{"id":5178,"date":"2012-07-04T07:02:06","date_gmt":"2012-07-04T06:02:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=5178"},"modified":"2015-03-24T16:58:09","modified_gmt":"2015-03-24T15:58:09","slug":"primatenversuche-in-bochum-auseinandersetzung-mit-behorden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/07\/primatenversuche-in-bochum-auseinandersetzung-mit-behorden\/","title":{"rendered":"Primatenversuche in Bochum: Auseinandersetzung mit Beh\u00f6rden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind eine Gruppe von Tiersch\u00fctzern und stellen die Primatenversuche vor dem Hintergrund der Aufnahme des Tierschutzes in der deutschen Verfassung 2002 und der Erkl\u00e4rung des Tierschutzes als Staatsziel tatkr\u00e4ftig in Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachstehend unsere Auseinandersetzung mit der genehmigenden Beh\u00f6rde f\u00fcr die Tierversuche in der Universit\u00e4t Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">10.04.2012 &#8211; E-Mail-Anfrage an Minister Udo Pascheberg<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>An Herrn Minister Udo Pascheberg, Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt,<br \/>\nLandwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen,\u00a0<\/strong> <strong>D\u00fcsseldorf<\/strong> &#8211; <a title=\"Email verschicken\" href=\"wlmailhtml:%7bA394AC10-02FC-44D0-B053-8D8507CE25BD%7dmid:\/\/00000014\/\">poststelle(at)mkulnv.nrw.de<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr:<\/strong> <strong>Tierversuche in der Universit\u00e4t Bochum, insbesondere im Bereich der Hirnforschung<br \/>\nDatum: 10.04.12<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrter Herr Minister Pascheberg!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wir bitten um Mitteilung, wer die zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde, sowie die zust\u00e4ndige und verantwortliche Abteilung f\u00fcr eine Auskunftserteilung in der im Betreff angegebenen Angelegenheit ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Durch die zahlreichen Berichtserstattungen in den Medien \u00fcber die langj\u00e4hrigen juristischen Auseinandersetzungen im Fall der Grundlagenforschung mit Affenversuchen des Hirnforschers Dr. Andreas Kreiter in der Universit\u00e4t Bremen, ist n\u00e4mlich bekannt geworden, dass sowohl der Bremer Senat als auch die zust\u00e4ndige Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde und die Gerichtsbarkeit von der Bedeutung dieses Forschungsvorhabens im Dienste der Allgemeinheit nicht \u00fcberzeugt werden konnten und diese Versuche untersagten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Vor diesem Hintergrund besteht ein \u00f6ffentliches Interesse, auch die Grundlagenforschung der Universit\u00e4t Bochum zu hinterfragen und transparenter zu machen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wir danken im voraus f\u00fcr Ihre Auskunftserteilung bis zum 01.05.2012 und verbleiben,<br \/>\nmit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<br \/>\nGabriele Menzel<br \/>\nJocelyne Lopez<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">\u00a008.05.2012 &#8211; E-Mail-Antwort vom Minister Udo Pascheberg<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betreff:<\/strong> <strong>Tierversuche in der Universit\u00e4t Bochum, insbesondere im Bereich der Hirnforschung<br \/>\nDatum: 08.05.12<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ihre Mail vom 07.05.2012 hat Herr Dr. Bollermann erhalten und er ist gerne bereit, Ihre Frage zu beantworten. Hiermit hat er mich beauftragt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">F\u00fcr den Bereich der Hochschulen ist die Zust\u00e4ndigkeit beim Ministerium f\u00fcr Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (Besucher- und Lieferanschrift: V\u00f6lklinger Stra\u00dfe 49, 40221 D\u00fcsseldorf, Telefon: 0211- 896-04, Fax: 0211- 896-4555, E-Mail: <a href=\"wlmailhtml:%7bA394AC10-02FC-44D0-B053-8D8507CE25BD%7dmid:\/00000024\/poststelle@miwf.nrw.de\" target=\"_parent\">poststelle@miwf.nrw.de<\/a>) angesiedelt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Angelegenheiten des Tierschutzes und damit auch das von Ihnen aufgegriffene Thema der Tierversuche werden durch das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Leibnizstr. 10, 45659 Recklinghausen, Telefon 02361-305- 0, Fax 02361- 305- 3215, E-Mail: <a href=\"wlmailhtml:%7bA394AC10-02FC-44D0-B053-8D8507CE25BD%7dmid:\/00000024\/poststelle@lanuv.nrw.de\" target=\"_parent\">poststelle@lanuv.nrw.de<\/a>) bearbeitet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Antwort weiter helfen konnte und verbleibe<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Auftrag<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">R\u00fcdiger Schulz<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<br \/>\nBezirksregierung Arnsberg<br \/>\n&#8211; Pers\u00f6nliches B\u00fcro des Regierungspr\u00e4sidenten &#8211;<br \/>\nSeibertzstr. 1<br \/>\n59821 Arnsberg<br \/>\nTelefon: +49 2931 82 2108<br \/>\nTelefax: +49 2931 82 41218<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">15.05.2012 &#8211; E-Mail-Anfrage an das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>An: Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW <a href=\"mailto:poststelle@lanuv.nrw.de\">poststelle@lanuv.nrw.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betreff: Durchfuehrung von Primatenversuchen in Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t)<br \/>\nDatum: 15.05.12<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Damen und Herren,<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">auf meine Anfrage hin informierte mich Herr Minister Dr. Gerd Bollermann am 08.05.12, dass Ihre Behoerde zustaendig und verantwortlich f\u00fcr die Genehmigung von Tierversuchen in Bochum ist.<\/div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich vermute einen Mangel in der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften bei der Primatenforschung in Bochum und bitte um Beantwortung folgenden Fragen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1) Aus welchem &#8222;<em>vernuenftigen Grund<\/em>&#8220; nach Tierschutzgesetz \u00a7 1 erteilt Ihre Behoerde die Genehmigung f\u00fcr die Primatenversuche in Bochum?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2) Fuer welche Forschungszwecke werden Primatenversuche in Bochum durchgefuehrt:<\/p>\n<div style=\"padding-left: 60px;\">a) In der Grundlageforschung<br \/>\nb) In der medizinischen Forschung<br \/>\nc) In der pharmazeutischen Forschung<br \/>\nd) In der Toxikologie<\/div>\n<div style=\"padding-left: 60px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">3) Seit wann werden Primatenversuche in Bochum durchgefuehrt?<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">4) Zu welchen Erfolgen im Dienste der Allgemeinheit haben nach Kenntnis Ihrer Behoerde die in Bochum durchgefuehrten Versuche bei den jeweiligen Forschungszwecken bis jetzt gefuehrt?<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">5) Kann Ihre Behoerde den Nachweis herbeifuehren, dass sie sich vor der Erteilung der Genehmigungen darueber informiert hat<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-left: 60px;\">a) ob solche oder aehnliche Versuche schon an anderen Forschungsorten in der Bundesrepublik durchgefuehrt wurden oder durchgefuehrt werden?<br \/>\nb) ob solche oder aehnliche Versuche zu Erfolgen im Dienste der Allgemeinheit in anderen Forschungsorten gefuehrt haben?<br \/>\nc) Welche Informationsquellen bzw. Datenbanken \u00fcber etwaige aehnliche Versuche f\u00fcr aehnliche Forschungszwecke an anderen Forschungsorten werden von Ihrer Behoerde verwendet?<\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">6) Wie beurteilt Ihre Behoerde die Information, dass die f\u00fcr die Genehmigung von Tierversuchen in Berlin, Muenchen und Bremen jeweils zustaendigen Behoerden die Genehmigungen f\u00fcr Primatenversuchen nicht mehr erteilt haben? Siehe z.B. hier Information der Vereinigung Aerzte gegen Tierversuche e.V. :<br \/>\nDer Fall Bremen <a title=\"wlmailhtml:{A394AC10-02FC-44D0-B053-8D8507CE25BD}mid:\/\/00000037\/!x-usc:http:\/\/www.aerzte-gegen-tierversuche.de\/infos\/tierversuche-an-affen\/225-der-fall-bremen.html STRG + Klicken, um Verkn\u00fcpfung zu folgen\" href=\"http:\/\/www.aerzte-gegen-tierversuche.de\/infos\/tierversuche-an-affen\/225-der-fall-bremen.html\">http:\/\/www.aerzte-gegen-tierversuche.de\/infos\/tierversuche-an-affen\/225-der-fall-bremen.html<\/a><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">7) Wie beurteilt Ihre Behoerde die Studien und Berichte aus der Fachwelt \u00fcber die Sinnlosigkeit und die Grausamkeit der Primatenversuche?<br \/>\nSiehe zum Beispiel hier:<br \/>\nHirnforschung an Affen: Grausam und sinnlos<br \/>\n<a title=\"wlmailhtml:{A394AC10-02FC-44D0-B053-8D8507CE25BD}mid:\/\/00000050\/# STRG + Klicken, um Verkn\u00fcpfung zu folgen\" href=\"http:\/\/www.aerzte-gegen-tierversuche.de\/infos\/tierversuche-an-affen\/11-hirnforschung-an-affen-grausam-und-sinnlos.html\">http:\/\/www.aerzte-gegen-tierversuche.de\/infos\/tierversuche-an-affen\/11-hirnforschung-an-affen-grausam-und-sinnlos.html<\/a><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">Ich berufe mich auf mein Verlangen nach Informationsfreiheit und moechte auch dringend auf mein besonderes Beduerfnis nach Erfuellung der Artikel 20 Nr. 3 und Artikel 20 a Grundgesetz hinweisen.<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">Ich danke im voraus f\u00fcr Ihre Auskunftserteilung bis zum 05.06.2012 und verbleibe<br \/>\nmit freundlichen Gruessen<br \/>\nGisela Urban<\/div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Mitzeichner:<\/strong><br \/>\nGabriele Menzel<br \/>\nJocelyne Lopez<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die parlamentarische Demokratie basiert auf dem Vertrauen des Volkes; Vertrauen ohne Transparenz, die erlaubt, zu verfolgen was politisch geschieht, ist nicht moeglich (BVerfGE 40, 296 &lt;327&gt;)<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">06.06.2012 &#8211; Erste Erinnerung an das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen<\/span>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betreff:<\/strong><strong> Durchfuehrung von Primatenversuchen in Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t)<br \/>\nDatum: 06.06.12<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Damen und Herrn,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ich berufe mich auf das Informationsfreiheitsgesetz in Nordrhein-Westfalen und bitte dringend um Beantwortung meiner unten gen. Anfrage bis zum 27.06.2012.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Mitzeichner:<br \/>\n<\/strong>Gabriele Menzel<br \/>\nJocelyne Lopez<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>03.07.2012 &#8211; Zweite Erinnerung und Beschwerde and das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.: Durchfuehrung von Primatenversuchen in Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t)<br \/>\nMeine Anfrage vom 15. Mai 2012 (nachstehend)<br \/>\nMeine Erinnerung vom 06. Juni 2012 (nachstehend)<br \/>\nMeine heutige Beschwerde<br \/>\nDatum: 03.07.12<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Am 08.05.12 informierte mich Herr Minister Dr. Gerd Bollermann, dass Ihre Beh\u00f6rde zust\u00e4ndig und verantwortlich f\u00fcr die Genehmigung von Tierversuchen in Bochum ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Am 15.05.12 habe ich eine Anfrage an Sie gerichtet, sowie eine Erinnerung am 06.06.2012, die beide von Ihrer Beh\u00f6rde unbeantwortet geblieben sind.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wie ich es Ihnen dargelegt habe, vermute ich einen Mangel\u00a0 in der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften bei der Primatenforschung in Bochum und habe auf Artikel 20 Nr. 3 und Artikel 20 a Grundgesetz hingewiesen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Rahmen vom \u00a7 258 StGB sowie vom Informationsfreiheitgesetz in Nordrhein-Westfalen f\u00fchle ich mich durch das Ignorieren meiner Anfrage in meinen Rechten als B\u00fcrgerin verletzt und empfinde Ihr Verhalten als nicht gesetzkonform. Ich fordere Sie daher, meine Anfrage vom 15. Mai 2012 bis zum 24. Juli 2012 zu beantworten, ehe ich mich veranlasst f\u00fchle, eine Beschwerde an die n\u00e4chsth\u00f6here Instanz im Rahmen des Rechtswegs im \u00f6ffentlichen Recht einzureichen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich danke im voraus und verbleibe<br \/>\nmit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Mitzeichner:<br \/>\n<\/strong>Gabriele Menzel<br \/>\nJocelyne Lopez<br \/>\nDagmar Seliger<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<br \/>\nAktionsgemeinschaft gegen Tierversuche FFM. INT.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">04.07.2012 &#8211; E-Mail Antwort des Landesamtes f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.:\u00a0Tierschutz<br \/>\nDurchf\u00fchrung von Primatenversuchen in Bochum an der der Ruhr-Universit\u00e4t<br \/>\nIhre E-Mail vom 03. Juli 2012<br \/>\nDatum: 04.07.2012<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">vielen Dank f\u00fcr Ihre E-Mail vom 03. Juli 2012.<br \/>\nSie ersuchen darin, Auskunft \u00fcber die Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich Sie darauf hinweisen, dass die von Ihnen angesprochene E-Mails vom 15. Mai 2012 und 06. Juni 2012 leider nicht in der Poststelle des LANUV NRW angekommen sind. E-Mails, die an die Poststelle gerichtet werden, werden archiviert, so dass eine r\u00fcckhaltlose Dokumentation m\u00f6glich ist. Auch nach umfangreicher Recherche meinerseits waren die in Rede stehenden E-Mails nicht auffindbar, so dass ich insoweit von einem technischen Fehler ausgehe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Bez\u00fcglich Ihres Auskunftsbegehrens m\u00f6chte ich Sie darauf hinweisen, dass f\u00fcr die \u00dcbermittlung von Informationen sowohl auf Grund des Umweltinformationsgesetzes (UIG) als auch des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) Kosten (Geb\u00fchren und Auslagen) erhoben werden (vgl. \u00a7 5 UIG und \u00a7 11 IFG).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Viele von Ihnen angefragte Informationen m\u00fcssen erst zeitaufwendig zusammen getragen werden, so dass ein nicht unerheblicher Verwaltungsaufwand entsteht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich werde Ihre Anfrage nach dem UIG in der gesetzlich hinterlegten Frist von einem Monat unaufgefordert fristgerecht unter Hinzuf\u00fcgung eines Geb\u00fchrenbescheides beantworten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Meine Zwischennachricht an Sie richte ich auch nachrichtlich an das Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Arbeitsweise des LANUV sieht f\u00fcr den B\u00fcrger das h\u00f6chstm\u00f6gliche Ma\u00df an Transparenz vor; insoweit informiere ich die mir fach- und dienstaufsichtlichvorgeschaltete Beh\u00f6rde eigenst\u00e4ndig.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nIm Auftrag<br \/>\n(Dr. Langewische)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">27.07.12 &#8211; Antwort vom\u00a0Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen <\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.: Tierschutz<br \/>\nDurchf\u00fchrung von Primatenversuche in Bochum an der der Ruhr-Universit\u00e4t<br \/>\nIhre E \u2013Mail vom 03. Juli 2012<br \/>\nDatum: 27.07.12<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">vielen Dank f\u00fcr Ihre E-Mail vom 03. Juli 2012.<br \/>\nSie ersuchen darin, Auskunft \u00fcber die Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum zu erhalten.<br \/>\nNachfolgend beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>1. Aus welchem &#8222;vern\u00fcnftigen Grund&#8220; nach Tierschutzgesetz 1 erteilt Ihre Beh\u00f6rde die Genehmigung f\u00fcr die Primatenversuche in Bochum?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Tierversuche, die einem der in \u00a7 7 Tierschutzgesetz (TierSchG) genannten Zweck dienen und den Bestimmungen der \u00a7\u00a7 8-9a entsprechend durchgef\u00fchrt werden, erf\u00fcllen den \u201evern\u00fcnftigen Grund\u201c im Sinne des \u00a7 1 TierSchG.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><br \/>\n2. F\u00fcr welche Forschungszwecke werden Primatenversuche in Bochum durchgef\u00fchrt:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>a) In der Grundlagenforschung<br \/>\n<\/strong><\/span>b) In der medizinischen Forschung<br \/>\nc) In der pharmazeutischen Forschung<br \/>\nd) In der Toxikologie<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>3. Seit wann werden Primatenversuche in Bochum durchgef\u00fchrt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hier\u00fcber liegen meiner Beh\u00f6rde keine Angaben vor. lm \u00dcbrigen verweise ich auf die Tatsache, dass es nach dem IFG NRW keine beh\u00f6rdliche Pflicht begr\u00fcndet, Informationen f\u00fcr Antragsteller zu beschaffen, die der Beh\u00f6rde zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vorlagen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>4. Zu welchen Erfolgen im Dienste der Allgemeinheit haben nach Kenntnis lhrer Beh\u00f6rde die in Bochum durchgef\u00fchrten Versuche bei den jeweiligen Forschungszwecken bis jetzt gef\u00fchrt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten in Bochum wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen ver\u00f6ffentlicht und werden der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Pressestelle der RUB zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><strong>5. Kann Ihre Beh\u00f6rde den Nachweis herbeif\u00fchrend, dass sie sich vor der Erteilung der Genehmigungen dar\u00fcber informiert hat<\/strong><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>i. ob solche oder \u00e4hnliche Versuche schon an anderen Forschungsorten in der Bundesrepublik durchgef\u00fchrt wurden oder durchgef\u00fchrt werden?<br \/>\n<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong><br \/>\nii. ob solche oder \u00e4hnliche Versuche Erfolgen im Dienste der Allgemeinheit in anderen Forschungsorten gef\u00fchrt haben?<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\niii. Welche Informationsquellen bzw. Datenbanken \u00fcber etwaige \u00e4hnliche Versuche f\u00fcr \u00e4hnliche Forschungszwecke an anderen Forschungsorten werden von Ihrer Beh\u00f6rde verwendet? <\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Antragsteller hat mit dem Antrag zur Genehmigung des Versuchsvorhabens substantiiert nachzuweisen, dass das Vorhaben unerl\u00e4sslich im Sinne des Gesetzes ist. Der jeweilige Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist zugrunde zu legen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Genehmigungspflichtige Tierversuchsvorhaben unterliegend dem Votum der sogenannten Ethikkommissionen gem\u00e4\u00df \u00a7 15 TierSchG. Diese Kommissionen beraten \u00fcber alle Vorhaben; die Kommissionen setzen sich dabei aus Wissenschaftlern und Vertretern von Tierschutzorganisationen zusammen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Voten dienen der Genehmigungsbeh\u00f6rde zur Entscheidung \u00fcber das Vorhaben.<br \/>\nDer Nachweis und die Recherche \u00fcber ggf. \u00e4quivalente Tierversuchsvorhaben erfolgt \u00fcber einschl\u00e4gige Literaturdatenprogramme.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><br \/>\n7. Wie beurteilt Ihre Beh\u00f6rde die Information, dass die f\u00fcr die Genehmigung von Tierversuchen in Berlin, M\u00fcnchen und Bremen jeweils zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden die Genehmigungen f\u00fcr Primatenversuchen nicht mehr erteilt haben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Weigerung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden in Bremen, die Versuchsgenehmigung zu verl\u00e4ngern, war ausschlie\u00dflich politisch motiviert. Der Antragsteller klagte vor dem Verwaltungsgericht Bremen auf die erneute Genehmigung zur Durchf\u00fchrung von Nicht-Humanen Primaten. Daraufhin wurde vor dem Verwaltungsgericht Bremen mit Urteil vom 28.05.2010 ( Az.5 K 1274109) der Klage zur weiteren Genehmigung der in Rede stehenden Tierversuche stattgegeben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Gericht macht in seiner Entscheidung zun\u00e4chst ganz allgemein deutlich, dass bei einem Vorliegen der Genehmigungsvoraussetzungen diese auch erteilt werden m\u00fcsse. Ein Ermessen der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde bestehen nicht, da andernfalls die Forschungsfreiheit als grundgesetzlich verankertes Recht, zur beh\u00f6rdlichen Disposition gestellt w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das VG machte weiterhin deutlich, dass der R\u00fcckgriff auf einen vermeintlichen gesellschaftlichen Wertewandel bei einer streng rechtlich vorzunehmenden Pr\u00fcfung sachwidrig sei. Es sei vielmehr die Aufgabe des Gesetzgebers und nicht der Verwaltung, einen m\u00f6glicherweise verstellbaren Wertewandel aufzugreifen und gegebenenfalls durch \u00c4nderungen des Gesetzes Rechnung zu tragen. Auch betont das Gericht, dass nach dem Tierschutzgesetz der abstrakte Nutzen der Grundlagenforschung gleichberechtigt neben dem konkreten Nutzen der angewandten Forschung stehe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><br \/>\n8. Wie beurteilt Ihre Beh\u00f6rde die Studien und Berichte aus der Fachwelt \u00fcber die Sinnlosigkeit und die Grausamkeit der Primatenversuche?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8222;W\u00e4ren die Primatenversuche grausam oder sinnlos, w\u00fcrden sie nach dem Tierschutzgesetz auch nicht genehmigungsf\u00e4hig sein. Die Behauptung, die an der RUB durchgef\u00fchrten Versuche seien grausam und sinnlos unterstellt der am Genehmigungsverfahren beteiligten Personen, dem Tierschutzbeauftragten der RUB, den Mitgliedern der Ethikkommission nach S 15 TierSchG und meiner Beh\u00f6rde, ihre gesetzlichen Pflichten nicht gewissenhaft zu erledigen. Dies ist nat\u00fcrlich nicht der Fall. Die Ansichten des Vereins ,,\u00c4rzte gegen Tierversuche e.V.&#8220; \u00fcber die Primatenversuche in Bochum besitzen in erster Linie nicht den Wert von wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen. Die Ergebnisse von Experimenten in der Grundlagenforschung lassen sich naturgem\u00e4\u00df meist nicht direkt auf praktische Anwendungen \u00fcbertragen. Dieses Ziel kann die Grundlagenforschung von ihrem Wesen her auch nicht erf\u00fcllen, weil sie zun\u00e4chst den Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr innovative Entwicklungen in der Medizin schafft. Erst auf dieser Basis kann \u00fcberhaupt eine verantwortbare und zielgerichtete Anwendungsforschung erfolgen. In der Regel k\u00f6nnen weder die durchf\u00fchrenden Wissenschaftler selbst noch externe Gutachter vorhersagen, wann und wie Experimantalergebnisse f\u00fcr die Allgemeinheit zu konkretem Nutzen f\u00fchren wird.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Des Weiteren verweise ich in diesem Ausf\u00fchrungen zur Frage 7.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundliche Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nIm Auftrag<br \/>\n(Dr. Langewische)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">03.08.12 &#8211; Antwort an\u00a0das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betreff: Tierschutz<br \/>\nDurchf\u00fchrung von Primatenversuchen in Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t)<br \/>\nMeine Anfrage vom 15.05.12<br \/>\nMeine 1. Erinnerung vom 06.06.12<br \/>\nMeine 2. Erinnerung vom 03.07.12<br \/>\nIhre Antwort vom 27.07.12 (Sachbearbeitung: Dr. Marita Langewische)<br \/>\nHier: Widerspruch und Beschwerde<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><br \/>\n<\/strong>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ich danke f\u00fcr Ihre Antwort vom 27.07.12 in der o.g. Angelegenheit. Leider kann ich Ihre Antwort nicht hinnehmen und erhebe hiermit Widerspruch und Beschwerde: keine der von mir gestellten Fragen wurde im Hinblick auf mein erkl\u00e4rtes Anliegen, Transparenz \u00fcber die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der Durchf\u00fchrung von Tierversuchen in der Universit\u00e4t Bochum herbeizuf\u00fchren, ausreichend beantwortet bzw. es wurde auf meine Fragen ausweichend eingegangen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Zu 1.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die blo\u00dfe Beteuerung, dass die von Ihrer Beh\u00f6rde genehmigten Tierversuche die Aufforderungen des \u00a71 TierSchG erf\u00fcllen, erlaubt einem B\u00fcrger nicht, diese Aussage zu beurteilen und ein etwaiger Verdacht auf das Nicht-Vorhandensein des vom Gesetz geforderten \u201evern\u00fcnftigen Grundes\u201c auszur\u00e4umen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Zu 3.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dass Ihrer zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde keine Angaben dar\u00fcber vorliegen, seit wann Primatenversuche im Bochum genehmigt und durchgef\u00fchrt werden, ist unglaubw\u00fcrdig.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Zu 4.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sie verweisen allgemein und ohne weitere Angaben auf \u201ever\u00f6ffentliche wissenschaftliche Publikationen\u201c der Pressestelle der Universit\u00e4t Bochum zum Nachweis der Erfolge im Dienste der Allgemeinheit, die bis jetzt durch die von Ihrer Beh\u00f6rde genehmigten Tierversuche gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auch diese Antwort wirkt befremdlich: nicht die Pressestelle der Universit\u00e4t Bochum ist die zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde f\u00fcr die Genehmigung der Versuche und f\u00fcr die Beurteilung der Erfolgsergebnisse, sondern es obliegt Ihrer zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde, die Ergebnisse der durchgef\u00fchrten Versuche zu pr\u00fcfen und zu bewerten, allein um Ihrer Verantwortung nachgehen zu k\u00f6nnen, bei anhaltender Erfolglosigkeit die Fortf\u00fchrung dieser Versuche bzw. die Genehmigung \u00e4hnlichen Versuchen im Sinne des Gesetzes zu unterbinden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><br \/>\nZu 5.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dass der Antragsteller mit dem Antrag zur Genehmigung des Versuchsvorhabens das konkret angestrebte Nutzen substantiiert darzulegen hat, war mir schon bekannt. Es obliegt jedoch nicht den Forschern, sondern der genehmigenden Beh\u00f6rde zu pr\u00fcfen und nachzuweisen, dass das Versuchsvorhaben unerl\u00e4sslich im Sinne des Gesetzes ist. Ihre Ausf\u00fchrungen zu 5 beantworten in keiner Weise konkret, wie Ihre Beh\u00f6rde diese Pr\u00fcfung vornimmt und welche Informationsquellen verwendet werden, um zum Beispiel die Durchf\u00fchrung von \u00e4hnlichen Versuchen an mehreren Forschungsstellen oder die Wiederholung von erfolglosen Versuchen zu unterbinden, sowie den Einsatz von tierversuchsfreien Alternativforschungsmethoden zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Zu 7. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Auffassung Ihrer zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde, dass die Weigerung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde in Bremen, die Versuchsgenehmigungen zu verl\u00e4ngern \u201eausschlie\u00dflich politisch motiviert war\u201c ist wiederum \u00e4u\u00dfert befremdlich und aus meiner Sicht mehr als bedenklich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Einf\u00fcgung 2002 des Art. 20 a im Grundgesetz und die Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel mit Verfassungsrang sind das Ergebnis des Strebens der Legislative als Volksvertretung aus der Verantwortung des Menschen f\u00fcr das Tier als Mitgesch\u00f6pf, dessen Leben und Wohlbefinden auf der Ebene der Bundesrepublik Deutschland zu sch\u00fctzen. Sowohl die einstimmige Entscheidung des Bremer Senats aus diesen Versuchen im Land Bremen auszusteigen, als auch die Entscheidung der Judikative, solche Versuche zu untersagen oder die Genehmigungen auslaufen zu lassen, sind Umsetzungen der neuen Verfassungsbestimmungen. Sie als \u201eausschlie\u00dflich politisch motiviert\u201c abzutun ist aus meiner Sicht eine sehr bedenkliche Auffassung Ihrer Beh\u00f6rde. Auch in M\u00fcnchen und Berlin haben die Beh\u00f6rden ohne Einschaltung der Legislative oder der Judikative die neuen Bestimmungen im Sinne der Verfassung umgesetzt, indem sie solche Versuche untersagten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Zu 8.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auch Ihre Unterstellung wirkt \u00e4u\u00dferst befremdlich, dass \u201edie Ansichten des Vereins ,,Arzte gegen Tierversuche e .V.&#8220; \u00fcber die Primatenversuche in Bochum nicht den Wert von wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen\u201c besitzen w\u00fcrden: diese Organisation \u00e4u\u00dfert nicht \u201eAnsichten\u201c, sondern liefert seit mehr als 30 Jahren sorgf\u00e4ltig dokumentierte wissenschaftliche Informationen, Analysen und Studien aus der Fachwelt auf der internationalen Ebene, die nicht zuletzt dazu beigetragen haben, dass die Legislative als Volksvertretung 2002 das Einf\u00fcgen des Art. 20a im Grundgesetz und die Verankerung des Tierschutzes in der Verfassung als Staatsziel sowohl aus wissenschaftlichen als auch aus ethischen Beweggr\u00fcnden vorgenommen hat.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zusammenfassend empfinde ich Ihre Antwort auf meine Anfrage \u00fcber diese wichtigen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Vorg\u00e4nge als unzureichend, ausweichend und mangelhaft begr\u00fcndet und f\u00fchle mich in meinen Rechten als B\u00fcrgerin verletzt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Weiterhin besteht f\u00fcr mich ein Verdacht auf Versto\u00df gegen das Grundgesetz Art. 2o a und gegen \u00a7 1 TierSchG bei den von Ihrer Beh\u00f6rde genehmigten Tierversuchen. Ich berufe mich auf \u00a7 258 StGB und bitte Sie, mir folgende Informationen zukommen zu lassen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Auflistung der Versuche, die aktuell von Ihrer Beh\u00f6rde genehmigt sind (bzw. wof\u00fcr ein Genehmigungsantrag aktuell vorliegt), mit folgenden Angaben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">1) Datum der Erteilung und des Auslaufens der Genehmigung<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">2) Anzahl und Art der eingesetzten Tiere<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">3) Beschreibung des Versuchs<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">4) Forschungszweck und angestrebtes Nutzen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">5) Best\u00e4tigung, dass gem\u00e4\u00df Ihren Recherchen \u00e4hnliche Versuche nicht an anderen Forschungsstellen durchgef\u00fchrt werden oder durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">6) Best\u00e4tigung, dass gem\u00e4\u00df Ihren Recherchen keine tierversuchsfreien Alternativforschungsmethoden zur Verf\u00fcgung stehen (Zentralstelle ZEBET)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich bedanke mich im Voraus f\u00fcr eine Antwort bis zum 27.08.2012 und verbleibe<br \/>\nmit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<br \/>\n1. Vorsitzende Tierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Mitzeichner:<br \/>\n<\/strong>Jocelyne Lopez<br \/>\nGabriele Menzel<br \/>\nDagmar Seliger<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<br \/>\nAktionsgemeinschaft gegen Tierversuche FFM.INT<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">08.08.2012 &#8211; Antwort vom Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, Recklinghausen<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Betreff: Tierschutz &#8211; Tierversuche an Primaten an der RUB<br \/>\nIhre E-Mail vom 03.08.2012; Az.: ohne Az.: 8.84-02.01.05.2012.03<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">leider ist es f\u00fcr mich nicht nachvollziehbar, warum Sie die von Ihnen gestellten Fragen als nicht ausreichend beantwortet ansehen und sich dadurch in Ihren Rechten als B\u00fcrgerin verletzt sehen. Selbstverst\u00e4ndlich steht es Ihnen v\u00f6llig frei, anderer Meinung zu sein, jedoch kann dies keinen Einfluss auf die rechtliche W\u00fcrdigung der angefragten Vorg\u00e4nge haben. Des Weiteren berufen Sie sich auf \u00a7 258 StGB. Diese Vorschrift regelt die Strafvereitelung, wobei Straftaten dieser Art grunds\u00e4tzlich von der zust\u00e4ndigen Staatsanwaltschaft verfolgt werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zudem m\u00f6chte ich Sie nochmals darauf hinweisen, dass die in Ihrem Betreff genannten Anfragen und Erinnerungen nachweislich niemals beim LANUV NRW eingegangen sind, so dass sich Hinweise diesbez\u00fcglich er\u00fcbrigen. Bez\u00fcglich des Datums der Erteilung und des Auslaufens der Genehmigung ist nicht ersichtlich, um welche Versuche es sich genau handeln soll. Ich bitte dieses zu pr\u00e4zisieren. Dar\u00fcber hinaus weise ich darauf hin, dass die von Ihnen angesprochenen Best\u00e4tigungen jeweils vom Antragstellter nachgewiesen werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Zusammenstellung der von Ihnen gew\u00fcnschten Ausk\u00fcnfte erfordert unsererseits wiederum einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand, der insoweit auch geb\u00fchrenpflichtig w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich bitte Sie daher mir konkret die Fragen zu benennen, die Sie von meiner Beh\u00f6rde beantwortet haben m\u00f6chten. Der Geb\u00fchrenrahmen des IFG NRW sieht f\u00fcr die Beantwortung einer umfassenden Auskunft mit erheblichem Vorbereitungsaufwand einen Geb\u00fchrenrahmen von 10 bis 500 Euro vor. In Ihrem Fall ist wegen der voraussichtlich umfassenden Recherche eine Geb\u00fchr im oberen Rahmen festzusetzen, ohne der Sache im Detail vorzgreifen zu wollen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nIm Auftrag<br \/>\nGregor Kampmann<br \/>\nLandesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz<br \/>\nLeibnizstr. 10<br \/>\n45659 Recklinghausen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">10.08.2012 &#8211; An Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betreff: Tierschutz &#8211; Durchf\u00fchrung von Primatenversuchen in Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t)<br \/>\nMeine Anfrage vom 15.05.12<br \/>\nMeine 1. Erinnerung vom 06.06.12<br \/>\nMeine 2. Erinnerung vom 03.07.12<br \/>\nIhre Antwort vom 27.07.12 (Sachbearbeitung: Dr. Marita Langewische)<br \/>\nMein Widerspruch und Beschwerde vom 03.08.12<br \/>\nIhre Antwort vom 08.08.12 (Sachbearbeitung: Gregor Kampmann)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich danke f\u00fcr Ihre Antwort vom 08.08.12 in der o.g. Angelegenheit. Jedoch ist der von Ihnen angegebene Anla\u00df Ihrer R\u00fcckfrage nicht nachvollziehbar: \u201e<em>Bez\u00fcglich des Datums der Erteilung und des Auslaufens der Genehmigung ist nicht ersichtlich, um welche Versuche es sich genau handeln soll. Ich bitte dieses zu pr\u00e4zisieren<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wie es aus meiner urspr\u00fcnglichen Anfrage eindeutig hervorging, geht es mir darum, Transparenz \u00fcber die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Tierversuche an Affen der Universit\u00e4t Bochum herbeizuf\u00fchren, die Ihre zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde genehmigt, da ich einen Verdacht auf nicht Konformit\u00e4t der Genehmigungen mit der Gesetzgebung habe (Grundgesetz Art. 20 Abs. III und \u00a7 1 TierSchG).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Durch Ihre Antwort vom 27.07.12 wurde in keiner Weise meinen Informationsbedarf in diesem eindeutig dargelegten Sinne befriedigt, nicht einmal \u00fcber die Frage, seit wann Ihre zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde Tierversuche der Universit\u00e4t Bochum genehmigt, konnten Sie Auskunft erteilen &#8211; was nicht nur \u00e4u\u00dferst unglaubw\u00fcrdig, sondern sogar fahrl\u00e4ssig wirkt. Man darf als B\u00fcrger davon ausgehen, dass alle Angaben \u00fcber die Tierversuche, die in der Universit\u00e4t Bochum durchgef\u00fchrt und von Ihrer Beh\u00f6rde genehmigt werden, auch Ihrer Beh\u00f6rde vorliegen. Dass Ihrer zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde dar\u00fcber keine Angaben vorl\u00e4gen, w\u00fcrde entweder auf illegale Tierversuche in der Universit\u00e4t Bochum oder auf Ihr gesetzwidriges Widerstreben schlie\u00dfen lassen, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber diese Versuche zu informieren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mein Eindruck, dass Ihre zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde sich gegen mein erkl\u00e4rtes Anliegen im \u00f6ffentlichen Interesse wehrt, wird dadurch verst\u00e4rkt, dass Sie mich jetzt erneut um die Pr\u00e4zisierung bitten, \u201e<em>um welche Versuche es sich genau handeln<\/em>\u201c, obwohl diese Pr\u00e4zisierung schon in meinem Widerspruch und Beschwerde vom 03.08.12 enthalten ist: Es handelt sich um die Versuche an Affen, die in der Universit\u00e4t Bochum durchgef\u00fchrt und von Ihrer zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde genehmigt werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Um welche Versuche es sich dabei &#8222;<em>genau handelt<\/em>\u201c kann ich folglich nicht angeben, sondern es obliegt Ihrer zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde diese Informationen zur \u00dcberpr\u00fcfung der Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen anfragenden B\u00fcrgern zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Vor diesem Hintergrund wiederhole ich meine Pr\u00e4zisierung aus meiner o.g. Beschwerde vom 03.08.12:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Auflistung der Versuche, die aktuell von Ihrer Beh\u00f6rde genehmigt sind (bzw. wof\u00fcr ein Genehmigungsantrag aktuell vorliegt), mit folgenden Angaben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">1) Datum der Erteilung und des Auslaufens der Genehmigung<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">2) Anzahl und Art der eingesetzten Tiere<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">3) Beschreibung des Versuchs<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">4) Forschungszweck und angestrebtes Nutzen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">5) Best\u00e4tigung, dass gem\u00e4\u00df Ihren Recherchen \u00e4hnliche Versuche nicht an anderen Forschungsstellen durchgef\u00fchrt werden oder durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">6) Best\u00e4tigung, dass gem\u00e4\u00df Ihren Recherchen keine tierversuchsfreien Alternativforschungsmethoden zur Verf\u00fcgung stehen (Zentralstelle ZEBET)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">und bitte um eine Antwort bis zum 03.09.2012.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Was die eventuelle erneute Geb\u00fchrenerhebung in dieser Angelegenheit anbelangt, m\u00f6chte ich diesen Vorgang separat kl\u00e4ren und regeln, da ich schon Widerspruch gegen Ihren Geb\u00fchrenbescheid f\u00fcr Ihre erste Antwort vom 27.07.12 erhoben habe (Sachbearbeitung: Dr. Marita Langewische &#8211; Aktenzeichen 8.84-02.01.05.2012.03): Gem\u00e4\u00df der Verwaltungsgeb\u00fchren-satzung der Stadt Recklinghausen vom 07.11.2000 (Amtsblatt Nr. 35 vom 04.12.2000) <em>&#8222;\u00a7 4 &#8211; Sachliche Geb\u00fchrenfreiheit &#8211; Absatz 2<\/em>\u201c werden Geb\u00fchren f\u00fcr besondere Leistungen, die \u00fcberwiegend im \u00f6ffentlichen Interesse vorgenommen werden, nicht erhoben. Da eine Niederschlagung durch das Widerspruchsverfahren gem\u00e4\u00df Ihrer Auskunft nicht mehr rechtskr\u00e4ftig sei, werde ich innerhalb der angegebenen Frist von einem Monat vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen klagen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<br \/>\n1. Vorsitzende Tierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Mitzeichner:<br \/>\n<\/strong>Jocelyne Lopez<br \/>\nGabriele Menzel<br \/>\nDagmar Seliger<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<br \/>\nAktionsgemeinschaft gegen Tierversuche FFM<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">06.10.2012: Fachaufsichtsbeschwerde an das Landesparlament Nordrhein-Westfalen:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Fachaufsichtsbeschwerde-Bochum1-06-10-12.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Fachaufsichtsbeschwerde vom 06. Oktober 2012<br \/>\nw\/Tierexperimenten an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/10\/erfolg-fur-tierversuchsgegner-primatenversuche-in-bochum-eingestellt\/\" rel=\"bookmark\"><strong>Erfolg f\u00fcr Tierversuchsgegner: Primatenversuche in Bochum eingestellt!\u00a0<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Nach der monatelangen Auseinandersetzung einer Gruppe von Tierversuchsgegnern mit der genehmigenden Beh\u00f6rde f\u00fcr die langj\u00e4hrigen Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum (Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, Recklinghausen) teilt die Beh\u00f6rde nach Einreichung einer Fachaufsichts-beschwerde und Einschaltung des Ministeriums f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW in D\u00fcsseldorf mit, dass diese Versuche per 31.08.2012 definitiv eingestellt wurden.<\/p>\n<p>Damit geh\u00f6rt Bochum zu den weiteren Forschungsstandorten in Deutschland, die diese sinnlosen, grausamen und sch\u00e4ndlichen Versuche aufgegeben haben. Wir gratulieren daf\u00fcr der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum und w\u00fcnschen den Forschern und Studenten viel Erfolg mit einer tierversuchsfreien und modernen Forschung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/10\/gnade-fur-die-bochumer-versuchsaffen\/\" rel=\"bookmark\"><strong>Gnade f\u00fcr die Bochumer Versuchsaffen! <\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde (Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, Recklinghausen) teilte auf unsere Fragen hin am 18.10.2012, dass sie ein langj\u00e4hriges Tierversuchsvorhaben an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum f\u00fcr 9 Makaken genehmigt hatte (wobei nur 6 Makaken an Experimente tats\u00e4chlich beteiligt waren), das per 31.08.2012 definitiv eingestellt wurde.<\/p>\n<p>Nachdem uns auch viele Anfragen \u00fcber den Verbleib der Tiere nach ihrem langj\u00e4hrigen Martyrium erreichen, haben wir am 27.10.12 die Beh\u00f6rde darum gebeten, uns bis zum 16.11.12 dar\u00fcber Auskunft zu geben, wo und wie die Tiere jetzt gesetzeskonform untergebracht werden.<\/p>\n<p>Eine Unterbringung in einem Gnadenhof, wie sie zum Beispiel 2011 in den Medien vorgestellt wurde, ist unserer Meinung nach anzustreben: Die Tiere habe lange genug gelitten, um solche Gnadenbedingungen zu verdienen: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=y1J_P1Q2n9g\" target=\"_blank\">Ehemalige Laboraffen sehen erstmals die Sonne<\/a>!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/11\/keine-gnade-fur-die-bochumer-versuchsaffen-sie-wurden-alle-getotet\/\" rel=\"bookmark\"><strong>Keine Gnade f\u00fcr die Bochumer Versuchsaffen: sie wurden alle get\u00f6tet. <\/strong><\/a><\/p>\n<p>Ich verweise auf unsere monatelange <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/07\/primatenversuche-in-bochum-auseinandersetzung-mit-behorden\/\" target=\"_blank\">Auseinandersetzung<\/a> mit der zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde f\u00fcr die Genehmigung der Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum (Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, Recklinghausen).<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Am 18.10.2012 teilte uns die Beh\u00f6rde mit, dass diese Versuche nach 4 Jahren<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/10\/erfolg-fur-tierversuchsgegner-primatenversuche-in-bochum-eingestellt\/\" target=\"_blank\">per 31.08.12 endg\u00fcltig eingestellt wurden<\/a>.<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Am 27.10.12 haben wir die Beh\u00f6rde gebeten, uns Auskunft f\u00fcr den Verbleib der Tiere nach Einstellung der Versuche zu geben, siehe mein Blog-Eintrag: <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/10\/gnade-fur-die-bochumer-versuchsaffen\/\" target=\"_blank\">Gnade f\u00fcr die Bochumer Versuchsaffen! <\/a><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Am 29.10.2012 teilte uns die Beh\u00f6rde mit, dass &#8222;<em>Alle 6 tats\u00e4chlich verwendeten Makaken euthanasiert wurden<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">05.11.2012 &#8211; Anzeige gegen die Ruhr-Universit\u00e4t Bochum an die Staatsanwaltschaft Bochum:<\/span><\/strong><br \/>\n<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.:<br \/>\nAnzeige gegen die Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<br \/>\nw\/Verdacht auf Versto\u00df gegen das Tierschutzgesetz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u00a0Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">hiermit erstatte ich Anzeige gegen die Ruhr-Universit\u00e4t Bochum (Abteilung Allgemeine Zoologie und Neurobiologie) wegen Verdacht auf Versto\u00df gegen das Tierschutzgesetz.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Laut Schreiben vom 18.10.2012 (siehe Anlagen im Anhang) von der zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde f\u00fcr die Genehmigung der Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum (LANUV NRW, Recklinghausen) wurde am 25.08.2008 ein Forschungsantrag f\u00fcr 9 Affen von der Beh\u00f6rde genehmigt. Die Genehmigung war auf 36 Monate befristet und endete am 31.08.2011. Danach wurde die Genehmigung wegen der noch nicht abgeschlossenen Experimente am 26.01.2011 bis zum 31.08.2012 endg\u00fcltig verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auf mein Schreiben hin, wie und wo nach Einstellung der Versuche die Tiere gesetzeskonform untergebracht werden, erhielt ich von der zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde am 29.10.2012 ein Schreiben (siehe Anlage im Anhang), dass Zitat: \u201e<em>Alle 6 tats\u00e4chlich verwendeten Makaken euthanasiert wurden\u201c<\/em>.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es gab aus meiner Sicht keinen vern\u00fcnftigen Grund, diese Tiere zu t\u00f6ten, die nach den Versuchen lebensf\u00e4hig waren, keine unbehebbaren k\u00f6rperlichen Sch\u00e4den oder erhebliche Verletzungen hatten und somit die Chance gehabt h\u00e4tten, ohne l\u00e4nger anhaltende Schmerzen und Leiden weiterzuleben. Ich zitiere hier den \u00a7 1 Tierschutzgesetz, Erster Abschnitt, Grundsatz, der seit 2002 den Tierschutz als Staatszielbestimmung mit Verfassungsrang erhoben hat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201e<\/em><em>Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen f\u00fcr das Tier als Mitgesch\u00f6pf dessen Leben und Wohlbefinden zu sch\u00fctzen. Niemand darf einem Tier ohne vern\u00fcnftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den zuf\u00fcgen.<\/em><em>\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es existieren auch Auffangstationen f\u00fcr Primaten, die ich nachweisen k\u00f6nnte, wo ehemalige Versuchsaffen artgerecht und gesetzeskonform untergebracht werden, wobei auch aus dem \u00a7 9 Absatz 2 Nr. 3 Tierschutzgesetz keine Begr\u00fcndung f\u00fcr das T\u00f6ten dieser Versuchstiere sich ergab:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201e<\/em><em>Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den d\u00fcrfen den Tieren nur in dem Ma\u00dfe zugef\u00fcgt werden, als es f\u00fcr den verfolgten Zweck unerl\u00e4\u00dflich ist; insbesondere d\u00fcrfen sie nicht aus Gr\u00fcnden der Arbeits-, Zeit- oder Kostenersparnis zugef\u00fcgt werden.<\/em><em>\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><br \/>\n<\/em>Vor diesem Hintergrund ist dar\u00fcber hinaus auch zu kl\u00e4ren, wo und wie die 3 weiteren Tiere, die f\u00fcr diese Versuche genehmigt wurden, jedoch nach Auskunft der Beh\u00f6rde nicht an die Versuche beteiligt waren, untergebracht wurden und nach Beendigung der Versuchsvorhaben untergebracht werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Begr\u00fcndung der Lebensunf\u00e4higkeit jedes einzelnen Tiers zum jeweiligen Zeitpunkt seiner T\u00f6tung wurde von der genehmigenden Beh\u00f6rde nicht gebracht, so da\u00df hier ein berechtigter Verdacht auf eine gesetzwidrige Handlung der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum bzw. der zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde vorliegt, der unbedingt einer sorgf\u00e4ltigen Kl\u00e4rung der Umst\u00e4nde und der Rechtsunsicherheit bedarf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich beantrage Rechtsschutz.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<br \/>\n1. Vorsitzende Tierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">15.12.12. E-Mail-Anfrage an das LANUV NRW\u00a0<\/span><\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.: Tierschutz \u2013 Durchf\u00fchrung von Primatenversuchen in Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">leider herrscht weiterhin in der \u00d6ffentlichkeit eine sehr gro\u00dfe Intransparenz \u00fcber die an der Ruhr Universit\u00e4t Bochum langj\u00e4hrig durchgef\u00fchrte Experimente mit Primaten in der Grundlagenforschung. Weiterhin besteht auch ein Verdacht auf Versto\u00df gegen das Tierschutzgesetz der zwischen dem 25.08.2008 und dem 31.08.2012 von Ihrer verantwortlichen und zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde genehmigten Forschungsantr\u00e4gen mit Makaken, mit einer Genehmigung zur anschlie\u00dfenden T\u00f6tung der Tiere.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Vor diesem Hintergrund besteht ein \u00f6ffentliches Interesse, diese Experimente ehrenamtlich weiter zu hinterfragen. Ich berufe mich auf das Informations-freiheitsgesetz in Nordrhein Westfalen und bitte um Mitteilung von folgenden Informationen bzw. um Beantwortung folgenden Fragen zur Kl\u00e4rung der Gesetzeskonformit\u00e4t dieser Experimente:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1) Herkunft der 6 bei dem in Rede stehenden Forschungsvorhaben eingesetzten und get\u00f6teten Makaken.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2) Wurden die Gehirne der Versuchstiere bei Beendigung des Versuchsvorhabens nach der T\u00f6tung untersucht (post mortem) oder vor der T\u00f6tung (ante mortem)? Wenn die Gehirne bei lebenden Versuchstieren seziert wurden, geschieht dies mit oder ohne Narkose?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">3) Ich bitte um Aush\u00e4ndigung einer Kopie der jeweiligen Autopsie-Berichte der 6 get\u00f6teten Makaken.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">4) Aus welchem Grund wurden nach der am 25.08.2008 urspr\u00fcnglichen genehmigten Dauer des Versuchsvorhabens von 36 Monaten die Experimente am 31.08.2011 um ein Jahr verl\u00e4ngert?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">5) Wie viele Versuchstiere wurden nach Ablauf der urspr\u00fcnglichen Versuchsdauer von 36 Monaten get\u00f6tet bzw. mit wie vielen Tieren wurde ein zus\u00e4tzliches Jahr weiter experimentiert?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">6) Aus welchem Grund wurde das Versuchsvorhaben am 31.08.2012 definitiv eingestellt?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">7) Name des Antragsstellers\/Forschers aus der RUB f\u00fcr das in Rede stehende Forschungsvorhaben vom 25.08.2008 bis zum 31.08.2011 bzw. f\u00fcr seine Verl\u00e4ngerung um ein Jahr bis zum 31.08.2012.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">8 ) Aus wie vielen Mitgliedern und in welcher Parit\u00e4t bestanden die Mitglieder der Ethikkommission bei der Erteilung der Genehmigungen (urspr\u00fcnglicher Forschungsantrag und Verl\u00e4ngerung)?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">9) Wurde bei der jeweiligen Zusammensetzung der Ethikkommission vor Erteilung der Genehmigungen (urspr\u00fcnglicher Forschungsantrag und Verl\u00e4ngerung) die Parit\u00e4t 1\/3 Mitglieder aus Vorschlagslisten von Tierschutzorganisationen gem\u00e4\u00df \u00a7 15 Tierschutzgesetz eingehalten?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">10) Wie setzten sich jeweils die 2\/3 restliche Mitglieder der Ethikkommission zusammen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">10 a) Wie viele Mitglieder aus der RUB? Aus welchen universit\u00e4ren Bereichen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">10 b) Wie viele externe Mitglieder? Aus welchen wissenschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Bereichen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\">11) Wurden Einw\u00e4nde von der Ethikkommission f\u00fcr dieses Versuchsvorhaben ge\u00e4u\u00dfert? Wenn ja, welche Einw\u00e4nde?<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\">12) Ich bitte um eine (anonymisierte) Kopie der Protokolle der Sitzungen der Ethikkommission, jeweils f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen Forschungsantrag und f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">13) Mit Schreiben vom 04.09.12 beschrieb mir das LANUV den in Rede stehende Forschungszweck wie folgt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat: \u201e<em>Das Versuchsvorhaben widmete sich dem Zweck zur Erforschung der neuronalen Grundlagen sensorisch gesteuerter Orientierungsleistungen von S\u00e4ugern, d.h. u.a. der Hand-Augen-Koordination<\/em>.\u201c Zitatende<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">Welche neuen Erkenntnisse wurden bei diesem Forschungsvorhaben hinsichtlich der Orientierungsleistungen der Hand-Augen-Koordination von S\u00e4ugern gewonnen und welchen Nutzen f\u00fcr Wissenschaft, Menschen oder Tiere sind aus diesen neuen Erkenntnissen erkennbar und anwendbar?<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\">14) Wurden dieselben 6 Makaken vor dem in Rede stehenden Forschungsantrag schon f\u00fcr Experimente eingesetzt? Wenn ja:<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">14 a) Datum der Erteilung und des Auslaufens der Genehmigung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">14 b) Beschreibung des Versuchs nach dem Forschungsantrag<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">14 c) Forschungszweck und angestrebter Nutzen nach dem Forschungsantrag<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">14 d) Sind nach Auswertung der Forschungsergebnisse die Gewinnung von neuen Erkenntnissen und anwendbarem Nutzen nach Forschungsantrag erf\u00fcllt worden?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">15) Wurden mit anderen Primaten vor dem in Rede stehenden Forschungsantrag an der Ruhr-Universit\u00e4t Experimente durchgef\u00fchrt? Wenn ja:<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">15 a) Datum der Erteilung und des Auslaufens der jeweiligen Genehmigungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">15 b) Namen des jeweiligen Antragsstellers\/Forschers<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">15 c) Anzahl und Art der jeweils eingesetzten Tiere<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">15 d) Beschreibung der jeweiligen Versuche gem\u00e4\u00df Forschungsantr\u00e4gen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">15 e) Jeweiliger Forschungszweck und angestrebter Nutzen gem\u00e4\u00df Forschungsantr\u00e4gen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">15 f) Sind nach Auswertung der Forschungsergebnisse die Gewinnung von neuen Erkenntnissen und anwendbarem Nutzen nach Forschungsantrag erf\u00fcllt worden?<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\">Ich bitte um Mitteilung, ob und ggf. in welcher H\u00f6he Geb\u00fchren f\u00fcr diese Anfrage zu erwarten sind, wovon ich in diesem Fall nicht ausgehe, da meine Anfrage ehrenamtliche im \u00f6ffentlichen Interesse erfolgt und die ersuchten Informationen alle aus den Genehmigungsakten zu entnehmen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\">Ich danke f\u00fcr eine Beantwortung meiner Anfrage bis zum 14. Januar 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\">Mit ehrenamtlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nJocelyne Lopez<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\"><strong>Mitzeichner:<\/strong><br \/>\nGabriele Menzel<br \/>\nDagmar Seliger<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<br \/>\nAktionsgemeinschaft gegen Tierversuche FFM<br \/>\nTierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>11.01.2013 \u2013 Antwort von LANUV NRW, Recklinghausen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Aktenzeichen<\/strong> <strong>8.84-02.01.05.2012.07<br \/>\n<\/strong><strong>Tierschutz\/Tierversuche<br \/>\n<\/strong><strong>Durchf\u00fchrung von Primatenversuchen in Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t)<br \/>\n<\/strong><strong>IFG NRW, Ihre Anfrage mit E-Mail vom 15.12.2012<br \/>\n<\/strong><strong>Meine Zwischennachricht per E-Mail vom 17.12.2012; Az.: w.o.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Lopez,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">mit E-Mail vom 15.12.2012 bitten Sie mich nach dem Informationsfreiheitsgesetz\u00a0 NRW (IFG NRW) um Auskunft zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen, die ich Ihnen nunmehr wie folgt beantworte:<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 1:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Informationen liegen meiner Beh\u00f6rde nicht vor. Die Frage betrifft insoweit die Zust\u00e4ndigkeit der RUB.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 2:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Informationen liegen meiner Beh\u00f6rde nicht vor. Die Frage betrifft insoweit die Zust\u00e4ndigkeit der RUB.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 3:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Informationen liegen meiner Beh\u00f6rde nicht vor. Die Frage betrifft insoweit die Zust\u00e4ndigkeit der RUB.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 4:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Weil der in Rede stehende Tierversuch nicht abgeschlossen werden konnte, wurde die Genehmigung nach \u00a7 8 TierSchG durch meine Beh\u00f6rde am 25.08.2008 bis zum 31.08.2011 verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gem\u00e4\u00df 6.4.3. der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Tierschutzgesetz kann ein einmal genehmigter Tierversuch zweimal um jeweils ein Jahr verl\u00e4ngert werden. Nach Inkrafttreten der Tierschutz-Versuchstierverordnung (TierSchVersV) ist dieses k\u00fcnftig auch in der Rechtsverordnung selbst geregelt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">D.h. nach geltender und k\u00fcnftiger Rechtslage darf ein Tierversuchsvorhaben maximal 5 Jahre durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 5:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Informationen liegen meiner Beh\u00f6rde nicht vor. Die Frage betrifft insoweit die Zust\u00e4ndigkeit der RUB.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 6:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Weil die Versuche zur neuronalen Erforschung sensorisch gesteuerter Orientierungsleistungen von S\u00e4ugern bis zum 31.08.2012 durch den Versuchsantragsteller abgeschlossen werden konnten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 7:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es ist mir aus Gr\u00fcnden des Datenschutzes nicht m\u00f6glich, Ihnen den Namen des in Rede stehenden Versuchsantragstellers zu nennen. Hierzu m\u00f6chte ich Ihnen meine Entscheidung rechtlich darlegen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gem\u00e4\u00df \u00a7 9 Abs. 1 Buchstabe a IFG NRW ist der Antrag auf Informationszugang abzulehnen, soweit durch das Bekanntwerden von bestimmten Informationen personenbezogene Daten offenbart werden. \u00a7 9 Abs. 1 Buchstabe a IFG NRW sieht gleichwohl vor, dass von diesem Grundsatz abgewichen werden kann, sofern die betroffene Person eingewilligt hat. Ich habe hierzu die beteiligten Personen diesbez\u00fcglich angeschrieben und gebeten, mir mitzuteilen, ob sie mit der Herausgabe ihrer Namen einverstanden w\u00e4ren. Die in Rede stehenden Personen haben geantwortet, dass sie mit der Nennung ihrer Daten nicht einverstanden sind.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Des Weiteren sieht \u00a7 9 Abs. 1 Buchstabe e IFG NRW vor, dass eine Offenbarung von personenbezogenen Daten dann m\u00f6glich ist, wenn der Antragsteller bzw. die Antragstellerin ein rechtliches Interesse an der Kenntnis der begehrten Information geltend macht und \u00fcberwiegende schutzw\u00fcrdige Belange der betroffenen Person der Offenbarung nicht entgegenstehen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Vorliegend ist unter anderem zu ber\u00fccksichtigen, welche Folgen sich aus der Offenbarung von personenbezogenen Daten f\u00fcr Dritte ergeben k\u00f6nnten. Besteht zum Beispiel die Gefahr einer Stigmatisierung von Dritten in der \u00d6ffentlichkeit, oder geraten diese dadurch in Gefahr, ist deren Geheimhaltungsinteresse \u00fcberragende Bedeutung beizumessen. In Ihrem Fall ist davon auszugehen, dass die Offenbarung der Namen von Antragstellern zu deren Stigmatisierung f\u00fchren w\u00fcrde, weil bisher nahezu alle Schreiben unserer Beh\u00f6rde im Internet ver\u00f6ffentlicht worden sind. Dies ist dar\u00fcber hinaus auch dadurch begr\u00fcndet, dass der Staatsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zum Schutze von Besch\u00e4ftigten der RUB bereits eingreifen musste.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Da die betroffene Person die Einwilligung zur Herausgabe ihrer Daten verweigert hat und auch die Voraussetzungen der \u00fcbrigen Ausnahmetatbest\u00e4nde des \u00a7 9 Abs. 1 (Buchstaben b bis e) IFG NRW nicht erf\u00fcllt sind, besteht in Ihrem Fall kein Anspruch auf Herausgabe der begehrten Informationen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 8:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Tierschutzkommission, die den in Rede stehenden Tierversuchsantrag urspr\u00fcnglich genehmigt hatte, bestand aus sechs Mitgliedern; die Tierschutzkommission, die am 19.08.2008 \u00fcber die Verl\u00e4ngerung des v.g. Tierversuchsantrag zu entscheiden hatte, bestand aus ebenfalls sechs Mitgliedern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 9:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ja.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 10:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Kommissionsmitglieder nach \u00a7 15 TierSchG wurden nach der jeweils g\u00fcltigen Gesch\u00e4ftordnung der Kommissionen in Nordrhein-Westfalen berufen. Die von Ihnen angesprochenen Kommissionen bestanden bzw. bestehen aus sechs ordentlichen Mitgliedern. Jedes Mitglied hat \u2013 unter Beachtung des \u00a7 15 TierSchG \u2013 einen Stellvertreter bzw. Stellvertreterin. Der Leitgedanke f\u00fcr die Kommissionsarbeit ist hierbei das Zusammenwirken von Wissenschaftlern und Vertretern der Tierschutzorganisationen, die sich durch unvoreingenommene Diskussionen auf der Basis von aktuellen Erkenntnissen von Wissenschaft und Ethik ein konkretes Bild \u00fcber die zu entscheidenden Antr\u00e4ge machen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dabei stellen die Vertreter der Wissenschaft vier von sechs Mitgliedern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diesbez\u00fcglich stammen drei Vertreter der Tierschutzkommission Bochum aus unterschiedlichen Fakult\u00e4ten der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, und ein Mitglied aus der chirurgischen Forschung einer bestimmten Klinik im n\u00f6rdlichen Ruhrgebiet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 11:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Sitzungsniederschriften nach \u00a7 12 der Gesch\u00e4ftsordnung f\u00fcr Tierschutzkommissionen unterliegen der absoluten Vertraulichkeit, und k\u00f6nnen daher nicht bekannt gemacht werden. Siehe auch Antwort zu Frage 7.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 12:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Siehe Antwort zu Frage 11.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 13:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich anmerken, dass das LANUV mit Ihnen bisher keinen Kontakt hatte, und es daher nicht zutreffen kann, dass das LANVU Ihnen mit Schreiben vom 04.09.2012 den Zweck des in Rede stehenden Versuchsvorhabens mitgeteilt h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ziel des Versuchsvorhabens war die funktionelle Kl\u00e4rung der Steuerung und Kontrolle zielgerichteter Augen-, Kopf- und Armbewegungen (Koordination) bei Primaten. Es handelt sich bei dem Versuchsvorhaben um Versuche im Bereich der Grundlagenforschung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Gehirn ist das Organ des Menschen, das die komplexeste Struktur aufweist und welches die kompliziertesten Funktionen aus\u00fcbt. Leider treten, wie bei allen anderen Organen auch, mit zunehmendem Alter vermehrt anatomische Sch\u00e4den auf, die die Funktion des Gehirns erheblich einschr\u00e4nken k\u00f6nnen. Neurologische Erkrankungen, wie die Parkinsonsche Krankheit, die Alzheimersche Krankheit oder Multiple Sklerose entstehen vor dem Hintergrund solcher altersbedingter Funktionsst\u00f6rungen. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Erkrankungen, die das Gehirn als Organ nur indirekt betreffen, z.B. Schlaganf\u00e4lle, schwere Funktionsst\u00f6rungen hervorrufen. W\u00e4hrend die Beschreibung der neurologischen Ausf\u00e4lle bei betroffenen Patienten einerseits und die Ver\u00e4nderungen, die in einzelnen Nervenzellen stattfinden, andererseits in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert wurden, stecken therapeutische Ans\u00e4tze meist noch in den Kinderschuhen: Parkinson-, Alzheimer oder MS-Patienten haben weiterhin keine berechtigte Aussicht auf Heilung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auch pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen zur Verhinderung des Ausbruchs dieser Erkrankungen sind derzeit nicht bekannt. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass eine Verbindung zwischen den Erkenntnissen auf der Ebene einzelner Nervenzellen und einem als Folge m\u00f6glicherweise auftretenden neurologischen Ausfall nur hergestellt werden kann, wenn die Prinzipien verstanden werden, nach denen einzelne Nervenzellen zu Funktionen des Gesamtgehirns beitragen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Prinzipien m\u00fcssen nat\u00fcrlich zun\u00e4chst im gesunden Gehirn verstanden werden, bevor danach gesucht werden kann, welche Ver\u00e4nderungen zu neurologischen Fehlfunktionen f\u00fchren und welche Korrektur- oder Kompensationsm\u00f6glichkeiten bestehen, um sowohl den bereits betroffenen und allen zuk\u00fcnftigen Patienten Hoffnung auf therapeutische Erfolge liefern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Erforschung solcher Prinzipien diente das Versuchsvorhaben, das an der RUB mit Makaken durchgef\u00fchrt wurde. F\u00fcr diese Untersuchungen wurde eine Aufgabe gew\u00e4hlt, die f\u00fcr Menschen und andere Primaten relativ einfach (weil verhaltensbiologisch relevant) erscheint und die eine Zusammenarbeit mehrerer Areale der Gro\u00dfhirnrinde mit anderen Gehirnstrukturen erfordert: die gezielte Bewegung der Hand zu einem visuell erfassten Ziel (Auge-Hand-Koordination).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dabei geht es um die Frage, wie die Einzelinformationen verschieden spezialisierter (sensorischer und motorischer) Nervenzellen erfasst und bewertet werden, um eine koordinierte und w\u00e4hrend der Durchf\u00fchrung korrigierbare, also nicht reflektorische, Bewegung auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ohne das Verst\u00e4ndnis der Verarbeitungsprinzipien des gesunden Gehirns lassen sich krankheitsbedingte Ver\u00e4nderungen weder erkennen noch therapieren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Ergebnisse k\u00f6nnen somit sowohl einen Beitrag zur Entwicklung diagnostischer Verfahren liefern, die krankheitsbedingte Ver\u00e4nderungen fr\u00fcher erkennen lassen, als auch als Grundlage f\u00fcr die Entwicklung therapeutischer Strategien dienen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Um die Zusammenh\u00e4nge mit menschlichen Erkrankungen, in denen Gehirnareale zerst\u00f6rt wurden, herzustellen, kann nur ein dem Menschen sehr \u00e4hnliches Tiermodell gew\u00e4hlt werden. Alle \u00fcbrigen Versuchstiere (Maus, Ratte, Kaninchen, Hund, Schwein) eignen sich aufgrund ihrer anatomischen Gegebenheiten nicht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Den nachfolgend aufgef\u00fchrten Link-Adressen der RUB k\u00f6nnen Sie diesbez\u00fcglich Informationen zu den Versuchen an Makaken entnehmen, die den wissenschaftlichen Fortschritt n\u00e4her darlegen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2012\/pm00043.html.de\" target=\"_blank\">http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2012\/pm00043.html.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2011\/pm00395.html.de\" target=\"_blank\">http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2011\/pm00395.html.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2009\/msg00363.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2009\/msg00363.htm<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2007\/msg00378.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2007\/msg00378.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 14:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Informationen liegen meiner Beh\u00f6rde nicht vor. Die Frage betrifft insoweit ie Zust\u00e4ndigkeit der RUB.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Antwort zu Frage 15:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Informationen liegen meiner Beh\u00f6rde nicht vor. Die Frage betrifft insoweitdie Zust\u00e4ndigkeit der RUB.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nIm Auftrag<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">G. Kampmann<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Rechtsbehelfsbelehrung<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage erhoben werden. Die Klage ist beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, Banhofsvorplatz 3, 45879 Gelsenkirchen einzulegen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Klage kann auch in elektronischer Form nach Ma\u00dfgabe der Verordnung \u00fcber den elektronischen Rechtsverkehr bei den Verwaltungsgerichten und den Finanzgerichten im Lande Nordrhein-Westfalen (ERVVO VG\/FG) vom 7. November 2012 (GV.NRW.2012 S. 548) eingereicht werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>15.01.2013 &#8211; Antwort des Tierschutzbeauftragtes der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Lopez,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">das LANUV hat Ihre Anfrage an mich weitergeleitet, da einige der von Ihnen aufgeworfenen Fragen in meine Zust\u00e4ndigkeit als Tierschutzbeauftragten der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum fallen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich darauf hinweisen, dass die von Ihnen angesprochene \u201eIntransparenz\u201c aus meiner Sicht vor allem darauf beruht, dass von vielen Seiten ohne ausreichende Sachkenntnis Darstellungen \u00fcber die an der Ruhr-Universit\u00e4t durchgef\u00fchrten Primaten-Experimente verbreitet wurden und weiterhin verbreitet werden, die den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten nicht entsprechen. Nun ist fehlende Sachkenntnis an sich nicht verwerflich, allerdings kann durch Nachfragen an Stellen, an denen diese Sachkenntnis vorhanden ist, z.B. bei mir, Abhilfe geschaffen werden. Leider wird diese M\u00f6glichkeit nur selten genutzt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Weiterhin m\u00f6chte ich dem Vorwurf, dass an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum Experimente mit Primaten durchgef\u00fchrt wurden, die einen Versto\u00df gegen das Tierschutzgesetz darstellen, ausdr\u00fccklich widersprechen. Dieser Vorwurf ist ebenso absurd wie unhaltbar. Au\u00dferdem unterstellt dieser Vorwurf nicht zuletzt mir, meinen Aufgaben als Tierschutzbeauftragten der Ruhr-Universit\u00e4t gem\u00e4\u00df \u00a7 8b TierSchG nicht in ausreichendem Ma\u00df nachgekommen zu sein. Diesen Vorwurf weise ich entschieden zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auf die in Ihrer E-Mail an das LANUV vom 15.12.2012 gestellten konkreten Fragen m\u00f6chte ich wie folgt Stellung nehmen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zu 1. Die Tiere stammten aus der institutseigenen Zucht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zu 2. Der Hintergrund zu dieser Frage ist mir v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. Selbstverst\u00e4ndlich wurden alle anatomischen Untersuchungen <em>post mortem <\/em>vorgenommen! Au\u00dferdem schreibt das Tierschutzgesetz vor, dass mit Schmerzen verbundene Eingriffe an Tieren nur dann ohne Narkose durchgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen, wenn vergleichbare Eingriffe am Menschen ebenfalls ohne Narkose durchgef\u00fchrt werden (\u00a7 5 Abs 1 TierSchG). Die Frage nach der Narkose er\u00fcbrigt sich damit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zu 3. Die Ergebnisse der anatomischen Untersuchungen stehen Ihnen im Rahmen publizierter Artikel in Fachzeitschriften zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zu 5. Die Versuchstiere wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten erstmalig f\u00fcr Versuchszwecke eingesetzt und haben unterschiedlich lange am Experiment teilgenommen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zu 14. Vier der im Vorhaben verwendeten Versuchstiere hatten bereits an einem fr\u00fcheren Versuchsvorhaben teilgenommen, in dem mit vergleichbaren Methoden gearbeitet wurde. Nach Ende der Genehmigung dieses Vorhabens war es erfreulicherweise m\u00f6glich, die Tiere in das neue Vorhaben zu \u00fcbernehmen, da es sich wissenschaftlich um eine Fortsetzung des vorherigen Vorhabens handelte. Dies reduzierte die Gesamtzahl der eingesetzten Versuchstiere.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zu 15. Die Arbeitsgruppe hat in Bochum seit 1987 erfolgreich neurobiologische Grundlagenforschung betrieben und dabei auch Experimente mit Makaken durchgef\u00fchrt. Ergebnisse aus diesen Forschungsarbeiten sind in der neurowissenschaftlichen Literatur nachzulesen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hochachtungsvoll,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">gez. PD Dr. Matthias Schmidt<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>16.01.13 &#8211; Unsere Antwort an den Tierschutzbeauftragten der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\"><strong>Betr.: Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<br \/>\nMeine Anfrage an das LANUV NRW vom 15.12.12<br \/>\nIhr Schreiben vom 15.01.13<br \/>\n<\/strong><br \/>\nSehr geehrter Herr Dr. Schmidt,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ich komme auf folgende Punkte aus Ihrem o.g. Schreiben vom 15.01.13 zur\u00fcck:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Meine Frage 3 an das LANUV:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eIch bitte um Aush\u00e4ndigung einer Kopie der jeweiligen Autopsie-Berichte der 6 get\u00f6teten Makaken<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Ihre Antwort zu 3:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<br \/>\n<em><br \/>\n\u201eDie Ergebnisse der anatomischen Untersuchungen stehen Ihnen im Rahmen publizierter Artikel in Fachzeitschriften zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich kann diese Antwort nicht hinnehmen:<\/p>\n<ol style=\"padding-left: 30px;\">\n<li>Mir stehen keine \u201e<em>Ergebnisse der anatomischen Untersuchungen<\/em>\u201c der 6 Makaken in Fachzeitschriften zur Verf\u00fcgung, die zwischen dem 25.08.2008 und dem 31.08.2012 an der Ruhr-Universit\u00e4t f\u00fcr Versuche eingesetzt wurden und gem\u00e4\u00df Auskunft vom 29.10.2012 des LANUV NRW get\u00f6tet wurden.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>Gem\u00e4\u00df Aussage des LANUV NRW an die Staatsanwaltschaft Bochum im Rahmen einer Strafanzeige wegen T\u00f6tung der 6 Tiere, war die T\u00f6tung von vornherein zu Untersuchungszwecken Gegenstand der Forschungsantr\u00e4ge. Da man schwerlich die Informationsverarbeitung und die Augen-Hand-Koordination<br \/>\nim Gehirn von toten Tieren untersuchen kann, darf man davon ausgehen, dass aus den anatomischen Untersuchungen bedeutende Erkenntnisse im Zusammen-hang mit dem Versuchsvorhaben zu erwarten waren. Um zu beurteilen, ob diese bedeutenden Erkenntnisse vorliegen, die eine T\u00f6tung aus wissenschaftlichen Gr\u00fcnden gem\u00e4\u00df \u00a7 7 TierSchG rechtfertigen k\u00f6nnten, ist es erforderlich, die einzelnen, detaillierten Befunde bekannt zu geben. Ich bestehe dementsprechend auf die Aush\u00e4ndigung der Kopie der jeweiligen Autopsie-Berichte der 6 get\u00f6teten Makaken.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Meine Frage 5 an das LANUV NRW:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eWie viele Versuchstiere wurden nach Ablauf der urspr\u00fcnglichen Versuchs-dauer von 36 Monaten get\u00f6tet bzw. mit wie vielen Tieren wurde ein zus\u00e4tzliches Jahr weiter experimentiert?\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Ihre Antwort zu 5:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201e <em>Die Versuchstiere wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten erstmalig f\u00fcr Versuchszwecke eingesetzt und haben unterschiedlich lange am Experiment teilgenommen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Zitatende<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich bestehe auf die genaue Beantwortung meiner Frage, um die Dauer der Belastung jedes einzelnen Tiers bis zu seiner T\u00f6tung bei diesem Versuchsvorhaben beurteilen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Meine Frage 14 an das LANUV NRW:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eWurden dieselben 6 Makaken vor dem in Rede stehenden Forschungsantrag schon f\u00fcr Experimente eingesetzt? Wenn ja:<br \/>\n<\/em><em><br \/>\n14a) Datum der Erteilung und des Auslaufens der Genehmigung.<br \/>\n<\/em><em>14b) Beschreibung des Versuchs nach dem Forschungsantrag<br \/>\n<\/em><em>14c) Forschungszweck und angestrebter Nutzen nach dem Forschungsantrag<br \/>\n14d) Sind nach Auswertung der Forschungsergebnisse die Gewinnung von neuen Erkenntnissen und anwendbarem Nutzen nach Forschungsantrag erf\u00fcllt worden?\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Ihre Antwort zu 14:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eVier der im Vorhaben verwendeten Versuchstiere hatten bereits an einem fr\u00fcheren Versuchsvorhaben teilgenommen, in dem mit vergleichbaren Methoden gearbeitet wurde. Nach Ende der Genehmigung dieses Vorhabens war es erfreulicherweise m\u00f6glich, die Tiere in das neue Vorhaben zu \u00fcbernehmen, da es sich wissenschaftlich um eine Fortsetzung des vorherigen Vorhabens handelte. Dies reduzierte die Gesamtzahl der eingesetzten Versuchstiere.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich bestehe auf die genaue Beantwortung meiner Fragen, um die Belastung der einzelnen Tiere sowie die Unerl\u00e4sslichkeit der Wiederholung des Versuchsvorhabens mit 2 neu eingesetzten und mit 4 schon vorher verwendeten Tieren zu beurteilen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Meine Frage 15 an das LANUV NWR:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<\/p>\n<div style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eWurden mit anderen Primaten vor dem in Rede stehenden Forschungsantrag an der Ruhr-Universit\u00e4t Experimente durchgef\u00fchrt? Wenn ja:<\/em><\/div>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>15 a) Datum der Erteilung und des Auslaufens der jeweiligen Genehmigungen.<br \/>\n<\/em><em>15 b) Namen des jeweiligen Antragsstellers\/Forschers<br \/>\n<\/em><em>15 c) Anzahl und Art der jeweils eingesetzten Tiere<br \/>\n<\/em><em>15 d) Beschreibung der jeweiligen Versuche gem\u00e4\u00df Forschungsantr\u00e4gen<br \/>\n<\/em><em>15 e) Jeweiliger Forschungszweck und angestrebter Nutzen gem\u00e4\u00df Forschungsantr\u00e4gen<br \/>\n<\/em><em>15 f) Sind nach Auswertung der Forschungsergebnisse die Gewinnung von neuen Erkenntnissen und anwendbarem Nutzen nach Forschungsantrag erf\u00fcllt worden?\u201c<br \/>\n<\/em>Zitatende<\/p>\n<div><strong>\u00a0<\/strong><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Ihre Antwort zu 15:<\/strong><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eDie Arbeitsgruppe hat in Bochum seit 1987 erfolgreich neurobiologische Grundlagenforschung betrieben und dabei auch Experimente mit Makakendurchgef\u00fchrt. Ergebnisse aus diesen Forschungsarbeiten sind in der neurowissenschaftlichen Literatur nachzulesen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich kann diese Antwort nicht hinnehmen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mir stehen keine Ergebnisse der Forschungsarbeiten der neurobiologischen Grund-lagenforschung der Arbeitsgruppe Bochum seit 1987 (25 Jahre) in der neurowissenschaftlichen Literatur zur Verf\u00fcgung. Das LANUV NRW hat in seiner Antwort vom 11.01.13 auf meine Anfrage lediglich Verlinkungen zu 4 Forschungsergebnissen in der Hirnforschung in Bochum aus den Jahren 2012, 2011, 2009 und 2007 angegeben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2012\/pm00043.html.de\" target=\"_blank\">http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2012\/pm00043.html.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2011\/pm00395.html.de\" target=\"_blank\">http:\/\/aktuell.ruhr-uni-bochum.de\/pm2011\/pm00395.html.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2009\/msg00363.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2009\/msg00363.htm<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2007\/msg00378.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2007\/msg00378.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">die \u00fcber schon bekannte Erkenntnisse der Augen-Hand-Koordination berichten und teilweise schon vorher bei Experimenten mit menschlichen Probanden gewonnen wurden. Keine wesentlichen Bed\u00fcrfnisse von Mensch oder Tier sowie die L\u00f6sung gesundheitlichen Probleme von hervorragender Bedeutung gem\u00e4\u00df Anforderung im<br \/>\n\u00a7 7 TierSchG sind bei diesen 4 Forschungsergebnissen der Universit\u00e4t Bochum erkennbar.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich bitte dementsprechend um den Nachweis von umsetzbaren Forschungs-ergebnissen der Arbeitsgruppe Bochum seit 1987, also seit 25 Jahren, die bedeutenden Erkenntnisse f\u00fcr die Heilung von menschlichen Erkrankungen dokumentieren, wie vom LANUV NRW in seinem Schreiben vom 11.01.12 ausgef\u00fchrt wurden, zum Beispiel Parkinsonsche Krankheit, Alzheimersche Krankheit oder Multiple Sklerose.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">F\u00fcr eine Antwort bis zum 18. Februar 2013 danke ich im Voraus und verbleibe<br \/>\nmit ehrenamtlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nJocelyne Lopez<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Mitzeichner:<\/strong><br \/>\nGabriele Menzel<br \/>\nDagmar Seliger<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<br \/>\nAktionsgemeinschaft gegen Tierversuche FFM<br \/>\nTierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>10.01.13 &#8211; Pr\u00fcfung unserer Fachaufsichtsbeschwerde durch das Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW <\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr. : Tierschutz &#8211; Primatenversuche in Bochum an der Ruhruniversit\u00e4t<br \/>\nAZ: VI-5-4203 (Sachbearbeitung Prof. Dr. Jaeger \/ Peter Knitsch)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">als zust\u00e4ndiger Leiter der Abteilung Verbraucherschutz habe ich mich mit dem Vorgang und speziell Ihren Anfragen intensiv auseinandergesetzt und m\u00f6chte lhnen daher auch gerne pers\u00f6nlich antworten: Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich bedauern, dass durch mehrfaches Nachfragen zu Unannehmlichkeiten und Missverst\u00e4ndnissen gekommen sein mag.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das LANUV hat mir gegen\u00fcber bekr\u00e4ftigt, dass es davon ausging, dass Sie sich in der Rechtsmaterie gut auskennen und hat lhnen insofern besonders einschl\u00e4gige Wissen und Fachkunde zugebilligt. Insofern ist es zu verstehen, dass die lhnen gegen\u00fcber get\u00e4tigten Aussagen teilweise recht knapp ausfielen und auf die Erl\u00e4uterung der Rechtstexte (Gesetz und Allgemeine Verwaltungsvorschrifte) verzichtet wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Andererseits hat meine Pr\u00fcfung ergeben, dass die Antworten des LANUV weder fachlich noch rechtlich zu beanstanden sind und das dort verf\u00fcgbare, amtliche Wissen wiedergeben. Was lhre Frage betrifft, seit wann an der Universit\u00e4t Bochum Versuche mit Affen durchgef\u00fchrt wurden, hat mir der zust\u00e4ndige Referatsleiter aus meiner Abteilung mitgeteilt, dass dies nach seiner Erinnerung mindestens 20 Jahre lang der Fall gewesen ist. Da die amtliche Aufbewahrungsfrist f\u00fcr Akten nur 5 Jahre betr\u00e4gt, konnte lhnen das LANUV hierzu keine konkreteren Angaben machen, zumal dieses erst im Jahre 2005 gegr\u00fcndet worden ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban, aus der Vielzahl der ausgetauschten Schrifts\u00e4tze ist es f\u00fcr mich nur schwer ableitbar, in wie weit bei lhnen noch Fragen offen sind. Deshalb m\u00f6chte ich vorschlagen, dass Sie sich in o.g. Angelegenheit mit ggf. noch kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen Fragen direkt an mich wenden, so dass ich dann die weitere Beantwortung koordinieren und den Vorgang abschlie\u00dfen kann.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">F\u00fcr das neue Jahr 2013 w\u00fcnsche ich lhnen alles Gute und verbleibe<br \/>\nmit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nPeter Knitsch<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>16.01.13 &#8211; Unsere Antwort an das Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.: Tierschutz &#8211; Primatenversuche in Bochum an der Ruhr-Universit\u00e4t<br \/>\nIhr Schreiben vom 10.01.2013<br \/>\nAZ: VI-5-4203 (Sachbearbeitung Prof. Dr. Jaeger \/ Peter Knitsch)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrter Herr Knitsch,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ich danke f\u00fcr Ihr Schreiben vom 10.01.2013 als Aufsichtsbeh\u00f6rde der zust\u00e4ndigen und verantwortlichen Beh\u00f6rde f\u00fcr die Genehmigung der Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum (LANUV NWR) und nehme im Folgenden Stellung zu Ihrem Vorschlag in Ihrem o.g. Schreiben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eSehr geehrte Frau Urban, aus der Vielzahl der ausgetauschten Schrifts\u00e4tze ist es f\u00fcr mich nur schwer ableitbar, in wie weit bei lhnen noch Fragen offen sind. Deshalb m\u00f6chte ich vorschlagen, dass Sie sich in o.g. Angelegenheit mit ggf. noch kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen Fragen direkt an mich wenden, so dass ich dann die weitere Beantwortung koordinieren und den Vorgang abschlie\u00dfen kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Aus der Vielzahl der ausgetauschten Schrifts\u00e4tze hat sich mein Anfangsverdacht best\u00e4tigt, dass die Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t nicht unerl\u00e4sslich im Sinne des Tierschutzgesetzes waren und dementsprechend vom LANUV NWR schon ab seiner Gr\u00fcndung im Jahre 2005 keine Genehmigung h\u00e4tte erteilt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich zitiere hier den Grundsatz des Tierschutzgesetzes, das seit 2002 als Staatszielbestimmung Art. 20 a mit Verfassungsrang zum Schutz der Tiere von allen B\u00fcrgern, Institutionen und Beh\u00f6rden zu respektieren ist, denn niemand steht \u00fcber dem Gesetz:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">TierSchG \u2013 Grundsatz &#8211; \u00a71<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen f\u00fcr das Tier als Mitgesch\u00f6pf dessen Leben und Wohlbefinden zu sch\u00fctzen. Niemand darf einem Tier ohne vern\u00fcnftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den zuf\u00fcgen.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der geforderte vern\u00fcnftige Grund ist hier nur unter Einhaltung der Einschr\u00e4nkungen von \u00a7\u00a7 7 und 8 TierSchG vorhanden:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">1) Vermeidung von Doppel- und Wiederholungsversuchen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">2) Nachweis von brauchbaren Ergebnissen f\u00fcr die Gesundheit oder das Wohlbefinden von Menschen oder Tieren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">3) Bevorzugung von tierversuchsfreien Alternativforschungsmethoden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Keine dieser drei Bestimmungen wurde bei den von der LANUV seit seiner Gr\u00fcndung 2005 genehmigten Versuchen eingehalten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1) Missachtung des Gebotes der Vermeidung von Doppel- und Wiederholungsversuchen:<br \/>\nDiese Versuche wurden gem\u00e4\u00df Aussagen Ihres Amtes vom 10.01.2013 seit \u201emindestens 20 Jahren\u201c an der Ruhr-Universit\u00e4t kontinuierlich durchgef\u00fchrt und wiederholt. Au\u00dferdem wurden in den letzten 20 Jahren gleiche Versuche auch an anderen Standorten kontinuierlich durchgef\u00fchrt und wiederholt (Frankfurt, T\u00fcbingen, M\u00fcnchen, Berlin, Magdeburg, G\u00f6ttingen)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2) Es wurde f\u00fcr den angegebenen angestrebten Nutzen keine brauchbaren Ergebnisse dieser Versuche f\u00fcr die Gesundheit oder das Wohlbefinden von Menschen oder Tieren nachgewiesen, weder in Bochum noch in den anderen Forschungsstandorten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">3) Es gibt seit Jahrzehnten moderne und einsetzbare tierversuchsfreie Alternativforschungsmethoden f\u00fcr solche Art von Untersuchungen in der Hirnforschung, zum Beispiel TMS-Verfahren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich erhebe dementsprechend hiermit gegen\u00fcber Ihrem Amt als Aufsichtsbeh\u00f6rde des LANUV NRW den Vorwurf des Versto\u00dfes gegen das Tierschutzgesetz der seit 2005 genehmigten Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, wobei langandauernde Leiden und erhebliche Sch\u00e4den an mindestens 6 Makaken zugef\u00fcgt wurden (bis hin zur T\u00f6tung).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, welche interne Disziplinarma\u00dfnahmen bzw. welche Rechtsmittel in diesem Fall einzusetzen sind, um die Rechte der Tiere und der B\u00fcrger dieses Landes auf Einhaltung der Bestimmungen der Verfassung zu garantieren und zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">F\u00fcr eine Antwort bis zum 18. Februar 2013 danke ich im Voraus und verbleibe<br \/>\nmit ehrenamtlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gisela Urban<br \/>\n1. Vorsitzende Tierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mitzeichner:<br \/>\nJocelyne Lopez<br \/>\nGabriele Menzel<br \/>\nDagmar Seliger<br \/>\nClaudia Sunitsch<br \/>\nRoswitha Taenzler<br \/>\nAktionsgemeinschaft gegen Tierversuche FFM<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>08.02.2013 &#8211; Zweite Antwort des Tierschutzbeauftragten der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Ihre Anfrage vom 16.01.2013 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Lopez,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">in meinem Schreiben vom 15.01.2013 hatte ich einzelne Fragen zu einem an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum durchgef\u00fchrten Tierversuchsvorhaben an Primaten beantwortet, die Sie urspr\u00fcnglich an das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW gerichtet hatten. Die Beantwortung dieser Fragen erfolgte auf eine entsprechende Bitte des LANUV, dem zu diesen Fragen keine Informationen vorlagen, und der ich als zust\u00e4ndiger Tierschutzbeauftragter gerne nachgekommen bin.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ihrer Anfrage vom 16.01.2013, die mich via E-Mail erreichte, zufolge, waren Ihnen meine Ausk\u00fcnfte nicht ausreichend. Das bedauere ich sehr. Andererseits gibt es f\u00fcr mich oder die Ruhr-Universit\u00e4t Bochum keine Verpflichtung, Ihnen weitergehende Ausk\u00fcnfte zu erteilen. Dies betrifft insbesondere Angaben zu universit\u00e4ren Forschungsarbeiten anderer Wissenschaftler oder personenbezogene Daten von Mitarbeitern der Ruhr-Universit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf \u00a7 2 Abs. 3 IFG NRW und betone, dass alle Informationen, die Sie bisher von mir erhalten haben, freiwillig erteilt wurden. Im \u00dcbrigen verweise ich erneut auf die wissenschaftlichen Publikationen, die Ergebnisse der an der RUB durchgef\u00fchrten, \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Forschungsarbeiten an Primaten darstellen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"http:\/\/homepage.ruhr-uni-bochum.de\/klaus-peter.hoffmann\/sites\/publikationen.htm\">http:\/\/homepage.ruhr-uni-bochum.de\/klaus-peter.hoffmann\/sites\/publikationen.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"http:\/\/gepris.dfg.de\/gepris\/OCTOPUS\/?module=gepris&amp;task=showSearchSimple\">http:\/\/gepris.dfg.de\/gepris\/OCTOPUS\/?module=gepris&amp;task=showSearchSimple<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hochachtungsvoll,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">PD Dr. Matthias Schmidt<br \/>\nTierschutzbeauftragter der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>18.02.2013 \u2013 Neue Anzeige an die Staatsanwaltschaft Bochum wegen T\u00f6tung von Versuchsaffen an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.: Aktenzeichen 41 UJS 61\/12<br \/>\nErmittlungsverfahren gegen das LANUV NRW<br \/>\nwegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz<br \/>\nMeine Strafanzeige vom 05.11.2012<br \/>\nIhr Bescheid vom 27.11.2011<br \/>\nHier: Neue Anhaltspunkte zu meiner Strafanzeige<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sie teilten mir in Ihrem o.g. Bescheid vom 27.11.12 mit, dass Sie meine Strafanzeige wegen T\u00f6tung von 6 Makaken im Rahmen eines Tierversuchs-vorhabens an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum eingestellt haben, da Sie auf Nachfrage von der genehmigenden Beh\u00f6rde LANUV NRW die Information erhalten haben, dass die T\u00f6tung der Tiere von vornherein Gegenstand der genehmigten Antr\u00e4ge war, wobei die genehmigende Beh\u00f6rde: Zitat: \u201c<em>sich davon \u00fcberzeugt hatte, dass &#8211; der anerkannten Zwecken der Grundlagenforschung dienende Versuch &#8211; anatomische und physiologische Untersuchungen an den Gehirnen der Versuchstiere erforderlich machte, so dass deren T\u00f6tung unumg\u00e4nglich war<\/em>\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich kann diese Aussage der genehmigenden Beh\u00f6rde nicht hinnehmen. Ich zitiere hier den \u00a7 7 (3) TierSchG:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 60px;\"><em>\u201eVersuche an Wirbeltieren d\u00fcrfen nur durchgef\u00fchrt werden, wenn die zu erwartenden Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den der Versuchstiere im Hinblick auf den Versuchszweck ethisch vertretbar sind. Versuche an Wirbeltieren, die zu l\u00e4nger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen oder Leiden f\u00fchren, d\u00fcrfen nur durchgef\u00fchrt werden, wenn die angestrebten Ergebnisse vermuten lassen, dass sie f\u00fcr wesentliche Bed\u00fcrfnisse von Mensch oder Tier einschlie\u00dflich der L\u00f6sung wissenschaftlicher Probleme von hervorragender Bedeutung sein werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die T\u00f6tung eines Tiers ist ein erheblicher Schaden und darf dementsprechend gem\u00e4\u00df TierSchG nur dann genehmigt werden, wenn die angestrebten Ergebnisse der T\u00f6tung (hier die anatomischen und physiologischen Untersuchungen an den Gehirnen) vermuten lassen, dass sie f\u00fcr wesentliche Bed\u00fcrfnisse von Mensch oder Tier von hervorragender Bedeutung sein werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Nachweis und die Begr\u00fcndung der vermuteten bzw. tats\u00e4chlich festgestellten hervorragenden Bedeutung der anatomischen und physiologischen Untersuchungen der Gehirne der 6 get\u00f6teten Makaken, die eine T\u00f6tung nach dem Gesetz unerl\u00e4sslich h\u00e4tte machen k\u00f6nnen, fehlt v\u00f6llig und wurde sogar in diesem Fall ausdr\u00fccklich verweigert:<\/p>\n<ol style=\"padding-left: 30px;\">\n<li>Obwohl solche Versuche nach Angabe des Tierschutzbeauftragten seit 25 Jahren (1997) an der Ruhr-Universit\u00e4t mit Makaken durchgef\u00fchrt wurden, wurde auf die Anfrage einer Mitzeichnende (siehe <strong>Anlage 1 : Anfrage vom 15.12.2012<\/strong>) von der Beh\u00f6rde keine Angabe dar\u00fcber getroffen, ob die anatomischen und physiologischen Untersuchungen an den Gehirnen der get\u00f6teten Tiere seit 25 Jahren &#8211; oder auch bei den zuletzt get\u00f6teten 6 Makaken &#8211; Ergebnisse von herausragender Bedeutung f\u00fcr wesentliche Bed\u00fcrfnisse von Mensch oder Tier gebracht haben und zu erwarten waren (siehe <strong>Anlage 2: Antwort des LANUV NRW vom 11.01.2013<\/strong>).<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\"><br \/>\n.<\/span><\/li>\n<li>Die genehmigende Beh\u00f6rde LANUV NRW sagte zwar gegen\u00fcber der Staats-anwaltschaft Bochum aus, dass die T\u00f6tung von vornherein in den Forschungsantr\u00e4gen von ihr genehmigt wurde und dass \u201e<em>sie sich davon \u00fcberzeugt hatte, dass &#8211; der anerkannten Zwecken der Grundlagenforschung dienende Versuch &#8211; anatomische und physiologische Untersuchungen an den Gehirnen der Versuchstiere erforderlich machte, so dass deren T\u00f6tung unumg\u00e4nglich war<\/em>\u201c, jedoch konnte sich die Beh\u00f6rde davon nicht \u00fcberzeugen, aus dem guten Grunde, weil ihr nach eigener Angabe Informationen \u00fcber die Ergebnisse der anatomischen und physiologischen Untersuchungen der get\u00f6teten Tiere nicht vorliegen (siehe o.g. <strong>Anlage 2<\/strong>) und wohl auch f\u00fcr vorhergegangenen Versuche seit 25 Jahren nie vorgelegen haben.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>Der Bitte um anonymisierte Kopien der Autopsie-Berichte der 6 get\u00f6teten Tiere &#8211; die zur fachlichen Begutachtung der Bedeutung und Aussagekraft der anatomischen und physiologischen Untersuchungen der Gehirne der get\u00f6teten Tieren durch fachlich kompetente Dritten dienen k\u00f6nnten &#8211; wurde von der Beh\u00f6rde nicht entsprochen: Die Autopsie-Berichte liegen ihr nicht vor und sie konnte dementsprechend keine Informationen dar\u00fcber erteilen \u2013 sie verweist daf\u00fcr auch auf den Tierschutzbeauftragten der RUB (siehe o.g. <strong>Anlage 2<\/strong>).<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\"><br \/>\n.<\/span><\/li>\n<li>Der Tierschutzbeauftragte, an den diese Bitte weitergeleitet wurde, verweigert ohne nachvollziehbare Begr\u00fcndung die Aush\u00e4ndigung der Kopien der Autopsie-Berichte der 6 get\u00f6teten Makaken, siehe:<br \/>\n<strong>Anlage 3: Antwort des Tierschutzbeauftragten vom 15.01.12<br \/>\nAnlage 4: R\u00fcckfrage einer Mitzeichnende vom 16.01.2013<br \/>\nAnlage 5: Antwort vom 08.02.13 des Tierschutzbeauftragten<span style=\"color: #ffffff;\">.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/strong><\/li>\n<li>Genauso fehlt der genehmigenden Beh\u00f6rde jegliche Information \u00fcber etwaige im Rahmen dieser Versuche neugewonnenen Erkenntnisse seit 25 Jahren an der RUB, die der Heilung von menschlichen Krankheiten dienlich sein k\u00f6nnten und die im Schreiben der Beh\u00f6rde vom 11.01.13 ausgef\u00fchrt wurden (siehe o.g. <strong>Anlage 2<\/strong>), z.B. Parkinsonsche Krankheit, Alzheimersche Krankheit oder Multiple Sklerose. Das LANUV sagt aus, dass solche Informationen ihm nicht vorliegen und verweist auch f\u00fcr die Beantwortung dieser Frage auf den Tierschutzbeauftragten der RUB, der wiederum eine entsprechende Beantwortung definitiv verweigert (siehe o.g. <strong>Anlage 5<\/strong> : <strong>Zweite Antwort des Tierschutzbeauftragten vom 08.02.2013<\/strong>).<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">In diesem Gesamtkontext kann man berechtigt davon ausgehen, dass das LANUV &#8211; entgegen seiner Aussage gegen\u00fcber der Staatsanwaltschaft und entgegen seiner gesetzlichen Aufgabe als genehmigende Beh\u00f6rde &#8211; sich weder vor noch nach den Versuchen \u00fcberzeugt hat, dass die Versuche und die T\u00f6tung der Tiere unerl\u00e4sslich im Sinne des Tierschutzgesetzes \u00a7 7 waren, d.h. f\u00fcr Forschungszwecke und Forschungsergebnisse, die wesentliche Bed\u00fcrfnisse von Mensch oder Tier einschlie\u00dflich der L\u00f6sung wissenschaftlicher Probleme von hervorragender Bedeutung bringen werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Fehlhaltung der genehmigenden Beh\u00f6rde k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise aus meiner Sicht ein in der Fachwelt bekanntes Fehlverhalten bei der Einreichung der Forschungsantr\u00e4ge beg\u00fcnstigen. Ich zitiere hier zum Beispiel Aussagen von einem f\u00fchrenden Hirnforscher, der auch langj\u00e4hrig die gleichen Versuche in der Grundlagenforschung in Frankfurt durchf\u00fchrt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Prof. Dr. Wolf Singer, Direktor des Max-Planck Instituts f\u00fcr Hirnforschung in Frankfurt in der Zeitschrift \u201eGegenworte\u201c Nr. 4, 1999:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 60px;\"><em>\u201eIch mu\u00df in meinen Antr\u00e4gen den Nachweis antreten, da\u00df die Ergebnisse einer geplanten Versuchsreihe von so gro\u00dfer praktischer Bedeutung sein werden, da\u00df sie ethisch gerechtfertigt ist. Das zwingt mich fast zum Betrug, weil ich in der Tat in vielen Bereichen nicht angeben kann, ob das Versuchsergebnis wirklich in absehbarer Zeit Leiden vermindern wird. [&#8230;] Man wird vom Gesetzgeber in eine Argumentationspflicht genommen, die man vor sich selbst nicht rechtfertigen kann.\u201c<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nJa, das sieht man deutlich daran, da\u00df der Gesetzgeber zu-nehmend die Zuwendung von Mitteln davon abh\u00e4ngig macht, da\u00df wir nachweisen k\u00f6nnen, welche umsetzbaren Erkenntnisse die einzelnen Untersuchungen erbringen werden. Das ist eine Katastrophe. Diese Vorgaben verf\u00fchren die Forscher zum Schwindeln<\/em>.\u201e<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zusammenfassend ist aus meiner Sicht ein Versto\u00df gegen \u00a7 7 (3) TierSchG festzustellen und eine Fehlleistung der genehmigenden Beh\u00f6rde bei ihrer Aufsichts- und Pr\u00fcfungsplicht im Rahmen \u00a7 8 TierSchG, die eine Wiederaufnahme der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft rechtfertigen sollten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gem\u00e4\u00df den von dem LANUV NRW zur Verf\u00fcgung gestellten Informationen, ist es nicht ersichtlich, dass es im Sinne des TierSchG unerl\u00e4sslich war, die 6 Makaken nach endg\u00fcltiger Einstellung der Versuche zu t\u00f6ten, die nach den Versuchen lebensf\u00e4hig waren, keine unbehebbaren k\u00f6rperlichen Sch\u00e4den oder erhebliche Verletzungen hatten und somit die Chance gehabt h\u00e4tten, ohne l\u00e4nger anhaltende Schmerzen und Leiden weiterzuleben. Es existieren Auffangstationen f\u00fcr Primaten, die ich nachweisen k\u00f6nnte, wo ehemalige Versuchsaffen artgerecht und gesetzeskonform untergebracht werden, wobei auch aus dem \u00a7 9 Abs. 2 Nr. 3 Tierschutzgesetz keine Begr\u00fcndung f\u00fcr das T\u00f6ten dieser Versuchstiere sich ergab:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 60px;\"><em>\u201eSchmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den d\u00fcrfen den Tieren nur in dem Ma\u00dfe zugef\u00fcgt werden, als es f\u00fcr den verfolgten Zweck unerl\u00e4\u00dflich ist; insbesondere d\u00fcrfen sie nicht aus Gr\u00fcnden der Arbeits-, Zeit- oder Kostenersparnis zugef\u00fcgt werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dar\u00fcber hinaus ist die Unerl\u00e4sslichkeit im Sinne des TierSchG der genehmigten Versuche selbst (d.h. vor der T\u00f6tung der Tiere), auch in Frage zu stellen: Zu Ihrer Information f\u00fcge ich meinen Brief vom 16.01.13 an das Umweltministerium NRW als Aufsichtsbeh\u00f6rde der LANUV NRW bei (siehe <strong>Anlage 6<\/strong>), wo ich den Vorwurf des Versto\u00dfes gegen das Tierschutzgesetz der von dem LANUV NRW genehmigten Primatenversuche in der Hirnforschung an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum erhebe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich bitte um Wiederaufnahme der Ermittlungen und beantrage Rechtsschutz beim Gericht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<br \/>\n1. Vorsitzende Tierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">19.02.2013 : Zweite Antwort des Ministeriums NRW:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Brief_Umweltministerium_LANUV_Peter_Knitsch_19_02_13.pdf\" target=\"_blank\">Brief vom Herrn Peter Knitsch vom 19.02.2013<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">26.02.2013 &#8211;\u00a0Unsere Antwort auf diesem Schreiben des Umweltministeriums NRW:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Tierschutz: Primatenversuche in Bochum an der Ruhruniversit\u00e4t<br \/>\nIhr Schreiben vom 19.02.2013 \u2013 AZ: VI-5-4203<br \/>\n26. Februar 2013<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrter Herr Professor Jaeger,<br \/>\nsehr geehrter Herr Knitsch,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">wir danken f\u00fcr Ihr o.g. ausf\u00fchrliches Schreiben vom 19.02.2013 als Antwort auf unser Schreiben vom 16.01.2013, in dem wir den Vorwurf des Versto\u00dfes gegen das Tierschutzgesetz der von Ihrer Beh\u00f6rde LANUV NRW langj\u00e4hrig genehmigten Affenversuche in der Hirnforschung an der Ruhruniversit\u00e4t Bochum erhoben haben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wir nehmen zu verschiedenen Punkten aus Ihrem Schreiben wie folgt Stellung:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW \u2013 Seite 2<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Andererseits haben Sie in den verschiedenen Antwortschreiben in der Summe eine Vielzahl von beh\u00f6rdlichen Informationen bekommen, die zumindest den Gro\u00dfteil der gestellten Fragen hinreichend beantwortet haben d\u00fcrfte. Insbesondere das an Frau Lopez gerichtete Schreiben des LANUV vom 11.01.2013 beschreibt in gro\u00dfer Ausf\u00fchrlichkeit nachvollziehbar die medizinisch begr\u00fcndete Notwendigkeit der in Frage stehenden Primatenversuche.<\/em><br \/>\nZitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es trifft nicht zu, dass das LANUV NRW \u201e<em>in gro\u00dfer Ausf\u00fchrlichkeit nachvollziehbar die medizinisch begr\u00fcndete Notwendigkeit der in Frage stehenden Primatenversuche<\/em>\u201c in seinen verschiedenen Antwortschreiben beschrieben hat:<\/p>\n<ol style=\"padding-left: 30px;\">\n<li>In seinem Schreiben vom 27.07.12 antwortet das LANUV NRW unmissverst\u00e4ndlich auf unsere Frage hin, dass diese Versuche <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht in der medizinischen Forschung<\/span>, sondern in der Grundlagenforschung angesiedelt sind.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>In seinem Schreiben vom 04.09.12 beschreibt das LANUV NRW den in Rede stehende Forschungszweck wie folgt, Zitat: \u201e<em>Das Versuchsvorhaben widmete sich dem Zweck zur Erforschung der neuronalen Grundlagen sensorisch gesteuerter Orientierungsleistungen von S\u00e4ugern, d.h. u.a. der Hand-Augen-Koordination<\/em>.\u201c Zitatende<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>In seinem Schreiben vom 11.01.2013 f\u00fchrt das LANUV NRW ganz allgemein gehaltene Aussagen \u00fcber die Wichtigkeit der wissenschaftlichen Forschung f\u00fcr die Heilung von menschlichen Erkrankungen wie z.B. Parkinson, Alzheimer oder Multiple Sklerose an, jedoch ist kein Zusammenhang zwischen diesen Ausf\u00fchrungen und den seit 1987 an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum durchgef\u00fchrten Primatenversuchen zu erkennen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>Dar\u00fcber hinaus wurde unsere grundlegende Frage nicht beantwortet, welche konkrete und brauchbare neue Erkenntnisse zur Heilung der angef\u00fchrten menschlichen Krankheiten bei der Primatenforschung an der RUB erzielt wurden, und zwar weder vom LANUV NRW (solche Informationen w\u00fcrden ihm nicht vorliegen), noch vom Tierschutzbeauftragten, an den diese wichtige Frage weitergeleitet wurde.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>Das LANUV NRW hat uns lediglich 4 Verlinkungen auf Forschungsergebnisse in der Hirnforschung an der RUB angegeben, darunter zum Beispiel solche Forschungsergebnisse aus dem Jahre 2007 (d.h. nach 20 Jahren Primatenversuche):<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"padding-left: 120px;\"><a href=\"http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2007\/msg00378.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www.pm.ruhr-uni-bochum.de\/pm2007\/msg00378.htm<\/a><br \/>\n<strong><em>Das Hirn des Torwarts beim Elfmeter \u2013 Spickzettel half Jens Lehmann tats\u00e4chlich wie man seine Reaktion verbessern kann<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\"><em>Blitzschnell hechtete Jens Lehmann, Torwart der deutschen Nationalmannschaft bei der Fu\u00dfball-WM 2006, genau in die richtige Ecke und hielt zwei von vier Elfmetersch\u00fcssen der Argentinier auf sein Tor \u2013 Argentinien war besiegt, Lehmann ein Star.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\"><em>Welche Rolle hat dabei der Spickzettel gespielt, auf den Lehmann zwischen den Torsch\u00fcssen immer mal wieder blickte? Hat es geholfen, zu lesen, dass Cruz h\u00e4ufig nach rechts schie\u00dft und Ayala nach links unten? Diese Frage versuchen Neurobiologen der Ruhr-Universit\u00e4t um Prof. Dr. Klaus-Peter Hoffmann zu beantworten. Sie untersuchen den Zusammenhang zwischen Vorhersagbarkeit und der Reaktionszeit bestimmter Bewegungen steuernder Nervenzellen im Gehirn. [&#8230;]<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">Ich zitiere in diesem Zusammenhang <strong>\u00a7 7 (3) TierSchG<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\">\u201e<em>Versuche an Wirbeltieren d\u00fcrfen nur durchgef\u00fchrt werden, wenn die zu erwartenden Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den der Versuchstiere im Hinblick auf den Versuchszweck ethisch vertretbar sind. Versuche an Wirbeltieren, die zu l\u00e4nger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen oder Leiden f\u00fchren, d\u00fcrfen nur durchgef\u00fchrt werden, wenn die angestrebten Ergebnisse vermuten lassen, dass sie f\u00fcr wesentliche Bed\u00fcrfnisse von Mensch oder Tier einschlie\u00dflich der L\u00f6sung wissenschaftlicher Probleme von hervorragender Bedeutung sein werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">Es ist sehr daran zu zweifeln, dass der Gesetzgeber bzw. die Gerichtsbarkeit die Verbesserung der Reaktionen des Torwarts der deutschen Nationalmannschaft bei der Fu\u00dfball-WM 2006 als ein \u201e<em>wesentliches Bed\u00fcrfnis von Mensch oder Tier einschlie\u00dflich L\u00f6sung wissenschaftlicher Problem von hervorragender Bedeutung<\/em>\u201c ansehen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW \u2013 Seite 2<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eZum Teil haben Sie sogar Antworten enthalten, die \u00fcber die gesetzlichen Verpflichtungen des IFG NRW hinaus gingen. So h\u00e4tte das LANUV z.B. Fragen nach beh\u00f6rdlichen Einsch\u00e4tzungen bestimmter Sachverhalte (wie etwa die letzten beiden Fragen Ihrer ersten Anfrage vom 15.05.2012) \u00fcberhaupt nicht beantworten m\u00fcssen, da das IFG NRW nur einen Auskunftsanspruch hinsichtlich vorhandener Tatsachen einr\u00e4umt, nicht jedoch in Bezug auf Bewertungen.\u201c<br \/>\n<\/em>Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Bewertung der genehmigenden Beh\u00f6rde LANUV NWR \u00fcber die Entscheidung der genehmigenden Beh\u00f6rde in Bremen, die gleichen langj\u00e4hrigen Makakenversuche an der Universit\u00e4t Bremen zu untersagen, geht aus unserer Sicht keinesfalls \u00fcber die gesetzlichen Verpflichtungen von Beh\u00f6rden im Rahmen von genehmigungspflichtigen Tierversuchen hinaus. Ich zitiere hier <strong>\u00a7 7 (1) TierSchG<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201e<em>Bei der Entscheidung, ob Tierversuche unerl\u00e4sslich sind, ist insbesondere der jeweilige Stand der wissenschaftlichen Erkennt-nisse zugrunde zu legen und zu pr\u00fcfen, ob der verfolgte Zweck nicht durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der jeweilige Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist logischerweise f\u00fcr alle Akteure in der Fachwelt gemeinsam, und es obliegt dementsprechend gleicherma\u00dfen allen Beh\u00f6rden der Bundesrepublik Deutschland diesen gemeinsamen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Erteilung der Genehmigung gem\u00e4\u00df TierSchG zugrunde zu legen und zu bewerten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die fragw\u00fcrdige und befremdliche Aussage des LANUV NRW in seinem Schreiben vom 27.07.12, Zitat: \u201e<em>Die Weigerung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden in Bremen, die Versuchsgenehmigung zu verl\u00e4ngern, war ausschlie\u00dflich politisch motiviert<\/em>.\u201c l\u00e4sst aus unserer Sicht eine \u00e4u\u00dferst bedenkliche Grundeinstellung des LANUV NRW durchblicken: Diese fachlich und gesetzlich begr\u00fcndete beh\u00f6rdliche Entscheidung in Bremen als \u201e<em>ausschlie\u00dflich politisch motiviert<\/em>\u201c abzutun, stellt unserer Meinung nach eine ungeheuerliche Missachtung und Herabw\u00fcrdigung des Grundgedankens des Tierschutzes dar, sowie der Einf\u00fcgung 2002 des Art. 20 a im Grundgesetz und der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel mit Verfassungsrang, als Ergebnis des Strebens der Legislative als Volksvertretung aus der Verantwortung des Menschen f\u00fcr das Tier als Mitgesch\u00f6pf, dessen Leben und Wohlbefinden auf der Ebene der Bundesrepublik Deutschland zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Genauso bedenklich im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Zugrundelegung des jeweiligen Stands der Wissenschaft bei den Genehmigungen des LANUV NRW, ist seine Einsch\u00e4tzung \u00fcber eine der f\u00fchrenden Tierschutzorganisationen in Deutschland, die Vereinigung \u201e\u00c4rzte gegen Tierversuche e.V.\u201c, die seit mehr als 30 Jahren wissenschaftliche Studien, Analysen und Datenbanken \u00fcber Tierversuche von hoher internationaler wissenschaftlicher Qualit\u00e4t und zeitnaher Aktualit\u00e4t zug\u00e4nglich macht. Das LANUV NRW stuft dieses sorgf\u00e4ltig dokumentierte wissenschaftliche Material als \u201e<em>Ansichten<\/em>\u201c ohne wissenschaftlichen Wert in seinem Schreiben vom 27.07.12 ein, Zitat: \u201c<em>Die Ansichten des Vereins ,,\u00c4rzte gegen Tierversuche e.V.\u201d \u00fcber die Primatenversuche in Bochum besitzen in erster Linie nicht den Wert von wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen<\/em>\u201c. Hier wird deutlich, welchen Stellenwert die genehmigende Beh\u00f6rde den Tierschutzorganisationen zubilligt. Das ist aus unserer Sicht nicht nur eine fachliche Fehleinsch\u00e4tzung, sondern auch eine Missachtung und Herabsetzung des Tierschutzgedankens aus der Verfassung und aus der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW \u2013 Seite 2:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eWenn Sie aus meiner Aussage, dass seit mindestens 20 Jahren an der Ruhruniversit\u00e4t Bochum Versuche mit Affen durchgef\u00fchrt werden, offenbar den Schluss ziehen, hierbei handele es sich mehr oder weniger um ein- und dieselbe Versuchsreihe, also um Doppel- und Wiederholungsversuche und somit tierschutzwidrige Praktiken, so ist auch diese Folgerung ohne jede Grundlage. Wenn Ihre Vermutung zutr\u00e4fe, w\u00e4ren die entsprechenden Versuchsreihen in der Tat wegen Versto\u00dfes gegen die Vorgaben des Tierschutzgesetzes nicht genehmigt worden.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ihre Aussage, dass es sich mehr oder weniger um ein- und dieselbe Versuchsreihe handelt, wurde uns von dem Tierschutzbeauftragten in seinem Schreiben vom 15.01.13 best\u00e4tigt, Zitat: \u201e<em>Vier der im Vorhaben verwendeten Versuchstiere hatten bereits an einem fr\u00fcheren Versuchsvorhaben teilgenommen, in dem mit vergleichbaren Methoden gearbeitet wurde<\/em>\u201c. [&#8230;] \u201e<em>Die Arbeitsgruppe hat in Bochum seit 1987 erfolgreich neurobiologische Grundlagenforschung betrieben und dabei auch Experimente mit Makaken durchgef\u00fchrt<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dar\u00fcber hinaus sollte der genehmigenden Beh\u00f6rde bekannt gewesen sein, im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung gem\u00e4\u00df \u00a7 7 (1) TierSchG den jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse vor Erteilung der Genehmigungen zu pr\u00fcfen, dass die gleichen Versuche mit vergleichbaren Methoden mit Primaten in der Hirnforschung auch seit Jahrzehnten an anderen Forschungsstandorten durchgef\u00fchrt wurden oder werden, wie zum Beispiel schon oben erw\u00e4hnt an der Universit\u00e4t Bremen, aber auch in Frankfurt, T\u00fcbingen, M\u00fcnchen, Berlin oder Magdeburg. Ich zitiere auch in diesem Zusammenhang <strong>TierSchG \u00a7 8 (3) b<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201e<em>Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn das angestrebte Versuchsergebnis trotz Aussch\u00f6pfung der zug\u00e4nglichen Informationsm\u00f6glichkeiten nicht hinreichend bekannt ist oder die \u00dcberpr\u00fcfung eines hinreichend bekannten Ergebnisses durch einen Doppel- oder Wiederholungsversuch unerl\u00e4sslich ist;\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW \u2013 Seite 4:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>\u201eZudem entscheidet nicht nur das LANUV allein als Genehmigungsbeh\u00f6rde \u00fcber die Zul\u00e4ssigkeit der Versuchsvorhaben, sondern es findet auch eine ma\u00dfgebliche Einbindung der nach \u00a7 15 Absatz 1 TierSchG eingerichteten Tierschutzkommission in das Verfahren statt. Wenn von diesem Gremium \u2013 unter ma\u00dfgeblicher Beteiligung (1\/3 der Mitglieder) anerkannter Kapazit\u00e4ten aus dem Bereich der Tierschutzorganisationen \u2013 Versuchsantr\u00e4ge positiv beschieden werden, so ist davon auszugehen, dass dies aus Sicht des Tierschutzes seine Richtigkeit hat.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Einbindung der Tierschutzkommission in das Verfahren kann nicht ma\u00dfgeblich sein, schon aufgrund der Parit\u00e4t zwischen Mitgliedern aus Tierschutzorganisationen und Mitgliedern aus dem Forschungsbereich (1\/3 bzw. 2\/3). M\u00f6glicherweise war sogar auch der Tierschutzbeauftragte der RUB Mitglied bei den jeweiligen Tierschutzkommissionen, wobei er jedoch gem\u00e4\u00df Informationen aus dem Internet selbst Tierversuche an der RUB durchf\u00fchrt. Es ist auch zu vermerken, dass das LANUV NRW unsere wichtige Frage nicht beantwortet hat, ob und welche Einw\u00e4nde \u00fcber die beantragten Versuche bei der Einbindung der Tierschutzkommissionen ge\u00e4u\u00dfert wurden, obwohl diese Information den personengezogenen Datenschutz nicht ber\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Unabh\u00e4ngig davon obliegt es einzig der genehmigenden Beh\u00f6rde nach wissenschaftlicher und ethischer Abw\u00e4gung die Entscheidung zur Genehmigung der Forschungsantr\u00e4ge zu erteilen, wobei sie als zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde an Recht und Gesetz gebunden ist und gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung die Verantwortung tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">In diesem Gesamtkontext bestehen aus unserer Sicht erhebliche Verst\u00f6\u00dfe und Vers\u00e4umnisse der genehmigenden Beh\u00f6rde LANUV NRW im Rahmen des TierSchG bei der Genehmigung der Primatenversuchen an der RUB, sowohl f\u00fcr die Versuche selbst, als auch f\u00fcr die Genehmigung der T\u00f6tung der Versuchstiere, wir verweisen hier auf unsere Strafanzeige vom 18.02.2013: <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2013\/02\/neue-strafanzeige-an-die-staatsanwaltschaft-bochum-wegen-totung-von-versuchsaffen-an-der-ruhr-universitat-bochum\/\" target=\"_blank\">Neue Strafanzeige gegen das LANUV NRW wegen T\u00f6tung von Versuchsaffen an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. <\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Bei der Thematik der T\u00f6tung der Versuchstieren erlauben wir uns, auf Ihren Vorschlag in Ihrem Brief vom 10.01.13 zur\u00fcckzukommen, dass wir uns in dieser Angelegenheit mit ggf. noch kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen Fragen direkt an Sie wenden, so dass Sie dann die weitere Beantwortung koordinieren k\u00f6nnen. Wir haben n\u00e4mlich noch folgende kl\u00e4rungsbed\u00fcrftige Fragen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">In seinem Brief vom 15.01.2013 teilte uns der Tierschutzbeauftragte der RUB mit, dass die 6 get\u00f6teten Tiere \u201e<em>aus der institutseigenen Zucht<\/em>\u201c stammten. Unsere Fragen:<\/p>\n<ol style=\"padding-left: 30px;\">\n<li>Was ist mit den Eltern-Zuchttieren nach endg\u00fcltiger Einstellung der Versuche per 31.08.2012 einzeln passiert?<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>Falls die Eltern-Zuchttiere noch leben, wo sind sie aktuell untergebracht? Befinden sie sich noch in den R\u00e4umen des Instituts?<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wir bitten Sie, f\u00fcr uns die Antworte vom LANUV NRW bzw. vom Tierschutzbeauftragter der RUB zu vermitteln, sowie, falls die Eltern-Zuchttiere noch leben und sich noch in den Geb\u00e4uden des Instituts befinden, sich daf\u00fcr einzusetzen, dass sie umgehend in eine Auffangstation f\u00fcr ehemaligen Versuchstiere gesetzeskonform und artgerecht untergebracht werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wir danken im Voraus und verbleiben<br \/>\nmit ehrenamtlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gisela Urban und Jocelyne Lopez<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>27.02.2013 &#8211; Einladung zu einer Gespr\u00e4chsrunde durch das Umweltministerium NRW:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Primatenversuche.pdf\" target=\"_blank\">Brief vom 27.02.13 des Umweltministeriums NRW<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>19.03.2013 &#8211; Unser Schreiben an das Umweltministerium NRW:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>von Jocelyne Lopez und Gisela Urban \u2013 Tierfreunde ohne Grenze e.V.<br \/>\nAn Ministerium f\u00fcr Klimaschutz- Umwelt, Landwirtschaft, Natur-<br \/>\nund Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen<br \/>\nBetr: Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrter Herr Professor Jaeger,<br \/>\nsehr geehrter Herr Kirchhof,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">erst einmal m\u00f6chte ich mich &#8211; auch im Namen von Frau Gisela Urban, die leider verhindert war, und von meinem Begleiter Herrn Gerhard Oesterreich &#8211; f\u00fcr die Einladung zum Gespr\u00e4ch am 14.03.2013 in Ihrem B\u00fcro in o.g. Angelegenheit, sowie f\u00fcr die entspannte Diskussionsf\u00fchrung herzlich bedanken.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich erlaube mir, die aus unserer Sicht wesentlichen Punkte dieses Gespr\u00e4ches zusammenfassend festzuhalten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1. Wir haben Ihre Aussage als \u00fcberaus positiv empfunden, dass Ihr Amt sich f\u00fcr ein zuk\u00fcnftiges Verbot der Primatenversuche tatkr\u00e4ftig einsetzen m\u00f6chte, was wir als eine au\u00dferordentlich begr\u00fc\u00dfenswerte Gemeinsamkeit mit der erkl\u00e4rten, langj\u00e4hrigen Zielsetzung der Tierschutzorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene ansehen. Sie baten hier auf unsere Unterst\u00fctzung, die Ihnen auf jedem Fall zugesichert ist, falls Sie hierf\u00fcr konkrete M\u00f6glichkeiten eines Einsatzes im Rahmen unseres b\u00fcrgerlichen Engagements erkennen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2. Ihre aktuelle beim Bundesrat eingereichte \u201e<em>Verordnung zur Umsetzung unionsrechtlicher Vorschriften zum Schutz der f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere<\/em>\u201c gem\u00e4\u00df Drucksache 670\/12 enth\u00e4lt aus unserer Sicht jedoch nicht eine solche Zielsetzung, auch nicht im Einsatz, sondern fordert lediglich eine Umsetzung der schon im Tierschutzgesetz vorhandenen Auflagen und gesetzlichen Voraussetzungen zur amtlichen Genehmigung von Tierversuchen. Wie Sie es selbst in Ihrem Brief vom 19.02.2013 und auch im Gespr\u00e4ch zugestanden haben, waren die Kontrolle und die Nachpr\u00fcfung durch das LANUV NRW der tats\u00e4chlich gef\u00fchrten Tierversuche an der RUB seit 25 Jahren unzureichend. Das LANUV NRW hat insbesondere vers\u00e4umt, vor und nach mehrj\u00e4hrigen Versuchsreihen an der RUB &#8211; die langanhaltende Schmerzen-, Leiden und Sch\u00e4den an Primaten zugef\u00fcgt haben (bis hin zum Kapitalschaden der T\u00f6tung), die vom TierSchG \u00a7\u00a7 7 und 8 vorgeschrieben Voraussetzungen zu pr\u00fcfen, und zwar hinsichtlich:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">a) der im Gesetz ausdr\u00fccklich geforderten ethischen Vertretbarkeit der zugef\u00fcgten Schmerzen und Sch\u00e4den im Hinblick auf die Versuchszwecke und die angestrebten Ergebnisse, die f\u00fcr wesentliche Bed\u00fcrfnisse von Mensch oder Tier einschlie\u00dflich der L\u00f6sung wissenschaftlicher Probleme von hervorragender Bedeutung sein m\u00fcssen. Weder solche Versuchszwecke noch solche Versuchsergebnisse liegen bei den langj\u00e4hrigen Primatenversuchen in Bochum vor, so da\u00df die Genehmigungen im Sinne des Gesetzgebers nicht h\u00e4tten erteilt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">b) der Zugrundelegung des Stands der Erkenntnisse zur Vermeidung von Doppel- und Wiederholungsversuchen am Standort Bochum selbst und an anderen Forschungsstandorten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">c) der Zugrundelegung des Stands der Erkenntnisse zur Bevorzugung von tierversuchsfreien Alternativforschungsmethoden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">3. Ihr wiederholtes Angebot, von der M\u00f6glichkeit des Verbandsklagerechts zum Schutz der Umsetzung der gesetzliches Bestimmungen Gebrauch zu machen, halten wir f\u00fcr nicht praktikabel:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Nach unserem Kenntnisstand r\u00e4umt das Verbandsklagerecht der angeklagten Forschungseinrichtung ein Regre\u00dfrecht ein, was diesen Rechtsweg f\u00fcr ehrenamtlich engagierte B\u00fcrger aus verst\u00e4ndlichen Gr\u00fcnden v\u00f6llig versperrt. Die Finanzkraft von Forschungseinrichtungen steht im keinem Verh\u00e4ltnis mit der Finanzkraft von kleinen und sogar von gro\u00dfen Tierschutzvereinen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Die Pr\u00fcfung der Antr\u00e4ge vor der Genehmigung durch Tierschutzvereine bedeutet de facto eine \u00dcbertragung der beh\u00f6rdlichen Aufgaben auf Privatpersonen aus der \u00d6ffentlichkeit, was konkret sowohl v\u00f6llig impraktikabel noch zu vertreten ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wir hoffen auf eine zuk\u00fcnftige tierschutzgerechtere Umsetzung der schon vorhandenen Gesetze zum Schutz der Versuchstiere und danken Ihrem Amt im Voraus f\u00fcr alle tatkr\u00e4ftigen Bem\u00fchungen, die dem Tierschutz im Sinne des Art. 20 a als Staatszielbestimmung mit Verfassungsrang ein St\u00fcck n\u00e4her bringen werden und verbleiben<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nJocelyne Lopez und Gisela Urban<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>21.03.2013 &#8211; Das Land Nordrhein-Westfalen strebt ein absolutes Verbot f\u00fcr Versuche mit Menschenaffen an:<\/strong> <\/span><\/p>\n<div>\n<p>Nachstehend das Schreiben des Umweltministeriums \u00fcber den Verlauf dieses Gespr\u00e4chs vom 14.03.2013 &#8211; ganz besonders erfreulich ist dabei die Erw\u00e4hnung des Antrags von Nordrhein-Westfalen, k\u00fcnftig ein absolutes Verbot f\u00fcr die Verwendung von Menschenaffen auszusprechen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Antwortschreiben-Lopez.pdf\" target=\"_blank\">Brief des Umweltministeriums NRW vom 21.03.2013<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\n<\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">08.03.2013 \u2013 Einstellung der Anzeige durch die Generalstaatsanwaltschaft Hamm:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Aktenzeichen 2 Zs 706\/13<br \/>\nErmittlungsverfahren gegen Mitarbeiter der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum<br \/>\nwegen Straftat nach dem Tierschutzgesetz<br \/>\n&#8211; 41 UJ 61\/12 StA Bochum \u2013<br \/>\nIhre Beschwerde vom 18.02.2013 gegen den Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft Bochum vom 27.11.2012<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">auf Ihre Beschwerde habe ich den Sachverhalt gepr\u00fcft, jedoch auch unter Ber\u00fccksichtigung Ihres Beschwerdevorbringens keinen Anlass gesehen, die Wiederaufnahme der Ermittlungen anzuordnen. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat das Ermittlungsverfahren zu Recht und mit zutreffender Begr\u00fcndung eingestellt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Erg\u00e4nzend und zu Ihrem Beschwerdevorbringen bemerke ich:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zureichende tats\u00e4chliche Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Genehmigung des Forschungsvorhabens der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum fehlerhaft oder unter Nichtber\u00fccksichtigung wesentlicher Umst\u00e4nde erfolgt ist, ergeben sich bereits nach Ihrem Vorbringen nicht. Die gem\u00e4\u00df \u00a7 15 Abs. 1 Satz 2 des Tierschutzgesetzes (TierSchG) f\u00fcr die Beurteilung der rechtlichen Zul\u00e4ssigkeit des Forschungsvorhabens unter Ber\u00fccksichtigung der Vorschriften des Tierschutzgesetzes hinzugezogene Ethik-Kommission hat den Tierversuchsantrag gebilligt, auch die Tierschutzbeauftragte der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum hat keine Bedenken gegen die Versuche und die nachfolgende T\u00f6tung der Versuchstiere, die nach dem Forschungsantrag ebenfalls wissenschaftlichen Zwecken diente, erhoben. Ihre lediglich auf Vermutungen beruhende Behauptung, das zust\u00e4ndige Landesamt habe die Voraussetzungen f\u00fcr die Zul\u00e4ssigkeit des Forschungsvorhabens nur unzureichend bzw. \u00fcberhaupt nicht gepr\u00fcft, gibt zu weiteren Ermittlungsma\u00dfnahmen keinen Anlass.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zudem fehlt es f\u00fcr eine Strafbarkeit der Beschuldigten an einer T\u00f6tung \u201eohne vern\u00fcnftigen Grund\u201c im Sinne des \u00a7 17 Nr. 1 TierSchG, da die entsprechende Genehmigung im Sinne des \u00a7 8 TierSchG vorhanden vorhanden war. Selbst wenn &#8211; wof\u00fcr, wie bereits ausgef\u00fchrt keine Anhaltspunkte vorliegen &#8211; diese fehlerhaft erfolgt sein sollte, entfiele die hierdurch entstandene Legitimation der Tierversuche einschlie\u00dflich der T\u00f6tung der Tiere nicht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ihre Beschwerde weise ich daher als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hochachtungsvoll<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Auftrag<br \/>\nRosenbaum<br \/>\nOberstaatsanw\u00e4ltin<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">27.03.2013 \u2013 Widerspruch und Beschwerde an die Generalstaatsanwaltschaft Hamm:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>AZ: 2Zs 706\/13<br \/>\nErmittlungsverfahren gegen das LANUV NRW<br \/>\nwegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz<br \/>\nMeine Strafanzeige vom 05.11.2012 (41 UJs 61\/12 StA Bochum)<br \/>\nIhr Bescheid vom 08.03.13 (Oberstaatsanw\u00e4ltin Rosenbaum)<br \/>\nHier: Widerspruch und Beschwerde<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">hiermit erhebe ich Widerspruch und Beschwerde gegen Ihren obigen Bescheid vom 08.03.13 zur Best\u00e4tigung der Einstellung meiner Anzeige durch die Staatsanwaltschaft Bochum, und zwar in folgenden Punkten Ihrer Begr\u00fcndungen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<br \/>\n\u201e<em>Erg\u00e4nzend und zu lhrem Beschwerdevorbringen bemerke ich: Zureichende tats\u00e4chliche Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Genehmigung des Forschungs-vorhabens der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum fehlerhaft oder unter Nichtber\u00fcck-sichtigung wesentlicher Umst\u00e4nde erfolgt ist, ergeben sich bereits nach Ihrem Vorbringen nicht. Die gem\u00e4\u00df \u00a7 15 Abs. 1 Satz 2 des Tierschutzgesetzes (TierSchG) f\u00fcr die Beurteilung der rechtlichen Zul\u00e4ssigkeit des Forschungs-vorhabens unter Ber\u00fccksichtigung der Vorschriften des Tierschutzgesetzes hinzugezogene Ethik-Kommission hat den Tierversuchsantrag gebilligt, auch die Tierschutzbeauftragte der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum hat keine Bedenken gegen die Versuche und die nachfolgende T\u00f6tung der Versuchstiere, die nach dem Forschungsantrag ebenfalls wissenschaftlichen Zwecken diente, erhoben<\/em>.\u201e<br \/>\nZitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ihre Ausf\u00fchrungen, dass das Versuchsvorhaben allein deshalb nicht gegen die von mir angef\u00fchrten Bestimmungen der \u00a7\u00a7 7 und 8 TierSchG versto\u00dfen k\u00f6nnte, weil die Ethik-Kommission und der Tierschutzbeauftragte keine Bedenken gegen das Versuchsvorhaben hatten und es zubilligten, wirken \u00e4u\u00dferst befremdlich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Ethik-Kommission \u00fcbt gem\u00e4\u00df \u00a7 15 TierSchG lediglich eine Beratungs- bzw. Unterst\u00fctzungsfunktion f\u00fcr die Entscheidungen der Beh\u00f6rde aus, wobei die Entscheidungen einzig der genehmigenden Beh\u00f6rde obliegen. Sie ist gem\u00e4\u00df \u00a7 15 TierSchG auf gar keinen Fall durch eine Ethik-Kommission von ihrer Pflicht zur Pr\u00fcfung der rechtlichen Zul\u00e4ssigkeit der Forschungsvorhaben befreit und ist auch nicht befugt, die Zust\u00e4ndigkeit und Verantwortung f\u00fcr ihre Entscheidungen auf eine Ethik-Kommission zu verlagern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Au\u00dferdem ist es verst\u00e4ndlicherweise nicht systematisch auszuschlie\u00dfen, dass auch Vers\u00e4umnisse oder fehlerhafte Beurteilungen im Sinne des TierSchG von einer Ethik-Kommission ausgehen k\u00f6nnen. Die blo\u00dfe Beurteilung einer Ethik-Kommission kann auf keinen Fall eine Garantie daf\u00fcr sein, dass diese Beurteilung auch gesetzeskonform und rechtlich unanfechtbar ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<br \/>\n<em>\u201eIhre lediglich auf Vermutungen beruhende Behauptung, das zust\u00e4ndige Landesamt habe die Voraussetzungen f\u00fcr die Zul\u00e4ssigkeit des Forschungs-vorhabens nur unzureichend bzw. \u00fcberhaupt nicht gepr\u00fcft, gibt zu weiteren Ermittllungsma\u00dfnahmen keinen Anlass.\u201c<br \/>\n<\/em>Zitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auch diese Ausf\u00fchrungen wirken \u00e4u\u00dferst befremdlich. Ich habe meine Vorw\u00fcrfe keinesfalls auf Vermutungen abgestellt, sondern vielmehr auf Ausk\u00fcnfte der Beh\u00f6rde selbst in ihren verschiedenen Antwortschreiben, die ich in meiner Beschwerde an die Staatsanwaltschaft Bochum vom 18.02.13 belegt und nachgewiesen habe (6 Anlagen). Daraus geht eindeutig hervor, dass wichtige Informationen, die der Beh\u00f6rde zur gesetzeskonformen Beurteilung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 7 und 8 der Unerl\u00e4sslichkeit des Versuchsvorhabens h\u00e4tten vorliegen m\u00fcssen, nach eigenen Aussagen der Beh\u00f6rde nicht vorlagen. Dadurch war die gesetzlich vorgeschriebene Pr\u00fcfung von wesentlichen Auflagen des TierSchG zur Genehmigung der Versuche nicht m\u00f6glich und hat dementsprechend auch nicht stattgefunden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dass die Pr\u00fcfung der gesetzlichen Auflagen durch die genehmigende Beh\u00f6rde LANUV NRW unzureichend war, musste auch ihre Aufsichtsbeh\u00f6rde, das Umweltministerium NRW, nach der Pr\u00fcfung meiner Fachaufsichtsbeschwerde in ihrem Schreiben vom 19.02.2013 zugeben, wobei mir eine zuk\u00fcnftige Besserung bei der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen durch einen Gesetzentwurf versprochen wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zusammenfassend vermisse ich in Ihrer Entscheidung, das Verfahren einzustellen, eine eingehende Pr\u00fcfung durch Ihr Amt der von mir eingereichten Unterlagen, die meine Vorw\u00fcrfe begr\u00fcnden und belegen. Genauso vermisse ich die Beachtung des Art. 20a GG, der seit 2002 den Tierschutz als Staatszielbestimmung mit Verfassungsrang angehoben hat. Ich m\u00f6chte Sie dringend auf mein besonderes Bed\u00fcrfnis nach Erf\u00fcllung der Art. 20 Nr. III hinweisen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich berufe mich auf \u00a7 258 StGB und bitte Sie, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nGisela Urban<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>19.04.2013 \u2013 Antwort der Generalstaatsanwaltschaft Hamm auf unsere Beschwerde vom 27.03.13<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>AZ 2 Zs 706\/13<br \/>\nErmittlungsverfahren gegen Mitarbeiter der Ruhr Universit\u00e4t Bochum u.A.<br \/>\nwegen Straftat nach dem Tierschutzgesetz<br \/>\n41 Ujs 61\/12 StA Bochum<br \/>\nIhre Eingabe vom 27.03.2013<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">auf Ihre vorbezeichnete Eingabe, die ich als Gegenvorstellungen gegen meinen Bescheid vom 08.03.2013 \u2013 2 Zs 706\/13 \u2013 ansehe, habe ich den Sachverhalt erneut gepr\u00fcft, mich jedoch auch unter Ber\u00fccksichtigung Ihres Vorbringens zu einer Ab\u00e4nderung der Entscheidung nicht veranlasst gesehen. Neue entscheidungserhebliche Tatsachen sind nicht vorgetragen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ihre Gegenvorstellungen, die mir auch im \u00dcbrigen zu Ma\u00dfnahmen keinen Anlass geben, weise ich daher als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Nachdem der Sachverhalt nunmehr wiederholt gepr\u00fcft worden ist, vermag ich Ihnen auf weitere Eingaben in dieser Sache, die neues erhebliches Tatsachenvorbringen nicht enthalten, einen Bescheid nicht mehr in Aussicht zu stellen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hochachtungsvoll<br \/>\nIm Auftrag<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Feld-Geuking<br \/>\nLeitende Oberstaatsanw\u00e4ltin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>10.06.2013 \u2013 Beschwerde an die Generalbundesstaatsanwaltschaft beim Bundesgerichtshof, Karlsruhe<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Betr.:<br \/>\n<\/strong><strong>Ermittlungsverfahren gegen das LANUV NRW<\/strong><b><br \/>\n<strong>wegen Verdacht auf Vergehen gegen das Tierschutzgesetz<br \/>\nbei den Primatenversuchen an der Ruhruniversit\u00e4t Bochum<\/strong><br \/>\n<strong>Meine Strafanzeige vom 05.11.2012 (41 UJs 61\/12 StA Bochum)<\/strong><\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Hier: Widerspruch und Beschwerde wegen Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft und die Oberstaatsanwaltschaft Bochum, sowie durch die Generalstaatsanwaltschaft Hamm<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">hiermit erhebe ich Widerspruch und Beschwerde wegen Einstellung des Verfahrens in obiger Angelegenheit aufgrund der aus meiner Sicht unsachgem\u00e4\u00dfen und willk\u00fcrlichen Entscheidungen der betroffenen, zust\u00e4ndigen Staatsanwaltschaften.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Meine ausf\u00fchrlich begr\u00fcndete Strafanzeige wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Tierschutzgesetz bei der Genehmigung der Primatenversuche an der Ruhruniversit\u00e4t Bochum durch das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, Recklinghausen (LANUV NRW) \u00a0wurde durchgehend auf dem hierarchischen Dienstwege durch die unzutreffende Behauptung abgewiesen, dass es sich lediglich um Vermutungen handeln w\u00fcrden und dass keine ausreichenden Anhaltspunkte f\u00fcr ein gesetzwidriges Verhalten des LANUV NRW vorl\u00e4gen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>08.03.13 \u2013 AZ: 2Zs 706\/13 \u2013 Staatsanwaltschaft Bochum \u2013 Oberstaatsanw\u00e4ltin Rosenbaum:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<br \/>\n\u201e<i>Ihre lediglich auf Vermutungen beruhende Behauptung, das zust\u00e4ndige Landesamt habe die Voraussetzungen f\u00fcr die Zul\u00e4ssigkeit des Forschungsvorhabens nur unzureichend bzw. \u00fcberhaupt nicht gepr\u00fcft, gibt zu weiteren Ermittlungsma\u00dfnahmen keinen Anlass<\/i>.\u201c<br \/>\nZitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>19.04.13 \u2013 AZ: 2Zs 706\/13 \u00a0\u2013 Generalstaatsanwaltschaft Hamm \u2013 Leitende Oberstaatsanw\u00e4ltin Feld-Geuking:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Zitat:<br \/>\n\u201e<i>Zureichende tats\u00e4chliche Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Genehmigung des Forschungsvorhabens der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum fehlerhaft oder unter Nichtber\u00fccksichtigung wesentlicher Umst\u00e4nde erfolgt ist, ergeben sich bereits nach Ihrem Vorbringen nicht<\/i>.\u201c<br \/>\nZitatende<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Belege, dass ein gesetzwidriges Verhalten der genehmigenden Beh\u00f6rde sehr wohl vorliegt, so dass mein Vorbringen keinesfalls auf \u00a0blo\u00dfe Vermutungen beruht, wurden von dem LANUV NRW selbst in seinen Antworten vom 27.07.12 (siehe Anlage 1) und\u00a0 11.01.2013 (siehe Anlage 2) auf meine B\u00fcrgeranfragen vorgebracht:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die \u00a7\u00a7 7 und 8 TierSchG schreiben n\u00e4mlich vor, dass die genehmigende Beh\u00f6rde folgende Voraussetzungen vor Erteilung der Genehmigung zu pr\u00fcfen hat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1) Vermeidung von Doppel- und Wiederholungsversuchen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2) Nachweis von brauchbaren Ergebnissen f\u00fcr die Gesundheit oder das Wohlbefinden von Menschen oder Tieren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">3) Bevorzugung von tierversuchsfreien Alternativforschungsmethoden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die genehmigende Beh\u00f6rde LANUV NRW teilt jedoch in ihren Antworten auf meine B\u00fcrgeranfragen mit, \u00a0dass diese gesetzlich einzuholenden Informationen ihr nicht vorgelegen haben und somit als Tatsache feststeht, dass sie ihrer gesetzlichen Pr\u00fcfungspflicht bei Erteilung der Genehmigung nicht nachgekommen ist:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Kontext der gesetzlichen Auflagen der Vermeidung von Doppel- und Wiederholungsversuchen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Meine Frage vom 15.05.2012:<br \/>\n\u201e<i>Seit wann werden Primatenversuche in Bochum durchgef\u00fchrt?<\/i>\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Antwort des LANUV NRW \u2013 Brief vom 27.12.2012:<br \/>\n\u201e<i>Hier\u00fcber liegen meiner Beh\u00f6rde keine Angaben vor<\/i>.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Kontext der gesetzlichen Auflage des Nachweises von brauchbaren Ergebnissen f\u00fcr die Gesundheit oder das Wohlbefinden von Menschen und Tieren:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Antworte des LANUV NRW \u2013 Brief vom 11.01.2013:<br \/>\n\u201e<i>Diese Informationen liegen meiner Beh\u00f6rde nicht vor\u201c.<\/i><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Kontext der gesetzlichen Auflage der Bevorzugung von tierversuchsfreien Alternativforschungsmethoden<i>: <\/i>Meine Frage vom 03.08.2012, ob die Beh\u00f6rde vor Erteilung der Genehmigung gepr\u00fcft habe, ob tierversuchsfreie Alternativ-forschungsmethoden zur Verf\u00fcgung stehen (Zentralstelle ZEBET), wurde ignoriert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Vor diesem Hintergrund ist die durchgehende Behauptung der Staatsanwaltschaften auf den Dienstweg unhaltbar und als v\u00f6llig willk\u00fcrlich \u00a0anzusehen, dass mein Vorbringen auf blo\u00dfe \u201eVermutungen\u201c beruhe und keine ausreichenden Anhaltspunkte f\u00fcr ein gesetzwidriges Verhalten vorl\u00e4gen. Das Beharren auf dieses Totschlagargument dokumentiert aus meiner Sicht eine mangelnde und fahrl\u00e4ssige Besch\u00e4ftigung in der Sache durch die betroffenen Staatsanwaltschaften.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Behauptungen der Staatsanwaltschaften werden dar\u00fcber hinaus auch von der Tatsache widerlegt, dass sogar die Aufsichtsbeh\u00f6rde des LANUV NRW (das Umweltministerium NRW) in der Mitteilung ihrer \u00a0Pr\u00fcfungsergebnisse \u00a0meiner diesbez\u00fcglichen Fachaufsichtsbeschwerde vom 06.10.2012 zugeben musste, dass die Kontrolle der gesetzlichen Auflagen bei der Genehmigung der Primatenversuche in Bochum unzureichend war. Es wurde zuk\u00fcnftige \u00a0Verbesserung versprochen, was auch anl\u00e4\u00dflich einer Gespr\u00e4chsrunde am 14.03.2013 auf Einladung des Ministeriums angesprochen wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dass im Kontext meiner Anzeige \u00fcber die Rechtsm\u00e4\u00dfigkeit der Genehmigung der Primatenversuche in Bochum sehr wohl begr\u00fcndete Anhaltspunkte f\u00fcr eine Pr\u00fcfung durch die Gerichtsbarkeit vorliegen, wird auch durch die Tatsache belegt, dass eine langj\u00e4hrige gerichtliche Auseinandersetzung im Rahmen von gleichen Versuchen an Primaten an der Universit\u00e4t Bremen stattfindet, die sich aktuell vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig austr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es ist aus meiner Sicht nicht nur befremdlich, sondern im h\u00f6chsten Ma\u00dfe \u00a0bedenklich, dass in unserer demokratischen Gesellschaftsordnung Staatsanwaltschaften willk\u00fcrlich den Weg zu einer gerichtlichen Pr\u00fcfung bei nachgewiesenen Verst\u00f6\u00dfen gegen geltende Gesetze versperren und die \u00f6ffentliche Klage im Interesse der Allgemeinheit nicht erheben. \u00a0\u00a0Somit wird der legitimierte Anspruch jedes B\u00fcrgers auf eine Kontrolle der Exekutive durch die Judikative auf den Dienstweg stillschweigend au\u00dfer Kraft gesetzt. Das ist aus meiner Sicht inakzeptabel.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich berufe mich weiterhin auf \u00a7 258 StGB und m\u00f6chte Sie dringend auf mein besonderes Bed\u00fcrfnis nach Beachtung des\u00a0 Art. 20a GG hinweisen, der seit 2002 den Tierschutz als Staatszielbestimmung mit Verfassungsrang angehoben hat, sowie nach Erf\u00fcllung des Art. 20 Nr. III GG.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich beantrage Rechtsschutz beim Gericht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich<br \/>\nmit ehrenamtlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gisela Urban<br \/>\n1. Vorsitzende Tierfreunde ohne Grenzen e.V.<\/p>\n<p><em><strong>NB:<\/strong> Die Generalbundesstaatsanwaltschaft beim Bundesgerichtshof hat uns informiert, dass die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr diese Beschwerde beim Justizministerium Nordrhein-Westfalen angesiedelt ist, und dass unsere Beschwerde dort einzureichen ist &#8211; was wir auch am 24.06.2013 getan haben.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>07.08.2013 &#8211; Antwort des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen, D\u00fcsseldorf<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">AZ\u00a0 4121E \u2013 III 215\/13<br \/>\nErmittlungsverfahren gegen Mitarbeiter der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum u.a. wegen Straftat nach dem Tierschutzgesetz (41 UJs 61\/12 Staatsanwaltschaft Bochum)<br \/>\nIhre weitere Dienstaufsichtsbeschwerde vom 24.06.2013<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sehr geehrte Frau Urban,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">aus Anlass Ihrer weiteren Dienstaufsichtsbeschwerde vom 24.06.2013 gegen den Bescheid des Generalstaatsanwalts in Hamm vom 19.04.2013 (2 Zs 706\/13) und Ihrer Eingabe vom 15.07.2013 habe ich den Sachverhalt eingehend gepr\u00fcft, vermag indes nach dem Ergebnis meiner Pr\u00fcfung Ihre Beschwerde nicht f\u00fcr begr\u00fcndet zu erachten. Die auf Grundlage des \u00a7 170 Absatz 2 StPO erfolgte Einstellung des Verfahrens entspricht der Sach- und Rechtslage. Der Generalstaatsanwalt hat Si zutreffend beschieden. Zur Vermeidung von Wiederholungen nehme ich auf den Inhalt des angefochtenen Bescheides Bezug.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ihre weitere Dienstaufsichtsbeschwerde weise ich demnach als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Nachdem der Sachverhalt nunmehr wiederholt gepr\u00fcft worden ist, vermag ich Ihnen auf weitere Eingaben in dieser Angelegenheit, die neues Sachvorbringen nicht enthalten, einen Bescheid nicht mehr in Aussicht zu stellen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nIm Auftrag<br \/>\nSt\u00f6ckl<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>16.08.2013 &#8211; Einreichung einer Petition beim <a href=\"http:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/Navigation_R2010\/050-Petitionen\/Inhalt.jsp\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Petitionsausschu\u00df des Landtags Nordrhein-Westfalen<\/span><\/a> \u00fcber das elektronische Petitionsverfahren: <\/strong> <\/span><\/p>\n<p>Eingereicht am 16.08.2013 von Frau Gisela Urban, 1. Vorsitzende des Vereins <em>Tierfreunde ohne Grenzen e.V<\/em>., Bochum:<\/p>\n<p>Eingabefeld <i>Beschreibung Ihrer Petition<\/i>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Landesparlament NRW m\u00f6ge im Interesse der Allgemeinheit beschlie\u00dfen&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8230; dass die \u00f6ffentliche Klage gegen die Landesbeh\u00f6rde LANUV NRW in Recklinghausen von der zust\u00e4ndigen Staatsanwaltschaft erhoben wird, aufgrund von begr\u00fcndeten und belegten Vorw\u00fcrfen des Versto\u00dfes gegen das Tierschutzgesetz \u00a7\u00a7 7 und 8 bei der Genehmigung der Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. Das zust\u00e4ndige Gericht soll die Stichhaltigkeit der Vorw\u00fcrfe pr\u00fcfen und Recht sprechen, um die Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eingabefeld <i>Wortlaut ihrer Petition<\/i>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Aufgrund der Intransparenz der langj\u00e4hrig durchgef\u00fchrten Primatenversuche an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, habe ich mit Mitstreitern durch B\u00fcrgeranfragen im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes die zust\u00e4ndige und verantwortliche Beh\u00f6rde LANUV NRW um verbindliche Informationen zur Pr\u00fcfung der Rechtskonformit\u00e4t dieser umstrittenen Tierversuche in der Hirnforschung im Sinne des Tierschutzgesetzes gebeten. Die komplette Korrespondenz seit dem 10.04.2012 mit der betroffenen Beh\u00f6rde, mit ihrer Aufsichtsbeh\u00f6rde und mit involvierten Staatsanwaltschaften, ist im Internet ver\u00f6ffentlicht unter:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2012\/07\/primatenversuche-in-bochum-auseinandersetzung-mit-behorden\/\" target=\"_blank\">Primatenversuche in Bochum: Auseinandersetzung mit Beh\u00f6rden<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wie aus dieser Korrespondenz hervorgeht hat sich durch die eigenen Angaben der genehmigenden Beh\u00f6rde LANUV NRW erwiesen, dass die Auflagen der \u00a7\u00a7 7 und 8 TierSchG in mehreren Punkten bei der Erteilung der Genehmigung f\u00fcr diese Versuche gravierend missachtet wurden:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1. Das TierSchG schreibt vor, dass Doppel- und Wiederholungsversuche zu unterbinden sind.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Nach eigener Angabe wu\u00dfte LANUV NRW bei Erteilung der Genehmigung nicht einmal, wie lange solche Versuche an der Universit\u00e4t Bochum durchgef\u00fchrt wurden. Erst seine Aufsichtsbeh\u00f6rde, das Umweltministerium NRW, informierte in der Pr\u00fcfung unserer Fachaufsichtsbeschwerde, dass diese Versuche seit 25 Jahren durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dar\u00fcber hinaus h\u00e4tte das LANUV NRW ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen, dass solche Versuche an Primaten in der Hirnforschung in mehreren anderen deutschen Forschungsstandorten auch langj\u00e4hrig durchgef\u00fchrt werden, was das Verbot von Doppelversuchen grunds\u00e4tzlich missachtet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2. Das TierSchG verlangt den Nachweis von brauchbaren Ergebnissen der Versuche f\u00fcr die Gesundheit oder das Wohlbefinden von Menschen oder Tieren. Das LANUV NRW konnte keinen einzigen Nachweis in 25 Jahren Forschung liefern, weder aufgrund der Versuche selbst, noch aufgrund der anschlie\u00dfenden T\u00f6tung der Versuchstiere.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">3. Das TierSchG schreibt die Bevorzugung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden vor. Das LANUV NRW hat diese Auflage ignoriert, obwohl nachweislich seit Jahrzehnten tierversuchsfreie und aussagekr\u00e4ftigere Forschungsmethoden zur Verf\u00fcgung stehen und schon im Einsatz sind (zum Beispiel nicht invasive und moralisch vertretbare Versuche mit freiwilligen menschlichen Probanden und Computertomographieverfahren).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Trotz dieser begr\u00fcndeten Beweislage \u00fcber Verst\u00f6\u00dfe gegen das TierSchG, haben auf den hierarchischen Dienstweg die Staatsanwaltschaft und die Oberstaats-anwaltschaft Bochum, die Generalstaatsanwaltschaft Hamm, sowie das Justizministerium NRW meine Strafanzeige durchgehend eingestellt, mit der willk\u00fcrlichen Behauptung, dass mein Anliegen auf blo\u00dfe \u201eVermutungen\u201c beruhe und keine ausreichenden Anhaltspunkte f\u00fcr ein gesetzwidriges Verhalten vorl\u00e4gen. Darauf hinzuweisen ist, dass das Umweltministerium NRW als Aufsichtsbeh\u00f6rde des LANUV NRW in seiner Pr\u00fcfung unserer Fachaufsichtsbeschwerde und anl\u00e4\u00dflich einer Gespr\u00e4chsrunde im Ministerium selbst zugeben musste, dass die Kontrolle der gesetzlichen Auflagen durch LANUV NRW unzureichend war.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Beharren auf dieses Totschlagargument durch die Staatsanwaltschaften ist inakzeptabel und darf in einem Rechtsstaat nicht hingenommen werden. Es ist im h\u00f6chsten Ma\u00dfe bedenklich, dass in unserer demokratischen Gesellschaftsordnung Staatsanwaltschaften willk\u00fcrlich den Weg zu einer gerichtlichen Pr\u00fcfung bei nachgewiesenen Verst\u00f6\u00dfen gegen geltende Gesetze versperren und die \u00f6ffentliche Klage im Interesse der Allgemeinheit nicht erheben. Somit wird der legitimierte Anspruch jedes B\u00fcrgers auf eine Kontrolle der Exekutive durch die Judikative auf den Dienstweg stillschweigend au\u00dfer Kraft gesetzt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Antwort des Landesparlaments sehe ich dringlich entgegen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">05.08.2014 &#8211; Brief vom Referenten des Ministers Johannes Remmel:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Brief_Prof_Jaeger_Covance_5_8_14-o.pdf\" target=\"_blank\">Brief vom 05.08.14 von Prof. Dr. Friedhelm Jaeger, Umweltministerium NRW wegen Tierversuchen<\/a><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">10.08.14 &#8211; Unsere Stellungnahme auf dem Brief des Umweltministeriums:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Antwort_Brief_Prof_Jaeger-10_8_14_o.pdf\" target=\"_blank\">Unsere Antwort vom 10.08.14 an Prof. Dr. Friedhelm Jaeger, Umweltministerium NRW wegen COVANCE<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>07.08.2014 &#8211; Strafanzeige gegen LANUV NRW wegen Primatenversuchen an der Uni Bochum:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"ftp:\/\/w0114f7b:9sJnab27@jocelynelopez.de\/pdfDateien\/Wiederaufnahme%20Strafanzeige%20LANUV%20wegen%20Primatenversuche%20Bochum-o.pdf\" target=\"_blank\">07.08.2014 \u2013 Strafanzeige gegen LANUV NRW wegen Primatenversuchen an der Uni Bochum<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>21.08.2014 &#8211; Endg\u00fcltige Einstellung unserer Strafanzeige durch die Staatsanwaltschaft Bochum:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Bescheid_Staatsanwaltschaft_Bochum_wegen_Uni_Bochum.pdf\" target=\"_blank\">Bescheid der Staatsanwaltschaft Bochum \u00fcber die Einstellung unserer Strafanzeige gegen LANUV NRW wegen Primatenversuchen an der Uni Bochum \u2013 datiert 21.08.2014<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>05.08.2014 \u2013 Unsere Dienstaufsichtsbeschwerde \u00fcber eine Mitarbeiterin des LANUV NRW wegen Tierversuchen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Dienstaufsichtbeschwerde%20LANUV_05_08_14-o.pdf\" target=\"_blank\">05.08.2014 \u2013 Unsere Dienstaufsichtsbeschwerde \u00fcber eine Mitarbeiterin des LANUV NRW wegen Tierversuchen<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>05.09.2014 \u2013 Pr\u00fcfung unserer Dienstaufsichtsbeschwerde \u00fcber eine Mitarbeiterin durch den Pr\u00e4sidenten vom LANUV NRW:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Antwort_Dienstaufsichtsbeschwerde_LANUV-oo062.pdf\" target=\"_blank\">05.09.2014 \u2013 Pr\u00fcfung unserer Dienstaufsichtsbeschwerde \u00fcber eine Mitarbeiterin durch den Pr\u00e4sidenten vom LANUV NRW <\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">19.09.2014 \u2013 Unsere Stellungnahme zur Pr\u00fcfung unserer Dienstaufsichtsbeschwerde durch den Pr\u00e4sidenten vom LANUV NRW:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Antwort%20auf%20Pruefung%20Dienstaufsichtbeschwerde%20LANUV_19-09-14-o.pdf\" target=\"_blank\">19.09.2014 \u2013 Unsere Stellungnahme zur Pr\u00fcfung unserer Dienstaufsichtsbeschwerde durch den Pr\u00e4sidenten vom LANUV NRW <\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>17.09.2014 &#8211; Vorschaltebeschwerde an die Staatsanwaltschaft Bochum zum Klageerzwingungsverfahren:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/pdfDateien\/Vorschaltebeschwerde_Staatsanwaltschaft_Bochum_wegen%20LANUV_17_09_14_o.pdf\" target=\"_blank\">17.09.2014 \u2013 Vorschaltebeschwerde zum Klageerzwingungsverfahren an die Staatsanwaltschaft Bochum gegen LANUV NRW <\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2014\/02\/informationsfreiheitsgesetz-und-gebuehrenerhebung-das-verwaltungsgericht-duesseldorf-weist-die-klage-von-tierschuetzern-gegen-lanuv-nrw-am-07-02-14-ab\/\" target=\"_blank\" rel=\"bookmark\">Informationsfreiheitsgesetz und Geb\u00fchrenerhebung: Das Verwaltungsgericht D\u00fcsseldorf weist die Klage von Tiersch\u00fctzern gegen LANUV NRW am 07.02.14 ab <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind eine Gruppe von Tiersch\u00fctzern und stellen die Primatenversuche vor dem Hintergrund der Aufnahme des Tierschutzes in der deutschen Verfassung 2002 und der Erkl\u00e4rung des Tierschutzes als Staatsziel tatkr\u00e4ftig in Frage. Nachstehend unsere Auseinandersetzung mit der genehmigenden Beh\u00f6rde f\u00fcr die Tierversuche in der Universit\u00e4t Bochum (Ruhr-Universit\u00e4t): &nbsp; 10.04.2012 &#8211; E-Mail-Anfrage an Minister Udo Pascheberg [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[844,270,853,869,892,887,831,890,1011,8,7,1334,888],"class_list":["post-5178","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tierversuche-abschaffen","tag-hirnforschung","tag-jocelyne-lopez","tag-landesamt-fur-natur-umwelt-und-verbraucherschutz-nrw","tag-lanuv-nrw","tag-matthias-schmidt","tag-peter-knitsch","tag-primatenversuche","tag-prof-dr-klaus-peter-hoffmann","tag-ruhr-universitaet-bochum","tag-tierrechte","tag-tierschutz","tag-tierversuche-abschaffen","tag-umweltministerium-nrw"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5178"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5178"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5178\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}