Ausbreitung zu tun, sondern mit instantaner Wirkung des örtlichen Feldes. Laß den Sender im IS1 eine Melodie modulieren, den der Empfänger in IS2 hört. IS2 hört immer das gleiche, egal ob er annimmt, daß er sich bewegt oder der Gegenpart. Gehört wird instantan das, was gerade am Empfänger anliegt. Aber natürlich frequenzerhöht infolge des Dopplereffektes. Dieser Dopplereffekt ist ebenfalls für beide Fälle gleich, da er nur von der Relativgeschwindigkeit abhängig ist.

Alles ist Spezielle Relativitätstheorie kompatibel.

Deine Auffassung widerspricht dem Relativitätsprinzip, selbst dem klassischen.

In Deinem konventionellen Äther könnte man anhand des unterschiedlichen Dopplereffektes in beiden Fällen unterscheiden. Dann gilt des Relativitätsprinzip aber nicht mehr.

 

04.07.11 – Zitat von Harald Maurer:

Zitat Ernst: Gehört wird instantan das, was gerade am Empfänger anliegt.

Ach so? Instantan mit dem Sender? Seit wann sind em-Wellen unendlich schnell?

Zitat Ernst: Dann gilt des Relativitätsprinzip aber nicht mehr.

Das Relativitätsprinzip gilt für Inertialsysteme, also für Koordinatensysteme, in welchen die mechanischen Gesetze Newtons gelten! Zwei Kanonenkugeln, im Ruhesystem in entgegengesetzte Richtungen abgeschossen, entfernen sich vom Start weg symmetrisch voneinander, von einem dazu relativ bewegten Bezugssystem betrachtet tun sie das nicht. Wieso erwartet man von Licht nicht dasselbe? Weil man Maxwell falsch verstanden hat, der nach Galilei-Trafo genau dasselbe aussagt, was für die Kanonenkugeln gilt? Wieso ist man von der Idee besessen, wenn Licht sich gleich verhielte wie die Kanonenkugeln, wäre das Relativitätsprinzip verletzt?

Maxwell beschreibt zweifellos eine isotrope Lichtausbreitung mit Bezug auf die Quelle. Einstein bezieht sich in seiner Arbeit auf Maxwell und ein paar Seiten weiter widerspricht er Maxwell, indem er die Unabhängigkeit des Lichts von der Quelle postuliert! Wenn die Lichtausbreitung unabhängig von der Quelle ist, die Ausbreitung also nicht in Bezug zur Quelle erfolgt, worauf bezieht sich denn dann die Ausbreitung?

Die Wellennatur des Lichts legt die Unabhängigkeit von der Quelle nahe. Dann besteht nicht der geringste Grund, die Elektrodynamik in die Zwangsjacke des Relativitätsprinzips zu zwängen, denn dann gilt das Relativitätsprinzip eben nur für die mechanischen Gesetze Newtons und nicht für das Licht. Die Asymmetrie der Induktionsprozesse weist unübersehbar darauf hin. Einstein beschreibt den Unterschied ja selbst:

„Bewegt sich nämlich der Magnet und ruht der Leiter, so entsteht in der Umgebung des Magneten ein elektrisches Feld von gewissem Energiewert, welches an den Teilen des Leiters einen Strom erzeugt.“ Und danach:

„Ruht aber der Magnet und bewegt sich der Leiter, so entsteht in der Umgebung des Magneten kein elektrisches Feld, dagegen im Leiter eine elektromotorische Kraft, welche keiner Energie entspricht, die aber einen elektrischen Strom von derselben Größe erzeugt, wie im ersten Falle die elektrischen Kräfte.“

Es ergeben sich also unterschiedliche Ereignisse, je nachdem, ob sich der Magnet oder der Leiter bewegt. Und es tritt der von mir beschriebene Unterschied im Zeitpunkt der Induktion auf, die zudem nach Einstein unterschiedliche Ursachen zu haben scheint, indem er im ersten Fall von „Stromerzeugung“ und im zweiten Fall von „Kraftentstehung“ spricht. Wieso solllte die Beschreibung des Vorgangs aus beiden Bezugssystemen eigentlich identisch sein??? Wieso sollte ein em-Signal vom Sender zum Empfänger keine Laufzeit haben?

Richtig ist, dass in beiden Fällen die elektromotorische Kraft für die Stromentstehung verantwortlich ist. Aber der Vorgang ist nicht symmetrisch im Sinne, dass nur aufgrund der Relativbewegung identische Ereignisse ablaufen. Das Kennedy-Müller Experiment zeigt überdies, dass ein Medium im Spiel ist, denn wenn bei einem rotierenden Magneten das Magnetfeld nicht mitrotiert – worin bleibt das Magnetfeld denn gleichsam fixiert?

Dass Du als Emissionstheoretiker meinst, die Spezielle Relativitätstheorie  würde die Phänomene richtig beschreiben, wundert mich etwas. Denn eine in Bezug zur Lichtquelle sich isotrop ausbreitende Lichtsphäre wäre von einem relativ dazu bewegten Bezugssystem ja auch nicht isotrop, sondern es ergäbe sich ja ebenfalls c+/-v. Wieso denkst Du denn, dass in diesem Fall das Relativitätsprinzip nicht verletzt wird und im Falle des Äthers schon? Und Du meinst sogar, im Weltraum würden unterschiedliche Lichtgeschwindigkeiten vorliegen, weil die Lichtausbreitungen jeweils bezogen zu den Quellen isotrop erfolgen würden – aber das widerspricht doch zweifellos der SRT – und dennoch meinst Du, die Spezielle Relativitätstheorie würde die Natur richtig beschreiben? Kann ja gar nicht sein!



Plagiate: Hat das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte eine Quelle manipuliert?

Der Verlag Thermessos stellt eine umfangreiche Studie online über die Plagiat-Vorwürfe zwischen Albert Einstein und David Hilbert anläßlich der Veröffentlichung des Buches von Daniela Wuensch

„zwei wirkliche Kerle“
Neues zur Entdeckung der Gravitationsgleichungen der
Allgemeinen Relativitätstheorie durch David Hilbert und Albert Einstein
Daniela Wuensch
Verlag Thermessos – 2. verbesserte Auflage 2007:

Auszüge:

Ein Kriminalfall in der Wissenschaftsgeschichte?

Prioritätsstreite haben immer wieder zu Fälschungen von Quellen geführt. In den letzten Jahren stritten Historiker mehrfach intensiv über die Priorität bei der Entdeckung der endgültigen Gravitationsgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Wer fand sie zuerst? David Hilbert oder Albert Einstein? Im November 1915 hatte Einstein fast nur mit Hilbert korrespondiert. Sie lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Entdeckung der endgültigen Gleichungen. Da entscheidende Briefe Hilberts an Einstein fehlen, war die Frage nicht eindeutig zu beantworten. Doch lange Zeit schien es, dass Hilbert die Gleichungen zuerst fand.

Seit 1997 kehrte sich das Blatt um. Nun war Hilbert der Dieb. Die Entdeckung einer bis dahin unbekannten Quelle spielte dabei eine entscheidende Rolle. Jüngst kehrte sich das Blatt wieder um. Genauere Untersuchung dieser Quelle ließ Merkwürdiges erkennen: Eine vielleicht entscheidende Passage war ausgeschnitten.

Daniela Wuensch hat sich alle Quellen noch einmal genau angeschaut und entdeckte bisher Übersehenes – und Erstaunliches:
Ist hier eine Quelle manipuliert worden?

 

Zu weiteren Untersuchungen des Verlags Thermessos siehe weiterführende Links:

Erwiderung auf Jürgen Renn, FAS 20.11.2005
Erwiderung von D. Wuensch auf Norbert Schappacher
Artikel zu D. Wuensch’s Buch
Wer war David Hilbert? Von D. Wuensch und K. Sommer
Fotos von Hilbert’s Umbruchkorrekturen
Links zu Aufsätzen, Rezensionen und Artikeln zum Einstein-Hilbert Prioritätsstreit



Über den Unsinn, das GOM-Projekt Relativitätstheorie zu verteufeln

Ich komme auf meinen vorherigen Eintrag über die anonymen Angriffe und die Hetze von einem Stalker gegen die Forschungsgruppe G.O. Mueller (GOM-Projekt) und seine Interessenvertreter (Ekkehard Friebe und ich) zurück und gebe weitere Austausche aus dem Forum des Kritikers Harald Maurer wieder:

 

30.06.11 – Zitat von Veritatibus:

Da hätte ich mir ja einiges an Aufwand sparen können, und dort auf die Zitate Bezug nehmen. Eventuell hätte man da das eine oder andere doch deutlicher hervorheben können. Wenn die Verschwörungsphantasien aus dem 9. Kapitel hier schon mal angesprochen wurden, warum gibt es kein klares Statement von den Kritikern dazu? 

Ich meine auch durch Schweigen kann der Eindruck entstehen man stimme etwas zu, oder trage es sogar mit. Angenommen ich wäre Kritiker, bin ich auch in vielen Dingen, ich war immer gegen Atomkraft oder auch Tierhaltung wie es heute großenteils üblich ist. Nun bin ich in einem Forum aktiv, dass meine kritische Meinung teilt, und da wird nun von einem Kritiker auf mal aus einem Buch zitiert, das richtig abstruse Verschwörungsfantasien zum Besten gibt, und dann auch noch zu ganz verrückten Taten aufruft. Dann würde ich dazu doch eine Meinung haben, ich würde sagen, ja genau, sehe ich auch so, also auf an die Universitäten, und Friebes Buch mal vorlesen, die „Unterdrückung“ muss nun eine Ende haben, die ganzen Physiker sind die Wissenschaftsmafia, alles Betrüger, wir leben in einem Relativistikstaat, unsere Kinder werden schon im Kindergarten indoktriniert, und bekommen später in der Schule alle das Gehirn gewaschen. 

Oder ich sage, nun also so ganz teile ich diese Meinung nicht, die Spezielle Relativitätstheorie ist wohl nicht das Gelbe von Ei, aber das mit der weltweiten Unterdrückung ist nun doch schon einwenig recht extrem, ich würde da doch andere Wege favorisieren. 

Wenn ich immer schweigen würde, könnten andere das als Zustimmung werten. Frau Lopez schreibt immer so, das man glauben könnte, hier im Forum sind viele von der Kritikergemeinde, und die stehen geschlossen hinter GOM. Gibt es da nun eine Differenzierung?

 

30.06.11 – Zitat von Harald Maurer:

Man folge diesem Link und beachte den letzten Satz auf der Seite!
Jedenfalls darf man nicht übersehen, dass die Arbeit von GOM ein recht umfassendes und wertvolles Literaturverzeichnis von Kritikern darstellt, die zum Großteil Physiker und Fachleute waren und sind – und viele ihrer Argumente sind nachvollziehbar. Und von der überwiegenden Anzahl dieser Kritiker kann man nicht behaupten, sie wären unqualifiziert!

Für mich gibt es keinen Zweifel daran, dass die Relativitätstheorien reine Denkkonstruktionen sind, besser gesagt Phantasieprodukte. Denn es gibt zu viele Ungereimtheiten in diesen Theorien. Ein Beispiel: eine der Grundlagen für die Allgemeine Relativitätstheorie ist die Äquivalenz von Gravitation und Beschleunigung. Man könne diese nicht unterscheiden, meint Einstein, und liefert das bekannte Beispiel vom beschleunigten Aufzug. Als man bemerkte, dass man in diesem Aufzug Gravitation und Beschleunigung aufgrund auftretender Gezeitenkräfte sehr wohl unterscheiden kann, schränkte man den Geltungsbereich dieser Äquivalenz auf „lokal“, d.h. entsprechend kleine Bezugssysteme ein. Aber das nützt leider gar nichts, denn auch in diesem Bereich ist eine Unterscheidung leicht möglich, denn ein geladenes, beschleunigtes Teilchen gibt Strahlung ab, unter Gravitationseinfluss macht es das aber nicht! Oder: einerseits hat man sich darauf festgelegt, dass die Längenkontraktion der Speziellen Reltivitätstheorie ein Messeffekt aufgrund der Relativität der Gleichzeitigkeit ist und nicht mit materieller Veränderung einher geht. Andererseits funktioniert die Spezielle Relativitätstheorie-Erklärung der Lorentzkraft nur mit der Annahme einer konkreten Kontraktion bewegter Elektronen. SIehe hier. Nun ist diese höhere Elektronendichte durchaus ein materieller Effekt mit durchaus materiell physikalischer Auswirkung und die Längenkontraktion kann hier nicht als Messeffekt aus der Relativität der Gleichzeitigkeit gedeutet werden. Auf solche widersprüchlichen Aussagen der Speziellen Relativitätstheorie stößt man in vielen Fällen, wenn man genauer hinsieht und mitdenkt. Dazu kommt, dass unter den Relativisten hinsichtlich ihrer Interpretationen von Zeitdilatation, Längenkontraktion, Lorentzkontraktion und diversen Paradoxa keinerlei Einigkeit herrscht.

Viele solche Umstände zeigt die Arbeit von GOM deutlich auf – auch wenn manche der Ausführungen auch falsch sind. So ist das Argument von Pagels, die Zeit müsse ebenso kleiner werden wie die Länge, natürlich verfehlt, weil er – irregeleitet durch den Begriff „Zeitdilatation“ – übersieht, dass die Zeit durch die Zeitdilatation ohnehin kleiner wird, ebenso wie die Länge, denn die Zeitdilatation bewirkt ja, dass im bewegten Bezugssystem weniger Zeiteinheiten verstreichen als im ruhenden Bezugssystem.

Oder die Behauptung in der GOM-Arbeit, die Spezielle Relativitätstheorie gelte nur für parallele Bewegungen – was natürlich auch nicht zutrifft, denn wie eine Relativgeschwindigkeit zustande kommt, ist völlig egal. Aber an diesen Fehlern in den Texten von GOM kann man sich nicht anhängen und die ganze Arbeit als Unsinn bezeichnen, denn das ist sie nicht. Über gewisse Anklänge an Verschwörungstheorien muss man hinwegsehen und auch in einigen anderen Formulierungen wird über das Ziel hinaus geschossen. Da wurden Emotionen hinein gelegt, wo sie nichts verloren haben. Aber vom Informationsgehalt und -Wert ist die Arbeit von GOM eine durchaus anerkennungswerte Leistung!

 

30.06.11 – Zitat von Highway:

Vollkommen richtig! Es sollte wenigsten zum Nachdenken anregen, was es aber meist und leider nicht tut.

 

01.07.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Zitat Harald Maurer: „Viele solche Umstände zeigt die Arbeit von GOM deutlich auf – auch wenn manche der Ausführungen auch falsch sind. So ist das Argument von Pagels, die Zeit müsse ebenso kleiner werden wie die Länge, natürlich verfehlt, weil er – irregeleitet durch den Begriff „Zeitdilatation“ – übersieht, dass die Zeit durch die Zeitdilation ohnehin kleiner wird, ebenso wie die Länge, denn die Zeitdilatation bewirkt ja, dass im bewegten Beugssystem weniger Zeiteinheiten verstreichen als im ruhenden Bezugssystem“.

Hier möchte ich anführen, dass die Studie der Forschungsgruppe G.O. Mueller ein Nachschlagewerk über alle hinterfragenden und kritischen Ansätze über die Spezielle Relativitätstheorie über 95 Jahre darstellt. Das ist ihre wiederholt erklärte Zielsetzung, dieses Material zu dokumentieren und in der wissenschaftlichen Gemeinde, die es ignoriert, zur Diskussion zu stellen. Das ist eine hohe wissenschaftliche Anforderung. Nirgendwo hat G.O. Mueller behauptet, dass er hinter allen der referierten Arbeiten einzeln persönlich steht, nirgendwo hat er behauptet, dass er sie alle für fehlerfrei hält, ganz im Gegenteil hat er sich jegliche einzelne Bewertung als richtig oder falsch vorenthalten, siehe zum Beispiel: 

Stellungnahme vom 18.12.08 zu den Reaktionen auf das GOM-Projekt:

2. Das GOM-Projekt beurteilt nicht die Stellungnahmen der dokumentierten Kritiker.

3. Das GOM-Projekt macht sich nicht alle referierten kritischen Aussagen der Kritiker zu eigen, hält jedoch die Haltlosigkeit der Erfindungen von Albert Einstein (Längenkontraktion ohne Stauchung des Körpers in der Ätherdrift; daraus abgeleitete Zeitdilatation mit Jungbleiben des raumreisenden Zwillings) für erwiesen, und zwar von Anfang an. Das GOM-Projekt hält die von den Kritikern gegebenen Begründungen für hinreichend und fügt keine eigenen Argumente hinzu.

Was das GOM-Projekt anstrebt, ist ein Brainstorming in der wissenschaftlichen Gemeinde über diese Theorie. G.O. Mueller sagte uns auch sinngemäß in einer internen Korrespondenz: Es gibt immer mindestens einen nachvollziehbaren Ansatz oder ein interessantes Argument in allen Kritikerschriften, das sich lohnt festgehalten zu werden und zum Nachdenken anzuregen. Das ist seine erklärte Zielsetzung und seine erklärte Vorgehensweise. Wenn die Stalker und Mobber von „Fehlern von G.O. Mueller“ sprechen, sprechen sie also von den Fehlern eines bestimmten kritischen Autors. Der Fehler-Katalog gibt auch als detaillierte Quelle immer den Autor an, der sich mit einem bestimmten Ansatz der Hinterfragung oder Kritik der Speziellen Relativitätstheorie beschäftigt hat. G.O. Mueller referiert dabei nur in stichworthaltigen Formulierungen über den aufgeworfenen Ansatz in der genannten Quelle. Es gilt also, wenn man als Relativist eine Gegenposition annimmt, sich mit der Originalquelle einzeln zu beschäftigen, anstatt G.O. Mueller persönlich anzugreifen, alle kritische Autoren als unqualifiziert zu erklären, die komplette Dokumentation als fehlerhaft und wertlos in die Tonne kloppen zu wollen und das Nachschlagewerk zu verteufeln, was in hohem Maße unwissenschaftlich ist.

Dieses angestrebte Brainstorming von G.O. Mueller  über die Spezielle Relativitäts-theorie habe ich seit ca. 8 Jahren im Internet mit Erfolg eingeführt: Die Hinterfragung und die Kritik der Speziellen Relativitätstheorie haben ein unübersehbares, gewaltiges und ungebrochenes Interesse in allen Internetdiskussionen ausgelöst und immer die Rekorde der Aufrufe gebrochen. Auch dort wurde eine Menge von wertvollen Ansätzen und Argumenten geäußert, auch von Physiklaien, die sich lohnen festgehalten und diskutiert zu werden. Auch naive Hinterfragungen oder fehlerhafte Ansätze sind für ein Brain-storming wertvoll und regen zum Nachdenken und Mitdenken an, siehe : Mein Blog nutzt die einmalige Chance des Brainstorming über die SRT aus Forendiskussionen. Auch Fehler sind nützlich um der wissenschaftlichen Wahrheit ein Stück näher zu kommen, die Fehler Einsteins und die Fehler der Kritiker Einsteins.

Nur die offizielle, etablierte Physik weigert sich noch, sich an diesem Brainstorming zu beteiligen, siehe zum Beispiel die Haltung von Dr. Markus Pössel als Vertreter des Albert Einstein Instituts, das offiziell gemäß Bundesministerin für Bildung und Forschung die Kompetenz zum wissenschaftlichen Meinungsstreit besitzt.

Zitat Harald Maurer: „Über gewisse Anklänge an Verschwörungstheorien muss man hinwegsehen und auch in einigen anderen Formulierungen wird über das Ziel hinaus geschossen. Da wurden Emotionen hinein gelegt, wo sie nichts verloren haben. Aber vom Informationsgehalt und -Wert ist die Arbeit von GOM eine durchaus anerkennungswerte Leistung!“

Auch darüber muss man nicht hinwegsehen, wenn man nach wissenschaftlicher Wahrheit strebt, z.B. nach der Aussage von Max Jammer: „Was eigentlich Physik ist, kann nur historisch verstanden werden“. Die Historiker haben auch eine wichtige Rolle zur Aufklärung zu spielen. Überall in der Welt, gestern wie heute, finden bekanntlich Machtkämpfe statt, das ist ein „normaler“ Zustand in allen menschlichen Gesellschaften, einschließlich in der Wissenschaft. Warum nicht in der Wissenschaft? Auch hast Du selbst in Deiner Homepage zum Beispiel das Buch von Gotthard Barth vorgestellt, das über historisch belegte Gegebenheiten berichtet: Das gigantische Betrug mit Einstein. Nein, auch darüber muss man nicht hinwegsehen.

Und über Emotionen muss man ohnehin nie hinwegsehen, nichts geschieht bei Menschen ohne Emotionen, sie sind tagtäglich unsere treuesten Begleiter. Sie sind auch ein wertvoller Indikator um Gegebenheiten zu verstehen und ggfs. sinnvoll einzugreifen. Emotionen gab es schon ganz am Anfang zur Zeit der Aufstellung der Speziellen Relativitätstheorie zwischen allen Akteuren und allen Beteiligten, ob Wissenschaftler oder Interessenten. Die Geschichte der Speziellen Relativitätstheorie ist natürlich auch die Geschichte der Emotionen, damals wie heute, wie könnte es anders sein? Auch über Emotionen muss man nicht hinwegsehen, sie begleiten alle menschlichen Handlungen.



Danke, Herr Dr. Markus Pössel, aber verschaukeln kann man sich selbst!

Im Zusammenhang mit den verschiedenen Blog-Diskussionen und Nebendiskussionen von Dr. Markus Pössel bei der Plattform Spektrum der Wissenschaft Diskussionen mit unorthodoxen Kritikern und Einstein verstehen: Ein Blogexperiment, Teil I, übernehme ich hier Auszüge aus einem Elaborat in einer Diskussion im MAHAG-Forum von einem meiner treuesten Stalker über die Forschungsgruppe G.O. Mueller (GOM-Projekt Relativitätstheorie), deren Interessen ich zusammen mit Ekkehard Friebe in der Öffentlichkeit seit mehreren Jahren vertrete:

 

28.06.11 – Zitat von Veritatibus:

Zu GOM, die Frage steht immer noch im Raum, warum wird GOM nicht von einer qualifizierten Person in der Öffentlichkeit vertreten, dass die aktuelle Vertretung keine Fachkompetenz zu physikalischen Fragen besitzt, ist wohl auch von der „Kritikergemeinde“ nicht ernsthaft zu bestreiten. Und auch wenn man das nun als Angriff von mir gegen Frau Lopez werten wird, geht es mir nicht darum, sondern wirklich um die Sache. Zur Erklärung, wenn ich was erreichen will, demonstriere und zeige ich in der Öffentlichkeit doch Sachkompetenz.
[…]
Wenn GOM also seit Jahren in der Öffentlichkeit nicht qualifiziert vertreten wird, muss es doch einen Grund haben. Kann es sein, das GOM niemanden findet, der qualifizierter wäre, als die jetzige offizielle Vertretung? Dann kommt dazu die Frage, warum interveniert die „Kritikergemeinde“ nicht, warum wird aus der Gemeinde nicht mal jemand ins Rennen geschickt, der Physiker ist, oder der zumindest aber Ahnung von Physik hat, der fachlich mit den Physikern auf Augenhöhe diskutieren kann. Ein Physiker wird sich doch wohl finden lassen, oder zumindest eine Person welche über entsprechendes Fachwissen verfügt, um GOM offiziell kompetent zu vertreten.

Und das wird man doch mal fragen dürfen, ohne dass es gleich heißt, das wäre ein Angriff gegen eine Person. Wenn wir einen Torwart haben, der keinen Ball hält, dann wird man doch mal fragen dürfen, warum der Verein da keinen qualifizierten ins Tor stellt.

Dann war das erklärte Hauptziel von GOM, einen öffentlichen Dialog über die SRT zu initiieren. Da gibt es nun den Blog von Herrn Pössel, und da er mal für das AIE gearbeitet hat, oder auch noch arbeitet, hätte man da doch den idealen Ansprechpartner. Warum sucht sich nun GOM nicht ein paar qualifizierte Mitglieder aus den eigenen Reihen, und beginnt dort die öffentliche Diskussion über die SRT? Warum schreibt da nur Frau Lopez? Hat GOM keine qualifizierten Mitstreiter?

Das ist einfach so nicht verständlich, das sind ganz einfach Sachfragen.
[…]
Und Frau Lopez ist nach eigenen Aussagen die offizielle Vertretung für GOM in Deutschland. Dann ist wohl zu vermuten, dass die „Lehre der Kritik an der SRT“ auf Schriften von GOM zurückgreifen wird. Damit ist es auch sinnvoll, gerecht, legitim und legal, diese Fragen hier zu stellen.

Warum verweigern sich die Kritiker hier jeden Dialog, und beschränken sich auf persönliche Angriffe, Ausweichmanöver oder betroffenem Schweigen? Die Kritiker wollen doch was ändern, wie ist denn da die Strategie, abwarten bis alle Physiker gestorben sind? Ihr müsst was tun, euch bewegen, organisieren, für eure Sache werben, euch verkaufen, repräsentieren. Gründet eine Präsenz im Web, einen gemeinnützigen Verein, richtet ein Forum ein, wählt eine Vertretung, greift ruhig auf das Buch von GOM zurück, da habt ihr schon mal was in Händen. Anders wird das nichts. Es werden rhetorisch gut geschulte und fachlich qualifizierte und kompetente Sprecher gebraucht, die sich vernünftig und vor allem sachlich in der Öffentlichkeit artikulieren können, wer was von denen hört oder liest muss sich denken, man der weiß aber wovon er spricht, der hat richtig Ahnung. Und solche Sprecher sollten auch sympathisch sein, ein gewisser Charme schadet nicht, wenn man Gehör finden will, vor allem sollte man nicht in den Angriff gehen und ständig mit Schuldzuweisungen arbeiten, sondern mit sachlichen Argumenten.

Das könnte echt spannend werden, wenn hier mal einwenig Schwung in die „Kritikergemeinde“ kommen würde.

 

Eine Kritiker-Gemeinde, die einen öffentlichen, wissenschaftlichen Meinungsstreit mit der etablierten Physik-Gemeinde sucht, gibt es zum Beispiel hier: An Open Letter to the Physics Community.

Ein Physiker aus dieser Kritiker-Gemeinde, Peter Ripota, der „fachlich mit den Physikern auf Augenhöhe“ diskutieren kann, hat am 15. Juni 2010 eine Anfrage an Dr. Markus Pössel gerichtet, mit der Bitte um Position über die Tatsache zu beziehen, dass in der Mainstream-Literatur verschiedene, widersprüchliche Auffassungen über die Natur der Längenkontraktion vertreten werden, siehe hier.

Und was hat Dr. Markus Pössel, Mitarbeiter vom Max-Planck-Institut für Gravitations-physik / Albert Einstein Institut bei einer Nachfrage von mir in seinem Blog geantwortet?

Man solle sich in der Literatur und in den Lehrbüchern selbst die Antworte zusammensuchen!!!

Siehe: Der orthodoxe Mitarbeiter vom Albert Einstein Institut Dr. Markus Pössel: Billiger geht es wohl kaum  

Danke, Herr Dr. Markus Pössel, aber verschaukeln kann man sich selbst!

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Albert Einstein: Äther gerne, aber bitte ohne Äther!

Ich verweise auf meinen Blog-Eintrag Der Gedankenbrei der Speziellen Relativitätstheorie und Sollte man mit der Relativitätstheorie auch gleich die ganze Mathematik entsorgen? über die Natur de Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie als kinematischen oder dynamischen Vorgang und gebe weitere Austausche aus dieser Diskussion im MAHAG-Forum wieder:

 

23.06.11 – Zitat von Ernst:

Ja, in jedem Inertialsystem ist die Schallgeschwindigkeit in ruhender Luft gleich und in mit v bewegter Luft auch gleich, nämlich a+v.

 

23.06.11 – Zitat von Chief:

Das gleiche gilt auch für die Lichtgeschwindigkeit – in jedem Inertialsystem ist die Lichtgeschwindigkeit  im ruhenden Äther gleich c.
Wo bleibt Dein Relativitätsprinzip?

 

24.06.11 – Zitat von Ernst:

Das ist das Relativitätsprinzip. Das ist nämlich exakt die Aussage der Speziellen Relativitätstheorie, wenn Du es noch nicht gemerkt hast. In der Speziellen Relativitätstheorie besitzt jedes Inertialsystem einen ruhenden Äther.

 

25.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

In der Speziellen Relativitätstheorie „besitzt jedes Inertialsystem einen ruhenden Äther„???!!

Wo steht das in der Speziellen Relativitätstheorie???!!

Wo hat Einstein in der Speziellen Relativitätstheorie von einem Äther gesprochen??? Kannst Du die entsprechenden Aussagen genaue zitieren?

 

25.06.11 – Zitat von Ernst:

Ja.

Das ist so, wird nur nicht so genannt.
Die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit ist gleichbedeutend mit Ansatz eines in jedem Inertialsystem ruhenden Äthers.

 

26.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Zitat Ernst: „Ja. Das ist so, wird nur nicht so genannt.“

Ach so? Das ist so, aber es wird in der Speziellen Relativitätstheorie nicht so genannt, ach so?

Wenn also irgendetwas existiert und in der Speziellen Relativitätstheorie nicht genannt wird, dann kann man natürlich behaupten, dass die Spezielle Relativitätstheorie äußerst aussagekräftig ist, praktisch: Die Spezielle Relativitätstheorie ist dann eine universell gültige Theorie, für alles was nicht genannt wird aber existiert, sowie auch für alles was nicht genannt wird aber nicht existiert. Ist das nicht schön? Auf diese geniale Idee sollte man schon kommen. Und natürlich kann sie dadurch auch nie falsch und nie falsifisiert werden, sehr praktisch, oder? Die Kritiker sind in hohem Maße törisch, lernresistent und begriffsstutzig, wenn sie etwas in der Speziellen Relativitätstheorie kritisieren, dass zwar „so“ ist, aber in der Speziellen Relativitätstheorie nicht „so“ genannt wird, ist schon klar, Ernst, ist schon klar…

Zitat Ernst: „Die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit ist gleichbedeutend mit Ansatz eines in jedem Inertialsystem ruhenden Äthers.

Ach so? Da die Spezielle Relativitätstheorie hier nicht nennt relativ zu welchem existierenden oder nicht existierendem InertiaIsystem die Lichtgeschwindigkeit invariant ist, dann darf ich mir das aussuchen, oder? Ich könnte zum Beispiel genauso wie Du es tust sagen: „In der Speziellen Relativitätstheorie besitzt jedes Inertialsystem ein ruhendes Wasser im Fluß“ oder „In der Speziellen Relativitätstheorie besitzt jedes Inertialsystem eine ruhende Luft in der Atmosphäre“. Das ist vom Sinn her gleichwertig mit Deiner Aussage „In der Speziellen Relativitätstheorie besitzt jedes Inertialsystem einen ruhenden Äther“, oder? Das ist auch „so“, wird bloß nicht „so“ genannt.

Aber was bedeutet überhaupt dieses Kauderwelsch? Was bedeutet überhaupt, dass in der Speziellen Relativitätstheorie die Lichtgeschwindigkeit invariant ist zu alles was existiert aber nicht genannt wird und auch invariant ist, zu etwas (Äther) was nicht existiert ??? Irgendwie sieht die Spezielle Relativitätstheorie nicht wie eine Theorie aus, sondern wie einen Gedankenbrei, oder? Ohne sie natürlich als ignorante, törische, begriffsstutzige und arrogante naturwissenschaftliche interessierte Bürgerin kritisieren zu wollen, natürlich, um Gotteswillen!   

Außerdem wird sehr wohl in der Speziellen Relativitätstheorie genannt und untersucht, worin sich das Licht ausbreitet, und zwar in einem leeren Raum, also im Nichts. Man kann also sagen, dass in der Speziellen Relativitätstheorie die Lichtgeschwindigkeit invariant ist zu Nichts. Ist es möglich – ohne begriffsstutzig und lernresistent mich zeigen zu wollen, natürlich – dass eine Geschwindigkeit relativ zu Nichts invariant sein kann? Ich fürchte, dass es physikalisch, meßtechnisch und logisch nicht möglich ist, oder?

 

26.06.11 – Zitat von Hannes:

So deutlich sind die Kritikpunkte zur Speziellen Relativitätstheorie schon lange nicht herausgestellt worden.

Dass Ernst mit dem Aether so herumeiert, ist, weil er den Aether in seiner Emission nicht gebrauchen kann: Einmal Ja, einmal Nein. Am liebsten wäre ihm Nein, aber das geht doch nicht recht.



Schriftwechsel zwischen der Forschungsgruppe G.O. Mueller und dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Horst Köhler

Ich verweise auf eine noch unveröffentlichte Anfrage der Forschungsgruppe G.O. Mueller vom 17. September 2007 an den damaligen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Horst Köhler:

Brief vom 17.09.2007 der Forschungsgruppe G.O. Mueller an den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Horst Köhler:  Die Wissenschaftsfreiheit nach Grundgesetz Art. 5, Abs. 3: Bitte um erstmalige Einführung seit Inkrafttreten des Gesetzes im Fachgebiet “Theoretische Physik”

womit die Forschungsgruppe den Bundespräsidenten über die Verhinderung der wissenschaftlichen Freiheit im Gebiet der theoretischen Physik durch den völligen Ausschluss der Kritik der Relativitätstheorie aus der offiziellen Wissenschaft informierte, und ihn somit auf Verstöße gegen die Bestimmungen des Grundgesetzes aufmerksam machte, siehe z.B.:

Zitat G.O. Mueller:  

[…] Wir sind ein anonymes Forschungsprojekt in der Bundesrepublik Deutschland und erforschen und dokumentieren alle erschienenen kritischen Veröffentlichungen zur Speziellen Relativitätstheorie seit 1908, prinzipiell aus allen Ländern und in allen Sprachen, praktisch aber noch sehr begrenzt, zum Nachweis des totalen Ausschlusses dieser Kritik und ihrer kritischen Autoren aus der offiziellen “physikalischen Wissenschaft” seit 1922 und somit auch seit der Geltung des Grundgesetzes 1949. In der ersten Veröffentlichung unserer Dokumentation 2001 hatten wir 2896 kritische Veröffentlichungen nachgewiesen; in der aktuellen Ausgabe von 2004 haben wir 3789 kritische Veröffentlichungen nachgewiesen.

Die Nicht-Rezeption dieser Kritik und der totale Ausschluß der kritischen Autoren als Personen aus der “physikalischen Wissenschaft” beweisen nach unserem Urteil, daß in dem genannten Fachgebiet die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes nie eingeführt worden ist: die “theoretische Physik” ist damit grundrechtlich exterritoriales Gebiet. […]

Auch wurden in diesem Brief die Gründe der Anonymität der Initiatoren, Organisatoren und Mitglieder der GOM-Forschungsgruppe dem Bundespräsidenten ausführlich dargelegt, z.B.:

Zitat G.O. Mueller:

Die Gründe für die Anonymität des Forschungsprojekts sind vielfältig. Wir haben sie in den auf CD beigefügten “Offenen Briefen” seit Jahren eingehend dargelegt. Es ist nicht gesund, in Deutschland Kritik zu üben und den Machthabern einer “Wissenschaft” den permanenten Rechtsbruch nachzuweisen. Deshalb tritt unser Forschungsprojekt grundsätzlich nur mit Arbeitsergebnissen an die Öffentlichkeit, nicht mit Personen. […]

Dieser Brief blieb vom Bundespräsidenten Horst Köhler unbeantwortet. Am 12.04.2008 habe ich nachgefragt und erhielt am 16.04.2008 die unglaublich stupide Antwort aus seinem Amt:

Antwort vom Bundespräsidialamt vom 16.04.2008 an den Brief von G.O. Mueller „Wissenschaftsfreiheit nach Grundgesetz Art. 5, Abs. 3: Bitte um erstmalige Einführung seit Inkrafttreten des Gesetzes im Fachgebiet “Theoretische Physik“



Sollte man mit der Relativitätstheorie auch gleich die ganze Mathematik entsorgen?

Ich verweise auf meinen Blog-Eintrag Der Gedankenbrei der Speziellen Relativitätstheorie über die Natur de Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie als kinema-tischen oder dynamischen Vorgang und gebe weitere Austausche mit dem Teilnehmer Ernst wieder:

 

23.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Dass in der Natur massiv und überall dynamische Vorgänge stattfinden, weil in der Natur massiv und überall Kräfte einwirken, und dass die Untersuchung und die Berechnung dieser dynamischen Vorgänge den Löwenanteil der Physik und des Ingenieurswesens ausmachen negiere ich gar nicht, ich habe es sogar im Gegenteil hervorgehoben. Die Tatsache, dass alle Theorien zwangsläufig Vorgänge aus der Natur heranziehen bedeutet aber keinesfalls, dass sie beanspruchen, alle Vorgänge der Natur auf einmal zu untersuchen, zu erklären und zu berechnen: Eine Theorie ist keine universelle Beschreibung und Erklärung der gesamten Natur (wie könnte sie es?), sondern eine Theorie beschränkt sich verständlicherweise immer auf die Beschreibung, die Erklärung und die Berechnung eines bestimmten, explizit genannten Vorgangs aus der Natur. 

Wie Du als Experte es wissen muss, der „in die Grundlagen der Speziellen Relativitäts-theorie geschaut hat„, ist die Spezielle Relativitätstheorie nichts anderes als eine Meßvorschrift zur Bestimmung der Relativgeschwindigkeit zwischen zwei linear gleichförmig zueinander bewegten Objekten, wobei diese Meßvorschrift die Messung der zwei notwendigen Variablen zur Berechnung einer Geschwindigkeit explizit nennt und berechnet: Weg (Länge) und Zeitdauer.

Und jetzt sollst Du mir bitte zeigen, welche Kräfte werden bei dieser Meßvorschrift beschrieben, berücksichtigt und berechnet, die in der Relativitätstheorie Einfluß auf die Länge und auf die Zeitdauer nehmen: 

1. Welche Kräfte beeinflußen die Messung der Länge?
2. Welche Kräfte beeinflußen die Messung der Zeitdauer?

 

23.06.11 – Zitat von Ernst:

Du klaubst Dir die Dinge aus dem Zusammenhang heraus, bzw. verkürzt sie. Der Ansatz der Speziellen Relativitätstheorie, die Lorentztranformation, ist für Bewegung von masselosen Punkten in gleichförmig relativbewegten Koordinatensystemen hergeleitet. Das ist ein rein kinematischer Akt. Das ist wohl Deine Intention.

Aber aus diesem kinematischen Ansatz folgt ein geschlossenenes System der Physik, natürlich einschließlich der mechanischen, thermischen und elektrischen Dynamik. Lies mal einfach etwas zur relativistischen kinetischen Energie. Deren Aussage trifft die Praxis exakt. Das muß nicht heißen, daß nur die Spezielle Relativitätstheorie das richtig beschreiben kann. Aber Alternativtheorien müssen das ebenso korrekt beschreiben können.

 

23.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Wir sind uns also jetzt darüber einig, dass der Ansatz der Spezielle Relativitätstheorie  mit der Lorentztransformation ein rein kinematischer Akt ist. Schon mal was. 

Jetzt möchte ich aber gerne wissen, was aus diesem rein kinematischen Ansatz in der Spezielle Relativitätstheorie dynamisch „folgt„.

Hältst Du etwa die Längenkontraktion der bewegten Objekte gemäß Lorentz-transformation, die aus diesem kinematischen Ansatz der Speziellen Relativitätstheorie  folgt, für einen mechanischen, thermischen oder elektrischen Vorgang???  Das wäre mir neu. Du hast Dich doch irgendwo im MAHAG-Forum vor einiger Zeit anläßlich meiner Interpretation der Aussage von Dr. Markus Pössel auch für die Interpretation unmissverständlich ausgesprochen, dass in der Speziellen Relativitätstheorie die Objekte nicht physisch und materiell schrumpfen, oder irre ich mich? Oder soll ich jetzt davon ausgehen, dass Du an eine reale physische Längenkontraktion der bewegten Objekte in der Speziellen Relativitätstheorie glaubst? Wenn ja, durch welche Kräfte würde sie dynamisch verursacht worden?

 

23.06.11 – Zitat von Ernst:

[…] Ich betrachte Lorentzkontraktion und Zeitdilatation als mathematische Ausdrücke, mit welchen man zu erfahrungsgemäßen Folge-Aussagen kommt, etwa zur relativistischen kinetischen Energie.

Der Ansatz zur Lorentzkontraktion mißhagt mir aber, weshalb ich nach einem anderen Ansatz suche, welcher zum gleichen Ergebnis führen muß.

 

23.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Was mißhagt Dir aber bei dem Ansatz zur Lorentztransformation?

 

24.06.11 – Zitat von Ernst:

Grenzenlos halte ich Newton/Galilei für zutreffend: Die uneingeschränkte arithmetische Addition von Geschwindigkeiten.

Wie man damit zu den identischen relativistischen physikalischen Aussagen kommen kann, ist meine Intention. Schwierig ist´schon.

 

26.04.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Na schön, dann haben wir zumindest einen gemeinsamen Punkt in der Speziellen Relativitätstheorie, der uns beide mißhagt, schon mal was. Auch mir mißhagt nämlich die eingeschränkte arithmetische Addition von Geschwindigkeiten in der Speziellen Relativitätstheorie.

Das habe ich schon sehr oft in diesem Forum dargelegt, zum Beispiel in der Wiedergabe von Austauschen in meinem Blog-Eintrag Nein, die Dada-Mathematik der Relativitäts-theorie esse ich nicht: 

Zitat Jocelyne Lopez: 

In der Speziellen Relativitätstheorie gibt es aber keinen Äther, weshalb dieser Effekt aus der Lorentztransformation auch nicht physikalisch existieren kann. Wenn also die Geschwindigkeiten in der Speziellen Relativitätstheorie sich “bis in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit addieren“, wie Prof. Lesch uns es lehrt, dann kann das nur eine reine arithmetische Addition nach 1 + 1 sein, weil es nichts Physikalisches gibt, das eine Verlangsamung verursachen könnte, der Raum ist ja in der Speziellen Relativitätstheorie völlig leer. Also kann es nur eine arithmetische Addition sein, wie bei Galilei. Und dann fragt man sich natürlich, warum diese arithmetische Addition abrupt “in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit” nicht mehr möglich sein sollte. Die magische Zahl, die es verhindert, ist wohl nicht 299 792 458, weil man von “in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit” spricht. Wo ist die Grenze der arithmetischen Addition “in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit“, wenn man fragen darf? Was soll der Quatsch sein? Die Zahlen sind unendlich, wo gibt es eine Zahl in der Mathematik, die sich nicht mit +1 addieren lässt?

Wenn Du also auf die Suche nach einer Lösung bist, wonach eine arithmetische Addition eine Grenze haben darf, darfst Du Deine Suche gleich aufgeben: Das wird nicht nur „schon schwierig“ sein, sondern das ist einfach nicht möglich ohne die gesamte Mathematik in die Tonne zu kloppen. Und das wollen wir natürlich nicht.



Hundert Autoren fragen Einstein

Anläßlich des 100-jährigen Jubiläums 2011 des berühmten Zwillingsparadoxons aus der Speziellen Relativitätstheorie Albert Einsteins hat die Natural Philosophy Alliance (NPA) aus den USA einen Offenen Brief an die wissenschaftliche Gemeinde gerichtet, siehe hier eine Teilübersetzung des Textes ins Deutsche: Zwillingsparadoxon: Eine Unter-schriftenaktion aus den USA.

Die internationale Tragweite der Problematik wird eindrucks-voll durch die Liste der Unterzeichner dokumentiert, die im Anschluß an den Offenen Brief veröffentlicht ist:

http://twinparadox.net/

Die Liste der Unterzeichner hat jetzt die 100-Marke von Autoren erreicht, die gemeinsam um eine einheitliche Lösung des Paradoxons nach 100 Jahren Tradieren von wider-sprüchlichen Lösungen bitten. Diese Forderung appelliert an das Verantwortungs-bewusstsein jedermann gegenüber der nächstfolgenden Generation, sie ist sowohl legitim als auch vernünftig.

Man kann weiterhin diese Aktion durch einfache, formlose Unterzeichnung per E-Mail unterstützen, wie im Originaldokument angegeben:

Wenn Sie die Erklärung unterzeichnen möchten, klicken Sie die Taste „click here“ im Original des Offenen Briefs.
Falls beim Klicken kein E-Mail Formular erzeugt wird, senden Sie selbst eine E-Mail an NPercival@SNET.net mit dem Betreff „Sign Request“ und mit Ihrem Namen, ggfs. Titel, ggfs. Institutionelle Association (wie z.B. NPA), Land und ggfs. die URL Ihrer Webseite.
–



Der Gedankenbrei der Speziellen Relativitätstheorie

Im Zusammenhang mit der Aussage von Dr. Markus Pössel, Mitarbeiter vom Albert Einstein Institut, aus seiner Diskussion Einstein verstehen: Ein Blogexperiment, Teil I

15.05.11 – Zitat Dr. Markus Pössel:

[…] Die bessere Analogie wären die (wahrscheinlich tatsächlich geeichten!) Geschwindigkeitsmessgeräte der Polizei. Die zeigen doch, potzblitz, tatsächlich für ein und dasselbe Auto eine andere Geschwindigkeit an, je nachdem, ob der Polizeiwagen, in dem das Messinstrument installiert ist, am Straßenrand steht oder dem zu überprüfenden Fahrzeug hinterherfährt! Und das ganz ohne Ärger mit dem Eichamt.

verweise ich auf weitere Austausche aus der Diskussion „Laserpistolen im Weltall“ im MAHAG-Forum.

 

21.06.11 – Zitat von Hannes:

Eine Aussage, dass ein und derselbe Lichtstrahl zu einem ruhenden und einem bewegten Beobachter gleichzeitig c ergibt, stimmt bis heute nicht.
Reine Annahme.
Siehe ruhendes und bewegtes Polizeiauto bei Lasermessungen.

 

21.06.11 – Zitat von Ernst:

JL fachliche Aussagen sind wie alle von ihr nichts Wert.
Das Polizeiradar ist kompatibel mit der Speziellen Relativitätstheorie, Emitter, mitgeführten Äther, aber nicht mit wehendem Äther ala CMB.

 

21.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Bei der Messung mit Laserpistole am Straßenrand oder im Polizeiauto spielt der Äther absolut keine Rolle, über die Existenz oder den Einfluß eines Äthers kann diese Messung gar keine Aussage machen, da hast Du wieder rein gar nichts von der Messung und von der ganzen Debatte mitgekriegt.

Dagegen ist die Tatsache, dass die Laserpistole eine andere Relativgeschwindigkeit zum Zielobjekt anzeigt je nachdem, ob der Beobachter ruht oder ob er sich bewegt, und zwar abhängig von der Geschwindigkeit des Beobachters, eine eindeutige Widerlegung des Postulats Einsteins, das Licht wäre beobachterunabhängig – das ist mit der Speziellen Relativitätstheorie inkompatibel, und zwar mit oder ohne Äther.

 

21.06.11 – Zitat von Ernst:

Entweder liest Du nicht, was geschrieben steht, oder Du faßt es nicht.

Es wurde vielfach hingeschrieben und vorgerechnet:

Der Polizeilaser mißt Laufzeitdifferenzen. Aus diesen Laufzeitdifferenzen kann man die Geschwindigkeit berechnen. Je nachdem, nach welcher Theorie man rechnet, ergeben sich unterschiedliche Geschwindigkeiten. Spezielle Relativitätstheorie und Klassik ergeben dieselbe Geschwindigkeit. Äthertheorie ergibt eine andere Geschwindigkeit.

Solange Du nicht in der Lage bist, das wenigstens verstehend nachzurechnen, bleibt Dir das alles verborgen. Es ist dazu alles gesagt und gerechnet.

 

21.06.11 – Zitat von Jocelyne:

Ja, Ernst, das ist schon weit und breit debattiert, gezeigt und bestätigt worden, dass aus der Messung Abstandsänderungen pro Zeiteinheit die Relativgeschwindigkeit berechnet werden kann, das bestreitet ja keiner, Du brauchst nicht den Oberlehrer zu spielen.

Und ja, man kann nach der Messung der Abstandsänderungen pro Zeiteinheit die Relativgeschwindigkeit nach Einstein oder nach Galilei berechnen, da bringst Du wieder keinem etwas bei. Das ändert aber nichts an der Tatsache, wenn man nach Einstein (Lorentztransformation) rechnet, dass es sich schon bei unseren kleinen, gewöhnlichen Geschwindigkeiten immer eine andere Relativgeschwindigkeit zum Zielfahrzeug ergibt, je nach dem ob der Beobachter ruht oder ob er sich bewegt. Und das ist nun mal inkompatibel mit der Speziellen Relativitätstheorie, die ja bekanntlich die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit des Beobachters postuliert. Die Spezielle Relativitätstheorie ist also raus. Pech.

Bleibt nur Galilei oder aber auch Lorentz, falls man die Messung im Weltall mit Geschwindigkeiten der Objekte nahe c dürchführen könnte. Man kann sich aber so eine Nachprüfung abschreiben, es ist und bleibt ein Gedankenexperiment ohne Beweiskraft. Auch Pech.

 

21.06.11 – Zitat von Ernst:

Da ist sie wieder. Deine Unkenntnis des Relativitätsprinzips. Es gibt keinen absolut „bewegten“ Beobachter. Nicht in der Klassik und nicht in der Speziellen Relativitätstheorie.

Daher ist es ganz unerheblich, ob sich Laser und Auto in einem dritten System (Strasse) bewegen oder nicht. Ausschließlich die Relativbewegung wird aus der Laufzeitdifferenz berechnet.

Wir müssen das nicht alles wiederholen. War schon alles da.

 

21.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ich kenne das Relativitätsprinzip aus der Speziellen Relativitätstheorie besser als Du, der nicht mal einen Unterschied zwischen einer kinematischen und einer dynamischen Betrachtung kennt. Und das Relativitätsprinzip der Speziellen Relativitätstheorie ist rein kinematisch und uneingeschränkt gültig bei einer kinematischen Betrachtung, wie Galilei es auch aufgestellt hat. Es gilt aber nicht bei einer dynamischen Betrachtung. Wenn Du es einmal verstanden hast, hast Du den Unsinn der Speziellen Relativitätstheorie verstanden, aber das könnte bei Dir eine ganze Weile dauern.

Genau, das war schon alles da, man braucht kein drittes System um die Relativbewegung zwischen zwei Objekten durch Abstandsänderung pro Zeiteinheit zu messen wie die Laserpistolen es messen, und dadurch die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden zu berechnen. Man braucht kein Bezugssystem-Schnickschnack. Das war schon alles da, zwar nicht von Dir, aber zum Beispiel glasklar von Harald Maurer im Nebenthread erklärt, Du darfst es ruhig nachlesen, das kann Dir nicht schaden wenn es Dir auch nicht hilft: Siehe hier.

 

21.06.11 – Zitat von Ernst:

Du hast keinen blassen Schimmer, was das ist. Wie gleich das folgende zeigt: „der nicht mal einen Unterschied zwischen einer kinematischen und einer dynamischen Betrachtung kennt. Und das Relativitätsprinzip der Speziellen Relativitätstheorie ist rein kinematisch und uneingeschränkt gültig bei einer kinematischen Betrachtung, wie Galilei es auch aufgestellt hat. Es gilt aber nicht bei einer dynamischen Betrachtung. Wenn Du es einmal verstanden hast, hast Du den Unsinn der Speziellen Relativitätstheorie verstanden, aber das könnte bei Dir eine ganze Weile dauern.“

Das Relativitätsprinzip schließt die Dynamik nicht aus. Ganz im Gegenteil  Es besagt nämlich, daß alle Naturgesetze in gleichförmig zueinander bewegten Systemen identisch sind. Alle Naturgesetze; und die sind nun mal auch dynamischer Art. 

Was baust Du dir nur immer zurecht? Hast du niemanden, der Dir mal die Grundzüge der Physik nahebringt?

 

21.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Nein, lieber Besserwisser Ernst, die Kinematik enthält nicht die Dynamik und auch nicht vice versa, sonst würde man keine Unterscheidung in der klassischen Physik und im Denken zwischen Kinematik und Dynamik machen, logisch:

Wikipedia:

Die Kinematik ist die Lehre der Bewegung von Punkten und Körpern im Raum, ohne die Ursachen einer Bewegung (Kräfte) zu betrachten.

Ihr Gegenstück ist die Dynamik, die sich mit der Bewegung von Körpern unter Einwirkung von Kräften beschäftigt.

[Hervorhebung durch Lopez]

Nach Deiner Denkweise sollte man die beiden Betrachtungen nicht getrennt untersuchen, sondern sie immer vermischen, was einer Definition in dieser Art entsprechen könnte: Die Kinematik ist die Lehre der Bewegung von Körpern im Raum ohne die Ursache der Bewegung zu betrachten, indem man die Ursache der Bewegung betrachtet.

Zitat Ernst: „Was baust Du dir nur immer zurecht? Hast du niemanden, der Dir mal die Grundzüge der Physik nahebringt?“
Und Du, hast Du nie jemanden gehabt, der Dir mal die Grundzüge der Physik (und der Logik) nahegebracht hat?

 

21.06.11 – Zitat von Mirko:

Da steht: Das Relativitätsprinzip schließt die Dynamik nicht aus. Da steht nichts davon, dass die Kinematik die Dynamik enthalten würde.
Dynamik und Kinematik sind Teilgebiete der Mechanik – sie schließen sich nicht gegenseitig aus, sie gehören durchaus zusammen.

 

21.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ich sagte doch auch, dass Kinematik und Dynamik zwei verschiedene Betrachtungs-weise von einer und derselben Bewegung sind: Einmal ohne Berücksichtigung des Einflußes von Kräften (Kinematik), einmal mit Berücksichtigung des Einflußes von Kräften (Dynamik). Wo hast Du ein Problem damit?

Man kann auch grundsätzlich ein und dieselbe Sache unter zwei verschiedenen Aspekten untersuchen, die miteinander nichts zu tun haben, oder? Oder kannst Du Dir so etwas nicht vorstellen? 

Du kannst zum Beispiel eine und dieselbe Bevölkerung unter den beiden Betrachtungen untersuchen, was für eine Haarfarbe die Menschen haben und was für eine Körpergröße die Menschen haben. Das sind zwei verschiedene Untersuchungsziele. Diese beiden Betrachtungen können nicht vermischt werden: Man könnte zum Beispiel nicht daraus schließen, dass die Menschen, die eine Haarfarbe haben keine Körpergröße haben und vice versa, oder?

Das Relativitätsprinzip von Galiliei wurde als kinematisches Prinzip aufgestellt (also ohne Berücksichtigung von Kräften) und brav als solcher von Einstein als 1. Postulat übernommen: Es geht ausdrücklich um die kräftefreie Bewegung von Körpern! Also, es geht um Kinematik. Und das kräftefreie Relativitätsprinzip Galilieis, von Einstein übernommen, ist uneingeschränkt als kinematisches Prinzip gültig. Es ist als dynamisches Prinzip ungültig, wie die Erfahrung, die Messungen und die Experimente seit Jahrtausenden es beweisen. 

Galilei hat auch sein Relativitätsprinzip vor allem zur Untersuchung und Verdeutlichung der Bewegung der Erde um die Sonne aufgestellt, was zu seiner Zeit in der Tat eine Revolution aufgrund der damaligen Umstände in der Wissenschaft war, aber für uns jetzt seine anfängliche Brisanz restlos verloren hat: Es ist zur Berechnung der Relativbewegung zwischen Erde und Sonne völlig gleichwertig, ob man annimmt, dass sich die Sonne um die Erde dreht, oder ob man im Gegenteil annimmt, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Man erhält dasselbe Ergebnis. Das ist für uns inzwischen eine solche Selbstverständlichkeit geworden, dass das kinematische Relativitätsprinzip Galileis so etwas wie eine Trivialität ist.

 

22.06.11 – Zitat von Mirko:

Die Kinematik beschäftigt sich nicht mit den Kräften, die für die Bewegung verantwortlich sind, das heißt aber nicht, dass die Bewegung kräftefrei wäre!

 

22.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Natürlich sind keine Bewegungen kräftefrei, die Kinematik betrachtet aber eine Bewegung ohne Berücksichtigung der Kräfte, die diese Bewegung verursachen oder beeinflussen. Ist es denn so schwierig zu verstehen? Die Dynamik untersucht dagegen eine Bewegung unter Berücksichtigung der Kräfte, die sie verursachen oder beeinflussen. Ist es denn so schwierig zu verstehen? Du hast doch selbst die jeweiligen Definitionen gepostet.   

Das Relativitätsprinzip Galileis spielt wohl in der heutigen Physik bzw. in der heutigen Forschung eine untergeordnete Rolle – wie gesagt, dieses Prinzip war vor allem historisch von großer Bedeutung um das geozentrische Weltbild umzustürzen: Es ist gleichwertig für die Berechnung der Relativgeschwindigkeit zwischen Erde und Sonne, ob man annimmt, dass die Sonne sich um die Erde dreht oder andersrum, das Ergebnis ist gleich. Das war nur für die Wissenschaft dieser Zeit eine dicke Kröte zu schlucken, weil es ein drastisches Umdenken über das geltende Weltbild bedeutete. Für uns ist es selbstverständlich, das ist nichts anderes als die perfekte Symmetrie jeder beliebigen Relation, ob physikalisch oder mathematisch, nach diesem Prinzip kräht heute kein Hahn mehr, außer für Einstein, der es ausgegraben hat (das Relativitätsprinzip von Poincaré und Lorentz war nämlich von dynamischen Natur, wegen Einfluß des angenommenen Äthers auf die Bewegungen). 

Für die heutige Alltagsphysik, für das Ingenieurwesen, für die Quantenphysik und vielleicht auch für die Astronomie und die Kosmologie besitzt wohl die Dynamik den Löwenanteil bei den Untersuchungen und bei der Forschung.

 

22.06.11 – Zitat von Ernst:

Man kann die Kinematik getrennt betrachten. Nicht aber die Dynamik; die enthält die Kinematik.
Die Kinematik ist ein Instrument, ein Hilfsmittel zur Darstellung der Dynamik.

 

22.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Man kann die Kinematik getrennt betrachten genauso wie man die Dynamik getrennt betrachten kann, nicht umsonst macht die klassische Physik einen Unterschied zwischen diesen beiden Betrachtungen, oder? Und natürlich ist das Phänomen „Bewegung“ bei den beiden Betrachtungen vorhanden, das ist ja der gemeinsame Faktor der beiden verschiedenen Betrachtungen. Die Definitionen von Wikipedia sind dabei ausreichend um den Unterschied zu erkennen (Bewegúng mit oder ohne Kräfte), wobei sie natürlich beide den gemeinsamen Umstand bzw. den gemeinsamen Begriff  „Bewegung“ enthalten. Die Dynamik enthält also nicht die Kinematik, sondern sie enthält die Bewegung: Man kann ja weder in der Kinematik noch in der Dynamik eine Bewegung ohne Bewegung betrachten, oder?

Galilei hat wie gesagt sein Relativitätsprinzip auf der kinematischen Betrachtung der Relativbewegung zwischen zwei Körpern basiert (zum Beispiel Erde-Sonne) und gezeigt, dass das Ergebnis gleich ist, ohne dabei die Kräfte, die z.B. auf die Sonne oder auf die Erde einwirken zu berücksichtigen, weder Äther, noch mechanische Kräfte, noch thermische Kräfte noch sonst was für Kräfte, sondern die reine kinematische Betrachtung. 

Einstein setzt auch in seiner Speziellen Relativitätstheorie einzig eine kinematische Betrachtung voraus, ohne Einwirkung von Kräften zwischen den beiden relativ zueinander bewegten Objekten zu berücksichtigen. Oder hat er vielleicht in seinen Postulaten zum Beispiel der Einfluß der Gravitation oder des Äthers in seiner „linearen gleichförmigen“ Bewegung von zwei Objekten zueinander vorgesehen? Das wäre mir neu, er hat diese beiden Einflüße sogar ausdrücklich ausgeschlossen. Was für Kräfte soll er also bei seinem Relativitätsprinzip berücksichtigt haben wollen? Vielleicht doch den Äther wie beim Relativitätsprinzip von Poincaré oder Lorentz? Das wäre mir neu.

 

22.06.11 – Zitat von Ernst:

Neiiiin!!!
Dynamik beinhaltet Kinematik.
[…]
Du verwechselst wieder was. Gleichförmig bewegte Systeme sind nach außen kräftefrei (sonst wären sie ja beschleunigt). Aber in solchen Systemen gelten alle Naturgesetze der Welt gleichermaßen und diese Naturgesetze behandeln in der Mehrzahl Kräfte aller Art. So gilt das Relativitätsprinzip selbstverständlich für alle dynamischen Vorgänge.

 

22.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Es geht nicht um „Systeme“ – es geht um eine Relativbewegung zwischen zwei zueinander bewegten Objekten.
Und tatsächlich? Das Relativitätsprinzip gilt für die „dynamischen Vorgänge“ der Speziellen Relativitätstheorie?

Und wo bitteschön gibt es dynamische Vorgänge in der Speziellen Relativitätstheorie? Wo bitteschön hat Einstein den Einfluß von Kräften auf Relativbewegungen in der Speziellen Relativitätstheorie vorgesehen? In welchem Postulat? Welche Kräfte sollen auf die Relativbewegung zwischen den zwei linear gleichförmig zueinander bewegten Körpern in der Speziellen Relativitätstheorie einwirken? Die Gravitation? Der Äther? Andere Kräfte? Was für Kräfteeinwirkungen sind in der Speziellen Relativitätstheorie zu untersuchen, zu berücksichtigen und zu berechnen? Ich finde keine. Beide Postulate entsprechen einer rein kinematischen Betrachtung der Relativbewegung. Oder verwechselst Du etwa die Spezielle Relativitätstheorie mit der Lorentztheorie?

 

22.06.11 – Zitat von Ernst:

Ja weißt Du, das hat mit Expertenwissen nichts zu tun. Daß die Spezielle Relativitätstheorie alle physikalischen Aspekte einschließlich selbstverständlich der Dynamik umfaßt, ist eine Binsenweisgeit aller, welche in die Grundlagen der Speziellen Relativitätstheorie geschaut haben.

Hast Du jemals von der Masse-Energie-Äquivalenz gehört? Von der relativistischen Abhängigkeit der kinetischen Energie? Von der Relativität in der Elektrodynamik? In der Thermodynamik?
Natürlich nicht.

 

23.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Dass in der Natur massiv und überall dynamische Vorgänge stattfinden, weil in der Natur massiv und überall Kräfte einwirken, und dass die Untersuchung und die Berechnung dieser dynamischen Vorgänge den Löwenanteil der Physik und des Ingenieurswesens ausmachen negiere ich gar nicht, ich habe es sogar im Gegenteil hervorgehoben. Die Tatsache, dass alle Theorien zwangsläufig Vorgänge aus der Natur heranziehen bedeutet aber keinesfalls, dass sie beanspruchen, alle Vorgänge der Natur auf einmal zu untersuchen, zu erklären und zu berechnen: Eine Theorie ist keine universelle Beschreibung und Erklärung der gesamten Natur (wie könnte sie es?), sondern eine Theorie beschränkt sich verständlicherweise immer auf die Beschreibung, die Erklärung und die Berechnung eines bestimmten, explizit genannten Vorgangs aus der Natur. 

Wie Du als Experte es wissen muss, der „in die Grundlagen der Speziellen Relativitätstheorie geschaut hat„, ist diese Theorie nichts anderes als eine Meßvorschrift zur Bestimmung der Relativgeschwindigkeit zwischen zwei linear gleichförmig zueinander bewegten Objekten, wobei diese Meßvorschrift die Messung der zwei notwendigen Variablen zur Berechnung einer Geschwindigkeit explizit nennt und berechnet: Weg (Länge) und Zeitdauer. 

Und jetzt sollst Du mir bitte zeigen, welche Kräfte bei dieser Meßvorschrift beschrieben, berücksichtigt und berechnet werden, die Einfluß auf die Länge und auf die Zeitdauer nehmen: 

1. Welche Kräfte beeinflußen die Messung der Länge in der Speziellen Relativitätstheorie?

2. Welche Kräfte beeinflußen die Messung der Zeitdauer in der Speziellen Relativitätstheorie?

 

22.06.11 – Zitat von galactic32:

[…] Die beiden Postulate der Speziellen Relativitätstheorie sind uneindeutig formuliert und typischerweise fälschlich angewendet.

 

23.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

So sehe ich es auch, die Postulate bestehen, wie üblich in der ganzen Speziellen Relativitätstheorie, aus einem verklausulierten Sprach- und Gedankenbrei.

Das 1. Postulat ist zum Beispiel ein Sprach- und Gedankenbrei zwischen dem Axiom Galileis, wonach es bei der Berechnung einer Relativbewegung gleichwertig ist, ob man das eine oder das andere Objekt als ruhend oder als bewegt annimmt (siehe z.B. Relativbewegung Erde-Sonne bei der Umstürzung des geozentrischen Weltbildes) und dem Axiom Newtons, wonach ein Körper in der Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen Bewegung verharrt, sofern er nicht durch einwirkende Kräfte zur Änderung seines Zustands gezwungen wird, siehe Wikipedia.

Zitat Albert Einstein, 1. Postulat: 
1. Die Gesetze, nach denen sich die Zustände der physikalischen Systeme ändern, sind unabhängig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichförmiger Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustandsänderungen bezogen werden.

Gedankenbrei in Hochkultur.



Vier Fragen zum konstruktiven Meinungsstreit mit dem Albert Einstein Institut

Ich verweise auf meinen Eintrag Der orthodoxe Mitarbeiter vom Albert Einstein Institut Dr. Markus Pössel: Billiger geht es wohl kaum und gebe weitere Austausche aus seinem Blog Diskussionen mit unorthodoxen Kritikern wieder:

 

20.06.11 – Zitat Dr. Markus Pössel:

[..] Um doch noch einmal zur Sachdiskussion zur Speziellen Relativitätstheorie zurückzukehren: Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr gefällt mir die in meiner letzten Antwort erwähnte Möglichkeit für den weiteren sachlichen Fortgang der Diskussion. Ich hatte in meiner letzten Antwort ja kurz skizziert, welchen Kurs „Einstein verstehen“ wahrscheinlich nehmen wird. Dann sagen Sie doch einmal: Was wäre denn vor diesem Hintergrund das erste schlagende Argument gegen die SRT aus Ihrer umfangreichen Materialsammlung, das Sie, ohne vorzugreifen, ins Feld führen könnten?

 

21.06.11 – Zitat von Jocelyne Lopez:

[…] Die Fragen, die von Ihnen als Mitarbeiter vom Albert Einstein Institut zu klären wären, das offensichtlich die Hoheit der Deutung der Speziellen Relativitätstheorie gemäß Auskunft der Bundesministerin für Bildung und Forschung aus dem Jahre 2007 besitzt, wurden seit Jahren in Diskussionsforen bis heute noch ausführlich besprochen, debattiert und ausgearbeitet, wenn Sie sich die Mühe gegeben hätten, die fachlichen Austausche im WWW zu verfolgen, zum Beispiel über die Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie:

  1. Schrumpfen die Objekte in der Speziellen Relativitätstheorie oder schrumpfen sie nicht?
    Siehe Anfrage von Peter Ripota und Literaturliste von Gertrud Walton aus der Mahnung zu meiner Beschwerde an das Albert Einstein Institut.
    –
  2. Ist die Anwendung „GPS-Navigatore“ geeignet, um die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie zu bestätigen, wie es in der Öffentlichkeit seit Jahrzehnten kolportiert wird? Siehe zum Beispiel mein Beitrag vom 19.06.11 in diesem Blog: Relativistische Korrekturen bei GPS.
    –
  3. Wurde die Längenkontraktion konkret gemessen, wie Sie es 2008 ausgesagt haben: E-Mail vom 17.08.2008: “Die gemessenen Laengenwerte sind selbstverstaendlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Taeuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen“. Um welche Experimente handelt es sich, wo man die Längenkontraktion konkret gemessen hätte? Ich kenne keine und in Forendiskussionen werden auch keine genannt.
    –
  4. Wie steht das Albert Einstein Institut zu der Tatsache, dass seit 100 Jahren widersprüchliche Lösungen des Zwillingsparadoxons in der Literatur und in Lehrbüchern dokumentiert sind? Siehe zum Beispiel eine internationale Petition anläßlich des 100-jährigen Jubiläums dieses Paradoxons, womit die etablierte wissenschaftliche Gemeinde gebeten wird, eine einheitliche Lösung vorzulegen: http://twinparadox.net/
    Was wäre die vom Albert Einstein Institut befürwortete Lösung dieses Paradoxons?
    Siehe zum Beispiel auch über diese Problematik die Arbeit eines bedeutenden kritischen Experimentalphysikers aus den USA, auch Unterzeichner der Petition, Dr. Thomas E. Phipps Jr. (experimentelle Falsifizierung des Ehrenfest-Paradoxons): Twin paradoxes

Ein konstruktiver und weiterbringender wissenschaftlicher Meinungsstreit zwischen den Spezialisten aus dem „orthodoxen“ und dem „unorthodoxen“ Lager sollte sich gezielt mit der Klärung dieser wichtigen Fragen beschäftigen, es sei denn Sie betrachten weiterhin Ihre Aufklärung „Einstein verstehen“ als eine einseitige, kritiklose Einführung in die Lehre der Speziellen Relativitätstheorie für 10-Klässler und Physiklaien aus der breiten Öffentlichkeit – was wie gesagt nichts mit einem wissenschaftlichen Meinungsstreit über eine Theorie zu tun hat.



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