{"id":4625,"date":"2010-03-09T08:36:35","date_gmt":"2010-03-09T07:36:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=4625"},"modified":"2010-03-09T08:39:03","modified_gmt":"2010-03-09T07:39:03","slug":"das-relativistische-geschwindigkeitsadditionstheorem-eine-blamage-fur-die-physik-und-fur-die-mathematik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2010\/03\/das-relativistische-geschwindigkeitsadditionstheorem-eine-blamage-fur-die-physik-und-fur-die-mathematik\/","title":{"rendered":"Das relativistische Geschwindigkeitsadditionstheorem: Eine Blamage f\u00fcr die Physik und f\u00fcr die Mathematik"},"content":{"rendered":"<p>Ich verweise auf die Originalformulierung des 2. Postulats der Speziellen Relativit\u00e4ts-theorie durch Albert Einstein:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Albert Einstein<\/strong>:<br \/>\n<em>Jeder Lichtstrahl bewegt sich im \u201cruhenden\u201d Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit V<\/em><\/p>\n<p>Im Klartext bedeutet diese schluderige Ausdrucksweise: Ein relativ zum Lichtstrahl ruhender Beobachter misst c. Das ist im Grunde genommen eine Binsenweisheit. Aber\u00a0was misst denn ein relativ zum Lichtstrahl bewegter Beobachter? Das sagt Einstein in seinem Postulat nicht. Pech f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Dass jedoch die klassische Geschwindigkeitsaddition c + v f\u00fcr einen bewegten Beobachter\u00a0in der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie nicht gilt, wurde mir z.B. im Rahmen meines Strand-Gedankenexperimentes best\u00e4tigt, das 2008 die Grundlage einer Korrespondenz mit Dr. Markus P\u00f6ssel vom Albert Einstein Institut war, wobei er meine Analogie mit einer Wasserwelle akzeptiert und dabei die relativistischen Berechnungen aus seiner Sicht <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/07\/austausch-mit-herrn-dr-markus-poessel-vom-210708\/\" target=\"_blank\">als \u201e<em>korrekt<\/em>\u201c<\/a> bezeichnet hat.<\/p>\n<p>Die relativistischen Berechnungen gehen aber von einer Geschwindigkeitsaddition aus, die als Ergebnis immer die Geschwindigkeit auswirft, <span style=\"text-decoration: underline;\">die man vorab per Definition als konstant definiert hat<\/span>, also eine zirkelschl\u00fcssige Herleitung, siehe zum Beispiel hier: <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/11\/ekkehard-friebe-relativistisches-geschwindigkeitsadditiontheorem-als-taschenspielertrick\/\" target=\"_blank\">Ekkehard Friebe: Relativistisches Geschwindigkeitsadditiontheorem als Taschenspielertrick<\/a>:\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Jocelyne Lopez:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Die Relativisten behaupten, dass mit der relativistischen Geschwindigkeits-addition das Postulat bewiesen werden k\u00f6nne und widerspruchfrei g\u00fcltig sei, und sie liefern folgende Transformation (mit Zahlenbeispielen f\u00fcr die jeweiligen Geschwindigkeiten der bewegten Beobachter 10 km\/h, 30 km\/h und 40 km\/h und als konstant postulierte Geschwindigkeit der Welle 70 km\/h):<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">v1=70<\/span>, v2=10<br \/>\n(v1+v2)\/(1+v1*v2\/c\u00b2)=(10+70)\/(1+10*70\/70\u00b2)=<span style=\"color: #ff0000;\">70<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">v1=70<\/span>, v3=30<br \/>\n(v1+v3)\/(1+v1*v3\/c\u00b2)=(30+70)\/(1+30*70\/70\u00b2)=<span style=\"color: #ff0000;\">70<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">v1=70<\/span>, v4=40<br \/>\n(v1+v4)\/(1+v1*v4\/c\u00b2)=(40+70)\/(1+40*70\/70\u00b2)=<span style=\"color: #ff0000;\">70<\/span>\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Wenn man sich diese drei Gleichungen nur anguckt, ohne sie zu berechnen, merkt man schon rein optisch, dass durch die mathematische Verarbeitung die Messdaten der bewegten Beobachter wie von Zauberhand <em>\u201everschluckt\u201d<\/em> wurden, d.h. sie wurden im Endeffekt auf einmal jeweils als Geschwindigkeit 0 verwandelt, d.h. die bewegten Beobachter sind durch die mathematische Verarbeitung simsalabim auf einmal alle ruhend.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang zitiere ich noch einmal die beiden promovierten Physiker <a href=\"http:\/\/wissenschaftliche-physik.com\/uber-uns\/\" target=\"_blank\">Georg Galeczki und Peter Marquardt<\/a> in ihrem Buch &#8222;<em>Requiem f\u00fcr die Spezielle Relativit\u00e4t<\/em>&#8222;, Seite 66:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Transformationen als Gaukler<br \/>\n<\/strong>Der Zirkus der Mathematik h\u00e4lt einige Taschenspielertricks bereit, die sich nicht leicht durchschauen lassen und oft f\u00fcr bare Physik genommen werden. Theimer (1977) zitiert Melchior Pal\u00e1gyi: <em>Mathematik sch\u00fctzt vor Torheit nicht<\/em>. Und was dabei herauskommt, ist <em>Mathematismus<\/em>, zur Formel erstarrte Pseudo-Physik.\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00a0<\/p>\n<p>sowie auch G.O. Mueller: <a href=\"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/die-relativistik-behauptet-grundsatzlich-alle-gefundenen-und-auch-die-wieder-schnell-geanderten-mathematischen-beziehungen-gleichungen-als-physikalische-realitat\/\" target=\"_blank\">Q: Methodik \/ Fehler Nr. 11<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Die Relativistik behauptet grunds\u00e4tzlich alle gefundenen (und auch die wieder schnell ge\u00e4nderten) mathematischen Beziehungen (Gleichungen) als physikalische Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Die als \u201cMathematismus\u201d kritisierte Handlungsweise ist von Albert Einstein praktiziert worden und bis heute ein charakteristisches Kennzeichen der Relativistik geblieben. Diese Handlungsweise verkennt die unbedingte Notwendigkeit zuerst zu pr\u00fcfen, ob eine von der mathematischen Beziehung suggerierte physikalische Bedeutung \u00fcberhaupt erf\u00fcllt ist: es ist n\u00e4mlich, wohl zum grenzenlosen Erstaunen aller Relativisten, durchaus m\u00f6glich, da\u00df eine gefundene mathematische Beziehung keinen physikalischen Sachverhalt quantitativ beschreibt \u2013 qualitativ k\u00f6nnte sie ihn ohnehin nicht beschreiben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Den sch\u00f6nsten Beweis, da\u00df nicht jede mathematische Beziehung einen physikalischen Sachverhalt quantitativ beschreibt, liefern die Physiker selbst, wenn sie flinke Reparaturen an ihrer Mathematik vornehmen, hier einen Proportionalit\u00e4tsfaktor hinzuf\u00fcgen, dort einen Summanden auf Null setzen, damit er herausfallt; oder auch einfach alles Quadrieren und anschlie\u00dfend die Wurzel ziehen, aber nur eine Wurzel (die einem gerade pa\u00dft) weiterverwenden (so wird man unangenehme Vorzeichen los); und vielleicht auch einmal heimlich durch Null dividieren (weil nicht alle merken werden, da\u00df ein volumin\u00f6ser Bruch gerade im richtigen Augenblick im Nenner einen Nullwert erh\u00e4lt), und dann die besonderen Leckerbissen hervorzaubern. Von den fortgeschritteneren Techniken wie z.B. der Renormierung mu\u00df hier gl\u00fccklicherweise nicht die Rede sein, sie kommen in der SRT nicht vor.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">So wird in der Physik st\u00e4ndig vernachl\u00e4ssigt, extrapoliert und mathematisch tapfer geschneidert, bis der Rock pa\u00dft: wogegen \u00fcberhaupt nichts einzuwenden w\u00e4re, wenn die Relativisten nicht anschlie\u00dfend blinde Gl\u00e4ubigkeit und Anbetung allein f\u00fcr einen \u201cHeiligen Rock\u201d verlangten, der nur durch mathematische Manipulationen zustandegekommen ist, die keinerlei physikalische Wirklichkeit verb\u00fcrgen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Mit blo\u00dfer Mathematik kommen sie den Kritikern nicht davon: die Relativisten m\u00fcssen sich schon die M\u00fche machen, die physikalische Realit\u00e4t ihrer Relativit\u00e4ten nachzuweisen, und nur im Erfolgsfall w\u00e4ren sie vor Kritik sicher. Der Erfolgsfall ist f\u00fcr die Kinetik bisher noch nicht eingetreten; und die Effekte der Dynamik sind entweder keine relativen (Masse-Energie) oder nachweislich nur mathematische Konstrukte (Masse-Geschwindigkeit).<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ich wei\u00df auch nicht woher diese Formel der relativistischen Geschwindigkeitsaddition stammt, ob sie in dieser Form in der Arbeit von Albert Einstein 1905 enthalten ist um die Annahme der Unabh\u00e4ngigkeit der Lichtgeschwindigkeit\u00a0zum bewegten Beobachter zu beschreiben (die ja nicht verbal in seinem Postulat formuliert wurde), oder ob sie nachtr\u00e4glich von irgendjemandem hergeleitet wurde. Diese Formel ist aber das relativistische Geschwindigkeitstheorem, das im Bildungssystem gelehrt wird &#8211; sie wurde mir auch von einem Relativisten in einer Forendiskussion angegeben, sowie von Anderen als richtig best\u00e4tigt. Wie man es aber schon mit einem einfachen Zahlen-<br \/>\nbeispiel erkennen kann, ist diese Formel eine Gauklerformel und ein mathematischer Taschenspielertrick: Es kommt immer als Relativgeschwindigkeit zwischen Lichtstrahl und beliebig bewegten Beobachtern der Wert raus, den man vorher f\u00fcr c definiert hat&#8230;\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Und diese Gauklerformel wird im \u00f6ffentlichen Bildungssystem als\u00a0Mathematik und als\u00a0Physik gelehrt. Das finde ich skandal\u00f6s, das ist eine Irref\u00fchrung der Sch\u00fcler und Studenten, das ist eine Blamage f\u00fcr die Mathematik und f\u00fcr die Physik, sowie ein Missbrauch dieser Disziplinen.\u00a0<\/p>\n<p>(Jocelyne Lopez)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verweise auf die Originalformulierung des 2. 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