{"id":4998,"date":"2011-12-05T07:37:42","date_gmt":"2011-12-05T06:37:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=4998"},"modified":"2014-06-17T05:23:28","modified_gmt":"2014-06-17T04:23:28","slug":"prof-dr-wolf-singer-und-seine-grosartigen-forschungsergebnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2011\/12\/prof-dr-wolf-singer-und-seine-grosartigen-forschungsergebnisse\/","title":{"rendered":"Prof. Dr. Wolf Singer und seine gro\u00dfartigen Forschungsergebnisse"},"content":{"rendered":"<p>Ich verweise auf einen weiteren Austausch aus der Diskusssion <a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;threadID=10320\" target=\"_blank\">17.12.2011 \u2013 Emp\u00f6rt Euch! Occupy Tierfolterlabore!<\/a> im Forum <em>Zeitwort.at <\/em>\u00fcber die gro\u00dfartigen Forschungs-ergebnisse des Tierqu\u00e4lers Prof. Dr. med. Wolf Singer, wonach der Mensch keinen freien Willen habe und Gott nicht existiere:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=183433#post183433\" target=\"_blank\">02.12.11 \u2013 Zitat von nocheinpoet<\/a>:<\/p>\n<p>So, nun noch zu der Sache mit dem freien Willen, da kann Jocelyne nun labern wie sie will, das ist Ergebnis von Experimenten und nicht das von Singer, sondern von anderen Forschern und das an Menschen:<\/p>\n<p>Also mal das hier lesen, Bildung schadet nicht: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freier_Wille\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freier_Wille<\/a><\/p>\n<p>Und dann das hier:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Ein viel diskutiertes Experiment (Libet-Experiment) auf diesem Gebiet wurde von Benjamin Libet in den 1980er Jahren durchgef\u00fchrt.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\n<strong>Deutung des erreichten Erkenntnisstandes<\/strong><br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nAndererseits halten z. B. Niels Birbaumer, Reinhard Werth oder Benjamin Libet selbst die Interpretation des Libet-Experiments im Sinne einer Widerlegung des freien Willens f\u00fcr unzul\u00e4ssig. Auch sind etwa L\u00fcder Deecke sowie Hans Helmut Kornhuber Verfechter der Willensfreiheit.<br \/>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freier_Wille#Hirnforschung\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freier_Wille#Hirnforschung<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=183476#post183476\" target=\"_blank\">02.12.11 \u2013 Zitat von Jocelyne Lopez<\/a>:<\/p>\n<p>Genau, die Experimente, worauf Prof. Dr. Wolf Singer seine &#8222;<em>brisanten neuen Erkenntnissen<\/em>&#8220; zur\u00fcckf\u00fchrt, dass der Mensch keinen freien Willen habe, sind nicht von ihm konzipiert worden und wurden auch nicht mit Tieren durchgef\u00fchrt, sondern mit Menschen (bekanntlich wei\u00df Singer sowieso gem\u00e4\u00df eigenen Aussagen seit 20, 30 Jahren Tierversuche noch weniger als vorher, wie das Gehirn funktioniert&#8230;) und deren Interpretation wurde in der Tat diesbez\u00fcglich schon lange als unzul\u00e4ssig erkannt.<\/p>\n<p>Das Libet-Experiment (und seine Varianten) ist n\u00e4mlich stark umstritten bzgl. des R\u00fcckschlu\u00dfes, der Mensch h\u00e4tte keinen freien Willen, und es gibt erhebliche Einw\u00e4nde gegen diese Interpretation, siehe zum Beispiel hier <a href=\"http:\/\/www.philosophieverstaendlich.de\/freiheit\/aktuell\/libet.html\">Die Libet-Experimente<\/a>:\u00a0 &#8222;<em>[&#8230;] Angesichts dieser Einw\u00e4nde wird man auch die Untersuchungen von Haggard und Eimer kaum f\u00fcr eine Widerlegung der Willensfreiheit in Anspruch nehmen k\u00f6nnen<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p>In dieser ausf\u00fchrlichen Analyse der Experimente vermisse ich jedoch pers\u00f6nlich den zus\u00e4tzlichen Einwand, dass das Experiment sich allein auf die Ausf\u00fchrung von <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Bewegungen<\/span><\/strong> einschr\u00e4nkt und dass ein Mensch ohnehin eine gewaltige hohe Anzahl von Bewegungen durchf\u00fchrt, die eindeutig durch keine bewu\u00dfte Entscheidung gesteuert sind, das wei\u00df jeder seit aller Ewigkeit aus Erfahrung und ohne Experimente:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn ich zum Beispiel auf der Stra\u00dfe gehe, ist keine meiner einzelnen Schrittbewegungen durch einen bewu\u00dften Willen gesteuert: Meine F\u00fc\u00dfe bewegen sich beim Gehen sozusagen von allein, ohne dass ich mich auf ihre Bewegungen konzentrieren und einzelnen Schritt-Befehle geben muss, und zwar seit ich als Kleinkind zu gehen gelernt habe. Meine einzige Willensfreiheit beim Gehen auf der Stra\u00dfe w\u00e4re zum Beispiel hier der Wille beim B\u00e4cker Br\u00f6tchen zu holen. Dieser wichtige Aspekt wird in dieser Analyse nur angedeutet: Die einzige wirklich <span style=\"text-decoration: underline;\">willentlich<\/span> getroffene Entscheidung beim Libet-Experiment, ist die Entscheidung an diesem Experiment teilzunehmen &#8211; und sie kommt zeitlich ganz bestimmt nicht bevor man dazu eingeladen wird&#8230;<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>Wenn ich zum Beispiel jede paar Sekunden ein- und ausatme, brauche ich mich auch nicht darauf zu konzentrieren und auch nicht <span style=\"text-decoration: underline;\">willentlich<\/span> die Bewegungen meiner Atmungsorgane zu steuern: Diese Bewegungen f\u00fchre ich seit der Sekunde aus, wo ich auf die Welt gekommen bin. Meine einzig \u00fcbergeordnete Willensfreiheit ist hier das angeborene Streben zu leben.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<li>Wenn ich zum Beispiel auf der Stra\u00dfe reflexartig vor einem mich anfahrenden Auto zur\u00fcckspringe oder wenn ich reflexartig versuche, eine Tasse zu fangen, die gerade von der Tischkante kippt, habe ich mich auch nicht auf diese Bewegungen konzentriert und sie auch nicht bewu\u00dft ausgel\u00f6st: Sie werden reflexartig vom Erhaltungstrieb bzw. vom Reflex zum Ausweichen von Gefahren ausgel\u00f6st.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist also extrem gewagt von den Hirnforschern nur mit der Untersuchung von <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Bewegungen und Bewegungsfolgen<\/span><\/strong>, die Existenz eines freien Willens zu bestreiten: Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Entscheidungen, die wir durch unseren Willen treffen, beziehen sich ja nicht auf die Ausf\u00fchrung von Bewegungen selbst, sondern auf <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">das Ziel<\/span><\/strong> dieser Bewegungen.<\/p>\n<p>Die Ruckschl\u00fc\u00dfe des Hirnforschers Prof. Dr. Wolf Singer sind also hier nicht nur in der wissenschaftlichen Gemeinde schon lange zu Recht zur\u00fcckgewiesen worden (sowohl naturwissenschaftlich als auch philosophisch), sie sind auch aus meiner Sicht absolut haarstr\u00e4ubend, zumal er noch darauf den zust\u00e4tzlichen \u201e<em>brisanten und revolution\u00e4ren<\/em>\u201c R\u00fcckschlu\u00df hingeklatscht hat, es sei ein Beweis, dass Gott nicht existiere. Unfa\u00dfbar.\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pillepalle1\" alt=\"pillepalle1\" src=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/pillepalle1.gif\" width=\"23\" height=\"15\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=183484#post183484\" target=\"_blank\">02.12.11 \u2013 Zitat von nocheinpoet<\/a>:<\/p>\n<p>Interessanter Artikel, und auch recht sachlich.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nEs geht ja nicht um automatisierte Handlungsabl\u00e4ufe.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nAuch wenn man nicht bewusst und aktiv blinzelt, bewei\u00dft das nicht, dass die Aussagen von Libet falsch sind.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nHat auch nichts mit dem Experiment zu tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=183499#post183499\" target=\"_blank\">02.12.11 \u2013 Zitat von Jocelyne Lopez<\/a>:<\/p>\n<p>Deine sachlichen Kommentare zu diesem Experiment, das Du selbst als Verteidigung der These von Singer gebracht hast, sind recht d\u00fcrftig, mit Verlaub&#8230;<\/p>\n<p>Wie ich es hervorgehoben habe, handelt es sich beim Limet-Experiment um die Untersuchung der Entstehungsprozesse einer <strong>Bewegung<\/strong>, und bekanntlich gibt es verschiedene Arte der Durchf\u00fchrung von Bewegungen, mit oder ohne Willenfreiheit:<\/p>\n<p>1) Die organischen Bewegungen: Herzschlag, Blutkreislauf, Magenkontraktionen usw.<br \/>\n2) Die angeborenen Bewegungen (ohne Erlernen): Atmen, Schlucken, Blinzeln, L\u00e4cheln, Gesichtsminiken, K\u00f6rpersprache,\u00a0 usw.<br \/>\n3) Die Reflexbewegungen: Erhaltungstrieb, Ausweichen von Gefahren<br \/>\n4) Die automatisierten Bewegungen (nach Erlernen): z.B. gehen und alle Bewegungen, die man nach intensiven \u00dcbungen erlernt hat, z.B. Tanzen, Skifahren, usw. usf.<br \/>\n5) Prozess des Erlernens einer Bewegungsfolge (tanzen, skifahren, usw.)<\/p>\n<p>Die Limet-Versuchsanordnung ist aus meiner Sicht eine Mischung zwischen 3 und 5, also eine Mischung zwischen Reflexbewegung und Erlernen einer Bewegung.<br \/>\nDie von mir verlinkten Analyse hat diese Aspekte auch ber\u00fccksichtigt: <a href=\"http:\/\/www.philosophieverstaendlich.de\/freiheit\/aktuell\/libet.html\">Die Limet-Experimente<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">[&#8230;] Kann man bei diesen Experimenten also wirklich davon sprechen, dass die Versuchspersonen \u00fcberhaupt eine Entscheidung treffen? Immerhin steht die auszuf\u00fchrende Handlung (Bewegung der rechten Hand) von vornherein fest; au\u00dferdem musste diese Bewegung sehr h\u00e4ufig wiederholt werden. Die Versuchspersonen k\u00f6nnen allenfalls den zeitlichen Ablauf geringf\u00fcgig variieren.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nDie Autoren konnten zeigen, dass die Instruktion die Aufmerksamkeit der Versuchspersonen auf unwillk\u00fcrliche Bewegungsimpulse richtet, die im Normalfall praktisch st\u00e4ndig vorhanden sind.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nDie Instruktion veranlasst die Versuchspersonen dazu, ihre Aufmerksamkeit auf diese Bewegungsimpulse zu richten, die sie dann als &#8222;Drang, sich zu bewegen&#8220; interpretieren.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nBetr\u00e4chtliche Differenzen gibt es schon bei den Mittelwerten f\u00fcr den bewussten Willensakt aller Versuchspersonen eines Experimentes. Bei Libet ebenso wie bei Keller und Heckhausen liegt dieser Wert bei 200 Millisekunden vor der Handbewegung, bei Haggard und Eimer dagegen bei 350 Millisekunden und bei Trevena und Miller nur 122 Millisekunden vor der Bewegung. Wesentlich gr\u00f6\u00dfer noch sind die Differenzen zwischen den einzelnen Versuchspersonen. Wie schon gesagt, basieren die ermittelten Daten in der Regel auf etwa 40 Durchg\u00e4ngen. Bei Libet liegen die Schwankungen zwischen 422 und 54 Millisekunden, bei Haggard und Eimer zwischen 984 und 4 Millisekunden vor der Handlung. Bei Keller und Heckhausen finden sich Werte zwischen 362 Millisekunden vor und 806 Millisekunden nach der Bewegung; ebenso gaben bei Trevena und Miller 40% der Versuchspersonen einen Zeitpunkt an, der nach der Ausf\u00fchrung der Bewegung lag.<\/p>\n<p>Dass dieses Experiment nicht die Willenfreiheit der Menschen bei Entscheidungen untersucht, sondern lediglich die individuelle Reflexf\u00e4higkeit der Versuchspersonen und die Prozesse des Erlernens einer Bewegung (Drang, sich nach Anweisungen zu bewegen) sollte klar sein.<\/p>\n<p>Dies kann ich f\u00fcr die Versuchspersonen einigerma\u00dfen pers\u00f6nlich nachvollziehen, weil ich mich selbst in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden beim Augenarzt einer Art \u201e<em>Limet-Experiment<\/em>\u201c unterziehe, und zwar dem sogenannten \u201e<em>Gesichtsfeld<\/em>\u201c, um zu pr\u00fcfen, ob bei Glaukom-Patienten das Feld\u00a0der visuellen Wahrnehmung normal ist oder sich verengt hat. Der Patient soll mit dem ganzen Gesicht in eine dunkle, halbkugelf\u00f6rmige Kammer hineingucken, in deren Mitte ein heller, fixer Lichtpunkt leuchtet. Die Untersuchung wird f\u00fcr jedes Auge separat durchgef\u00fchrt und dauert je 10 Minuten, das ist also eine ziemlich lange, erm\u00fcdende visuelle Konzentrationsaufgabe auf das Licht: Man soll sich streng und bewu\u00dft einzig auf diesen hellen Fixpunkt konzentrieren und ihn nicht aus dem Auge lassen. Dann startet die Untersuchung und Lichtfunken von unterschiedlichen Helligkeiten erscheinen an willk\u00fcrlichen Stellen der dunklen Kammer, in einem willk\u00fcrlichen Sekundentakt. Der Patient soll auf einen Knopf dr\u00fccken, sobald er beim Fixieren des Mittelpunkts die Lichtfunken sehen kann, die ganz kurz an willk\u00fcrlichen Stellen erscheinen, was wohl Hunderte von \u201e<em>Knopfdr\u00fccken-Bewegungen<\/em>\u201c bedeute. Ich merke selbst im Laufen der Untersuchung, dass ich einige Fehler beim Dr\u00fccken auf den Knopf mache: Ich reagiere zu sp\u00e4t oder gar nicht, obwohl ich den Funken gesehen habe, oder ich reagiere zu fr\u00fch, weil ich das Erscheinen eines Funkens \u201e<em>vorausgeahnt<\/em>\u201c habe, oder ich reagiere auch in F\u00e4llen wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob es sich um einen schwachen Funken handelte oder nur um eine optische T\u00e4uschung aufgrund des erm\u00fcdenden Fixierens des hellen Mittelpunktes. Die Aussagekraft der anschlie\u00dfenden Bildschirmauswertung kann also nur gew\u00e4hrleistet werden, wenn man die Fehler durch individuelle schwankende Reflexf\u00e4higkeit bei dieser quasi \u201ehalbautomatisierten\u201c Bewegungsfolge ber\u00fccksichtigt und einen Durchschnittwert ermittelt.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re haarstr\u00e4ubend zu behaupten, dass eine Versuchsperson keinen freien Entscheidungswillen habe, weil sie zu fr\u00fch eine Handbewegung bei solcher Art von Untersuchungen wie bei den Limet-Experimenten ausgef\u00fchrt hat. Prof. Dr. Wolf Singer zieht \u00e4u\u00dferst selbstbewu\u00dft solche \u201e<em>brisanten und revolution\u00e4ren<\/em>\u201c R\u00fcckschl\u00fc\u00dfe aus solchen Experimenten&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=183501#post183501\" target=\"_blank\">03.12.11 \u2013 Zitat von nocheinpoet<\/a>:<\/p>\n<p>[&#8230;] Die Frage nach dem freien Willen ist auch nicht zentrales Thema hier, ist ein sehr spannendes, aber das geh\u00f6rt dann in einen anderen Thread. Hier ging es doch um Tierschutz oder? Oder geht es ihnen hier mehr darum Dr. Singer als Person so richtig sch\u00f6n zu diskreditieren, weil sie ihn so sehr hassen? Sie haben den Punkt \u201efreier Wille\u201c nur gegriffen um Singer \u201edumm\u201c darzustellen. Wenn sie wirklich dar\u00fcber diskutieren wollen ist hier sicher nicht der richtige Ort.[&#8230;]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=183504#post183504\" target=\"_blank\">03.12.11 \u2013 Zitat von Jocelyne Lopez<\/a>:<\/p>\n<p>[&#8230;] Die Thesen von Singer sind in der Fachwelt und in der \u00d6ffentlichkeit sehr wohl so bekannt, wie ich sie aus dem Interview herausgearbeitet habe und wie sie von Fachkollegen als &#8222;<em>radikalen materialistischen Reduktionismus<\/em>&#8220; bezeichnet werden: Negieren des Geistes, Verp\u00f6nung jegliches religi\u00f6ses Gef\u00fchls und jeglicher Spiritualit\u00e4t. In der seit einer Ewigkeit r\u00e4tselhafte Beziehung zwischen Gehirn und Geist (wie sogar der Name der wissenschaftlichen Zeitschrift &#8222;<em>Gehirn &amp; Geist<\/em>&#8220; als Gastgeber von Singer\/Metzinger es dokumentiert), reduziert Singer den Mensch einzig auf ein materielles Gehirn und negiert den Geist. Da macht er es sich ganz einfach, der gute Singer: der Geist ist ja ein der r\u00e4tselhaften Ph\u00e4nomenen des Universums, wie ich es auch von anderen Wissenschaftlern in diesem Kontext zitiert habe:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/unirep\/UR2002\/januar2002\/sperling.html\" target=\"_blank\">Kopernikus, Darwin, Singer?<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Prof. Dr. Lutz Sperling:<\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #333333;\"><br \/>\nProfessor Singer sollte seine wissenschaftliche Reputation nicht mi\u00dfbrauchen, sondern anerkennen, da\u00df die Reichweite der Methoden auch seines Fachgebietes beschr\u00e4nkt ist, da\u00df es Fragen gibt, die sich dem Zugriff dieser Methoden prinzipiell entziehen. Einige dieser Fragen unterliegen einer Vorentscheidung des Menschen, wobei es mehrere mit den naturwissenschaftlichen Beobachtungen kompatible M\u00f6glichkeiten gibt. Wenn Singer die Vorentscheidung eines radikalen materialistischen Reduktionismus trifft und f\u00fcr andere Bereiche der Wirklichkeit absolut &#8222;unmusikalisch&#8220; zu sein scheint, dann ist das seine Sache. Wer aber Ungeheuerlichkeiten verk\u00fcndet, dem mu\u00df widersprochen werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Vielleicht bleibt uns am Ende auch nur die Demut vor dem Unbegreiflichen. In diesem Sinne bin ich dem Magdeburger Neurowissenschaftler Professor Hans-Jochen Heinze dankbar f\u00fcr seine im Uni-Report vom Oktober 2001 wiedergegebenen Worte: \u201c<em>Und so eine \u00c4quivalenz, gewisserma\u00dfen mit verschwimmenden R\u00e4ndern, w\u00fcrde das geistige Leben eben nicht auf einen neuralen Reflex reduzieren, sie w\u00fcrde vielmehr die innere Struktur und Eigenst\u00e4ndigkeit der geistigen Welt, ihre gro\u00dfartige Sch\u00f6nheit, nur auf eine bestimmte Weise widerspiegeln<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p>Der Geist ist einfach zu r\u00e4tselhaft f\u00fcr die Menschen, zu unbegreiflich, sie wissen nicht, was das ist, woher es kommt und wie es funktioniert. F\u00fcr Singer nat\u00fcrlich auch, er hat auch keine bla\u00dfe Ahnung davon, was der Geist ist. Also machen wir einen kurzen Prozess bei dieser ewigen Frage der Menschen und entscheiden wir einstimmig mit Singer: Es gibt keinen Geist, es gibt keinen Gott, es gibt nur materielle Neurone und materielle chemische Produkte, Punkt, fertig, aus. Gro\u00dfartig, einfach gro\u00dfartig&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verweise auf einen weiteren Austausch aus der Diskusssion 17.12.2011 \u2013 Emp\u00f6rt Euch! Occupy Tierfolterlabore! im Forum Zeitwort.at \u00fcber die gro\u00dfartigen Forschungs-ergebnisse des Tierqu\u00e4lers Prof. Dr. med. Wolf Singer, wonach der Mensch keinen freien Willen habe und Gott nicht existiere: &nbsp; 02.12.11 \u2013 Zitat von nocheinpoet: So, nun noch zu der Sache mit dem freien [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[754,413,143,767,8,7,1334,185],"class_list":["post-4998","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tierversuche-abschaffen","tag-max-planck-institut-fur-hirnforschung","tag-prof-dr-thomas-metzinger","tag-prof-dr-wolf-singer","tag-thomas-metzinger","tag-tierrechte","tag-tierschutz","tag-tierversuche-abschaffen","tag-wolf-singer"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4998"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4998"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4998\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}