Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 2008

Ekkehard Friebe: Relativistisches Geschwindigkeitsadditiontheorem als Taschenspielertrick

Ich verweise auf einen Beitrag vom 04.11.08 von Ekkehard Friebe in seinem Forum Wissenschaft und moralische Verantwortung, der zu meinen Ausführungen bzgl. der relativistischen Geschwindigkeitsaddition Stellung nimmt:

Jocelyne Lopez:

Die Relativisten behaupten, dass mit der relativistischen Geschwindigkeitsaddition das Postulat bewiesen werden könne und widerspruchfrei gültig sei, und sie liefern folgende Transformation (mit Zahlenbeispielen für die jeweiligen Geschwindigkeiten der bewegten Beobachter 10 km/h, 30 km/h und 40 km/h und als konstant postulierte Geschwindigkeit der Welle 70 km/h):

v1=70, v2=10
(v1+v2)/(1+v1*v2/c²)=(10+70)/(1+10*70/70²)=70

v1=70, v3=30
(v1+v3)/(1+v1*v3/c²)=(30+70)/(1+30*70/70²)=70

v1=70, v4=40
(v1+v4)/(1+v1*v4/c²)=(40+70)/(1+40*70/70²)=70

Wenn man sich diese drei Gleichungen nur anguckt, ohne sie zu berechnen, merkt man schon rein optisch, dass durch die mathematische Verarbeitung mit dieser Formel die Messdaten der bewegten Beobachter wie von Zauberhand „verschluckt“ wurden, d.h. sie wurden im Endeffekt auf einmal jeweils als Geschwindigkeit 0 verwandelt, d.h. die bewegten Beobachter sind durch die mathematische Verarbeitung simsalabim auf einmal alle ruhend.

Vor diesem Hintergrund zitiere ich eine Aussage von Georg Galeczki und Peter Marquardt, beide promovierte Physiker, in ihrem Buch Requiem für die Spezielle Relativität, Seite 66:

Transformationen als Gaukler

Der Zirkus der Mathematik hält einige Taschenspielertricks bereit, die sich nicht leicht durchschauen lassen und oft für bare Physik genommen werden. Theimer (1977) zitiert Melchior Palágyi: Mathematik schützt vor Torheit nicht. Und was dabei herauskommt, ist Mathematismus, zur Formel erstarrte Pseudo-Physik.

Ekkehard Friebe:

Meines Erachtens hat Frau Jocelyne Lopez einen solchen mathematischen Taschenspielertrick entdeckt, wie er von Georg Galeczki und Peter Marquardt besprochen wird.

Durch ihre intensiven Hinterfragungen der speziellen Relativitätstheorie in verschiedenen Internetforen mit ihrem Thema Was würde am Strand passieren? hat Frau Lopez vermutlich etwas ganz Wichtiges erkannt.

Ausgehend von etwa folgendem Gedanken:
„Wenn die mathematische Formulierung des Geschwindigkeitsadditionstheorems für einen Wellenvorgang (Lichtausbreitung) als richtig unterstellt werden kann, dann muß diese mathematische Formulierung für jeden Wellenvorgang richtig sein, sofern nicht durch spezielle Hypothesen in der Formulierung eine bestimmte Beschränkung vorgenommen wurde.“

Sie hat postuliert, daß das relativistische Geschwindigkeitsadditionstheorem auch für Wasserwellen mit einer Wellen-Geschwindigkeit von c = 70 km/h gültig sein müsse. Und tatsächlich ergibt die entsprechende Rechnung mit dem relativistischen Geschwindigkeits-additionstheorem:

x = (v1 + v2) / (1 + v1*v2 / c²)

exakt – wie Forumsteilnehmer bestätigt haben und auch ich überprüft habe – stets 70 km/h, und nicht nur angenähert, sondern auf viele Stellen hinter dem Komma genau.

Das hat mich hellhörig gemacht. Deshalb habe ich die mathematische Formulierung detailliert analysiert. Und es ergibt sich – man höre und staune – , die gesuchte, additive Geschwindigkeit x ist stets identisch gleich der Wellengeschwindigkeit c .

Der Fehler liegt darin, daß man während der mathematischen Umformung das entscheidende Glied (c + v1) herauskürzen kann.

Die Rechnung geht im Einzelnen wie folgt:

Geschwindigkeitsadditionstheorem:

Die gesuchte, additive Geschwindigkeit sei x:

x = (v1 + v2) / (1 + v1*v2 / c²)

Für den Sonderfall, daß nur eine Wellengeschwindigkeit und eine frei wählbare Beobachtergeschwindigkeit v1 vorgegeben ist, muß für v2 = c eingesetzt werden und es folgt:

x = (v1 + c) / (1 + v1*c / c²)
oder:
x = (v1 + c) / (1 + v1 / c)

daraus folgt durch Erweiterung mit c :

x = c (v1 + c) / c (1 + v1 / c)
oder:
x = c (v1 + c) / (c + v1)

Hierin kann nun das wichtige Glied (c +v1) einfach herausgekürzt werden und es ergibt sich das irrtümliche Ergebnis:

x = c oder x ist identisch gleich c .

Dies besagt, die gesuchte additive Geschwindigkeit ist zwingend – unabhängig von v1 – stets gleich der Wellengeschwindigkeit c.

Ein Forumsteilnehmer hat – ohne meine obige Ableitung zu kennen – nahezu die gleiche Ableitung vorgelegt.

Man kann dies auch durch Rückwärtsrechnen überprüfen. Bei einer Rückwärtsrechnung entsteht aufgrund einer einfachen Umformung die Illusion, es sei eine hochwertige mathematische Formel über das reale Verhalten von Bewegungsvorgängen gefunden.

Sicher wäre es interessant zu untersuchen, ob dieser Irrtum von Einstein selbst stammt oder ob er ihn von einem anderen Wissenschaftler übernommen hat.

Was meinen Sie dazu?

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NB: Ich erinnere daran, dass Herr Dr. Markus Pössel, Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik und Redakteur der Webseite Einstein Online in seiner
E-Mail vom 21.07.08 bestätigt hat, dass die Ergebnisse der relativistischen Geschwindigkeitsaddition in diesem Gedankenexperiment und in diesem Zahlenbeispiel korrekt seien:

Wenn man sich trotzdem auf die Analogie einlaesst und in den Formeln der speziellen Relativitaetstheorie c=70 km/h setzt, dann sind die Rechnungen von Trigemina aus meiner Sicht korrekt.

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Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 02./03.11.08

Ich erhielt im Zusammenhang mit dem Austausch mit Herrn Dr. Markus Pössel von 26.10.08 folgende E-Mail-Antwort:

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 02.11.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

unser Briefwechsel scheint sich an dieser Stelle festgefahren zu haben.

Wie ich Ihrer letzten E-mail entnehme, sind Sie der Meinung, ausreichende Kenntnisse in Sachen Spezielle Relativitaetstheorie zu besitzen. Meine weitergehenden Erklaerungen halten Sie daher fuer unnoetig, und Sie betrachten sie als ein Ausweichen vor Ihren konkreten Fragen.

Ich fuer meinen Teil kann dagegen aus den inhaltlichen Aussagen in Ihren bisherigen E-mails nur schliessen, dass Sie leider nur sehr unzureichende Kenntnisse der Speziellen Relativitaetstheorie besitzen, und dass Sie insbesondere einer Reihe von Missverstaendnissen unterliegen, was die Grundlagen und Aussagen der Theorie betrifft. Auch die konkreten Fragen, die Sie stellten, sind in wesentlichen Teilen von Fehlvorstellungen darueber gepraegt, was die Theorie aussagt und was nicht; ich kann sie daher nicht sinnvoll beantworten, ohne mit den damit verknuepften Fehlvorstellungen aufzuraeumen und auf die entsprechenden Hintergruende und Grundlagen einzugehen.

Wie gehen wir in dieser Situation am besten vor?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Ausgangspunkt fuer eine
sinnvolle weitere Diskussion die Frage ist, warum Sie bezueglich der
Relativitaet der Laenge zwar meine Annahmen und Definitionen, aber nicht meine Schlussfolgerung akzeptieren. Ist die Relativitaet der Laenge einmal richtig verstanden, dann lassen sich aus meiner Sicht auch die Probleme bei der Formulierung Ihres Strandbeispiels und Ihre weiteren Verstaendnisprobleme bezueglich der Laengenkontraktion direkt aufloesen.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel
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Dazu meine Antwort am 03.11.08:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 03.11.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 02.11.08.
Sie schreiben:

Wie ich Ihrer letzten E-mail entnehme, sind Sie der Meinung, ausreichende Kenntnisse in Sachen Spezielle Relativitaetstheorie zu besitzen.

So ist das. Ich bin in der Tat der Meinung, ausreichende Kenntnisse in Sachen Spezielle Relativitätstheorie durch meine jahrelange Beschäftigung mit dieser Theorie zu besitzen. Auf jeden Fall genug Kenntnisse, um sie sinnvoll zu hinterfragen – vorausgesetzt, dass ich einen Gesprächspartner finde, der bereit bzw. in der Lage ist, sie überhaupt zu hinterfragen oder eine Hinterfragung zuzulassen. Hinterfragung ist ein ausgesprochen wissenschaftlicher Vorgang, das wissen Sie vielleicht. Den Eindruck kann man jedoch mit bestem Willen bei Ihnen nicht gewinnen, was sehr bedauerlich ist, wenn man in Ihrer Position als Mitarbeiter des Albert Einstein Instituts und Redakteur der Webseite „Einstein online“ in Anspruch nimmt, ein Publikum von naturwissenschaftlich interessierten Bürgern über eine Theorie aufzuklären bzw. ihre Hinterfragung aufzunehmen. Oder sind Sie vielleicht der Meinung, dass es eine Theorie geben kann, die über alle Kritik erhaben ist und wo keine Hinterfragung gerechtfertig sein kann?

Sie schreiben:

Ich fuer meinen Teil kann dagegen aus den inhaltlichen Aussagen in Ihren bisherigen E-mails nur schliessen, dass Sie leider nur sehr unzureichende Kenntnisse der Speziellen Relativitaetstheorie besitzen, und dass Sie insbesondere einer Reihe von Missverstaendnissen unterliegen, was die Grundlagen und Aussagen der Theorie betrifft. Auch die konkreten Fragen, die Sie stellten, sind in wesentlichen Teilen von Fehlvorstellungen darueber gepraegt, was die Theorie aussagt und was nicht; ich kann sie daher nicht sinnvoll beantworten, ohne mit den damit verknuepften Fehlvorstellungen aufzuraeumen und auf die entsprechenden Hintergruende und Grundlagen einzugehen.

Dass Sie aus meinen inhaltlichen Aussagen schließen, ich würde nur sehr unzureichende Kenntnisse der Speziellen Relativitätstheorie besitzen, zeigt aus meiner Sicht allein Ihr Widerstreben, eine Hinterfragung dieser Theorie – womit Sie sich offensichtlich persönlich völlig identifizieren – zu akzeptieren. Dies ist in meinen Augen ein schweres Defizit für einen Wissenschaftler, zumal meine inhaltlichen Aussagen zum überwiegenden Teil nicht direkt von mir stammen, sondern von einer großen Anzahl von hoch qualifizierten Kollegen von Ihnen, die diese Theorie weltweit seit über 100 Jahren untersuchen und kritisieren. Sie sagten mir, Sie haben sich „bereits vor laengerer Zeit sowohl mit der historischen Rezeptionsgeschichte der Relativitaetstheorie als auch mit den Thesen zeitgenoessischer Relativitaetskritiker auseinandergesetzt„. Vor dem Hintergrund Ihres offensichtlichen Unverständnisses meiner Hinterfragung – ausgerechnet bei den Zentralaussagen der Theorie und bei den Kernfragen der Kritik – kann ich überhaupt nicht den Eindruck gewinnen, dass Sie sich tatsächlich mit den Thesen der Relativitätskritiker auseinandergesetzt haben. Ich empfehle Ihnen daher noch einmal, sich zum Beispiel mit der umfassenden und einmaligen Dokumentation der Forschungsgruppe G.O. Mueller eingehend zu befassen, die die Kritik der Relativitätstheorie weltweit seit 95 Jahren dokumentiert, mit Nachweis von 3789 kritischen Arbeiten von ca. 1300 Autoren (von Professoren, Doktoren, Ingenieuren, Technikern, Philosophen, Lehrern, Gelehrten und sogar Nobelpreisträgern):

G. O. Mueller
Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie
Ein dokumentarisches Gedankenexperiment über 95 Jahre Kritik (1908-2003)
 mit Nachweis von 3789 kritischen Arbeiten – Textversion 1.2 Juni 2004

Kapitel 0: Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie
Kapitel 1: Einleitung (Das Selbstbildnis der Relativistik usw.)
Kapitel 2: Fehler-Katalog zu beiden Relativitätstheorien
Kapitel 3: Das Relativitätsmärchen und die Fakten
Kapitel 4: Dokumentation der kritischen Veröffentlichungen
Kapitel 5: Kritische Monographien und Sammelwerke
Kapitel 6: Zeitschriften u. a. mit ihren kritischen Aufsätzen
Kapitel 7: Chronologie sämtlicher kritischer Veröffentlichungen
Kapitel 8: Kritische Veröffentlichungen nach Sprachen

Oder würden Sie vielleicht behaupten, dass auch diese zahlreichen und hoch qualifizierten Autoren „leider nur sehr unzureichende Kenntnisse der Speziellen Relativitaetstheorie besitzen, und dass [sie] insbesondere einer Reihe von Missverstaendnissen unterliegen, was die Grundlagen und Aussagen der Theorie betrifft„?

Sie schreiben:

Meine weitergehenden Erklaerungen halten Sie daher fuer unnoetig, und Sie betrachten sie als ein Ausweichen vor Ihren konkreten Fragen.
Wie gehen wir in dieser Situation am besten vor?

Ich schlage vor, dass Sie am besten meinen Fragen nicht weiter ausweichen, und dass Sie endlich gezielte Antworten zu meinen gezielten Fragen geben.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



4 – Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz

Nachstehend 4. Abschnitt der bisher unveröffentlichen Arbeit Das Forschungs-
projekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz
, die im Forum von Ekkehard Friebe als Fortsetzungsreihe vorgestellt wird:

Die große Zuversicht der Relativitäts-Kritiker

Trotz aller jahrzehntelangen Vergeblichkeit, die Öffentlichkeit zu erreichen, glaubte jeweils die überwiegende Mehrzahl der Kritiker immer noch, daß es nur darum geht, in ihren Arbeiten die physikalischen Irrtümer in der Sache aufzuklären: dann werde sich in der wissenschaftlichen Fachdiskussion eine Klärung und Überwindung der kritisierten Irrtümer sozusagen von alleine und automatisch ergeben. Wir treffen daher im Laufe der Jahrzehnte in den Arbeiten der Kritiker immer wieder auf die gutgläubige Zuversicht, daß nun – nach öffentlicher Kenntnisnahme ihrer jeweiligen Arbeit – diese irrige Theorie endlich aufgegeben oder wenigstens geändert und damit von ihren gröbsten und offensichtlichsten Fehlern befreit werden wird.

Bis in die jüngste Zeit hinein haben viele Kritiker erklärt, daß die Theorie nun erledigt sei, oder daß sie wenigstens demnächst aufgegeben werden müsse, die Erkenntnis ihrer Haltlosigkeit bevorstehe, über die verstorbene Theorie das „Requiem“ gesungen werden könne. Das triumphale Einstein-Jubel-Jahr 2005 hat uns alle eines besseren belehrt. Die Theorie wurde gefeiert, ihre Großartigkeit gerühmt und sie selbst als der Fels ausgegeben, auf den unsere gesamte Physik und damit auch unser aller Weltbild gegründet ist. Die Zuversicht dieser Kritiker ist bitter enttäuscht worden.

Nur eine kleine Minderheit der Kritiker ist – über die Veröffentlichung ihrer kritischen Arbeiten hinaus – mit Forderungen und Aktionen an die Öffentlichkeit getreten. Über ihre Aktivitäten soll im vorliegenden Beitrag berichtet werden. Zunächst aber müssen die Voraussetzungen erläutert werden, ohne deren Kenntnis man die Situation der Kritiker und ihre (bisher geringen) Chancen für einen Erfolg in der Öffentlichkeit nicht verstehen kann.

Warum ist die Zuversicht der Kritiker bisher enttäuscht worden?

Die von den meisten Kritikern erwartete öffentliche Auseinandersetzung mit ihren kritischen Veröffentlichungen hat in Deutschland seit ca. 1922 bis heute nicht mehr stattgefunden. Warum hat die Zuversicht so vieler Kritiker getrogen, warum hat sie sich als zu optimistisch-naiv erwiesen? Woran sind die Kritiker gescheitert?

Unsere Recherche hat als entscheidendes Ereignis die Jahrhundertfeier der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) 1922 in Leipzig ausgemacht. Dort wurden in einer wahrscheinlich einmaligen Aktion von den Naturwissenschaftlern selbst die Weichen für eine unheilvolle Entwicklung der theoretischen Physik gestellt, die bis heute anhält. Es ist eigentlich ein unvorstellbarer Vorgang und doch eine unbestreitbare Tatsache, daß 1922 die Mehrheit der Physiker eine unbequeme, kritische Minderheit ihrer Fachkollegen von der weiteren Beteiligung am wissenschaftlichen Dialog bis heute vollständig ausgeschlossen hat.

Dieser skandalöse Vorgang ist bis heute kaum bekannt geworden, folglich auch in seiner Tragweite bisher nicht erkannt und gewürdigt worden. Wie konnte es dazu kommen? Die Mehrheit der Physiker und ihr Führungspersonal war zu feige, für ihr Handeln in den Jahren 1920 – 1922 einzustehen und die Konsequenzen zu ziehen (Eingeständnis des Ruins der SRT und der Täuschung über die Beobachtungsergebnisse der Sonnenfinsternis 1919, Aufdeckung des angezettelten Medienrummels als Instrument zur Verdummung der Öffentlichkeit). Wer zu feige ist, seine Fehler zuzugeben, entwickelt dann gern besonderen Mut in der Vertuschung seiner Feigheit: nur so können wir uns den ungeheuerlichen Vorgang 1922 in Leipzig verständlich machen.

(G.O. Mueller)



Helmut Hille: Der ganze Relativismus ist ein Bildungsproblem.

Die Rolle des Beobachters verstehen lernen!


Bevor jemand Naturwissenschaft zu studieren beginnt, wäre es erforderlich, ihn über die Rolle des Beobachters gründlich aufzuklären. Denn nur wer sich dieser Rolle bewusst ist, kann auch ein wirkliches Verständnis der Sache gewinnen, die er studiert. Nun wissen aber seine Lehrer an den Hochschulen selbst zu wenig bis nichts von dieser Rolle, auch wenn sie von Quantenphysiker des Öfteren erwähnt wird, ohne sie konkret zu benennen, weshalb auch von dieser Seite die erforderliche Aufklärung unterbleibt. Oder als Materialisten bestreiten Naturwissenschaftler überhaupt die Existenz einer solchen Rolle, weshalb der Autist Einstein, der zeitlebens nichts von ihr wissen wollte, weil er keinen Zugang zu ihr hatte, für sie die höchste Quelle der Weisheit ist. Ein schwerwiegendes Defizit verbunden mit einem notorisch falschen Gebrauch der Begriffe wird als Ausweis von höchster Weisheit gehalten! Entsprechend verworren ist die Situation in der Physik.

Als ein auf den Boden des Planeten Erde lebendes Wesen, bezieht der Mensch sinnvollerweise alle Ortsveränderungen auf ihr und um sie herum automatisch auf deren als stabil gedachte Oberfläche. Auch wenn man in der Astronomie und Kosmologie aufgrund genauer Vermessungen der Himmelsbewegungen und durch Vernunft inzwischen eingesehen hat, dass sich – entgegen dem Augenschein – die Welt nicht um die Erde dreht, ist es dieses ins Unbewusste eingebrannte Bezugssystem Erde, dass viele Physiker annehmen lässt, auch der Gang von GPS-Uhren orientiere sich – wie sie selbst – an der Erde. Sie projizieren ihr Denken auf die Dinge und glauben dann, sie zu verstehen, weshalb sie infolge ihrer Selbstbezogenheit so hartnäckig von der Richtigkeit ihrer Meinungen überzeugt sind. Es fehlt ihnen einfach an Sachverstand, der sie in die Lage versetzt, von der Sache her zu denken. Im Gegensatz zu Lebewesen nämlich sind physikalische Objekte in Ermangelung mentaler Fähigkeiten dumm und unwissend. Sie wissen nichts von anderen Dingen, geschweige etwas von Beziehungen zwischen ihnen und Bezügen, sondern reagieren ihrem Potential gemäß einzig auf die vor Ort anwesenden und auf sie direkt einwirkenden Kräfte. Das ist alles, was sie vermögen. Und auf dieser nicht irritierbaren Zuverlässigkeit und damit Steuerbarkeit ihres Verhaltens beruht alle unsere Technik, was man doch endlich einmal zur Kenntnis nehmen sollte.

So hat auch bei Weltraumsonden ihre mögliche Geschwindigkeit im Weltraum nichts mit einem irdischen Beobachter zu tun, der ja unaufgeklärt immer alles auf sich bezieht, sondern nur mit ihrem Energievorrat, der vor Ort herrschenden Gravitation und mit Teilchenströmen, auf die sie treffen, die sie entweder bremsen oder anschieben. Wer dies nicht versteht, sollte besser nicht Physik studieren. Die generelle Aussage, dass nichts schneller als das Licht sein kann ist so sinnlos wie jede generelle Geschwindigkeitsaussage. Erst zu einem vom Beobachter gesetzten Bezugspunkt, ergeben sich für ihn aufgrund seiner am Lebendigen geschulten Sehgewohnheit die sekundären Eigenschaften „ruhend“ und „bewegt“ und stellt sich als Maß der Ortsveränderung die Größe „Geschwindigkeit“ ein. Von sich aus vermögen physikalische Gegenstände objektiv nur in ihrem Zustand zu verharren, wie dies Newton schon richtig beschrieb. Sie wissen und erfahren nichts von Geschwindigkeiten. Ohne die vom Beobachter gesehenen oder gesetzten Orte kann es eben keine Ortsveränderung geben, wie man „Bewegung“ sachlich richtig nennen sollte.

Die Unaufgeklärtheit von Physikern erkennt man mühelos schon an ihrer Sprache. Wer tote Dinge „ruhend“ oder „sich bewegend“ sieht und nennt, redet von ihnen so, als handle es sich um Kühe auf der Weide oder um Opa auf dem Sofa, der mal pennt und mal sich ein Bierchen aus dem Kühlschrank holt. Mit einer solchen Metaphorik wird die Wissenschaft natürlich niemals in der Lage sein, einen physikalischen Sachverhalt objektiv zu beschreiben und ihn angemessen zu verstehen. Sie kann dann nur mit Hilfe der Mathematik versuchen, mit den Beobachtungen zurechtzukommen. Die Mathematik erlaubt es, die meisten physikalischen Phänomene zu berechnen, ohne sie erklären zu müssen, was aber auf Dauer natürlich unbefriedigend ist, weshalb dann immer wieder Scheinerklärungen und Hypothesen nachgeschoben werden. Einsteins von v abhängige Raumzeit ist eine solche pseudo-physikalische Scheinerklärung, während seine Lorentztransformation in Wahrheit den Denkfehler, dass es auf v ankommt, heimlich beseitigt, so wie bereits Newton mit seiner Fluktuationsrechnung v einfach stillschweigend aus den Gleichungen herausfallen ließ, was so wenig verstanden wird. Überhaupt ist Newton seit langem der am meisten verkannte Physiker, dem man stillschweigend sein eigenes falsches Denken unterstellt und ihm dann groteskerweise auch noch vorwirft.

Auch den latenten Materialismus von Physikern erkennt man ebenfalls leicht an einer weiteren falschen Verwendung der Sprache, indem sie von physikalischen Größen einschließlich Raum (Längen), Zeit  und Masse so sprechen, als handle es sich bei ihnen um physikalische Gegenstände, weil es für Materialisten zwischen mentalen Größen und Sachen keinen Unterschied gibt. Für sie ist das Geistige nur das Abbild des Materiellen. So sehen sie auch keinen Unterschied zwischen Zeit und Uhr und glauben, sie könnten mit jeder geschickt manipulierten Uhr die Zeitdehnung „beweisen“. Da die Zeit jedoch kein physikalischer Gegenstand ist, sondern das Maß der Dauer, von Menschen als Norm gesetzt, kann sie auch nicht mit materiellen Eigenschaften wie „gedehnt“ oder „gestaucht“ in Verbindung gebracht werden. Und sie kann auch nicht gemessen werden, weil sie ja das Maß des Messens ist. Wer mit Instrumenten „die wahre Systemzeit“ messen will, verhält sich so unverständig wie die Bürger von Schilda, die versucht hatten das Licht mit Säcken einzufangen, um es ins fensterlose Rathaus zu tragen, was natürlich auch nicht gelingen konnte. Physikalische Größen und ihre Einheiten sind keine Frage der Wahrheit sondern der Gültigkeit und Zweckmäßigkeit. Einsteins Rede von der unendlichen Dummheit der Andersdenkenden fällt hier voll auf solch relativistisches Argumentieren und Forschen zurück.

Man hat entweder gar keine Kenntnis von ihnen oder ist einfach ahnungslos, warum es weltweit Bureaus of Standard, internationale Vereinbarungen über Maßeinheiten, Physikalisch-Technische Anstalten und unzählige Eichämter gibt, die penibel über die Einhaltung der international vereinbarten Maßeinheiten wachen, denn auf zuverlässigen Maßeinheiten beruht als wichtiger Teil des positiven Rechts seit ihrem Beginn die ganze technische Zivilisation, begründet sie geradezu. Ohne genormte Einheiten hätte es z.B. keine Feldvermessung, keine Paläste, Tempel und Pyramiden gegeben und der Handel krankte unter einem ewigen Streit über Mengen. Denn wie könnte etwas solide gemessen werden, wenn es keine zuverlässigen Maßeinheiten gibt? Auch um die von Einstein behauptete Nichtkonstanz der  Grundeinheiten Raum, Zeit und Masse zu wissen bedarf es unausweichlich ebenfalls der Konstanz dieser Größen, was die ganze SRT wegen prinzipieller Unbeweisbarkeit ad absurdum führt, die Einstein selbst daher nur „eine Vermutung“ nannte. Das subjektive Relativieren hat er dabei vom Beobachter weg in ein Zwischenreich verlegt, das er „Raumzeit“ nannte, deren reale Existenz seitdem Generationen von Physiker mit allerlei Tricks zu „beweisen“ versuchen, das eigentliche Problem, um das sie sich wirklich kümmern müssten, die in ihr versteckte Rolle des Beobachters, dabei überhaupt nicht sehend.

Man muss also nichteinmal etwas von Physik verstehen, um die Verfehltheit der hier aufgezeigten relativistischen Positionen zu erkennen. Sachverstand, kritisches Bewusstsein und ein korrekter Gebrauch der Sprache genügen, um sie gegenstandslos zu machen. Hierzu der Ordinarius für Philosophie Oskar Kraus (1872-1942), der zur selben Zeit wie Einstein an der deutschen Universität in Prag lehrte, zu Einstein, sich dabei auf dessen Behauptung in seinem Büchlein „Grundzüge der Relativitätstheorie“ beziehend wo es heißt: dass „die Physiker – von den Tatsachen gezwungen – Raum und Zeit aus dem Olymp des Apriori herunterholen mussten, um sie reparieren und wieder in einem brauchbaren Zustand setzen zu können.“ Kraus also zu Einstein: „Sieht man aber näher zu, was Sie eigentlich ‚heruntergeholt‘ haben, so sind es nicht Raum und Zeit, sondern Maßstäbe und Uhren, die Sie, statt sie zu reparieren, völlig unbrauchbar machen. Ja im Grunde sind es nicht einmal Uhren und Maßstäbe, sondern (einzig) die in der Rechnung auf dem Papier stehenden Maßeinheiten für Raum und Zeit l und t … (Doch) es gehört zur Definition der Messung, daß die Maßeinheit als unveränderlich gedacht wird. Die Relativitätstheorie zu verstehen, heißt sie (zu) verwerfen.“ (Quelle: „Offene Briefe an A. Einstein und M.v.Laue“ 1925) Man muss also wissen was „messen“ heißt und was die Voraussetzungen allen Messens sind, um ein verständnisvoll messender Physiker sein zu können. Ansonsten kauderwelscht man mit den anderen Laien nur so dahin, ohne dass man eigentlich weis, von was man redet. Wir haben es hier nicht nur mit einem Bildungsproblem zu tun, sondern überhaupt mit dem Problem der geistigen Reife von Menschen und die Physik ist davon ernstlich betroffen. In ihr wird es erst dann einen geistigen Fortschritt geben, wenn man gelernt, was das ist, von dem man bisher immer so salopp in einem unangemessenen Alltagsjargon gesprochen hat.

Helmut Hille
http://www.helmut-hille.de/ (WEGE DES DENKENS)
http://www.helmut-hille-philosophie.de/ (ZEIT UND SEIN)



3 – Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz

Nachstehend 3. Abschnitt der bisher unveröffentlichen Arbeit Das Forschungs-
projekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz
, die im Forum von Ekkehard Friebe als Fortsetzungsreihe vorgestellt wird:

Unsere Aktionen zur Informierung der Öffentlichkeit

Die Kritiker haben schon seit 1922 über die Unterdrückung jeglicher Kritik der SRT und den „Terror der Einsteinianer“ (1931: Hundert Autoren gegen Einstein) geklagt, konnten diese Klage jedoch vor der Öffentlichkeit nicht beweisen und konnten daher von den Relativisten leicht als unerhebliche Minderheit von Querköpfen und Ewig-Gestrigen abgetan werden. Diese Misere der Kritik hat 8 Jahrzehnte angedauert, weil die Kritiker das Problem ihrer Ausschaltung aus der wissenschaftlichen Diskussion vor der Öffentlichkeit nie glaubhaft machen konnten.

Diese Lage haben wir mit Veröffentlichung der Dokumentation seit 2001 verändert. Sie liefert teils direkt, teils indirekt erstmals die Beweise für die genannten skandalösen 4 Tatbestände. Unsere Dokumentation schafft damit erstmals die Voraussetzung für eine effektivere Öffentlichkeitsarbeit zur Informierung der Allgemeinheit über diese Tatbestände.

Versand der Dokumentation und „Offene Briefe“

Zu diesem Zweck versendet das Projekt seit Dezember 2001 gebührenfrei Exemplare der Dokumentation an verschiedene Adressatengruppen: Redaktionen und Journalisten von Tageszeitungen und Zeitschriften, Publizisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, zuständige Kultusministerien der Länder und entsprechende Gremien des Bundes, die 72 Parlamentsfraktionen in allen deutschen Länderparlamenten und im Bundestag, alle neu gewählten 614 Bundestagsabgeordnete im Oktober 2005, 221 Journalisten von 3 Tageszeitungen und einem Nachrichten- magazin, 100 Professoren der HU Berlin und 100 Professoren der TU Dresden, 130 Bibliotheken in mehreren Ländern sowie 290 Persönlichkeiten und Redaktionen in 11 verschiedenen Ländern. Anfangs wurden die Adressaten mit persönlich gehaltenen Schreiben angesprochen; seit 2005 wurde die Form des Offenen Briefes mit Adressenliste gewählt. Insgesamt wurden bis heute 2230 Exemplare an insgesamt 1900 Adressaten versandt, ganz überwiegend in Deutschland und nur in enger Auswahl auch ins Ausland.

Entscheidend: der Schritt ins Internet

Ende 2003 hat das Projekt seine Dokumentation für die Präsentation im Internet und zum Download freigegeben und wurde glücklicherweise sofort von drei theoriekritischen Homepages in Deutschland, Italien und Großbritannien unterstützt, die unsere Veröffentlichungen seither anbieten. Inzwischen hat unser Projekt weitere Unterstützer im Internet gefunden in Österreich, in Kanada, in Rußland und in China.

Der entscheidende Schritt in der Entwicklung des Projekts aber war die tatkräftige Unterstützung durch Herrn Ekkehard Friebe (München) auf seiner Homepage und in seinem Diskussionsforum Wissenschaft und moralische Verantwortung und die 2005 von seiner Seite angebotene Partnerschaft und Interessenvertretung des Projekts in der Öffentlichkeit, unter voller Wahrung der Anonymität des Projekts. Als weitere Partnerin erklärte sich Frau Jocelyne Lopez (Hamburg) in Zusammenarbeit mit Herrn Friebe zur Unterstützung des Projekts bereit.

Im Einstein-Jubeljahr 2005 begannen unsere Partner, Informationen über das Projekt und seine Öffentlichkeitsarbeit in zahlreichen Internetforen zu vermitteln und zur Diskussion zu stellen. Seither ist das Projekt über seine beiden Partner für alle Adressaten und Internetbesucher durch Email leicht zu erreichen. Die Zahl der Abrufe von den Download-Anbietern und die Zahl der Abrufe von Diskussionsforen-Seiten, in denen auch das GOM-Projekt diskutiert wird, ist durch die vielfältigen Aktivitäten unserer Partner im Internet seit Dezember 2003 auf deutlich über 100.000 gestiegen, und wenn man die Zahl der verschiedenen User nur mit 10 Prozent der Abrufe ansetzt, so dürfen wir annehmen, daß bis heute mehrere Tausend User im Internet Kenntnis von dem Projekt erhalten haben.

Welche Erkenntnisse liefert die Dokumentation?

Nach der letzten veröffentlichten Textversion 1.2 von 2004 haben wir eine erhebliche Anzahl neuer Dokumente ermittelt und ausgewertet. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz haben wir bereits einen sehr dichten Nachweis, auch für England, Frankreich, Italien und die USA haben wir viel Material zur Verfügung. Die anderen europäischen Länder sind bisher nur schwach vertreten, außereuropäische Länder nur sporadisch. Die Stärke der ermittelten Relativitätskritik hängt nach unserem Eindruck wesentlich von dem Umfang der physikalischen Forschung eines Landes ab.

Die wichtigste Erkenntnis scheint uns die seit hundert Jahren ununterbrochene und starke Tradition der Relativitätskritik in den genannten Ländern zu sein: entgegen den Versicherungen der akademischen Physik ist die Kritik der SRT nie verstummt und die erschienene Kritik nie ausgeräumt worden. Die erfolgreiche Unterdrückung jeglicher Kritik und der vollkommene Ausschluß der dennoch erschienenen Kritik aus der Diskussion beweisen, daß die Kritik nicht ausgeräumt worden ist, denn wie will man etwas widerlegt haben, das niemand kennt? Die grundrechtswidrige Unterdrückung und Aussperrung der Kritik beweisen außerdem eindrücklich die Angst der Akademiker vor der Aufdeckung ihres Betrugs der Öffentlichkeit.

Als zweites Ergebnis können wir im folgenden einen Überblick geben über die Versuche der SRT-Kritiker, die Öffentlichkeit auf die Kritik dieser Theorie aufmerksam zu machen. Als Ergebnis möchten wir vorab schon mitteilen, daß es den SRT-Kritikern trotz 80 Jahren ununterbrochener Arbeiten und Veröffentlichungen nicht gelungen ist, gegen die strikte Zensur durch die offizielle „Wissenschaft“ und der von ihr beherrschten Printmedien in Deutschland eine Information der Öffentlichkeit auch nur über die Existenz einer Kritik dieser Theorie zu erreichen, von einer Information über den Inhalt dieser Kritik ganz zu schweigen.

Was die Relativitätstheorien betrifft, so dämmert die Öffentlichkeit bis heute im Schlaf der Ahnungslosen vor sich hin, aus dem sie nur in regelmäßigen Abständen – zuletzt 2005 – und durch Verschwendung von Steuergeldern herausgerissen und zu Jubelexzessen über die Großartigkeit der ganzen Branche und ihre Gurus aufgeputscht wird, die heute als Religionsersatz (fast) alle Gemüter dirigieren.

(G.O. Mueller)



Mathematischer Taschenspielertrick und Gaukler-Formel

Im Zusammenhang mit meinem Eintrag Prof. Harald Lesch lehrt uns Mathematik:
1 + 1 = 1
verweise ich auf die Diskussion im Forum „Albert Einstein“ von ZDF:

Ist die Mathematik der Relativitätstheorie ungültig und unzulässig?
Eröffnet am: 22.06.08
Beiträge bis heute: 202
Aufrufen bis heute: 5579

sowie auf meinen heutigen Beitrag dort:

Eine Funktion, die zu einer ungültigen Gleichung führt ist genau so viel Wert wie ihr Ergebnis selbst, im Klartext: Kein Pfifferling wert.

Die Formel der relativistischen Addition ist eine reine Gaukler-Formel, die absolut nichts bewirkt, sondern nur die Illusion einer gültigen mathematischen Funktion erzeugen soll:

Wenn man nämlich per Definition festlegt, dass ein der beiden gegeneinander bewegten Objekte eine absolute konstante Geschwindigkeit zu allen anderen Objekten hat, dann kann man eine beliebige Geschwindigkeit für das 2. Objekt einsetzen, die Gaukler-Formel wird immer dasselbe Ergebnis als Relativgeschwindigkeit rauswerfen: Nämlich die per Definition als absolut konstant festgelegte Geschwindigkeit. Was für ein Zufall…

Das hat zum Beispiel auch Dr. Markus Pössel in der aktuell laufenden Korrespondenz bestätigt, in seiner E-Mail vom 21.07.08 (siehe in diesem Blog):

Wenn man sich trotzdem auf die Analogie einlaesst und in den Formeln der speziellen Relativitaetstheorie c=70 km/h setzt, dann sind die Rechnungen von Trigemina aus meiner Sicht korrekt.
(Dr. Markus Pössel)

Und die Ausrechnung der relativistischen Geschwindigkeitsaddition der Forenteilnehmerin Trigemina ergab, dass die per Definition mit 70 km/st als konstant festgelegte Welle eine … konstante Geschwindigkeit von 70 km/st zu allen beliebig bewegten Beobachtern hat, egal mit welcher Geschwindigkeit sie sich zur Welle bewegen. Voilà !

Diese Formel ist also ein rein mathematischer Hokuspokus, das ist ein Taschenspielertrick im Sinne der Aussage der beiden promovierten Physiker Georg Galeckzi und Peter Marquardt, siehe hier

Transformationen als Gaukler

Der Zirkus der Mathematik hält einige Taschenspielertricks bereit, die sich nicht leicht durchschauen lassen und oft für bare Physik genommen werden. Theimer (1977) zitiert Melchior Palágyi: „Mathematik schützt vor Torheit nicht„. Und was dabei herauskommt, ist Mathematismus, zur Formel erstarrte Pseudo-Physik.
(Georg Galeckzi und Peter Marquardt)

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Die Fragen sind also zu erörtern:

1) Wozu sollte man diese Formel ausrechnen, wenn man sowieso von vornherein weiß, was als Ergebnis rauskommt? Nämlich die per Definition als absolut konstant festgelegte Geschwindigkeit. Man kann sich die Mühe der Ausrechnung sparen, sowie seine Zeit und seinen Taschenrechner schonen, logisch.

2) Wer hat diesen mathematischen Taschenspielertrick in die Welt gesetzt?

3) Warum wird eine Hokuspokus-Formel im Bildungssystem als gültige Mathematik gelehrt?

(Jocelyne Lopez)



Prof. Harald Lesch lehrt uns Mathematik: 1 + 1 = 1

Ich komme zurück auf meine E-Mail vom 20.10.08 im Rahmen der Korrespondenz mit Herrn Dr. Markus Pössel vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik /Albert-Einstein-Institut über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu bewegten Beobachtern, und auf den Hinweis auf ein Lehrvideo über diese Thematik von Prof. Harald Lesch anlässlich des Einstein-Jahres 2005:

Die Physik Albert Einsteins
Annäherungen an Einstein mit Harald Lesch

(Albert Einstein Ausstellung im Deutschen Museum)
Eine Sendereihe des Fernsehsenders BRAlpha im „Einstein-Jahr 2005

Auszüge aus dem Video:
[…]
Es gibt diesen Effekt nicht, den wir aus unserem Leben kennen, dass Geschwindigkeiten sich so addieren. In der Speziellen Relativitätstheorie, wenn man in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit kommt, dann ist 1 und 1 nicht 2, sondern 1 und 1 ist 1. Lichtgeschwindigkeiten addieren sich nicht mehr. Das ist vorbei. Nichts mehr. Gar nichts mehr. Und diese Idee, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen konstant ist, die hat Einstein 1905 veröffentlicht, in seinem berühmten Werk „Elektrodynamik bewegter Medien„, ja, da steht der Grund drin, warum mit diesem Apparat etwas nicht gefunden wurde, weil nämlich unsere Vorstellung, unsere naive Vorstellung von Raum und Zeit, dass der Raum die Bühne ist auf der sich alles abspielt, die Zeit praktisch nur so ein fließender Strom ist, das stimmt alles nicht. Wir haben unsere eigene Zeit, die ist abhängig davon wie wir uns bewegen, der Raum verändert sich je nachdem wie wir uns bewegen, wir sind tatsächlich in einem Universum wo Raum und Zeit relative Begriffe sind, wo es keine absolute Größe gibt. Ein Riesending. Und so kann auch man tatsächlich aus dem Begriff des Äthers, dieses betäubende Etwas zu einer ganz ganz neuen Physik kommen, und das verdanken wir nur Albert Einstein, der mal gesagt hat: „Manche Menschen haben einen Horizont, ja, wie ein Kreis vom Radius 0„. Und das ist dann der Standpunkt.
(Prof. Harald Lesch)

—-

Im Jahr der Mathematik 2008 ist noch als Schlussverkauf die „neue Mathematik“ der Speziellen Relativitätstheorie zu haben, im Einstein-Jahr 2005 – das mit 10 Millionen Euro aus der Steuerkasse vom Bund gefördert wurde – von einem Experten dieser Theorie gelehrt: 1 + 1 = 1, ein Riesending.

Ein Riesending, in der Tat, Herr Prof. Lesch…

Wenn aber die Spezielle Relativitätstheorie auf einer Hypothese basiert, die zu einer solchen Gleichung führt, dann soll man sich bitte nicht wundern, dass kein Mensch diese Theorie nachvollziehen kann: Uns allen wurde nämlich schon in der Grundschule beigebracht, dass 1 + 1 = 2 und dass 1 + 1 = 1 falsch ist. Dafür bekommt man sonst glatt eine 6 in Mathe.

Die Experte der Relativitätstheorie sollten sich also dringend dafür einsetzen, anstatt Lehrvideos zur Aufklärung und zur Bildung der breiten Öffentlichkeit zu produzieren, dass schon in den Grundschulen – wo im Einstein-Jahr 2005 Kinder ab 5 Jahren von Bund und Ländern animiert wurden, sich für die Relativitätstheorie Einsteins blind zu begeistern (siehe zum Beispiel Schüler malen Einstein) – die „neue Mathematik“ gelehrt wird, aus einer Theorie produziert, die das Denken der Menschen revolutioniert haben sollte. Es ist nie zu früh, die „neue Mathematik“ und das revolutionäre Denken zu lehren, lieber Herren Experte der Relativitätstheorie, sonst sollen Sie sich nicht wundern, dass die Millionen von Menschen, die die Relativitätstheorie nicht verstehen können, dumm bleiben.

(Jocelyne Lopez)



Helmut Hille: Schein und Sein unterscheiden

Die Kernaussage der SRT ist doch, dass eine relative Geschwindigkeit etwas bewirken kann, wenn auch nicht durch Newtonsche Kräfte. Dabei wird jedoch der Bewegungseindruck und das Maß der Geschwindigkeit erst vom Beobachter durch Verwendung eines Bezugssystems erzeugt! Ohne einen Bezug macht die Aussage über Richtung und Größe einer Bewegung nicht den geringsten Sinn! Während also ein totes Objekt mangels eigener Antriebe jeder Art  von sich aus nur in seinem Zustand verharren kann (Newton), sehen wir es infolge unserer am Lebendigen geübten Sehgewohnheit ganz automatisch als im objektiven Zustand der Ruhe oder der gleichförmig-geradlinigen Bewegung, als handle es sich um ein Lebewesen. Weil es sich hier um eine in der Kindheit erworbene Gewohnheit handelt, sind wir uns ihrer nicht bewusst! Die Aufklärung und Anerkennung dieser Sehgewohnheit wird die SRT deshalb ganz automatisch zu Fall bringen, weshalb es so wichtig ist, sich mit den Mechanismen unserer Erkenntnis zu befassen. Das wird mehr an Einsicht über Einsteins Thesen bringen, als alle kritischen rein physikalischen Überlegungen. Es gilt eben Sein und Schein zu unterscheiden! Newtons Physik ist eine Physik des Seins, Einsteins Physik eine Physik des Scheins, denn Einstein konnte wegen mangelnder Selbstwahrnehmung (Autismus) nicht zwischen Sein und Schein unterscheiden und wurde in seinem Defizit durch Machs Sensualismus bestärkt. Mach hielt den Augenschein für besonders objektiv, weshalb er auch die Existenz von Atomen bestritt. Aber der Augenschein ist eben ein Schein, wie unsere Sprache schon weiß, die das Ergebnis einer langen Erfahrung der Menschheit ist.

Was also nur im Kopf des Beobachters infolge einer für ihn nützlichen Sehgewohnheit existiert, kann nicht Gegenstand der Physik sein. Da Einstein nicht zwischen Sein und Schein unterscheiden konnte, hat er dafür sein Denken auf die Dinge projiziert und sich dann zu Unrecht gewundert, warum sie ihm so verständlich sind. Und so machen es auch seine Anhänger, die tote Objekte als ihresgleichen behandeln, weshalb sie so überzeugt vom Besitz der Wahrheit sind. Sie glauben die Welt zu verstehen, die jedoch nur der Spiegel ihrer eigenen Denkgewohnheiten ist, weshalb sie ihnen so vertraut vorkommt. In Abwandlung eines Wortes von Lichtenberg muss man ihnen sagen: Wer nur Physik versteht, versteht auch die nicht recht! Schon die Einführung mehrerer Beobachter, welche die unterschiedlichsten Relativgeschwindigkeiten eines Objekts ergibt, ist in der Lage, die SRT ad absurdum zu führen, denn die Welt, mit der es die Wissenschaft zu tun hat, kann immer nur eine sein, soll Wissenschaft nicht ihren Allgemeingültigkeitsstatus verlieren.

Wer wie Einstein eine Rolle des Beobachters entschieden bestreitet, wird dann auch nicht anerkennen, dass es sich bei physikalischen Größen um rein geistige Setzungen handelt, die wir an die Natur herantragen, um mit ihr geistig und real umgehen zu können. Ganz charakteristisch ist, dass Physiker – nicht nur Relativisten (und da liegt der Hund begraben!) – physikalische Größen wie Raum (Längen), Zeit, Masse, Energie usw. usf. für physikalische Objekte ansehen, weshalb sie ständig versuchen, sie mit materiellen Eigenschaften wie „gebogen“, „gekrümmt“, „gedehnt“ usw. in Verbindung zu bringen. Hintergrund ist hier ein bei Naturwissenschaftlern, insbesondere bei Physikern anzutreffender latenter Materialismus, der in Betriebsblindheit eine Eigenständigkeit des Mentalen bestreitet. Für Einstein war alles Geistige nur „Illusion“. Auch diese ideologische, ebenfalls meist unbewusste Seite gilt es zu verstehen, um die hartnäckige Verteidigung Einsteins zu begreifen.

Die Aufgabe der Einsteinkritik ist also umfassend. Die physikalische Seite ist da nur ein Nebenschauplatz. Das Hauptproblem ist die mangelnde Bildung der Verantwortlichen und eine allgemein fehlende geistige Reife. Wer dagegen weiß, dass Raum, Zeit, Masse, Energie usw. usf. physikalische Größen sind, von Menschen gesetzt und durch internationale Vereinbarungen zur Geltung gebracht (was ja niemand wird ernstlich bestreiten können) und das „Ruhe“ und „Bewegung“ toter Objekte Eindrücke sind, die nur im Kopf eines Beobachters existieren, dem sind Einsteins autistische Thesen einfach gegenstandslos. Versucht man dagegen, sie zu widerlegen, begibt man sich auf ihr Niveau und macht sich zwangsläufig ihre Denkfehler zu eigen.

(Helmut Hille)
http://www.helmut-hille.de/ (WEGE DES DENKENS)
http://www.helmut-hille-philosophie.de/ (ZEIT UND SEIN)



Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 26.10.08

Ich erhielt im Zusammenhang mit dem Austausch mit Herrn Dr. Markus Pössel von 19./20.10.08 folgende E-Mail-Antwort:

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 26.10.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

bitte haben Sie Verstaendnis, wenn ich mich auf Zeitgruenden einmal mehr auf das konzentriere, was ich fuer das Wesentliche halte, und zunaechst nicht auf Ihre weiteren Fragen eingehe. Das Wesentliche ist aus meiner Sicht, wie schon gesagt, meine Argumentation in meiner letzten Mail. Aus dieser Argumentation folgen meine Antworten auf so ziemlich alle Fragen, die Sie bislang zur Laengenkontraktion gestellt haben.

Sie schreiben zu meiner Argumentation leider nur kurz, ueber „diese
Aussagen“ (naemlich den Absatz „Damit ist nicht verwunderlich…“ und folgende) haetten wir uns bislang mitnichten geeinigt. Das habe ich auch nicht behauptet; ich behaupte allerdings, dass dies recht direkte Folgerungen aus Aussagen sind, auf die wir uns geeinigt hatten: dem Vorgehen bei der Laengenmessung und dem Umstand, dass Gleichzeitigkeit in der Speziellen Relativitaetstheorie relativ, das heisst: vom Bezugssystem abhaengig ist.

Sie haben in Ihrer Mail vom 7. Oktober geaeussert, Sie seien bemueht, u.a. meine Zeit zu schonen. Dafuer bedanke ich mich; in diesem Falle waere meine Zeit am effektivsten eingesetzt, wenn Sie in Ihrer naechsten Mail nicht noch zusaetzliche Fragen aufwerfen, sondern ganz konkret darauf eingehen koennten, wie Sie es vereinbaren, einerseits den Aussagen zuzustimmen, auf die wir uns geeinigt haben (s.o.), andererseits meine Folgerungen daraus (siehe Argumentation meiner letzten Mail) abzulehnen. Da liegt aus meiner Sicht der Schluessel zu den Verstaendnisproblemen in punkto Laengenkontraktion, von denen Sie sprachen.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

P.S.: Im Gegensatz zu dem, was Sie schreiben, behaupte ich nicht, zwei gegeneinander bewegte Objekte koennten mehr als eine Relativ-
geschwindigkeit haben. Ich behaupte lediglich, dass ein Objekt gegenueber einem weiteren Objekt A eine andere Relativgeschwindigkeit haben kann als gegenueber einem dritten Objekt B. Ebenso wie bei der Laengenmessung ja von jedem Bezugssystem aus nur ein einziger Messwert herauskommt – aber eben im allgemeinen von einem Bezugssystem A aus ein anderer Wert als von einem anderen Bezugssystem B aus.

—-

Dazu meine Antwort am selben Tag:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 26.10.08
Betr.: Re: Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 26.10.08.
Sie schreiben:

bitte haben Sie Verstaendnis, wenn ich mich auf Zeitgruenden einmal mehr auf das konzentriere, was ich fuer das Wesentliche halte, und zunaechst nicht auf Ihre weiteren Fragen eingehe.[…] Sie haben in Ihrer Mail vom 7. Oktober geaeussert, Sie seien bemueht, u.a. meine Zeit zu schonen. Dafuer bedanke ich mich; in diesem Falle waere meine Zeit am effektivsten eingesetzt, wenn Sie in Ihrer naechsten Mail nicht noch zusaetzliche Fragen aufwerfen, sondern ganz konkret darauf eingehen koennten, wie Sie es vereinbaren, einerseits den Aussagen zuzustimmen, auf die wir uns geeinigt haben (s.o.)[…]

Ich finde es sehr enttäuschend und sehr bedauerlich, dass Sie auf meine Fragen nicht eingehen möchten, die ich ausgerechnet so konkret und so gezielt gestellt habe, um Ihre Zeit zu schonen. Dabei verlieren Sie wohl mehr Zeit damit, Ihr Ausweichen von meinen Fragen zu rechtfertigen, als Sie gebraucht hätten, die Fragen gezielt und knapp zu beantworten. Ich beschäftige mich wie gesagt seit Jahren mit der Hinterfragung der Relativitätstheorie und habe keinen Bedarf mehr an der bloßen Darstellung der Theorie, sondern vielmehr an ihre Hinterfragung. Ich habe Sie daher nicht angesprochen, damit Sie mir die Relativitätstheorie bloß darstellen,- das kann ich ja aus jedem beliebigen Sachbuch oder im Internet entnehmen ohne Sie zu bemühen – sondern damit Sie als Vertreter der öffentlichen Stelle, die mir vom Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007 genannt wurde (siehe die E-Mail von Prof. Dr. Jürgen Richter im Auftrag der Bundesministerin Frau Dr. Annette Schavan), verbindliche Antworten zur Hinterfragung und zur Kritik dieser Theorie geben.

Sie schreiben:

P.S.: Im Gegensatz zu dem, was Sie schreiben, behaupte ich nicht, zwei gegeneinander bewegte Objekte koennten mehr als eine Relativ-geschwindigkeit haben. Ich behaupte lediglich, dass ein Objekt gegenueber einem weiteren Objekt A eine andere Relativ-geschwindigkeit haben kann als gegenueber einem dritten Objekt B.

Zur Tatsache, dass ein Objekt gegenüber einem weiteren Objekt A eine andere Relativgeschwindigkeit haben kann als gegenüber einem dritten Objekt B, brauchen wir keine lange Diskussion, um eine Übereinstimmung zu erzielen: Das ist ja trivial.

Die Frage, die ich deutlich gestellt und veranschaulicht hatte war ganz anders gelagert und betrifft die Relativgeschwindigkeit zwischen zwei zueinander bewegten Objekten. Die SRT postuliert, dass der Beobachter A eine andere Relativgeschwindigkeit zum Beobachter B misst, als der Beobachter B zum Beobachter A. Und das ist eben mein Einwand und der Einwand von zahlreichen Kritikern: Zwei gegeneinander bewegte Objekte können nur eine einzige Relativ-geschwindigkeit zueinander haben, mathematisch und physikalisch exakt reziprok, sonst ist das Relativitätsprinzip, das Albert Einstein selbst für seine Theorie ausdrücklich zugrundelegt, vernichtend verletzt: Mit der Annahme von zwei verschiedenen Relativgeschwindigkeiten zwischen zwei Objekten (siehe z.B. Zwillingsparadoxon), widerspricht Albert Einstein seiner eigenen Prämisse der Gültigkeit des Relativitätsprinzips und der exakten Reziprozität und widerlegt selbst seine eigene Theorie.

—-

Sie schreiben:

Ebenso wie bei der Laengenmessung ja von jedem Bezugssystem aus nur ein einziger Messwert herauskommt – aber eben im allgemeinen von einem Bezugssystem A aus ein anderer Wert als von einem anderen Bezugssystem B aus.

Auch das ist trivial und braucht nicht weiter erörtert zu werden.

Meine Hinterfragung und meine Einwände waren ganz anders gelagert und betreffen die Bestimmung der realen, materiellen, physikalischen Länge eines Objekts. Wir sind darüber einig, dass ein Objekt eine einzige materielle Länge hat und dass diese materielle Länge bei Messungen sich nicht verändert. Die Meßvorschrift Einsteins, die unendlich viele Längen eines Objektes durch unendlich viele bewegte Beobachter erzielt, ist also ungeeignet, die materielle Länge eines Objekts zu bestimmen und ist in der Physik völlig irrelevant und unbrauchbar. Sie bezieht sich lediglich auf Scheineffekte, die Physik beschäftigt sich jedoch nicht mit Schein, sondern mit Sein. Es ist also völlig unannehmbar, ungültig und unzulässig  irgendwelche relativistische Scheineffekte bei Messungen von materiellen Längen (und daher von Geschwindigkeiten) zu berücksichtigen. Sogenannte „relativistische Korrekturen“ haben also in der Physik keine Berechtigung.

Darüber hinaus komme ich zurück auf die in meiner letzten E-Mail zitierten Aussagen Ihres Kollegen Prof. Dr. Harald Lesch in einem Lehrvideo für naturwissenschaftlich interessierte Mathematik- und Physiklaien aus der breiten Öffentlichkeit anlässlich des Einstein-Jahres 2005 (das wohlbemerkt mit 10 Mio Euro vom Bund gefördert wurde), die Sie leider auch unkommentiert gelassen haben:

Originalton Prof. Harald Lesch:
„In der Speziellen Relativitätstheorie, wenn man in die Nähe der Lichtgeschwindigkeit kommt, dann ist 1 und 1 nicht 2, sondern 1 und 1 ist 1. Lichtgeschwindigkeiten addieren sich nicht mehr. Das ist vorbei. Nichts mehr. Gar nichts mehr. Und diese Idee, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen konstant ist, die hat Einstein 1905 veröffentlicht, in seinem berühmten Werk „Elektrodynamik bewegter Medien“ […]“

Abgesehen davon, dass Prof. Lesch den Titel des Werks Einsteins falsch genannt hat, hat er das in der Geschichte der Physik einzigartige Postulat Einsteins der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu bewegten Beobachtern richtig beschrieben: Einzig und allein Albert Einstein hat in der Tat die absolute Konstante der Lichtgeschwindigkeit zu bewegten Beobachtern postuliert, und kein einziger Wissenschaftler vor ihm. Und Prof. Lesch hat auch für Mathematiklaien aus der breiten Öffentlichkeit die mathematische Modellierung dieses Postulats richtig beschrieben: Mathematisch ergibt sich zwangsläufig mit diesem Postulat bei der Addition der Geschwindigkeiten, dass 1 + 1 = 1.

Das deckt sich mit Ihren eigenen Aussagen am Anfang unserer Korrespondenz, wo Sie bestätigt haben, dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition in meinem Strandparadoxon für die berechneten Relativgeschwindigkeiten zwischen Welle und jeweiligen Beobachtern korrekt ist: Hier addiert sich nämlich die als konstant postulierte Geschwindigkeit der Welle (70 km/h) gar nicht mit den Geschwindigkeiten der Beobachter (3, 4, 8 bzw. 10 km/h), sondern die Geschwindigkeiten addieren sich gar nicht, kein bisschen. Die Relativgeschwindigkeit der Welle bleibt immer 70 km/h, egal zu welchen bewegten Beobachtern man sie mit der Formel der relativistischen Geschwindigkeitsaddition berechnet. Die Ausrechnung der Formel bewirkt rein gar nichts auf die von vornherein als konstant postulierte Geschwindigkeit der Welle. Ihre Aussagen, siehe Ihre E-Mail vom 21.07.08:

„Wenn man sich trotzdem auf die Analogie einlaesst und in den Formeln der speziellen Relativitaetstheorie c=70 km/h setzt, dann sind die Rechnungen von Trigemina aus meiner Sicht korrekt.“

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf einen wesentlichen Kritikpunkt von vielen Kritikern der SRT aufmerksam machen, der im Jahr der Mathematik 2008 ein besonderes Augenmerk verdient: Über den weit verbreiteten Glauben an die Unfehlbarkeit der Mathematik. Jedoch erinnere ich, dass die Mathematik eine Sprache ist, die hier physikalische Vorgänge beschreibt, wobei diese Beschreibung sich sowohl auf die Erfahrung (Technologie) als auch auf Hypothesen (Modelle) beziehen kann.

Die Mathematik hat jedoch auf gar keinen Fall eine Beweiskraft für die Gültigkeit der beschriebenen Hypothesen!! Die Mathematik hat nur Beweiskraft für ihre eigenen Grundsätze und für ihre eigene Methodologie. Und bei dieser mathematischen Beschreibung des Postulats Einsteins der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu bewegten Beobachtern ist folgendes festzuhalten:

1) Diese mathematische Beschreibung hat gar keine Beweiskraft für dieses Postulat auf der physikalischen Ebene. Man kann genau so gut etwas Gegenteiliges oder etwas Anderes mit Bezug auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts und der Geschwindigkeitsaddition mathematisch beschreiben. Gar kein Problem.

2) Diese mathematische Beschreibung verletzt grob die eigenen Grundsätze und die eigene Methodologie der Mathematik, indem sie zu einer Gleichung der Art
1 + 1 = 1 führt. Sie ist also mathematisch gesehen ungültig und unzulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



2 – Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz

Nachstehend der 2. Abschnitt der bisher unveröffentlichen Arbeit Das Forschungs-
projekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz
, die im Forum von Ekkehard Friebe als Fortsetzungsreihe vorgestellt wird:

Unser Programm: Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit

Wir haben uns zwei Aufgaben gestellt: Dokumentation der Kritik und Information der Öffentlichkeit. Die Dokumentation ist völlig einmalig und bisher ohne Konkurrenz: es gibt international keine vergleichbare Veröffentlichung von anderer Seite. Die Dokumentation ist Voraussetzung und Grundlage für die zweite Aufgabe, die Information der Öffentlichkeit. Beide Vorhaben sind in der Geschichte der Relativitätstheorien völlig neu und werden in unserem Projekt „95 Jahre Kritik der Speziellen Relativitätstheorie (1908-2003)“ erstmalig verwirklicht.

Unser Projekt kann heute mit einigen Informationen aufwarten, die für die deutsche Öffentlichkeit absolut neu sind und daher Nachrichtencharakter haben:

1. Es gibt seit Dezember 2001 erstmals und bisher konkurrenzlos eine umfassende Dokumentation der kritischen Veröffentlichungen zur SRT seit 1908, zwar noch weit entfernt von dem angestrebten Ziel der Vollständigkeit, aber mit inzwischen 3789 nachgewiesenen kritischen Veröffentlichungen (Textversion 1.2 von 2004) als ein erster internationaler Überblick bereits aussagekräftig.

2. Erstmals in dem erreichten Umfang, hat unser Projekt eine Öffentlichkeitsarbeit begonnen, um die Allgemeinheit über die folgenden 4 Tatbestände zu informieren:

2.1 Die Existenz einer Kritik – Entgegen der Propaganda der akademischen Physik gibt es nämlich in Wirklichkeit eine starke Tradition der SRT-Kritik seit 1908 bis zum heutigen Tag.

2.2 Die Abschaffung der Wissenschaftsfreiheit in der theoretischen Physik seit 1922 – Allein schon die Existenz dieser Kritik wird seit 1922 verleugnet und vor der Öffentlichkeit verborgen. Die existierende Kritik wird aus der wissenschaftlichen Diskussion vollständig ausgeschlossen, und damit wurde für die theoretische Physik die (seit 1949) in der Bundesrepublik grundgesetzlich garantierte Wissenschaftsfreiheit abgeschafft.

2.3 Der wahre Status der SRT als unbestätigte Hypothese – Entgegen der Propaganda der akademischen Physik ist die SRT keineswegs die bestbestätigte Theorie der Physik, weil die vernichtende Kritik seit 1922 nicht mehr rezipiert und daher nicht ausgeräumt worden ist. Die SRT ist somit lediglich eine unbestätigte Hypothese, deren Anhänger sich obendrein weigern, auf die seit 80 Jahren erschienene Kritik zu antworten.

2.4 Der Betrug der Öffentlichkeit über den Status der SRT – Die genannten 3 Tatbestände – die Existenz der Kritik, die Abschaffung der Wissenschaftsfreiheit, der wahre Status der Theorie – werden vor der Öffentlichkeit erfolgreich verborgen, was nur durch die Zensur-Gleichschaltung der Presse durch die akademische Physik möglich geworden ist. Die ahnungslose Öffentlichkeit wird in dieser Angelegenheit eindeutig betrogen: sie glaubt, wir hätten eine freie Presse.

(G.O. Mueller)



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