{"id":768,"date":"2008-12-31T08:49:22","date_gmt":"2008-12-31T07:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=768"},"modified":"2009-06-19T15:29:21","modified_gmt":"2009-06-19T14:29:21","slug":"21-das-forschungsprojekt-go-mueller-zieht-eine-zwischenbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/12\/21-das-forschungsprojekt-go-mueller-zieht-eine-zwischenbilanz\/","title":{"rendered":"21 &#8211; Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz"},"content":{"rendered":"<p>Nachstehend\u00a021. Abschnitt der bisher unver\u00f6ffentlichen Arbeit <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=455\" target=\"_blank\"><em>Das Forschungsprojekt G.O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz<\/em><\/a>, die im Forum von Ekkehard Friebe als <a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/friebeforum\/thread.php?threadid=651&amp;sid=04e68a9c48641e9b6d8ceac60dbd5cd2\" target=\"_blank\"><strong><em><span style=\"color: #8e1600;\">Fortsetzungsreihe<\/span><\/em><\/strong><\/a>\u00a0vorgestellt wird:<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">&#8212;<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>1976 &#8211; Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) f\u00fcr anonyme Zensur: Keine Publikationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kritiker &#8211; nicht einmal eine Diskussion dar\u00fcber!<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Der Kritiker <strong>Dr. Wolfgang Schmidt<\/strong>, Physiker und Mitglied der DPG, und neun gleichgesinnte weitere DPG-Mitglieder haben einen Antrag an die Hauptversammlung der DPG 1976 gerichtet, als Erg\u00e4nzung zu den bestehenden physikalischen Fachzeitschriften <strong>&#8222;<em>eine regelm\u00e4\u00dfig erscheinende Beilage<\/em>&#8222;<\/strong> erscheinen zu lassen, zu folgenden Bedingungen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; <strong>&#8222;<em>Die Kosten tragen die Autoren.&#8220;<\/em><\/strong> Damit wird der Umfang der Beilage auf den wirklichen Bedarf begrenzt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Die Annahme von Beitr\u00e4gen soll <strong>keiner &#8222;<em>Vorzensur<\/em>&#8222;<\/strong> unterliegen, sondern in einem <strong>&#8222;<em>offenen Pr\u00fcfungsverfahren &#8211; \u00e4hnlich der Promotions-ordnung<\/em>&#8222;<\/strong> entschieden werden, um &#8222;<em>offensichtlichen Unsinn<\/em>&#8220; zu verhindern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Die Redaktion soll nach freiem Ermessen <strong>&#8222;<em>kritische Stellungnahmen<\/em>&#8220; anf\u00fcgen<\/strong> d\u00fcrfen, um dem Leser die Orientierung zu erleichtern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; <strong>&#8222;<em>Jede Art von anonymer Zensur hat zu unterbleiben<\/em>.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zur Begr\u00fcndung werden genannt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(1) Die Wissenschaftler in der Bundesrepublik haben verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenige Nobelpreise erhalten, weil nur ein engster Kreis der Hierarchie neue Ideen ver\u00f6ffentlichen darf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(2) Die Redaktionen m\u00fcssen eine Auswahl treffen, obwohl nach Art. 5 III GG eine Zensur nicht stattfindet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(3) Anonyme Zensoren entscheiden \u00fcber die Ver\u00f6ffentlichung der eingereichten Arbeiten, ohne sich \u00f6ffentlich rechtfertigen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(4) Die anonymen Zensoren verhindern neue Ideen, die ihren liebgewordenen Vorstellungen widersprechen (Berufung auf Dirac).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(5) Anonyme Zensoren k\u00f6nnen Ideen aus den abgelehnten Werken sp\u00e4ter als eigene Ideen ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(6) Die DPG ist verpflichtet sich daf\u00fcr einzusetzen, da\u00df die beschriebenen Fehlentwicklungen verhindert werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Der Antrag ist von Dr. W. Schmidt unterzeichnet und in den &#8222;<em>Physikalischen Bl\u00e4ttern<\/em>&#8220; 1976, Heft 8, S. A-152 abgedruckt worden. Au\u00dferdem hat der Autor ihn abgedruckt als Anhang zu seiner Ver\u00f6ffentlichung &#8222;<em>Physik und Zeitmessung<\/em>&#8222;. Neustadt (Weinstr.) 1977, S. 9 (daraus alle Zitierungen, Hervorhebungen von uns).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Schmidt teilt 1977 mit: <strong>&#8222;<em>Dieser Antrag &#8230; durfte auf der Haupt-versammlung der DPG 1976 in Bonn nicht behandelt werden.<\/em>&#8222;<\/strong> F\u00fcr den Kenner der Zust\u00e4nde in den &#8222;<em>physikalischen Wissenschaften<\/em>&#8220; und ihrer Gouvernante DPG ist es keine \u00dcberraschung, da\u00df dieser Antrag es nicht einmal auf die Tagesordnung schaffte. Schlie\u00dflich ist es erst 13 Jahre her, da\u00df Deutschlands Vereinigte Physiker (Juli 1963, s. o.) am liebsten die <strong>Unfehlbarkeit ihrer Relativit\u00e4ts-Kollegen ins Pressegesetz schreiben lassen wollten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Sachlich ist der &#8222;<em>Antrag der 10 DPG-Mitglieder<\/em>&#8220; kostenneutral (die Autoren finanzieren selbst), w\u00fcrde das Pr\u00fcfungsverfahren \u00f6ffentlich durchsichtig machen und damit allerdings <strong>eine revolution\u00e4re Freiheit zu Ver\u00f6ffentlichungen schaffen,<\/strong> die nat\u00fcrlich unbedingt verhindert werden mu\u00dfte: Was w\u00fcrde sonst aus den Relativit\u00e4tstheorien werden?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(G.O. Mueller)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachstehend\u00a021. Abschnitt der bisher unver\u00f6ffentlichen Arbeit Das Forschungsprojekt G.O. 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