{"id":388,"date":"2008-07-25T15:21:06","date_gmt":"2008-07-25T14:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=388"},"modified":"2008-07-25T15:29:37","modified_gmt":"2008-07-25T14:29:37","slug":"albert-einstein-hatte-wohl-probleme-mit-dem-verstandnis-von-relationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2008\/07\/albert-einstein-hatte-wohl-probleme-mit-dem-verstandnis-von-relationen\/","title":{"rendered":"Albert Einstein hatte wohl Probleme mit dem Verst\u00e4ndnis von Relationen"},"content":{"rendered":"<p>Neben der unzul\u00e4ssigen und ung\u00fcltigen Gleichsetzung ungleicher Gr\u00f6\u00dfen, die im Postulat der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit zu bewegten Beobachtern steckt (siehe <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=383\">Austausch mit Herrn Dr. Markus P\u00f6ssel vom 21.07.08<\/a>) hat Einstein einen weiteren grunds\u00e4tzlichen Fehler in seine SRT eingebaut, und zwar eine grobe Verletzung des Relativit\u00e4ts- \u00a0bzw. des Reziprozit\u00e4tsprinzips.<\/p>\n<p>Einstein setzt voraus, dass man nicht feststellen kann, ob ein Objekt ruht oder ob es sich bewegt, und dass es bei einer Relativbewegung zwischen zwei Objekten deshalb v\u00f6llig egal sei, ob man das eine oder das andere Objekt sich als bewegt oder ruhend vorstellt.<\/p>\n<p>Man kann grunds\u00e4tzlich bei dieser Voraussetzung eigentlich nichts dagegen haben: Das Ausw\u00e4hlen eines Bezugssystems ist ja nur eine rein mentale, abstrakte Vorstellung, und jeder kann in der Tat diese abstrakte Vorstellung willk\u00fcrlich anstellen, kein Problem, zum Beispiel:<\/p>\n<p>&#8211; Man kann sich einen fahrenden Zug als bewegt vorstellen und die Schiene unter ihm als ruhend (das ist die g\u00e4ngige Alltagsvorstellung der Menschen)<\/p>\n<p>&#8211; Man kann aber auch sich einen fahrenden Zug als ruhend vorstellen und die Schienen unter ihm als bewegt (das ist eine Vorstellung, die man anstellt, wenn man zum Beispiel im Zug gerade 3 Minuten Langeweile hat&#8230;),<\/p>\n<p>Oder<\/p>\n<p>&#8211; Man kann sich einen reisenden Zwillingsbruder als bewegt vorstellen und seinen auf der Erde zur\u00fcckgebliebenen Bruder als ruhend (das ist auch die g\u00e4ngige Alltagsvorstellung der Menschen),<\/p>\n<p>&#8211; Man kann sich aber auch einen reisenden Zwillingsbruder als ruhend vorstellen und seinen auf der Erde zur\u00fcckgebliebene Bruder als bewegt .<\/p>\n<p>Kein Problem damit, es sind ja nur mentale Vorstellungen, sie sind zul\u00e4ssig. Die Gedanken sind frei.<\/p>\n<p>Wo Einstein jedoch einen groben Fehler begangen hat, ist, wenn er behauptet, dass die Effekte <strong>gleich<\/strong> seien, egal ob man das eine oder das andere Objekt als ruhend oder als bewegt sich vorstellt und ausw\u00e4hlt. Die Konsequenz aus seiner Behauptung w\u00e4re, wenn man z.B. postuliert, dass bewegte Uhren langsamer gehen (was Einstein auch tut):<\/p>\n<p>&#8211; Eine Uhr im Zug geht langsamer, wenn man sich gerade mental vorstellt, dass der Zug sich bewegt.<\/p>\n<p>&#8211; Eine Uhr auf der Schienen geht langsamer, wenn man sich gerade mental vorstellt, dass die Schienen sich bewegen.<\/p>\n<p>Oder<\/p>\n<p>&#8211; Ein reisender Zwillingsbruder altert langsamer, wenn man sich gerade mental vorstellt, dass er sich bewegt.<\/p>\n<p>&#8211; Ein auf der Erde ruhender Zwillingsbruder altert langsamer, wenn man sich gerade mental vorstellt, dass er sich bewegt.<\/p>\n<p>Egal welche mentale Vorstellung man bei relativ zueinander bewegten Objekten gerade hat oder gerade definiert, sind die Effekte f\u00fcr Einstein <strong>gleich<\/strong>, das hei\u00dft:<\/p>\n<p>&#8211; Sowohl die Uhr im Zug geht langsamer (wenn man sie sich bewegt vorstellt), als auch die Uhr auf der Schiene geht langsamer (wenn man sie sich wiederum bewegt vorstellt).<\/p>\n<p>&#8211; Sowohl der reisende Zwillingsbruder altert langsamer (wenn man ihn sich bewegt vorstellt), als auch sein auf der Erde zur\u00fcckgebliebener Bruder altert langsamer (wenn man sich ihn wiederum als bewegt vorstellt), da Einstein auch noch dazu davon ausgeht, dass der Gang von Uhren die Alterungsprozesse beeinflussen.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft im Klartext als logische Konsequenz der Vorstellung Einsteins: Alle Uhren gehen <strong>gleicherma\u00dfen langsamer<\/strong>, wir altern alle <strong>gleicherma\u00dfen langsamer<\/strong>, wenn wir uns vorstellen, dass irgendwo irgendwelche Uhren bewegt werden, was in der Tat jede Sekunde seit unserer Geburt passiert. Die Gefahr besteht also akut nach der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie, dass wir irgendwann unsterblich werden. Das ist sogar erstaunlich, dass wir es immer noch nicht sind, oder?<\/p>\n<p>Aber Spa\u00df beiseite: Diese Gleichsetzung der Effekte auf beide Seiten ist eine grobe Verletzung der Reziprozit\u00e4t, die bei einer Relation per Prinzip immer vorhanden ist &#8211; Einstein hat jedoch dieses Prinzip anscheinend nicht verstanden: Bei einer Relation k\u00f6nnen Effekte nicht <strong>gleich<\/strong> sein, sondern <strong>KONTR\u00c4R!<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Zwilling A sich langsamer gegen\u00fcber Zwilling B bewegt, dann ist nur die Folgerung zul\u00e4ssig, dass Zwilling B sich <strong>schneller<\/strong> gegen\u00fcber Zwilling A bewegt, und doch nicht gleich langsamer!<\/p>\n<p>Die grobe Verletzung des Reziprozit\u00e4tsprinzips bei Einstein besteht also darin zu behaupten, dass die Effekte in zwei zueinander bewegten Systemen <strong>gleich<\/strong> sind, und nicht <strong><u>kontr\u00e4r<\/u><\/strong>. Ein Unfug ohne gleichen.<\/p>\n<p>Wenn ich z.B. sage, Peter ist 10 cm gr\u00f6\u00dfer als Paul, kann ich nicht sagen, dass Paul 10 cm gr\u00f6\u00dfer als Peter ist, das ist grober Unfug, sondern nur, dass Paul 10 cm <strong>kleiner<\/strong> ist als Peter!<\/p>\n<p>Wenn ich z.B. sage, Auto A ist 30 km\/h langsamer als Auto B, kann ich nicht sagen, dass Auto B 30 km\/h langsamer als Auto A ist, das ist grober Unfug, sondern nur, dass Auto B 30 km\/h <strong>schneller<\/strong> ist als Auto A.<\/p>\n<p>Die Relativisten haben dieses einfache Prinzip nicht verstanden, das jedes Kleinkind schon begreift. F\u00fcr sie w\u00e4re vielleicht das Lesen von Paul Watzlawick\u00a0<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=358\">Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns<\/a> hilfreich, wer wei\u00df.<\/p>\n<p>(Jocelyne Lopez)<\/p>\n<p><font color=\"#ffffff\">&#8212;-<\/font><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>N.B.<\/strong>: In diesem Zusammenhang liest man hin und wieder, dass Albert Einstein unter einer bestimmten Form vom Autismus gelitten h\u00e4tte. Ich kann das pers\u00f6nlich nicht beurteilen, ich verweise aber z.B. dazu auf die Untersuchung der besonderen Rolle des Beobachters in der Relativit\u00e4tstheorie in einem Essay von Helmut Hille <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.helmut-hille.de\/raetsel.html\">R\u00e4tselhafter Einstein<\/a>, wo der Autor diese These vertritt. Mitte Juni 2008 wurde auch eine dreiteilige ARTE-Sendereihe &#8222;<em>Expeditionen ins Gehirn<\/em>&#8220; auf 3Sat erneut ausgestrahlt, dabei ging es um die Autismusforschung, die ganz wesentliche Einblicke in das menschliche Gehirn gewonnen hat. Am 11. Juni kam auch <em>Teil 2 &#8211; Der Einstein-Effekt<\/em> (die Sendereihe habe ich pers\u00f6nlich nicht gesehen).\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben der unzul\u00e4ssigen und ung\u00fcltigen Gleichsetzung ungleicher Gr\u00f6\u00dfen, die im Postulat der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit zu bewegten Beobachtern steckt (siehe Austausch mit Herrn Dr. Markus P\u00f6ssel vom 21.07.08) hat Einstein einen weiteren grunds\u00e4tzlichen Fehler in seine SRT eingebaut, und zwar eine grobe Verletzung des Relativit\u00e4ts- \u00a0bzw. des Reziprozit\u00e4tsprinzips. 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