{"id":458,"date":"2008-10-27T09:18:22","date_gmt":"2008-10-27T08:18:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=458"},"modified":"2008-11-03T09:56:06","modified_gmt":"2008-11-03T08:56:06","slug":"helmut-hille-schein-und-sein-unterscheiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/10\/helmut-hille-schein-und-sein-unterscheiden\/","title":{"rendered":"Helmut Hille: Schein und Sein unterscheiden"},"content":{"rendered":"<p>Die Kernaussage der SRT ist doch, dass eine relative Geschwindigkeit etwas bewirken kann, wenn auch nicht durch Newtonsche Kr\u00e4fte. Dabei wird jedoch der Bewegungseindruck und das Ma\u00df der Geschwindigkeit erst vom Beobachter durch Verwendung eines Bezugssystems erzeugt! <strong>Ohne einen Bezug macht die Aussage \u00fcber Richtung und Gr\u00f6\u00dfe einer Bewegung nicht den geringsten Sinn!<\/strong> W\u00e4hrend also ein totes Objekt mangels eigener Antriebe jeder Art \u00a0<em>von sich aus<\/em> nur in seinem Zustand verharren kann (Newton), sehen wir es infolge unserer am Lebendigen ge\u00fcbten Sehgewohnheit ganz automatisch als im objektiven Zustand der Ruhe oder der gleichf\u00f6rmig-geradlinigen Bewegung, als handle es sich um ein Lebewesen. Weil es sich hier um eine in der Kindheit erworbene Gewohnheit handelt, sind wir uns ihrer nicht bewusst! Die Aufkl\u00e4rung und Anerkennung dieser Sehgewohnheit wird die SRT deshalb ganz automatisch zu Fall bringen, weshalb es so wichtig ist, sich mit den Mechanismen unserer Erkenntnis zu befassen. Das wird mehr an Einsicht \u00fcber Einsteins Thesen bringen, als alle kritischen rein physikalischen \u00dcberlegungen. Es gilt eben Sein und Schein zu unterscheiden! Newtons Physik ist eine Physik des Seins, Einsteins Physik eine Physik des Scheins, denn Einstein konnte wegen mangelnder Selbstwahrnehmung (Autismus) nicht zwischen Sein und Schein unterscheiden und wurde in seinem Defizit durch Machs Sensualismus best\u00e4rkt. Mach hielt den Augenschein f\u00fcr besonders objektiv, weshalb er auch die Existenz von Atomen bestritt. Aber der Augenschein ist eben ein Schein, wie unsere Sprache schon wei\u00df, die das Ergebnis einer langen Erfahrung der Menschheit ist.<\/p>\n<p>Was also nur im Kopf des Beobachters <em>infolge einer f\u00fcr ihn n\u00fctzlichen Sehgewohnheit<\/em> existiert, kann nicht Gegenstand der Physik sein. Da Einstein nicht zwischen Sein und Schein unterscheiden konnte, hat er daf\u00fcr sein Denken auf die Dinge projiziert und sich dann zu Unrecht gewundert, warum sie ihm so verst\u00e4ndlich sind. Und so machen es auch seine Anh\u00e4nger, die tote Objekte als ihresgleichen behandeln, weshalb sie so \u00fcberzeugt vom Besitz der Wahrheit sind. Sie glauben die Welt zu verstehen, die jedoch nur der Spiegel ihrer eigenen Denkgewohnheiten ist, weshalb sie ihnen so vertraut vorkommt. In Abwandlung eines Wortes von Lichtenberg muss man ihnen sagen: Wer nur Physik versteht, versteht auch die nicht recht! Schon die Einf\u00fchrung mehrerer Beobachter, welche die unterschiedlichsten Relativgeschwindigkeiten eines Objekts ergibt, ist in der Lage, die SRT ad absurdum zu f\u00fchren, denn die Welt, mit der es die Wissenschaft zu tun hat, kann immer nur eine sein, soll Wissenschaft nicht ihren Allgemeing\u00fcltigkeitsstatus verlieren.<\/p>\n<p>Wer wie Einstein eine Rolle des Beobachters entschieden bestreitet, wird dann auch nicht anerkennen, dass es sich bei physikalischen Gr\u00f6\u00dfen um rein geistige Setzungen handelt, die wir an die Natur herantragen, um mit ihr geistig und real umgehen zu k\u00f6nnen. Ganz charakteristisch ist, dass Physiker &#8211; nicht nur Relativisten (und da liegt der Hund begraben!) &#8211; physikalische Gr\u00f6\u00dfen wie Raum (L\u00e4ngen), Zeit, Masse, Energie usw. usf. f\u00fcr physikalische Objekte ansehen, weshalb sie st\u00e4ndig versuchen, sie mit materiellen Eigenschaften wie \u201egebogen&#8220;, \u201egekr\u00fcmmt&#8220;, \u201egedehnt&#8220; usw. in Verbindung zu bringen. Hintergrund ist hier ein bei Naturwissenschaftlern, insbesondere bei Physikern anzutreffender latenter Materialismus, der in Betriebsblindheit eine Eigenst\u00e4ndigkeit des Mentalen bestreitet. F\u00fcr Einstein war alles Geistige nur \u201eIllusion&#8220;. Auch diese ideologische, ebenfalls meist unbewusste Seite gilt es zu verstehen, um die hartn\u00e4ckige Verteidigung Einsteins zu begreifen.<\/p>\n<p>Die Aufgabe der Einsteinkritik ist also umfassend. Die physikalische Seite ist da nur ein Nebenschauplatz. Das Hauptproblem ist die mangelnde Bildung der Verantwortlichen und eine allgemein fehlende geistige Reife. Wer dagegen wei\u00df, dass Raum, Zeit, Masse, Energie usw. usf. physikalische Gr\u00f6\u00dfen sind, von Menschen gesetzt und durch internationale Vereinbarungen zur Geltung gebracht (was ja niemand wird ernstlich bestreiten k\u00f6nnen) und das \u201eRuhe&#8220; und \u201eBewegung&#8220; toter Objekte Eindr\u00fccke sind, die nur im Kopf eines Beobachters existieren, dem sind Einsteins autistische Thesen einfach gegenstandslos. Versucht man dagegen, sie zu widerlegen, begibt man sich auf ihr Niveau und macht sich zwangsl\u00e4ufig ihre Denkfehler zu eigen.<\/p>\n<p>(Helmut Hille)<br \/>\n<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.helmut-hille.de\/\">http:\/\/www.helmut-hille.de\/<\/a> (WEGE DES DENKENS)<br \/>\n<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.helmut-hille-philosophie.de\/\">http:\/\/www.helmut-hille-philosophie.de\/<\/a> (ZEIT UND SEIN)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kernaussage der SRT ist doch, dass eine relative Geschwindigkeit etwas bewirken kann, wenn auch nicht durch Newtonsche Kr\u00e4fte. Dabei wird jedoch der Bewegungseindruck und das Ma\u00df der Geschwindigkeit erst vom Beobachter durch Verwendung eines Bezugssystems erzeugt! Ohne einen Bezug macht die Aussage \u00fcber Richtung und Gr\u00f6\u00dfe einer Bewegung nicht den geringsten Sinn! 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