{"id":491,"date":"2008-12-04T09:55:43","date_gmt":"2008-12-04T08:55:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=491"},"modified":"2008-12-04T09:55:43","modified_gmt":"2008-12-04T08:55:43","slug":"dr-wolfgang-schmidt-die-naturliche-selektion-der-theoretischen-physiker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/12\/dr-wolfgang-schmidt-die-naturliche-selektion-der-theoretischen-physiker\/","title":{"rendered":"Dr. Wolfgang Schmidt: Die nat\u00fcrliche Selektion der Theoretischen Physiker"},"content":{"rendered":"<p>Nachstehend Ausz\u00fcge aus einem Artikel von Dr. Wolfgang Schmidt<\/p>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p align=\"left\"><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/SCHMIDT.HTM\">Die nat\u00fcrliche Selektion der Theoretischen Physiker<br \/>\nDPG-Didaktik-Tagungsband 1988, S. 593 &#8211; 599. Hrsg.: Prof. Dr. W. KUHN<\/a><\/p>\n<p>Wir wollen uns einmal mit den eigentlichen Ursachen der gef\u00e4hrlichen Nuclearkriminalit\u00e4t und der verbreiteten Forschungsmogeleien, die durch ein ausgekl\u00fcgeltes System von abh\u00e4ngigen anonym bleibenden und nicht fachkompetenten Gutachtern vertuscht werden, ganz emotionsfrei besch\u00e4ftigen und versuchen, die nat\u00fcrlichen Kausalzusammenh\u00e4nge aufzukl\u00e4ren. Schimpfen hat keinen Zweck, man mu\u00df die Dinge so sehen, wie sie sind. Nur dann kann man etwas ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wir wollen uns nicht mit den Sensationen und Skandalen im einzelnen befassen, wie sie hinreichend durch die Presse bekannt gemacht werden. Das sind nur die Symptome und nicht die Ursachen!<\/p>\n<p>Jeder Forscher ist Irrt\u00fcmern unterworfen. Diese werden durch \u00dcberpr\u00fcfung seiner Ergebnisse von ihm selbst oder von Anderen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter erkannt und sollten eliminiert werden k\u00f6nnen. Viele glauben fest daran, da\u00df dies so sei, und vertrauen auf die ethische Wahrhaftigkeit der Wissenschaftler und auf die Zuverl\u00e4ssigkeit der wissenschaftlichen Theorien und bauen darauf weitere Theorien auf.<\/p>\n<p>Nun, Mi\u00dfgeburten sind oft der M\u00fctter liebstes Kind und werden mit Vehemenz verteidigt, das gilt auch f\u00fcr die Wissenschaftler und Erfinder.<\/p>\n<p>Jede Forschung kostet Geld, was die Forscher zumeist nicht haben. Die, die das Geld bereitstellen k\u00f6nnen, zumeist nicht ihr eignes Geld, haben kein wissenschaftliches Verst\u00e4ndnis. Seit eh und je mu\u00dften die Weisen als Medizinm\u00e4nner Hokuspokus, die Astronomen Astrologie verkaufen, die Chemiker mu\u00dften den F\u00fcrsten versprechen, Gold zu machen, und dies hat sich bis heute nicht wesentlich ge\u00e4ndert. Die Forscher m\u00fcssen dem Prestigebed\u00fcrfnis der Machthaber dienen oder mit Versprechungen entgegenkommen. Diese m\u00fcssen nicht immer stimmen.<\/p>\n<p>Jeder und jede, die um Ansehen ringen, m\u00fcssen ein bi\u00dfchen nachhelfen oder mogeln, das f\u00e4ngt schon im Kindesalter an und ist ganz nat\u00fcrlich. Die \u201e<em>Datenmassage<\/em>&#8220; ist die nat\u00fcrliche Form der Physiker, um um Anerkennung zu ringen und entspricht der Kosmetik unserer Frauen.<\/p>\n<p>Jeder Forscher, der an bereitgestellte Mittel herankommen will, mu\u00df sich einen Namen machen, er mu\u00df etwas f\u00fcr Laien erstaunliches, also sensationelles, m\u00f6glichst unverst\u00e4ndliches entdecken oder entdeckt zu haben behaupten. Mit der zunehmenden Zahl der Institutsleiter w\u00e4chst der Konkurrenzkampf. So viel an neuen Erkenntnissen hat die Natur gar nicht zu bieten.<\/p>\n<p>Ein Nobelpreistr\u00e4ger sagte 1978 in Lindau: Die Anzahl der neuen Elementarteilchen w\u00e4chst proportional mit der Anzahl der Institutsleiter. Schon Lichtenberg sagte 1670: \u201e<em>Es gibt in Euren Kompendien Vieles, von dem zwischen Himmel und Erde nicht die geringste Spur zu entdecken ist.<\/em>&#8220;<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nJede Theorie gilt nach Karl Popper nur so lange, bis sie durch einen Versuch widerlegt worden ist. Jede Theorie ist eine Herausforderung an die Wissenschaftler, sie zu widerlegen. Albert Einstein, der Initiator der Atombombe, deren Anwendung er sich energisch aber zu sp\u00e4t widersetzte, begr\u00fcndete die Gesellschaft f\u00fcr Verantwortung in der Wissenschaft.<\/p>\n<p><u>Jeder wissenschaftliche Irrtum, mit solchen m\u00fcssen wir leben, wird fr\u00fcher oder sp\u00e4ter entdeckt und aufgekl\u00e4rt. Das ist ein nat\u00fcrliches Regulativ! <\/u><\/p>\n<p>Und damit w\u00fcrde sich die M\u00f6glichkeit schneller Korrekturen irriger Auffassungen, die niemals zu vermeiden sind, ganz nat\u00fcrlich ergeben.<\/p>\n<p>Jedoch genau an diesem Punkt beginnt die Kriminalit\u00e4t, die nicht Einzelnen zuzuschreiben ist, und die daher 1962 der Nobelpreistr\u00e4ger P. Debye und auch andere als Wissenschaftsmafia bezeichneten.<\/p>\n<p>Der Nobelpreistr\u00e4ger Dirac erkl\u00e4rte des \u00f6fteren in Lindau: \u201e<em>If any experiment contradicts a beautiful idea, let us forget the experiments<\/em>.&#8220; Ob dies ironisch gemeint war oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen, jedoch wird danach gehandelt!<\/p>\n<p>Es ist eine der Aufgaben der wissenschaftlichen Ethik der von Albert Einstein mitbegr\u00fcndeten Gesellschaft f\u00fcr Verantwortung in der Wissenschaft, dar\u00fcber zu wachen, da\u00df die Korrekturen von wissenschaftlichen Fehlurteilen nicht mit anonymen Machtmittel verhindert werden.<br \/>\n[&#8230;]<\/p>\n<p>(Dr. Wolfgang Schmidt)<\/p><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachstehend Ausz\u00fcge aus einem Artikel von Dr. Wolfgang Schmidt Die nat\u00fcrliche Selektion der Theoretischen Physiker DPG-Didaktik-Tagungsband 1988, S. 593 &#8211; 599. Hrsg.: Prof. Dr. W. 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