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Ein promovierter Mathematiker hat mal in einem Forum zu einem anderen Wissenschaftler den folgenden Text  geschrieben, der eigentlich tief blicken lässt auf seine Ansichten und Einstellungen…

Sie haben grundsätzlich meine Zustimmung bei Ihrer Einschätzung der nicht-exakten Wissenschaften.  Allerdings, was meinen Sie mit "jederzeit und von jedermann nachprüfbar"? 50% der Bevölkerung hat einen IQ unter 100 und verfügt üblicherweise nicht über einen Teilchenbeschleuniger. Damit ist dieser Teil von "jedermann" de facto nicht in der Lage die Validität der Standardmodells der Teilchenphysik zu überprüfen.
Darf ich nebenbei interessehalber fragen, was Sie lehren?
“  
 
Na ja, manche promovierte Mathematiker scheinen mir ein bisschen abgehoben zu sein, oder? Ich habe folgenden Beitrag als Antwort geschrieben:
 
Ich weiß nicht, ob mein IQ unter oder über 100 liegt und ich verfüge auch nicht über einen Teilchenbeschleuniger. Ich habe auch keine wissenschaftliche Ausbildung. Wahrscheinlich gehöre ich also in der Kategorie der Bevölkerung, die nicht in der Lage ist, die Validität der Standardmodells der Teilchenphysik zu überprüfen.  
 
Ich befinde mich aber offensichtlich dabei in ganz guter Gesellschaft. Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen, der über eine Auseinandersetzung zwischen Albert Einstein und Niels Bohr anläßlich eines Kongresses berichtete. Es ging letztendlich zwischen den beiden Physikern um ein abstraktes Experiment: Ein Elektron, eingeschlossen in einer an der Decke hängenden Schachtel, wird von zwei Beobachtern - davon einem in der Schachtel - beobachtet. Die vermeintlichen Beobachtungen der beiden Beobachter über das vermeintliche Verhalten des Elektrons sollten die Validität der konkurrierenden Theorien überprüfen bzw. klarstellen...  
 
Wo ist da die Grenze zwischen exakten und nicht exakten Wissenschaften? Dieses abstrakte Experiment wird man nie durchführen können, weil es zwei Dimensionen der Wirklichkeit vermischt: auf dem Maßstab des Elektrons existiert ein Beobachter in seiner körperlichen Form nicht und ist demzufolge nicht in der Lage, irgendetwas zu beobachten. Vielleicht hätten die beiden Physiker lieber von einem "Teilchen von Beobachter" sprechen müssen, was endgültig gar nichts mehr bedeuten würde. Ich weiß nicht, wie ein "Teilchen von mir" ein Elektron und seinen Verhalten wahrnimmt. Oder wissen es nur die Menschen, die einen IQ über 100 haben? 

 

Tja, die Physiker mit ihren treuen „Beobachtern“…
 

 

 

Weitere Beispiele über die geistige Vorherrschaft von Männern in den überaus rationalen und aussagekräftigen exakten Wissenschaften Physik und Mathematik...

 

Der gute Descartes: namhafter, scharfsinniger, intelligenter, emeritierter, anerkannter Philosoph und Mathematiker. Über sein Werk ist viel mehr geschrieben worden in der ganzen Welt als er selbst geschrieben hat. Und es geht weiter.  

Was hat er u.a. für eine These produziert: Tiere sind Maschinen. Bravo! Ganz toll. Scharfsinnig. Hochintelligent der gute Descartes. Das weiß sozusagen jeder von uns seit seinem ersten Milchbrei und seit Anfang der Menschheit, dass Tiere keine Maschinen sind. Der scharfsinnige gute Descartes. Hochachtung. Ideen muß man haben. Man musste schon als Erster drauf kommen. Herzliche Glückwünsche.   
 

 

 

Der gute Stephen Hawking: hochintelligenter, namhafter, scharfsinniger, emeritierter, anerkannter Physiker und Mathematiker. Was hat er neulich für eine These produziert? Man sollte dringend das Intelligenzgen (?) der Menschen ein bisschen hochschrauben, die Menschen sind ja so dumm, sonst sind wir alle verloren. Bravo! Brillant. Scharfsinnig. Hochintelligent der gute Hawking.  
   
Wer ist er überhaupt, der gute Hawking? Hat er vielleicht übersehen, vor lauter Intelligenz, dass er sein Leben und sein Werk der "Dummheit" und der Menschlichkeit der vielen Milliarden von Menschen vor ihm zu verdanken hat? Die Menschen sind ihm nicht intelligent genug... Wenn er aber nicht die Chance gehabt hätte, als Mensch unter den Menschen geboren zu sein, wäre er im Handumdrehen weg vom Fenster gewesen, der gute Hawking. Kann er so was nicht verstehen, vor lauter Intelligenz? Na toll. Wenn wir den nicht hätten, und die dicken Kartoffeln.  
 
Sein Universum mag schön und gut sein, er hat aber wohl einen ganz kleinen Parameter dabei übersehen: Und die Liebe?  

 

 

Die Quantenphysiker & Co.: Ideen muss man haben. Zum Beispiel: die Materie kann gleichzeitig hier und woanders sein. Ach. Es kommt mir irgendwie bekannt vor... Also könnte zum Beispiel eine Biene gleichzeitig durch zwei Löcher fliegen. Ach. Aber warum nicht? Jeder weiß, dass die Menschen mit ihren 5 Sinnen nicht alles wahrnehmen können, ein alter Hut. So etwas hat zwar noch kein vernünftiger und rationeller Mensch wahrgenommen, aber warum nicht? Wir sind ja offen.  
 
Und was reiben sie uns unter der Nase, die guten Quantenphysiker und Mathematiker, als eindeutiger Beweis dafür: Eine Anreihung von Symbolen. Symbolen? Ach. Es kommt mir bekannt vor... Es könnte also sein, dass Materie sozusagen transzendent ist, oder so was Ähnliches. Warum nicht? Es könnte aber auch so sein, dass manche Quantenphysiker und Mathematiker so ein einfaches Gemüt haben, dass sie stark dazu neigen, an Magie zu glauben...  
 
Ist aber auch nichts Neues, es kommt uns allen bekannt vor, das mit dem einfachen Gemüt. Oder?

 

 

 

Ich interessiere mich als Laie für die Wissenschaft und habe im Bereich der Physik seit über ein Jahr das Experiment von Léon Foucault  zur Messung der Lichtgeschwindigkeit (das 1862 den offiziellen und international anerkannten Wert c=299.792.458 m/s durch Messen eines Lichtflecks auf einer Wand ermittelt hat) in Physikforen in Frankreich und in Deutschland hinterfragt. Der jetzige Stand meiner Hinterfragung lässt sich so zusammenfassen:

 
 

Ich habe den Vorbehalt formuliert, dass eine Eule den Lichtfleck auf der Wand von Foucault wahrscheinlich größer als wir erkennen kann, dass also der Wert von c anders wäre, wenn die Eule die Umrisse des Lichtflecks für uns markieren könnte.

Ein gelernter Physiker hat mir folgendes geantwortet:

„Wenn die Eule einen anderen Lichtfleck sehen würde... hm, ich sage es anders ... wenn die Netzhaut der Eulen Photonen registrieren könnte, die von Stellen auf der Mattscheibe ausgehen, wo wir offensichtlich keine Photonen sehen, dann müssten wir die Vorstellung von einer konstanten Lichtgeschwindigkeit aufgeben.

 
 

Die relative Verschiebung des Lichtpunktes reicht nicht, wir müssen uns auch sicher sein, dass der Lichtfleck nicht breiter wird (denn das wäre die Folge von unterschiedlich schnellen Photonen).“

Diese Aussage ist bis jetzt von anderen Physikern nicht widersprochen worden, so dass ich sie für richtig halte. Die Thematik der Messung des Werts der Lichtgeschwindigkeit und deren Konstanz kann man also so formulieren:

Ist es ausgeschlossen, dass eine Eule den Lichtfleck auf der Wand größer als wir Menschen erkennen kann? Und wie wäre der Wert von c wenn die Eule den Fleck zum Beispiel 5 x größer wahrnehmen kann?


Ich habe folgendes argumentiert:
 
Die Eule kommt bekanntlich mit sehr viel weniger Photonen aus als wir: sie sieht zum Beispiel nachts „organisierte“ Photonenströme ganz präzis, die wir nicht mal im entferntesten ahnen, zum Beispiel die Photonen, die in 20 m Entfernung gegen eine Maus aufgeprallt sind und bis zu ihrer Netzhaut reflektiert wurden. Davon haben wir Menschen nicht die entfernteste Ahnung.  
 
Über die ganze Wand von Foucault wurden Photonen von dem rotierenden Spiegel reflektiert und zerstreut, wobei eine sehr dichte Ansammlung von Photonen an einer Stelle durch die Winkel-Aufstellung der 5 Spiegel erzwungen wurde (da wir Menschen sonst nichts Präzises und Messbares erkennen würden, außer einer von einer Lampe diffus belichteten hellen Wand). Nur diese sehr dichte Ansammlung und Überlagerung von Photonen können wir Menschen positionieren und auch dann markieren. An die Ränder dieser dichten Ansammlung ist die Photonenüberlagerung zwangsläufig viel dünner, die Photonen seltener, bis es nur noch so wenig gibt, dass wir Menschen sie nicht mehr von dem Hintergrund erkennen können: Das ist die Grenze unseres Sehvermögens, das sind die Umrisse des Flecks für uns. Diese Grenze ist aber fließend, die Eule kommt viel breiter aus als wir mit der Grenze der Photonen-Ansammlung, mit dem Umriss des Flecks, sie kann ja mit viel weniger Photonen als wir auskommen. Wie weit sie die Umrisse der fokussierten Photonen wahrnehmen kann, wo auch ihre Grenze ist, wissen wir nicht.



Es gibt also hier nur zwei möglichen Mutmaßungen:

a)   Es ist völlig ausgeschlossen, dass die Eule einen verbreiteten Fleck wahrnehmen kann.
b)   Es ist möglich, dass die Eule einen verbreiteten Fleck wahrnehmen kann.

Der gelernte Physiker hat sich für a) entschieden. Ich für b).


siehe mein Thread : "Mathematik: Eine riesige Volksverdummung??" im Philosophieforum "PhilTalk.de":
[NB: Die Diskussion wurde in April 2005 vom Forenbetreiber Uwe Wiedemann von Netz genommen]

Siehe weiter mein Thread "Kann man die Lichtgeschwindigkeit messen?" bei "Philo-Forum.de":

Nachstehend Auszüge aus diesem Thread:


Jocelyne
:
ich habe weiter oben kurz erwähnt, was für erstaunliche Erfahrungen ich in Foren bei der Hinterfragung der Lichtgeschwindigkeit schon gemacht habe:

Es ist schier unglaublich, was für verschiedene und meistens stark widersprüchliche Aussagen und individuelle Vorstellungen es über diese Frage gibt!

Zum Beispiel:

- Mir wurde zwar übereinstimmend das Experiment von Foucault als maßgebend und historisch angesehenes Experiment genannt und per Link angegeben (sowohl in Frankreich als auch in Deutschland), aber es stellte sich bald heraus, dass kaum ein Teilnehmer eigentlich auf Anhieb wußte, wie die Versuchsanordnung war und wie das Experiment eigentlich abläuft… icon_rolleyes.gif


- Mir wurde zwar wiederholt und ausdrücklich bestätigt, dass dieses Experiment die Kriterien der Wissenschaftlichkeit erfüllt, und dass das Messergebnis nach wie vor völlig korrekt und gültig ist, jedoch wurde ich ständig auf spätere Versuche verwiesen, die zwar nach demselben Prinzip und mit demselben Messergebnis verlaufen, die aber „moderner, exakter und korrekter“ sein sollen… icon_rolleyes.gif


- Außerdem entwickelte sich meine Hinterfragung meistens zu seitenlangen fachlichen Streitigkeiten und heftigen Auseinandersetzungen zwischen Physikern... icon_rolleyes.gif


- Ich wurde erst einmal aus allen Seiten mit zig Beispielen zugeschüttet, was alles in der Praxis nicht funktionieren würde, wenn diese Messung falsch wäre, aber im Endeffekt wurden diese Beispiele nicht nachhaltig verfolgt und es bleibt kaum davon einen übrig... icon_rolleyes.gif
In unserer Diskussion zum Beispiel scheint es sich so entwickelt zu haben, dass eine Einigung für einen Beispiel erzielt wurde: Die Navigationssysteme würden nicht funktionieren.
Was die Relativitätstheorie von Einstein mit der Messung der Lichtgeschwindigkeit von Foucault zu tun hat bleibt mir nach wie vor unklar: Eine Einigung scheint nämlich darüber erzielt worden, dass Einstein für seine Relativitätstheorie zwar die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit angenommen hat, jedoch nicht den Messwert c=300.000. icon_rolleyes.gif


- Außerdem treffen die Teilnehmer nicht nur unter sich widersprüchliche Aussagen, sondern nicht selten mit sich selbst… icon_rolleyes.gif Hier ein Beispiel:

greenguy schrieb am 15.07.2004

"Zur Aussage Deines Physikers:
Sie ist korrekt. Würde sich der Fleck verbreitern, wäre die Lichgeschwindigkeit nicht konstant. "


und derselbe greenguy schrieb 6 Tage später am 21.07.2003:

"Es ist sch*!x egal wie groß die Eule den Fleck sieht. Er könnte einen Durchmesser von mehreren Metern haben. Es hätte überhaupt keinen Einfluß!
Es ist nur die Ablenkung entscheidend.
Wenn Du das nicht verstehst, ist es es völlig müßig eigene Überlegungen anzustellen.

Und mir ist insbesondere ziemlich egal, was Dein gelernter Physiker dazu sagt, da ich durchaus in der Lage bin, selber nachzudenken. Ich bestreite seine Aussage sogar ganz entschieden."



So, und dann muß ich mich anhören, dass ich „erkenntnisresistent“ bin, dass ich nicht verstehen will, und dass es müßig und nervig ist, mit mir zu diskutieren… icon_eek.gif
Tja…

(.../...)

Jocelyne:
Ich verweise im Zusammenhang mit dem Passus über die Quantenphysiker in meiner Homepage auf die neue Theorie des österreichischen Quantenphysikers Anton Zeilinger (die ich im Hinterkopf hatte als ich es geschrieben habe), wonach die Quantenparadoxe nicht existieren sollen: Die Phänomene der Quantendimension sollen unsere normale Logik nicht verletzen, es ist so zu sagen nur eine optische Täuschung, weil wir nicht genug Informationen aus dieser Dimension haben. In Wirklichkeit fliegt eine Biene nicht gleichzeitig durch das Loch A und das Loch B, sondern entweder durch das Loch A oder das Loch B, wie wir es gewöhnt sind.

Von dieser neuen Theorie des Quantenphysikers Anton Zeilinger habe ich mittlerweile schon vor 2 Jahren durch einen Artikel in der französischen populärwissenschaftlichen Zeitschrift „Science & Vie“ erfahren. Sie wurde dort vorgestellt von dem französischen Philosophen Michel Bitbol (von ihm stammt der Beispiel mit der Biene). Ich habe wiederholt in Foren anlässlich meiner Hinterfragung der Messung der Lichtgeschwindigkeit die Theorie von Anton Zeilinger erwähnt: Keiner kannte sie.


Turicensis:
Zeilingers Vermutung ist mir sehr wohl bekannt, die hat er nämlich dem Herrn Einstein abgeguckt. Wie Einstein mag Zeilinger wohl ein hervorragender Physiker sein, dass ändert aber nichts an der Tatsache das er mit dieser Theorie nicht ganz richtig liegt. Ich hab aber keine Lust hier diesen Thread voll zu schreiben um dir zu erklären warum er unrecht hat. Ich rate dir nur, dass du dich etwas mit John Bell, Alain Aspect, Heisenberg beschäftigst.

Ausserdem stimmen Feynmans Berechnungen mit denen von Max Born (die durch Bohr noch erweitert wurden) zu 100% überein. Dass heisst Feynmans Pfadintegralmethode und Borns Modell der Wellenfunktionen führen zum selben Ergebnis. Es gibt eben nicht nur eine Betrachtungsweise der Quantenmechanik.

Falls die immernoch an deinem Bild der Quantenmechanik festhältst, kannst du ja versuchen was Physikern während den letzten 70-80 Jahren nicht gelungen ist, und Heisenberg, Planck und all die anderen Genies zu widerlegen. Wünsche dir viel Spass dabei.


Jocelyne:
Es freut mich, endlich einen Forumteilnehmer gefunden zu haben, der sich mit der Theorie von Anton Zeilinger auseinandergesetzt hat.  Ich kann nämlich als Laie, also naiv, seine Theorie sehr gut nachvollziehen und habe sie nämlich sozusagen als "gedankliche Stütze" bei meiner Hinterfragung der Lichtgeschwindigkeit immer im Hinterkopf gehabt. Die Tatsache, dass er in der Science-Communauty ein angesehener Physiker ist, hat mich dabei ermutigt

Es würde mich also sehr interessieren und auch persönlich in dieser Diskussion sehr weiterbringen, wenn Du unkompliziert und allgemeinverständlich mir erklären könntest, wie Du zu dem Schluß gekommen bist, dass er zwar ein hervorragender Physiker ist, dass er jedoch mit seiner neuen Theorie "nicht ganz richtig liegt" bzw. "unrecht hat".


Turicensis:
Ich hab mich mit Einsteins Auffassung über die Quantenphysik auseinandergesetzt, die sich in diesem Punkt mit der von Zeilinger deckt und zum gleichen Schluss führt. Da diese Auffassung der Quantenphysik von Einstein und Zeilinger für den Laien logisch klingt wird sie auch als richtig angesehen, was aber wie gesagt nicht der Fall ist. Nicht ich bin den Schluss gekommen das sich die besagten Herren irren müssen, sondern dass zeigen theoretische wie auch experimentelle Ergebnisse von Leuten wie Heisenberg, Feynman, Bell, Planck und noch einigen weiteren Personen.

Da ich im Moment aber in Los Angeles bin und meine Ferien geniesse, kann ich nur schlecht Beispiele aus irgendwelchen Büchern, die ich zu Hause rumliegen habe, herauspicken die dir zeigen warum sich Einstein (und somit auch Zeilinger) irren müssen. Aber so weit ich mich noch erinnern kann, sollte in Brian Greene's Buch "Das elegante Universum", das ein sehr gut verständliches populärwissenschaftliche Buch ist, auf einfach Weise die Quantenmechanik erklärt sein (auch wenn es nur ein oder zwei Kapitel sind). Ohne Formeln und solch Zeugs.


Jocelyne:
Durch Umkehrschluss kann man durchaus - und auch richtig - behaupten, dass Auffassungen, die für Laien logisch klingen nicht zwangsläufig falsch sein müssen! Ich würde sogar sagen, im Gegenteil… Alle wissenschaftlichen Theorien, die ich verstanden habe, habe ich eben nur deshalb verstanden, weil sie logisch klangen… Und nur deswegen! Eine Möglichkeit, sie persönlich in irgendeiner Weise zu überprüfen habe ich nie gehabt.

Wenn diese beiden Spitzenphysiker (Einstein und Zeilinger) die Auffassungen der anderen von Dir genannten Physikern (Heisenberg, Feynmann, Bell, Planck) anzweifeln, werden sie wohl berechtigte Gründe und solide Gegenargumente dafür haben… Sie können ganz bestimmt nachvollziehbare Thesen als Kritik oder Widerlegung ausweisen. Ich glaube kaum, dass sie einfach sagen können, ohne es wissenschaftlich zu untermauern: „Die Phänomene in der Quantendimension sind nicht so, wie die Herren Heisenberg, Feynmann, Bell, Planck und co sie uns darstellen...“.  Soviel ich weiß haben außerdem diese Physiker nur Modelle erstellt, und keine experimentelle Beweise gebracht, oder?

Also nun: Wer hat recht? Wer irrt sich? Wen sollen wir glauben? 


Turicensis:
Natürlich gibt es einige gültige Theorien die dem Laien logisch erscheinen, aber wenn man sich mit der Quantenphysik auseinander setzt wird man sich zuerst mal am Kopf kratzen und denken "Was ist den das für ein Müll".

Einstein hat zwar seinen Nobelpreis für seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der Quantenphysik bekommen, jedoch konnte er nie akzeptieren dass man sich in diesem Gebiet auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen einlassen muss, weill man sonst auf keinen grünen Zweig kommt. Zeilinger baut auf Einstein auf.

Nun sehe ich nicht ein warum diese Herren so ein Theater um diese Wahrscheinlichkeitsrechnungen machen. Wir haben ja dank Schrödinger eine gute Formel zu Verfügung, sehr genaue Vorhersagen zu machen. Feynman kommt ausserdem zum gleichen Ergebniss, wie wenn man es mit Hilfe der Wellenfunktion ausrechnet. Diese Ergebnisse wurden experimentell Bestätigt. Was für welche? Keine Ahnung. Müsste ich nachschauen, hab aber im Momentdiese Möglichkeit nicht.

Fakt ist ganz einfach, dass man bei Orts- oder Geschwindigkeitsbestimmungen sich elektromagnetischen Wellen bedienen muss. Höhere Frequenz der Welle --> genauere Ortskenntnis, ungenauere Geschwindigkeitskenntnis .... Niedrigere Frequenz der Welle --> ungenauere Ortskenntnis, genauere Geschwindigkeitskenntnis ...... das zeigt uns die Heisenbergsche Unschärferelation.

Ob das nun Zeilinger passt oder nicht, da gibts nichts dran zu rütteln.


Jocelyne:
Ich interessiere mich wie gesagt schon lange als Laie für viele Disziplinen der Wissenschaft und konnte auch viele gültigen Theorien und Auffassungen nachvollziehen und verstehen (zumindest deren Grundprinzip, was für mich ausreichend ist). Bei der Quantenphysik bin ich jedoch immer noch im Stadium steckengeblieben, wo “ich mich am Kopf kratze und denke „Was ist den das für ein Müll“… 

Und mein Versuch, ein bisschen Klarheit darüber in Foren zu bekommen hat bisher in Angesicht der vielen verschiedenen und widersprüchlichen Auffassungen, Meinungen und Vorstellungen womit man dort konfrontiert wird zu dem Ergebnis geführt, dass “ich mich am Kopf kratze und denke „Was ist den das für ein Müll“…  


Turicensis:
Das du in jedem Forum andere Aussagen zur Quantenphysik erhälts, ist normal. Es gibt eben wie schon gesagt mehrere verschiedene Erklärungen zur Quantenphysik. Ausserdem ist der bis jetzt von mir erklärte Stoff nur ein Teil der Quantenphysik. Es kommen dann noch Sachen wie die relativistische Quantenfeldtheorie dazu (Quanteneletrodynamik, Quantenchromodynamik, Quantenfeldtheorie der elektroschwachen Kraft), dann gibts da noch Sachen wie die Quantenfluktuationen, die es beinahe verunmöglichen eine Quantenfeldtheorie der Gravitation aufzustellen ohne mit der RT in Konflikt zu geraten, etc.

Feynman hat mal gesagt, dass es lange Zeit hiess, dass nur 12 Personen die RT verstehen würde. Aber nachdem sie veröffentlicht wurde es sicher mehr als 12 Personen sind, die sie versehen. Er könne aber mit sicherheit sagen das NIEMAND die Quantenphysik richtig verstünde. 

Was die Experimente angeht: Ich bin mir 100% das John Bell welche gemacht hat.

Und wenn du bei der Unschärferelation schon komplett den Durchblick verlierst, wirds ziemlich schwierig noch tiefer in die Materie vorzudringen.

(.../...)


Es geht also weiter mit der Unschärferelation...

siehe Thread : "Unschärferelation" bei Philo-Forum.de:


Gambit:
Je genauer man die Position eines Quants beobachten will, desto ungenauer wird die Bestimmung seiner Geschwindigkeit. Und umgekehrt!  Wie man die Position eines Quants bestimmt, weiß ich.  Aber wie bestimmt man

seine Geschwindigkeit??? Dazu müßte man doch die Position des selben Quants zu zwei verschiedenen Zeitpunkten erfassen können. Und dass geht doch schwer, wenn dieser eine Quant von seiner ursprünglichen Position infolge der Einwirkung der Wissenschaftler "weggeschleudert" wird. Kennt jemand die Lösung dafür?

newcommer:
Ich hab nur kürzlich gelesen  ("Bild der Wissenschaft"), dass es jetzt wieder Ansätze zur vollkommenen Determiniertheit gibt, die ernst zu nehmen  sein  könnten.   Um ehrlich zu sein: Vielleicht habe ich es nur nicht richtig verstanden,  aber die Unschärfe sagt   doch  nur  aus,  dass es  nicht   möglich  ist,   vernünftig  zu



Foto © 2004 -    denkendes Etwas - philo-forum.de

beobachten. Deswegen behilft man sich mit einem Modell, dass statt der exakten Beobachtung Wahrscheinlichkeiten annimmt. Kann mir mal jemand in weniger als einer DIN A4 Seite erklären, wie die Quantentheorie funktioniert?

Turicensis:
Das ist schon richtig. Bestimmung von Ort und Geschwindigkeit verhalten sich umgekehrt probortional zueinander.

Die zu messenden Teilchen werden mit Photonen beschossen. Je höher die Frequenz der einzelnen Photonen desto genauer lässt sich der Aufenthaltsort bestimmen, aber desto ungenauer seine Geschwindigkeit. Und je niedriger die Frequenz desto genauer kennt man die Geschwindigkeit aber desto ungenauer den Aufenthaltsort.


Jourein
:
Ich glaube das macht man indem man ein Magnetfeld anlegt und die Ablenkung des Teilchens misst. Je weniger es abgelenkt wurde, desto schneller war es.


Gambit:
Also kann man nur ein bestimmtes Spektrum an definierten Geschwindigkeiten (z.B.: 1-5 m/s) festlegen, und niemals genau sagen, wie schnell (z.B.: 1 m/s) sich ein kann bewegt?
Wenn ja, dann hab ich es endlich verstanden.
Mit dem Magnetfeld hört sich das richtig einleuchtend an.

Vielen Dank für eure Antworten


Turicensis:
Die Geschwindigkeit lässt sich relativ genau bestimmen, jedoch kennt man dann den Ort nicht mehr genau. Das gleiche gilt auch umgekehrt: Je genauer der Ort bekannt ist, desto ungenauer ist die Geschwindigkeit bekannt.

Kannst dir das so verstellen: Nimm irgendein Elementarteilchen, sagen wir mal ein Elektron. Dann packst du dieses Elektron in eine Kiste die sich beliebig vergrössern und verkleinern lässt. Sagen wir mal du möchtest jetzt den Aufenthaltsort des Elektrons bestimmen. Dazu musst du nur die Kiste verkleinern, in der das Elektron eingesperrt ist, bis das Elektron fast keinen Platz mehr in der Kiste hat. Während du das machst, wird dir auffallen, dass das Elektron sich immer hektischer bewegt, wie wenn es Platzangst hätte und immer nervöser wird. Je kleiner die Kiste wird umso hektischer wird sich das Elektron verhalten. Wenn du dann schlussendlich den Aufenthaltsort des Elektrons fast zu 100% bestimmen kannst, hast du keine Möglichkeit mehr eine Aussage über den Bewegungszustand des Elektrons zu machen. Genau das gleiche gilt umgekehrt. Wenn das Elektron mehr Platz in der Kiste bekomment, "normalisiert" sich seine Geschwindigkeit und du kannst sie einfacher messen, jedoch kannst du keine genaue Aussage über den Auffenthaltsort des Elektrons mehr machen.

Hoffe das hat die ganze Geschichte etwas anschaulicher gemacht.


Jourein:
Die Sache mit dem Magnetfeld hat allerdings den Nachteil, dass man damit nur die Geschwindigkeit von geladenen Teilchen messen kann
möglicherweise kann man die Geschwindigkeit auch aus der stärke des Signals bestimmen jedenfalls kommts auf die Detektionsmethode an.


Xyluabin:
Auf jeden Fall verändert die Messung der Geschwindigkeit die Bewegungsrichtung und wir können niemals sagen, wie hoch die unbeobachtete Geschwindigkeit ist.

Oder ist's c?


Turicensis:
müsste meiner Meinung nach von der zur Messung verwendeten Frequenz abhängen. Frequenz und Minimalenergie verhalten sich ja proportional zueinander. Somit müsste sich das gemessene Teilchen mit höherer Geschwidigkeit weiter bewegen wenn man die Frequenz zur Messung erhöht.

Hoffe ich hab dich da richtig verstanden.


Xyluabin:
Ja, hast Du. Ich dachte aber Quanten fliegen immer c.

Wenn die Messung die Geschwindigkeit derart verändert dann sagt diese doch nichts mehr über die Normalgeschwindigkeit aus?

Die Frage ist doch welches Meßszenario verwendet werden kann, um die Geschwindigkeit zu messen. Vielleicht ist die Geschwindigkeit auch nur errechnet?
Keine Ahnung.


Jourein:
aber nur Lichtquanten


Turicensis:
Yup, Photonen bewegen sich mit c, Elektronen zum Beispiel nicht.

Zur Messung werden darum auch elektromagnetische Wellen benutzt. Jetzt könnte man sagen, dass ja jedes Photon gleich ist und man somit genau Ort und Geschwindigkeit errechnen kann. Ist aber wie allgemein bekannt, nicht der Fall. Auch wenn sich Photonen immer gleichschnell bewegen (optisch Dichte Medien mal ausgeschlossen), hängt der Minimalenergiegehalt von der Frequenz eines solchen Photons ab, was wiederum Auswirkungen auf das Ergebnis des Experiments hat.


newcommer:
"Hoffe das hat die ganze Geschichte etwas anschaulicher gemacht".

Ja, das hat es !
Dann ist Quantentheorie nichts weiter als eine Beobachtungstechnik, oder ?
Auf die Gefahr hin, mich zu blamieren; aber ich würde es gerne richtig verstehen:
Angenommen, ich schieße mit einem Gewehr auf eine Zielscheibe, die in der Mitte eine 12 hat und am Rand 1. Jetzt möchte ich herausfinden, wieviel Punkte ich habe, ohne die Zielscheibe zu beobachten. Mein Gewehr hat eine Streuung von alpha; die Entfernung beträgt x meter und der Schütze zittert ein bisschen. Klassisch würde man jetzt z.B. sagen: Ich habe ziemlich sicher irgendwo zwischen 5 und 12 getroffen.
Quantentheoretisch würde ich sagen: Ich habe gleichzeitig 5,6,7,8,9,10,11 und 12 getroffen.
Trifft es das ungefähr ?

Wenn ja, habe ich ernsthafte Probleme damit, das Ganze ernst zu nehmen. Schließlich ist es Blödsinn, dass ich mit einer Kugel 68 Punkte schaffe.

Was verstehe ich falsch ?


schneemann:
Dein gedanklicher Fehler ist deine Vorstellung des Quants als Teilchen. Das wirklich aussergewöhnliche der Quantentheorie ist es aber eben, dass wir es hier nicht mit Kügelchen zu tun haben die durch die Gegend schwirren. Vielmehr sind Quanten eher "verschmierte" Wolken, die sich teils auch wie Wellen verhalten und beispielsweise wie Wasserwellen miteinander interferieren können. Sobald man diese Wolken aber beobachtet, eine Messung vornimmt, dann nehmen sie einen diskreten Zustand ein.

Ich würde dein Gedankenexperiment umbauen. Schiesse mit einem exakten Gewehr auf eine Scheibe. Nach der klassischen Physik steht sofort fest welchen Punkt der Scheibe du triffst.
Nach der Quantentheorie schiesst du aber mit diesen "verschmierten Wolken" auf die Scheibe und du kannst obwohl du genau auf die Mitte schiesst theoretisch jeden Punkt der Scheibe treffen, auch den äussersten Rand. Die Quantenmechanik ermöglicht es dabei Wahrscheinlichkeiten. zu berechnen mit denen du 3,4,6 oder 7 treffen wirst. Dabei wird der äussere Rand ein winzig kleine Trefferwahrscheinlichkeit erhalten und die Mitte eine sehr hohe Wahrscheinlicheit. Die Quantenmechanik gibt also eine art Wahrscheinlichkeitsverteilung der getroffenen Punkte an, wenn man ganz oft auf die Scheibe schiesst.

Es ist aber völlig nomal und richtig die Quantenmechanik als völlig daneben zu empfinden. Selbst die Pioniere der QM hatten große Probleme sich mit dem neuen Weltbild abzufinden. Bohr hat wohl (sinngemäss) mal so etwas gesagt wie "Wer die Quantenmechanik nicht absurd findet, der hat sie nicht verstanden" icon_wink.gif



newcommer:
Vielen Dank erstmal für deinen Erklärungsversuch.
Also, Quantentheorie fiunktioniert folgendermaßen:

1. Man stellt fest, dass Ort und Geschwindigkeit eines Elementarteilchens nicht gleichzeitig bestimmbar sind.

2. Man beschreibt also die Position eines Teichens als Quantum(?); einen Raum von Wahrscheinlichkeiten, die beschreiben, wo sich das Teichen tatsächlich befinden könnte und wie schnell es sich wohin bewegt

3. Man folgert daraus, dass Teilchen keine Teilchen sind, sondern irgendwie "verschmierte" Dinger, die gleichzeitig an zwei und mehr Orten sein können.

Denn Schritt von 2. nach 3. kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann ja, um auf dein Gedankenexperiment zurück zu kommen, Wahrscheinlichkeiten berechnen, wie ich will. Ich werde aber weiterhin mit Gewehrkugeln um mich schießen und nicht mit verschmierten Wolken.
 
Zitat:
"Es ist aber völlig nomal und richtig die Quantenmechanik als völlig daneben zu empfinden. Selbst die Pioniere der QM hatten große Probleme sich mit dem neuen Weltbild abzufinden. Bohr hat wohl (sinngemäss) mal so etwas gesagt wie "Wer die Quantenmechanik nicht absurd findet, der hat sie nicht verstanden"

Das beruhigt mich tatsächlich... Ich bin sogar noch besser: Ich habe sie nicht verstanden und finde sie absurd icon_smile.gif

Xyluabin:
Also komprimiert ausgedrückt:

Aufgrund der Wechselseitigen Abhängigkeit von Messobjekt und Messapparatur können wir immer nur einen Wert abgreifen.


aurom:
oder :"wer misst, misst mist!" icon_wink.gif
(.../...)

Jocelyne:
ich komme auf meinen Vorbehalt zurück, dass die Theorie der Unschärferelation nicht widerlegen kann, dass die Zukunft für uns aus mangelnden Daten nicht vorhersagbar ist, weil gerade die Unschärfetheorie den Vorhandensein mangelnder Daten und Informationslücken bekräftigt und bestätigt! Ich sehe also hier einen starken logischen Wiederspruch innerhalb der Theorie der Unschärferelation, oder? icon_rolleyes.gif

Für mich bleibt also die Unschärfe weiterhin eine ungesicherte Theorie bzw. wie es hier mehrmals formuliert wurde eben ein „Gedankenexperiment“ oder ein „Modell“.


Georgi:
Das stimmt nicht, es wurden seit über(!) einem halben Jahrhundert zig Versuche in allen möglichen Labors dieser Welt durchgeführt die diese These widerlegen. Es handelt sich um reale(!) Versuche , nicht um reine Gedankenexperimente.


Jocelyne:
Ich habe erst seit 2-3 Jahren erkannt, und es wurde auch aus meinen Erfahrungen in Foren wiederholt bestätigt, dass man Erkenntnisse, die aus Versuchen beruhen, mit Vorsicht genießen muß…

Hier ein paar Argumente:

1. Versuche sind deshalb als wissenschaftlich anerkannt, wenn sie unter denselben Bedingungen wiederholbar sind. Versuche, die nicht wiederholbar sind oder zu stark abweichenden Beobachtungen führen gelten als misslungen und werden nicht anerkannt. Deshalb greift das Argument „zig Versuche“ sehr wenig, wenn es sich immer um die selbe Versuchsanordnung handelt, um dieselbe Methodologie, um dieselbe Beobachtungen und Wahrnehmungen handelt. Ist ja auch normal und logisch, dass es so ist: Dieselbe Faktore verursachen dieselbe Wirkungen, das ist ja das wissenschaftliche Prinzip der Kausalität und das Prinzip der Wissenschaftlichkeit bei Versuchen. Nur die Versuche, die diese Rahmenbedingungen erfüllen gelten als gelungen und ihre Ergebnisse als Erkenntnis.


2. Versuche sind künstlich erzeugte Phänomene. Sie haben nichts mit Naturphänomen zu tun: Versuche sind wiederholbar und messbar. Naturphänomene sind nicht wiederholbar und nicht messbar.
Ein Lichtsignal aus einem Laser ist ein Versuch, es ist wiederholbar und messbar.
Ein Lichtblitz am Himmel bei einem Gewitter ist ein Naturphänomen. Er ist nicht wiederholbar und nicht messbar.

Das Fallen eines Apfels in einem Labor ist ein Versuch. Es ist wiederholbar und messbar.
Das Fallen eines Apfels von einem Baum ist ein Naturphänomen. Es ist nicht wiederholbar und nicht messbar.


3. Versuche beruhen ausschließlich auf Beobachtungen. Das heißt, sie beruhen primär auf die Sinneswahrnehmungen von Menschen. Da es einsichtlich sein sollte, dass Menschen nicht die einzigen „Beobachter“ der Naturphänomene sind, und dass anderen Lebewesen im laufen der Evolution teilweise stark abweichende Sinneswahrnehmungssysteme entwickelt haben, ist es wohl fragwürdig, die Beobachtungen aus unseren Versuchen als einzige universelle Naturgesetze erklären zu wollen.
(.../...)

Jocelyne:
Mir stört bei der Theorie der Unschärferelation diese einfache Tatsache:

Wie kommen Wissenschaftler dazu einstimmig zu bestätigen, dass

“Der Quantenwelt zufolge ist nichts real, und wir können nichts über das Verhalten von Dingen aussagen, die wir nicht beobachten.“ (John Gribbin)

und im gleichen Atemzug uns zu lehren, dass die Dinge sich so (und nicht so) verhalten?? Also kurz: Wir können nicht wissen, wie sie sich verhalten, aber sie verhalten sich so… Tja.

Man könnte vergleichsweise auch folgender Satz als „wissenschaftliche Theorie“ anerkennen:

Wie können nicht wissen, ob Gott existiert, aber er existiert nicht (oder er existiert).

Ist es „Wissenschaft“?



 

Siehe weiter mein Thread  "Kann man die Lichtgeschwindigkeit messen?" bei "Philo-Forum.de":


Jocelyne:
Hallo Viva und empathologiker,
Wir reden leicht aneinander vorbei – was bei Menschen nicht außergewöhnlich ist icon_wink.gif – und ich versuche einige meiner Hauptkritikpunkte bei der Messung der Lichtgeschwindigkeit nach Foucault zusammenzufassen:

1. Die Versuchsanordnung erlaubt definitiv nicht das Sammeln der für die Berechnung einer Spitzengeschwindigkeit notwendigen Daten (Länge der Strecke – Zeit). Siehe Nachbarnthread von Gambit über die Unschärferelation.

2. Die Versuchsanordnung erlaubt nicht die ungestörte Geschwindigkeit der Photonen zu ermitteln: Es werden ein oder mehrere Spiegel dazwischen gebaut. Wir können experimentell also nicht wissen, ob die Photonen auf den Rückweg genau so schnell waren als auf dem Hinweg nach Aufprall und Richtungsänderung.

3. Es wäre nach der Quantentheorie jedoch anzunehmen, dass die Photonen auf den Rückweg langsamer geworden sind: Licht soll sich beim Aufbreiten als Welle und beim Aufprallen als Teilchen verhalten. Ein Teilchen, das auf ein anderes Teilchen aufprallt macht eine kleine Pause und verliert Energie und Geschwindigkeit (klassische Physik). Wir wissen schon, dass Photonen in der Tat eine kleine Pause machen und dass sie Energie verlieren. Wie können aber technisch nicht messen, ob sie dabei auch Geschwindigkeit verloren haben. Diese Annahme (sie verlieren nicht an Geschwindigkeit) beruht also nicht auf Experimente.

Könnt Ihr zunächst präzis auf diese drei Kritikpunkte eingehen?

Ich komme auch noch zurück auf Eure Beiträge.
Aber, empathologiker, erst nur kurz vorweg zu Deinen mathematischen Ausführungen: Ich zweifle natürlich nicht daran, dass die mathematische Berechnung korrekt und kohärent ist! Das liegt mir fern, ich bin ja keine Kamikaze… karate.gif icon_eek.gif

Ich gebe jedoch zu Bedenken, dass Mathematik nur eine Sprache ist und ein Werkzeug zur Verarbeitung von Informationen. Sie hat also als solche keinen Anspruch auf Wahrheitsfindung. Sind die Informationen (Messdaten), die sie vearbeitet wahr, ist das Ergebnis der mathematischen Verarbeitung wahr. Sind die Informationen, die sie vearbeitet falsch, ist das Ergebnis der mathematischen Verarbeitung falsch.


Georgi:
Du kannst die Geschwindigkeit des Lichts ja auch auf ganz andere Arten messen. Wenn jedoch alle Versuche gleiche Resultate bringen, ist es da nicht angebracht an die Richtigkeit des Wertes der Lichtgeschwindigkeit zu glauben?
 

Jocelyne:
Sicher, auf dem ersten Blick…
Auf dem zweiten Blick ist es vielleicht sogar eher angebracht stutzig zu werden:

- Man hat im Laufe der Zeit verschiedene Methoden zur Messung verwendet und man hat auch (so wie ich es sogar in diesem Thread unwidersprochen gehört habe) abweichende Ergebnisse bekommen…icon_rolleyes.gif

- Man hat seit 1862 sehr viele Fortschritte bei der Genauigkeit der Messinstrumente erzielt. Jedoch wurde das Ergebnis von Foucault, das mit „antiquierten“ Messinstrumenten ermittelt wurde (Zollstock, Drehzahlmesser des Benzinmotors des rotierenden Spiegel, Lineal), als so genau und so korrekt erachtet, dass es 1983 als die absolut exakte Spitzengeschwindigkeit von Photonen übernommen wurde…icon_rolleyes.gif

- Die Kommission, die 1983 diesen Beschluss traf hat wohl sogar eins drauf gesetzt, so wie ich es verstanden habe: Nichts im Universum kann diese Geschwindigkeit überschreiten…icon_rolleyes.gif

Ich weiß nicht aus welchen Wissenschaftlern diese Kommission bestand und woher sie das alles wissen wollten…icon_rolleyes.gif


Georgi:
Allerdings musst du bedenken das die Konstante C in sehr vielen Formeln und Berechnungen verwendet wird. die Bekannteste ist wohl e = mc² .Wusstest du das Atomkraftwerke in ihrer Funktionsweise genau diese Formel zugrunde liegt. C ist also weit mehr als nur eine Geschwindigkeitsangabe.
Übrigens es gibt Möglichkeiten die Geschwindigkeit mit einfachen Mitteln zu ermitteln. Man nehme einen Fernseher mit normaler terrestrischer Antenne und einen mit Sattelitenempfang. nun stelle man beide Geräte auf denselben Kanal (z.B. das erste) und warte auf den Gong der Tagesschau. Wenn du gute Reaktionen hast kannst du die
Laufzeitverzögerung messen. Na ja wahrscheinlich nicht...
Oder du nimmst einfach ein Oszilloskop und ein Laser und einen Funktionsgenerator und eine Fotodiode. Sogar ein relativer Ottonormalverbraucher könnte die Messung durchführen...
Das Gps System verdankt seine hohe Genauigkeit der präzisen Laufzeitenbestimmung.

Übrigens hast du dir schon mal die Frage gestellt warum der Wert der Lichtgeschwindigkeit keine Nachkommastellen hat? Man hat den Zahlenwert definiert in dem man den Meter nach der Strecke definiert hat die Licht genau in 1 / 299.792.458 sec zurücklegt. Naja egal...

Worauf willst du mit deinen Überlegungen hinaus? darauf , das die Lichtgeschwindigkeit nicht genau bestimmbar ist wohl nicht denn: letztendlich kann man die Lichtgeschwindigkeit gar nicht exakt bestimmen da die Sec ja auch etwas ungenau (aber dennoch sehr genau gemessen wird). Das die Lichtgeschwindigkeit gewisse Werte nicht überschreitet , darauf beruhen zich Berechnungen der Astronomie.
Das Gesamtbild ist noch nie ins Wanken gekommen, es gibt einfach zu viele Beweise...


Jocelyne:

Georgi hat folgendes geschrieben::

"Allerdings musst du bedenken das die Konstante C in sehr vielen Formeln und Berechnungen verwendet wird. die Bekannteste ist wohl e = mc² "

Ich verstehe Bahnhof von der Relativitätstheorie…icon_redface.gif Als einziger Trost: Die überwiegende Mehrheit der Menschen teilen mein trauriges Schicksal… icon_razz.gif

Jedoch habe ich von Physikern gehört, dass Einstein zwar die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit angenommen hat, jedoch nicht den Wert von c. Ich weiß nicht, ob es stimmt, die Forenteilnehmer sind sehr oft sehr widersprüchlich unter sich, man kann nie wissen, wer das Richtige sagt… icon_confused.gif

Georgi hat folgendes geschrieben:

"Übrigens es gibt Möglichkeiten die Geschwindigkeit mit einfachen Mitteln zu ermitteln. Man nehme einen Fernseher mit normaler terrestrischer Antenne und einen mit Sattelitenempfang. nun stelle man beide Geräte auf denselben Kanal (z.B. das erste) und warte auf den Gong der Tagesschau. Wenn du gute Reaktionen hast kannst du die Laufzeitverzögerung messen. Na ja wahrscheinlich nicht...
Oder du nimmst einfach ein Oszilloskop und ein Laser und einen Funktionsgenerator und eine Fotodiode. Sogar ein relativer Ottonormalverbraucher könnte die Messung durchführen...
"

Gut, aber vielleicht ahnst Du schon meine Antwort… Würde der Ottonormalverbraucher auf dieselbe Ergebnisse kommen als meinetwegen … eine Ottonormaleule? icon_wink.gif
 

Georgi hat folgendes geschrieben:

"Übrigens hast du dir schon mal die Frage gestellt warum der Wert der Lichtgeschwindigkeit keine Nachkommastellen hat? Man hat den Zahlenwert definiert in dem man den Meter nach der Strecke definiert hat die Licht genau in 1 / 299.792.458 sec zurücklegt. "

Ja, das habe ich neulich in Foren mitgekriegt… Wissenschaftler sind auf die Schnapsidee gekommen, die bei der Lichtgeschwindigkeit verwendete Länge des Meters zurecht zu biegen und als neue Maßeinheit zu erklären. icon_confused.gif Das finde ich völlig absurd, ein irreführendes und hoch fragwürdiges Hokuspokus. icon_eek.gif

In der Schule habe ich noch gelernt, dass der Meter ein in einer Vitrine in Paris ausgestellter Holzstock war und 1/40 millionste des Erdumfangs betrug. Natürlich betrug er es nicht… kein Mensch hat je den Umfang der Erde damit gemessen. Man kann den Umfang der Erde damit nicht messen. Man kann der Umfang der Erde sowieso nicht messen, sondern nur berechnen. Und schon gar nicht metergenau, nicht mal kilometergenau. Es war aber unwesentlich und unwichtig, es war eben nur eine sprachliche Konvention, aus praktischen Gründen.

Jetzt hat man als neue Konvention entschieden, dass der Meter die Strecke ist, die das Licht in einer Sekunde bei einem Experiment zurücklegt. Ich habe erfahren, dass man das auch mathematisch ein bisschen zurecht gebogen hat, aber na ja. Ist auch unwesentlich und unwichtig, ist auch nur eine sprachliche Konvention.

Der angegebene Grund dieser Änderung macht mich aber mehr als perplex: Der neue „Lichtmeter“ soll genauer sein als der alte „Holzmeter“icon_rolleyes.gif

Die Strecke zur Messung der Lichtgeschwindigkeit wurde ja mit einem Zollstock gemessen (bei Foucault z.B. ca. 20 m), also mit dem alten „Holzmeter“. Wie kann bitteschön der “Lichtmeter“ genauer sein als der “Holzmeter“, obwohl er mit dem “Holzmeter“ ermittelt wurde? Kann mir jemand dieses Rätsel erklären? Ist es die wissenschaftliche Variante der Geschichte: Wer war zuerst da, das Ei oder das Huhn? icon_razz.gif
 

Georgi hat folgendes geschrieben:
"Worauf willst du mit deinen Überlegungen hinaus?"

Ich will nirgendwo hinaus: Ich diskutiere nur in Foren. Über wissenschaftliche oder philosophische Themen. So wie Du. icon_smile.gif
 

itvokian:
naja das lichtmeter ist deshalb genauer als das holzmeter, weil ich holz verändert. das urmeter (in paris is es glaub ich) besteht nicht aus holz, sondern ner speziellen metalllegierung, die nicht so anfällig gegenüber umwelteinflüssen ist. is aber egal. wichtig ist: ein urmater aus einem material ist nur bei einer bestimmten bedingung (temperatur, luftfeuchtigkeit usw.) das urmeter.
nimmst du das holzmeter an den kalten südpol isses kürzer als in ner heißen wüste. das ist sehr ungeschickt, weil wenn man nur mit holzmetern messen würde, hätte man, wenn man 1 m² grundstück am südpol kauft, weniger fläche als in ner wüste. und man würde es netmal merken. is doch unfair.
das licht ist jedoch (wie die meisten wissen) konstant und immer (im vacuum) gleich schnell. also ist eine mit licht gemessene strecke am südpol genauso lang wie am nordpol. und das lichmeter hat man vermutlich unter bedingungen bestimmt, in denen das "materiemeter" gültig war.
das problem an den urmaßen wie z.b. urmeter urkilogramm usw. ist, dass die sich auch mit der zeit verändern. z.b. dass das urkilogramm verdunstet langsam, es wird also leichter und wenn man keine lösung findet, werden in 1000 jahren alle waagen die mit dem urkilogramm geeicht sind bei weniger masse ein kilogramm anzeigen als heute.
als lösung nimmt man einheiten aus der teilchenpysik, weil diese kostant sind. wie z.b. das lichtmeter.
für alle grundmaße außer dem gewicht hat man solche naturkonstanten gefunden.


Jocelyne:

Ich habe stark den Eindruck, dass Du - aus Hemmungen irgendetwas in der institutionalisierten Physikwelt zu kritisieren – einfach versuchst, das Ungerechtfertige zu rechtfertigen…icon_rolleyes.gif

In meinen Augen ist die Festsetzung des „Lichtmeters“ als neue Maßeinheit einfach ein Idiotenkram hoch drei, tut mir leid. Auch wenn sie von hochrangigen Wissenschaftlern beschlossen wurde, auch wenn sie weltweit angeordnet wurde, auch wenn sie in allen Grundschulen der Welt gelehrt wird, tut mir leid. So was brauchen wir wie ein Kropf würde der deutsche Volksmund sagen…icon_razz.gif  Und keins Deiner Argumente ist für mich ersichtlich:
 

itvokian hat folgendes geschrieben:
"naja das lichtmeter ist deshalb genauer als das holzmeter, weil ich holz verändert."

Nein, das Lichtmeter ist nicht genauer als das Ur-Holzmeter, aus dem einfachen Grund, weil es selbst mit dem ungenauen Ur-Holzmeter ermittelt wurde: Kein Mensch hat je den Umfang der Erde mit dem Holzmeter gemessen und Du kannst Gift darauf nehmen, dass es nie das 40 millionsten des Erdumfangs betragen hat, auch vor 200 Jahren als es ganz frisch gezimmert und in eine Vitrine gepackt wurde!

itvokian hat folgendes geschrieben:

"nimmst du das holzmeter an den kalten südpol isses kürzer als in ner heißen wüste. das ist sehr ungeschickt, weil wenn man nur mit holzmetern messen würde, hätte man, wenn man 1 m² grundstück am südpol kauft, weniger fläche als in ner wüste. und man würde es netmal merken. is doch unfair."

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Inuits oder die Beduine mit Hilfe der „Lichtgeschwindigkeit“ messen, was sie zu messen haben (wie schnell läuft ein Meter? icon_razz.gif ). Sie messen weiterhin ihrer Grundstücke mit einem Holzmeter, oder mit einem Metallmeter, oder mit sonst was Anderes, und sie machen sich ganz bestimmt keine Gedanken darüber, ob die Messung in 3000 Jahren ein paar Millimeter Abweichung haben wird. Und damit sind sie weise…icon_smile.gif
 

itvokian hat folgendes geschrieben:

"das licht ist jedoch (wie die meisten wissen) konstant und immer (im vacuum) gleich schnell."

Ob es „die meisten wissen“ sei dahingestellt. Eher solltest Du - zumindest in diesem Thread - schreiben “wie die meisten glauben“. icon_wink.gif

itvokian hat folgendes geschrieben:

"das problem an den urmaßen wie z.b. urmeter urkilogramm usw. ist, dass die sich auch mit der zeit verändern. z.b. dass das urkilogramm verdunstet langsam, es wird also leichter und wenn man keine lösung findet, werden in 1000 jahren alle waagen die mit dem urkilogramm geeicht sind bei weniger masse ein kilogramm anzeigen als heute.
als lösung nimmt man einheiten aus der teilchenpysik, weil diese kostant sind. wie z.b. das lichtmeter."

Nein, das Problem der Urmaße ist nicht die zeitliche Veränderung des Materials. Es gibt kein technisches Problem bei den Urmaßen… Die Festsetzung einer Maßeinheit ist nur eine sprachliche Konvention, eine Vereinbarung zwischen Menschen, die Länge spielt überhaupt keine Rolle. Menschen stimmen sich ab und entscheiden, eine Maßeinheit festzusetzen. Dafür brauchen sie keinen Bezug auf irgendetwas genau oder konstant in der Natur. Man kann einen beliebigen Gegenstand aus der Natur auswählen, ein Holzstock, ein Knochen, eine Cola-Dose, ihn in eine Vitrine packen und vereinbaren, ihn „Meter“ zu nennen. Es würde genauso funktionieren. Kein Problem.

itvokian hat folgendes geschrieben:
"für alle grundmaße außer dem gewicht hat man solche naturkonstanten gefunden."

Für die neue Maßeinheit “Lichtmeter“ ist es so gelaufen: “Wir basteln uns eine Naturkonstante!“ icon_razz.gif
(.../...)

Jocelyne:
itvokian hat folgendes geschrieben:

"natürlich macht es für jemanden der nicht an die wissenschaft glaubt keinen sinn. aus dem selben grund aus dem es für die inuit keinen sinn macht."

Wie soll man an eine wissenschaftliche Disziplin „glauben“ (die Quantenmechanik bzw. die sogenannte moderne Physik), die sich auf einer solchen „Erkenntnis“ stützt wie die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit? Ist es nicht zu viel verlangen von unserer Vernunft und unserm rationalen Denken?

Folgende Informationen sind unwidersprochen stehen geblieben und sollten eigentlich von jedermann sprachlich wie auch geistig nachvollziehbar sein, finde ich zumindest:

Man kann die Geschwindigkeit von Photonen experimentell nicht messen.



1. Wir können ihre reale Position nur bei einem Wert abgreifen: Man braucht zwei realen Punkte, um eine Geschwindigkeit zu errechnen.


2. Wir können die ungestörte Geschwindigkeit von Photonen experimentell nicht messen: Das Eingreifen beim Bestimmen ihrer realen Position verändert ihren physikalischen Zustand maßgebend.


3. Sämtliche durchgeführte Versuche haben also nur verschiedene Näherungen geliefert, auf keinen Fall eine genaue Spitzengeschwindigkeit. Davon auch wiederum nur Durchschnittgeschwindigkeiten, da eine Einweggeschwindigkeit technisch auch nicht zu messen ist.


4. Wir können nicht annehmen, dass die Leistungsfähigkeit unserer visuellen Wahrnehmungen und unserer Messinstrumente ausgerechnet dafür geeignet ist, um die „objektive“ Spitzengeschwindigkeit des Lichtes ermitteln zu können. Warum sollten sie es sein?


5. Wir können nicht das Licht als Naturphänomen experimentell messen (Sonnenstrahl, Mondstrahl, Blitz, Sternlicht).



Vor diesem Hintergrund ist die Tatsache, dass die Wissenschaft vor 30 Jahren c jedoch als absolute und exakte Naturkonstant im Raum und Zeit erhoben hat nur ein Zeugnis dafür, da sie ihre eigene Regel verleugnet und ein Dogma verordnet hat. Am Anfang war c.

Das hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun. icon_confused.gif

Georgi:
Was soll die Wissenschaft denn sonst liefern, außer Näherungen? Alle Modelle der Physik sind Näherungen. Die Zahl Pi ist angenähert, die Gravitationskonstante ist angenähert.Worauf genau willst du hinaus?


Jocelyne:
1. Die Zahl Pi ist Mathematik. Keine Physik.

2. Es gibt für mich einen Unterschied zwischen einer „Messung“ und einer „Näherung“, zwischen einer “Näherung““ und einer “Spitzengeschwindigkeit“, zwischen einer „Spitzengeschwindigkeit“ und einer Durchschnittgeschwindigkeit“. Sie liefern auch verschiedene Werte. Ich hätte nicht gedacht, dass es nötig sein musste, diese Begriffe extra für die Messung der Lichtgeschwindigkeit zu klären oder ad hoc neu zu definieren… icon_confused.gif

Georgi:
Der Meter, Die Geschwindigkeit, Die Sekunde alles das sind Erfindungen, welche eine kognitive Beschreibung der gemachten Beobachtungen ermöglicht. Die Sekunde ist phänomenal genau definierbar, also definiert man einen Meter auf ihrer Basis.


Jocelyne:
Und wie hat man die Länge „gemessen“, die das Licht in einer Sekunde zurücklegt, wenn ich fragen darf? Ist technisch ein bisschen schwierig, oder? Ist sogar ein bisschen unmöglich, würde ich sagen. Also hat man 1983 die Länge des alten Holzmeters zurechtgebogen, die zur Näherung der Durchschnittsgeschwindigkeit eines nicht zeitlich gestoppten Lichtsignals gedient hat, um rückwirkend ein Verhältnis 1:1 mit dem neuen Meter zu erreichen, oder so was Ähnliches. Ein Zirkel. Oder ein Hokuspokus. Wozu soll es gut sein, wenn ich fragen darf? Soll es Physik sein? Soll es neue Erkenntnis sein? Tut mir leid, das ist Verarschung. Oder Machereien. Oder sonst was. Aber keine Physik.


Georgi:
Ich kann deinen Überlegungen nicht genau die Schlussfolgerung entnehmen auf die du hinaus willst.


Jocelyne:
Meine Überlegungen stehen ganz klar im Titel meines Threads: „Kann man die Lichtgeschwindigkeit messen?“.

Meine Schlussfolgerung deckt sich mit Deiner überein: Man kann die Lichtgeschwindigkeit nicht messen. Man hat sie nur durch Beschluß definiert... icon_wink.gif


Georgi:
Sind die Physiker alle dumme Taugenixe?


Jocelyne:
Wo habe ich so etwas behauptet oder unterstellt, wenn ich fragen darf? icon_confused.gif


Georgi:
eventuell willst du lediglich den Absolutheitsanspruch der Wissenschaft negiert sehen, das ist aber völlig unnötig, da ein solcher gar nicht existiert! icon_wink.gif


Jocelyne:
Richtig, ein solcher existiert gar nicht. icon_wink.gif

Das haben aber offensichtlich manche „Wissenschaftler“ vergessen, das ist eindeutig bei der Festsetzung der Konstanz von c. icon_confused.gif Und es könnte den und uns nicht schaden, mal wieder über die viel bestrittenen Begriffe „glauben“ und „wissen“ nachzudenken. Es könnte ganz bestimmt nicht schaden.

(...)
 

Turicensis:
Mal aufgepasst!!
Die Zahlen wurden um das ganze etwas anschaulicher zu machen geändert und mir ist durchaus bewusst, dass das untenstehende Gedankenexperiment nicht 100% korrekt ist. Ist aber absichtlich so gehalten. Macht das ganze etwas überschaubarer.

Man nehme einen Sender und einen Photonendetektoren und zwei synchronisierte Atomuhren von denen je eine an den Sender und an den Detektoren angebracht wird. So, nun sagt man, dass das Experiment um 12.00 Uhr startet. Der Sender fängt an zu senden und der Detektor registriert um 12.00.01 das erste Photon, folglich brauchte es für die Strecke 1s. Nun berücksichtig man noch, dass die neusten Atomuhren nach 30 Mia. Jahren eine Sekunde vorgehen, dann lautet das Ergebnis: Ein Meter ist die Strecke die das Licht in einer 946'079'999'999'999'999 /

946'080'000'000'000'000 Sekunde zurück legt. Natürliche kämen noch weitere Faktoren wie unsere Atmosphäre dazu, usw. blablabla ... aber drauf geschissen.
Wer jetzt noch kommt mit "aber wer sagt mir denn das die Lichgeschwindigkeit konstant ist" der soll gleiche eine wissenschaftlich korrekt formulierte, mathematisch richtige und auf Experimente gestütze, neue Quantenchromodynamik und Quanten-feldtheorie der elektroschwachen Kraft liefern (nur um zwei Beispiele zu nennen). Wer das nicht kann, soll bitte ruhig sein.
Um das ganze noch etwas anschaulicher zu machen hab ich mal meine weltbekannten Zeichenkünste walten lassen und das ganze per Paint aufgezeichnet: icon_razz.gif
ich finde das gehört in den Louvre hinter Panzerglas mit bewaffnetem Wachpersonal davor. icon_razz.gif icon_razz.gif

 



 (Mit freundlicher Genehmigung von Turicensis)

Mr Pink:
Da aufgrund von Beugungserscheinungen es ja eh nicht möglich ist, einen exakten Lichtpunkt zu erzeugen, müssen wir also zugeben, dass es eine sehr kleine messungenauigkeit bei diesem experiment gibt, in deren rahmen durchaus auch tatsächlich die lichtgeschwindigkeit variieren könnte, wenn natürlich auch nicht muss.

Wenn Jocelyne es jetzt schafft, kleine Schwankungen in der Lichtgeschwindigkeit nachzuweisen wäre das sehr interessant, es könnte ein neues, noch allgemeineres modell entwickelt werden, weder newtons noch einsteins modell würden dadürch aber "falsch" werden, sondern die welt nur in einem kleineren bereich erklären. Die reine möglichkeit von schwankungen innerhalb einer messungenauigkeit ist aber leider kein nachweis.


Jocelyne:
Das Experiment nach Foucault war eben mein Ausgangspunkt bei der Hinterfragung der Messung der Lichtgeschwindigkeit. Ich fasse kurz meine Überlegungen und Einwände zusammen:


1. Es kann sich nicht bei der gemessenen Geschwindigkeit c=29... um eine Spitzengeschwindigkeit handeln. Diese Versuchsanordnung erlaubt nicht, eine Spitzengeschwindigkeit zu ermitteln.


2. Das Erkennen mit blossen Augen und das Messen mit einem Lineal der genauen Umrissen des Flecks ist mehr als abenteuerlich. Von Nanogenauigkeit kann auf jeden Fall nicht die Rede sein: Es handelt sich immerhin um eine Ansammlung und Überlagerung von Photonen, also von Objekten der Quantendimension...

Außerdem kann man nicht ausschließen, dass ein Dunkel/Hell-Effekt während der Dauer des Experiments bei dem Fleck (flimmern) stattfindet, den wir nicht wahrnehmen können.


3. Man kann keine Aussage darüber treffen, wie andere Lebewesen als der Mensch die Form und die Größe dieses Flecks wahrnehmen und markieren würden. Es ist jedoch sehr stark anzunehmen, dass sie ihn nicht wie wir sehen.

Ich bin der Meinung, dass aufgrund der oben aufgelisteten Vorbehalte nicht auszuschließen ist, dass c nicht nur minimal, sondern erheblich schwanken könnte.

(...)

allesundnichts:
Nein die Lichtgeschwindigkeit kann man nicht messen!
Dieses zeigte ein Experiment welches mein Freund und ich durchführten.
Ich legte mich auf den Boden unter die Lampe, wir ummantelten die Lampe mit einem Sieb ausgerüstet mit Sensoren ( welches Photonenanzahl messen sollte sowie auch das Gewicht ermitteln konnte der Photonen) . Dann



Geheimes Experiment zur Messung der Lichtgeschwindigkeit

Foto © 2004 - denkendes Etwas - philo-forum.de
 

wurde ein Zollstock direkt unterhalb der Lampe direkt mit meinem rechten Auge verbunden. Eine Stoppuhr hatte ich in der linken Hand. Wir zählten zusammen 1 2 3 mein Freund betätigte nach drei den Lichtschalter und ich die Stoppuhr. Ich konnte gar nicht mehr so schnell auf die Stoppuhr ein zweites mal drücken wie das Licht mein rechtes Auge das Licht sehen konnte. Die Sensoren brachten auch keine Auswertung warum auch immer. Mein Freund konnte auch nicht sehen wie sich das Licht entlang des Zollstockes fortbewegte dieser stand ganz plötzlich voll im Licht.

Unser Ergebnis Lichtgeschwindigkeit kann man nicht messen zumindest haben wir derzeit noch keine Möglichkeit dieses genau zu tun, jedoch wir können Vermutungen anstellen die wir jedoch nicht bekanntgeben. Da wir "richtige" Forschernaturen sind geben wir erst etwas bekannt wenn wir das Endergebnis haben und nicht wie andere die schon Teilergebnisse vorab bekanntgeben und die Menschheit dadurch verwirrt/verunsichert und/oder wie auch immer. Eines ist sicher es wird noch ein langer Weg jedoch wir bleiben dran forschen und experimentieren weiter, sobald wir ein Endergebnis haben werden wir es als erstes hier veröffentlichen das ist versprochen.

Bis dahin gilt, Lichtgeschwindigkeit lässt sich derzeit nicht "richtig" messen zumindest für uns wer anderes glauben möchte bitte dieses steht jedem frei was und wie er glauben möchte.

Fetzenflieger:
Zu Deinen Fragen, Jocelyne, im Einzelnen:
- Ein Photon, das langsamer ist, braucht für die Strecke eine längere Zeit. => der Drehspiegel dreht sich in der Zwischenzeit weiter. Es wird weiter abgelenkt.

- Ein Photon, das schneller ist, braucht für die Strecke eine kürzere Zeit. => der Drehspiegel dreht sich weniger weit. Das Photon wird weniger stark abgelenkt.

Ergo: Wenn ein Wellenpaket aus Photonen verschiedener Geschwindigkeiten bestünde, so würden sie nicht alle in die gleiche Richtung reflektiert, sondern in unterschiedliche Richtungen. Der Lichtfleck auf dem Schirm würde verschmieren. Das tut er aber nicht: Alle Photonen werden vom Drehspiegel in der gleichen Weise abgelenkt. Das bedeutet, dass tatsächlich alle Photonen gleich schnell sind.

Jocelyne:
Das Experiment erlaubt nicht zu beurteilen, ob doch nicht Photonen (oder Wellenpakette aus Photonen) in unterschiedliche Richtungen von den Drehspiegel reflektiert wurden… Wie willst Du es sichergestellt haben? Wie willst Du sicher sein, dass alle von der Lampe emittierten Photonen die Wand getroffen haben? Mit bloßen Augen? Zwar ist eine Ansammlung und Überlagerung von Photonen durch die Winkelaufstellung der Spiegel erzwungen worden, und dadurch einen für unsere menschliche Netzhaut sichtbaren Fleck erzeugt worden, aber Du kannst nicht sicher sein, dass Photonen außerhalb der Wand oder außerhalb des für uns sichtbaren Flecks auf der Mattscheiben aufgeprallt sind.

Zitat: "
Der Lichtfleck auf dem Schirm würde verschmieren. Das tut er aber nicht".
Wie willst Du beurteilen, ob der Lichtfleck auf dem Schirm doch nicht „verschmiert“ ist? Vielleicht sieht ihn ein Pferd oder eine Schildkröte verschmiert, oder? Die „Verschmierung“ ist nämlich ebenfalls eine Konsequenz der Leistungsfähigkeit einer Retina. Die klaren Umrisse eines Lichtfleckes stellen für uns die Grenze unseres Sehvermögens. Jedoch ist es absolut nicht auszuschließen, dass ein Lebewesen mit weitgehend schärferem Sehvermögen als wir Menschen noch Photonen wahrnehmen kann, die um die Grenze der Photonenansammlung aufgeprallt sind. Diese Grenze ist ja fließend, die Umrisse des Fleckes sind doch nicht mit einer Mauer geschützt…

- Außerdem wie willst Du bei der Schnelligkeit der Entstehung des Lichtflecks beobachten können, ob der Fleck ganz am Anfang nicht kleiner war und sich dann mit zunehmender Photonenansammlung und Überlagerung verbreitet hat? Die Photonenzufuhr war ja während der ganze Zeit des Experiments ununterbrochen… Als der Experimentator den Lineal zur Messung angesetzt hat, hatten schon Milliarden und aber Milliarden von Photonen oder Wellenpaketten die Wand erreicht…

- Außerdem wie willst Du sicher sein, dass der Fleck nicht „flimmert“, also dass ein von uns nicht wahrnehmbarer hell/dunkel Effet während der ganzen Zeit des Experiments stattfindet, wie greenguy in Erwägung gezogen hat?

All diese Argumente bleiben also eindeutig eine Frage der Leistungsfähigkeit unserer menschlichen Netzhaut.

Wir müssen wohl bei unserem statu quo verbleiben:

- Du stellst die Mutmaßung an, dass alle Lebewesen denselben Fleck sehen.
- Ich stelle die Mutmaßung an, dass andere Lebewesen einen anderen Fleck sehen.

Fetzenflieger:
- Es handelt sich dementsprechend nicht um eine Messung der "Höchstgeschwindigkeit" oder "Durchschnittsgeschwindigkeit" (richtiger wäre der Ausdruck: "Mittlere Geschwindigkeit"), sondern eine Aufnahme des gesamten Geschwindigkeitsspektrums, da Photonen aller Geschwindigkeiten (eben unter unterschiedlichen Winkeln) zum Schirm reflektiert würden. Wie gesagt: Weil alle gleich schnell sind, werden sie auch alle unter dem gleichen Winkel reflektiert. Deshalb sieht man auf dem Schirm einen scharfen Lichtfleck.

Jocelyne:
In Deiner Aussage steckt meines Erachtens ein Logikbruch bzw. eine unzulässige wissenschaftliche Äußerung:
"Weil alle gleich schnell sind…".
Du setzest hier das (gewünschte) Ergebnis voraus! Ich erinnere daran, dass es ein Experiment zur „Messung der Lichtgeschwindigkeit“ ist! Du darfst also beim Beschreiben des Versuchs nicht erst einmal Dein gewünschtes Ergebnis als Faktum angeben…
Zumal dass die Versuchsanordnung eben nicht zulässt, dieses Faktum zu beobachten.

In Deiner Aussage steckt meines Erachtens weiter ein zweiter Logikfehler bzw. ein verbreitetes Missverständnis: So wie Du es erklärt hast handelt es sich also definitiv nicht um eine Spitzengeschwindigkeit des Lichtes. Jedoch wird c immer als Spitzengeschwindigkeit vorgestellt bzw. ist sie in den Köpfen als Spitzengeschwindigkeit vorhanden, vor allem wenn man behauptet, dass nichts im Universum schneller als c laufen kann. Ich würde sagen, dass schon fest steht, dass irgendetwas schneller laufen kann als c: und zwar… c bei Spitzengeschwindigkeit. Oder sehe ich das falsch?

Fetzenflieger:
Da hast Du mich wohl falsch verstanden. Ich setze das nicht voraus, sondern es ist das Ergebnis. Vielleicht hätte ich klarer schreiben sollen: "Daran, dass alle Photonen unter dem gleichen Winkel reflektiert werden, kann man erkennen, dass sie die gleiche Geschwindigkeit haben."

Wenn ich es für erwiesen halte, dass jede Art von Licht die gleiche Geschwindigkeit hat, sind die Begriffe "Spitzengeschwindigkeit" und "mittlere Geschwindigkeit" gleichbedeutend. Die These, dass sich nichts schneller als c bewegen könne, stammt aber aus einer anderen Richtung. Tatsächlich ist sie sogar etwas verkürzt. Wenn man die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit das Relativitätsprinzip voraussetzt, kann man mathematisch herleiten (Einstein hat das gemacht), dass sich alle Teilchen mit einer Ruhemasse von 0 mit einer Geschwindigkeit von c bewegen müssen. Teilchen mit einer Ruhemasse von m>0 müssen sich mit einer Geschwindigkeit von v<c bewegen. (Es gibt hypothetische Teilchen, die eine imaginäre Masse haben, sogenannte Tachyonen. Die dürfen sich auch nach der Relativitätstheorie sehr wohl schneller als Licht bewegen. Es gibt jedoch keinerlei Hinweise dafür, dass es sie tatsächlich gibt).

Jocelyne:
Wir untersuchen hier den Ablauf eines Experiments zur Messung der Lichtgeschwindigkeit, also sollten wir zunächst nichts als erwiesen halten, so ist es doch wissenschaftlich, okay? Smile

Also grundsätzlich sind die Begriffe "Spitzengeschwindigkeit" oder "mittlere Geschwindigkeit überhaupt nicht gleichbedeutend. Sie werden anders ermittelt und ergeben andere Werte für dieselbe Messung. Fest steht jedoch, dass weder die eine, noch die andere Geschwindigkeit bei diesem Experiment zu ermitteln ist...

Was die Geschwindigkeit ist, die hier ermittelt wurde, kann ich mir leider weiterhin schwer vorstellen... Sad Du sprichst weiter oben von dem "ganzen Spektrum der Geschwindigkeiten von Photonen", das hier ermittelt wurde... Was hat es denn konkret zu bedeuten? Ich habe Schwierigkeiten mit dieser Vorstellung, ich kann damit eigentlich nichts anfangen Confused

Fetzenflieger:
Fest steht, dass eine Geschwindigkeit gemessen wird, die noch dazu für alle Photonen gleich ist. Warum sollte man dann zwischen "Spitzengeschwindigkeit" und "mittlerer Geschwindigkeit" unterscheiden?

Wenn man das Experiment nicht mit Photonen durchführt, sondern mit anderen Teilchen, dann findet man eben für jede Geschwindigkeit eine gewisse Anzahl von Teilchen. Wenn man Glück hat, befinden sich die meisten Teilchen in einem mehr oder weniger engen Bereich um die Durchschnittsgeschwindigkeit. Wenn man Pech hat, gibt es eine große Bandbreite von Geschwindigkeiten. Das ganze ist dann so etwas ähnliches, wie eine Gaußsche Normalverteilung. Eine solche Verteilung von Geschwindigkeiten nennt man "Geschwindigkeitsspektrum." Macht man das Experiment mit Photonen, erhält man halt keine Gaußsche Normalverteilung, sondern alle Photonen haben dieselbe Geschwindigkeit.

Jocelyne:
Angenommen man hätte bei diesem Experiment statt eines Lichtstrahls ein Wasserstrahl emittiert. Hätte man dadurch das ganze Spektrum der Geschwindigkeiten von Wassermolekülen ermittelt?

Fetzenflieger:
Im Prinzip: Ja.

Jocelyne:
Hätte man die absolute, konstante und universelle Geschwindigkeit von Wassermolekülen gemessen?

Fetzenflieger:
Die ist nicht absolut, universell und konstant.

Jocelyne:
Angenommen wir führen das Experiment mit einer neuartigen Fotoplatte durch, die um ein vielfaches lichtempfindlicher ist als die heute bekannten.
Angenommen, wir messen einen doppelt so breiten Fleck.

Was wäre dann der Wert von c bei sonst gleich bleibenden Bedingungen?

Fetzenflieger:
Am Wert für c würde das nichts ändern. Allerdings müsste man dann eingestehen, dass c eben doch nicht für alle Photonen gleich ist.

Itvokian:
ok. nehmen wir an der lichtfleck währe auf der photoplatte breiter als ich ihn mit bloßem auge sehe.
dann könnte ich c nicht beziffern, da es nicht konstant wäre.

(...)

Jocelyne:
Wir sollten vielleicht Ordnung in unseren Austausch bringen, da mit Wiederholungen und Überflutungen von technischen Details aus allen Ecken kommt man nicht weiter… Ich versuche ja die ganze Zeit in diesem Thread mit meiner naiven Hinterfragung diese komplexe und verstrickte Thematik auf einfache, logische, für jedermann verständliche Prinzipien zu reduzieren, und es hilft überhaupt nichts, im Gegenteil, mit immer mehr technischen Bereichen und Informationen diese einfahen Prinzipien zu überfluten und immer wieder unübersichtlich zu machen... 

Es geht also um Logik, nicht um das Sammeln von fachlichen und technologischen Informationen. Dieses Thread soll nicht die Wikipedia werden… Wink Ich bitte also die interessierten Teilnehmer um Disziplin und fände effektiv und fruchtbar, wenn man sich auf meine naiven und logischen Hinterfragungen beschränken würde. Jeder sollte sich seines eigenen Verstands bedienen... Smile

Ich poste hier also eine kurze Zusammenfassung der Punkte, die ich diskutiert und geklärt haben möchte:

1. Können wir wissenschaftlich nachweisen, was andere Lebewesen sehen können oder können wir nur Mutmaßungen darüber anstellen?
Mein Standpunkt: Wir können nur Mutmaßungen anstellen.


2. Haben die schon hier untersuchten Drehspiegelexperimente nachgewiesen, dass das Licht konstant ist?
Mein Standpunkt: Die Drehspiegelexperimente haben es nicht nachgewiesen.


3. Wurde mit den schon hier untersuchten Drehspiegelexperimenten eine mittlere oder eine Spitzengeschwindigkeit ermittelt?
Mein Standpunkt: Es wurde nur eine mittlere Geschwindigkeit ermittelt, eine Spitzengeschwindigkeit ist mit dieser Versuchsanordnung nicht zu ermitteln.


4. Gibt es Versuchsanordnungen, die ermöglichen, eine Spitzengeschwindigkeit des Lichtes zu ermittelt?
Mein Standpunkt: Es gibt keine Versuchsanordnung, die ermöglicht, eine Spitzengeschwindigkeit des Lichtes zu ermitteln.


5. Ermöglicht die Änderung der Länge des Urmeters genauere Messungen?
Mein Standpunkt: Die Änderung der Länge des Urmeters ermöglicht keine genaueren Messungen.


6. Können wir davon ausgehen, dass unsere Messinstrumente oder Ersatzempfänger die absolute Grenze der Genauigkeit und der Empfindlichkeit schon erreicht haben und dass keine Fortschritte in diesem Bereich mehr zu erwarten sind?
Mein Standpunkt: Fortschritte bei Genauigkeit und Empfindlichkeit von Messinstrumente und Ersatzempfänger sind noch zu erwarten.


7. Können wir davon ausgehen, dass wir mit unseren Augen oder mit unseren Instrumenten die „objektive“ Welt, also unabhängig von jeglichen Beobachtern, wahrnehmen können?
Nein, wir können nicht davon ausgehen.

(...)

Brainiac:
(...) aber dann erklär mir bitte, warum dann die Lichtgeschwindigkeit nicht ebenfall unabhängig von unserer Definition als objekive und konstante Geschwindigkeit des Lichtes existieren soll.

Jocelyne:
Weil wir im wissenschaftlichen Sinne es nicht nachweisen können!

Die Wissenschaft beschäftigt sich ja hauptsächlich mit der Beobachtung und dem Messen der Naturphänomene. Das ist ihr Gebiet, sie beansprucht es und keiner bestreitet es ihr auch. Sie kann und darf also nur „wissenschaftliche“ Aussagen machen, also auch Deutungen und Aufklärungen vorschlagen, wenn diese Beobachtungen und diese Messungen effektiv vorliegen. Sonst sind es lediglich Gedankenexperimente. Im Falle der Messung der Lichtgeschwindigkeit ist es nicht ersichtlich, weder experimentell noch mathematisch, dass die Höchstgeschwindigkeit des Lichtes gemessen wurde! Diese Aussage beruht nämlich nur auf einen administrativen Beschluß, der wiederum nur auf eine individuelle Theorie beruht, die wiederum nicht auf reelle Beobachtungen und Messungen beruht.

Deshalb erfüllt die Festsetzung der Höchstgeschwindigkeit des Lichtes bei einem bestimmten Wert nicht die Kriterien der Wissenschaftlichkeit, die die Wissenschaft sich selber zugeschrieben hat und wo sie darauf bei jeder Gelegenheit besteht.

Es ist also m.E. genauso zulässig und wissenschaftlich Theorien aufzustellen, die die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit nicht voraussetzen.

Jocelyne:
Ich habe folgendes Gedankenexperiment vorgeschlagen: Wie erklärst Du Dich zum Beispiel, dass man Licht nur ganz kurz zwischen zwei ganz nahe gegenüber stehenden Spiegeln hin- und her reflektiert lassen und halten kann? 

Brainiac:
Das erkläre ich mir mit technischen Problemen...
- Erstens wie bekommst du das Licht da hinein und bist dann schnell genug wieder weg, damit du es nicht auf seinem Rückweg wieder blockierst?
- Zweitens wie richtest du die Spiegel so perfekt aus, dass der Lichtstrahl sich nicht doch über millionen von Reflektionen hinweg langsam zum Rand arbeitet und dann abhaut?
- Drittens und am wichtigsten: Wo bekommst du einen perfekten Spiegel her, der absolut jedes einzelne Photon stets reflektiert und das auch noch immer ganz präzise in die richtige Richtung??? Das macht nämlich kein noch so gut gearbeiteter Spiegel, weil sie alle kleine Unregelmäßigkeiten haben.

Jocelyne:
Ich präzisere also mein Gedankenexperiment:

Man kann ganz große Spiegel nehmen (meinetwegen mehrere Meter Durchmesser) und durch eine ganz kleine Öffnung in der Mitte der Rückseite eines der zwei Spiegel schnell ein Lichtstrahl einführen. Ich meine, es ist technisch möglich, oder? Damit wäre gewährleistet, dass eine größere Menge von Photonen in gerade Linie, zumindest in der Mitte der Spiegel in der unmittelbaren Nähe der Lichtquelle sozusagen in einer „ewigen“ hin-und-her Reflektierungslaufbahn gefangen wären und nicht ausweichen könnten, oder? Wir haben durch den großen Durchmesser der Spiegel auch große Reserven.

Was würde denn passieren? Würden wir den Lichtstrahl solange sehen bis die Oberfläche der Spiegel nicht mehr perfekt ist, solange bis sie ausgenutzt und stumpf geworden ist und nicht mehr reflektieren kann? Würden wir das hin-und-her Reflektieren der in der Mitte der Spiegel gefangenen Photonen also viele Jahre sehen?

Nein, natürlich, der Lichtstrahl wird wohl nur ein Bruchteil von Sekunden zwischen den zwei Spiegeln sich halten können. Warum?

Eine Antwort darauf habe ich schon von einem Physiker im Physikforum von Wissenschaft-online bekommen, und sie war so logisch und so einsichtlich, dass ich mich nachträglich geschämt habe, die Frage gestellt zu haben… Sad

Jocelyne:
Da offenbar kein Mitleser eine Erklärung vorschlagen möchte gebe ich erst einmal die Antwort, die ich schon von einem Teilnehmer in einem Physikforum auf diese Frage bekommen habe, sinngemäß:

Wir können nur die Photonen sehen, die unsere Augen erreichen.

Klar… Und wenn sie also meine Augen erreicht haben, können sie natürlich nicht mehr zwischen den zwei Spiegeln sein, klar… Sad

Aus dieser Tatsache schließe ich vorläufig folgendes:

Die Photonen eines Lichtsignals können nicht (oder nur extrem kurz) in eine bestimmte Laufbahn emittiert werden: Sie streuen sich sofort nach der Emittierung in allen Himmelrichtungen, nur ein paar davon erreichen meine Augen. Was mit den anderen passiert, weiß ich nicht, keine Ahnung.

Photonen, die tatsächlich zwischen den zwei Spiegeln nachhaltig „gefangen“ wären und von dieser Laufbahn nicht ausweichen könnten, könnte ich also nicht sehen, da sie eben zwangsläufig meine Augen nicht erreichen könnten, oder? Wäre es „unsichtbares“ Licht? Rolling Eyes

Ich glaube also, dass nach extrem kurzer Zeit nach der Emittierung alle Photonen die Laufbahn zwischen den Spiegeln in allen Himmelrichtungen verlassen haben müssen. Was mit denjenigen Photonen passiert ist, die ausgerechnet meine Augen oder die Augen von anderen Beobachtern nicht erreicht haben, weiß ich nicht, keine Ahnung…

Denke ich falsch? Was meint Ihr?

Jocelyne:
Ich habe auch mehrmals folgendes Gedankenexperiment vorgeschlagen:

Wir führen ein Lichtsignal ganz schell in eine innenverspiegelte Kugel ein. Die Photonen, die in der Kugel gefangen sind können also nicht ausweichen und müssen zwangsläufig hin- und her in der Kugel ständig reflektiert werden, wenn wir annehmen, dass die verspiegelte Oberfläche physikalisch perfekt ist für Reflektierungen in allen Richtungen.
Das wäre also theoretisch eine Kugel mit dem „ewigen Licht“ drin…sport Oder weniger romantisch formuliert: Eine Lichtkonserve. Razz

Wenn wir nach ein paar Minuten oder ein paar Stunden die Öffnung wieder öffnen, sollten theoretisch Lichtquanten aus der Kugel rausfliegen, oder?

Ich zweifle aber sehr stark daran, dass wir je aus der Kugel irgendwelches Licht wahrnehmen würden… Ich meine eher, wir würden nichts sehen, kein Licht, nichts. Die Lichtquanten aus dem Lichtsignal werden sich auch nicht in der Kugel halten können, obwohl sie nicht ausweichen können.

Ich kann mir es nur so erklären, dass alle Photonen in der Kugel nach ein paar Milliarden Reflektionen so an Geschwindigkeit und Energie verloren haben, dass sie die Strecke zwischen den verspiegelten Innenwände nicht mehr zurücklegen können, und dass damit der Reflektierungsvorgang ausläuft. Oder?

Denke ich falsch? Was meint Ihr?

Nikolaj:
Da Photonen masselos sind, können sie sich nur mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Also müsste es eigentlich funktionieren, wie kommst du denn überhaupt darauf, dass es nicht funktioniert? Von praktischen Schwierigkeiten, die es zur Genüge gibt, wollen wir mal absehen...

Jocelyne:
Aus zwei Überlegungen:

1. So wie ich es bis jetzt verstanden habe, sollen Photonen nur masselos in Ruhezustand sein, jedoch eine Masse beim Laufen und Aufprallen haben, oder? So habe ich zumindest die Aussage über die Dualität Welle/Teilchen (woran ich übrigens nicht glaube, da ich sie nicht verstehe… Wink ) bis jetzt verstanden: Photonen breiten sich als Welle aus und prallen als Teilchen auf. Da Materie aber beim Aufprallen mit Materie gemäß der klassischen Physik immer an Energie und Geschwindigkeit verliert, schließe ich, dass Photonen beim Aufprallen mit Spiegeln (Reflektionen) auch an Energie und Geschwindigkeit verlieren.

2. Wenn das funktionieren würde, würden wir es schon lange wissen! Smile Auch Physiker sind ja neugierig und experimentierfreudig, sie hätten es schon lange rausbekommen... Wink So wie ich es auch in Foren erfahren habe gab es zum Beispiel Experimente in diese Richtung mit Spiegelkabinetten. Ein Lichtsignal hält sich aber auch dort nur extrem kurz, und es ist nicht anzunehmen, dass alle Photonen auf die Retina des Beobachters ausweichen konnten und dort verbraucht wurden, oder?

(.../...) http://www.philo-forum.de/philoforum/viewtopic.php?t=10261&topic_view=flat

Georgi:
Der Meter ist der Weg den das Lcht definitionsgem. in 1/ 3*10 hoch 8 sekunden zurücklegt Wink
Das bedeutet, das die Wellenlänge indirekt doch von der Zeit abhängig ist.
Zugegeben etwas verwurschtelt das ganze und ich gebe ehrlich zu das ich mir hier nicht hundert prozentig sicher bin. Aber der Meter ist auf Basis der Zeit definiert.Die Länge der Welle ist also ein relativistisches System
oder ähh vielleicht auch nicht Laughing

Jocelyne:
Ja, Georgi, auch von mir zugegeben, „etwas verwurschtelt das ganze“, das kann man wohl sagen… Sad

Jedoch ist das ganze meiner Meinung nach nicht mehr so verwurschtelt, wenn man meine Theorie annimmt, wonach c nicht konstant ist… Smile

Ich habe meine Theorie im Thread „Grundlagen moderner Wissenschafttheorie“ aufgestellt:

Gut, damit kann ich auch leben: Nicht ein Strom von Luftmolekülen breitet sich aus, sondern eine Moleküle gibt den Impuls durch einen Stoß weiter - sozusagen als Kettenreaktion. Mit der Anzahl von Stößen, also mit der Entfernung, schwächt sich der ursprüngliche Impuls und läuft irgendwann aus.

Es handelt sich eben um einen mechanischen Vorgang aus der klassischen Physik. Für mich bedeutet das aber, dass diese Bewegung auf eine bestimmte Strecke zwischen A und B von Anfang bis Ende nicht konstant sein kann: Sie verlangsamt sich und läuft aus! Auch in einem Tunnel wird die Bewegung von Luftmolekülen auslaufen, wenn der Tunnel meinetwegen 300 km, oder 3000 oder 30.000 km lang ist, der mechanische Impuls geht ja allmählich verloren. Genauso wie der mechanische Impuls einer Flutwelle auch verloren geht.

Man hat mir immer bei meiner Kritik der Messung der Lichtgeschwindigkeit vorgeworfen, ich hätte ja kein anderes Modell als Ersatz dafür, deshalb durfte ich weder Zweifel noch Vorbehalte äußern. Confused Ich hatte in der Tat kein anderes Modell. Aber seit heute habe ich eins… Smile

Also ich schlage es mal vor – bitte nicht zurückschlagen…

1. Das Medium für die Ausbreitung von Wassermolekülen ist eine Wasserdichte.

2. Das Medium für die Ausbreitung von Luftmolekülen ist eine Luftdichte.

3. Hypothese: Das Medium für die Ausbreitung von Photonen ist eine Photonendichte.

Also stelle ich mir es so vor: Das Universum badet in einem Ozean von Photonen, wie Wassermoleküle in einem Ozean von Wasser, wie Luftmoleküle in einem Ozean von Luft.

Wir können aber nur die Photonen sehen, die durch einen kräftigen mechanischen Impuls in eine schnelle Bewegung gesetzt worden sind und sich dadurch als Welle ausbreiten, und zwar nur diejenige, die sich in Rahmen eines bestimmten Geschwindigkeit- und Energiespektrums ausbreiten. Die ruhenden oder sich langsam bewegenden Photonen können wir nicht sehen. Wir können ja auch nicht Wassermoleküle sehen (obwohl sie sich ständig bewegen), wir können sie nur sehen (als Welle), wenn sie eine bestimmte Energie und eine bestimmte Geschwindigkeit haben, sonst nicht. So stelle ich mir es auch vor, wenn wir in einem Ozean von Photonen baden wurden.

Jupp:
Damit stellst Du die Relativitätstheorie auf den Kopf, weisst Du das?

Jocelyne:
Ja, ich weiß das mittlerweile… Sad Das habe ich unfreiwillig bei meiner Hinterfragung der Lichtgeschwindigkeit mitgekriegt, und wie… Es hat mir nämlich viel Ärger in Foren gebracht. Sad

Dabei ist doch eine Theorie eben eine Theorie, oder? Und es sollte (theoretisch) kein Verbrechen sein, eine Gegentheorie vorzuschlagen… Cool Außerdem versteht ja bekanntlich kaum ein Mensch auf der Welt die Relativitätstheorie, man muß schon dafür einen Kopfstand machen… also kann man sie ruhig mal auf den Kopf stellen, oder… Razz

Zumal, dass die Ausgangsbasis jeweils ganz einfach und vergleichbar ist: Die experimentelle Messung der Lichtgeschwindigkeit.

- Die Relativitätstheorie beruht auf dem Postulat, dass sie konstant sei.
- Meine Theorie beruht auf dem Postulat, dass sie nicht konstant sei.

Wenn man jedoch die Experimente zur Messung der Lichtgeschwindigkeit untersucht und hinterfragt, und das habe ich nämlich gründlich getan, ist es m.E. ganz ersichtlich, dass das Postulat, sie sei konstant eine Schnapsidee ist: Nichts bei diesen Experimenten, weder historisch noch technisch noch logisch, erlaubt so eine Schlussfolgerung! Das kann nur mit geistigem Kopfstand hineininterpretiert werden. Rolling Eyes

Bei meiner Theorie dagegen braucht kein Mensch eine geistige Akrobatik, um die Experimente zu interpretieren. Und sie kommt ohne Einbeziehung der „magischen“ Teilchen/Welle Vorstellung aus.


Jupp:
Wenn ein Teilchen mit Ruhemasse - und das wäre ein Photon nach Deiner Definition - auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden soll, braucht man unendliche Energie. Ein Photon existiert nach herkömmlicher Auffassung aber nur bei Lichtgeschwindigkeit, also steht das in einem nicht aufzulösenden Widerspruch hierzu.

Jocelyne:
Dein „nicht aufzulösender Widerspruch“ hast Du eigentlich selbst in Deinen Gedankengang eingebaut: „Ein Photon existiert nach herkömmlicher Auffassung aber nur bei Lichtgeschwindigkeit“. Ja, das ist die herkömmliche Auffassung, nicht jedoch die Auffassung bei meiner Theorie. Bei meiner Theorie existiert dieser Widerspruch nicht.

Jupp:
Selbst wenn man die Lichtgeschwindigkeit nur in Abhängigkeit von Wechselwirkungen messen kann und nicht "absolut" - da stimme ich Dir insoweit zu - sind Photonen immer saumässig schnell. Wenn Du es also schaffst, mir ein Photon zu zeigen, das mit "gemütlichen" hunderttausend Stundenkilometern unterwegs ist, glaube ich Dir sofort.

Jocelyne:
Meine Theorie ist ausgerechnet aus der Überlegung und aus dem Zweifeln entstanden, dass man die Geschwindigkeit des Lichtes nicht messen kann. Wenn Du in der Lage bist, die Geschwindigkeit des Lichtes meinetwegen zwischen Mond und Erde, oder zwischen Erde und Sonne zu messen, dann glaube ich Dir sofort! Smile Es würde mir aber sehr wundern, dass Du so eine Messung bewerkstelligen kannst…

(...)
 



Weiter geht die Diskussion anläßlich meiner Hinterfragung der Lichtgeschwindigkeit bei Philo-Forum mit dem Thread vom User "greenguy":

"Warum immer c?!?"

das einen anderen Aspekt dieser Hinterfragung zeigt: Die heftige Ablehnung der Vorstellung, c sei nicht konstant...
Das Thema wurde auch wegen persönlichen Angriffen abgebrochen und geschlossen... Mehrere Teilnehmer haben nämlich aufgrund meiner Hinterfragung der Messung der Lichtgeschwindigkeit ausdrücklich unterstellt, ich würde ein  "bräunliches bzw. antisemitisches" Gedankengut vertreten und verbreiten!!! icon_eek.gif icon_eek.gif icon_eek.gif Sad Sad Sad
Bezeichnend ist, dass der Forumbetreiber bzw. Hauptmoderator diese diffamierenden und völlig aus der Luft gegriffenen Unterstellungen großzügig zugelassen, jedoch meine ausdrücklichen Proteste darüber verboten und gelöscht hat...  So lief es mit "Moderation", Fairness und Gleichberechtigung, in diesem großen, angeblichen freien Philosophieforum ... icon_eek.gif icon_eek.gif icon_eek.gif Sad Sad Sad.


Ein weiteres Beispiel für die heftige emotionale Ablehnung der Hinterfragung der Lichtgeschwindigkeit, sowohl bei Philosophen als auch bei Physikern, liefert mein Thread in einem weiteren Philosophieforum:

"Man darf nicht an c zweifeln..." (wurde von der Forumadministratorin kommentarlos vom Netzt genommen..)

"Zwischenbilanz und Ausblick"

Diese Thematik aus dem Blickwinkel der Wissenschaftstheorie zu untersuchen habe ich auch in einem Thread im  Philosophieforum philo-forum versucht:

"Grundlagen moderner Wissenschaftstheorie"

Sie auch einige Auszüge aus dem Thread bei Philo-Forum:    "Große Zweifel an der RT! Berechtigt??"

(.../...)

Jocelyne:
Man hat nämlich vor nicht zu langer Zeit, glaube ich, die „alte“ Sekunde nach dem Cäsium neu definiert, so wie man den „alten“ Meter nach der Lichtgeschwindigkeit neu definiert hat. Also hier gerade die zwei Parameter, die notwendig sind um eine Geschwindigkeit zu errechnen. Rolling Eyes Und das würde mich nämlich jetzt nicht mehr wundern, wenn man nicht nur die Maßeinheit „Meter“, sondern auch die Maßeinheit „Sekunde“ einfach nach der Relativitätstheorie festgesetzt hätte, damit es passt. Ich vermute irgendwie bei der neuen Definition der Zeit nämlich wieder ein Hokus Pokus wie bei der neuen Definition der Länge, um die genau passend zu machen zu den Berechnungen von Einstein. Die Sache bei der Geradebiegung des Meters im Rahmen der Experimente zur Messung der Lichtgeschwindigkeit war nämlich hoch undurchsichtig für mich am Anfang, aber feststeht, dass man die experimentellen Messungen einfach nach der Berechnungen von Einstein offiziell „angepasst“ hat, damit es „genauer“ wird... Rolling Eyes Dass man so etwas auch mit der Messung der Zeit getan hätte würde mich jetzt nämlich nicht wundern: Wenn die Länge und die Zeit nach der Berechnungen von Einstein nachträglich neu definiert wurden, dann ist es nicht verwunderlich, dass die Experimente immer die Berechnungen bestätigen, logisch Wink
 

Donna: Dein letzter Beitrag hat spaßigerweise den Titel "Universal Time Coordinated UTC", vermutlich hast Du darauf garnicht geachtet! "Universal Time Coordinated" bedeutet soviel wie synchronisierte Weltzeit, sie ist die „echte Zeit?“Rolling Eyes,  von der ihr  die ganze  Zeit   redet.  Da sie synchronisiert ist, ist sie überall gleich und deshalb vollkommen unabhängig von irgendwelchen äußeren Einflüssen. Diese synchronisierte Weltzeit wird z.B. für Deutschland in Braunschweig im "Physikalisch technischen Bundesamt" "hergestellt" und per Funk weitergegeben. Im Bahnhof, in Behörden in Schulen,  im  Fernsehen,  überall   wird  diese synchronisierte Weltzeit UTC verwendet. Weltweit werden auf diese Weltzeit bis zu 23 volle Stunden hinzugerechnet, damit Mittags um 12.00Uhr überall die Sonne am höchsten steht.



                              Foto © 2005 - Donna - Philo-Forum.de



Jocelyne
:Ich habe Schwierigkeiten, mir als Laie in den Details der UTC zu recht zu finden. Aber soll es einfach bedeuten, dass die "echte Zeit" einfach eine Konvention, eine Vereinbarung zwischen Menschen ist, nach irgend einer beliebige Maßeinheit, die man auch beliebig nach Bedarf ändern kann, sowie man die Längeeinheit auch beliebig festsetzen und nach Bedarf ändern kann?Das habe ich für den Raum (Meter) sehr gut nach der Diskussion um die Messung der Lichtgeschwindigkeit verstanden, und was für eine nachträgliche Anpassung an der Relativitätstheorie dort bewerkstelligt wurde. Ist es das gleiche mit der Maßeinheit "Sekunde"? Warum wurde sie geändert? Mir ist es alles immernoch undurchsichtig mit der Änderung der Definition. Sad

TheDeppChef:
Wenn man den Meter oder die Sekunde neu definiert, dann ändert man nur einen Zahlenwert. Das hat maximal die Auswirkung, dass sich andere Zahlenwerte ändern, wenn man mit diesen rechnet. (z.B. die Lichtgeschwindigkeit) - die Sekunde könnte auch doppelt so lang sein wie sie jetzt ist, das würde nichts an irgendwelchen physikalischen Gesetzen oder der Relativitätstheorie ändern. Die Einheiten sind nur ein Weg um konkrete, vergleichbare Zahlen angeben zu können.


Reini:
Man hat eine bestimmte Anzahl Schwingungen eines bestimmten radioaktiv-zerfallenden Materials, also messbare Zerfalle, als die jenige Anzahl definiert, die benötigt wird, um eine Sekunde darzustellen. Wenn wir also sagen x Schwingungen / sec. dann ist das ja eine bestimmte Frequenz.

Was mir interessant scheint, ist, dass da offenbar auf eine andere Zeiteinheit zurückgegriffen wird, denn wieso benötigt es genau diese Anzahl "Schwingungen" des Cäesiums? Auch in der Definition einer Frequenz ist der Faktor Zeit enthalten.

Wir sagen also quasi, soviel "Frequenz", was ja x Schwingungen pro Sekunde heisst, sei eine Sekunde. Es muss also sich auf ein "anderes" Zeitsystem referenzieren.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass je genauer wir Uhrzeiten anzeigen wollen, wir umso grössere Probleme haben damit.


Jocelyne:
Ja, und gerade diese Thematik möchte ich gerne eingehender erläutern bekommen, weil ich nicht der Sinn diese Neudefinition der Sekunde verstehe, genauso wie ich nicht die Neudefinition des Meters verstanden habe. Oder besser gesagt jetzt doch verstanden habe: Man hat die Maßeinheit Länge (also Raum) an die Berechnungen von Einstein angepasst. Praktisch für ihn. Wink

Meine Frage ist also: Hat man das auch mit der Neudefinition der Sekunde getan?
Ist die neue Sekunde länger oder kürzer als die alte Sekunde?
Warum wurde die Sekunde neu definiert?

Es macht ja keinen Sinn: die alte Sekunde, die sich nach der geschätzten Geschwindigkeit der Erde richtete, hat das genau so gut getan als Konvention für die praxisbezogene Messung der Zeit für Menschen.
Was ist also der Sinn und Zweck dieser neuen Definition? Wie lautet die offizielle Rechtfertigung?

Kann jemand hier Auskunft geben?


TheDeppChef:
Ich mag falsch liegen, aber ich denke man hat einfach irgendwann einen Wert für die Lichtgeschwindigkeit gemessen und ihn festgelegt.
Dann hat man vielleicht gemerkt "Ach, da gibt's noch 4 Nachkomma-Stellen mehr" und bevor man die Lichtgeschwindigkeit geändert hat, hat man einfach die Sache umgedreht.
Anstatt die Lichtgeschwindigkeit auf Basis von Meter und Sekunde festzulegen, legt man einfach Meter und Sekunde auf Basis der Lichtgeschwindigkeit fest.
Das ändert NICHTS an den Formlen Einstein's, die haben auch vorher schon funktioniert.


heiner:
Grundsätzlicht wurde nichts an der Sekunde rumgebogen, um irgendwas an Einstein anzupassen (die Definition des Meters wurde auch nicht an Einstein angepasst, das ist schlichtweg eine falsche Aussage).
Die Sekunde wurde nur neu definiert, weil:   http://www.ibr.cs.tu-bs.de/users/thuerman/time/timezones.html
Ist ein Gegenstand (Mensch, Flugzeug, Raumschiff) erst einmal auf eine gewisse Geschwindigkeit beschleunigt, dann wirken weder ominöse Drücke noch sonstige verzögernde oder beschleunigende mystische Kräfte mehr auf diesen Gegenstand. Lediglich die Reibung durch die Luft beim Flugzeug bedingt eine ständige Krafteinwirkung, aber das ist nicht ominös.


Donna:
Eine Sekunde ist definiert als 9'192'631'770 Schwingungen der Cäsiumatome in der Sekunde. Bzw. die Frequenz der Cäsiumatome beträgt 9'192'631'770 Hz.

1. Durch Bewegung und Gravitation ändert sich die Länge einer Sekunde, nicht die Frequenz der Atome.
ODER
2. Durch Bewegung und Gravitation ändert sich die Frequenz der Atome, nicht jedoch die Länge einer Sekunde.

Das ist die "Verbiegung der Sekunde", von der Jocelyne gesprochen hat.


Jocelyne:
Ja, jetzt verstehe ich, warum die Berechnungen der Relativitätstheorie "experimentell immer bestätigt" werden: Meter, Sekunde... der Zirkel ist perfekt... Razz


Donna:
Die kinetische Energie ist E_kin = m*v²/2 bzw. E_kin = F_a*s = m*a*s.
Damit ist die Frage, ob die Beschleunigung a einen Einfluß auf die Periodendauer bzw. die Frequenz hat eindeutig beantwortet.
Die Frequenz der Cäsiumatome ist abhängig von der Beschleunigung.
Die Sekundendefinition besagt jedoch, daß die Frequenz absolut ist und daß die Sekunde relativ ist.
Damit ist bewiesen, daß die Sekundendefinition falsch ist.


Jocelyne:
Ich kann zum Beispiel eine Theorie nicht verstehen, die besagt, dass die Zeit langsamer oder schneller läuft. Mein Unverständnis ist hier prinzipiell, ich versuche, mein Unverständnis Dich verständlich zu machen:

Die Zeit kann ja nicht schneller oder langsamer laufen, weil die „Zeit“ zu den immateriellen Begriffen in der Sprachen gehört. Es gibt nämlich eine ganze Reihe von immateriellen Begriffe in allen Sprachen, wie zum Beispiel: Liebe, Freiheit, Demokratie, Zeit, Gerechtigkeit, Gefühle, usw. usf.

Freiheit oder Liebe können doch nicht „laufen“ oder? Sie sind keine Materie, sondern abstrakte Begriffe. So ist es auch mit der Zeit: Die Zeit ist ein Begriff, der einer immaterielle Sache bezeichnet, aber selber keine Materie. Und nur Materie kann laufen und sich bewegen.

Wenn wir also umgangsprachlich sagen: „Die Zeit läuft schnell oder langsam“ ist es ein Ausdruck, der absolut keinen physikalischen Bezug in der Realität hat, den wird nur bequemer Weise für die sprachliche Kommunikation benutzen um eine bestimmte Empfindung auszudrücken.

In der physikalischen Welt ist es ein Nonsens:

Nicht die Zeit kann sich bewegen, sondern nur Körper. Ergo können wir nie die Bewegung und die Geschwindigkeit der Zeit messen, sondern nur die Bewegung und die Geschwindigkeit von Körpern.

Dass eine Theorie dieses umgangsprachliche abstrakte Konzept als materielles, bewegliches und messbares physikalisches Objekt umwandelt ist mir prinzipiell unverständlich... Rolling Eyes

Das ist für mich gleichzusetzen mit einer Theorie, die besagen würde: Die Liebe läuft schneller in Richtung Osten als in Richtung Westen oder auch umgekehrt…Razz


Telas:

Zitat: Die Zeit kann ja nicht schneller oder langsamer laufen, weil die „Zeit“ zu den immateriellen Begriffen in der Sprachen gehört. Es gibt nämlich eine ganze Reihe von immateriellen Begriffe in allen Sprachen, wie zum Beispiel: Liebe, Freiheit, Demokratie, Zeit, Gerechtigkeit, Gefühle, usw. usf.

Zeit hat eine ganz andere Qualität als der Begriff Freiheit oder irgendein Gefühl. Hier werden verschiedene Entitäten vermischt, die schon rein intuitiv nicht zusammengehören.
Außerdem kennt vermutlich jeder das gefühl, doie Zeit würde langsamer oder schneller vorbeigehen. Die Vorstellung von langsamerer oder schnellerer Zeit ist auf dieser ebene durchaus nachvollziehbar.
Das Zeit von einer anderen Art ist die anderen aufgelistet Begriffe, zeigt aber noch etwas: für keines davon gibt es ein Messgerät oder verbindliche Skala.

Zitat: Freiheit oder Liebe können doch nicht „laufen“ oder? Sie sind keine Materie, sondern abstrakte Begriffe. So ist es auch mit der Zeit: Die Zeit ist ein Begriff, der einer immaterielle Sache bezeichnet, aber selber keine Materie. Und nur Materie kann laufen und sich bewegen.

Zeit ist definitiv etwas anderes als Freiheit oder Liebe. Warum sollte Zeit immateriell sein? Im Gegensatz zu Freiheit, kann man Zeit buchstäblich sehen: man muss nur einmal beobachten, wie aus einem Samen eine Pflanze entsteht. Das ist Zeit.

Zitat: Wenn wir also umgangsprachlich sagen: „Die Zeit läuft schnell oder langsam“ ist es ein Ausdruck, der absolut keinen physikalischen Bezug in der Realität hat, den wird nur bequemer Weise für die sprachliche Kommunikation benutzen um eine bestimmte Empfindung auszudrücken.

Wer sagt denn, dass es sich dabei tatsächlich nur um eine "Empfindung" handelt? Wie soll man das beweisen? Wo ist der Zusammenhang zur RT?


Jocelyne:

Zitat: Zeit ist definitiv etwas anderes als Freiheit oder Liebe. Warum sollte Zeit immateriell sein?

Telas stellt definitiv die Hypothese, dass Zeit definitiv Materie ist. Interessant…
Wie wollen wir die Zeit-Teilchen erst einmal nennen: "Zeitone"? Oder "Timetone"? Razz
 

Zitat: Im Gegensatz zu Freiheit, kann man Zeit buchstäblich sehen: man muss nur einmal beobachten, wie aus einem Samen eine Pflanze entsteht. Das ist Zeit.

Man könnte auch sagen: Das ist Glück. Razz

Zitat: Wer sagt denn, dass es sich dabei tatsächlich nur um eine "Empfindung" handelt? Wie soll man das beweisen? Wo ist der Zusammenhang zur RT?

Ein Zusammenhang zu der RT hat zum Beispiel Einstein selbst geliefert, wie jeder andere Mensch es auch liefern kann: Eine Minute auf einer Bank neben einem schönen Mädchen zu sitzen ist viel kürzer als eine Minute auf einer heißen Herdplatte zu sitzen. Bist Du einverstanden mit dem Beweis, wenn es schon von Einstein kommt? Laughing

Zitat: Welchen Sinn macht der Begriff Geschwindigkeit ohne Zeit? Kann es eine Geschwindigkeit ohne Zeit geben?

Nein, deshalb wird in der Physik mit der Bewegung von Körpern experimentiert, und nicht mit der Bewegung von „Zeit“.

Zitat: Und deshalb gleich falsch??? Wobei überhaupt zu klären wäre, ob das umgangssprachliche Konzept auch nur annähernd mit dem physikalischen identisch ist.

Nein, das ist nicht falsch, das hast Du doch vorher mit Deiner definitiven Hypothese bewiesen: Zeit ist Materie, die aus "Zeitonen" besteht.Laughing

Zitat: Erstens: gibt es einen Beleg, der dem widerspricht? Zweitens: wo ist der Zusammenhang zu Raum und Zeit?

Nein, es gibt keinen Beleg, der dem widerspricht. Ganz im Gegenteil: jeder weiß, dass Liebe manchmal schnell anläuft, sich manchmal langsam entwickelt oder auch schnell, manchmal gerne wandert, manchmal abrupt bremst, manchmal ausläuft. Liebe besteht nämlich auch aus Teilchen. Wollen wir sie "Amorone" nennen? Razz

(.../...)


Donna:
Ehrlich gesagt machen für mich die Begriffe Ruhe und Bewegung in einem leeren und kräftefreien Raum überhaupt keinen Sinn.


Fetzenflieger:
Okay, für mich auch nicht


Donna:
Dann verstehe ich nicht, was der Satz bedeuten soll:
Die Vakuumlichtgeschindigkeit ist eine absolute Naturkonstante und beträgt unabhängig von der Bewegung der Lichtquelle und der Bewegung des Beobachter 299'792'458 m/s.
Gilt dieser Satz im leeren und kräftefreien Raum auch?
Nach Einstein gilt dieser Satz dort ganz besonders, nämlich aus dieser "experimentellen Tatsache" wird ja schließlich die Relativitätstheorie abgeleitet.
Das Licht legt im leeren und kräftefreien Raum pro Sekunde eine Streche von 299'792'458 Meter zurück.
Was soll das heißen?
Wie definiert man die Zeit im leeren und kräftefreien Raum.
Die Zeit ist das, was man mit Uhren messen kann, sagt Einstein.
Gute Idee von einem weisen Mann - aber dadurch wird mein Verständnisproblem nur noch größer!
Jetzt haben wir auch noch Atomuhren und brilletragende Beobachter in unserem leeren Raum.
Wie kann man eigentlich zwischen einem leeren Raum und einem Raum voller Atomuhren, Brillen und Beobachtern unterscheiden?

Oder soll das bedeuten, daß man im leeren und kräftefreien Raum die Zeit überhaupt nicht messen kann, weil sich dort keine Uhren befinden können?
Zum Glück brauchen wir ja heute keine Maßstäbe mehr, um die Wegstrecke zu messen, die das Licht in einer Sekunde im leeren und kräftefreien Raum zurücklegt. Maßstäbe in einem leeren und kräftefreien Raum kann ich mir nämlich auch nicht vorstellen.
Wir brauchen nur einen Lichtstrahl, eine Rakete - die mit Lichtgeschwindigkeit fliegt - und zwei Markierungsbojen.
Aber auch hier stoße ich wieder an die Grenze meiner Vorsatellungskraft, aber lassen wir diesen Gedanken mal beiseite. Zunächst bringen wir die Rakete auf Lichtgeschwindigkeit, dann werfen wir schnell eine Boje über Bord. Wir schauen auf unsere Uhr nehmen schon mal die zweite Boje zur Hand und werfen wir sie nach genau 1 / 2'997'924'580 Sekunden auch über Bord.
Nun haben wir im leeren und kräftefreien Raum zwei Bojen im Abstand von einem Meter. Laughing
Dabei müssen wir aber schon ziemlich genau auf die Uhr schauen, denn wenn wir den richtigen Zeitpunkt nur um den Bruchteil einer millionstel Sekunde verpassen, dann landet die zweite Boje entweder 300 Meter vor oder 300 Meter hinter der ersten Boje. Je nach dem, ob ich die zweite Boje zu früh oder zu spät abgeworfen habe.
Das würde gewissermaßen bedeuten, daß die zweite Boje schon vor der ersten Boje abgeworfen worden wäre. gruebel
An diesem Beispiel kann man sehen, wie genau man arbeiten muß!
Wink Will man die Strecke von einem Meter mit einer Genauigkeit von nur 1/1000 mm festlegen, dann muß man Uhren haben, die einen Laufzeitunterschied von 1 / 2'997'924'580'000 Sekunden exakt bestimmen können. Shocked


Jocelyne:
Hochinteressante Ausführung! gut
Das bestätigt meine Ansicht, dass man immer abstrakte oder rein sprachliche Gedankegänge (wie z.B. auch Paradoxe) sich ganz konkret in der Realität vorstellen muß, um sie aufzulösen oder zu verstehen


Donna
:
Meine ganz konkrete Frage lautet. Wenn Atomuhren am Normalort 9'192631'770 mal in der Sekunde ticken, wie oft ticken sie dann im leeren Raum.


Fetzenflieger:
Diese Frage kann man nur stellen, wenn man glaubt, der Begriff "Sekunde" hätte eine universelle Bedeutung. Nein! Zeit ist das, was eine Uhr misst. Also: Wenn eine Uhr 9192631770mal in einer Sekunde tickt, dann bedeutet das für uns, dass nach 9192631770 Takten eine Sekunde rum ist. Fertig! Wenn zwei Beobachter mit baugleichen Uhren unterschiedliche zeitliche Abstände zwischen zwei Ereignissen messen, dann bedeutet das, dass die Zeit für die beiden Beobachter unterschiedlich schnell vergeht.


Jocelyne:
Nein. Zeit ist kein physikalischer Gegenstand, der schneller oder langsamer laufen kann... Zeit ist ja keine Materie... Zeit ist ja keine Energie... Zeit hat keine physikalische Eigenschaften. Zeit ist ein Begriff der immaterielle Dinge bezeichnet, so wie z.B. Liebe, Freiheit, Demokratie, Wachstum, Recht, Zukunft, Vergangenheit, usw. usf. Alle diese Begriffe bezeichnen keine materiellen Gegendstände und sind als solche nicht physikalisch beschreibbar. Und schon hier liegt die ganze Misere und steckt m.E. den Denkfehler im Rahmen der Physik.

Zeit ist ein sprachlicher Begriff, der in der Physik eigentlich nur mit "Bewegung von Materie" zu übersetzen und zu verstehen ist. Nur diese Definition der Zeit macht in der Physik einen Sinn und ist physikalisch beschreibbar. Alle anderen Definitionen der Zeit gehören nicht zur Physik!

Insofern ist Dein obiger Satz absolut falsch: "Wenn zwei Beobachter mit baugleichen Uhren unterschiedliche zeitliche Abstände zwischen zwei Ereignissen messen, dann bedeutet das, dass die Zeit für die beiden Beobachter unterschiedlich schnell vergeht".

Dein Satz soll physikalisch so lauten: "Wenn zwei Beobachter mit baugleichen Uhren unterschiedliche zeitliche Abstände zwischen zwei Ereignissen messen, dann bedeutet das, dass die Materie der Uhren sich unterschiedlich schnell bewegt" (also hier, dass der Cäsium unterschiedlich schnell schwingt).

Der Unterschied ist wesentlich.


Donna:
Liebe Jocelyne, man findet nur sehr selten die Zeitdefinition von Newton, deshalb kopiere ich sie mal hierher:

> Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgend einen äußeren Gegenstand.

> Die relative, scheinbare und gewöhnliche Zeit ist ein fühlbares und äußerliches, entweder genaues oder ungleiches Maß der Dauer .....


Wie banal und gewöhnlich klingt daneben die Definition von Einstein: "Zeit ist das, was Uhren messen"

Beide Zeiten Newtons finden wir in der GPS_Technik auf wunderbare Weise realisiert.
Die Frequenz der Cäsiumatome als die relative, scheinbare und gewöhnliche Zeit. Aus der Frequenz der Cäsiumatome läßt sich die absolute, wahre und mathematische Zeit berechnen

Delt_t = Delta_to Delta_E /Eo

Und die Universal Time Coordinated UTC als die absolute, wahre und mathematische Zeit, mit deren Hilfe die Positionsbestimmungen durchgeführt werden.
Was Newton mit der mathematischen Natur der Zeit gemeint hat, habe ich erst im Zusammenhang mit der Synchronisation von Atomuhren verstanden.


Jocelyne:
Diese Definition der Zeit von Einstein beschreibt in der Tat die banale, gewöhnliche Zeit in unserer Alltagspraxis, die jedoch eine reine Konvention zwischen Menschen ist!!! Also weder "relativ", noch "absolut", noch sonst was, sondern einfach "festgelegt": eine aus praktischen Gründen abgestimmte Vereinbarung, die nur als Marke für unsere täglichen Handlungen dienen soll.

Man kann sich nämlich dafür die Bewegung einer beliebigen Materie in der Natur aussuchen und als Konvention vereinbaren, wobei die einzige Voraussetzung dafür ist, dass diese Bewegung eine gewisse Regelmäßigkeit aufweist: Das ist die einzige Voraussetzung für diesen Zweck, dann ist die Festsetzung einer Konvention möglich.

Was man also "mit einer Uhr misst", ist einfach die beliebig regelmäßige Bewegung einer beliebigen Materie, die nur als Orientierung für alltägliche Handlungen der Menschen gemeinsam vereinbart wurde. Mehr nicht. Man braucht sich darüber nicht den Kopf zu zerbrechen und man sollte vor allem nicht versuchen, damit das Funktionieren des Universums zu erklären… Rolling Eyes


Fetzenflieger:
Tja, vielleicht bin ich wirklich etwas auf den Kopf gefallen. Newton war "Mechaniker". In seiner Mechanik gilt die Galilei-Trafo, d. h. man kann jeden Punkt als "ruhend" ansehen, sofern er nicht beschleunigt wird. Nun weiß man aber - nach Newton - dass die Lichtgeschwindigkeit nicht von der Geschwindigkeit der Lichtquelle abhängt. (Bevor Du jetzt wiedersprichst und sagst, der experimentelle Nachweise beruhe schon auf Annahmen, die... usw. usf. : Ich sagte: von der Geschwindigkeit der Lichtquelle. Es sollte offensichtlich sein, dass die Geschwindigkeit eines Senders nie Einfluss auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle hat. Das ist immer so).


Jocelyne:
Den letzten Satz Deiner Ausführung kannst Du doch nicht in Klammern setzen!… Das ist nämlich ein zentraler Punkt dieser Diskussion, es ist also absurd (oder vielleicht sogar unredlich…) ihn ausklammern zu wollen…Rolling Eyes

Also nehme ich Deinen letzten Satz aus den Klammern und sage:

- Ich widerspreche die Annahme, dass die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit experimentell nachgewiesen wurde.

- Ich hinterfrage gleichzeitig Deine Aussage: „Es sollte offensichtlich sein, dass die Geschwindigkeit eines Senders nie Einfluss auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle hat“. Von welcher „Welle“ sprichst Du denn? Mit welchen Experimenten würde die Konstanz der Ausbreitung von Wellen nachgewiesen? Rolling Eyes Haben z.B. Wasserwellen eine konstante Geschwindigkeit, unabhängig vom mechanischen „Sender“, der sie ausgelöst hat (z.B. Wind, Stoß, Unterwasservulkanausbrüche oder -Beben)??? Rolling Eyes

Und wieso „es solle offensichtlich sein“? Nein, tut mir leid, für mich ist es nicht „offensichtlich“Rolling Eyes Ganz im Gegenteil: Ich würde intuitiv sagen, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Welle durchaus abhängig von der ursprünglichen mechanischen Kraft ist, die sie ausgelöst hat.
Auch ein Speerwerfer läuft zum Beispiel so schnell wie möglich bevor er seinen Speer wirft, um seine Ausbreitungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Er wirft doch nicht aus dem Stand, oder?

(...)


Nachdem auch der obige Thread "Große Zweifel an der RT! Berechtigt???" vom Forenbetreiber abrupt geschlossen wurde, geht die Diskussion weiter unter dem o.g. Thread bei Philo-Forum: "Kann man die Lichtgeschwindigkeit messen?:
(...)
ChristianTM1:
Ich sehe zwei Möglichkeiten, um die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu rechtfertigen:
1. Man legt es als Axiom in einer Theorie fest. Dann sind Diskussionen über das "Warum" innerhalb dieser Theorie sinnlos, weil es halt einfach festgelegt wurde. Wird die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit durch mehrere Messungen eindeutig widerlegt, dann muss man sich eben eine neue, bessere Theorie ausdenken.
2. Man setzt die Lichtgeschwindigkeit als Funktion von einen oder mehreren Abhängigkeiten. Nun kann man aus anderen Axiom folgern, dass diese Funktion konstant ist.

Donna:
Wenn man die Lichtgeschwindigkeit als Postulat (Unterschied zw. Axiom und Postulat !) formuliert, dann müssen sich alle anderen physikalischen Begriffe notgedrungen nach diesem Postulat richten. Z.B. kann es dann erforderlich werden, die Begriffe Zeit, Länge, Massen usw. nicht mehr absolut, sondern relativ aufzufassen. Durch die Maßnahmen kann erreicht werden, das der Wert der Lichtgeschwindigkeit prinzipiell nicht mehr falsifiziert werden kann. Die Lichtgeschwindigkeit ist dann immun geworden und zu einem Dogma erstarrt. Diese unerfreuliche Zustand haben wir derzeit in der Physik. Die Länge ist zum Beispiel definiert, als der Weg, den das Licht in (1 / 299792458) Sekunde zurücklegt. Wie soll unter solchen Bedingungen die arme Lichtgeschwindigkeit einen anderen Wert annehmen können . Wir können die Lichtgeschwindigkeit mit Uhren messen, die beliebig schnell gehen, die Lichtgeschwindigkeit bleibt vollkommen unbeeinflußt davon. Sowas nennt sich dann: empirisch verifiziert.

ChristianTM1:
Oje jetzt habe ich schon Probleme mit den Begrifflichkeiten. Ich lebte immer im Glauben, das Postulate Axiome im Sinne der Physik (also über physikalische Sachverhalte) sind?
Nunja wie dem auch sei. Ich denke du hast schon recht. Allerdings sehen das meines Wissens die Physiker immer so: Man erstellt irgendeine Theorie X. Egal wie komisch und absurd X auch erscheinen mag, wenn diese Theorie vorhersagen machen kann die man in irgendeiner Form bestätigen kann, dann nimmt man X erstmal als eine Beschreibung der Natur. X hat aber auch meistens einen eingeschränkten Gültigkeitsbereich, den man in etwa festelegen kann.
Irgendwann merkt man allerdings bei immer genaueren Betrachtungen, das X wahrscheinlich doch nicht so perfekt ist und dann entsteht eine neue Theorie Y. Meistens enthält Y die Theorie X als Spezialfall.
Als Beispiel kann man wohl für X die klassische Mechanik und Y die Relativitätstheorien von Einstein nehmen.
Soweit ich weiß, gibt es keine Theorie die die Verhältnisse im größeren Maßstäben besser vorhersagen kann als die Relativitätstheorie. Deswegen benutzt man sie ja z.B. auch für die Raumfahrt.
Trotzdem darf man Theorie nicht mit Wikrlichkeit verwechseln (wohl ein beliebter Fehler). Wie die Welt wirklich aussieht, das wird man wohl nie richtig erfahren können.

Jocelyne:
In dem Fall des Postulats der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist die Wissenschaft hier (wohl erstmalig) einen Schritt zu weit gegangen, weil sie durch aktive Maßnahme in der Tat dieses Postulat als Dogma erhoben hat. Das habe ich hier in diesem Thread öfter moniert, zum Beispiel mit meinem Spruch „Am Anfang war c.“ Das hat Donna auch hier klar beschrieben.

Dieser Sachverhalt stellt nicht nur einen bedenklich Angriff in den Grundprinzipien der Wissenschaft und den Grundlagen moderner Wissenschaftstheorie dar, sondern hat auch bedenkliche Auswirkungen im Rahmen des Bildungssystems und in der Forschung:

Man kann hier im Thread und in diesem Forum eklatant feststellen, dass mindestens eine ganze Generation von Nachwuchsphysikern völlig durch Einhammern dieses Dogmas ausgebildet wurde: Die bloße Formulierung von Zweifeln, Einwänden und Bedenken über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (also zwangsläufig über die RT) löst eine heftige emotionale Reaktion und sogar eine aggressive Ablehnung aus, und stoßt auf eine eindeutige intellektuelle Blockade. Sad
Die 34 Seiten dieses Threads sind ein eindeutiger Nachweis dafür… Das bedeutet für die Gesellschaft die Verschwendung von potentiellen Leistungsfähigkeiten der Nachwuchsgenerationen. Sad
Wie soll die wissenschaftliche Forschung unter diesen Bedingungen vernünftig und effizient betrieben und weiter entwickelt werden, wenn die Nachwuchsphysiker in eine bestimmte Richtung getrimmt wurden und erstarrt sind?

Reini:
Was jemand glaubt, kann man nicht wiederlegen...

Jocelyne:
Das ist hier genau das Phänomen, das in diesem Thread (und in zahlreichen Nebenthreads um die Thematik) zu beobachten ist.

Reini:
Sisi, es ist schon erstaunlich, wenn jemand an Gott glaubt, dann wird er belächelt aufgrund von "mangelhaften" Argumenten und aufgrund des Glaubens, was als Nicht-Wissen ausgelegt wird.
Dafür wird aber den Theorien der Menschen, der Wissenschaftler, unabdingbar geglaubt und gelehrt, es wird nicht einmal bemerkt, dass es für einige Theorien noch grösseren Glauben daran bedarf, als für Gott...

Jocelyne:
Richtig... Und diesen Vergleich habe ich selber schon bei dieser Thematik mehrmals hervorgehoben, daher mein Spruch: "Am Anfang war c" Wink

neodem::
ist F= m * a auch ein dogma? m ist doch nicht genau bestimmbar, weil es doch einen aetherfluss geben koennte, der die genaue masse beliebig verfaelschen kann. F = m*a ist darum nicht aussagekraeftig, oder?

Jocelyne:
Ganz abgesehen davon, dass ich nicht weiß, was F = m * a in deutsch bedeutet, wird hier über den Spezialfall "Festsetzung der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" gesprochen und als Dogma bezeichnet. Du hast wahrscheinlich nicht ganz richtig verstanden, dass die nachträgliche Verbiegung der Maßeinheit "Meter" (darüber wurde sehr ausführlich hier in diesem Thread gesprochen), sowie die nachträgliche Verbiegung der Maßeinheit "Sekunde" (darüber hat Donna im Thread "Große Zweifel an der RT" berichtet) ein administrativer Beschluß ist, der ein wissenschaftliches Experiment unfalsifiziebar macht, also als Dogma erhebt. Physikalisch und mathematisch ist es eben ein Zirkel.

Dieser Prozedere ist m.W. einmalig in der modernen Wissenschaft und widerspricht gravierend die Regel der modernen Wissenschaftstheorie. Das ist das, was ich hier überspitz mal so beschrieben habe: "Wir basteln uns eine Naturkonstante".

Dass die Physiker seit jeher sich nach einer Naturkonstante sehnen ist ja bekannt und auch nachvollziehbar. Schon der französische Physiker, Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat mal einen in Frankreich von allen Schülern bekannten Satz ausgesprochen: "Donnez-moi un point d'appui et je soulèverai le monde" ("Geben Sie mir einen Stützpunkt und ich werde die Welt aufheben").

ChristianTM1:
Ja, die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist schon tief in den Gehirnen vieler Physiker verwurzelt. Auch sämtliche Einheiten sind ja auf c geeicht.
Auch wenn es wie ein Dogma erscheinen mag, die Theorie dahinter hat sich für praktische Zwecke (im makroskopischen Bereich) hervorragend behauptet und deswegen verwendet man sie.
Wie gesagt: besonders bei Weltraummissionen spielt die Relativitätstheorie eine signifikante Rolle. Sämtlich Rechnungen werden auf deren Grundlage durchgeführt. Die klassische Physik wäre teilweise bei solchen Vorhaben wirklich zu ungenau.
Aber ich wiederhole es nochmal: das c konstant ist, weiß man ja nicht wirklich. Dein Einwand mit dem "zu weit gehen" ist nur ein sehr schwaches Argument im Gegensatz zu den Möglichkeiten die die ART geschaffen hat.
Auch wenn sämtliche andere Einheiten auf c betrachtete werden, würden trotzdem Inkonsistenzen entstehen, wenn c hinreichend stark varrieren würde.
Im übrigen werden auch Theorien von Physikern entwickelt, wo c nicht in jedemfall konstant ist. Z.B. gab es mal eine Theorie, die besagt, das die Lichtgeschwindigkeit im Laufe der Evolution des Universums zunahm.

Reini:
Aus meinem Glauben heraus, war am Anfang Gott Wink
Mein Anliegen ist, dass wir begreifen, dass wir immer glauben (müssen) und dass es darauf ankommt, herauszufinden, an was wir glauben sollen.
Es gibt keine Wissenschaft, es gibt nur Glauben, der Wissen-schafft, falls man das richtige geglaubt hat...
Und nicht vergessen dürfen wir, dass Glaube "Berge versetzen kann"...

h2owasser:
Oja... das denke ich zum Teil auch !! Wenn ich Bilder vom Cern sehe mit ihren riesigen Detektoren. Und die kleinen Menschen daneben, die ehrfürchtlich danebenstehen. Da frage ich mich auch manchmal, ob bei dem ein oder anderen nicht manchmal Gott durch einen anderen Naturglauben ersetzt wurde.
Aber: Es gibt christliche/religiöse Physiker !! Newton zum Beispiel !! Menschen, die sehr reflektiert mit der Wissenschaft umgehen können, da sie zwar Dinge aus der Schöpfung/Natur suchen, aber nicht an die Wissenschaft glauben (müssen).

Jocelyne:
Diese Überlegungen und dieses Beispiel verdeutlichen m.E. ein Phänomen, das in der heutigen Gesellschaft eindeutig festzustellen ist: Ein Großteil der Wissenschaftler und der Öffentlichkeit leiden unter einem "Machbarkeitswahn".
Die moderne Wissenschaft hat in der Bevölkerung eine Strömung verursacht, die man zum Beispiel in Frankreich als "scientisme" bezeichnet (=Wissenschaftismus?), und die eben auf einem Machbarkeitswahn beruht.
In diesem Thread ist diese Strömung zum Beispiel auch ganz deutlich zu erkennen.

h2owasser:
Ja, es ist leider ein häufiges Bild. Öfter spielt auch das Weltbild des Positivismus eine Rolle. Nur empfinde ich es unfähr und unbegründet, wenn man insbesondere der ganzen modernen Physik diese Denkweise nachsagt.

Jocelyne:
Was die moderne Physik überhaupt für eine "Aufklärung" der Bevölkerung liefert ist mir schleierhaft... Rolling Eyes Sie beruht nämlich ausschließlich auf der Fantasie von einzelnen Physikern, also auf Glauben:

Die Quantenphysik z.B. ist nicht experimentell unterstützt (Unschärferelation) und beruht auf reinem Glauben: hier kommt nur das "magische Denken" der Menschen (oder was vielleicht "prälogisches Denken" genannt wird?) ins Spiel.

Die RT und die moderne Kosmologie sind ausschließlich abstrakte Konstruktionen von einzelnen Physikern und sind schon lange außerhalb der Falsifizierbarkeit, sowie auch der Begreifbarkeit der Menschen geraten, einschließlich der ausgebildeten Physiker...Rolling Eyes Wer kann schon die RT, das 3, 4, 10 oder 23 parallel-Universum, die String-, Loop- oder sonst was -Theorien wissenschaftlich nachvollziehen und verstehen? Rolling Eyes

Ist das Beschreibung und Deutung der Natur? Ist das Aufklärung? Rolling Eyes

Ekkehard:
Das Dogma der Lichtgeschwindigkeit als Grenzgeschwindigkeit -

Aufgrund des von EINSTEIN angegebenen relativistischen Additionstheorems der Geschwindigkeiten, das auf dem "Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" beruht, gilt die Lichtgeschwindigkeit allgemein als eine unüberschreitbare GRENZGESCHWINDIGKEIT. Deshalb wird in fast allen Lehrbüchern behauptet, es wären noch niemals Überlichtgeschwindigkeiten gemessen worden. Diese Aussage beruht auf einer Vielzahl von Irrtümern. Eine detaillierte Analyse hierzu enthält das Buch:
KANTOR, W. (1976): "Relativistic Propagation of Light", Coronado Press, Lawrence, Kansas.
In diesem Buch werden etwa 60 Experimente zum "Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" kritisch untersucht und entweder als unschlüssig oder als direkte Widerlegung der relativistischen Auffassung nachgewiesen. Gleichzeitig wird die Hypothese von WALTER RITZ (1878 - 1909) bestätigt, daß die Lichtgeschwindigkeit abhängig ist von der Geschwindigkeit der emittierenden Quelle im Emissionszeitpunkt.

Lesen Sie weiter unter:
http://www.ekkehard-friebe.de/Hinterhalt.pdf

Donna:
Zur Lorentz-Transformation schreibt der Wissenschafts-Kritiker PERNES (1985) (Zitat von S. 2, viertletzte Zeile, bis S. 3, Abs. 2):
"Einige Physiker, unter ihnen LORENTZ, führten zur Rettung des Äthers die sog. Lorentzkontraktion und die sog. Zeitdilatation ein. Damit wurde das Fundament der bis dahin so phantastisch bewährten klassischen oder NEWTONschen Physik, nämlich der absolute Raum und die absolute Zeit, über Bord geworfen, um den Äther zu retten. 1905 übernahm der junge EINSTEIN diese Lorentzkontraktion und Zeitdilatation, ließ aber den Äther fallen! Das Fundament der klassischen Physik war also ganz sinnlos, ja sogar auf absurde Weise geopfert worden. Der ganze Vorgang war so total schwachsinnig, und etliche Koryphäen waren darin so verwickelt, daß es offenbar kein Zurück mehr gab, erst recht nicht für jene Clique, die mit äußerst unsoliden Machenschaften "ihren" EINSTEIN protegiert hatte. Der in dieser Not wirklich geniale EINSTEIN warf deshalb auch noch per Lehrsatz den logischen Weg zu den elementaren Gesetzen über Bord, um diesen schwachsinnigen Weg zu rechtfertigen. Fortan war allen Scharlatanen in der "modernen Physik", und dem Schwachsinn selbst, Tür und Tor geöffnet. [Hervorgehoben durch Donna] Hinzu kamen noch handfeste Experimentmanipulationen, denn es gab bei dieser Entwicklung natürlich gefährliche Momente, in denen der ganze Schwindel massiv gestützt werden mußte.
Eine solche Experimentmanipulation erfolgte beispielsweise 1919 bei der Royal Society mit Eddingtons Lichtablenkungs-Experiment." (Zitatende)


Da kommt bei den Relativisten sicher Freude auf!

Ekkerhard:
"Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung"
Wir sollten uns diesen Spruch von Simone de Beauvoir einmal im Zusammenhang mit der Albert EINSTEIN zugeschriebenen Relativitätstheorie durch den Kopf gehen lassen. - Im Jahre 1905 schrieb EINSTEIN seine Arbeit: „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“, http://www.ekkehard-friebe.de/Elektrodynamik.pdf die heute allgemein als die Grundlegung der Relativitätstheorie angesehen wird. Schon bald erkannte EINSTEIN, was heute weitgehend unbekannt ist, daß er sich in dieser Arbeit mehrfach geirrt hatte. Veranlaßt waren diese Irrtümer einerseits durch die Elektrodynamik MAXWELLs, von der er in der oben genannten Arbeit ausging, andererseits durch die Elektronentheorie von LORENTZ.

Fetzenflieger:
Der Artikel von Pernes macht nicht gerade den Eindruck einer seriösen Auseinandersetzung mit der Relativitätstheorie. Etwas als (Zitat:) "schwachsinnig" zu bezeichnen, was sich hervorragend in der Praxis bewährt hat, ist nicht nur schlechter Stil, sondern auch einfach haltlos. Scharlatanen sei in der modernen Physik Tür und Tor geöffnet, heißt es da. Naja, im Gegensatz zur Philosophie gibt es ja in der Physik immer noch das Experiment als unabhängigen Schiedsrichter. Solange ein "Scharlatan" Vorhersagen macht, die mit dem Experiment im Einklang stehen, ist es eben kein Scharlatan, sondern ein seriöser Physiker.

Jocelyne:
Ist denn der Ausdruck "schwachsinnig" schärfer als den Ausdruck "blanker Unsinn", den Du selber benutzt und übernimmst, um Kritiker der RT zu bezeichnen? Ich wüsste nicht... Rolling Eyes Oder besser gesagt, ich habe nicht den Eindruck, dass die Aussage "schwachsinnig" in einer fachlichen Ausseinandersetzung zwischen Fachleuten nicht vertretbar, dafür aber der Ausdruck "blanker Unsinn" völlig angebracht sei...
Könntest Du uns den Unterschied erklären, er ist nicht so ganz ersichtlich, finde ich zumindest, oder? Razz

Aber ja, sicher, es gibt ja noch das Experiment als unabhängigen Schiedsrichter, klar doch. Razz
Tjo, Fetzenflieger, ist schon klar… So ein „unabhängiger Schiedsrichter“ wie Du zum Beispiel, der die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bei dem Ferry-Interferometer-Experiment, das Du hier selber zur Verteidigung der RT vorgestellt und beschrieben hast, mit bloßen Augen messen und feststellen kann…
biggrin
Es ist natürlich für jeden ersichtlich - außer für Ignoranten und unseriöse Physiker -, dass geteilte Lichtstrahlen laufen und sich wieder vereinigen mit einer konstanten Geschwindigkeit von genau 299.458.792 m/s. Ist ja klar, sieht doch jeder mit bloßen Augen, und natürlich auch in erster Linie die „unabhängigen Schiedsrichter“ wie Dich, ist schon klar, Fetzenflieger. 

Es ist auch ersichtlich für jeden – außer für Ignoranten und unseriöse Physiker -, dass alle anderen Lebewesen einen Lichtfleck auf einer Mattscheibe genau so sehen wie wir Menschen ihn sehen, ist schon klar, Fetzenflieger.
biggrin Alle Lebewesen sehen eben die Welt wie wir Menschen sie sehen, ist schon klar, das wissen nur Ignoranten und unseriöse Physiker nicht. 

Aber ja doch, Fetzenflieger, die RT macht richtige Vorhersagen in der Praxis, zum Beispiel, dass ich in einem leeren und kräftefreien Raum zuerst aus einem Zug austeigen muß bevor ich einsteigen kann.
biggrin Ich werde daran denken, dass nächte Mal, wo ich in einem leeren und kräftefreien Raum mit der Bahn reise, sonst könnte ich den Zug verpassen, das ist immer ärgerlich... Danke für den Tipp! Razz

TheDeppChef:
Da ja auf meinen vorherigen Post leider niemand eingegangen ist - mal etwas ausführlicher.
Nehmen wir mal die Mondlandung, da gibt es ja auch viele Publikationen die "beweisen", dass sie nie statt gefunden habe. Warum könnte die US-Regierung das inszeniert haben? Klar, um den Wettlauf gegen die Sowjets zu gewinnen (und damit zu zeigen, welches System schneller Fortschritte erreichen kann). Und wenn's dann nicht wirklich klappt, könnte man ja auf die Idee kommen, einfach nur so zu tun.

Und jetzt nehmen wir mal einen Physiker, der heute das M&M-Experiment durchführt und nicht das erwartete Ergebnis erhält. Warum sollte er das für sich behalten, ja sogar das Ergebnis fälschen? (Wie es vorherig genannte Quellen ja behaupten). Was wäre seine Motivation? Will er sein Weltbild bewahren? Sorry, das ist doch lächerlich. Zumal das Experiment ja sicher schon häufiger durchgeführt wurde, warum sollte jeder(!) einzelne Beteiligte, eine derartige Sensation(!) verschleiern wollen? Warum sollten alle diese Menschen geschlossen(!) eine falsche Theorie (das wüssten sie ja dann allesamt) über ihre eigene Motivation (Ruhm,..) stellen?
Oder werden sie vielleicht von den Illuminaten/Freimaurern/<hier eure Lieblingsverschwörungstheorie einsetzen> unterdrückt?

Jocelyne:
Man braucht dafür keine Eurer Lieblingsverschwörungstheorien um das zu erklären...Crazy? Das ist meiner Meinung nach ganz einfach und erklärt sich von selbst: Eine Sache kann sich nämlich einfach verselbständigen, ist bekannt, man braucht nur daran zu glauben, man braucht dafür keine Betrugsabsichten. Das ist auch in der Vergangenheit nicht anders gelaufen... Es muß eben nur genug Leute geben, die daran glauben, vor allem auf der Ebene der Entscheidungsträger und Meinungsmacher, und dann läuft die Sache von alleine, um so schneller und sicher in unserer modernen Mediengesellschaft.

Eigentlich hat Fetzenflieger selbst die Umstände solcher Vorgänge und Abläufe in seinen Thread "Unredliches Verhalten in der Wissenschaft" am besten erklärt.  Es passiert nämlich in der modernen Wissenschaft in manchen Disziplinen, darunter eben die Kosmologie, was auch im Show-Business passiert: Es setzt sich derjenige durch, der zufällig an der richtigen Stelle im richtigen Moment war, und der sich am besten verkauft oder verkaufen läßt in der wissenschaftlichen Community, sowie in der Öffentlichkeit. Wenn schon der Durchbruch zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgte, braucht man nichts mehr zu fürchten, die Sache läuft von sich selbst und verselbstständig sich. Im Falle der Relativitätstheorie wurde diese Theorie sogar nachträglich institutionalisiert: weltweiter Personenkult, Bildung eines immer stärkeren Mainstream, Eichung der Maßeinheiten, Unfalsifizierbarkeit, Einführung in Bildungssystem schon auf der Ebene der Grundschulen, Ausbildung von Generationen von „Relativisten“... Das läuft schon von alleine, ist ja nichts Ungewöhnliches, oder? Die Kritiker haben Null Chance, sie werden von vornherein abwechselt als unseriös, Spinner, geisteskrank, Esoteriker oder Charlatane abgestempelt und werden aus der Science Community ausgegrenzt und marginalisiert.
Wo ist da was Ungewöhnliches? Rolling Eyes

Ekkerhard:
Die natürliche Selektion der Theoretischen Physiker - von Dr.-Ing. Wolfgang Schmidt

"
Wir wollen uns einmal mit den eigentlichen Ursachen der gefährlichen Nuclearkriminalität und der verbreiteten Forschungsmogeleien, die durch ein ausgeklügeltes System von abhängigen anonym bleibenden und nicht fachkompetenten Gutachtern vertuscht werden, ganz emotionsfrei beschäftigen und versuchen, die natürlichen Kausalzusammenhänge aufzuklären. Schimpfen hat keinen Zweck, man muß die Dinge so sehen, wie sie sind. Nur dann kann man etwas verändern.
Wir wollen uns nicht mit den Sensationen und Skandalen im einzelnen befassen, wie sie hinreichend durch die Presse bekannt gemacht werden. Das sind nur die Symptome und nicht die Ursachen!
Jeder Forscher ist Irrtümern unterworfen. Diese werden durch Überprüfung seiner Ergebnisse von ihm selbst oder von Anderen früher oder später erkannt und sollten eliminiert werden können. Viele glauben fest daran, daß dies so sei, und vertrauen auf die ethische Wahrhaftigkeit der Wissenschaftler und auf die Zuverlässigkeit der wissenschaftlichen Theorien und bauen darauf weitere Theorien auf.
Nun, Mißgeburten sind oft der Mütter liebstes Kind und werden mit Vehemenz verteidigt, das gilt auch für die Wissenschaftler und Erfinder.
Jede Forschung kostet Geld, was die Forscher zumeist nicht haben. Die, die das Geld bereitstellen können, zumeist nicht ihr eignes Geld, haben kein wissenschaftliches Verständnis. Seit eh und je mußten die Weisen als Medizinmänner Hokuspokus, die Astronomen Astrologie verkaufen, die Chemiker mußten den Fürsten versprechen, Gold zu machen, und dies hat sich bis heute nicht wesentlich geändert. Die Forscher müssen dem Prestigebedürfnis der Machthaber dienen oder mit Versprechungen entgegenkommen. Diese müssen nicht immer stimmen.
Jeder und jede, die um Ansehen ringen, müssen ein bißchen nachhelfen oder mogeln, das fängt schon im Kindesalter an und ist ganz natürlich. Die „Datenmassage“ ist die natürliche Form der Physiker, um um Anerkennung zu ringen und entspricht der Kosmetik unserer Frauen.
Jeder Forscher, der an bereitgestellte Mittel herankommen will, muß sich einen Namen machen, er muß etwas für Laien erstaunliches, also sensationelles, möglichst unverständliches entdecken oder entdeckt zu haben behaupten. Mit der zunehmenden Zahl der Institutsleiter wächst der Konkurrenzkampf. So viel an neuen Erkenntnissen hat die Natur gar nicht zu bieten.
Ein Nobelpreisträger sagte 1978 in Lindau: Die Anzahl der neuen Elementarteilchen wächst proportional mit der Anzahl der Institutsleiter. Schon Lichtenberg sagte 1670: „Es gibt in Euren Kompendien Vieles, von dem zwischen Himmel und Erde nicht die geringste Spur zu entdecken ist.“
Schon in der frühen Jugend kämpft jeder Schüler um gute Noten, also um Anerkennung. Er lernt dabei, daß es rationeller ist, ein bißchen, möglichst unauffällig zu mogeln. Wer tat dies nicht?
Ein an der Physik oder Chemie interessierter Schüler schafft sich ein Labor an. Dort mogelt er nicht! Jedoch, um Eltern und Freunden zu imponieren, eignet er sich einige Zaubertricks an. Das ist ganz normal. So taten es auch die Astrologen und die Alchimisten.
Kann denn Mogeln (Frisieren, Kosmetik oder Datenmassage) Sünde sein? Bis hierher wohl noch nicht!

Lesen Sie weiter unter: "Die natürliche Selektion der Theoretischen Physiker"
http://www.ekkehard-friebe.de/SCHMIDT.HTM
und
http://www.ekkehard-friebe.de/Hinterhalt.pdf


Donna:
Zur Ausbreitungs-Geschwindigkeit des Lichts - Dietmar Odilo Paul:

"Aus den Ergebnissen verschiedener Experimente schließt Einstein auf die sogenannte Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum. Diese besagt, es werde von einem Beobachter die Geschwindigkeit des Lichts immer als dieselbe gemessen, gleichviel ob sich die Lichtquelle nähere oder entferne, ja sogar unabhängig davon, ob der Beobachter selbst sich gegen den Lichtstrahl oder mit diesem in dieselbe Richtung fortbewege. Wenn ich, an der Straße stehend, die Geschwindigkeit eines vorüberfahrenden Wagens messe, so bekomme ich ein anderes Ergebnis, als wenn ich mit annähernd derselben Geschwindigkeit in dieselbe Richtung fahre und wieder ein anderes, wenn in die entgegengesetzte. Messe ich im ersten Falle hundert, so im zweiten fast null, im dritten fast zweihundert. Wäre der vorüberfahrende Wagen aber ein Lichtstrahl, so soll dieses alles nicht gelten und der Lichtstrahl jedesmal mit derselben Relativgeschwindigkeit am Beobachter vorübersausen. (Über die grundsätzliche Fragwürdigkeit solcher Betrachtungen jenseits alles real Erfahrbaren habe ich mich mehrmals an anderen Stellen ausgelassen).

Diese, dem menschlichen Verstande bei aller Bereitschaft nicht nachvollziehbare, angebliche Eigenschaft des Lichts erhebt Einstein nun zum Postulat und schließlich zum elementaren Naturgesetz, welchem sich die anderen Naturgesetze zu fügen haben. Sie ist Ausgangspunkt und Grundpfeiler seiner Relativitätstheorie, deren ganzes Gebäude, wie er selbst sagt, zusammenstürzen müsse, wenn dieses Naturgesetz die kleinste Erschütterung erführe. Und in der Tat ist das Anliegen der Relativitätstheorie ja kein Anderes, als die bisherige Physik diesem neuen Grundgesetz der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu unterwerfen. Würde dieses fallen, würde die Theorie im Augenblicke wirkungslos, wie die Verordnungen eines gestürzten Tyrannen. Man stelle sich vor: Die Große Theorie, die das wissenschaftliche Bild der Welt aus den Angeln gehoben haben soll, Heerscharen von eifrigen Forschern um ihr Verständnis ringen ließ und mit dem Zurechtbiegen ihrer Paradoxas beschäftigte, diese Theorie, die in keines Menschen Hirn verdaut wird, sofern es sich nicht aus dem bloßen Knochengerüst mathematischer Formeln nährt - diese Theorie auf so vagem, den Verstand beleidigendem Grund, dem Gesetz der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum!"

http://www.dietmar-odilo-paul.de/zurnaturwissenschaft/zurnaturwissenschaft.html


Jocelyne (24.04.05):

Hallo zusammen, Zur Info für die interessierten Teilnehmer oder Mitleser:

Ich werde als Autorin dieses Threads mich nicht mehr daran beteiligen, so lange der Administrator Peti nicht öffentlich, eindeutig, unmissverständlich und nachvollziehbar Stellung auf die Fragen genommen hat, die ich ihm öffentlich im folgenden Thread (sowie auch per KN) gestellt habe:

"Wie sicher ist Philo-Forum?"

U.a. auf die Frage:
Warum hat der Hauptmoderator Tyr Links zu wissenschaftlichen Abhandlungen in diesem Thread mit dem Kommentar "unerwünschte Werbung" gelöscht?

**************************************************

NB: Als Reaktion zu diesen Fragen hat der Hauptmoderator von Philo-Forum, Tyr, gleich am 25.04.05 die Userin Donna und mich selbst ausgesperrt. Dies unmissverständlich aufgrund unserer Position in der Diskussion als Kritiker der Relativitätstheorie, und weil wir wegen der Zensur und Löschung  der Links zur Homepage und zu wissenschaftlichen Abhandlungen von Herrn Ekkehard Friebe protestiert haben.

Siehe hierzu mein letzter Thread bei Philo-Forum:


"Beschämend. Einfach beschämend."

Das Philosophieforum Philo-Forum wurde im Juli 2005 von seinem Betreiber Christoph Peters kommentarlos aufgegeben und komplett geschlossen. Weder die Wissenschaft noch die Philosophie brauchen von mir aus danach zu trauen...


 

 

Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie

 

 

 

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