Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'Kritik der Relativitätstheorie'

Die Mathematiker sind vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen

Ich komme auf meine Einträge Über Erdlinge und Sonnlinge und Sie gehen mir auf das System zurück, sowie auf das spezielle Bezugssystem-Mischmasch der speziellen Relativisten, das dazu führt, dass z.B. die Bezugssysteme „Stab“, „Sonne“, „Elektron“, „Kugelschreiber“, „Autobahn“ oder „Tüte Pommes ohne Mayo“ im Zuge der Gleichberechtigung der Bezugssysteme – gleiche Chancen, gleiche Rechte – auch jeweils selbst ihre Geschwindigkeit zu meinem System messen dürfen. Was nicht nur gerecht ist, sondern auch absolut genial und eine Revolution unseres Weltbildes bedeutet. 

Diejenige Bezugssysteme, die von dieser revolutionären Umwälzung unserer Denkweise und von dieser Beseitigung unserer Vorurteile am meisten begeistert sind, sind die Bezugssysteme „Mathematiker“. Sie sind regelrecht vor Begeisterung aus dem Häuschen. Vor allem über die neuen Möglichkeiten der Mathematik, die bisher dummerweise z.B. eine Gleichung der Art 1+1=1 nicht zuließt (obwohl ja ein Riesending) oder auch dasselbe Ergebnis für die Gleichungen 2+3 und 3+2 stur verlangte (ein dummes Vorurteil). Die neuen revolutionären Erkenntnisse durch das Postulat der Speziellen Relativitätstheorie eröffnen ihnen unbegrenzte mathematische Horizonte und strotzen auch noch vor Eleganz. Traumhaft… Der Mathematiker Herrmann Minkowski, zum Beispiel, war so entflammt vor Begeisterung, dass er dieses Postulat und seine neuen Erkenntnisse nicht geringer als ein „Geschenk von oben“ ansah und sich gleich an die Arbeit ranmachte eine Methode graphisch zu entwerfen, damit die Bezugssysteme „Stab“, „Sonne“ und „Tüte Pommes ohne Mayo“ ihre jeweilige Relativgeschwindigkeit zu den Bezugssystemen „Kugelschreiber“, „Autobahn“ und „Elektron“ selbst messen dürfen.

Diese Begeisterung für die großartigen Erkenntnisse aus dem Postulat, für die Revolution unseres Weltbildes, für die Beseitigung unserer Vorurteile und für die neuen Horizonte der Mathematik ist auch zum Beispiel nicht zu übersehen in der folgenden Rezension:

Sellien, Ewald:
Die erkenntnistheoretische Bedeutung der Relativitätstheorie
Berlin: Reuther & Reichard, 1919. 59 S.:

In ihrer ersten Form, aus dem Jahre 1905, erschien die Relativitätstheorie als ein Spezialgebiet der Elektrodynamik gleichförmiggeradlinig bewegter Körper, deren Schwierigkeiten sie dadurch löste, daß sie die Zeitbestimmung einer Kritik unterwarf, die alle bisherigen Anschauungen darüber völlig umstieß. – So war sie eine zersetzende Kraft. Aber bald griff sie auf die anderen Gebiete der Physik über, und da zeigte sich erst ihre tiefere Bedeutung. Die Mechanik trat durch sie in engere Beziehung zur Elektrizitätslehre, und die Relativitätstheorie wurde zum Endglied einer großartigen Entwicklung: sie brachte die Entscheidung im Kampf um die mechanische Naturauffassung. Bald jedoch mußte auch sie das Schicksal so vieler anderer Theorien teilen. Noch im Ringen um ihre Daseinsberechtigung wurde sie durch eine allgemeinere Relativitätstheorie Einsteins abgelöst, die ihr Prinzip auf beliebige Bewegungen ausdehnte, und der es dadurch gelang, auch die Gravitation als Feldwirkung zu umfassen. Diese neue Verallgemeinerung hatte ebenfalls schwerwiegende Folgerungen, auch sie forderte Opfer aus dem Vorrat unserer alten Denkgewohnheiten, aber wieder siegte das allgemeine Prinzip, wieder wurde die Zahl der in der Physik unabhängigen Gebiete verringert, wieder erhielt ihr System größere Einheitlichkeit. – Derartige Umwälzungen gehen nicht ohne wissenschaftliche Fehden vor sich: so gibt es auch einen Streit um die Relativitätstheorie, der zunächst besonders um die spezielle Fassung vom Jahre 1905 entbrannte. – Physiker, Philosophen und leider auch viele Laien.auf beiden Gebieten haben sich in großer Zahl an dem Streit beteiligt. Da finden wir begeisterte Zustimmung besonders bei Mathematikern und vorwiegend mathematisch denkenden Physikern, auf die die Eleganz der neuen Methoden einen geradezu bezaubernden Eindruck machte, finden wir aber auch heftigste Ablehnung bei vielen Forschern, denen die experimentellen Grundlagen nicht genügend gesichert erschienen, oder aber die wie ein Teil der Philosophen ihre altgewohnten Anschauungen nicht aufgeben wollten.

 

Na ja, zwar soll die Spezielle Relativitätstheorie „durch eine allgemeinere Relativitäts-theorie Einsteins abgelöst“ worden sein, aber die tiefere erkenntnistheoretische Bedeutung dieser Umwälzung unserer „alten Denkgewohnheiten“ soll bestehen bleiben, auch für viele Laien, die sich „leider“ für die großartige Entwicklung interessieren.

Hmm… Soll ich nun als Laie auch „meine alten Denkgewohnheiten“ aufgeben? Oder gilt die revolutionäre Erkenntnis des Postulats nur für Nicht-Laien?  Hmm… ich weiß nicht so recht… Ich muss unbedingt darüber nachdenken, jedes mal, wenn ich eine Tüte Pommes kaufe, man weiß ja nie… 

(Jocelyne Lopez)



Sie gehen mir auf das System…

Ich komme auf meinen Eintrag Über Erdlinge und Sonnlinge zurück, sowie auf den speziellen Sprach- und Denkgebrauch mit dem Begriff „Bezugsstem“ in der Speziellen Relativitätstheorie – deshalb heißt sie auch „Spezielle Relativitätstheorie„.

Man muß sich unbedingt dabei vor Augen halten, dass die speziellen Relativisten ein Objekt nicht einfach beim Namen nennen, wie der Rest der Welt es tut, sondern immer den Zusatz „Bezugsstem“ dazu klatschen, weiß der Kuckuck warum – wahrscheinlich finden sie es vornehmerer, intelligenterer und wissenschaftlicher.

So nennen sie die Sonne nicht einfach „Sonne“ wie der erstbeste dahergelaufene Biedermann es tut, sondern „Bezugssystem Sonne“, einen Stab nicht einfach „Stab“, sondern „Bezugssystem Stab“, ein Elektron nicht einfach „Elektron“, sondern „Bezugssystem Elektron“, einen Kugelschreiber nicht einfach „Kugelschreiber“, sondern „Bezugssystem Kugelschreiber“, einen Beobachter nicht einfach „Beobachter“, sondern „Bezugssystem Beobachter“, usw. usf.

Bei Bewegung der Objekte wird es noch interessanter. Für die speziellen Relativisten bewegen sich in der Natur keine Objekte zueinander, wie der erstbeste dahergelaufene Biedermann glaubt, nein, es bewegen sich „Bezugssysteme“ zueinander. Man sollte also unbedingt vermeiden, die folgende einfache Situation so darzustellen, das wirkt spießig:

Ein Polizist misst die Geschwindigkeit eines Autos auf der Autobahn mit 70 km/h.

Nein, das wäre zu bieder, obwohl es jedermann versteht – vielleicht deshalb wäre es eben zu bieder. Man sollte lieber sagen:

Die Geschwindigkeit des „Bezugssystems Auto“ relativ zum „Bezugssystem Autobahn“ beträgt im „Bezugssystem Polizist“ 70 km/h.

Oder so etwas Ähnliches. Alles klar?

Ach ja, ich habe etwas vergessen, das man auch unbedingt wissen muss: Ein „Bezugssystem“ ruht immer, auch wenn es sich bewegt: Es ruht ja immer zu sich selbst, nicht wahr? Ein Bezugssystem ist sein eigener, absoluter Ruhepunkt. Wenn Sie also einen absoluten Ruhepunkt im Universum suchen, brauchen Sie sich den Kopf nicht zu zerbrechen: Alle Objekte – pardon, alle Bezugssysteme – ruhen zu sich selbst. Es gibt also unendlich viele Ruhepunkte im Universum: Das sind die Bezugssysteme, die sich bewegen. Alles klar?

Hmm, ich habe noch etwas vergessen, das man auch unbedingt berücksichtigen muss: Es gibt für die speziellen Relativisten kein bevorzugtes Bezugssystem im Universum, alle Bezugssysteme sind gleichberechtigt, sie verfügen über die gleichen Möglichkeiten und die gleichen Rechte. So darf zum Beispiel jedes erstbeste dahergelaufene Bezugssystem seine Geschwindigkeit zu jedem anderen dahergelaufenen Bezugssystem selbst messen. Ich darf also als „Bezugssystem Lopez“ meine Geschwindigkeit relativ zu einem „Bezugssystem Stab“ messen. Das macht mir nichts aus. Aber das „Bezugssystem Stab“ darf auch seine Geschwindigkeit zu meinem System messen. Das wäre auch nicht gerecht, wenn es das nicht tun dürfte, alle Bezugssysteme sind doch gleichberechtigt, oder? Die Vorstellung, dass das „Bezugssystem Stab“ seine Geschwindigkeit relativ zu meinem System messen darf, ist mir trotz Gerechtigkeitsbewusstsein doch irgendwie ein bisschen unheimlich, muss ich ehrlich sagen…

Ach ja, ich habe noch etwas vergessen, das man auch unbedingt berücksichtigen muss:

Wenn zwei gleichberechtigte Bezugssysteme jeweils ihre Relativgeschwindigkeit zueinander messen, kommen sie nie auf dasselbe Ergebnis, was zwar misslich ist, jedoch zu akzeptieren, weil das genial ist. Das läuft hier so, als ob die Addition
2 + 3 ein anderes Ergebnis liefert als die Addition 3 + 2. Man muss es in der Relativitätstheorie akzeptieren und sogar begeistert bewundern, weil das genial ist und unser Weltbild revolutioniert. Das „Bezugssystem Lopez“ misst also eine andere Geschwindigkeit als diejenige, die vom „Bezugssystem Stab“ gemessen wird. Da nur eine einzige Relativgeschwindigkeit zwischen zwei zueinander bewegten Objekten – pardon, zwischen zwei zueinander bewegten Bezugssystemen – existieren kann, steht man also vor einem unlösbaren Dilemma: Welchem Bezugssystem sollte man hier glauben, dass es die richtige Relativgeschwindigkeit gemessen hat? Das „Bezugssystem Lopez“ oder lieber das „Bezugssystem Stab“? Ich könnte mich unter Umständen mit dem „Bezugssystem Stab“ streiten und versuchen, meine Meßmeinung durchzusetzen, aber das nützt alles nichts: Es antwortet mir nicht und schweigt nur stur.

Ich sage Euch, sie gehen mir auf das System…



Über Erdlinge und Sonnlinge

Ich verweise auf einen Austausch mit dem Teilnehmer Dingle in der Diskussion „Das Watergate der Physik“ im Forum „Politik sind wir“ über die seltsamen und abstrusen Vorstellungen des Begriffs „Bezugssystem“ in der Relativitätstheorie (siehe ab hier),  und gebe nachstehend einige meiner Überlegungen darüber wieder:

Hier würde ich erst einmal wie der Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen sagen:

„Mir will es nicht in den Kopf hinein, dass man so ganz abstrakte Betrachtungen und Begriffe brauchen muss, um Naturerscheinungen zu verstehen.“

Der Begriff „Bezugssystem“ sorgt nämlich meiner Meinung nach in der Relativitätstheorie für viele Verwirrungen und Irreführungen. Zum Beispiel „Bezugssystem Sonne“ oder „Bezugssystem Myon“ oder „Bezugssystem Asteroid“ oder „Bezugssystem Lichtstrahl“ ist völliger Unsinn! Weder auf der Sonne, noch auf einem Asteroiden, noch auf einem Myon, noch auf einem Lichtstrahl kann ein Beobachter mit Messinstrumenten sitzen.

Dabei ist es mit Hausverstand ganz einfach zu verstehen:

Es gibt nur ein einziges Bezugsobjekt bei einer Beobachtung bzw. einer Messung: Das ist der Beobachter.

Es gibt logisch zwingend kein anderes „Bezugssystem“ bei einer Messung als der Beobachter, weil er ja die Messinstrumente trägt und abliest. Ohne Beobachter, keine Messung. Man kann also prinzipiell für den Beobachter getrost auf den Begriff „Bezugsystem“ verzichten, das ist nur Sprachballast, und zum besseren Verständnis immer nur den Begriff „Beobachter“ dafür benutzen, das ist viel praktischer, einfacher und anschaulicher – und auf jeden Fall hilfreich für das Verständnis und die Kommunikation, vor allem mit Physiklaien. 

Der Sprachgebrauch in der Relativitätstheorie mit dem Begriff „Bezugssystem“ ist aber meiner Meinung nach katastrophal und chaotisch, ein Kuddelmuddel ohne gleichen. Man hört wie gesagt zum Beispiel am laufenden Band völlig abstruse Begriffe wie „Bezugssystem Sonne“, oder „Bezugssystem Myon“, oder „Bezugssystem Lichtstrahl“, die auch noch dazu gleichgesetzt werden mit „Bezugssystem Beobachter“!

Im Grunde genommen kommt man bei sprachlichen Darstellungen von Relativgeschwindigkeiten zwischen zwei zueinander bewegten Objekten nur mit 3 Begriffen aus, um sie korrekt und ohne Denkfehler darzustellen:

– Beobachter
– Bezugssystem Erde (Objekt ist mit der Erdoberfläche verbunden)
– Bezugssystem Raum (Objekt ist von der Erdoberfläche gelöst)

Es gibt nämlich nicht unendlich viele Möglichkeiten einen Beobachter zu plazieren, wie man es im Denk- und Sprachgebrauch der Relativitätstheorie pflegt. Das ist eine völlig unrealistische Vorstellung der Physik und der Meßkunde. Man muss die Machbarkeit berücksichtigen. Physik ist ja kein Märchen und keine Science-Fiction. Das ist völlig abstrus, einen fiktiven Beobachter auf dem Asteroiden, im Sternbild Löwe, auf der Sonne oder auf einem Myon plazieren zu wollen: Auf der Sonne, im Sternbild Löwe, auf dem Asteroiden oder auf einem Myon kann real kein Beobachter mit Messinstrumenten sitzen, das versteht sich von selbst, man wird also von diesen Standorten keine Messdaten bekommen. Das ist lediglich Fantasterei, und Messkunde ist keine Fantasterei, sondern ein ganz konkretes Handwerk.

Außerdem bringen diese Fantastereien überhaupt nichts, sie sind völlig unnötig, das ist nur reine mentale und sprachliche Verwirrung: Zum Beispiel ist die Relativgeschwindigkeit zwischen Sonne/Erde haargenau die gleiche, wie zwischen Erde/Sonne, kein bisschen anders. Oder zwischen Asteroid/Raumschiff und Raumschiff/Asteroid. Was soll also der Quatsch?

Es ist doch gehüpft wie gesprungen den Beobachter fiktiv auf der Sonne zu plazieren oder real auf der Erde, um die Relativgeschwindigkeit zwischen Sonne und Erde zu bestimmen: Die Relativgeschwindigkeit Erdling/Sonnling beträgt ja ganz genau die Relativgeschwindigkeit Sonnling/Erdling, und kein bisschen anders. Man braucht also keine zwei Messungen in dieser Konstellation, eine fiktive „aus der Sicht der Sonne“ und eine reale „aus der Sicht der Erde“. Beide sind logischerweise bei dieser Relation genau gleich. Die Frage „was wäre wenn“ erübrigt sich hier. Das ist also eine völlig überflüssige Fantasterei, den Beobachter auf der Sonne gedanklich zu plazieren. Einstein liebte allerdings offensichtlich solche Fanstastereien, wo er doch gesagt hat „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“ und wo er gerne gedanklich auf einem Lichtstrahl riet, siehe zum Beispiel Einsteins Jugendinspirationen. Fantasie ist in der Tat unbegrenzt – anders als Wissen. Ich habe zwar nichts gegen Fantasie und zum Beispiel auch nichts gegen Science-Fiction, und ich liebe auch Märchen. Aber man muß sie vom wissenschaftlichen Denken immer klar unterscheiden.

Ich finde es unseriös und unverantwortlich, dass man Schüler und Studenten im Bildungssystem darauf trainiert, sich fiktive Beobachter und fiktive Messungen vorzustellen, um sie unmittelbar zu vermengen und zu vergleichen mit realen Messungen!

(Jocelyne Lopez)



G.O. Mueller: Die unkritische Breitenwirkung

Nachstehend eine Leseprobe aus dem Zweiter Tätigkeitsbericht des Forschungs-projekts G.O. Mueller „ 95 Jahre Kritik der Speziellen Relativitätstheorie (1908-2003)“ –  November 2004:

 

Die unkritische Breitenwirkung

Die Spezielle Relativitätstheorie, die nur die einfache Algebra und die Kenntnis des pythagoreischen Lehrsatzes erfordert, ist seit langem zum Unterrichtsstoff der gymnasialen Oberstufe erhoben worden. Abiturienten können nicht nur ausrechnen, um wie viele Jahre jünger ein weltraumreisender Zwilling zu seinem auf der Erde zurückgebliebenen Zwillingsbruder zurückkehrt, sie können auch beweisen, warum er jünger zurückkehrt. Die Spezielle Relativitätstheorie gehört damit zur gehobenen Allgemeinbildung. 

Damit ist der erste Grund geliefert, warum die Öffentlichkeit sich für die Freiheit der Forschung auf dem Spezialgebiet der theoretischen Physik interessieren muß: nämlich weil die Spezielle Relativitätstheorie bereits von allen Gesellschaftsschichten verstanden wird.

Wegen dieser Breitenwirkung muß sichergestellt sein, daß der Stoff einwandfrei ist. Genau so wie sichergestellt sein muß, daß die Autobahnbrücken solide gebaut sind: weil ständig viele Menschen darunter hindurchfahren. So muß auch sichergestellt sein, daß eine Theorie, die alle als Allgemeinbildung verinnerlichen, jeder Kritik standhält. Diese Prüfung hat bisher jedoch nie stattgefunden, sondern ist von den maßgebenden Fachkreisen strikt verhindert worden. Es besteht daher die Möglichkeit, daß die Theorie falsch ist und die Öffentlichkeit etwas Falsches glaubt, weil die Kritik nicht berücksichtigt worden ist. Dieses Risiko ist offensichtlich vorhanden und kann von niemandem bestritten werden, weshalb sich die Öffentlichkeit damit beschäftigen muß. 

(G.O. Mueller)



Die relativistischen „Korrekturen“ von Messdaten sind eingebaute Fehler

Ich komme auf meinen gestrigen Eintrag Das Postulat Einsteins ist gegenstandslos und irrelevant zurück, sowie auf meinen Austausch mit dem Teilnehmer Dingle im Diskussions-Thread „Das Watergate der Physik – Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie“ im Forum Politik sind wir und gebe einen weiteren Beitrag aus diesem Austausch wider:

 

06.09.09 – Zitat Jocelyne Lopez:

Dass die sogenannte relativistische Geschwindigkeitsaddition (Additionstheorem nach Einstein) keine Anwendung in der physikalischen Realität haben kann, folgt logisch zwingend aus der Tatsache, dass die hier von Einstein postulierte „Längenkontraktion“ von bewegten Objekten in Wirklichkeit nicht existiert (siehe Dr. Markus Pössel): Die bewegten Objekte verändern ihre Ruhelänge gar nicht, kein bisschen, genauso wie bei Galilei. Es ist also eindeutig falsch und ungültig, eine Relativgeschwindigkeit zwischen zwei bewegten Objekten unter Berücksichtigung einer nicht existierenden Längenkontraktion zu berechnen. Einverstanden? 

Kein Messinstrument, wie hier die Laserpistole, weiß auch von einer von Einstein postulierte „Längenkontraktion“ von bewegten Objekten. Die Laserpistole wird also diesen postulierten und nicht existenten Parameter nicht messen können, sie misst nur die reale materielle Länge der bewegten Objekte, die sich ja zwischen Bewegungs- und Ruhezustand zu keinem Zeitpunkt unterscheidet. Eine nachträgliche mathematische „Korrektur“ der Messdaten (oder eine Einprogrammierung dieser „Korrektur“ im Messinstrument) mit dieser nicht existierenden Längenkontraktion ist also falsch und ungültig. Die sogenannten „relativistischen Korrekturen“ von Messdaten sind gar keine „Korrekturen“, sondern im Gegenteil eingebaute Fehler. 

Daraus folgt auch logisch zwingend, dass die relativistische Längenkontraktion, die auf dem Postulat der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern basiert, nie experimentell nachgewiesen werden kann: Sie existiert nicht in der Realität. Man kann ja nicht messen, was nicht existiert. Das Postulat der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern kann also prinzipiell nicht experimentell nachgewiesen werden. Es ist unfalsifizierbar – also nach Popper unwissenschaftlich. 

Umso verwunderlich ist es, dass Meinungsmacher der Relativitätstheorie und führende  Relativisten behaupten, dieses Postulat der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern sei experimentell nachgewiesen worden, und zwar durch das Experiment von Michelson-Morley (1881 und 1887) – wobei noch dazu der Umstand kommt, dass bei diesem Experiment der Beobachter nicht einmal bewegt war (die komplette Meßapparatur war stationär und der Lichtstrahl bewegte sich zu einem ruhenden Beobachter) – die Krönung der Blindheit. Siehe zum Beispiel: Prof. Bernard Schutz, Direktor am Albert Einstein Institut, erzählt uns was vom Pferd.  

Findest Du in Ordnung, dass man im Bildungssystem etwas Falsches und Ungültiges als richtig und gültig lehrt?

Und dass man Experimente zum Nachweis eines prinzipiell unfalsifizierbaren Postulats sich vorstellt?

Und dass man Experimente als Nachweis heranzieht, deren Meßanordnungen nicht einmal auf das zu prüfende Postulat angepasst sind?

Ich finde es überhaupt nicht in Ordnung.

(Jocelyne Lopez)



Das Postulat Einsteins ist gegenstandslos und irrelevant

Ich beziehe mich auf meinen Diskussions-Thread „Das Watergate der Physik – Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie“ im Forum Politik sind wir und mache auf einen Austausch zwischen dem Teilnehmer Dingle und mir aufmerksam, der ausnahmsweise ungestört und friedlich verlaufen konnte, siehe ab hier.

Ich gebe nachstehend meinen heutigen Eintrag über ein besprochenes Gedankenexperiment wieder:

05.09.09 – Zitat Jocelyne Lopez:

Ich komme also auf das Ergebnis der Messung der Relativgeschwindigkeit zwischen Raumschiff und Asteroiden mit der Laserpistole zurück: 

1,3 c nach Galilei (c + v)
0,93 c nach Einstein (relativistische Geschwindigkeitsaddition)

Hier fällt sofort auf: 

Eine der beiden Berechnungsgrundlagen muss falsch sein. Es geht logisch nicht anders. Sie können nicht beide richtig sein: Wenn die Relativgeschwindigkeit zwischen Raumschiff und Asteroiden 1,3 c ist, kann sie nicht 0,93 c sein, und andersrum, weil es zu jedem Zeitpunkt nur eine einzige Relativgeschwindigkeit zwischen zwei zueinander bewegten Objekten geben kann, es ist ja eine exklusive Relation zwischen zwei Objekten – wie Du es auch weiter oben betont hast. 

In Kurzform: 

Die beiden Berechnungsgrundlagen weichen aus, weil Einstein aufgrund seines Postulats der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern folgert, dass bewegte Objekte sich in Bewegungsrichtung verkürzen (Längenkontraktion) sowie als Pendant dazu, dass die Zeit für bewegte Objekten intrinsisch langsamer verlauft (Zeitdilatation). 

Diese beiden Folgerungen Einsteins aus seinem Postulat haben jedoch keine Relevanz in der physikalischen Realität und für die Berechnung der Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden Objekten: 

In Wirklichkeit verkürzen sich nämlich nach Einstein die bewegten Objekte gar nicht, sondern behalten bei Bewegung die ganze Zeit ihre Ruhelänge bei, ganz genau wie nach Galilei. 

Die Längenkontraktion von bewegten Objekten ist nämlich nicht materiell, sie ist nur eine Meßillusion von anderen Beobachtern, die unter anderen Bedingungen bzw. anderen Bewegungszuständen die Relativgeschwindigkeit zwischen Raumschiff und Asteroiden messen. Siehe Dr. Markus Pössel, Mitarbeiter vom Max Planck Institut für Gravitationsphysik / Albert Einstein Institut: 

Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben.

Es interessiert aber weder die Laserpistole noch die Raumschiff-Crew nicht im geringsten, was für Messillusionen unendlich viele anderen Beobachter, die anders zum Asteroiden und zum Raumschiff bewegt sind, messen oder nicht messen. Die Laserpistole weiß nichts davon, wie Du es auch mehrfach zu recht gesagt hast und sie misst ihre Relativgeschwindigkeit zum Asteroiden ohne jegliche Längenkontraktionen und ohne jegliche Zeitdilatationen. 

Es ist also falsch, eine relativistische „Korrektur“ der Messung unter Berücksichtung der Längenkontraktion und der Zeitdilatation vorzunehmen und in der Laserpistole einzuprogrammieren, diese Parameter sind völlig gegenstandlos: Es läuft in der physikalischen Realität wie nach Galilei. 

Das Postulat Einsteins der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit zu allen bewegten Beobachtern ist nicht nur falsch, es ist irrelevant, wie zum Beispiel die beiden promovierten Physiker Georg Galeczki und Peter Marquard in ihrem Buch „Requiem für die Spezielle Relativität“ es ausgedrückt haben: „Sie ist nicht einmal falsch…“

(Jocelyne Lopez)



Peter Ripota: Artikel im Magazin P.M. Perspektive 3/2009

Ich mache auf einen Artikel von Peter Ripota in der aktuellsten Ausgabe vom Magazin P.M. Perspektive 3/2009 aufmerksam:

Ripota-PM-2009

Albert Einstein
Astrophysik: Licht, Raum, Zeit
und die Gesetze des Kosmos.
  

Zitate aus den Schlußanmerkungen:

Und wie steht Einstein heute da? Bei allem Lob – das manchmal in Lobhudelei ausartet und sich sogar zur Heiligenverehrung steigert – sind Einsteins These Entwürfe, was er selbst auch so sah. Manches ist unvollständig, manches auch widersprüchlich und noch immer ungeklärt. […] Und schließlich hat Einstein für Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte, das Bild vom bescheide-nen, nur der Wahrheit verpflichteten Philosophen-Gelehrten geprägt – ein Mythos zwar, aber wenigstens ein positiver.



Und sie tragen die Schleppe, die gar nicht da ist

Ich verweise auf meinen Eintrag Und sie trugen die Schleppe, die gar nicht da war, sowie auf das unsägliche Buch von Prof. Dr. Jürgen Renn, Direktor am Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte der Humboldt Universität Berlin:

Jürgen-Renn-100-Autoren-fuer-Einstein

 

Albert Einstein –
Ingenieur des Universums.
100 Autoren für Einstein
Jürgen Renn

Verlag: Wiley-VCH;
Auflage: 1 (2005)
ISBN-10: 3527405798
ISBN-13: 978-3527405794

 

 

Kurzbeschreibung

Im Jahr 1905 veröffentlichte Albert Einstein fünf wissenschaftliche Arbeiten, die das Weltbild der Physik grundlegend verändern sollten: Die spezielle Relativitätstheorie revolutionierte unsere Vorstellung von Raum und Zeit, E=mc² wurde zur bekanntesten Gleichung der Physik.

Anlässlich des 100. Jubiläums des Einsteinschen „Wunderjahres 1905“ erklärte die UNESCO das Jahr 2005 zum „World Year of Physics“, um mit weltweiten Aktionen auf die Bedeutung der Physik aufmerksam zu machen. Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte widmet dem wohl bedeutendsten Wissenschaftler des 20.Jahrhunderts eine Ausstellung im Berliner Kronprinzenpalais.

In diesem Buch beschreiben 100 Essays den historischen Hintergrund von Einsteins Leben und Werk, beleuchten die unterschiedlichsten Aspekte seiner Biographie sowie die wissenschaftlichen Forschungsgebiete und Themen, die mit Einsteins Arbeit verbunden sind.

Die Autoren sind einige der prominentesten Einstein-Forscher der Welt, wie Jürgen Ehlers, Peter Galison, Zeev Rosenkranz, John Stachel und Robert Schulmann.

Die Verbindung von Wissenschaft und Kulturgeschichte eröffnet dem Leser eine Perspektive auf die Biographie Einsteins, die über das traditionelle Bild des genialen Ausnahmewissenschaftlers hinausgeht.

 

100 Wissenschaftler – darunter „einige der prominentesten Einstein-Forscher der Welt“ – sind nicht einmal mehr in der Lage zu verstehen, dass die Annahme Einsteins (abgeschrieben bei Woldemar Voigt), wonach die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von der Geschwindigkeit des bewegten Beobachters sei, ein katastrophaler Unsinn ist, der wohl seines gleichen sucht und wahrscheinlich die größte Blamage für die Physik und die Mathematik in der Geschichte der Wissenschaft dokumentiert.

Und die Kammerherren gehen und sie tragen die Schleppe, die gar nicht da ist…

(Jocelyne Lopez)



Und sie trugen die Schleppe, die gar nicht da war

Ich komme auf den Artikel von Dr. Wolfgang Engelhardt Herleitung der konstanten Lichtgeschwindigkeit für alle Beobachter unter Voraussetzung der Lorentz-transformation im Blog der GFWP zurück und verweise auf meinen Kommentar vom 27.08.09 :

Helmut Hille schrieb in einer privaten E-Mail in diesem Zusammenhang:

“Die Gleichsetzung von einer Geschwindigkeit relativ zur Erde mit beliebiger Relativgeschwindigkeit durch Einstein und seine Anhänger ist für mich nicht überraschend. Da wo jegliche Rolle des Beobachters bestritten wird, wird auch nicht gesehen, dass es zur eingeübten nützlichen Denkgewohnheit des Erdbewohners gehört, alles AUTOMATISCH auf die Erde zu beziehen. Weil es aber angeblich keine Beobachterrolle gibt, wird dieser stillschweigend mitgedachte Bezug nicht gesehen.”

Diese Überlegungen spielen m.E. eine Schlüsselrolle bei der Entstehung – und vor allem bei dem Tradieren – dieser absurden Annahme, die Lichtgeschwindigkeit sei unabhängig von der Geschwindigkeit des bewegten Beobachters. Würde man zum Beispiel den ADAC fragen, ob die Geschwindigkeit eines Autos auf der Autobahn gleichzusetzen sei mit der Geschwindigkeit dieses Autos relativ zu einem anderen fahrenden Fahrzeug, würde er uns laut auslachen. Was aber der ADAC und sonst jedermann versteht, der die Grundschule besucht hat – und nicht mal das, weil dieses Verständnis der Lebenserfahrung jedes Menschen entspricht – sind ausgebildete Physiker und sogar Nobelpreisträger nicht mehr in der Lage zu verstehen. Das ist schier unglaublich.

Noch katastrophaler ist der Umstand, dass die etablierte Science Community wohl aus psychologischen Gründen nicht in der Lage ist, diesen Fehler zu gestehen: je primitiver ein Fehler ist, desto schwieriger und peinlicher es ist, ihn zu erkennen und zu berichtigen. Das ist ja auch menschlich. So ist meiner Meinung nach die Schreckstarre der angesprochenen Experten bei diesem Punkt zu erklären: Ob öffentlich oder privat meiden sie einen Meinungsstreit darüber, gehen nie auf Argumente ein, versuchen abzulenken oder zu vernebeln, brechen Austausche ab und schweigen. Sie verhalten sich wie der Kaiser im berühmten Märchen von Hans Christian Andersen „Des Kaisers neue Kleider„, das oft im Zusammenhang mit der Speziellen Relativitätstheorie von Kritikern herangezogen wurde:

“Aber er hat ja gar nichts an!” rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: “Nun muss ich aushalten”. Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.“

(Jocelyne Lopez)



Prof. Hartwig Thim: Einfache Falsifizierung des Einstein-Postulates

Ich verweise auf eine kurze Abhandlung von Prof. Hartwig Thim (Universität Johannes Kepler, Linz):

Einfache Falsifizierung des Einstein-Postulates

 

Siehe auch die Ankündigung eines Vortrages von Prof. Thim am 03.09.09 bei der ÖPG:

Vortrag von Prof. Hartwig Thim bei der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft—

 



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