{"id":2397,"date":"2009-04-22T10:13:42","date_gmt":"2009-04-22T09:13:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/?p=2397"},"modified":"2009-06-18T13:25:28","modified_gmt":"2009-06-18T12:25:28","slug":"paul-ehrenfest-musste-er-nicht-glucklich-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jocelyne-lopez.de\/blog\/2009\/04\/paul-ehrenfest-musste-er-nicht-glucklich-sein\/","title":{"rendered":"Paul Ehrenfest: Musste er nicht gl\u00fccklich sein?"},"content":{"rendered":"<p>Ich verweise auf einen Austausch im Mahag Forum:<\/p>\n<p><em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=48&amp;start=410#p4348\" target=\"_blank\">21.04.09 &#8211; Zitat von Faber<\/a><\/em>:<\/p>\n<p>Die SRT handelt nun aber von kinematischen Vorg\u00e4ngen im euklidischen Raum. Wenn Ihr angebliches Ergebnis nicht in einem kartesischen (x,y,z,t)-Koordinatensystem darstellbar ist, dann ist es kein Ergebnis der SRT. Es handelt sich nicht um ein &#8222;<em>Dilemma einer Projektion<\/em>&#8222;. Es handelt sich darum, dass die SRT versagt, wenn sich ein simples Rad dreht.<\/p>\n<p><strong>Es handelt sich um die an Peinlichkeit kaum zu \u00fcberbietende Situation, dass die Mainstream-Physik noch im Jahre 2009 eine Theorie von 1905 vertritt, die seit sp\u00e4testens 1909 (*) als absurd weil in sich widerspr\u00fcchlich bekannt ist.<\/strong><\/p>\n<p>(*) Ehrenfest, P. <em>Gleichf\u00f6rmige Rotation starrer K\u00f6rper und Relativit\u00e4tstheorie<\/em>, Phys. Z., X, 54 (1909).<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 30px\"><cite>Wikipedia hat geschrieben:<br \/>\n<\/cite>Ehrenfest wuchs als Sohn eines j\u00fcdischen Kaufmanns in Wien auf [&#8230;] t\u00f6tete sich am 25. September 1933 selbst. Seinen Suizid hatte er in einem Brief an seine Freunde und Kollegen Niels Bohr, Albert Einstein, James Franck, Gustav Herglotz, Abram Fjodorowitsch Ioffe, Philip Kohnstamm und Richard C. Tolman angek\u00fcndigt, aber dieser Brief wurde nicht verschickt. Darin \u00e4u\u00dfert er sich skeptisch \u00fcber seine F\u00e4higkeiten, noch weiter kreativ in der Physik wirken zu k\u00f6nnen, deren Entwicklung er nach eigenen Worten nicht mehr folgen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=48&amp;start=420#p4353\" target=\"_blank\">22.04.09 &#8211; Zitat von Harald Maurer<\/a><\/em>:<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich des Ehrenfest-Paradoxons haben Galeczki\/Marquardt (<em>Requiem f\u00fcr die Spezielle Relativit\u00e4t<\/em>, Haag&amp;Herchen, S.105) folgendes ausgef\u00fchrt:\u00a0 [&#8230; siehe die Originalzitate im Thread &#8230;]<\/p>\n<p>Der Versuch, das Ehrenfest-Paradoxon ausschlie\u00dflich mit der SRT zu l\u00f6sen, ist zwecklos. F\u00fcr Einstein war dieses Paradoxon einer der Beweggr\u00fcnde, die ART zu entwickeln. Das Ehrenfest-Paradoxon eignet sich daher hervorragend zur Konstruktion von Stolpersteinen f\u00fcr die SRT, weil das Rad bei gleichbleibenden Radien und Winkeln aufgrund der W\u00f6lbung kleiner und dicker wird &#8211; also in Konflikt mit den y-und z-Dimensionen kommt, deren Koordinaten sich ja in der SRT nicht \u00e4ndern. Zahnradbahnen werden daher niedriger, Radk\u00e4sten werden zu klein etc. etc.<\/p>\n<p>Es kommt nicht von ungef\u00e4hr, dass Einstein just im Jahre 1909 in mehreren Arbeiten versuchte, die SRT ad acta zu legen, weil er erkannte, dass sie zu Widerspr\u00fcchen f\u00fchrt, wenn Gravitation und Rotation im Spiel sind. Die SRT (welche Einstein nach eigenen Worten bald zum Halse heraushing) faszinierte aber das Publikum zu sehr, als dass sie von ihr h\u00e4tten lassen k\u00f6nnen. Mit der ART hat Einstein all diese Probleme l\u00f6sen k\u00f6nnen, aber zum Preis anderer skuriller Voraussetzungen. Immerhin hat sich die ART aufgrund ihrer Kompliziertheit und mathematisch hohen Anspr\u00fcche der Diskussion weitgehend entziehen k\u00f6nnen &#8211; aber auch ihrer allgemeinen Anwendung!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=48&amp;start=420#p4354\" target=\"_blank\">22.04.09 &#8211; Zitat von Jocelyne Lopez<\/a>:<\/em>\u00a0<\/p>\n<p>Zu Paul Ehrenfest und zu seinem Selbstmord schreibt der Autor Reinhard Rohmer folgendes, siehe <a href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/friebeforum\/thread.php?threadid=613&amp;sid=04e68a9c48641e9b6d8ceac60dbd5cd2\" target=\"_blank\"><em>Einstein in der Kritik<\/em><\/a>:\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat von Reinhard Rohmer<\/strong>:\u00a0<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">[&#8230;] Dass seine Physik von Raum und Zeit absurd ist, hat Einstein bald im Stillen selbst eingesehen. Das schlie\u00dfe ich aus der Tatsache, dass er das \u201e<em>Zwillingsparadoxon<\/em>&#8220; in keiner seiner sp\u00e4teren Arbeiten wiederholt oder auch nur erw\u00e4hnt und nur ein Jahr sp\u00e4ter (1912) in einem Brief an den Theoretiker Paul Ehrenfest (1880 &#8211; 1933), seinen besten Freund unter den Physikern, schreibt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\"><strong>Zitat von Albert Einstein<\/strong>:<br \/>\nIch gratuliere Ihnen herzlich zu Lorentz&#8216; Nachricht. Au\u00dfer Ihnen w\u00fcrde sich niemand mehr freuen wie ich, wenn Sie nach Holland berufen w\u00fcrden. Sie sind einer der wenigen Theoretiker, denen die Mathematik-Seuche nicht den nat\u00fcrlichen Verstand geraubt hat. (\u201e<em>The collected papers of Albert Einstein<\/em>&#8222;, Band 5, Brief vom 30. Juni 1912).\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Einstein z\u00e4hlte sich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht zu diesen Wenigen. \u201e<em>Die Mathematik-Seuche hat mir den nat\u00fcrlichen Verstand geraubt<\/em>&#8222;, das war es, was er dem Freund hier klagte. In diese Zeit f\u00e4llt wohl auch sein Bekenntnis:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\"><strong>Zitat von Albert Einstein<\/strong>:<br \/>\nMathematik ist die einzige perfekte Methode, sich selber an der Nase herumzuf\u00fchren. (zitiert in Carl Seelig, Helle Zeit &#8211; Dunkle Zeit, S. 72 &#8211; 73)\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Bleiben wir einen Moment bei Ehrenfest. Sein Schicksal ist au\u00dferordentlich tragisch. Mit der Relativit\u00e4tstheorie (und der Quantentheorie) ist er nie fertig geworden. Er musste sie aber lehren. 1933 nahm er sich das Leben, weil er es nicht l\u00e4nger aushielt, seinen Studenten etwas vorzumachen. Einstein war tief betroffen. In seinem Nachruf auf den Ungl\u00fccklichen sagte er:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\"><strong>Zitat von Albert Einstein<\/strong>:<br \/>\nEr war ja nicht nur der beste Lehrer unseres Faches, den ich kennen gelernt habe; er war auch leidenschaftlich erf\u00fcllt von dem Interesse f\u00fcr Entwicklung und Schicksal der Menschen, insbesondere aber seiner Studenten. &#8230; Die Studenten und Kollegen in Leiden liebten und sch\u00e4tzten ihn, sie kannten seine aufopfernde Hingabe, sein nur auf Dienen und Helfen eingestelltes Wesen. Musste er nicht gl\u00fccklich sein?\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\">In Wahrheit f\u00fchlte er sich jedoch ungl\u00fccklicher als alle anderen, die mir n\u00e4her getreten sind. Dies kam daher, dass er sich der hohen ihm gestellten Aufgabe nicht gewachsen f\u00fchlte. &#8230; Zu lernen und zu lehren, was man nicht in vollem Ma\u00dfe innerlich bejaht, ist an sich eine schwere Sache, doppelt schwer f\u00fcr einen fanatisch ehrlichen Geist, dem Klarheit alles bedeutet. (\u201e<em>Aus meinen sp\u00e4ten Jahren<\/em>&#8222;, S. 205, \u201e<em>In memoriam Paul Ehrenfest<\/em>&#8222;, 1934)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Der Physikhistoriker Franco Selleri berichtet von der \u201e<em>\u00fcberw\u00e4ltigenden Ehrlichkeit&#8220; <\/em>Ehrenfests, \u201e<em>die sowohl sein Leben, als auch seine Forschung bestimmte. Deshalb wurde er auch von seinen Kollegen als \u201edas Gewissen der Physik&#8220; betrachtet.<\/em>&#8220; (\u201e<em>Die Debatte um die Quantentheorie<\/em>&#8222;, 1990, S. 13). Von dieser Sorte Wissenschaftler gibt es viel zu wenige.<\/p>\n<p>\u00a0<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">&#8212;<\/span><\/p>\n<p>Die Relativisten vom Forum &#8222;<em>Alpha Centauri<\/em>&#8220; w\u00fcrden hier wohl auch von Paul Ehrenfest sagen, er sei ein \u201e<em>crank<\/em>&#8220; und ein Spinner, zu doof um je etwas von Mathematik und von Physik zu verstehen, wie weiter oben <a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=48&amp;start=410#p4349\" target=\"_blank\"><em>Michael Hammer-Kruse<\/em><\/a>:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mahag.com\/neufor\/viewtopic.php?f=6&amp;t=48&amp;start=410#p4349\"><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Zitat Michael Hammer-Kruse<\/strong>:<br \/>\nWie kommt es eigentlich, da\u00df man in solchen Threads wie diesem hier den haltlosen physikalischen Unsinn, der da behauptet wird, beliebig oft richtigstellen kann, da\u00df das aber die &#8222;<em>Diskussions<\/em>&#8222;partner \u00fcberhaupt nicht schert und sie munter weiter ihren Quatsch posten, als w\u00e4ren sie zu doof, auch nur irgendwas zu begreifen? [&#8230;]<br \/>\nLiebe Leute, wenn hier jemand &#8222;<em>bewiesen<\/em>&#8220; haben will, da\u00df die SRT in sich widerspr\u00fcchlich sei, und obwohl ihm sein Irrtum schon wiederholt aufgezeigt wurde, seinen Bl\u00f6dsinn unger\u00fchrt wiederk\u00e4ut bis einem das Kotzen kommt, dann kann ich das bei aller Liebe nur cranky nennen: Spinnerei, aber nicht Physik.\n<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Diese pathologische Selbstverliebtheit in die eigene Unf\u00e4higkeit, ist es, an der man den Spinner erkennt.\u00a0<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Ich h\u00f6r jetz auf, sonst schreibe ich noch Groberes.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>(Jocelyne Lopez)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verweise auf einen Austausch im Mahag Forum: 21.04.09 &#8211; Zitat von Faber: Die SRT handelt nun aber von kinematischen Vorg\u00e4ngen im euklidischen Raum. 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