Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'Tierversuche abschaffen!'

Tierversuche: Fachaufsichtsbeschwerde vom 05.04.12 an das Landesparlament Hessen

Ich habe heute eine Fachaufsichtsbeschwerde an das Landesparlament Hessen in Wiesbaden (5 Fraktionen) per E-Mail gesendet, sowie an den Regierungspräsidenten in Darmstadt, wegen mangelnder Beantwortung meiner Fragen über die Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer in Frankfurt durch die zuständige und verantwortliche Behörde für die Genehmigung dieser Experimente (Veterinärdezernat Darmstadt), siehe:

Fachaufsichtsbeschwerde vom 05.04.12

 

 



Tierversuche in Frankfurt: Grausame Hirnforschung an Affen und Katzen

Informationen der Vereinigung  Ärtze gegen Tierversuche e.V.:

Tierversuche in Frankfurt: Grausame Hirnforschung an Affen und Katzen

Die Unterschiede zwischen Affe und Mensch oder Katze und Mensch verdeutlichen, dass Experimente an Tieren gar keine klinische Relevanz für den Menschen haben können.

Unterschiede Affe – Mensch

Das Affenhirn hat keine Bereiche für Sprache, Lesen oder Musik.

Die Oberfläche der menschlichen Hirnrinde ist 10-mal größer als die der Affen.

Identische Bereiche in der Sehrinde haben bei Affe und Mensch unterschiedliche Funktionen.

Das Menschenhirn hat zur Verarbeitung von visuellen Reizen bestimmte Hirnbereiche, die im Affenhirn fehlen.

Die Schädigung eines bestimmten Bereichs des motorischen Systems verursacht beim Menschen einen kompletten Ausfall von Sprache und Muskelbewegungen (Akinesie), beim Affen führt sie nur zu einer geringen Beeinträchtigung.

 

Unterschiede Katze – Mensch

Der Mensch hat bei heller Beleuchtung aufgrund der Netzhaut ein viel besseres Bewegungssehen als eine Katze.

Katze: eingeschränktes Farbensehen (dichromatisches Sehen; nur zwei Arten von Zapfen); Mensch: trichromatisches Sehen (drei Arten von Zapfen ), bei dem alle Wellenlängen des sichtbaren Spektrums wahrgenommen werden. Die Katze sieht bei Dämmerung besser.

Sehr viel schlechteres Auflösungsvermögen des Auges der Katze. Buchstaben, die ein normalsichtiger Mensch aus 50 Metern erkennen kann, würde eine Katze erst aus sechs Metern erkennen.

 

Medizinisch relevante Forschung funktioniert nur ohne Tierversuche

Im Sinne einer effektiven Medizin müssen auf Menschen bezogene Verfahren in den Vordergrund rücken. Bei bildgebenden Verfahren, wie der Computer- und der Magnetresonanztomographie, lässt sich das Gehirn von gesunden und kranken Menschen sowie seine Funktionen dreidimensional detailgenau darstellen. Die Forschung an Zellen aus menschlichen Hirntumoren, wie sie bei Operationen anfallen, bietet beste Voraussetzungen, um Therapien zu entwickeln.

Die Wechselbeziehung zwischen Hirnzellen und die Signalweiterleitung funktionieren im Zellsystem wie im lebenden Organismus, können jedoch ohne Tierleid erforscht werden. Die Kombination verschiedener solcher Verfahren liefert eine Fülle an wertvollen Erkenntnissen. Dies trägt zur wirklichen medizinischen Wissenserweiterung über Organfunktionen, Abläufe im Gehirn und Krankheiten des Menschen bei.

Althergebrachte Hirnforschung an Tieren, die dem reinen Forscherdrang der Experimentatoren dient und ohne jede klinische Relevanz ist, darf in unserer modernen Gesellschaft keinen Platz haben.

Den Möglichkeiten neuer Technologien, der Zellforschung und der gezielten Untersuchung gesunder und kranker Menschen muss Vorrang gegeben werden.
[...]
Hier weiterlesen…

 

In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
in Stehsärgen ohne Nächte und Tage,
in den Forschungslaboratorien von Medizin und Wissenschaft,
denn sie sind die Opfer eines endlosen, irren Verbrechens.
(anonym)



Protestaktion von Pro Wildlife: Keine Javaneraffen für Tierversuche!

Eine Protestaktion von Pro Wildlife zum Mitmachen:

Aus der Wildnis ins Versuchslabor: Javaneraffen

Keine Javaneraffen für Tierversuche!

 

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Bitte machen Sie mit!

In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
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denn sie sind die Opfer eines endlosen, irren Verbrechens.
(anonym)



Der Verrat der Partei Die Grüne – Stoppt Affenqual in Tübingen!

Ein aktueller Aufruf der Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e. V.:

Stoppt Affenqual in Tübingen!

[...] Entgegen dem vor der Landtagswahl im März 2011 gesetzten Ziel der grünen Regierungspartei ist nun doch kein Ende der qualvollen Affenhirnforschung in Baden-Württemberg in Sicht. An drei Instituten in Tübingen werden Rhesusaffen in der Hirnforschung gequält. Sie werden durch Durst gezwungen, jeden Tag stundenlang mit angeschraubtem Kopf Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. Über ein Bohrloch im Schädel werden Elektroden in das Gehirn eingeführt. Die Qual der Tiere kann Jahre dauern. Der Nutzen für kranke Menschen ist gleich Null. In Berlin, München und Bremen wurden in den letzten Jahren gleichartige Tierversuche aus ethischen Gründen und mangels medizinischen Nutzens nicht mehr genehmigt.

Das muss endlich auch in Tübingen möglich sein!

[...]

Vor der Wahl vor einem Jahr hatten die Regierungsparteien den Ausstieg aus den grausamen Hirnversuchen an Affen in Tübingen als Ziel gesetzt.
Nun wollen sie nichts mehr davon wissen
.
Jetzt starten wir unsere Kampagne „Stoppt Affenqual in Tübingen“ neu durch.

Die Proteste gehen so lange weiter, bis die Affenversuche abgeschafft sind!
[...]
Wir haben im Oktober 2011 über 60.000 Unterschriften an das Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg übergeben und die Protestaktion vorerst beendet, um der Landesregierung Zeit einzuräumen, ihrem selbst gesetzten Ziel, der Abschaffung der Affenversuche, nachzukommen. Nachdem ein Ende der Affenversuche jedoch nicht in Sicht ist und sogar mit dem Ausbau der Räumlichkeiten für die Haltung von Affen an der Uni Tübingen eine Ausweitung zu befürchten ist, sind erneut Proteste von Nöten, um der grün-roten Landesregierung zu zeigen, dass die Mehrzahl der Bürger keine Affenqual will und sich von der Politik hinters Licht geführt fühlt.

Die Proteste gehen so lange weiter, bis die Affenversuche abgeschafft sind!

Schreiben Sie einen persönlichen Brief an Landwirtschaftsminister Alexander Bonde, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer:

Herrn
Alexander Bonde
Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und
Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Kernerplatz 10
70182 Stuttgart
Fax: 0711/126-2255
E-Mail: Poststelle@mlr.bwl.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Frau
Theresia Bauer
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Königstraße 46
70173 Stuttgart
Fax: 0711/279-3080
E-Mail: poststelle@mwk.bwl.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Herrn
Oberbürgermeister
Boris Palmer
Am Markt 1
72070 Tübingen
E-Mail: ob@tuebingen.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Sie können auch gern unsere Musterbriefe als Vorlage verwenden:

mail-Adressen:
Alexander Bonde: Poststelle@mlr.bwl.de
Theresia Bauer: poststelle@mwk.bwl.de
Oberbürgermeister Boris Palmer: ob@tuebingen.de

Mustertext (Anrede und euren Namen am Schluss nicht vergessen!):
Sehr geehrter …,

vor der Wahl hatte Ihre Partei explizit das Ende der Affenhirnforschung erklärt. Mit Enttäuschung muss ich nun feststellen, dass Ihre Landesregierung an dieser überaus grausamen und medizinisch irrelevanten Forschung festhält, offensichtlich auch, um das Bestreben der Universität Tübingen, zur Exzellenzuni auserwählt zu werden, nicht zu gefährden.

Damit ignorieren Sie die Forderung von über 60.000 Bürgern und Wählern, die sich gegen Affenhirnforschung auf Unterschriftenlisten ausgesprochen haben und machen Baden-Württemberg zum Spitzenreiter hinsichtlich altertümlicher und besonders grausamer Forschungsmethoden.

Ich schließe mich dem Protestaufruf der bundesweiten Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche an und fordere Sie auf, dem Beispiel anderer Bundesländer zu folgen und die Affenhirnforschung in Tübingen nicht mehr zu genehmigen.

Mit freundlichen Grüßen,
Euer Name

 

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Bitte machen Sie mit!

 

In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
in Stehsärgen ohne Nächte und Tage,
in den Forschungslaboratorien von Medizin und Wissenschaft,
denn sie sind die Opfer eines endlosen, irren Verbrechens.
(anonym)



Finanziert der Steuerzahler die Pharmaindustrie?

Aus dem Internet-Portal des Hessischen Ministeriums der Finanzen ist zu entnehmen, dass die Landesregierung das Ernst Strüngmann Institute, ein Unternehmen der Pharmaindustrie (Hexal), mit 30 Millionen Euro Steuergeld fördert, siehe:

11.01.2012 – Pressemitteilung
Landesregierung fördert Ernst Strüngmann Institute mit 30 Millionen Euro
Staatsministerin Kühne-Hörmann und Staatssekretärin Hölscher: „Spitzenforschung sichert Wissenschaftsstandort Hessen“

„Das Land Hessen stellt zur Errichtung eines Institutsbaus für das Ernst Strüngmann Institute (ESI) in Frankfurt-Niederrad eine Projektförderung von 30 Millionen Euro in den Jahren 2012 bis 2015 zur Verfügung. Das ESI leistet Grundlagenforschung im medizinisch-naturwissenschaftlichen Bereich mit thematischer Ausrichtung auf die Hirnforschung. Dabei stehen Erkrankungen des Nervensystems im Blickpunkt.“

Die beschriebene Konstruktion der Übertragung der Forschungsaktivitäten des Max Planck Instituts für Hirnforschung auf ein privates Unternehmen der Pharmaindustrie ist sehr unüberschaubar und es fehlt an Transparenz, zu welchen Zwecken Steuergelder verwendet werden: Hier sieht es so aus, als ob der Steuerzahler die Pharmaindustrie finanzieren würde.

Es ist nämlich nicht nachvollziehbar, warum das Max Planck Institut für Hirnforschung seine Grundlagenforschung auf ein privates Unternehmen der Pharmaindustrie ausrichtet und überträgt, wobei offensichtlich nur der Name des Instituts sich geändert hat: Leitung, Mitarbeiter, Verwaltung, Forschungsthemen und Forschungsziele scheinen unverändert geblieben zu sein. Das geht zum Beispiel auch hervor aus einer Auskunft vom 12.03.12 des Regierungspräsidiums Darmstadt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz:

Tierschutz; Durchführung von Tierversuchen am Ernst Strüngmann Institute (ESI) in Frankfurt am Main
hier: Ihre Anfrage vom 10. Januar 2012, Ihre Rückfrage vom 12. März 2012

Sehr geehrte Frau Lopez,

meine Antwort auf Ihre Anfrage vom 10. Januar bezog sich auf das Ernst-Strüngmann-Institut, da die Ihrer Anfrage zugrundeliegenden Versuchsvorhaben derzeit dort und nicht am Max-Planck-Institut für Hirnforschung durchgeführt werden.

Soll es dann heißen,

- dass die langjährigen Forschungsaktivitäten des Max Planck Instituts für Hirnforschung in Wirklichkeit nicht in der Grundlagenforschung angesiedelt waren, sondern schon seit langem den Interessen der Pharmaindustrie mit Steuergeldern dienten?

- dass das Max Planck Institut für Hirnforschung seine Forschungsziele neu ausgerichtet hat und zur Entwicklung von Psychopharmaka für das Pharma-Unternehmen Hexal forscht?

Einige Äußerungen in den Medien des Initiators dieser Umstrukturierung, Prof. Dr. Wolf Singer, langjähriger Direktor des Max Planck Instituts für Hirnforschung und jetzt Direktor des Ernst Strüngmann Instituts, lassen diesen Verdacht zu, wie zum Beispiel in einem Interview in der Zeitschrift “Gehirn & Geist” aus dem Jahre 2004:

Interview mit Prof. Dr. Wolf Singer und Prof. Thomas Metzinger: „Ein Frontalangriff auf unsere Menschenwürde“

Zunächst einmal: Psychodrogen sind überhaupt nichts Neues. Wir trinken schließlich auch Kaffee. Die Menschheit war immer sehr innovativ, wenn es darum ging, Stoffe zu entwickeln, die auf die Psyche einwirken. Wir verfügen heute über ein ganzes Arsenal psychoaktiver Pharmaka – wobei die Palette der Möglichkeiten allerdings derzeit enorm anwächst.
[...]
Noch wichtiger erscheint mir jedoch das Stichwort „Neurotechnologie“: Wissenschaftler arbeiten weltweit emsig an neuen technologischen Zugriffsmöglichkeiten auf das Gehirn. Kurz: Die Möglichkeiten, unsere geistigen Zustände zu verändern, werden an vielen Fronten optimiert und in Zukunft überhaupt zahlreicher.

Dürfte die Pharmaindustrie, die bekanntlich Profite in Milliardenhöhe erzielt, auch noch von dem Steuerzahler finanziert werden?



Die Leichen im Keller des ex-Bundespräsidenten Christian Wulff

Ich verweise auf meine Anfrage vom 26.01.12 an Staatsminister Michael Boddenberg wegen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Tierquäler Prof. Dr. Wolf Singer. 

Noch zwei Tage vor der letzten von uns gesetzten Frist, hat mir Staatsminister Michael Boddenberg per E-Mail am 28.03.12 folgende Antwort zukommen lassen:

Datum: 28.03.2012
Ihre Anfrage an Herrn Staatsminister Boddenberg

Sehr geehrte Frau Lopez,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage an Herrn Staatsminister Boddenberg.
Sie hatten um Mitteilung gebeten, wer die zuständige und verantwortliche Behörde für eine Auskunftserteilung im Hinblick auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Herr Professor Dr. Wolf Singer ist.

Hierzu darf ich Ihnen wie folgt antworten:

Die Entscheidung, wer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wird, obliegt ausschließlich dem Bundespräsidenten. Die Mitglieder der Länderkabinette, das sind in Hessen die Staatsminister und Staatssekretäre, dürfen im Namen des Bundespräsidenten die verliehenen Verdienstorden lediglich aushändigen.

Zum Zwecke einer gleichmäßigen Wahrnehmung des Vorschlagsrechts hat der Bundespräsident verbindliche Ausführungsbestimmungen zum Statut des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erlassen. Er kann aber auch selbst initiativ Vorschläge machen. Die Anregung ist nach einem mit dem Bundespräsidialamt und den Ländern abgestimmten Verfahren unter Beteiligung der fachlich zuständigen Stellen und unter Einbeziehung der bekannten und bezeichneten Leistungen eingehend geprüft worden.

Ich bitte um Verständnis dafür, dass mir aufgrund des in Ordensangelegenheiten geltenden Grundsatzes der Vertraulichkeit darüber hinaus keine weiteren Auskünfte möglich sind. Ich darf jedoch für weitere Auskünfte an das Bundespräsidialamt und die dort zuständige Abteilung für Ordensangelegenheiten verweisen.

Zum Sachverhalt insgesamt haben Sie bereits am 9. Februar 2012 eine Email aus dem Regierungspräsidium Darmstadt erhalten. Als die für die Genehmigung von Tierversuchen zuständige Behörde hat sie Ihnen die gesetzlichen Grundlagen und Verfahren erläutert. In diesem Zusammenhang hebe ich hervor, dass es sich bei Tierversuchen stets um Einzelfallentscheidungen handelt, die nach Konsultation der beteiligten Tierschutzorganisationen vorgenommen werden. Auf diese Weise wird den Belangen des Tierschutzes im Rahmen der Grundlagenforschung in besonderer Weise Rechnung getragen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Christian Günzel
Persönlicher Referent
des Hessischen Ministers für Bundesangelegenheiten
und Bevollmächtigten des Landes Hessen beim Bund
Hessische Staatskanzlei
Georg-August-Zinn-Straße 1
65183 Wiesbaden

Jetzt geht es also zum Bundespräsidenten.

Wolf Singer wurde im August 2011 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Das war also noch in der kurzen Amtsperiode von Christian Wulff (Juni 2010 bis Februar 2012). Na. Wenn da auch nicht Korruption im Spiel war…

Joachim Gauck wird wohl ein paar Leichen im Keller seines Vorgängers finden. Auf jeden Fall die vielen Leichen von unzähligen sinnlos geopferten Versuchstieren. Und es ist etwas viel Gravierendes als Urlaub in Luxusvillen mit Gattin.



Arbeitskreis Tierschutz Gütersloh – Menschen für Tierrechte

Der Arbeitskreis Tierschutz Gütersloh – Menschen für Tierrechte bietet u. a. Aktivitäten und Einsätzen zum Tierschutz seit 1984 sehr professionelle Seminare zur Grundausbildung von Tierschützern im Öffentlichen Recht zum Einklagen von Tierrechten (Haustiere, Nutztiere, Versuchstiere) an. Sehr zu empfehlen!

Hier eine kleine Bestandsaufnahme über ein Seminar unter der Leitung von Gerhard Österreich, wo drei Tierschützerinnen eine Ausbildung in den Grundlagen der Versuchstier-Rechtssituation nachgeholt haben:   

Inhalte:

-       Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Gutachten und Urteile

-       Die konkrete Anwendung des Tierschutzgesetzes

-       Tiere im Grundgesetz, Art. 20 a Grundgesetz

-       Aspekte des Verwaltungsrechts

-       Tierschutzgesetz Kommentar Lorz/Metzger

-       Allgemeineverwaltungsvorschrift zur Durchsetzung des TierSchG

-       Die Tierversuchs-EU-Richtlinie

-       ZEBET Datenbank über Alternativmethoden zu Tierversuchen

-       Fallbeispiele aus der Praxis

 

SeminarTierrecht600



Was ist der vom Gesetzgeber geforderte „vernünftige Grund“ für die Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer?

Ich verweise auf meinen Blog-Eintrag Tierversuche von Prof. Dr. Wolf Singer: Der Steuerzahler finanziert die Pharmaindustrie und gebe einen weiteren Austausch aus meiner Forumsdiskussion Verstoß gegen das Grundgesetz der Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer im Forum „Tierrecht“ der Piraten-Partei wieder:

 

22.03.12 – Zitat von tirpitz4:

Du bist also gegen Tierversuche? Also gegen dem Tier vorsätzlich zugefügtem Schaden? Isst du nicht Fleisch? Wie passt das zusammen?

 

22.03.12 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Tierversuche haben nichts mit der Ernährung der Menschen zu tun und werden auch wie alle anderen Bereichen des Tierrechts gesetzlich einzeln geregelt. Insbesondere greift bei Tierversuchen das Gebot des Grundsatzes § 1 vom Tierschutzgesetz, wonach ein “vernünftiger Grund” vorhanden sein muß, um Leiden, Schmerzen oder Schäden an Tieren zuzufügen:

Tierschutzgesetz – Erster Abschnitt – Grundsatz – § 1

Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Die Ernährung der Menschen kann allgemein als “vernünftiger Grund” gelten – und wird auch von dem Gesetzgeber und den Richtern grundsätzlich als solchen angesehen.

Bei Tierversuchen muß “der vernünftige Grund” bei jedem Antrag auf Genehmigung erkennbar sein und untersucht werden.

Vor diesem Hintergrund haben wir die genehmigende Behörde aufgefordert, uns den vom Grundgesetz geforderten “vernünftigen Grund” für die Tierexperimente des Hirnforschers Prof. Dr. Wolf Singer zu nennen, siehe unsere Anfrage vom 14.12.2012 an das Regierungspräsidium Darmstadt zur Rechtsmäßigkeit der Tierversuche von Wolf Singer:

1) Aus welchem “vernünftigen Grund” nach Tierschutzgesetz § 1 erteilt die Behörde die Genehmigung für die Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer?

2) Welche Erfolge im Dienste der Allgemeinheit aus der Sicht der Behörde Prof. Dr. Wolf Singer aus den in den Medien angegebenen Forschungsthemen erzielt hat: Erforschung der menschlichen Sehstörung Amblyopie, der höheren kognitiven Leistungen der Menschen und der menschlichen sinnlichen Wahrnehmungen?

3) Beurteilt die zuständige und verantwortliche Behörde die Implikationen politischer, juristischer, psychologischer, entwicklungspsychologischer, pädagogischer, anthropologischer, architektonischer, städtebaulicher, historischer, computertechnologischer und philosophisch-weltanschaulicher Art, die Prof. Dr. Wolf Singer in den Medien im Rahmen der Erkenntnisse aus der Hirnforschung als Aufklärung verbreitet (nicht ohne Kritik aus der Fachwelt) als “vernünftige Gründe”, die seine langjährigen und extrem belastende Experimente an Tieren rechtfertigen?

Die Antworte des Regierungspräsidiums Darmstadt stehen bis heute noch aus. Diese Behörde, die nach Auskunft der Ministerin Lucia Puttrich für die Genehmigung der Tierversuche von Wolf Singer zuständig und verantwortlich ist, ist jedoch gesetzlich verpflichtet, jedem einzelnen Bürger, der nachfragt, diese Fragen zu beantworten. Es besteht nämlich Verdacht auf Nicht-Einhaltung der Bestimmungen des Grundgesetzes und eine Nichtbeantwortung würde schon allein gegen Art. 258 StGB (Strafvereitelung) und gegen die EU-Antikorruptionsvereinbarung verstoßen.



Tierversuche von Prof. Dr. Wolf Singer: Der Steuerzahler finanziert die Pharmaindustrie

Ich wurde kürzlich von Tierschützern auf das Forum der Piraten-Partei aufmerksam gemacht, die sich mit internen Arbeitsgruppen auch über die Thematik Tierrecht bzw. Tierversuche beschäftigt, siehe AG Umwelt.

Vor diesem Hintergrund habe ich am 06.03.12 im offenen Forum „Tierrecht“ der Piraten-Partei eine Diskussion über die Tierversuche von Prof. Dr. Wolf Singer eröffnet:

Verstoß gegen das Grundgesetz der Tierexperimente von Prof. Dr. Wolf Singer

da im Rahmen dieses Sachverhaltes interessante Fragen zu erörtern wären, wie zum Beispiel:

Was sagen die Piraten

- zu Verstößen gegen das Grundgesetz?
- zu Lobbyismus in der Wissenschaft?
- zu Veruntreuung von Steuergeldern?
- zu der EU-Antikorruptionsvereinbarung?
- zu dem Art. 258 StGB Strafvereitelung durch Behörden?

Ich gebe zum Beispiel nachstehend meinen heutigen Beitrag in diesem Forum wieder:

Es ist trotz der gewollten Intransparenz ersichtlich, dass das Max-Planck-Institut für Hirnforschung keine Grundlagenforschung und keine Erforschung von genetisch bedingten psychiatrischen Krankheiten bei Menschen betreibt, das ist nur Blabla zur Vertuschung und zur Irreführung der Öffentlichkeit, sondern das Institut experimentiert seit Jahrzehnten mit Neurodrogen und testet Psychopharmaka an Tieren für die Pharmaindustrie.

Dass die Hirnforscher Singer & Co im Dienste der Pharmaindustrie forschen zieht sich nämlich wie ein roter Faden in allen ihrer Gelabern in den Medien, zum Beispiel:

Ein Frontalangriff auf unsere Menschenwürde:

Zunächst einmal: Psychodrogen sind überhaupt nichts Neues. Wir trinken schließlich auch Kaffee. Die Menschheit war immer sehr innovativ, wenn es darum ging, Stoffe zu entwickeln, die auf die Psyche einwirken. Wir verfügen heute über ein ganzes Arsenal psychoaktiver Pharmaka – wobei die Palette der Möglichkeiten allerdings derzeit enorm anwächst.
[...]
Noch wichtiger erscheint mir jedoch das Stichwort „Neurotechnologie“: Wissenschaftler arbeiten weltweit emsig an neuen technologischen Zugriffsmöglichkeiten auf das Gehirn. Kurz: Die Möglichkeiten, unsere geistigen Zustände zu verändern, werden an vielen Fronten optimiert und in Zukunft überhaupt zahlreicher.
[...]
Wir suchen derzeit ja sehr intensiv nach Frühmarkern für den Ausbruch bestimmter geistiger Erkrankungen. Dabei treibt uns die Hoffnung, entsprechend Veranlagte noch vor der Pubertät, vor der endgültigen Ausreifung des Gehirns also, erfolgreich therapieren zu können.

oder

Wolf Singer – Das Gehirn hat völlig falsche Vorstellungen

SZ: Und was war mit Ihrem LSD-Selbstversuch in den Siebzigern am Max-Planck-Institut in München, von dem man sich in Mediziner-Kreisen immer noch erzählt?

Singer: Da habe ich die Autos gaaaanz langsam um den Friedensengel fahren sehen, und das Wasser im Wasserfall an der Museumsinsel tropfte wie Honig herunter. Das überzeugte mich davon, dass meine Zeit nicht die der anderen Menschen war. Das machte mich sehr einsam. Ich fand mich ungeheuer kreativ in dieser Nacht, habe gemalt und gedichtet. Aber am nächsten Tag stellte ich fest, dass alles banal war. Es war fast ein schizophrener Zustand.

SZ: Sind Sie heute noch so experimentierfreudig?

Singer: Neugierig schon, aber mit Drogen wäre ich heute extrem vorsichtig.

Ja, neugierig sind sie schon, die heldenhaften Herren Hirnforscher, mit sich selbst bei Selbstversuchen sind sie aber extrem vorsichtig, versteht sich. Mit Tieren natürlich nicht, versteht sich auch: Tiere sind auch für sie keine Lebewesen, sondern Objekte. Vorsichtig sind sie nicht bei Experimentieren mit Tieren, sogar im Gegenteil extrem brutal und graumsam: sie züchten Junkies, sie pumpen die Tiere mit Drogen voll, sie testen alle möglichen Molekülen, sie machen die Tiere gezielt krank, depressiv oder verrückt, sie zerstören sie psyschich und physisch, sie verwandeln sie in psychischen und körperlichen Wracks, sie messen lediglich die Veränderungen ihrer Wahrnehmungen, ihrer Bewusstseinszustände und ihrer Leistungen mit Oszillatoren, öffnen ihre Schädel um rumzuschneiden und rumzustechen in ihren Gehirnen ohne Narkose (siehe Wolf Singer und seine Tierversuche). Nein, vorsichtig sind die heldenhaften Herren Hirnforscher mit den wehrlosen Tieren nicht. Warum auch? Tiere sind für sie keine Lebewesen, sondern Objekte, man verbraucht sie und wirft sie in den Müll weg, es kommen ja immer neue dazu und die Behörde genehmigen seit Jahrzehnten jeden Antrag blind, wie praktisch.

Dass das Max Planck Institut für Hirnforschung seit Jahrzehnten für die Pharmaindustrie forscht ist jetzt auch besonders durch die Umstrukturierung des Instituts ersichtlich. Das Regierungspräsidium Darmstadt antwortete zum Beispiel auf meine Anfrage, warum es mein Betreff „Tierversuche von Prof. Dr. Singer am Max-Planck-Institut für Hirnforschung“ willkürlich in „Tierversuche am Ernst Strüngmann Institute“ geändert hat:

Zitat Regierungspräsidium Darmstadt:

meine Antwort auf Ihre Anfrage vom 10. Januar bezog sich auf das Ernst-Strüngmann-Institut, da die Ihrer Anfrage zugrundeliegenden Versuchsvorhaben derzeit dort und nicht am Max-Planck-Institut für Hirnforschung durchgeführt werden.

Ja, Wolf Singer forscht jetzt nicht mehr am Max-Planck-Institut für Hirnforschung (MPI), sondern am Ernt Strüngmann Institute (ESI). Und was ist das Ernst Strüngmann Institute? Ein privates Unternehmen der Pharmaindustrie (Hexal) – was für einen Zufall – wie der Steuerzahler es kürzlich offiziell erfahren durfte:

Hessisches Ministerium der Finanzen
Landesregierung fördert Ernst Strüngmann Institute mit 30 Millionen Euro
11.01.2012 – Pressemitteilung

[...] ESI-Gründungsdirektor Prof. Dr. Wolf Singer sagte: „Mit der Gründung des Ernst Strüngmann Institutes wurde eine Forschungseinrichtung geschaffen, deren Struktur in Deutschland ohne Vorbild ist. Sie verdankt sich der Initiative der Brüder Dr. Andreas und Dr. Thomas Strüngmann, die einen Beitrag zur Förderung der Grundlagenforschung leisten wollten. Zu diesem Zweck errichteten sie eine Stiftung mit einem Grundkapital von 200 Millionen Euro, von dessen Erträgen der Betrieb eines großen Forschungsinstituts finanziert werden sollte. Entscheidend für die Realisierung dieses ungewöhnlichen Projektes waren die Unterstützung durch die Max-Planck-Gesellschaft und die Hessische Landesregierung. Die MPG erklärte sich bereit, dieses Institut unter ihre Fittiche zu nehmen. Sie übernahm die Verantwortung für die Berufung der leitenden Wissenschaftler. Diese werden nach den gleichen Kriterien ausgewählt wie reguläre Direktoren von Max-Planck-Instituten und haben den gleichen Status wie die anderen wissenschaftlichen Mitglieder der MPG. Entsprechend werden auch am ESI die MPG spezifischen Instrumente zur Qualitätssicherung und Optimierung von Forschungsstrategien angewandt.“

Dem Wohlwollen der Landesregierung ist es Singer zufolge zu verdanken, dass dieses Institut in Frankfurt gegründet werden konnte: „Die jetzt in Aussicht gestellte, großzügige Unterstützung in Höhe von 30 Millionen Euro wird ESI in die Lage versetzen, seine Forschungsinfrastruktur durch ein modernes Laborgebäude zu ergänzen”.
[...]
Das ESI wurde 2008 gegründet und ist Nachfolger des MPI für Hirnforschung am Standort Niederrad. Gründungsdirektor ist Prof. Singer, der vor seinem Ausscheiden Direktor des MPI für Hirnforschung war. Mitte 2009 hat Prof. Fries seine Arbeit als Direktor am ESI aufgenommen. Gründung und Betrieb des Institutes haben die Gründer des Pharma-Unternehmens Hexal, Dr. Andreas und Dr. Thomas Strüngmann, mit der nach ihrem Vater benannten Dr. Ernst-Strüngmann Foundation ermöglicht.

Nur der Name hat sich geändert: Standort, Leitung, Forschungsthemen, Forschungsziele, Forschungsmethoden, Forscher und Mitarbeiter sind gleich geblieben. Die Versuchstiere dürfen nur in neuen Kellern umziehen, das Martyrium geht weiter unter neuer Firmierung. Weiterhin darf auch der Steuerzahler die Pharmaindustrie finanzieren und das Experimentieren mit Psychopharmaka und Gehirnverstümmelungen, sowie lebenslange, entsetzlichen und sinnlose Qualen an Tieren dulden, um den Markt der Pharmaindustrie zu sichern und aufzubauen – „die Palette der Möglichkeiten wächst ja derzeit enorm an“, das darf man sich doch nicht entgehen lassen, oder?

Alles bleibt beim Alten unter einem neuen Namen:  Die Versuchstiere dürfen lediglich in neuen Kellern umziehen, ihr lebenslanges Martyrium mit Hilfe unseres Steuergeldes geht weiter.

In Liebe und zärtlichem Gedenken der vergessenen Tiere,
in Stehsärgen ohne Nächte und Tage,
in den Forschungslaboratorien von Medizin und Wissenschaft,
denn sie sind die Opfer eines endlosen, irren Verbrechens.
(anonym)



Tierschutz: Das Einklagen von Tierrechten lohnt sich!

Ein Beispiel, dass das Einklagen von Tierrechten zum Erfolg geführt hat: Eine Information der Tierschutzorganisation PETA:

Milliardenschwerer Konzern der Tierquälerei überführt:

[...]
hätten Sie gedacht, dass man einen milliardenschweren Konzern der Tierquälerei überführen kann – und dies gegen den Willen vieler Behörden? So geschehen im Fall der weltgrößten Hühnerbrüterei Lohmann Tierzucht (LTZ).
[...]
Im März 2008 haben wir Lohmann angezeigt. Das Verfahren verlief äußerst schleppend und dauerte fast vier Jahre! Doch das Durchhalten hat sich gelohnt!

Im September 2011 wurde der Geschäftsführer Prof. Dr. Preisinger rechtskräftig verurteilt und Lohmann musste eine Geldbuße in Höhe von 100.000 € bezahlen. Die höchste Geldstrafe, die in Deutschland bisher für Tierschutz-Verstöße verhängt wurde!
[...]



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