{"id":514,"date":"2008-12-16T08:09:37","date_gmt":"2008-12-16T07:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=514"},"modified":"2008-12-17T09:50:37","modified_gmt":"2008-12-17T08:50:37","slug":"helmut-hille-die-srt-ist-eine-theorie-des-scheins-und-der-beliebigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/12\/helmut-hille-die-srt-ist-eine-theorie-des-scheins-und-der-beliebigkeit\/","title":{"rendered":"Helmut Hille: Die SRT ist eine Theorie des Scheins und der Beliebigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Einsteins Spezielle Relativit\u00e4tstheorie ist eine Theorie des Scheins und der Beliebigkeit. Sie ist eine Theorie des Scheins, weil sich auf den Sinneseindruck von Bewegung bzw. Ruhe verl\u00e4sst, obgleich physikalische Gegenst\u00e4nde <em>von sich aus<\/em> nur in ihrem Zustand verharren, ganz gleich, ob wir sie f\u00fcr \u201eruhend&#8220; oder \u201egeradlinig-gleichf\u00f6rmig bewegt&#8220; ansehen (Newton, 1. Axiom). Sie ist eine Theorie der Beliebigkeit, weil sie keine Ursachen und Kr\u00e4fte kennt, sondern kinematische Beschreibungen benutzt. Max Born hatte also seinen Freund Einstein richtig verstanden, als er schrieb: <strong>&#8222;<em>Damit ist die R\u00fcckkehr zu des PTOLEM\u00c4US Standpunkt der &#8218;ruhenden Erde&#8216; ins Belieben gestellt.&#8220; &#8222;Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEM\u00c4US und KOPERNIKUS gleiches Recht. Welchen Ausgangspunkt man w\u00e4hlt, ist Sache der Bequemlichkeit<\/em>.&#8220; &#8222;<em>Ein Gravitationsfeld ist an sich weder &#8218;real&#8216; noch &#8218;fiktiv&#8216;. Es hat \u00fcberhaupt keine von der Koordinatenwahl unabh\u00e4ngige Bedeutung, genau wie die L\u00e4nge eines Stabes<\/em>.&#8220;<\/strong> (Max Born, Die Relativit\u00e4tstheorie Einsteins, 1984 Springer Verlag, Gro\u00dfschreibung im Original).<\/p>\n<p>Die generelle Schutzbehauptung Einsteins zur Vermeidung einer negativen Ausdehnung \u201ebewegter&#8220; K\u00f6rper in der Bewegungsrichtung, dass nichts schneller als das Licht sein kann, ist v\u00f6llig sinnlos, da alle Urteile \u00fcber \u201eRuhe&#8220; und \u201eBewegung&#8220; und ihre Geschwindigkeit sich erst bei Benutzung eines Bezugspunktes oder Bezugssystems <em>durch einen Beobachter<\/em> ergeben und somit auch keine Eigenschaften der Erscheinungen sind. Einstein 1905 selbst zuerst richtig: <em>\u201e&#8230;da\u00df dem Begriffe der absoluten Ruhe nicht nur in der Mechanik, sondern auch in der Elektrodynamik KEINE Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen<\/em>&#8222;, was er eine \u201eVermutung&#8220; nannte, die er typischerweise zugleich f\u00fcr \u201eerwiesen&#8220; hielt, bevor er genau so typischerweise begann trotzdem mit \u201eRuhe&#8220; und \u201eBewegung&#8220; zu argumentieren. Die SRT kann also mit einem einzigen Satz widerlegt werden &#8211; noch dazu mit Einsteins eigenen. Sie ist einfach unsinnig und gegenstandslos. Ihre \u201eBeweise&#8220; beruhen auf den eingangs genannten beiden Eigenschaften oder sind Sprachspiele, indem Relativisten keinen Unterschied zwischen physikalischen Gr\u00f6\u00dfen und physikalischen Gegenst\u00e4nden machen, sie also gar nicht wissen, von was sie reden. So wird von ihnen typischerweise eine durch \u00c4nderungen von Randbedingungen gezielt zum Abweichen gebrachte Uhr als \u201eBeweis&#8220; der Zeitdehnung ausgegeben. Doch die Zeit ist <em>ein Ma\u00df der\u00a0 Dauer<\/em>, das in Normgremien festgelegt und durch internationale Vereinbarungen zur Geltung gebracht wird, was niemand guten Gewissens wird bestreiten k\u00f6nnen, und die Uhr nur ein Hilfsmittel der Messung. Eine vom Zeitnormal abweichende Uhr geht schlicht falsch und sonst gar nichts. Privat wei\u00df das jeder.<\/p>\n<p>Wer sich auf die SRT einl\u00e4sst, begibt sich auf ihr katastrophales wissenschaftliches Niveau und \u00fcbernimmt unwillk\u00fcrlich ihre Denkfehler. Denn was\u00a0 kann man von einem \u201eGenie&#8220; erwarten, das weder den Zweck einer Uhr kannte, n\u00e4mlich dem Beobachter Zeitpunkte zu geben, noch wusste wie Uhren funktionieren und keine Ahnung hatte, was \u201emessen&#8220; hei\u00dft, und das in einer Zeit, in dem die Physik gem\u00e4\u00df der Forderung Galileis tats\u00e4chlich eine messende Wissenschaft geworden war. Das ist den Physikern heute dann wohl doch zuviel an Rationalit\u00e4t, weshalb sie sich vom Mystischen der SRT so angezogen f\u00fchlen. Einstein: \u201e<em>Das Sch\u00f6nste, was wir erleben k\u00f6nnen, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgef\u00fchl, das an der Wiege wahrer Kunst und Wissenschaft steht<\/em>.&#8220; Konsequenterweise will Weinberg physikalische Theorien da gleich anhand ihrer \u201e<em>Sch\u00f6nheit<\/em>&#8220; beurteilt wissen, &#8222;<em>da es nicht m\u00f6glich w\u00e4re\u00a0wissenschaftliche Denkweisen mit rationalen Argumenten zu begr\u00fcnden<\/em>&#8220; (&#8222;Der Traum von der Einheit des Universums&#8220;).\u00a0Wenn wir alle, Kritiker wie Bewunderer Einsteins, Einstein als Gef\u00fchlsmenschen und K\u00fcnstler und seine RT als Gesamtkunstwerk unter den ihm gegebenen Bedingungen und dem Zeitgeist\u00a0verstehen, dann werden wir ihm sicher am besten gerecht.<\/p>\n<p>Das ist die wahre Relativit\u00e4t, die es zu beachten gilt: Alle Erkenntnis ist relativ zu den Erkenntnismitteln.<\/p>\n<p>(Helmut Hille)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einsteins Spezielle Relativit\u00e4tstheorie ist eine Theorie des Scheins und der Beliebigkeit. 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