Blog – Jocelyne Lopez

G.O. Mueller: Die angeblichen Zeitreisen und die Förderung der Esoterik

Ich komme auf meinen Eintrag Die wahren „Cranks“ der Physik haben eine ganz junge Kundschaft zurück, u.a. auf das unsägliche Buch 

So baut man eine Zeitmaschine – Eine Gebrauchsanweisung
Paul Davies, Piper-Verlag, 2004

Kurzbeschreibung:
Sind Zeitreisen doch möglich? Läßt sich dieser alte Menschheitstraum realisieren? Grundsätzlich ja, sagt Paul Davies, Physiker, Kosmologe und weltweit bekannter Sachbuchautor. Allerdings: Einige Unvollkommenheiten im Zusammenhang mit der Raumzeit müssen dafür ausgebügelt werden. Für die Reise in die Zukunft muß die Schwerkraft helfen, und wir brauchen ein Raumschiff, das annähernd mit Lichtgeschwindigkeit fliegt. Ein Schwarzes Loch ist hilfreich für die Reise in die Vergangenheit. In vier Stufen baut Davies virtuell eine Zeitmaschine zusammen und nimmt sie in Betrieb. Wir begleiten ihn dabei, erfahren, was bei einer Zeitreise alles passieren kann und warum es bei uns noch nicht von Zeittouristen wimmelt. Zugleich lernen wir viel über Raum und Zeit, über Relativität und andere knifflige Fragen moderner Physik.

 

Dazu zitiere ich Ausführungen aus dem Zweiten Tätigkeitsbericht des Forschungs-projekts G.O. Mueller „ 95 Jahre Kritik der Speziellen Relativitätstheorie (1908-2003)“  im November 2004:

Unter Berufung auf die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie wird mit Bezug u.a. auch auf Ernst Gödel ernsthaft die Möglichkeit von Zeitreisen erörtert (weil Gödel die Möglichkeit der Zeitreise für „logisch“ nicht unmöglich erklärte): in die Vergangenheit und in die Zukunft, oder möglicherweise nur in die Vergangenheit und nicht in die Zukunft (oder umgekehrt, je nach Autor). Mit den Phantasien über entsprechende Zeitmaschinen, interdisziplinär unterstützt von der schönen Literatur, Abteilung Science fiction, mutiert diese Physik zur Esoterik, die sich auf Albert Einstein beruft und auf Ernst Gödel und meterlange Regale in unseren Buchhandlungen füllt. So gewinnt die Physik die Herrschaft sogar über die Phantasie – und deshalb hat man noch nichts davon gehört, daß die Physiker diesem Unsinn entgegentreten: vielmehr schreiben einige von ihnen selbst die lukrativen Bücher. 

Damit ist ein zweiter Grund geliefert, warum die Öffentlichkeit sich für die Freiheit der Forschung auf dem Spezialgebiet der theoretischen Physik interessieren muß. Wenn das Publikum mit Hilfe und Autorität der Physik ins ersehnte Traumland der Esoterik befördert wird, so müßte es wenigstens eine Chance erhalten, das Wesen seines irrationalen Tuns zu erkennen, und die einzige Chance hierzu ist die Eröffnung einer rationalen Diskussion mit der kritischen Tradition seit nunmehr 95 Jahren.

Wenn – für ein breites Publikum der Esoterik – die Physik als praktisches Vehikel der Phantasie in eine andere Welt ihren Dienst getan hat, so wird dieses Publikum nicht mehr einsehen, warum man sich dann noch ernsthaft mit den nüchternen, als „hart“ und „exakt“ geltenden Naturwissenschaften abmühen soll. Die Ausbreitung einer solchen irrationalen Haltung darf die Öffentlichkeit nicht zulassen oder gar fördern.

(G.O. Mueller)



Die Relativisten versuchen verzweifelt sich gegen freie Diskussion und Kritik weiter abzuschirmen

Ich verweise auf meine Einträge

Zensur bei ScienceBlogs: Thilo Kuessner lässt sich vorschreiben, wer in seinem eigenen Blog schreiben oder nicht schreiben darf  

und

Dr. Florian Freistetter: Verweigerung der Auseinandersetzung mit Kritik

und

Die gute Carolin Liefke möchte mich so gerne im Internet los werden…

und mache auf die gegenwärtigen Verhältnisse in der theoretischen Physik aufmerksam, die durch Unterdrückung, Ausgrenzung und pauschale Verleumdung bestimmt sind, wie zum Beispiel auch im Ersten Tätigkeitsbericht des Forschungsprojekts G.O. Mueller „95 Jahre Kritik der Speziellen Relativitäts-theorie (1908-2003) im November 2003 berichtet wird:

Da die Kritik die Katastrophe der speziellen Relativitätstheorie aufdeckt, ist der Flurschaden für die Theoretische Physik und für alle fachfernen Disziplinen, die bisher die Behauptungen der Relativistik ahnungslos und ungeprüft übernommen haben, beträchtlich. Nach der angeblichen Revolution unserer Weltsicht durch die Spezielle Relativitätstheorie muß die Weltsicht nun wieder auf eine sichere Grundlage gestellt werden. 

In der Atmosphäre der Wissenschaftsfreiheit wird – nach unserer Kenntnis und Beurteilung der Kritik – die Theorie entsorgt und die seit 1905 entstandenen Schäden auf dem Gebiet der Physik aufgearbeitet werden. Die Schäden bestehen im wesentlichen

(1) in einer unkritischen Geisteshaltung, die mit der Unterdrückung von Kritik zielstrebig gefördert worden ist,

(2) im Mißbrauch der Vertrauensseligkeit der Öffentlichkeit,

(3) in der Verbreitung esoterischer Vorstellungen über Raum und Zeit, und

(4) in der Unterlassung der in den experimentellen Fächern eigentlich zum Standard gehörenden Wiederholung von Experimenten, um die Ergebnisse zu prüfen und zu sichern.

Alle experimentellen Ergebnisse, die die spezielle Relativitätstheorie vor Probleme stellen oder geradezu widerlegen, sind von den Machthabern der Theoretischen Physik unverzüglich bestritten und geleugnet und, vor allem, nicht wiederholt worden; so hat z.B. Max Born die Ergebnisse von Michelson-Gale 1925 kurzerhand zum „Gerücht“ erklärt, und bis heute ist dafür gesorgt worden, daß das Experiment nicht wiederholt wurde. So kann die Relativistik die unerwünschten Ergebnisse elegant „bezweifeln“ und – als „nicht durch weitere Experimente bestätigt“ – in der Versenkung verschwinden lassen. Dasselbe gilt für die Arbeit von Kritikern, die mit sehr einfachen Mitteln, aber z.T. genialen Einsichten höchst interessante Experimente durchgeführt haben und sich nichts sehnlicher wünschen, als diese Experimente mit den Mitteln und dem Aufwand zu wiederholen, über die nur die staatlichen Forschungsinstitute und die Industrie verfügen.

Angesichts dieser Perspektive, die wir für realistisch halten, wird sich die Theoretische Physik vehement sträuben, der unabweisbaren Wiederherstellung der Wissenschaftsfreiheit zuzustimmen. Der Windzug der Freiheit wird gefährlich für einen Bereich, der sich nun schon bald ein Jahrhundert lang hermetisch gegen eine freie Diskussion und Kritik abgeschirmt hat. Andererseits hat eine Wissenschaft, die die schöpferischen Kräfte der Kritik ausschaltet, keine Zukunft, wie das Schicksal der anderen, politischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts zeigt.

(G.O. Mueller)

 

Diese Verhältnisse kommen im Internet zum Beispiel in den sogenannten „ScienceBlogs“ auch zum Vorschein. Der Mathematiker Thilo Kuessner aus der Universität Münster fragt zum Beispiel ganz verzweifelt in die Runde, ob man durch „Volksabstimmung“ (!) die Kritik der Relativitätstheorie aus den sogenannten „ScienceBlogs“ verbannen sollte… 

Na denn, da wollen wir die Ergebnisse der „Volksabstimmung“ des Herrn Thilo Kuessners in seinem sogenannten „ScienceBlog“ abwarten… In der Zwischenzeit könnte er sich vielleicht in seiner Verzweifelung die Mühe geben, zum Beispiel die Auffassungen von Karl Popper über die Wichtigkeit der Kritik in der Wissenschaft nachzulesen und vor allem darüber nachzudenken – wenn er es überhaupt noch kann – in meinem Blog hier und auch hier.

(Jocelyne Lopez)



G.O. Mueller: Bilanz und Ergebnis des Vergleichs mit den anderen landesüblichen Skandalen

Eine Leseprobe aus dem neu veröffentlichten Kapitel 9 der Dokumentation von G.O. Mueller Das Gedankenexperiment, auch im Blog von Ekkehard Friebe veröffentlicht:

  

Bilanz und Ergebnis des Vergleichs mit den anderen landesüblichen Skandalen 

Die Bilanz des Forschungsprojekts kommt gegenwärtig (Januar 2009) zu dem Ergebnis, daß wir in drei Adressatengruppen vier sehr verschiedene Reaktionsweisen beobachten, nämlich die Schreckstarren, die seltenen Ausnahmen, die Bibliotheken und das Internet. 

Die Adressaten in der Offline-Welt sind alle informiert und fast alle in Schreckstarre verfallen; dagegen haben die seltenen Ausnahmen sachlich bedeutende Fortschritte gebracht. Die Bibliotheken akzeptieren die knappe Hälfte der Geschenke. Im Internet besteht ein eindeutiges und starkes Bedürfnis nach Information und Diskussion. Damit hat sich die Situation für die Kritiker und ihre Beiträge zur Theoriekritik seit 2001 deutlich zum besseren gewandelt. 

Der Vergleich mit den landesüblichen Skandalen hat mehrere allgemeine Erkenntnisse darüber gebracht, was für die Skandale typisch ist, wie weit die Relativitäts-Katastrophe ihnen entspricht und worin sie eigene Qualitäten entwickelt hat. 

Damit ein Skandalunternehmen wie die Relativitäts-Katastrophe sich erfolgreich über einen längeren Zeitraum aufbauen kann, braucht es gewöhnlich mehrere Komponenten: 

(1) Eine Betrugsidee, die das Vorstellungsvermögen der Allgemeinheit übersteigt und daher allen als unmöglich erscheint.

(2) Einfachen oder mehrfachen ergänzenden Betrug, um den ersten Betrug abzusichern.

(3) Befreiung der Akteure von hinderlichem Rechtsbewußtsein und Verantwortlichkeit.

(4) Ein komplizenhaftes Umfeld, das informiert ist und trotzdem längere Zeit dichthält.

(5) Kontrollinstanzen, die – entgegen ihrem Auftrag – durch Nicht-Kontrollieren den Betrug absichern helfen.

(6) Eine Gleichschaltung der Presse ist gewöhnlich gar nicht erforderlich, würde aber natürlich einen wahren Triumph für ein Skandalunternehmens darstellen. Hierin liegt die Eigenart und der langfristige überragende Erfolg der Relativitäts-Katastrophe. Es genügt gewöhnlich, daß die über “Tabus” und die “Freiheit ihrer Presse” entscheidenden gesellschaftlichen Kräfte von den ungeheuren Vorteilen des Skandalunternehmens überzeugt werden. Diese “Überzeugung” vom Nutzen des Skandalunternehmens kann auch die Aufdeckung des Skandals selbst durchaus überleben, wie die berichtete interessante Stellungnahme von Martin Walser zu den Siemens-Schmiergeldern beweist.

(7) Die Informierung der Öffentlichkeit über einen Skandal erfolgt durch nicht vorhersehbare und nicht planbare Vorgänge und Konstellationen.

(8) Ist die Öffentlichkeit informiert worden, so hängt die Entscheidung zur Aufarbeitung wesentlich davon ab, daß die Allgemeinheit, also jeder Bürger den aufgedeckten Betrug sofort versteht. In den Vergleichsskandalen war dies der Fall. In der Relativitäts-Katastrophe zeichnet sich hier ein gewisser Vorteil für die Betrüger ab durch die Entlegenheit des Themas und des Faches “theoretische Physik”, das sich ohnehin durch priesterliches Gehabe und absoluten Autoritätsanspruch gegen jede gesellschaftliche Kontrolle von außen abzuschirmen versucht. 

(G.O. Mueller)



Peter Ripota: Ein Märchen

Es war einmal, in einem fernern Land, da lebte ein König, dem eine böse Fee Folgendes geweissagt hatte: Wenn sein Sohn, also sein Nachfolger, ab dem Jahr, da er die Herrschaft übernehme, auch nur einen Zentimeter größer oder kleiner werde, dann würde sein ganzes Reich zugrunde gehen. Der König nahm die Weissagung ernst, und als sein Sohn mit 21 das Reich übernahm, da dachte der König, jetzt könne nichts mehr geschehen, denn mit 21 sei man ausgewachsen, und die 1:75 m Größe würde nun ein Leben lang die gleiche bleiben.

Doch der Sohn, einer neuen und gut genährten Generation angehörend, wuchs weiter, und das durfte nicht sein. Als erstes erfuhr dies der königliche Maßnehmer, der, wie jedes Jahr, des jungen Herrschers Größe vermaß und dabei feststellte, dass dieser um einen Zentimeter gewachsen sei. Dies aber durfte nicht sein, und als der alte König davon erfuhr, ließ er den Maßnehmer sofort in den Kerker werfen und kurz danach köpfen. Sein Leichnam wurde in den Fluss namens „Äther“ geworfen, damit niemand das Schreckliche erführe. Indes, gemessen werden musste, und das Wachstum des jungen Königs war unübersehbar. Was tun?

Der Hofnarr erkundete als erster die Wahrheit und rannte zum Kämmerer, ihm die Sache zu erklären. Dieser war ein ebenso kluger wie praktischer Mensch, und er fand eine Lösung, die unterschiedliche Größe des Königs zum Verschwinden zu bringen: Er befahl, den jungen König heimlich zu vermessen und alle Maßstäbe jedes Jahr entsprechend zu verlängern oder (später, als der König zu schrumpfen begann) wieder zu verkürzen.

Und so geschah es, und niemand merkte etwas, und diejenigen, die bescheid wussten, schwiegen. Selbst als der alte König in hohem Alter zu Grabe getragen wurde, kürzten des jungen Königs Berater jedes Jahr die Maßstäbe, nur um dem Fluch zu entgehen (von dem der junge König gar nichts wusste). Die Weisen im Lande, die den Schwindel kannten, hofften, dass der neue Herrscher irgendwann den Unsinn aufgeben würde. Sie hoffen immer noch, bis jetzt vergebens.

Gott sei Dank ist das Ganze nur ein Märchen …

(Peter Ripota)

 

Hmm… das Ganze soll nur ein Märchen sein?
Na ja, wenn Leser einen Zusammenhang mit unserer neuen Maßeinheit „Meter“ erkennen können, ist es vielleicht doch kein Märchen…

 

 



Die wahren „Cranks“ der Physik haben eine ganz junge Kundschaft

Ich komme auf meinen Eintrag Einstein-Jahr 2005: Schon Grundschüler werden aufgefordert, sich am Geniekult zu beteiligen zurück und stelle ein paar weitere Literatur-Annoncen für Kindisch-Physik vor. Diese Autoren sind die wahren “Cranks“ und „Crackpots“ der Physikpropaganda für eine unbestätigte, widersprüchlich und unsinnige Theorie, die jedoch für Kinder sooo einfach zu verstehen sein sollte  – wenn einige Nobelpreisträger (einschließlich Albert Einstein selbst)  sie nicht so recht verstehen können, sind sie wohl nicht genial genug: 

Wie man mit einem Schokoriegel die Lichtgeschwindigkeit misst
und andere nützliche Experimente für den Hausgebrauch

Mick O‘ Hare, Fischer-Verlag, 2009

Mit Einstein im Fahrstuhl
Jürgen Teichmann, Arena Verlag
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum.

Am Anfang war die Ewigkeit
Thomas Filk, Domenico J. Giulini
C.H. Beck Verlag, 2004
[begleitet u.a. mit der genialen Frage: „Warum hat eine Minute manchmal
61 Sekunde?
“]

So baut man eine Zeitmaschine – Eine Gebrauchsanweisung
Paul Davies, Piper-Verlag, 2004

Mit so einer Buchbeschreibung:

Das haben wir zwar nach der Lektüre dieses von Paul Davies glänzend geschriebenen […] Buches immer noch nicht so richtig verstanden, aber das ist einzig dem Mangel unserer Vorstellungskraft geschuldet! Immerhin aber haben wir doch eine ganze Menge gelernt über die Physik der Zeit, über Relativität und Kausalität, Schwarze Löcher, kosmische Strings und was es da noch so alles gibt in den Weiten des Alls. Vor allen Dingen aber ist uns nun endgültig klar, wie naiv doch die Vorstellung ist, die Zeit habe irgendeine Richtung, die man, wenn man in die Vergangenheit oder aus der Zukunft zurück in die Gegenwart gelangen wollte, „einfach“ umkehren müsse. Und das ist doch immerhin schon mal eine ganze Menge. —Alexander Dohnberg

Kurzbeschreibung
Sind Zeitreisen doch möglich? Läßt sich dieser alte Menschheitstraum realisieren? Grundsätzlich ja, sagt Paul Davies, Physiker, Kosmologe und weltweit bekannter Sachbuchautor. Allerdings: Einige Unvollkommenheiten im Zusammenhang mit der Raumzeit müssen dafür ausgebügelt werden. Für die Reise in die Zukunft muß die Schwerkraft helfen, und wir brauchen ein Raumschiff, das annähernd mit Lichtgeschwindigkeit fliegt. Ein Schwarzes Loch ist hilfreich für die Reise in die Vergangenheit. In vier Stufen baut Davies virtuell eine Zeitmaschine zusammen und nimmt sie in Betrieb. Wir begleiten ihn dabei, erfahren, was bei einer Zeitreise alles passieren kann und warum es bei uns noch nicht von Zeittouristen wimmelt. Zugleich lernen wir viel über Raum und Zeit, über Relativität und andere knifflige Fragen moderner Physik.

 
Arme Kinder…



Peter Ripota: Einstein der große Plagiator – Teil 3

Teil 3: Die Weltformel

Quod licet bovi, non licet Jovi“ sagten die alten Römer, auf Deutsch: Was dem Esel verboten ist, darf ein Gott sehr wohl. Oder irgendwie umgekehrt.

Einstein hielt sich wohl selbst für einen Gott, die anderen für Esel. Was heute gerichtlich geahndet wird: die Übernahme von Ideen anderer, war bei Einstein gang und gäbe, und niemanden kümmerte das. Der dritte Vorfall dieser Rat zeigt besonders krass, wie Einstein über Plagiate (und sich selbst als Plagiator) dachte.

Beim dritten Vorfall war es wieder ein Mathematiker, dem Einstein die Ideen klaute, wieder ein Franzose. Eli Cartan hatte die Idee gehabt, den Raum nicht nur zu krümmen, sondern die Krümmungsfäden auch noch zu verdrillen, woraus sich zusätzlich zur Schwerkraft auch noch die Trägheit rein mathematisch ergeben sollte. Man nennt das „Fernparallelismus„.

Einstein, seit 1920 bis zu seinem Tod 1955 auf der Suche nach der Weltformel, griff die Ideen begierig auf und bastelte sich daraus eine Theorie – unter eigenem Namen. Cartan wies ihn auf einer Konferenz auf seine Ideen-Priorität hin, doch Einstein konnte sich an nichts erinnern. Cartan zeigte ihm einen Brief, den ihm Einstein geschrieben hatte, worin er sich für die Ideen des Herrn Cartan bedankte. Einstein konnte nun nicht mehr leugnen und versprach dem jungen Mathematiker, ihm in seinem nächsten Sammelband die Ehre der Priorität zu erweisen.

Und Einstein rächte sich für Cartans Unverschämtheit, ihm die Wahrheit gesagt zu haben: Im nächsten Sammelband war kein einziger Beitrag von Cartan. Die Urheberschaft für die Theorie des Fernparallelismus wurde von Einstein jemand anderem zugeschrieben, und der aufmüpfige französische Mathematiker wurde auch wieder erwähnt. Heute kennt ihn keiner.

Einstein, der große Plagiator – hatte er das nötig? Oder ist das die falsche Frage?

(Peter Ripota)



Peter Ripota: Einstein der große Plagiator – Teil 2

Teil 2: Allgemeine Relativitätstheorie

Wie sagt man, wenn ein Dieb nicht aufhören kann? Er leidet an Kleptomanie. Ob die Krankheit heilbar ist, wissen wir nicht. Dass Albert Einstein darunter litt, wissen wir schon. Denn nachdem er die Ideen von Poincaré und anderen gestohlen und als seine eigenen ausgegeben hatte, ging er bei seiner nächsten Theorie, der allgemeinen Relativitätstheorie, genauso vor.

Zwischen 1905 und 1915 rang Einstein mit der Formel, welche die Raumkrümmung mit der Schwerkraft in Verbindung bringen sollte. Ihm fehlte ein Glied, und das fand der bedeutende deutsche Mathematiker David Hilbert nach Besuch eines Vortrags von Einstein.

Einstein erfuhr davon und bat um eine Kopie des (noch nicht veröffentlichten) Manuskripts, die er von Hilbert auch sofort erhielt. Und dieses Manuskript war für Einstein ein einziges Ärgernis. Das mathematische Glied, das Einstein so lange gesucht hatte (für Fachleute: die Spur des Ricci-Tensors), tauchte bei Hilbert auf – die Formeln stimmten, und ihre Ableitung strotzte auch noch von mathematischer Eleganz.

Einstein reagierte auf seine übliche Art: Er übernahm sofort das fehlende Glied und beschuldigte Hilbert (nicht direkt, nur in einem Brief an einen Freund), von ihm, Einstein, abgeschrieben zu haben. Dass er das Glied übernommen hat, weiß man von seinem früher eingereichten Manuskript, wo es fehlt – in der endgültigen Version taucht es dann ohne Begründung auf, nachdem Einstein Hilberts Abhandlung gelesen hatte.

Irgendwie haben sich die Herren dann doch geeinigt. Hilbert brauchte keinen Streit mit zweitrangigen Amatör-Mathematikern. Einstein konnte sich keinen öffentlichen Disput mit einem erstrangigen Mathematiker leisten.

(Peter Ripota)

 

Fortsetzung folgt…



Peter Ripota: Einstein der große Plagiator – Teil 1

Teil 1: Spezielle Relativitätstheorie

Einstein, das größte Genie des 20. Jahrhunderts, soll wiederholt von anderen Gelehrten geklaut und deren Ergebnisse als die seinigen ausgegeben haben? Das ist unmöglich, denkt jeder, denn das hatte er nicht nötig. Stimmt, er hatte es nicht nötig. Die Aldi-Brüder haben es auch nicht nötig, die Löhne ihrer Angestellten derart zu drücken und sie, wenn sie mehr bekommen müssen, raus zu mobben. Andrew Carnegie, einer der reichsten Männer Amerikas, gab nie Trinkgeld und war in jeder Hinsicht Vorbild für Dagobert Duck. Andere Milliardäre  gehen abends durch die Büroräume und drehen eigenhändig das Licht ab, um Strom zu sparen. Davon gibt es noch viele Beispiele. Warum tun die das, wo sie es doch wirklich nicht nötig hätten?

Sie tun es eben. So wie Albert Einstein. Von ihm erschien im Jahre 1905 eine höchst bemerkenswerte Schrift. Sie hieß „Zur Elektrodynamik bewegter Körper„, und sie wird heute als Kult-Reliquie der modernen Physik verehrt. Das Bemerkenswerte an ihr: Es gibt dort keine einzige Literaturangabe, ein für wissenschaftliche Arbeiten höchst ungewöhnlicher Tatbestand. Und das verwundert nicht: Einstein hat so gut wie alles von dem bedeutenden französischen Mathematiker und Physiker Henri Poincaré abgeschrieben, Ideen, die der Franzose in einem damals viel beachteten Buch zusammengefasst hatte. 1904 kam es in deutsch unter dem Titel „Wissenschaft und Hypothese“ heraus, in dem all das stand, was man auch bei Einstein ein Jahr später findet:

– Es gibt keinen absoluten Raum und keine absolute Zeit.

– Wir sollten physikalische Gesetze in einem vierdimensionalen Raumzeitgefüge beschreiben.

– Das Prinzip der Relativität sollte mit der Lorentzschen Elektrodynamik bewegter
Körper (!) in Einklang gebracht werden.

– Gleichzeitigkeit muss definiert werden, und zwar mit Hilfe einer Federuhr. Bei Einstein geschieht dies auch – mit Hilfe einer Unruhuhr!

Poincaré schwieg vornehm über den geistigen Diebstahl, zumal er ja Franzose war und dieser Einstein nur Deutscher. Auf Kongressen mied er ihn und setzte sich lieber zu Madame Curie. Die ertrug den vornehmen Franzosen auch lieber als den dauerqualmenden Deutschen.

(Peter Ripota)

 

Fortsetzung folgt…



G.O. Mueller: Kein Adressat wagt Protest, Entgegnung oder Widerlegung

Eine Leseprobe aus dem neu veröffentlichten Kapitel 9 der Dokumentation von G.O. Mueller Das Gedankenexperiment, auch im Blog von Ekkehard Friebe veröffentlicht:

 

Kein Adressat wagt Protest, Entgegnung oder Widerlegung

Das dröhnende Schweigen der Adressaten (mit den benannten Ausnahmen) enthält noch eine andere, klare Aussage. Auf die von dem Forschungsprojekt in seinen Anschreiben und Offenen Briefen benannten Rechtsverletzungen und Betrügereien der akademischen Physik hat kein Adressat bisher einen Protest zu Protokoll gegeben. Keiner der 7 Punkte, die eingangs (S. 10) aufgeführt worden sind, ist bisher von einem Adressaten auch nur ansatzweise bestritten worden, von einer Widerlegung ganz zu schweigen (mit einer Ausnahme, siehe unten):

(1) der historische Rechtsbruch 1922,
(2) der gegenwärtige Rechtsbruch,
(3) die Verweigerung eines Grundrechts (Wissenschaftsfreiheit),
(4) der Bruch der Amtseide (durch Grundrechtsbruch),
(5) die Verweigerung eines weiteren Grundrechts (freie Berufswahl),
(6) Betrug und Vertrauensbruch gegenüber der Öffentlichkeit (Geheimhaltung der rechtsbrecherischen Zustände),
(7) Veruntreuung von Steuergeldern (Verhinderung von Forschung und Lehre).

Die bisher einzige Ausnahme lieferte das Bundespräsidialamt mit Schreiben vom 16.4.08:

Inhaltlich möchte ich zu dem Schreiben nur bemerken, dass die aus Ihrer Sicht mangelnde Rezeption der Arbeitsergebnisse der Forschungsgruppe in der wissenschaftlichen Welt aus meiner Sicht nicht als Symptom fehlender Forschungsfreiheit zu werten ist.” Wir hatten nach der Forschungsfreiheit für 1300 Kritiker gefragt.

Die Berechtigung unserer Feststellungen wird von allen anderen Adressaten stillschweigend eingeräumt. 

Die Adressaten praktizieren damit übrigens nur die seit 1922 alte Strategie der akademischen Physik: auf die zahlreichen massiven Vorwürfe der Unterdrückung der Kritiker und des Betrugs der Öffentlichkeit im Laufe der Jahrzehnte nie zu reagieren. 

Seit dem 14. August 2006 hat Frau Bundesministerin A. Schavan diese Strategie durchkreuzt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Existenz der Dokumentation unseres Forschungsprojekts zur Kenntnis genommen und am 7. Mai 2007 das MPI für Gravitationsphysik als zuständig für die Beantwortung von Kritik benannt und damit zu Stellungnahmen aufgefordert.

(G.O. Mueller)



Peter Ripota: Wie man Heilige erschafft

Wissen Sie, dass – und wann – Einstein zum Heiligen erhoben wurde? Das kam so: Im November 1919 ergaben Daten einer Sonnenfinsternis, dass Einsteins Voraussagen bezüglich der Sonnenlicht-Ablenkung stimmten und die von Newton nicht. Die Daten wurden telegrafisch von dem berühmten Astronomen Arthur Eddington an die Akademie der Wissenschaften in London übermittelt, woraufhin ungeheurer Jubel ausbrach. Und dabei wurde Einstein zum Heiligen erhoben. Der Ausdruck stammt von seinem großen Bewunderer und schönschreiberischen Biografen Abraham Pais. Der bezeichnete den 6.11.1919 als

den Tag, an dem Einstein kanonisiert (= zum Heiligen erhoben) wurde.

Der Mathematiker und Philosoph Alfred North Whitehead sagte später, dort habe eine Atmosfäre geherrscht

wie bei einem griechischen Drama: Wir waren der Chor … Ein großes geistiges Abenteuer war zuletzt sicher an der Küste gelandet.

Wundert es Sie vielleicht, dass Eddingtons Daten gefälscht waren? Einerlei, so werden Heilige gemacht, zu deren Lebzeiten, und die Naturwissenschaft – insbesondere die Physik – erweist sich als im tiefsten Grunde religiös. Doch im Gegensatz zur Kirche glaubt die Wissenschaft nicht an den Einen Gott, sondern an viele, und das macht unbescheiden und öffnet dem Götzendienst Tür und Tor. So konnte einer, der wie der Inbegriff des stillen Gelehrten aussieht, mit weißen Haaren und verträumten Blick, zum Wissenschaftler des Jahrhunderts gewählt werden, auch wenn er nur ein rücksichtsloser Träumer war.

(Peter Ripota)

 

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NB: Siehe hierzu in meinem Blog: Sonnenfinsternis über die theoretische Physik?



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