{"id":4545,"date":"2009-11-11T11:44:19","date_gmt":"2009-11-11T10:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=4545"},"modified":"2009-11-11T11:47:32","modified_gmt":"2009-11-11T10:47:32","slug":"g-o-mueller-was-bedeutet-wissenschaftsfreiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/11\/g-o-mueller-was-bedeutet-wissenschaftsfreiheit\/","title":{"rendered":"G.O. Mueller: Was bedeutet Wissenschaftsfreiheit"},"content":{"rendered":"<p>Ich zitiere aus dem Brief von G.O. Mueller vom M\u00e4rz 2007 <a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/01_professoren_berlin_dresden.pdf\" target=\"_blank\">an 100 Professoren der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin und an 100 Professoren der Technischen Universit\u00e4t Dresden:\u00a0<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u00a0<br \/>\n<strong>Was bedeutet Wissenschaftsfreiheit<\/strong>\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das <strong>Grundgesetz, Artikel 5<\/strong>, regelt in 3 Abs\u00e4tzen die pers\u00f6nliche Meinungsfreiheit (Absatz 1), ihre Grenzen (Absatz 2) und die <strong>Freiheit der Wissenschaft<\/strong> (Absatz 3). Wir haben in unserem \u201c<em>Offenen Brief<\/em>\u201d an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages das Problem der Wissenschaftsfreiheit thematisiert, also Absatz 3 \u2013 das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung aber hat in seiner Antwort auf den \u201c<em>Offenen Brief<\/em>\u201d so getan, als sei die von uns geforderte Einf\u00fchrung der Wissenschaftsfreiheit (nach Absatz 3) schon erreicht, weil die Kritiker (nach Absatz 1) ja \u00f6ffentlich ihre Meinung \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen!<em> [siehe\u00a0<a href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/11\/stellungnahme-von-frau-dr-annette-schavan-zu-den-gravierenden-gesellschaftlichen-missstanden-um-die-unterdruckung-der-kritik-der-relativitatstheorie\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>]<\/em> Soviel zur Gesetzeskenntnis und zum Intelligenzeinsatz des BMBF und \u00fcber das Interesse der Auftraggeberin an dem Antwortschreiben. <strong>Sch\u00f6ner kann eine Obrigkeit ihre eigene Gleichschaltung und ihre Mitwirkung an dem Betrug der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Wahrheit der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie nicht dokumentieren<\/strong>. Den Kritikern wird also empfohlen, ihre kleinen Kritiker-Personen mit der offiziellen, steuerfinanzierten Wissenschaft zu verwechseln und die individuell-pers\u00f6nliche Meinungsfreiheit, die sie immer schon nutzen, mit der Freiheit der Argumentation und Diskussion in einem Wissenschaftsfach gleichzusetzen, die verboten ist. So dumm und gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig ist jedoch kein Kritiker.Was Wissenschaftsfreiheit bedeutet, ist klar an jenen Fachgebieten abzulesen, in denen sie herrscht. Es gibt 3 einfache Kriterien, die die \u00d6ffentlichkeit jederzeit erkennen und deren Erf\u00fcllung sie in jedem Fachgebiet \u2013 und ganz ohne Fachkenntnisse \u2013 nachpr\u00fcfen kann, wenn sie es denn will:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>1. Existenz von Mehrheitsauffassungen und Minderheitsauffassungen gleichzeitig nebeneinander.<\/strong><br \/>\nDer Nachweis der Existenz von Minderheitsauffassungen kann nur aus der Literaturanalyse erbracht werden. Schlagen sich in den Ver\u00f6ffentlichungen keine nennenswerten Meinungsverschiedenheiten oder Kontroversen nieder, so kann es daf\u00fcr nur zwei Gr\u00fcnde geben: entweder herrscht gro\u00dfe Einigkeit und es gibt keine abweichenden Auffassungen, oder existierende Kritik und Minderheitsauffassungen werden unterdr\u00fcckt.\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>2. Rezeption der Minderheitsauffassungen in der Fachdiskussion, in der Literatur und in den Gremien.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ist die Existenz von Kontroversen belegt \u2013 im Fall der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie durch unsere Dokumentation \u2013 so m\u00fcssen sie in der Diskussion, in der Literatur und den Gremien ihren Ausdruck finden. Werden dort keine Kontroversen gef\u00fchrt, so scheint es offiziell keine nennenswerten Minderheitsauffassungen zu geben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>3. Respektierung der Minderheitsauffassungen durch die Vertreter der Mehrheitsauffassung.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Umgang der Vertreter der Mehrheitsauffassung mit den Vertretern der Minderheitsauffassung mu\u00df der Minderheit das Existenzrecht gew\u00e4hren. Die Mehrheit darf die Minderheitsauffassung f\u00fcr falsch erkl\u00e4ren, darf sie jedoch nicht verleumden, nicht f\u00fcr ehrlos erkl\u00e4ren und nicht unterdr\u00fccken. Die Minderheit darf nicht diskriminiert werden, weil sie eine Minderheit ist. Dieser grunds\u00e4tzlich geltende Respekt vor der Minderheitsmeinung kommt z. B. darin zum Ausdruck, da\u00df in Urteilen unserer h\u00f6chsten Gerichte und in Gutachten von Sachverst\u00e4ndigenkommissionen zur Politikberatung jederzeit Vertreter von Minderheitsmeinungen ein Sondervotum zum Urteil oder Gutachten abgeben k\u00f6nnen, und da\u00df die Abgabe eines solchen Sondervotums nicht zur gesellschaftlichen Diskriminierung oder \u00c4chtung oder gar sozialen Vernichtung des Verfassers f\u00fchren darf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Verwendet man <strong>diese drei Kriterien zur Beurteilung des Zustands der theoretischen Physik in Sachen Spezielle Relativit\u00e4tstheorie<\/strong>, so kommt man eindeutig und unwiderlegbar \u2013 und von seiten der Physik-Machthaber gelegentlich sogar prahlerisch zugegeben \u2013 zu dem Ergebnis:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1. Mehrheitsauffassung und Minderheitsauffassungen bestehen seit 1908 gleichzeitig nebeneinander.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2. Seit 1922 findet eine Rezeption der Minderheitsauffassungen offiziell und effektiv nicht mehr statt, vielmehr wird schon die Existenz einer Kritik-Tradition \u00fcber nun acht Jahrzehnte \u00fcberhaupt geleugnet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">3. Da schon die Rezeption der Minderheitenauffassung seit 1922 erfolgreich verhindert wird, wird der zu fordernde Respekt der Minderheitsauffassungen durch deren Unterdr\u00fcckung in sein Gegenteil verkehrt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Ergebnis: In der theoretischen Physik gibt es somit in Sachen der SRT keine Wissenschaftsfreiheit. Quod erat demonstrandum.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">(G.O. Mueller)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich zitiere aus dem Brief von G.O. 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