{"id":4700,"date":"2010-07-10T07:21:14","date_gmt":"2010-07-10T06:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=4700"},"modified":"2010-07-10T07:26:21","modified_gmt":"2010-07-10T06:26:21","slug":"relativitatstheorie-wasserwellen-und-lichtwellen-sind-vergleichbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2010\/07\/relativitatstheorie-wasserwellen-und-lichtwellen-sind-vergleichbar\/","title":{"rendered":"Relativit\u00e4tstheorie: Wasserwellen und Lichtwellen sind vergleichbar"},"content":{"rendered":"<p>Ich gebe Austausche aus der Diskussion <a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=296&amp;start=470\" target=\"_blank\">Bitte um Kl\u00e4rung an Dr. Markus P\u00f6ssel<\/a>\u00a0 im MAHAG-Forum wieder:<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=296&amp;start=470#p16038\" target=\"_blank\">05.07.10 \u2013 Zitat von Britta<\/a>:<\/p>\n<p>Ein Boot ist langsam und nicht mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Die Wellen, die es verursacht auch nicht. Das sind 2 verschiedene Paar Schuhe. Wasser und Vakuum ebenfalls.\u00a0<\/p>\n<p>Was auf deine Wasserwellen zutrifft, ist f\u00fcr Licht nicht g\u00fcltig.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=296&amp;start=470#p16047\" target=\"_blank\">06.07.10 \u2013 Zitat von Gerhard Kemme<\/a>:<\/p>\n<p>Man kann nicht immer nur nach den Vokabeln gehen &#8211; &#8222;<em>Wasserwelle ist nicht Lichtwelle<\/em>&#8220; &#8211; sondern h\u00e4tte hier die Funktion des Vorganges zu durchdenken, dass Wellen von einem Objekt durchquert werden. Wurde bereits erw\u00e4hnt, eine Welle hat gleiche Abst\u00e4nde zwischen gleichen Schwingungszust\u00e4nden, diese Abst\u00e4nde werden als &#8222;Wellenl\u00e4nge&#8220; bezeichnet. Ein Schwingungszustand legt die Entfernung eines solchen Abstandes in einer bestimmten Zeit, der Schwingungsdauer T, zur\u00fcck, d.h. die Welle hat eine bestimmte (Ausbreitungs-)Geschwindigkeit. Somit kommt im Wasser also ein Wellenberg mit der Geschwindigkeit v_wasser an. F\u00e4hrt jetzt ein Boot auf diesen Wellenberg mit der Geschwindigkeit v_boot zu, dann w\u00e4re die Relativgeschwindigkeit zwischen beiden: v_rel=v_wasser + v_boot. Absolut gleich w\u00e4re der Vorgang bei den Lichtwellen, denen ein Objekt entgegen kommt. Somit kommt im Medium Vakuum also ein Wellenberg (Schwingungs-Maximum oder Maximale Amplituden-H\u00f6he) mit der Geschwindigkeit c_licht an. Fliegt jetzt ein Objekt auf diesen Wellenberg mit der Geschwindigkeit v_objekt zu, dann w\u00e4re die Relativgeschwindigkeit zwischen beiden: v_rel=c_Licht + v_objekt.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=296&amp;p=16054#p16051\" target=\"_blank\">07.07.10 \u2013 Zitat von Jocelyne Lopez<\/a>:<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach wieder perfekt erkl\u00e4rt!<\/p>\n<p>Ich erinnere auch, dass Dr. Markus P\u00f6ssel meine Analogie zwischen einer Wasserwelle und einer Lichtwelle in meinem Strandgedankenexperiment akzeptiert und die Berechnungen von Trigemina f\u00fcr die relativistischen Vorhersagen des jeweiligen Zusammentreffens der Welle mit den Beobachtern als &#8222;<em>korrekt<\/em>&#8220; bezeichnet hat (siehe <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/07\/austausch-mit-herrn-dr-markus-poessel-vom-210708\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>). Die Spezielle Relativit\u00e4tstheorie\u00a0ist also nach Dr. Markus P\u00f6ssel vom Albert Einstein Institut gleicherma\u00dfen f\u00fcr eine Wasserwelle und eine Lichtwelle anwendbar.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=296&amp;p=16054#p16052\" target=\"_blank\">07.07.10 \u2013 Zitat von Harald Maurer<\/a>:<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich. Dazu m\u00fcsste man lediglich eine Synchronisationsmethode anwenden, nach welcher sich bei den Wasserwellen stets dieselbe Geschwindigkeit ergibt. Indem man beispielsweise die zur Messung n\u00f6tigen Uhren mit den Wasserwellen synchronisiert, die man zu messen beabsichtigt. Dann ergibt sich auch hier das Postulat, dass Wasserwellen bei jedem Messvorgang dieselbe Geschwindigkeit haben. Und genau so wird in der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie vorgegangen, wo man die Einsteinsche Gleichzeitigkeitsdefinition ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Dass dem so ist, wird von J\u00fcrgen Ehlers und Markus P\u00f6ssel best\u00e4tigt. Sie schreiben im Buch &#8222;<em>Die Relativit\u00e4tstheorie Einsteins<\/em>&#8222;, 7. Auflage, auf Seite 481 in der Anmerkung 17 wortw\u00f6rtlich:<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 60px\">&#8222;Den weitergehend interessierten Leser m\u00f6chten wir an dieser Stelle auf eine Unterscheidung hinweisen, die BORN eigentlich h\u00e4tte vornehmen m\u00fcssen. <span style=\"color: #ff0000;\">Die Erfahrung lehrt nicht, da\u00df \u201edie Lichtgeschwindigkeit relativ zu einem Inertialsystem immer denselben Wert c&#8220; hat, sondern strenggenommen nur, da\u00df die Geschwindigkeit, mit der das Licht geschlossene Wege zur\u00fccklegt, sich in jedem Inertialsystem zu c ergibt<\/span><strong>.<\/strong> Um dem Licht eine \u201eEinweg-Geschwindigkeit&#8220; etwa f\u00fcr die Bewegung vom Raumpunkt A zu einem anderen Raumpunkt B zuzuordnen, bedarf es einer Definition der Gleichzeitigkeit; ohne solch eine Definition lassen sich die Zeitangaben der in A und B befindlichen Uhren gar nicht zueinander in Beziehung setzen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">EINSTEIN w\u00e4hlt die auf S. 197 beschriebene Definition der Gleichzeitigkeit &#8211; eine physikalisch naheliegende, <span style=\"color: #ff0000;\">aber beileibe nicht logisch zwingende Wahl<\/span><strong>;<\/strong> im Prinzip sind andere Definitionen denkbar, etwa eine Gleichzeitigkeit, die willk\u00fcrlich ein Inertialsystem auszeichnet und die Anzeige der Uhren dieses Systems f\u00fcr alle anderen Systeme als verbindlich vorschreibt. Da\u00df die Einsteinsche Definition sinnvoll ist, h\u00e4ngt seinerseits von der \u201eKonstanz der Lichtgeschwindigkeit <span style=\"color: #ff0000;\">auf geschlossenen Wegen<\/span>&#8220; ab: Synchronisiert man auf die Einsteinsche Weise eine Uhr in A mit einer anderen im Raumpunkt B sowie die Uhr in A mit einer Uhr in C, so sorgt nur diese Konstanz der Lichtgeschwindigkeit daf\u00fcr, da\u00df automatisch auch die Uhr in B mit jener in C synchronisiert ist -nur aufgrund dieses Umstandes ist es m\u00f6glich, die Synchronisation konsistent auf drei und mehr Uhren auszudehnen, wie es zur Definition eines vollst\u00e4ndigen Koordinatensystems unbedingt erforderlich ist. <span style=\"color: #ff0000;\">Ist diese Definition der Gleichzeitigkeit einmal gew\u00e4hlt<\/span>, ist damit nun auch die Einweg-Geschwindigkeit des Lichtes in jedem Inertialsystem gleich c. Da\u00df dem so ist, <span style=\"color: #ff0000;\">h\u00e4ngt aber, wie eben ausgef\u00fchrt, nur zum Teil von Erfahrungs-tatsachen ab, zum anderen Teil von einer Konvention, n\u00e4mlich der Definition der Gleichzeitigkeit, die man gew\u00e4hlt hat<\/span><strong>.&#8220;<\/strong> [Ende des Zitats.]<\/p>\n<p>Die Hervorhebungen in roter Farbe stammen von mir.<br \/>\nDie beiden Autoren best\u00e4tigen damit meine Ansicht, dass die G\u00fcltigkeit der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie von der Gleichzeitigkeitsdefinition abh\u00e4ngt bzw. von der Art und Weise, wie man die Uhren synchronisiert und dar\u00fcber hinaus betonen sie, dass sich die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit auf <em>geschlossene Wege <\/em>bezieht &#8211; was nichts anderes als die Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit meinen kann. Dass dieser Umstand den Relativisten, die in der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie mehr sehen wollen als sie darstellt, nicht behagt und daher stets die leere und unbewiesene Behauptung pr\u00e4sentiert wird, der langsame Uhrentransport erg\u00e4be dasselbe Ergebnis, ist verst\u00e4ndlich. Diese Behauptung wird aber nur durch theoretische Abhandlungen und nicht durch experimentelle Resultate unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Siehe auch:<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2010\/07\/wer-entscheidet-uber-interpretationen-der-relativitatstheorie\/\" target=\"_blank\">Wer entscheidet \u00fcber Interpretationen der Relativit\u00e4tstheorie? <\/a><br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2010\/02\/dr-markus-possel-endlich-eine-eindeutige-aufklarung\/\" target=\"_blank\">Dr. Markus P\u00f6ssel: Endlich eine eindeutige Aufkl\u00e4rung<br \/>\n<\/a><a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2010\/03\/im-bildungssystem-wird-eine-falsche-auslegung-der-speziellen-relativitatstheorie-gelehrt\/\" target=\"_blank\">Im Bildungssystem wird eine falsche Auslegung der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie gelehrt <\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2010\/05\/widerspruche-der-speziellen-relativitatstheorie-werden-nicht-ausgeraumt\/\" target=\"_blank\">Widerspr\u00fcche der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie werden nicht ausger\u00e4umt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich gebe Austausche aus der Diskussion Bitte um Kl\u00e4rung an Dr. Markus P\u00f6ssel\u00a0 im MAHAG-Forum wieder: \u00a0\u00a0 05.07.10 \u2013 Zitat von Britta: Ein Boot ist langsam und nicht mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. 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