Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 2008

August 2008: Antwort von Dr. Peter Genath, persönlicher Referent des Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wegen dem Experiment Hafele/Keating

Im Zusammenhang mit der letzten Rückfrage wegen diesem umstrittenen Experiment  erhielt Ekkehard Friebe folgende Antwort vom Dr. Peter Genath:

Von Peter Genath
An Ekkehard Friebe
Datum 21.08.08
Betrf: Ihre Rückfrage zum Experiment Hafele/Keating

Sehr geehrter Herr Regierungsdirektor Friebe,

hinsichtlich Ihrer Rückfrage zu unserer Antwort vom 6.8.2008 möchte ich Ihnen gerne mitteilen, dass der Mitteilung in unserer Email zu dem Experiment von Hafele/Keating nichts hinzuzufügen ist. Gleichzeitig möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie darüber hinaus selbstverständlich als DPG-Mitglied bei den verschiedenen DPG-Tagungen und im Rahmen der vielfältigen DPG-Fachverbände, DPG-Arbeitsgruppen u. a. die Möglichkeit haben, sich mit der wissenschaftlichen Community zu diesem und anderen Thema auszutauschen und sich einzubringen.

Die folgende Bemerkung mag auf sie eventuell ein wenig konservativ wirken: Wir halten es für einen schlechten Stil, unsere schriftliche Korrespondenz oder Teile daraus ohne Absprache und Authorisierung unsererseits in Internetforen bzw. Bloggs zu setzen. Wir möchten diesbezüglich eindeutig klarstellen, dass wir ein solches Verhalten nicht schätzen. Der wissenschaftliche Austausch mit der Wissenschaft und Öffentlichkeit erfolgt über referierte Fachzeitschriften, die DPG-Frühjahrstagungen, andere wissenschaftliche Konferenzen, Pressemitteilungen, Studien und Stellungnahmen der DPG.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Genath

**************
Dr. Peter Genath
Persönlicher Referent des Präsidenten
DPG-Geschäftsstelle

—-

Als naturwissenschaftlich interessierte Laiin – und auch als Steuerzahlerin – halte ich diese Antwort auf eine ausführlich begründete Anfrage von kritischen Wissenschaftlern über ein seit Jahrzehnten umstrittenes Experiment seitens der höchsten Institution der öffentlichen Hand für die Physik für äußerst unwissenschaftlich, unseriös und völlig unzumutbar. Sie ist in meinen Augen eine Blamage für die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die etablierte Physik, und stellt die Vertrauungswürdigkeit dieser Institution in Frage.  

Für diese unzumutbare „Ergebnisse“ einer „wissenschaftlichen Untersuchung“ möchten weder der angesprochene Präsident der DPG noch ein einziger Mitglied des mysteriösen „zuständigen Fachverbandes“ eine eigene Formulierung in die Öffentlichkeit wagen und dafür verantwortlich zeichnen. Soll das seriöse Wissenschaft sein? Soll das überhaupt Wissenschaft sein? Ist es eine zumutbare Behandlung der zahlreichen kritischen Wissenschaftler und der Öffentlichkeit?

(Jocelyne Lopez)



August 2008: Rückfrage von Ekkehard Friebe und G.O. Mueller auf die Antwort der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wegen Experiment Hafele/Keating

Ich beziehe mich auf meinen Blog-Eintrag August 2008: Antwort vom Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auf die Anfrage von Ekkehard Friebe zum Experiment Hafele/Keating, der über die Antwort des persönlichen Referenten des Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft informiert.

Am 20. August 2008 schrieb Ekkehard Friebe eine Rückfrage auf diese erstaunliche und in meinen Augen äußerst unwissenschaftliche Antwort:

Von Ekkehard Friebe
An Prof. Dr. Gerd Litfin und Peter Genath
Datum 20.08.08
Betr.: Re: Antwort zur Anfrage zum Experiment Hafele/Keating

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Gerd Litfin!
Sehr geehrter Herr Dr. Peter Genath!

Vielen Dank für Ihre „Antwort zur Anfrage zum Experiment Hafele/Keating“ vom 6. August 2008 (siehe unten).

Bereits mit meinem ersten E-Mail-Schreiben an Sie vom 10. April 2008 hatte ich mit Bezug auf meine Homepage darauf hingewiesen, dass ich mich schon seit über 25 Jahren mit Recherchen um die Relativitätstheorie und ihrer Kritik beschäftige. Deshalb hat mich Ihre Antwort vom 6. August 2008 etwas überrascht und ich habe das „Forschungsprojekt G.O. Mueller“, dessen Interessenvertreter ich bin, um eine Stellungnahme hierzu gebeten. Gestern nun erhielt ich diese Stellungnahme, die ich Ihnen nachstehend zur Kenntnis gebe (Zitat):

„Stellungnahme von G. O. Mueller v. 9.8.08 zur Antwort der DPG auf eine Anfrage von E. Friebe

Am 10.4.08 hatte sich Herr Regierungsdirektor E. Friebe als Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft per Email an den Präsidenten der DPG, Herrn Prof. Dr. Gerd Litfin, gewandt mit der Bitte um Auskunft, ob die in jüngster Zeit berichteten Originaldaten des bekannten Experiments von Hafele/Keating mit Atomuhrentransport von 1972 von der DPG als korrekt bestätigt werden können und, falls dies nicht der Fall sein sollte, ob die Originaldaten dieses Experiment erbeten werden können. Herr Friebe hatte diese Bitte im Schlußabsatz seiner Anfrage so formuliert:

„Aus diesem Grunde erlaube ich mir zu fragen, ob die DPG durch ihre internationalen Kontakte eine Bestätigung einholen kann, daß die von A.G. Kelly mitgeteilten Daten korrekt sind – sollte es diese Bestätigung nicht geben, sollte es möglich und berechtigt sein, die Originaldaten dieses Experiments zu erbitten.“

Am 3.5.08 teilte der Persönliche Referent des Präsidenten, Herr Dr. Peter Genath mit, „dass wir diese [Anfrage] – nach Rücksprache mit dem Präsidenten – an das zuständige Fachgremium der DPG (Fachverband Gravitation), mit der Bitte um Prüfung weitergeleitet haben. Sehr gerne werden wir Sie über die ersten Zwischenergebnisse sowie natürlich über das Schlussergebnis der Prüfung auf dem Laufenden halten.“

Am 6.8.08 schrieb Herr Dr. Genath an Herrn Friebe:

„Sehr geehrter Herr Regierungsdirektor Friebe,

anbei schicken wir Ihnen hiermit (mit Verzögerung bedingt durch Sitzungs- und Urlaubszeiten) die Antwort des zuständigen Fachverbandes.
Dieser kommt zu folgendem Resultat: Die Ergebnisse von Hafele/Keating befinden sich erstens – innerhalb der Fehlergrenzen der damaligen Uhren – in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus Spezieller und Allgemeiner Relativitätstheorie. Zweitens wurden sie immer wieder mit wachsender Genauigkeit bestätigt. Es gibt nicht den leisesten Zweifel, dass die Ergebnisse der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie falsch sein könnten.
Zusammenfassend stellt der Fachverband damit fest: Die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie ist in tausenden von Hochpräzisions-Experimenten immer besser bestätigt worden. Viele Technologien des täglichen Lebens funktionieren nur, weil die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie richtig berücksichtigt wurde. Es kann keinen Zweifel an der Gültigkeit dieser Theorien im Rahmen der heutigen Messgenauigkeit geben.“

Zu diesem Schriftwechsel möchten wir mehreres anmerken, da wir die Arbeit von A. G. Kelly zu Hafele/Keating kennen und zusammenfassend referiert haben.

1. Die Bereitschaft der DPG zu einem Dialog mit kritischen Diskutanten über Fragen der Relativitätstheorien ist zu begrüßen und wird hoffentlich beibehalten. Alle Seiten sollten sich zu einem sachlichen und rationalen Umgang mit den Argumenten der anderen Seite verpflichtet fühlen.

2. Das Antwortschreiben v. 6.8. wirft nun einige methodische und inhaltliche Fragen auf, die von Seiten der DPG geklärt werden sollten, um die von Herrn Friebe angeschnittene Thematik zu einem Abschluß zu bringen, den sie noch nicht gefunden hat.

3. Herr Dr. Genath schreibt, er sende „anbei … die Antwort des zuständigen Fachverbandes„. Das erweckt den Eindruck, die Antwort des Fachverbandes liege bei. Herr Friebe scheint diese Antwort jedoch nicht erhalten zu haben, denn sonst hätte er sie wohl veröffentlicht.

4. Anstelle der Antwort des Fachverbandes berichtet Herr Dr. Genath nur die Ergebnisse der Antwort des Fachverbandes in Auswahl und eigener Formulierung. Damit stellt sich die Frage, warum eine vorliegende Auskunft des Fachverbandes nicht einfach an den Fragesteller weitergeleitet worden ist. Wir bitten Herrn Friebe im Interesse aller an der Sache interessierten Forumsteilnehmer, die Zusendung der Antwort des Fachverbandes zu erbitten.

5. Solange die Antwort des Fachverbandes nicht bekannt ist, weiß man nicht, wer und wieviele Mitglieder des Verbandes (einer? mehrere? alle? wieviele gibt es?) die Antwort mittragen, ob es eine Diskussion über die Anfrage gegeben hat, ob es ein breiteres Meinungsspektrum gegeben hat, und wer als Verantwortlicher für den Verband gezeichnet hat (der Vorsitzende? sein Stellvertreter?). Wenn ein Verband viele Mitglieder hat, ist doch eine gewisse Breite des Meinungsspektrums wahrscheinlich. Mit der Weiterleitung der Anfrage an den Fachverband soll doch offensichtlich und verständlicherweise der Antwort eine gewisse Autorität verliehen werden, die aber nur durch die Benennung verantwortlicher Persönlichkeiten dargestellt werden kann.

6. Die vorliegende Auskunft von Herrn Dr. Genath als ein Bericht über die Hauptaussagen der Antwort des Fachverbandes läßt den Eindruck entstehen, sämtliche Mitglieder (wieviele?) oder ein ständiges Gremium (welche und wieviele Mitglieder?) seien einstimmig zu den referierten Ergebnissen gekommen. Man kann jetzt aber niemanden mit den Aussagen zitieren, denn:
– der Herr Präsident hat die Beantwortung delegiert;
– der Fachverband hat eine Antwort vorgelegt, die niemand (außer Herrn Dr. Genath) kennt;
– der Persönliche Referent behauptet zwar, daß er die Antwort „anbei“ sende, in Wirklichkeit aber referiert er nur die Ergebnisse anderer Personen des Fachverbandes, ohne zu erklären, daß er persönlich diese Ergebnisse sich zu eigen mache. Man kann daher z. B. nicht behaupten, Herr Dr. Genath ist der Auffassung, daß nicht einmal die leisesten Zweifel an den beiden Relativitätstheorien überhaupt möglich sind.

7. Herrn Friebes Frage nach den Originaldaten von Hafele/Keating 1972 wird überhaupt nicht beantwortet. Hier sollte man die DPG noch einmal um Beantwortung bitten, da es sich doch nur um eine einfache Sachauskunft handelt: Sind die von Kelly und anderen nun endlich nach 30 Jahren erhaltenen Originaldaten nach Kenntnis der DPG korrekt oder nicht? Wenn nicht: Kann die DPG die korrekten Originaldaten beschaffen? Wäre doch alles mit „Ja“ und „Nein“ zu beantworten.

8. Die stärkste Aussage, die Herr Dr. Genath berichtet, lautet:
„Es gibt nicht den leisesten Zweifel, dass die Ergebnisse der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie falsch sein könnten.

Meint der unbekannte Urheber dieser Aussage, daß ihm keine Zweifel bekannt sind? Oder meint er, daß er und seine Mitunterzeichner keine Zweifel hätten? Oder meint er wirklich, daß es gar keine Zweifel geben könnte?

Wenn dem Urheber keine Zweifel bekannt sind, dann möchten wir ihm gern unsere Dokumentation zur Information zusenden.

Wenn der Urheber nur selbst keine Zweifel hat, so möchte er doch immerhin bitte zu den Zweifeln anderer Stellung nehmen, die in unserer Dokumentation nachgewiesen und referiert worden sind.

Wenn der Urheber tatsächlich meint, daß es Zweifel überhaupt nicht geben könne, dann wäre es um so dringlicher, etwas über die Person oder die Personen der Urheber zu erfahren, um sich von der Autorität dieser Personen eine zutreffende Vorstellung zu machen.

G. O. Mueller, 19.8.08

——

Der Anregung von G. O. Mueller folgend bitte ich Sie hiermit um die Zusendung der Antwort des Fachverbandes, aus der klar der/die Urheber dieser Antwort hervorgehen.

Außerdem bitte ich Sie nochmals um die Beantwortung meiner Frage nach den Originaldaten von Hafele/Keating 1972, da es sich doch nur um eine einfache Sachauskunft handelt: Sind die von Kelly und anderen nun endlich nach 30 Jahren erhaltenen Originaldaten nach Kenntnis der DPG korrekt oder nicht? Wenn nicht: Kann die DPG die korrekten Originaldaten beschaffen?

Mit freundlichen Grüßen
Ekkehard Friebe
Regierungsdirektor i. R.
des Deutschen Patentamts



Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 17./19.08.08

Ich erhielt im Zusammenhang mit dem Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 10./12.08.08 folgende E-Mail-Antwort

———

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 17.08.08
Betr.: Re: Frage zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

gut, dass wir uns immerhin ueber die Relativgeschwindigkeiten der klassischen Physik einig sind. Nachdem Sie in Ihrer letzten Mail die verschiedenen Konsequenzen des Umstandes herausgearbeitet haben, dass Relativgeschwindigkeiten relativ sind, lassen sich die Aufloesung des von Ihnen behaupteten Widerspruchs und Ihre Frage nach der Realitaet von Effekten wie der Laengenkontraktion in einem Satz zusammenfassen: In der Speziellen Relativitaetstheorie sind nicht nur Relativgeschwindigkeiten, sondern auch Laengen (Strecken), Zeitintervalle und die Gleichzeitigkeit (und daraus abgeleitete Groessen) relativ, koennen sich also von Bezugssystem zu Bezugssystem unterscheiden.

Der Umstand, dass ein und dasselbe Objekt mehr als eine Laenge haben kann, ist damit ebenso wenig ein Widerspruch wie der Umstand, dass ein und dasselbe Objekt je nach Bezugssystem mehr als eine Geschwindigkeit haben  kann. Genau so, wie Sie es fuer die Relativgeschwindigkeit ganz richtig  formulierten, gilt in der Speziellen Relativitaetstheorie: fuer die Laengenmessung braucht es immer ein Paar – ein Objekt, dessen Laenge gemessen wird, und ein Bezugssystem, von dem aus die Messung vorgenommen wird. Und genau wie bei der Relativgeschwindigkeit gilt: die gemessene Laenge wird im allgemeinen fuer unterschiedliche Paare verschieden sein.

Dass Strecken, Zeitintervalle und die Gleichzeitigkeit relativ sind, ist sicherlich ungewohnt. Aber es ist nicht widerspruechlich – ein Widerspruch ergibt sich nur, wenn man im Widerspruch zur Relativitaet dieser Groessen annimmt, sie seien nach wie vor absolut und vom Bezugssystem unabhaengig. Genau dies tun Sie, wenn Sie darauf beharren, die von zwei verschiedenen Bezugssystemen aus gemessenen Messwerte 70 km/h und 73 km/h muessten gleich sein. Diese Gleichsetzung ist im Rahmen der SRT ebenso wenig legitim wie die Gleichsetzung von Relativgeschwindigkeiten, nach der ich Sie in meiner letzten Mail fragte.

Zur Realitaet der Laengenkontraktion: Das Ergebnis einer Laengenmessung ist in der Speziellen Relativitaetstheorie keine intrinsische Eigenschaft eines Koerpers, sondern vom Bezugssystem abhaengig (denn, wie gesagt: Laenge ist relativ). Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben. Die gemessenen Laengenwerte sind selbstverstaendlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Taeuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

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Dazu meine Antwort vom 19.08.08:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 19.08.08
Meine Anfrage vom 17.06.08

Ihre Antwort vom 30.06.07
Meine Rückfrage vom 01.07.08
Meine Rückfrage vom 12.07.08
Unser Austausch vom 21.07.08
Unser Austausch vom 24./25.07.08
Unser Austausch vom 26./27.07.08
Unser Austausch vom 31.07./01.08.08
Unser Austausch vom 04./05.08.08
Unser Austausch vom 07.08.08
Unser Austausch vom 10./12.08.08

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 17.08.08.
Sie schreiben:

In der Speziellen Relativitaetstheorie sind nicht nur Relativgeschwindigkeiten, sondern auch Laengen (Strecken), Zeitintervalle und die Gleichzeitigkeit (und daraus abgeleitete Groessen) relativ, koennen sich also von Bezugssystem zu Bezugssystem unterscheiden.
[…]
Das Ergebnis einer Laengenmessung ist in der Speziellen Relativitaetstheorie keine intrinsische Eigenschaft eines Koerpers, sondern vom Bezugssystem abhaengig (denn, wie gesagt: Laenge ist relativ).

Diese von Ihnen als „ungewohnt“ bezeichnete Prämisse der Relativitätstheorie, dass Längen (Strecken) genauso wie Geschwindigkeiten relativ seien, vernichtet das Fundament der Physik als messende Wissenschaft, macht jegliche Messung unbrauchbar und jegliche Voraussage in der Praxis unmöglich. Diese Prämisse ist mit den Grundprinzipien der Physik, mit der Empirie und der Technologie völlig inkompatibel. Sie basiert außerdem auf einem Denkfehler: Eine Geschwindigkeit beruht auf zwei messbaren Einzelgrößen (Dauer und Strecke), wobei sie sich alleine durch eine nachträgliche mathematische Verarbeitung ergibt (gemessene Strecke/gemessene Zeitdauer), dagegen ergibt sich die Länge eines Objektes primär aus einer manuellen Messung und darf in der Physik und in der Empirie nie und niemals „relativ“ sein. Wir verlassen sonst den Gültigkeitsbereich der Physik als messende Wissenschaft. Gerade um das zu verhindern haben ja die Menschen seit Jahrhunderten Maßeinheiten und Einheitensysteme per Konvention eingeführt und verwendet, bis heute noch. Es gibt also bei der Messung einer Strecke keinerlei „relative“ Messergebnisse, die Messung einer Strecke ist einzig und allein ein Vergleich mit einem per Konvention ausgewählten und kollektiv abgestimmten Maßstab.

Eine Geschwindigkeit ist in der Tat eine Relation (Beziehung). Hier empfehle ich die Lektüre der Abhandlung von Helmut Hille: Der Faktor „Beziehung

1. Der Faktor „Beziehung
Anläßlich zweier Vorträge über die Relativität von Wirklichkeit im Rahmen der „Wiener Vorlesungen“ im Rathaus von Wien, „einem internationalem Forum für bedeutende Persönlichkeiten“, hat der bekannte Philosoph und Psychologe Paul Watzlawick „zur Erweiterung unserer Sichtweise durch den Faktor ‚Beziehung'“ auf folgendes hingewiesen.

Wir müssen umdenken lernen. Wie das aussehen kann, dafür bietet uns Bertrand Russell einen sehr wichtigen und brauchbaren Hinweis. Er verweist darauf, daß ein häufiger Fehler in der Wissenschaft darin liege, zwei Sprachen zu vermengen, die streng voneinander getrennt sein müßten. Nämlich die Sprache, die sich auf die Objekte bezieht, und die, die sich auf Beziehungen bezieht. Ein Beispiel: wenn ich sage, dieser Apfel ist rot, dann habe ich in der Objektsprache eine Eigenschaft dieses Objektes Apfel bezeichnet. Sage ich dagegen, dieser Apfel ist größer als jener, dann habe ich eine Aussage über die Beziehung gemacht, die sich nicht mehr auf den einen oder den anderen Apfel zurückführen läßt. Die Eigenschaft des Größerseins kann nur in Bezug auf die Beziehung verstanden werden. Das ist so schwer zu begreifen. Unser beginnendes Verständnis der Eigenschaften von Beziehungen ist noch ein sehr rudimentäres und gibt uns bisher eigentlich mehr Rätsel auf als Erklärungen.“)

Beziehungen oder lat. Relationen existieren rein mental im Anschauungsraum des Beobachters und entstehen durch geistige Verknüpfungen, z. B. von Objekten. Durch Verknüpfung ordnen wir Objekten uns Verständnis gebende Eigenschaften zu, die sie nicht für sich selber haben, z. B. die des Größerseins. Wollen wir der Klarheit und Wahrheit wegen die verfälschende Vermischung von Ebenen vermeiden, dann müssen wir als erstes aufhören, Aussagen zu Relationen mit dem Prädikat „objektiv“ zu belegen.

Objektiv kann immer nur etwas sein, was einem Objekt und ihm allein zugehört.—-

Siehe hierzu auch: Paul Watzlawick: Wir müssen umdenken lernen

Sie schreiben weiter:

Der Umstand, dass ein und dasselbe Objekt mehr als eine Laenge haben kann, ist damit ebenso wenig ein Widerspruch wie der Umstand, dass ein und dasselbe Objekt je nach Bezugssystem mehr als eine Geschwindigkeit haben kann. Genau so, wie Sie es fuer die Relativgeschwindigkeit ganz richtig formulierten, gilt in der Speziellen Relativitaetstheorie: fuer die Laengenmessung braucht es immer ein Paar – ein Objekt, dessen Laenge gemessen wird, und ein Bezugssystem, von dem aus die Messung vorgenommen wird. Und genau wie bei der Relativgeschwindigkeit gilt: die gemessene Laenge wird im allgemeinen fuer unterschiedliche Paare verschieden sein.

—-

Hier wird der oben dargelegte Denkfehler m.E. ersichtlich: Bei der Messung der Länge eines Objektes erfolgt der Vergleich nicht paarweise mit verschiedenen Beobachtern (Bezugssystemen), sondern allein mit einem einheitlichen Maßstab. Da der verwendete Maßstab per Konvention und per Definition unveränderlich ist und sein muß, kann also mit diesem unveränderlichen Maßstab immer nur ein und dieselbe Länge für eine Strecke gemessen werden. Die Länge eines Objektes kann also in der Physik – und in der Praxis – unmöglich mehr als einen Wert haben: Die Prämisse der Relativitätstheorie ist widersprüchlich und unhaltbar, sowie auch inkompatibel mit der Methodologie der Physik als praxisbezogene messende Wissenschaft.


Sie schreiben weiter:

Dass Strecken, Zeitintervalle und die Gleichzeitigkeit relativ sind, ist
sicherlich ungewohnt. Aber es ist nicht widerspruechlich – ein Widerspruch ergibt sich nur, wenn man im Widerspruch zur Relativitaet dieser Groessen annimmt, sie seien nach wie vor absolut und vom Bezugssystem unabhaengig. Genau dies tun Sie, wenn Sie darauf beharren, die von zwei verschiedenen Bezugssystemen aus gemessenen Messwerte 70 km/h und 73 km/h muessten gleich sein.  Diese Gleichsetzung ist im Rahmen der SRT ebenso wenig legitim wie die Gleichsetzung von Relativgeschwindigkeiten, nach der ich Sie in meiner letzten Mail fragte.

Wenn die Messung der Länge eines Objektes mit einem bewegten Maßstab per Postulat anders ausfällt als die in der Praxis reale Messung derselben Länge mit einem ruhenden Maßstab, werden Sie wohl einsehen können, dass die postulierte Messung wertlos und völlig unbrauchbar ist. Entsprechendes gilt für Geschwindigkeiten: Wie könnten sich nämlich in der Realität ein Beobachter gleichzeitig mit 70 km/h und 73 km/h relativ zu ein und demselben Objekt bewegen?

Sie schreiben weiter:

Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;

Hier wäre es äußerst wünschenswert, dass Sie detaillierter und vor allem klärend zu den Widersprüchen der Väter der Relativitätstheorie selbst Stellung nehmen würden, die zum Beispiel von der Forschungsgruppe G.O. Mueller dokumentiert wurden und worauf ich Sie schon in meiner E-Mail vom 05.08.08 aufmerksam gemacht habe:
Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 04./05.08.08

siehe z.B. auch meinen Blog-Eintrag:

Könnten sich vielleicht die Relativisten darüber einigen, ob der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ Anschein oder Realität sein soll?

Dies ist ein äußerst wichtiger Punkt und in der Tat nicht zumutbar, dass solche widersprüchlichen Auffassungen von Autoren der Relativistik bei ein und derselben Theorie bestehen. Ich schließe mich hier der Aussagen von G.O. Mueller vollumfänglich an:

Zitat G.O. Mueller:
Wendet man sich diesen beiden grundlegenden Effekten zu, so stößt man auf eine Frage, die man bei einer angeblich bestätigten und allgemein akzeptierten Theorie nicht mehr vermuten würde: nämlich ob die behaupteten Effekte wirklich seien oder nur Scheineffekte.

Die Sachlage wird noch bunter dadurch, daß in dieser Frage eine groteske Uneinigkeit der Relativistik-Autoren festzustellen ist, so daß man zweckmäßigerweise besser von zwei Theorien sprechen sollte, von einer Theorie mit Scheineffekten und einer Theorie mit Realeffekten.

Man darf allerdings nicht erwarten, daß die Autoren sich nach reiflicher Überlegung eine begründete Auffassung gebildet, jeder seine Entscheidung in dieser Frage getroffen und sich auf eine der beiden Seiten geschlagen hat. Vielmehr wechseln manche Autoren ihre Entscheidung von einer Darstellung zur nächsten, ohne ein Wort darüber zu verlieren, und viele schwanken in demselben Buch zwischen beiden Positionen hin und her, wie es ihnen gerade gelegen erscheint.

Wenn schon unter den Anhängern der Theorie derartig gravierende Widersprüche auch heute noch bestehen, dann ist dies ein sicherer Hinweis darauf, daß irgendetwas mit der Theorie nicht stimmt.

Sie schreiben weiter:

die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben. Die gemessenen Laengenwerte sind selbstverstaendlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Taeuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen.

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Um welche „konkreten Messungen“ handelt es sich hier?
Und warum wurden bei diesen konkreten Messungen angeblich immer nur eine Verkürzung der Strecken gemessen, und nie eine Verlängerung? Aus welchem Grund?

Zahlreiche Kritiker der Relativitätstheorie monieren nämlich, dass das Postulat Einsteins, wonach die Lichtgeschwindigkeit invariant zu allen bewegten Beobachtern sei, nie experimentell nachgeprüft wurde, geschweige denn überzeugend bestätigt. Mit welchen Experimenten wurde festgestellt, dass die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von der Geschwindigkeit aller bewegten Beobachter sei?

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



Homepage von Walter Babin

Eine umfangreiche und sehr informative Webseite aus Kanada in englischer Sprache über die weltweite Kritik der Relativitätstheorie:

Homepage von Walter Babin
The General Science Journal

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Walter Babin stellt zeitnah die aktuellsten Arbeiten von kritischen Autoren aus der ganzen Welt vor, auch in der Originalsprache. So wurde schon seit mehreren Jahren die Dokumentation und Offene Briefe der Forschungsgruppe G.O. Mueller verlinkt, sowie auch eine von G.O. Mueller in englischer Sprache übersetze Kurzfassung seines Hauptwerks Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie:

G. O. Mueller, K. Kneckenbrodt:
95 Years of Criticism of the Special Theory of Relativity

G. O. Mueller, K. Kneckenbrodt:
Open Letter on Freedom of Science to German Universities, Mar. 3/07 (German Text Only)

G. O. Mueller, K. Kneckenbrodt:
Open Letter on Relativity to 290 Personalities, Journals etc.

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Prof. Joseph J. Smulsky: Rueckkehr zur Realitaet

In der Homepage von Prof. Joseph J. Smulsky (Russland) werden seine langjährigen und umfangreichen Arbeiten zur Kritik der Relativitätstheorie in russischer und englischer Sprache vorgestellt.

Ich verweise zum Beispiel auf seine Arbeit „A MANIFESTO: RETURN TO REALITY

Auch hat Prof. Joseph Smulsky die wichtige Arbeit von Prof. Li Zifeng (China) The Essence of Special Relativity and Its Influence on Science, Philosophy and Society in die russische Sprache übersetzt und in seiner russischsprachigen Homepage verlinkt.

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Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 10./12.08.08

Ich erhielt im Zusammenhang mit dem Austausch vom 07.08.08 folgende Antwort:

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 10.08.08
Betr: Re: Frage zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

wie wuerden Sie denn – wir lassen die Relativitaetstheorie einmal beiseite und bleiben bei der klassischen Physik – die folgende Situation bewerten?

Im tiefen Weltraum, fern jeglicher Planeten, fliegen drei Raumschiffe A, B, C hintereinander in die gleiche Richtung.

Der Beobachter im Raumschiff A misst fuer das Raumschiff B eine Geschwindigkeit von 20 km/h, fuer Raumschiff C eine Geschwindigkeit von 30 km/h. Der Beobachter auf Raumschiff B misst fuer Raumschiff C eine Geschwindigkeit von 10 km/h. (Wie gesagt, rein klassische Physik.)

Wuerden Sie fragen: Wie kann denn Raumschiff C gleichzeitig zwei Geschwindigkeiten haben? Beschleunigt oder bremst es, je nachdem ob es gerade von A oder von B aus beobachtet wird? Ist „Geschwindigkeit“ ueberhaupt etwas reales?

Oder haben wir da einen Widerspruch in der klassischen Physik aufgedeckt, naemlich den unhaltbaren Ausdruck 10 km/h = 30 km/h?

Oder gilt: „Wenn wir mit zwei verschiedenen Messverfahren ein und dasselbe physikalische Ereignis messen und auf zwei verschiedene Messergebnisse kommen dann ist zwangslaeufig eines davon ein Messfehler (oder sogar beide). Anders geht es nicht?
Aber welche der beiden Geschwindigkeitsmessungen ist dann falsch? Insbesondere, wenn alle beteiligten Raumschiffe baugleiche Messinstrumente verwenden?

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

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Dazu meine Antwort vom 12.08.08:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 12.08.08
Meine Anfrage vom 17.06.08
Ihre Antwort vom 30.06.07
Meine Rückfrage vom 01.07.08
Meine Rückfrage vom 12.07.08
Unser Austausch vom 21.07.08
Unser Austausch vom 24./25.07.08
Unser Austausch vom 26./27.07.08
Unser Austausch vom 31.07./01.08.08
Unser Austausch vom 04./05.08.08
Unser Austausch vom 07.08.08

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 10.08.08.
Sie schreiben:

Im tiefen Weltraum, fern jeglicher Planeten, fliegen drei Raumschiffe A, B, C hintereinander in die gleiche Richtung.

Der Beobachter im Raumschiff A misst fuer das Raumschiff B eine Geschwindigkeit von 20 km/h, fuer Raumschiff C eine Geschwindigkeit von 30 km/h. Der Beobachter auf Raumschiff B misst fuer Raumschiff C eine Geschwindigkeit von 10 km/h. (Wie gesagt, rein klassische Physik.)

Wuerden Sie fragen: Wie kann denn Raumschiff C gleichzeitig zwei Geschwindigkeiten haben?  Beschleunigt oder bremst es, je nachdem ob es gerade von A oder von B aus beobachtet wird? Ist „Geschwindigkeit“ ueberhaupt etwas reales?

Oder haben wir da einen Widerspruch in der klassischen Physik aufgedeckt, naemlich den unhaltbaren Ausdruck 10 km/h = 30 km/h?

Meine Aussage, dass zwei verschiedenen Messergebnisse mit zwei verschiedenen Meßvorschriften nicht vorkommen dürfen und ungültig sind, bezieht sich natürlich auf ein und dasselbe Ereignis: Zwei Objekte können sich z.B. nicht gleichzeitig mit 30 km/h und 10 km/h zueinander bewegen, das leuchtet wohl ein. Vergessen Sie aber bitte nicht, dass eine Relativgeschwindigkeit immer jeweils paarweise zwischen Objekten bestimmt wird, und dass ein Objekt folglich unendlich viele Relativgeschwindigkeiten paarweise mit anderen Objekten gleichzeitig hat, wie auch in Ihrem Gedankenexperiment.

Natürlich ergibt sich dadurch kein Widerspruch in der klassischen Physik, natürlich entsteht in diesem Fall kein unhaltbarer Ausdruck 10 km/h = 30 km/h und ich würde keinesfalls fragen, wieso ein Objekt verschiedene Relativgeschwindigkeiten zu anderen Objekten hat. Dass ein Objekt gleichzeitig verschiedene Geschwindigkeiten zu anderen Objekten hat, ist im Gegenteil ganz normal, und ich sage ja im Gegenteil die ganze Zeit nichts Anderes, und zwar, dass ein und dasselbe Objekt nicht ein und dieselbe Geschwindigkeit zu anderen bewegten Objekten haben kann, wie es in der SRT seltsamerweise postuliert wird.

In Ihrem Gedankenexperiment bestehen also ganz normal und per Definition verschiedene Geschwindigkeiten gleichzeitig zwischen den 3 verschiedentlich bewegten Objekten:

– Geschwindigkeit Raumschiff C zu Raumschiff A = 30 km/h
– Geschwindigkeit Raumschiff C zu Raumschiff B = 10 km/h

Ihr Gedankenexperiment gemäß Postulat Einsteins würde aber ganz anders aussehen und zu unlösbaren Widersprüchen führen, wenn man postuliert, dass eines der 3 Raumschiffe (z.B. Raumschiff C), mit der seltsamen und „kontra-intuitiven“ Eigenschaft versehen wäre, grundsätzlich eine konstante Geschwindigkeit zu den beiden anderen Raumschiffen zu haben, egal wie schnell sie sich relativ zu ihm bewegen (hier per Definition A = 30 km/h und B =10 km/h):

– Geschwindigkeit Raumschiff C zu Raumschiff A gemäß Postulat = 30 km/h
– Geschwindigkeit Raumschiff C zu Raumschiff B gemäß Postulat = 30 km/h

wobei widersprüchlicherweise die Geschwindigkeit des Raumschiffs C zu Raumschiff B nicht 30 km/h beträgt (wie postuliert), sondern 10 km/h (wie definiert): Es entsteht also hier durch das Postulat der unzulässige Ausdruck 10 km/h = 30 km/h. Das Postulat ist mit der Definition inkompatibel.

Dieser unlösbare Widerspruch ist auch in meinem Strand-Gedankenexperiment ersichtlich, wenn die Wasserwelle mit der seltsamen und „kontra-intuitiven“ Eigenschaft per einsteinschem Postulat versehen wird, sich immer mit 70 km/h zu allen Beobachtern zu bewegen, egal wie schnell die Beobachter sich selbst wiederum zu der Welle bewegen. In der klassischen Physik hat eine „normale“ Wasserwelle natürlich gleichzeitig verschiedene Geschwindigkeiten zu verschiedenen Beobachtern, abhängig von ihren eigenen jeweiligen Geschwindigkeiten (wie auch in Ihrem „klassischen“ Raumschiff-Gedankenexperiment).

Ihr ganz „klassisches“ Gedankenexperiment mit den Raumschiffen bringt also nichts zur Klärung der Widersprüche aus dem einsteinschen Postulat und beantwortet keinesfalls die Frage aus meiner letzten E-Mail, wie Sie sich persönlich vorstellen, dass in der Realität ein Strand sich real und materiell verkürzen muss, damit die rein mathematisch berechnete relativistische Geschwindigkeitsaddition stimmt, und damit die jeweilige materielle Begegnung der Welle mit den Beobachtern an den relativistisch berechneten Standorten in der Realität stattfindet. Das ist mir nämlich weiterhin ein Rätsel.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



Prof. Li Zifeng: Die Relativitätstheorie als Irrlehre

In der Homepage von Ekkehard Friebe und von Gertrud Walton sind umfangreiche Arbeiten von Prof. Li Zifeng (China – Yanshan University) in englischer Sprache verlinkt:

ZIFENG, LI et al, China (2007):
The Essence of Special Relativity and Its Influence on Science, Philosophy and Society„, INTERNET

ZIFENG, LI , China (2006):
Special Relativity Being from Misunderstanding of Principle of Constant Speed of Light„, INTERNET

ZIFENG, LI , China (2006):
Moving Objects Observation Theory Replacing Special Relativity„, INTERNET

ZIFENG, LI et al, China (2006):
Magic Weapons for Supporting Relativity„, INTERNET

ZIFENG, LI , China (2006):
The Essential Relationship between Mass and Energy„, INTERNET

ZIFENG, LI et al, China (2006):
The Views of Space-time and Mass-energy of Materialism„, INTERNET

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(1) Ding Yi-ning (2) Zhang Chong-an (3) Cui Guo-wei (4) Ji Hao (5) Li Zi-feng (6) Liu Jiu-ming (7) Zhang Ya-peng (8) Luo Jian-zu (9) Ye Bo (10) Qi Ji (11) Wu Tong-chun (12) Liu Yue-quan (13) Li San-qing

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Für weitere Informationen über Prof. Li Zifeng siehe auch in der Webseite der CNPS Li Zifeng
und in der Homepage von Prof. Joseph J. Smulsky (Rußland)

 



Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 07.08.08

Ich erhielt heute im Zusammenhang mit dem Austausch vom 04./05.08.08 folgende Antwort:

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 07.08.08
Betr.: Re: Frage zur Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

wie Sie ganz richtig schreiben: Sie arbeiten mit zwei verschiedenen Messvorschriften (fuer die Laenge, aber da es um die Messung einer Geschwindigkeit geht ja z.B. auch fuer Zeit und Gleichzeitigkeit). Schliesslich geht es ja auch um zwei verschiedene Messungen, vorgenommen von zwei verschiedenen Beobachtern, in zwei verschiedenen Bezugssysstemen.

Aber mit welcher Begruendung fordern Sie die Uebereinstimmung der Ergebnisse dieser zwei verschiedenen Messungen?

Diese Frage wuerde ich gerne klaeren, bevor ich auf Ihre weiteren Fragen und Anmerkungen eingehe.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

Dazu meine heutige Antwort:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 07.08.08
Meine Anfrage vom 17.06.08
Ihre Antwort vom 30.06.07
Meine Rückfrage vom 01.07.08
Meine Rückfrage vom 12.07.08
Unser Austausch vom 21.07.08
Unser Austausch vom 24./25.07.08
Unser Austausch vom 26./27.07.08
Unser Austausch vom 31.07./01.08.08
Unser Austausch vom 04./05.08.08

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre Mail vom 07.08.08.
Sie schreiben:

wie Sie ganz richtig schreiben: Sie arbeiten mit zwei verschiedenen Messvorschriften (fuer die Laenge, aber da es um die Messung einer Geschwindigkeit geht ja z.B. auch fuer Zeit und Gleichzeitigkeit). Schliesslich geht es ja auch um zwei verschiedene Messungen, vorgenommen von zwei verschiedenen Beobachtern, in zwei verschiedenen Bezugssysstemen.
 
Aber mit welcher Begruendung fordern Sie die Uebereinstimmung der Ergebnisse dieser zwei verschiedenen Messungen?

Die Begründung liegt auf der Hand: Die Realität der beschriebenen Ereignisse.

Wenn wir mit zwei verschiedenen Meßverfahren ein und dasselbe physikalische Ereignis messen und auf zwei verschiedene Messergebnisse kommen, dann ist zwangsläufig eines davon ein Messfehler (oder sogar beide). Anders geht es nicht.

Die relativistische Geschwindigkeitsaddition in meinem Gedankenexperiment arbeitet nämlich für jeden Beobachter mit einer „Längenkontraktion“ des Strandes, um den realen Standort der Begegnung mit der Welle zu bestimmen, siehe die Berechnung der Teilnehmerin Trigemina, die Sie als korrekt erklärt haben: „Die zurückgelegten Strecken in den Bezugssystemen S2 bis S5 können über die Längenkontraktion berechnet werden„.

Damit ein und dieselbe Welle auf ein und demselben Strand an den relativistisch berechneten Standorten die jeweiligen Beobachter real und materiell erreichen kann, müsste sich also der Strand gleichzeitig um 4 verschiedene Werte der „Längenkontraktion“ real und materiell verkürzen. Wie kann sich ein Strand real und materiell gleichzeitig um 4 verschiedene Werte verkürzen, nur damit die Welle an den relativistisch berechneten 4 verschiedenen Standorten die Beobachter real und materiell erreichen kann? Ich kann nicht einmal nachvollziehen, dass der Strand sich ein einziges Mal verkürzen sollte, geschweige denn 4 Mal gleichzeitig…

Können Sie mir erklären wie Sie sich persönlich vorstellen, dass in der Realität ein Strand sich real und materiell verkürzen muss, damit die rein mathematisch berechnete relativistische Geschwindigkeitsaddition stimmt, und damit die jeweilige materielle Begegnung der Welle mit den Beobachtern an den relativistisch berechneten Standorten in der Realität stattfindet?  Das ist mir nämlich persönlich ein Rätsel.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



August 2008: Antwort vom Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auf die Anfrage von Ekkehard Friebe zum Experiment Hafele/Keating

Im Zusammenhang mit folgenden Blog-Einträgen

April 2008: Ekkehard Friebe schreibt an den Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Prof. Dr. Gerd Litfin

Mai 2008: Antwort von Prof. Dr. Gerd Litfin, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zur E-Mail-Anfrage von Ekkehard Friebe wegen Experiment Hafele & Keating

August 2008: Ekkehard Friebe schreibt an Herrn Prof. Dr. Gerd Litfin, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wegen Experiment Hafele/Keating

hat Herr Ekkehard Friebe folgende Antwort vom persönlichen Referenten des Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auf seine Anfrage zum Experiment Hafele/Keating erhalten:

Von Peter Genath
An Ekkehard Friebe
Datum: 06.08.08
Antwort zur Anfrage zum Experiment Hafele/Keating

Sehr geehrter Herr Regierungsdirektor Friebe,

anbei schicken wir Ihnen hiermit (mit Verzögerung bedingt durch Sitzungs- und Urlaubszeiten) die Antwort des zuständigen Fachverbandes.  

Dieser kommt zu folgendem Resultat: Die Ergebnisse von Hafele/Keating befinden sich erstens – innerhalb der Fehlergrenzen der damaligen Uhren – in Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus Spezieller und Allgemeiner Relativitätstheorie. Zweitens wurden sie immer wieder mit wachsender Genauigkeit bestätigt. Es gibt nicht den leisesten Zweifel, dass die Ergebnisse der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie falsch sein könnten. Zusammenfassend stellt der Fachverband damit fest: Die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie ist in tausenden von Hochpräzisions-Experimenten immer besser bestätigt worden. Viele Technologien des täglichen Lebens funktionieren nur, weil die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie richtig berücksichtigt wurde. Es kann keinen Zweifel an der Gültigkeit dieser Theorien im Rahmen der heutigen Messgenauigkeit geben.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Genath

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Dr. Peter Genath
Persönlicher Referent des Präsidenten
DPG-Geschäftsstelle

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Ich halte persönlich als naturwissenschaftlich interessierte Laiin diese Antwort für eine Farce und für eine Zumutung, sowohl für die zahlreichen Kritiker dieses Experiments als auch für die Öffentlichkeit.

(Jocelyne Lopez)



Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 04./05.08.08

Ich erhielt am 04.08.08 im Zusammenhang mit dem Austausch mit Herrn Dr. Markus Poessel vom 31.07./01.08.08 folgende Antwort:

Von Markus Pössel
An Jocelyne Lopez
Datum: 04.08.08
Betr. : Re: Frage zur Speziellen Relativitästheorie

Sehr geehrte Frau Lopez,

Ihre letzte Mail arbeitet sehr klar die mit der Speziellen Relativitaetstheorie unvertraegliche Zusatzannahme heraus, auf die ich Sie bereits hingewiesen hatte.

(a) Im Postulat Einsteins heisst es noch „Alle Beobachter messen die gleiche Geschwindigkeit zu einem Lichtstrahl.“

(b) Sie verwenden die, wie Sie sagen, „sinngemaess und physikalisch exakt gleich[e]“ Formulierung „Die Relativgeschwindigkeit aller Beobachter zu einem Lichtstrahl ist invariant.“

(c) In Ihrer Rechnung ist dann aber mit „die Relativgeschwindigkeit“ ein  Geschwindigkeitswert gemeint, den ein ganz anderer Beobachter gemessen hat – naemlich ein relativ zum Strand ruhender Beobachter.

In (a) geht es um eine im Bezugssystem eines bewegten Beobachters, von diesem bewegten Beobachter selbst gemessene Geschwindigkeit (im Zahlenbeispiel: von Beobachter A). In (c) geht es um eine Messung eines externen Beobachters (im Zahlenbeispiel: dem am Strand ruhenden Beobachter), in einem ganz anderen Bezugssystem.

Zwei verschiedene Bezugssysteme, zwei verschiedene Beobachter, zwei verschiedene Messungen. Und Sie setzen die beiden gleich, obwohl sie in der Speziellen Relativitaetstheorie eben nicht gleich sind. Das kommt nicht von Einstein oder aus der Speziellen Relativitaetstheorie. Das ist eine von Ihnen gemachte Zusatzannahme und, wie ebenfalls bereits gesagt: Mit unvertraeglichen Zusatzforderungen laesst sich aus jeder Theorie ein Widerspruch „herleiten“.

Zu Messungen, die bewegte Beobachter durchfuehren: Sie sollten erwaehnen, dass Einstein in „Zur Elektrodynamik bewegter Koerper“ direkt im Anschluss an den von Ihnen zitierten Textabschnitt beschreibt, wie die Laenge eines bewegten Stabes von zwei relativ zueinander bewegten Beobachtern gemessen wird (S. 895 unten). Im direkten Widerspruch zu Ihrer Behauptung. Auf S. 897-898 werden ganz allgemein Messungen relativ zueinander bewegter Systeme erklaert – das sind eben zentrale Konzepte in der Speziellen Relativitaetstheorie.

Darueber hinaus kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen, wie Sie darauf kommen, es gaebe „in der Theoretischen- und Experimentalphysik“ eine „einzig anerkannt[e] und angewandt[e] Messvorschrift“ wie die von Ihnen angegebene, die (wie definierte?) ruhende Beobachter auszeichnet. Selbstverstaendlich fuehren z. B. Astronomen Entfernungsbestimmungen von der durchs Sonnensystem fliegenden Erde aus durch, Satelliten erstellen entfernungstreue Reliefkarten, Roboterautos entfernungstreue Karten ihrer Umgebung. Warum auch nicht, solange die betreffenden Beobachter die relevanten physikalischen Gesetze bei der Umrechnung Ihrer Messergebnisse in Entfernungswerte korrekt anwenden.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel

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Meine Antwort dazu vom 05.08.08:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 05.08.08
Meine Anfrage vom 17.06.08
Ihre Antwort vom 30.06.07
Meine Rückfrage vom 01.07.08
Meine Rückfrage vom 12.07.08
Unser Austausch vom 21.07.08
Unser Austausch vom 24./25.07.08
Unser Austausch vom 26./27.07.08
Unser Austausch vom 31.07./01.08.08

Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihre Antwort vom 04.08.08.

Sie schreiben:

Ihre letzte Mail arbeitet sehr klar die mit der Speziellen Relativitaetstheorie unvertraegliche Zusatzannahme heraus, auf die ich Sie bereits hingewiesen hatte.

(a) Im Postulat Einsteins heisst es noch „Alle Beobachter messen die gleiche Geschwindigkeit zu einem Lichtstrahl.“

(b) Sie verwenden die, wie Sie sagen, „sinngemaess und physikalisch exakt gleich[e]“ Formulierung „Die  elativgeschwindigkeit aller Beobachter zu einem Lichtstrahl ist invariant.“

(c) In Ihrer Rechnung ist dann aber mit „die Relativgeschwindigkeit“ ein Geschwindigkeitswert gemeint, den ein ganz anderer Beobachter gemessen hat
– naemlich ein relativ zum Strand ruhender Beobachter.

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Ich arbeite mitnichten mit einer „unverträglichen Zusatzannahme“ zur Speziellen Relativitätstheorie, sondern vielmehr mit zwei Meßvorschriften für die Messung einer Länge, die in der Relativitätstheorie beschrieben wurden:

1) Die auch von Albert Einstein anerkannte Meßvorschrift der Messung einer Strecke durch einen ruhenden Beobachter (bzw. einen ruhenden Messtechniker).

2) Die von Albert Einstein postulierte Meßvorschrift der Messung einer Strecke durch einen bewegten Beobachter.

Zu 1: Diese Meßvorschrift ist die einzige, die in der Experimentalphysik bei Hochgenauigkeitsmessungen für die Messung einer Strecke anerkannt und verwendet wird: Längen und Strecken werden in der Experimentalphysik bei Hochgenauigkeitsmessungen nicht mit bewegten Meßtechnikern und nicht mit bewegten Meßvorrichtungen gemessen, sondern mit ruhenden Meßtechnikern und ruhenden Meßvorrichtungen. Auch bei den Meßanordnungen zur Messung der Lichtgeschwindigkeit haben keine bewegten Meßtechniker und keine bewegten Meßvorrichtungen die Lichtstrecke gemessen, sondern ruhende Meßtechniker. Diese Meßvorschrift ist also die anerkannte Meßvorschrift in der Experimentalphysik überhaupt, einschließlich für die Messung von Hochgeschwindigkeiten wie die Lichtgeschwindigkeit selbst. (Ein „Radar“ kann keine Strecken, Zeiten oder Geschwindigkeiten von Lichtsignalen, d.h. elektromagnetischen Wellen, messen, da es selbst elektromagnetische Wellen als Meßhilfsmittel verwendet).

Zu 2: Die von Albert Einstein vorgeschlagene Meßvorschrift für die Messung einer Strecke oder einer Länge bei zueinander bewegten Meßobjekten und Meßtechnikern wird lediglich als Postulat in der Astronomie und in der angewandten Technik verwendet für die Fälle, wo es meßtechnisch nicht möglich ist, eine klassische Messung nach 1) mit zueinander ruhenden Meßobjekten und Beobachtern durchzuführen.

Diese Meßvorschrift beruht also einzig und allein auf einem Postulat, das eine hinreichende bzw. nachprüfbare Genauigkeit weder in der astronomischen Dimension, noch in der mikroskopischen Dimension, noch in unserer Alltagsdimension liefern kann. Die Genauigkeit dieser Meßvorschrift ist für die Messung einer Länge bzw. einer Strecke nicht relevant und meßtechnisch auch nicht zu verifizieren. Die mit dieser Meßvorschrift erzielte Genauigkeit ist eine rein abstrakte mathematische Genauigkeit aus einem Postulat heraus, die dadurch aber nicht den Anspruch erheben kann, die Realität zu beschreiben, sowie nicht die Illusion erzeugen sollte, es handele sich um eine meßtechnische Hochgenauigkeit, wie man sie in der Theoretischen- und Experimentalphysik braucht.

Die Inkompatibilität dieses Postulats und dieser Meßvorschrift Einsteins mit der Realität wird überdies ersichtlich, wenn man sie z.B. bei meinem Gedankenexperiment zugrunde legt: Trotz extrem hoher mathematischer Genauigkeit der Ergebnisse der relativistischen Addition entsteht in der Realität ein unlösbarer Widerspruch: Wie wollen Sie erklären, dass die Länge des Strandes sich in der Realität materiell verkürzt, nur weil Beobachter sich gerade am Strand bewegen, und noch dazu sich gleichzeitig um vier bzw. um unendlich viele verschiedene „Längenkontraktionen“ verkürzen müsste? Wie kann so etwas in der Realität möglich sein? In diesem Zusammenhang verweise ich auf Einwände und Fragen aus meiner E-Mail vom 27.07.08:

Die relativistischen Effekte finden nur im Kopf des Beobachters statt

sowie auf in meinem Blog-Eintrag zitierte Ausführungen von G.O. Mueller mit umfangreichen Literaturfunden:

Könnten sich vielleicht die Relativisten darüber einigen, ob der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ Anschein oder Realität sein soll?

worauf Sie bis jetzt leider nicht eingegangen sind.

Mein Fazit:

Die vorgeschlagene Meßvorschrift Einsteins zur Messung der Länge von zueinander bewegten Meßobjekten und Beobachtern ist meßtechnisch weder relevant, noch verifiziert, noch verifizierbar, ob man sie in der Astronomischen-, der Mikroskopischen- oder der Alltagsdimension anwendet. Ihre Genauigkeit ist illusorisch und physikalisch irrelevant, weil sie lediglich eine reine mathematische Genauigkeit ist. Sie beruht außerdem auf einem Postulat, das die Gleichsetzung ungleicher Größen aus zwei verschiedenen physikalischen Prozessen und zwei verschiedenen Geschwindigkeiten zugrunde legt: Die Ausbreitungs­geschwindigkeit des Lichtes mit seiner Relativgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern, was in der Realität zwangsläufig zu unlösbaren Widersprüchen führt. Dieses Postulat ist mathematisch und physikalisch unzulässig und darf nicht angenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



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