{"id":3165,"date":"2009-06-08T08:03:02","date_gmt":"2009-06-08T07:03:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=3165"},"modified":"2009-06-08T08:03:02","modified_gmt":"2009-06-08T07:03:02","slug":"tierversuche-konnen-sofort-abgeschafft-werden-ohne-jeglichen-nachteil-fur-das-leben-von-menschen-und-tieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/06\/tierversuche-konnen-sofort-abgeschafft-werden-ohne-jeglichen-nachteil-fur-das-leben-von-menschen-und-tieren\/","title":{"rendered":"Tierversuche k\u00f6nnen sofort abgeschafft werden, ohne jeglichen Nachteil f\u00fcr das Leben von Menschen und Tieren"},"content":{"rendered":"<p>Ich verweise auf die Diskussion <a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;threadID=8606\" target=\"_blank\"><em>Paul Celan: Die Todesfuge<\/em><\/a>\u00a0im Forum <em>zeitwort.at<\/em>, die sich zu einem Meinungsaustausch \u00fcber Veganismus und Vegetarismus entwickelt hat und gebe einige Austausche wieder:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=157443#post157443\" target=\"_blank\">06.06.09 &#8211; Zitat von Jocelyne Lopez<\/a><\/em>:<\/p>\n<p>Mein Problem beim Verzicht auf Fleisch ist nicht individuell. Ich k\u00f6nnte von heute auf morgen darauf verzichten, das w\u00fcrde mir nicht schwer fallen, \u00fcberhaupt nicht (anders ist es mit rauchen&#8230;). Ich kann mir aber auf der Ebene einer ganzen Bev\u00f6lkerung nicht vorstellen, dass es die Massentierhaltung verhindern k\u00f6nnte: Allein um t\u00e4glich eine Bev\u00f6lkerung von 80 Millionen Menschen in Deutschland mit Milchprodukten zu versorgen (und darauf verzichten die Vegetarier nicht) ist zwangsl\u00e4ufig eine Massentierhaltung von K\u00fchen notwendig, und dadurch auch zwangsl\u00e4ufig eine Schlachtung der m\u00e4nnlichen Tiere (die wie bei uns Menschen zu 50\/50 geboren werden). Wir haben in Europa keine riesige Pampa, wo wir die Tiere bis zu\u00a0ihrem nat\u00fcrlichen Tod frei leben lassen k\u00f6nnten. Wir haben ja auch in Europa sozusagen eine &#8222;<em>Massenmenschenhaltung<\/em>&#8222;, die jeden Tag ohne einen einzigen Tag Unterbrechung von den Bauern versorgt werden muss. Keine leichte Leistung&#8230; Fleischproduktion ist auch bei uns lediglich ein Nebenprodukt der Milchproduktion. Wer Milchprodukte verzehrt nimmt also zwangsl\u00e4ufig teil an der Massentierhaltung und an der Schlachtung von Tieren. Deshalb sind auch manche Vegane gegen\u00fcber Vegetariern feindselig eingestellt: sie nehmen durch den Verzehr von Milchprodukten teil an den &#8222;<em>Mord<\/em>&#8220; an Tiere.<\/p>\n<p>Die kollektive Umstellung einer ganzen Bev\u00f6lkerung von 80 Millionen Menschen auf rein pflanzliche Ern\u00e4hrung (vegane Ern\u00e4hrung) w\u00fcrde wiederum solche Umw\u00e4lzungen im \u00d6kosystem des Landes verursachen (Agrarfl\u00e4che sind keine Natur, weit verfehlt, sondern ausgerechnet das Gegenteil von Natur, und die betragen schon jetzt die \u00fcberwiegende Mehrheit der Fl\u00e4che des Landes, wobei sie auch kaum zu erweitern sind), dass ich davon \u00fcberzeugt bin, dass kein Mensch die Konsequenzen einer solchen Umw\u00e4lzung \u00fcberhaupt \u00fcberblicken und die Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbernehmen kann, auch die Fachexperte nicht. Ich k\u00f6nnte pers\u00f6nlich auf keinen Fall diese Verantwortung \u00fcbernehmen, ich bin damit restlos \u00fcberfordert. Ich wei\u00df nur, dass die letzte Hungernot in Europa nicht in Mittelalter geschah, sondern vor kaum 150 Jahren und sch\u00e4tzungsweise eine Million Todesopfer gefordert hat, sowie die Auswanderung von unz\u00e4hligen Menschen: Die Hungernot in Irland aufgrund einer Kartoffelseuche. Und damals war die Bev\u00f6lkerungszahl um ein Vielfaches niedriger als heute. Welche Regierung k\u00f6nnte heute die Verantwortung \u00fcbernehmen 80 Millionen Menschen auf rein vegetarische Ern\u00e4hrung umzustellen und so einen Eingriff im \u00d6kosystem des Landes vorzunehmen? Diesen Zauberlehrling m\u00f6chte ich hier nicht spielen.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung ist in meinen Augen priorit\u00e4r in humanen Lebensbedingungen f\u00fcr die Tiere und humane Schlachtung zu suchen, und vor allem auf eine bessere fl\u00e4chenm\u00e4ssige Verteilung der pflanzlichen- und tierischen Nahrungsmittelproduktion: Wir haben in erweiterter (Ost)Europa auch riesige freie Fl\u00e4che, wo zum Beispiel eine extensive und artgerechte Haltung von Rindern \u00e4hnlich wie in Argentinien m\u00f6glich w\u00e4re, und die ethisch-moralisch zu vertreten ist. Europa mu\u00df zusammenwachsen, zum wohl der Menschen und der Tiere.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=157449#post157449\" target=\"_blank\">07.06.09 &#8211; Zitat von saurau<\/a><\/em>:<\/p>\n<p>ja das ist auch verdammt schwer. nicht nur eine ganze nationalbev\u00f6lkerung, sondern gleich sich selbst umzustellen. ich w\u00fcrde insgeheim auch den augenblick bejubeln, an dem die menschheit feststellt, dass fleischliche gegen\u00fcber veganer bzw. teilweise vegetarischer ern\u00e4hrung global gesehen \u00f6kologischer ist. obwohl&#8230; umgekehrt w\u00fcrd ich wahrscheinlich lauter jubeln. wenn du dir vor augen h\u00e4ltst, was f\u00fcr unmengen an pflanzlicher kost notwendig sind, um ein tier schlachtreif zu machen, denkst du vielleicht anders. und&#8230; ich pers\u00f6nlich w\u00fcrd erst dann schlachten, wenn es um mein \u00fcberleben geht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=157454#post157454\" target=\"_blank\">07.06.09 &#8211; Zitat von Jocelyne Lopez<\/a><\/em>:<\/p>\n<p>Es geht eben um \u00dcberleben, f\u00fcr Millionen von Menschen, das habe ich weiter oben mit meinen eigenen \u00dcberlegungen (wie Du es angeregt hast) versucht darzustellen. So oder so m\u00fcssen Millionen und aber Millionen Einwohner Mitteleuropas auf einer winzigen Fl\u00e4che zusammengepachtet mit mindestens je 2000 kal pro Tag ohne Unterbrechung versorgt werden. Ohne tierische Nahrungsmittel, die f\u00fcr uns in kleinen Mengen sehr nahrhaft sind, m\u00fcssten wir die pflanzliche Produktion verdoppeln oder verdreifachen, weil unsere Biologie pflanzliche Nahrung nicht optimal verwerten kann. Wo und wie soll man die Getreideproduktion bei uns verdoppeln oder verdreifachen? Auf welchen Fl\u00e4chen? W\u00e4re es Natur? W\u00e4re es ein Lebensraum f\u00fcr freie lebende Tiere?<\/p>\n<p>Die Ureinwohner Nordamerikas haben zum Beispiel auch nur durch Fleischverzehr \u00fcberlebt, sie hatten keine Landwirtschaft. Und sie hatten kulturell gro\u00dfe Achtung vor Tieren. Das Verh\u00e4ltnis f\u00fcr ein naturgerechtes bzw. naturbedingtes Gleichgewicht war aber ganz anders: Vielleicht 5 Menschen pro Quadratkilometer? Nicht mal? Wir haben in Mitteleuropa die h\u00f6chste Bev\u00f6lkerungsdichte der ganzen Welt, mit Zahlen wie 300 Menschen pro Quadratkilometer!!! Derjenige, der mir erz\u00e4hlen will, er kann ihre Nahrungsmittelversorgung nur rein pflanzlich garantieren, in dem er dabei Lebensbedingungen f\u00fcr frei lebende Tiere schafft, den w\u00fcrde ich kein Wort glauben. Tr\u00e4umen kann ich selbst.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=157449#post157449\" target=\"_blank\">07.06.09 &#8211; Zitat von saurau<\/a><\/em>:<\/p>\n<p>und nochwas: ich versteh jeden, der tiere isst. ich hab was gegen militanz jeglicher art.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;postID=157454#post157454\" target=\"_blank\">07.06.09 &#8211; Zitat von Jocelyne Lopez<\/a><\/em>:<\/p>\n<p>Deshalb kann ich mich auch nicht gegen Massentierhaltung militantisch engagieren, ich kann nur stillschweigend darunter leiden und auch die Menschen unterst\u00fctzen, die die Bedingungen f\u00fcr die Massentierhaltung verbessern wollen. Ich \u00fcberblicke aber das gesamte Problem pers\u00f6nlich nicht, ich k\u00f6nnte keine Umstellung einer Bev\u00f6lkerung verantworten. Hier habe ich die Haltung, die ASY uns (und mir) mit der Verlinkung eines Textes empfohlen hat:<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 60px\"><a href=\"http:\/\/zeitwort.at\/index.php?page=Thread&amp;threadID=8162\" target=\"_blank\"><em>\u00dcberlebensregeln gegen das Unrecht<\/em><\/a><br \/>\nVermeiden Sie also, beschuldigend mit einem Finger auf andere zu zeigen. Schreiben Sie nie: \u201e<em>X ist schuld, dass&#8230;<\/em>&#8220; In Wahrheit degradieren Sie sich selbst mit einer solchen Formulierung zu einem Nichts und erh\u00f6hen den, den Sie anklagen, zu einem Alles. Denken Sie einmal dar\u00fcber nach! Dieselbe Regel gilt f\u00fcr alles, was Hass in anderen Menschen f\u00f6rdert. Zu Beginn meiner Schreiberkarriere, als Vieles noch neu und die Wut in mir frisch war, glaubte ich noch an Schuldige. Heute denke ich in Begriffen von ethischem und unethischem Verhalten, denke daran was ich tun kann, um den kein jenigen, die sich der Unethik hingeben zu helfen, davon abzulassen. Ich muss nicht mehr beschuldigen, denn es ist <em>meine<\/em> Welt, es sind <em>meine<\/em> Zust\u00e4nde [&#8230;]<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 60px\"><strong>Regel Nr. 8 &#8211; Tun Sie nur Dinge, hinter denen Sie voll und ganz stehen<\/strong><br \/>\nEs gibt diese eine Regel, die allen anderen \u00fcbergeordnet ist. Gutes Verhalten ist nicht braves Verhalten, nicht dieses oder jenes, es bedeutet auch nicht, still, taten- bzw. tadellos in der Ecke zu sitzen.<\/p>\n<p>Hinter der Abschaffung von Tierversuchen, die nicht nur grausam und unverantwortlich gegen\u00fcber\u00a0Tieren, sondern auch nutzlos f\u00fcr die Humanmedizin sind, stehe ich voll und ganz. Sie k\u00f6nnen von heute auf morgen abgeschafft werden, ohne jeglichen Nachteil f\u00fcr das Leben von Menschen und Tieren und ohne neue Problemverursachungen, die nicht zu \u00fcberblicken sind.<\/p>\n<p>\u00a0(Jocelyne Lopez)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verweise auf die Diskussion Paul Celan: Die Todesfuge\u00a0im Forum zeitwort.at, die sich zu einem Meinungsaustausch \u00fcber Veganismus und Vegetarismus entwickelt hat und gebe einige Austausche wieder: \u00a0 06.06.09 &#8211; Zitat von Jocelyne Lopez: Mein Problem beim Verzicht auf Fleisch ist nicht individuell. 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