{"id":5210,"date":"2012-08-16T06:10:42","date_gmt":"2012-08-16T05:10:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=5210"},"modified":"2012-08-16T06:10:42","modified_gmt":"2012-08-16T05:10:42","slug":"auch-einstein-darf-die-erfahrung-nicht-widersprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/08\/auch-einstein-darf-die-erfahrung-nicht-widersprechen\/","title":{"rendered":"Auch Einstein darf die Erfahrung nicht widersprechen"},"content":{"rendered":"<p>Ich verweise auf die Diskussion <a title=\"Permanenter Link zu Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackung\" rel=\"bookmark\" href=\"http:\/\/www.kritik-relativitaetstheorie.de\/2012\/06\/die-relativistische-geschwindigkeitsaddition-als-mogelpackung\/\" target=\"_blank\">Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackung<\/a> im Blog \u201e<em>Kritische Stimmen zur Relativit\u00e4tstheorie<\/em>&#8220; und gebe nachstehend zwei Beitr\u00e4ge von mir\u00a0wieder:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kritik-relativitaetstheorie.de\/2012\/06\/die-relativistische-geschwindigkeitsaddition-als-mogelpackung\/#comment-1191\" target=\"_blank\">06.08.12 &#8211; Zitat von Jocelyne Lopez<\/a>:<\/p>\n<p>Ich bleibe entschieden anderer Meinung und verstehe nicht, dass Du die Erfahrung verschm\u00e4hst und als Notwendigkeit nicht einsiehst. Die Erfahrung ist das Fundament der Physik, ohne Erfahrung keine Physik. Sie ist f\u00fcr sich allein der Beweis f\u00fcr ein Ph\u00e4nomen, ein physikalisches Ph\u00e4nomen braucht keinen Beweis, wenn es der Erfahrung der Menschen entspricht: Die Erfahrung selbst ist der Beweis. Man kann mit der Physik lediglich das Ph\u00e4nomen <strong>erkl\u00e4ren<\/strong>, aber beweisen braucht man es nicht, wenn es der Erfahrung entspricht.<\/p>\n<p>Man braucht zum Beispiel nicht zu beweisen, dass die \u00c4pfel vom Baum fallen. Man kann lediglich erkl\u00e4ren, warum es so ist.<\/p>\n<p>Wenn Du mir jetzt aber erz\u00e4hlen w\u00fcrdest, dass die \u00c4pfel nicht von oben nach unten vom Baum fallen, sondern nach oben schie\u00dfen, dann brauche ich erst einmal einen Beweis von Dir bevor ich \u00fcberhaupt bereit sein k\u00f6nnte, eine Erkl\u00e4rung zu h\u00f6ren: Das entspricht nicht der Erfahrung.<\/p>\n<p>Wenn ich sage, Olga kommt vor Thayre am Ziel, wenn sie auf dem Passagier-F\u00f6rderband l\u00e4uft und wenn Thayre darauf stehen bleibt, brauche ich keinen Beweis zu liefern: Das entspricht der Erfahrung. Das reicht aus. Ich kann lediglich erkl\u00e4ren, warum das so ist: Die Geschwindigkeiten addieren sich.<\/p>\n<p>Wenn Du mir jetzt erz\u00e4hlst, dass Thayre und Olga gleichzeitig am Ziel ankommen, wenn Olga l\u00e4uft und Thayre steht, brauche ich unbedingt einen Beweis: Das entspricht nicht der Erfahrung. Eine Erkl\u00e4rung, warum es so ist reicht nicht aus, solange ich keinen Beweis habe, dass es so ist.<\/p>\n<p>Die Erfahrung darf man nicht verschm\u00e4hen, sie ist das Fundament der Physik, auch nicht die Erfahrung eines Kleinkindes \u2013 vor allem nicht vielleicht die Erfahrung eines Kleinkindes: sie geh\u00f6rt n\u00e4mlich zu der fundamentalen Erfahrung der Menschen, die sogar in unseren Genen biologisch verankert ist und sich genetisch vererbt.<\/p>\n<p>In der Physik wird die Erfahrung auch nicht verschm\u00e4ht, die wird sogar als verbindlich angef\u00fchrt. Auch Einstein f\u00fchrt seine Vorstellung, dass die Zeit relativ und nicht absolut sei auf die Erfahrung zur\u00fcck, zum Beispiel in seinem Gedankenexperiment mit den gesch\u00fcttelten K\u00e4fern, das ich weiter oben schon zitiert habe:<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 50px\">Zitat Albert Einstein: Wenn wir z.B. einen lebenden Organismus in eine Schachtel hineinbr\u00e4chten und ihn dieselbe Hin- und Herbewegung ausf\u00fchren lassen wie vorher die Uhr, so k\u00f6nnte man es erreichen, dass dieser Organismus nach einem beliebig langen Fluge beliebig wenig ge\u00e4ndert wieder an seinen urspr\u00fcnglichen Ort zur\u00fcckkehrt, w\u00e4hrend ganz entsprechend beschaffene Organismen, welche an den urspr\u00fcnglichen Orten ruhend geblieben sind, bereits l\u00e4ngst neuen Generationen Platz gemacht haben. <strong>Dies ist eine unabweisbare Konsequenz der von uns zugrundegelegten Prinzipien, die die Erfahrung uns aufdr\u00e4ngt.<\/strong> [Hervorhebung durch Lopez]<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 50px\">A. Einstein: Die Relativit\u00e4tstheorie. In: Naturforschende Gesellschaft in Z\u00fcrich. Vierteljahrsschrift.56. 1911, H. 1\/2, S. 1-14; darin: S. 12.<\/p>\n<p>Man fragt sich nur, welche Erfahrung mit dem Jungbleiben von gesch\u00fcttelten K\u00e4fern oder von bewegten K\u00f6rpern Einstein gemacht hat\u2026 Er war wohl ein Tr\u00e4umer\u2026 Alle Menschen sind allerdings auch Tr\u00e4umer, aber in der Physik kann man Tr\u00e4ume nicht gebrauchen, sie geh\u00f6ren nicht zu dieser wissenschaftlichen Disziplin.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kritik-relativitaetstheorie.de\/2012\/06\/die-relativistische-geschwindigkeitsaddition-als-mogelpackung\/#comment-1200\" target=\"_blank\">07.08.12 &#8211; Zitat Jocelyne Lopez<\/a>:<\/p>\n<p>Ich sehe es so: Eine Theorie bedarf nicht unbedingt der Best\u00e4tigung durch die Erfahrung, <strong>jedoch darf sie nicht die Erfahrung widersprechen<\/strong>.<\/p>\n<p>Es gibt mit absoluter Sicherheit physikalische Ph\u00e4nomene, die sich unseren Beobachtungen entziehen, das wissen wir bzw. das vermuten wir \u2013 und das d\u00fcrfen wir vermuten, weil wir mit Sicherheit wissen, dass die \u201eLeistungsf\u00e4higkeit\u201c unseres Erkenntnisapparates (in erster Linie unseres Sinnesapparats, aber auch unserer Instrumente) begrenzt bzw. eingegrenzt ist.<\/p>\n<p>Zum Beispiel durch die Beobachtung der Tiere wissen wir, dass andere Lebewesen zu Beobachtungen in der Natur kommen, die sich uns entziehen. Seit jeher haben die Menschen geglaubt, dass diese Beobachtungen der Tiere, die sich unserer direkten Beobachtung entziehen, \u00fcbernat\u00fcrlichen F\u00e4higkeiten zuzuordnen seien, der Magie. Die Tiere h\u00e4tten magische Kr\u00e4fte, weil die Menschen sich nicht vorstellen konnten, dass die Natur viel mehr ist, als nur das, was sie in der Lage sind als Menschen wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Die Magie folgt aber der Erfahrung der Menschen und der Tiere, sie ist an sich logisch, sie hat mit Absurdit\u00e4t nichts zu tun: Die Magie ist niemals absurd. Ein Lebewesen kann blo\u00df irgendetwas, was andere Lebewesen unter denselben Bedingungen nicht k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Man kann sich f\u00fcr den Fall von Thayre und Olga auf dem F\u00f6rderband, die gleichzeitig am Ziel ankommen, obwohl Thayre steht und Olga l\u00e4uft, nicht vorstellen, dass andere Lebewesen f\u00e4hig sind, so etwas zu beobachten. Man kann diesen Vorgang weder der Erfahrung der Menschen noch der Erfahrung der Tiere zuordnen, es widerspricht auch die Erfahrung der Tiere. Man kann diesen Vorgang allerdings auch nicht der Magie zuordnen. Man k\u00f6nnte h\u00f6chstens annehmen, dass Thayre solche \u00fcbernat\u00fcrliche F\u00e4higkeiten hat, dass er jederzeit gleichzeitig an allen m\u00f6glichen Orten anwesend sein kann: Das w\u00e4re allerdings nicht mehr Magie, sondern das w\u00e4re die Vorstellung Gottes in unserer Kultur.<br \/>\nIst Thayre nach der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie Gott?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verweise auf die Diskussion Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackung im Blog \u201eKritische Stimmen zur Relativit\u00e4tstheorie&#8220; und gebe nachstehend zwei Beitr\u00e4ge von mir\u00a0wieder: \u00a0 06.08.12 &#8211; Zitat von Jocelyne Lopez: Ich bleibe entschieden anderer Meinung und verstehe nicht, dass Du die Erfahrung verschm\u00e4hst und als Notwendigkeit nicht einsiehst. 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