{"id":4584,"date":"2009-12-07T07:55:34","date_gmt":"2009-12-07T06:55:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=4584"},"modified":"2009-12-09T13:20:26","modified_gmt":"2009-12-09T12:20:26","slug":"wo-bleibt-die-genialitat-bei-der-speziellen-relativitatstheorie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/12\/wo-bleibt-die-genialitat-bei-der-speziellen-relativitatstheorie\/","title":{"rendered":"Wo bleibt die Genialit\u00e4t bei der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie?"},"content":{"rendered":"<p>Ich verweise auf meinen Eintrag <a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/12\/beide-postulate-der-speziellen-relativitatstheorie-sind-kase\/\" target=\"_blank\">Beide Postulate der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie sind K\u00e4se <\/a>und komme auf diese Postulate zur\u00fcck, die ich f\u00fcr leere H\u00fclsen halte und die dabei die Grundlage einer Theorie bilden, die uns seit 100 Jahren als \u201e<em>Genialit\u00e4t<\/em>\u201c verkauft wird:\u00a0<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">2. Postulat<\/span><\/strong>:<\/p>\n<p>Dieses Postulat besagt im Klartext lediglich: Ein \u201e<em>ruhender<\/em>\u201c Beobachter misst immer die gleiche Geschwindigkeit f\u00fcr einen Lichtstrahl, egal ob die Lichtquelle ruht oder ob sie sich bewegt.<\/p>\n<p>Dass das 2. Postulat lediglich <span style=\"text-decoration: underline;\">eine fiktive Messung beschreibt<\/span> und das Messergebnis dieser Messung <span style=\"text-decoration: underline;\">postuliert<\/span>, ohne jedoch die Voraussetzungen dieser Messung klar zu definieren habe ich ausf\u00fchrlich in meinem vorherigen Eintrag dargelegt: Zu was \u201e<em>ruht<\/em>\u201c der Beobachter bei dieser fiktiven Messung?<\/p>\n<p>Auch Physiklaien d\u00fcrfen sich sehr wohl diese Frage stellen ohne sich blo\u00dfzustellen oder als dumm zu gelten. Der Zustand der Ruhe oder der Bewegung kann n\u00e4mlich nur durch ein 2. Objekt definiert werden, das ist elementares Verst\u00e4ndnis der Physik. Das 2. Objekt, das den Zustand der Ruhe des Beobachters bei dieser Messung eindeutig definieren k\u00f6nnte, nennt Einstein jedoch nicht, man darf sich es aussuchen. Einstein begn\u00fcgt sich damit, um sich aus der Aff\u00e4re zu ziehen, das Wort \u201e<em>ruhenden<\/em>\u201c in seinem Postulat in Anf\u00fchrungszeichen zu setzen, und fertig! Die Anf\u00fchrungszeichen bei dem Wort \u201e<em>ruhenden<\/em>\u201c werden bei der Wiedergabe oder die Interpretationen des Postulats gerne weggelassen oder \u00fcbersehen. Wir sollen uns wohl nicht zu viele Gedanken um die Bedeutung des 2. Postulats machen, wenn Einstein selbst sich dar\u00fcber keine gemacht hat, oder?<\/p>\n<p>Viel qualifizierter Kritiker als ich waren offensichtlich genauso dumm wie ich, indem sie sich diese Frage doch gestellt haben: Zu was \u201e<em>ruht<\/em>\u201c der Beobachter bei der fiktiven Messung, die im 2. Postulat beschrieben wird?? Wie zum Beispiel G.O. Mueller es in seinem <a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\">Fehlerkatalog<\/a> zusammenfassend dokumentiert, z.B. <a href=\"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/albert-einstein-verneint-die-existenz-eines-absoluten-raumes\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>\u00a0oder <a href=\"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/albert-einstein-arbeitet-mit-der-vorstellung-eines-ruhenden-raumes\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>C: Raum \/ Fehler Nr. 1<br \/>\nAlbert Einstein verneint die Existenz eines absoluten Raumes<\/strong><\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 60px\">Albert Einstein hat 1905 zun\u00e4chst (S. 892) nur gesagt, da\u00df &#8222;ein mit besonderen Eigenschaften ausgestatteter &#8222;absolut ruhender Raum&#8220;&#8220; in die SRT nicht eingef\u00fchrt werde. Dies bedeutet, da\u00df er die Existenz eines absoluten Raumes nicht anerkennt.<br \/>\n[\u2026]<br \/>\nAlbert Einstein hat in Konsequenz der Ablehnung des absoluten Raumes auch die anderen 3 absoluten Vorstellungen verneint, d.h. relativiert: f\u00fcr (2) die Zeit und (3) die Bewegung tut er es ausdr\u00fccklich; f\u00fcr den (1) Beobachtungsraum hat er verr\u00e4terische Formulierungen verwendet: so spricht er (S. 897) von einem &#8222;&#8220;<em>ruhenden<\/em>&#8220; Raum&#8220;, was logisch die Existenz auch eines &#8218;bewegten&#8216; Raumes und damit eine Mehrheit von R\u00e4umen impliziert; in Bezug worauf sein &#8222;<em>ruhender<\/em>&#8220; Raum ruht, teilt er nicht mit.\n<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 60px\">Was die von Albert Einstein verwendeten Anf\u00fchrungszeichen bedeuten sollen, ist nicht herauszufinden. In diesem &#8222;<em>ruhenden<\/em>&#8220; Raum bringt er zwei Koordinatensysteme unter: ein ruhendes und ein bewegtes; damit ruht logischerweise ein System in Bezug auf den &#8222;<em>ruhenden<\/em>&#8220; Raum (!); dann k\u00fcndigt er an, der &#8222;<em>ruhende<\/em>&#8220; Raum soll einmal vom ruhenden und einmal vom bewegten System aus vermessen werden. Nach dieser Ank\u00fcndigung ist jedoch bis zum Ende des Paragraphen 3 (S. 902) vom Raum nicht mehr die Rede: der &#8222;<em>ruhende<\/em>&#8220; Raum ist gar nicht vermessen worden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">(G.O. Mueller)<\/p>\n<p>Durch die konfuse Formulierung Einsteins seines 2. Postulats &#8211; und wohl auch dabei durch seine konfusen Gedanken \u2013 kann diese Annahme in meinen Augen nicht den Anspruch erheben, wissenschaftlich anerkannt zu werden und als Grundlage einer Theorie \u2013 noch dazu einer \u201e<em>genialen<\/em>\u201c Theorie \u2013 zu fungieren. Das h\u00e4tte bei einer seri\u00f6sen wissenschaftlichen Pr\u00fcfung vor der Ver\u00f6ffentlichung moniert werden sollte. Diese Pr\u00fcfung hat wohl nie stattgefunden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">1.\u00a0Postulat<\/span><\/strong>:<\/p>\n<p>Einstein \u00fcbernimmt hier einfach &#8211; ohne es explizit zu sagen und als eigenst\u00e4ndiges Postulat &#8211; das Relativit\u00e4tsprinzip Galileis, und zwar in einer \u00e4u\u00dferst verschn\u00f6rkelten und verklausulierten Formulierung, ein Prinzip, das wohl als Binsenweisheit der Kinematik und als Allgemeinplatz schon zu seiner Zeit gegolten haben sollte und in der Vorstellung Einsteins \u00fcberwiegend eine anekdotische Qualit\u00e4t gewinnt: Es ist bei zwei zueinander bewegten Objekten egal, ob man das eine oder das andere Objekt als ruhend oder als bewegt betrachtet:\u00a0<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/Elektrodynamik.pdf\" target=\"_blank\">Albert Einstein \u2013 Zur Elektrodynamik bewegter K\u00f6rper, 1905 \u2013 Seite 895<\/a>:<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Die Gesetze, nach denen sich die Zust\u00e4nde der physikalischen Systeme \u00e4ndern, sind unabh\u00e4ngig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichf\u00f6rmiger Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustands\u00e4nderungen bezogen werden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><br \/>\nWie gesagt eine Binsenweisheit,\u00a0die keinen Menschen umwirft und die auf \u00a0gar keinen Fall f\u00fcr eine eindeutige Definition des Zustands der Ruhe eines Beobachters bei einer konkreten Messung brauchbar ist, wie es Einstein in seinem 2. Postulat in Anf\u00fchrungszeichen voraussetzt. Das erste Postulat leitet hier auf keinen Fall das zweite ein, es ist davon v\u00f6llig unabh\u00e4ngig. Das Relativit\u00e4tsprinzip Galileis gilt au\u00dferdem f\u00fcr alle Objekte, nicht nur f\u00fcr einen Lichtstrahl, es bringt z. B. f\u00fcr die Kernannahme der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie der Unabh\u00e4ngigkeit der Lichtgeschwindigkeit zu bewegten Beobachtern \u00fcberhaupt nichts (es sei denn, man postuliert den Unsinn, die Geschwindigkeit aller beliebigen Objekte sei unabh\u00e4ngig von der Geschwindigkeit des Beobachters&#8230;) und ist v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig in dieser Theorie. Es sorgt nur f\u00fcr reichliche anekdotische Vorstellungen Einsteins, die jedoch nur bei 5\u00a0 Minuten Langeweile einen Menschen am\u00fcsieren und unterhalten k\u00f6nnen, mehr nicht, so in der Art: <em>F\u00e4hrt der Zug oder f\u00e4hrt der Bahnhof?<\/em> Diese Frage halte ich wiederum nicht f\u00fcr wissenschaftlich relevant, geschweige denn f\u00fcr eine Revolution des Denkens der Menschen\u2026 Mehr ist aber hier bei der Erw\u00e4hnung des Relativit\u00e4tsprinzips Galileis in der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie nicht zu holen.<\/p>\n<p>Von der Kernannahme\u00a0der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie, die Lichtgeschwindigkeit sei unabh\u00e4ngig von der Geschwindigkeit des Beobachters, ist in den beiden Postulaten keine Spur zu finden. Diesen Unsinn hat Einstein kurzerhand und stillschweigend einfach mit der Verwendung der Lorentztransformation in seiner Theorie \u00fcbernommen &#8211; die in dieser Theorie ohne \u00c4ther \u00fcbrigens nichts zu suchen hat\u00a0&#8211; und die urpr\u00fcnglich auf einen grunds\u00e4tzlichen Fehler von Waldemar Voigt zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, siehe zum Beispiel <a rel=\"bookmark\" href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/09\/dr-wolfgang-engelhardt-uber-den-ursprung-der-lorentz-transformation\/\" target=\"_blank\">Dr. Wolfgang Engelhardt: \u00dcber den Ursprung der Lorentz-Transformation<\/a>.<\/p>\n<p>Wo versteckt sich also die &#8222;<em>Genialit\u00e4t<\/em>&#8220; in der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie?<\/p>\n<p>\u00a0(Jocelyne Lopez)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Siehe auch:<br \/>\n<a rel=\"bookmark\" href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/09\/ein-grundfehler-der-speziellen-relativitatstheorie-verwechselung-und-vermischung-von-kinematik-und-dynamik\/\">Ein Grundfehler der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie: Verwechselung und Vermischung von Kinematik und Dynamik <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verweise auf meinen Eintrag Beide Postulate der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie sind K\u00e4se und komme auf diese Postulate zur\u00fcck, die ich f\u00fcr leere H\u00fclsen halte und die dabei die Grundlage einer Theorie bilden, die uns seit 100 Jahren als \u201eGenialit\u00e4t\u201c verkauft wird:\u00a0 2. 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