{"id":4285,"date":"2009-08-17T08:47:42","date_gmt":"2009-08-17T07:47:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=4285"},"modified":"2009-08-17T08:48:40","modified_gmt":"2009-08-17T07:48:40","slug":"peter-ripota-ein-marchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/08\/peter-ripota-ein-marchen\/","title":{"rendered":"Peter Ripota: Ein M\u00e4rchen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Es war einmal, in einem fernern Land, da lebte ein K\u00f6nig, dem eine b\u00f6se Fee Folgendes geweissagt hatte: Wenn sein Sohn, also sein Nachfolger, ab dem Jahr, da er die Herrschaft \u00fcbernehme, auch nur einen Zentimeter gr\u00f6\u00dfer oder kleiner werde, dann w\u00fcrde sein ganzes Reich zugrunde gehen. Der K\u00f6nig nahm die Weissagung ernst, und als sein Sohn mit 21 das Reich \u00fcbernahm, da dachte der K\u00f6nig, jetzt k\u00f6nne nichts mehr geschehen, denn mit 21 sei man ausgewachsen, und die 1:75 m Gr\u00f6\u00dfe w\u00fcrde nun ein Leben lang die gleiche bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch der Sohn, einer neuen und gut gen\u00e4hrten Generation angeh\u00f6rend, wuchs weiter, und das durfte nicht sein. Als erstes erfuhr dies der k\u00f6nigliche Ma\u00dfnehmer, der, wie jedes Jahr, des jungen Herrschers Gr\u00f6\u00dfe verma\u00df und dabei feststellte, dass dieser um einen Zentimeter gewachsen sei. Dies aber durfte nicht sein, und als der alte K\u00f6nig davon erfuhr, lie\u00df er den Ma\u00dfnehmer sofort in den Kerker werfen und kurz danach k\u00f6pfen. Sein Leichnam wurde in den Fluss namens &#8222;\u00c4ther&#8220; geworfen, damit niemand das Schreckliche erf\u00fchre. Indes, gemessen werden musste, und das Wachstum des jungen K\u00f6nigs war un\u00fcbersehbar. Was tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Hofnarr erkundete als erster die Wahrheit und rannte zum K\u00e4mmerer, ihm die Sache zu erkl\u00e4ren. Dieser war ein ebenso kluger wie praktischer Mensch, und er fand eine L\u00f6sung, die unterschiedliche Gr\u00f6\u00dfe des K\u00f6nigs zum Verschwinden zu bringen: Er befahl, den jungen K\u00f6nig heimlich zu vermessen und alle Ma\u00dfst\u00e4be jedes Jahr entsprechend zu verl\u00e4ngern oder (sp\u00e4ter, als der K\u00f6nig zu schrumpfen begann) wieder zu verk\u00fcrzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und so geschah es, und niemand merkte etwas, und diejenigen, die bescheid wussten, schwiegen. Selbst als der alte K\u00f6nig in hohem Alter zu Grabe getragen wurde, k\u00fcrzten des jungen K\u00f6nigs Berater jedes Jahr die Ma\u00dfst\u00e4be, nur um dem Fluch zu entgehen (von dem der junge K\u00f6nig gar nichts wusste). Die Weisen im Lande, die den Schwindel kannten, hofften, dass der neue Herrscher irgendwann den Unsinn aufgeben w\u00fcrde. Sie hoffen immer noch, bis jetzt vergebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gott sei Dank ist das Ganze nur ein M\u00e4rchen &#8230;<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.peter-ripota.de\/einstein\/relativitaet-de-205.html\" target=\"_blank\"><strong>Peter Ripota<\/strong><\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Hmm&#8230; das Ganze soll nur ein M\u00e4rchen sein?<br \/>\nNa ja, wenn Leser einen Zusammenhang mit unserer neuen Ma\u00dfeinheit &#8222;<em>Meter<\/em>&#8220; erkennen k\u00f6nnen, ist es vielleicht doch kein M\u00e4rchen&#8230;\n<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal, in einem fernern Land, da lebte ein K\u00f6nig, dem eine b\u00f6se Fee Folgendes geweissagt hatte: Wenn sein Sohn, also sein Nachfolger, ab dem Jahr, da er die Herrschaft \u00fcbernehme, auch nur einen Zentimeter gr\u00f6\u00dfer oder kleiner werde, dann w\u00fcrde sein ganzes Reich zugrunde gehen. 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