Blog – Jocelyne Lopez

Archiv für 'GOM-Projekt: Offene Briefe'

4. Offener Brief über Wissenschaftsfreiheit für die Kritiker der Relativitätstheorien an deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften

Am 19.07.2012 hat die Forschungsgruppe G.O. Mueller folgenden Offenen Brief an 45 Adressaten in 40 Redaktionen deutschsprachiger Zeitschriften und Zeitungen:

Betr.: Wissenschaftsfreiheit nach Artikel 5 GG ein Grundrecht für alle – oder außer Kraft gesetzt für Theoriekritiker: und von wem?

.

Sehr geehrte Damen und Herren,

– nach unserem [1.] Offenen Brief v. 4. Februar 2006 an 221 Mitarbeiter der Redaktionen von FAZ – SPIEGEL – SZ – TAZ;

– nach unserem [2.] Offenen Brief v. August 2006: First Open Letter about the Freedom of Science to some 290 public figures, personalities, newspapers, and journals in Europe and the USA;

– und nach unserem [3.] Offenen Brief an die FAZ v. 21. Nov. 2007 an 5 Mitarbeiter der FAZ und die Redaktionen von 61 deutschsprachigen Zeitschriften und Zeitungen

richten wir heute unseren 4. Offenen Brief an 45 Adressaten in 40 Redaktionen deutschsprachiger Zeitschriften und Zeitungen mit der Bitte, die Zensur und das Verschweigen der seit 1908 existierenden Kritik der beiden Relativitätstheorien zu beenden und Ihre Leser über den von unserem Forschungsprojekt jetzt vorgelegten Nachweis von insgesamt 6183 kritischen Veröffentlichungen zu den genannten Theorien zu informieren – wohlgemerkt: nur zu informieren. Als Kritiker erwarten wir Kritik.

den kompletten Offenen Brief lesen…

 

—————————————

Siehe:

[1] Offener Brief über Wissenschaftsfreiheit und Pressefreiheit an 221 Mitarbeiter der Redaktionen von FAZ – SPIEGEL – SZ – TAZ

[2] First Open Letter about the Freedom of Science to some 290 public figures, personalities, newspapers, and journals in Europe and the USA

[3] Offener Brief an die Frankfurter Allgemeine Zeitung über anonyme Informationen zu Skandalen



Die Wissenschaftlichkeit der Relativitätstheorie aberkennen?

Ich verweise auf meinen Eintrag Blog der Bundeskanzlerin Angela Merkel: Verbannung der Relativitätheorie aus Forschung und Lehre und mache auf weitere Überlegungen über die Bestimmungen des Grundgesetzes Art. 5 – Ziff. 3  „Wissenschaftsfreiheit“ in dieser Diskussion:

 

05.04.2012 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Bei Verdacht auf Verstöße gegen das Grundgesetz, wie er bei der Vermittlung der Relativitätstheorie im Bildungssystem als alleinige gültige Theorie der Ausbreitung des Lichts unter völliger Ausblendung der vorhandenen Kritik vorliegt, würde kein Gericht die Wissenschaftlichkeit der Theorie auf der physikalischen Ebene beurteilen wollen, das obliegt Gerichten nicht die Wissenschaftlichkeit einer Theorie zu beurteilen, und sie würden sich hüten, darüber auf physikalischer Ebene Stellung zu beziehen.

Die Gerichte würden also nur auf Basis der Vermittlung der Relativitätstheorie im Bildungssystem der Theorie die Wissenschaftlichkeit aberkennen dürfen, gemäß folgenden Erläuterungen aus dem Bonner Kommentar zum Art. 5 § 3 GG „Wissenschaftsfreiheit“:

“[…] Das Verfassungsgericht […] spricht einem Werk die Wissenschaftlichkeit nur dann ab, wenn “es nicht auf Wahrheitserkenntnis gerichtet ist, sondern vorgefaßten Meinungen und Ergebnissen lediglich den Anschein wissenschaftlicher Gewinnung oder Nachweisbarkeit verleiht”. Indiz dafür ist “die systematische Ausblendung von Fakten, Quellen, Ansichten und Ergebnissen, die die Auffassung des Autors in Frage stellen” (Seite 42). [Hervorhebung durch J. Lopez]

 

 



Schriftwechsel zwischen der Forschungsgruppe G.O. Mueller und dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Horst Köhler

Ich verweise auf eine noch unveröffentlichte Anfrage der Forschungsgruppe G.O. Mueller vom 17. September 2007 an den damaligen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Horst Köhler:

Brief vom 17.09.2007 der Forschungsgruppe G.O. Mueller an den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Horst Köhler:  Die Wissenschaftsfreiheit nach Grundgesetz Art. 5, Abs. 3: Bitte um erstmalige Einführung seit Inkrafttreten des Gesetzes im Fachgebiet “Theoretische Physik”

womit die Forschungsgruppe den Bundespräsidenten über die Verhinderung der wissenschaftlichen Freiheit im Gebiet der theoretischen Physik durch den völligen Ausschluss der Kritik der Relativitätstheorie aus der offiziellen Wissenschaft informierte, und ihn somit auf Verstöße gegen die Bestimmungen des Grundgesetzes aufmerksam machte, siehe z.B.:

Zitat G.O. Mueller:  

[…] Wir sind ein anonymes Forschungsprojekt in der Bundesrepublik Deutschland und erforschen und dokumentieren alle erschienenen kritischen Veröffentlichungen zur Speziellen Relativitätstheorie seit 1908, prinzipiell aus allen Ländern und in allen Sprachen, praktisch aber noch sehr begrenzt, zum Nachweis des totalen Ausschlusses dieser Kritik und ihrer kritischen Autoren aus der offiziellen “physikalischen Wissenschaft” seit 1922 und somit auch seit der Geltung des Grundgesetzes 1949. In der ersten Veröffentlichung unserer Dokumentation 2001 hatten wir 2896 kritische Veröffentlichungen nachgewiesen; in der aktuellen Ausgabe von 2004 haben wir 3789 kritische Veröffentlichungen nachgewiesen.

Die Nicht-Rezeption dieser Kritik und der totale Ausschluß der kritischen Autoren als Personen aus der “physikalischen Wissenschaft” beweisen nach unserem Urteil, daß in dem genannten Fachgebiet die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes nie eingeführt worden ist: die “theoretische Physik” ist damit grundrechtlich exterritoriales Gebiet. […]

Auch wurden in diesem Brief die Gründe der Anonymität der Initiatoren, Organisatoren und Mitglieder der GOM-Forschungsgruppe dem Bundespräsidenten ausführlich dargelegt, z.B.:

Zitat G.O. Mueller:

Die Gründe für die Anonymität des Forschungsprojekts sind vielfältig. Wir haben sie in den auf CD beigefügten “Offenen Briefen” seit Jahren eingehend dargelegt. Es ist nicht gesund, in Deutschland Kritik zu üben und den Machthabern einer “Wissenschaft” den permanenten Rechtsbruch nachzuweisen. Deshalb tritt unser Forschungsprojekt grundsätzlich nur mit Arbeitsergebnissen an die Öffentlichkeit, nicht mit Personen. […]

Dieser Brief blieb vom Bundespräsidenten Horst Köhler unbeantwortet. Am 12.04.2008 habe ich nachgefragt und erhielt am 16.04.2008 die unglaublich stupide Antwort aus seinem Amt:

Antwort vom Bundespräsidialamt vom 16.04.2008 an den Brief von G.O. Mueller „Wissenschaftsfreiheit nach Grundgesetz Art. 5, Abs. 3: Bitte um erstmalige Einführung seit Inkrafttreten des Gesetzes im Fachgebiet “Theoretische Physik“



Weiß Frau Dr. Annette Schavan wie Bürger vom Albert Einstein Institut behandelt werden?

Ich verweise auf meinen Eintrag Weiß Frau Dr. Annette Schavan wie „frei“ die Wissenschaft ist?, woraus es hervorgeht, dass die Bundesministerin für Bildung und Forschung 2006 ihr Ministerium für nicht zuständig hielt, die Dokumentation der Forschungsgruppe G.O. Mueller fachlich prüfen zu lassen, sowie keine Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie und keine Verletzung der Grundrechte von Wissen-schaftlern und Bürgern bei der Äußerung einer Kritik an dieser Theorie festgestellt haben wollte. 

Erst ein Jahr später hat Frau Dr. Annette Schavan meine wiederholte Bitte um Nennung von zuständigen Mitarbeitern im wissenschaftlichen Meinungsstreit beantwortet: 

Sehr geehrte Frau Lopez,

ich danke für Ihre weitere Anfrage an das Bundesministerium für Bildung und Forschung zum Thema „Kritik der Einsteinschen Relativitätstheorie“. 

Wie Ihnen bereits mitgeteilt, es ist nicht Aufgabe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, zu physikalischen Theorien Stellung zu nehmen oder im wissenschaftlichen Meinungsstreit Position zu beziehen.

Die Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung obliegt den Fachleuten und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen. Im Falle der Relativitätstheorie wäre dies z. B. das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Einstein-Institut in Potsdam-Golm.

 

Weiß aber Frau Dr. Annette Schavan wie ein  Mitarbeiter vom Albert Einstein Institut (Dr. Markus Pössel) – das ich auf ihre Empfehlung 2008 um die Klärung einer seit über 100 Jahren stark umstrittenen Kernfrage der Theorie gebeten habe (die Natur und die Realität der relativistischen Längenkontraktion) – diese fachliche Anfrage behandelt hat? 

  • Mit kritischen Einwänden von fachlich qualifizierten Autoren über diese Kernfrage, die ich verlinkt hatte, wollte sich Dr. Markus Pössel aus „Zeitgründen“ nicht auseinandersetzen, siehe hier.
  • Mein Angebot der Zusendung des einmaligen Nachschlagewerks von G.O. Mueller zwecks Prüfung der fachlich kritischen Argumentationen hat er abgelehnt, da er sich schon „vor längerer Zeit sowohl mit der historischen Rezeptionsgeschichte der Relativitaetstheorie als auch mit den Thesen zeitgenoessischer Relativitaetskritiker auseinandergesetzt“ habe, siehe hier.
  • Seine unmissverständliche Klärung meiner gezielten Frage über die Natur und der Realität der Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie in seiner E-Mail vom 17.08.08  „Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;“ hat er nachträglich zum Anlaß genommen, mich mit gerichtlichen Folgen wegen angeblicher Sinnentstellung und Zitatenverfälschung unterschwellig zu drohen, siehe hier und hier.
  • Anschließend eröffnete Dr. Markus Pössel eine öffentliche Debatte in seinem Blog über „Diskussionen mit unorthodoxen Kritikern“ und machte sich dort schwer-wiegende Beleidigungen und Verleumdungen mir gegenüber eines anonymen Rufmords- und Denunziationsportals „Esowatch“ zu eigen, siehe hier.
  • Meine Beschwerde an die Direktoren des Albert Einstein Instituts über diese Behandlung sowie meine Erinnerung wurden ignoriert, siehe hier und hier.

Findet die Bundesministerin Frau Dr. Annette Schavan die fachliche Behandlung einer seit 100 Jahren strittigen Kernfrage der Speziellen Relativitätstheorie durch die Institution, die sie mir als zuständig und kompetent zur „Beurteilung der Ergebnissen der wissenschaftliche Forschung“ im Rahmen der Studie der Forschungsgruppe G.O. Mueller genannt hat angemessen und akzeptabel? 

Findet die Bundesministerin Frau Dr. Annette Schavan, die Behandlung, die natur-wissenschaftlich interessierten Bürgern durch das Albert Einstein Institut widerfährt als angemessen und akzeptabel?



Bitte um Prüfung an Herrn Prof. Dr. Wolfgang Sandner

Ich habe gestern folgende E-Mail an Prof. Dr. Wolfgang Sandner, Kurator für Welt der Physik geschickt:

 

Von Jocelyne Lopez
An Prof. Dr. Wolfgang Sandner,
Kurator für Welt-der-Physik / Bundesministerium für Bildung und Forschung
Präsident der Deutsche Physikalischen Gesellschaft
Datum: 18.10.10
Betr.: Bitte um Prüfung wegen Experiment Hafele/Keating

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Sandner,

wie Sie wissen, gilt das berühmte Experiment von Hafele/Keating (1972) mit Atomuhrtransport als eine entscheidende Bestätigung der Relativitätstheorie. Jedoch kursiert schon seit Jahren in wissenschaftlichen Kreisen und in der Öffentlichkeit der Vorwurf der Unredlichkeit und der Datenmanipulation, sowie Einwände über die Methodologie im Zusammenhang mit diesem wichtigen Experiment.

Vor diesem Hintergrund hatte Herr Dipl.-Ing. Ekkehard Friebe, Regierungsdirektor i.R. des Deutschen Patentamtes und Mitglied der DPG im April 2008 eine Anfrage an den damaligen Präsidenten der DPG gerichtet, sowie eine Erinnerung im August 2008 mit der Bitte, diese Angelegenheit prüfen zu lassen, die die Physik bedauerlicherweise in einem fragwürdigen Licht erscheinen lässt. Von den ausführlich begründeten Anfragen von Herrn Ekkehard Friebe können Sie der Einfachheit halber in meinem Blog Kenntnis nehmen, wo ich sie seinerzeit als naturwissenschaftlich interessierte Bürgerin veröffentlicht hatte:

Anfrage an Herrn Prof. Dr. Gerd Litfin vom 10. April 2008
Erinnerung vom 03.08.08

und woraus es u.a. hervorgeht, dass eine Reihe von Wissenschaftlern sich weltweit mit der Methodologie und der Durchführung dieses Experiments seit Jahrzehnten beschäftigt sowie begründete Einwände und Bedenken geäußert haben, zum Beispiel (dokumentiert von der Forschungsgruppe G.O. Mueller):

Kelly, A.G.
Essen, Louis 1978
Aspden, Harold 1980
McCausland, Ian 1980
Rudakov, N. 1981
Wesley, J.P. 1983
Theimer, Dr. Walter 1985
Rodrigues, Waldyr Alves, jr. 1988
Oliveira, E. C. de, 1989
Hayden, Howard C. 1991
Georg Galeczki / Peter Marquardt, 1997
Selleri, Franco 1998
Weitzel, Donald F. 1998
Agathangelidis, Antonis 2001
McCarthy, Dennis J. 1997 u. 2001
Spencer, Domina Eberle / Shama, Uma
G.O. Mueller – 2004

Nach anfänglicher, freundlicher Zusage von Prof. Dr. Gerd Litfin im Mai 2008 diese Angelegenheit durch das zuständige Fachgremium der DPG (Fachverband Gravitation) prüfen zu lassen,
siehe hier: Mai 2008 – Antwort von Prof. Dr. Gerd Litfin
wurde die Anfrage am 06. August 2008 regelrecht niedergeschmettert, ohne dass ein einziges Wort über den fachlichen Sachverhalt vom zuständigen Fachgremium mitgeteilt wurde, ohne dass auf einen einzigen Einwand gezielt eingegangen wurde und sogar ohne es ersichtlich wurde, dass der Fachverband Gravitation überhaupt die Angelegenheit geprüft hat:
siehe hier: August 2008 – Antwort von Prof. Dr. Gerd Litfin.

Hat der Fachverband Gravitation überhaupt diese Anfrage bearbeitet? Liegen dem Fachverband die Originaldaten des Experiments vor? Wie ist die Stellungnahme des Fachverbandes zu den einzelnen Vorwürfen (z.B. Manipulation der Uhren, Methodologiefehler)? Darf man diese Stellungnahme einsehen? Wenn nicht, warum nicht? Solange die Antwort des Fachverbandes nicht bekannt ist, weiß man nicht, wer und wie viele Mitglieder des Verbandes (einer? mehrere? alle? Wie viele gibt es?) die Antwort mittragen, ob es eine Diskussion über die Anfrage gegeben hat, ob es ein breiteres Meinungsspektrum gegeben hat, und wer als Verantwortlicher für den Verband gezeichnet hat (der Vorsitzende? sein Stellvertreter?). Wenn ein Verband viele Mitglieder hat, ist doch eine gewisse Breite des Meinungsspektrums wahrscheinlich. Mit der Weiterleitung der Anfrage an den Fachverband sollte doch offensichtlich und verständlicherweise der Antwort eine gewisse Autorität verliehen werden, die aber nur durch die Benennung verantwortlicher Persönlichkeiten dargestellt werden kann.

Um die Beantwortung dieser Fragen hatte schon Herr Ekkehard Friebe seinerzeit leider vergeblich gebeten, siehe ausführlich begründete Beschwerdepunkte über die Antwort von Dr. Peter Genath:

Rückfrage von Ekkehard Friebe an die DPG vom 20.08.08

Außerdem hat Dr. Peter Genath bei dieser Gelegenheit und völlig aus dem Kontext eine aus meiner Sicht eindeutig falsche Aussage über empirische Anwendungen der Relativitätstheorie im Namen des Fachverbandes in seiner o.g. Antwort vom 06.08.08 geäußert:

    Zitat:
    Zusammenfassend stellt der Fachverband damit fest: […] Viele Technologien des täglichen Lebens funktionieren nur, weil die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie richtig berücksichtigt wurde.
    Zitat Ende

Ich interessiere mich seit Jahren für die Spezielle Relativitätstheorie und habe mich über diese Theorie intensiv und vielseitig informiert, sowohl bei qualifizierten Befürwortern als auch bei qualifizierten Kritikern der Theorie, jedoch kenne ich keine einzige „Technologie des täglichen Lebens“, die ohne Berücksichtigung der Speziellen Relativitätstheorie nicht richtig funktionieren würde, da die postulierten relativistischen Effekte sich bekanntlich in unserer Alltagsdimension nicht auswirken (die GPS-Technologie wird z.B. als Anwendung der Relativitätstheorie fälschlicherweise kolportiert, was sich jedoch bei fachkundiger Information als ein Märchen für Physiklaien entpuppt). Diese Aussage ist also eindeutig eine Irreführung seitens Dr. Peter Genath im Namen des Fachverbandes Gravitation, man fühlt sich hier um sein Vertrauen betrogen.

Die unsachgemäße und sehr ausweichende Antwort von Dr. Peter Genath in dieser Angelegenheit, die nur aus Floskeln besteht und fachlich gänzlich unbegründet ist, empfinde ich als naturwissenschaftlich interessierte Bürgerin als äußerst befremdlich. Sie lässt den Eindruck entstehen, dass doch etwas nicht in Ordnung mit dem Experiment sein könnte, dass die aufgeführten Vorwürfe der zitierten kritischen Wissenschaftler zutreffen würden und dass es sich möglicherweise um einen Fall von Lug und Trug in der Wissenschaft handeln könnte.

Die Klärung von nachhaltigen und begründeten weltweiten Vorwürfen der Datenmanipulation und der Unredlichkeit, sowie die Korrektur von falschen wissenschaftlichen Vorstellungen über eine Theorie stellen jedoch sowohl eine Angelegenheit im Interesse der Wissenschaft als auch im Interesse der Allgemeinheit dar und sie sollten meiner Meinung nach sorgfältig und gewissenhaft von der DPG als renommierte Institution behandelt werden. Das ist 2008 offenbar leider nicht geschehen.

Ich würde Ihnen daher sehr dankbar sein, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Sandner, wenn Sie diesen Sachverhalt noch einmal prüfen lassen und dafür Sorge tragen würden, dass gezielt und verbindlich auf die verschiedenen fachlichen Einwände und Bedenken eingegangen wird.

Dafür bedanke ich mich im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

Kopie an:

Prof. Dr. Metin Tolan, Mitglied des Welt-der-Physik-Lenkungsausschuß für die DPG / Vorstandsmitglied Öffentlichkeitsarbeit der DPG – tolan@physik.uni-dortmund.de

Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung –annette.schavan@bmbf.bund.de



Jocelyne Lopez schreibt an Frau Milena Wazeck, Mitarbeiterin des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte

Ich habe heute folgende E-Mail an Frau Milena Wazeck, Mitarbeiterin des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte geschrieben:

Von Jocelyne Lopez
An Milena Wazeck
Datum: 29.09.08
Betr.: Kritik der Speziellen Relativitätstheorie

Sehr geehrte Frau Wazeck,

Seit ein paar Jahren hinterfrage ich als naturwissenschaftlich interessierte Laiin und aus rein persönlichem Interesse die Spezielle Relativitätstheorie in Foren – und seit November letzten Jahres auch in meinem Blog. Im Jahr 2004 habe ich in Foren durch Herrn Ekkehard Friebe die Dokumentation der Forschungsgruppe G.O. Mueller kennen gelernt, die diese Forschungs­gruppe einer Vielzahl von Entscheidungsträgern, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat zukommen lassen.

Auch Sie haben im Januar 2005 als Mitarbeiterin des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte anlässlich Ihres Vortrags im MPI vom 17.02.2005 „Gegen Einstein! Amateurwissenschaftliche Kritik der Relativitätstheorie“ diese umfangreiche Dokumentation erhalten, die die Kritik der speziellen Relativitätstheorie mit 3789 Arbeiten von weltweit ca. 1300 Autoren über eine Zeitspanne von 95 Jahren (1908-2003) einmalig dokumentiert.

Umso mehr stimmt mich also Ihre Einschätzung „Amateurwissenschaftliche Kritik“ perplex – so viel ich weiß sind Sie auch eine Physik-Laiin wie ich – wenn man berücksichtigt, dass diese Dokumentation die kritischen Ansätze und Einwände von überwiegend hoch qualifizierten Autoren belegt (von Professoren, Doktoren, Ingenieuren, Lehrern, Technikern, Philosophen, Erkenntnistheoretikern, Gelehrten und sogar Nobelpreisträgern).

Auch stehen Ihre verschiedenen öffentlichen Darstellungen der historischen Begebenheiten um die Kritik der Relativitätstheorie im eindeutigen Widerspruch zu der historischen Analyse  der Forschungsgruppe G.O. Mueller in ihrer Dokumentation. Als Beispiel möchte ich eine Gegenüberstellung bringen zwischen Ihren beiden Abhandlungen

Physik in bräunlichem Sumpf (FAZ 2005)

und

Wer waren Einsteins Gegner? (2005)

und zwei wissenschaftshistorischen Analysen aus der Dokumentation von G.O. Mueller. Diese Gegenüberstellung vermittelt für eine außenstehende Wissenschaftslaiin wie mich ein ganz anderes Bild der historischen Umstände:

G.O. Mueller: Die besondere Strategie: der verleumderische Antisemitismus-Vorwurf

und

G.O. Mueller: Was haben Antisemitismus, Nationalsozialismus und Völkermord mit Physik zu tun?

Die statistische Auswertung von G.O. Mueller für die von Ihnen untersuchte Zeitspanne ergibt:

Aus rund 3790 kritischen Veröffentlichungen sind bisher als antisemitisch ermittelt worden:

– 16 Autoren, davon 15 deutsche;
– insgesamt 19 Veröffentlichungen, davon 18 deutsche;
– nur Arbeiten aus den Jahren 1920-1944.

Darf man bei 1% der kritischen Veröffentlichungen in dieser Zeitspanne, die antisemitische Äußerungen enthalten oder antisemitisch motiviert waren, von einer „Physik im bräunlichen Sumpf“ sprechen? Darf man auch im Raum öffentlich stehen lassen, wie Sie es leider tun, dass die 99 % restlichen kritischen Veröffentlichungen und die restlichen kritischen Autoren zu einem „bräunlichen Sumpf“ gehören? Darf man auch im Raum stehen lassen, wie Sie es leider tun, dass die kritischen Arbeiten zur  Relativitätstheorie und die kritischen Autoren weltweit von Anfang an und bis heute zu einem „bräunlichen Sumpf“ gehören? Können Sie es auf der persönlichen, wissenschaftlichen und ethischen Ebene vertreten und verantworten?

Ich würde mich über eine Stellungnahme von Ihnen über diese aufgeworfene Problematik freuen und bedanke mich dafür im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez



Juni 2008: Jocelyne Lopez schreibt an Prof. Dr. Juergen Richter mit Kopie an Frau Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Am 25. Juni 2008 habe ich folgende E-Mail an Prof. Dr. Jürgen Richter geschrieben, Mitarbeiter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, mit offener Kopie an Frau Dr. Annette Schavan, Bundesministerin

—-

Betr.: Kritik der Einsteinschen Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Richter,

Ich komme zurück auf Ihre E-Mail vom 09.05.07
(siehe http://www.ekkehard-friebe.de/Lopez-an-Bundestagsabgeordnete.pdf)
und auf Ihre Information, ich solle meine Frage bzgl. des Postulats Einsteins, die Lichtgeschwindigkeit sei konstant zu allen bewegten Beobachtern, an das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Einstein-Institut in Potsdam-Golm richten.

Trotzt Erinnerung hat jedoch diese Stelle meine Frage bis jetzt leider nicht beantwortet.

Am 17. Juni 2008 habe ich erneut eine Frage bzgl. dieses Postulats im Rahmen eines persönlichen Gedankenexperiments an die Webseite „Einstein-Online“ vom Max-Planck-Institut gerichtet, siehe

Was würde am Strand passieren?

Da jedoch erfahrungsgemäß der Redakteur dieser öffentlichen Webseite, Herr Dr. Markus Pössel, keinen Hehl aus seiner Aversion für die Hinterfragung der Relativitätstheorie macht (siehe Die Kritiker der Relativitätstheorie sind „cranks“), habe ich gar keine Hoffnung, dass meine Frage von dieser Stelle je beantwortet wird.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Richter, als Physiker und Mitglied des Welt-der-Physik-Lenkungsausschusses für das BMBF, meine Frage im Rahmen dieses Gedankenexperiments selbst zu beantworten bzw. zu veranlassen, dass sie von einem Ihrer Mitarbeiter beantwortet wird. Zu dieser Bitte fühle ich mich ermuntert durch die erklärte Zielsetzung des öffentlichen Projekts Welt der Physik:

Für wen ist Welt der Physik?

weltderphysik.de wendet sich in erster Linie an wissenschaftlich interessierte Bürgerinnen und Bürger, aber auch an Studierende, Lehrkräfte und Schüler. Außerdem haben Entscheidungsträger und Medienvertreter Gelegenheit, sich einen Einblick in die Welt der Physik zu verschaffen.

—-

Auch im Interesse der Allgemeinheit vor dem Hintergrund der erheblichen, langjährigen und bedenklichen Störung des öffentlichen Rechtsfriedens im Internet durch die Hinterfragung und Kritik der Relativitätstheorie, worüber ich Frau Bundesministerin Dr. Annette Schavan wiederholt informiert habe, wäre eine fachliche Stellungnahme von der Seite der öffentlichen Entscheidungsträger über diesen zentralen Streitpunkt der Speziellen Relativitätstheorie Einsteins seit mehr als 100 Jahren von großer Bedeutung und würde sicherlich Abhilfe bringen.

Ich bedanke mich im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

Kopie an:
Frau Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung
(über die Webseite des Deutschen Bundestages)



Maerz 2008: G.O. Mueller schreibt an 639 Staatsrechtslehrer über Wissenschaftsfreiheit

Am 5.3.08 hat die Forschungsgruppe G.O. Mueller folgenden Offenen Brief über Wissenschaftsfreiheit an die 639 Mitglieder der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer geschrieben – der auch bereits in den Katalog der Bibliothek des Bundesverfassungsgerichts aufgenommen wurde:

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

wir sind juristische Laien und sehen uns mit einem Problem der Wissenschaftsfreiheit konfrontiert. Wir haben deshalb im Grundgesetz den Artikel 5, Ziffer 3, dann die diesbezüglichen Ausführungen im Bonner Kommentar zum Grundgesetz studiert und ferner in Ihrer Veröffentlichung Bd. 65 den Abschnitt „Grund und Grenzen der Wissenschaftsfreiheit“ gelesen und sind zu folgenden Erkenntnissen und Beurteilungen der Rechtslage gekommen, die wir im folgenden in 10 Thesen zusammenfassen. 

10  Thesen zum Grundrecht der Freiheit der Wissenschaft (Wissenschaftsfreiheit)

These 1 – Die Freiheit der Wissenschaft ist entscheidend für eine offene, kritische und fruchtbare Entwicklung eines jeden Fachgebietes.

These 2 – Die Freiheit der Wissenschaft bedeutet die Teilhabe der Vertreter aller verschiedenen Positionen am wissenschaftlichen Dialog und an den Forschungsmitteln eines Faches.

These 3 – Die Freiheit der Wissenschaft ist im Grundgesetz, Artikel 5, Ziffer 3 als ein Grundrecht verbürgt, das nach GG Art. 1, Absatz 3 („Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.“) unmittelbar gilt, zu seiner Geltung also keines besonderen weiteren Gesetzes und keiner Anweisung oder Anordnung irgendeiner weiteren Instanz bedarf.

These 4 – Eine Einschränkung oder Verweigerung der Wissenschaftsfreiheit für einzelne Wissenschaftler in einem Fachgebiet wäre eine Verletzung des Grundrechts dieser Personen.

These 5 – Eine Vertreibung und vollständiger Ausschluß kritischer Minderheitsauffassungen aus einem Fachgebiet durch die Mehrheit dieses Fachgebiets wäre nicht nur eine schwerwiegende Verletzung des Grundrechts Einzelner, sondern würde die Abschaffung dieses Grundrechts für das gesamte Fachgebiet bedeuten.

These 6 – Durch einen vollständigen Ausschluß von Minderheitsauffassungen aus einem Fachgebiet würde die ebenfalls durch das Grundgesetz garantierte Freiheit der Berufswahl verletzt, insofern Berufsinteressenten bei Äußerung kritischer Urteile über die alleinherrschende Mehrheitsauffassung zu keinen akademischen Abschlußprüfungen zugelassen würden.

These 7 – Nach dem Beamtenrecht sind die beamteten Vertreter einer akademischen Wissenschaft in leitenden Positionen durch ihre Amtseide zur Einhaltung und zum jederzeit aktiven Eintreten für das Grundgesetz verpflichtet. Mit einem vollkommenen Ausschluß kritischer Minderheitsauffassungen aus der wissenschaftlichen Diskussion eines Fachgebiets würden die beamteten Vertreter dieses Fachgebiets das Grundrecht aller Wissenschaftler des Fachgebiets auf Wissenschaftsfreiheit abschaffen und damit ihre Amtseide brechen. (Zur Erinnerung: in der Bundesrepublik wurden schon einmal Bewerber allein bei dem Verdacht, sie würden vielleicht nicht unbedingt für die Wahrung des Grundgesetzes eintreten, abgewiesen.)

These 8 – Wenn die Amtsinhaber einer akademischen Wissenschaft durch Mißbrauch ihrer Macht und ihres Einflusses den vollzogenen Ausschluß der kritischen Minderheitsauffassungen aus einem Fachgebiet insgeheim und vorsätzlich ausdehnen würden auf die Schaltstellen der öffentlichen Meinungsbildung in den Redaktionen der Publizistik, der gedruckten und der elektronischen Massenmedien, der Verlage und des Bildungswesens, dann würde eine Gleichschaltung in der Berichterstattung organisiert, und die ahnungslose Öffentlichkeit würde über den wahren Zustand der Wissenschaft in dem betreffenden Fachgebiet getäuscht.

These 9 – Die Abschaffung des Grundrechts der Wissenshaftsfreiheit durch vollständige Vertreibung der kritischen Minderheitsauffassungen aus einem Fachgebiet würde u. a. zum Verlust des notwendigen Korrektivs und wichtiger Anregungen zu neuen Ansätzen in dem Fach führen und damit in letzter Konsequenz zur Gefahr von wissenschaftlichen Fehlentwicklungen.

These 10 – Die Abschaffung eines Grundrechts für ein ganzes Wissenschaftsfach würde in eklatantem Gegensatz stehen zu den Bestrebungen in der Bundesrepublik und in der Europäischen Union, durch Gesetze die Gleichstellung aller Bürger vor dem Gesetz zu erreichen, die Menschenrechte durchzusetzen und speziell jede Art von Diskriminierungen z. B. wegen des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Abstammung, der Religion oder der Weltanschauung zu verhindern.

 
Wir haben uns bemüht, diese Thesen möglichst kurz zu fassen. Wir hoffen, als juristische Laien die entscheidenden Merkmale der Rechtslage zutreffend erfaßt zu haben. Für Belehrungen über eventuell enthaltene Irrtümer wären wir sehr dankbar.

Weiterlesen im Originaltext mit Adressatenliste



Mai 2008: Antwort von Prof. Dr. Gerd Litfin, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zur E-Mail-Anfrage von Ekkehard Friebe wegen Experiment Hafele & Keating

Am 5. Mai 2008 ließ Prof. Dr. Gerd Litfin folgende Antwort zur E-Mail-Anfrage von Ekkehard Friebe schreiben:

Sehr geehrter Herr Regierungsdirektor Friebe,

im Namen des Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft möchte ich Ihnen für Ihre Anfrage bezüglich des Experiments von Hafele/Keating danken und Ihnen mitteilen, dass wir diese – nach Rücksprache mit dem Präsidenten – an das zuständige Fachgremium der DPG (Fachverband Gravitation), mit der Bitte um Prüfung weitergeleitet haben. Sehr gerne werden wir Sie über die ersten Zwischenergebnisse sowie natürlich über das Schlussergebnis der Prüfung auf dem Laufenden halten.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Genath
Persönlicher Referent des Präsidenten
DPG-Geschäftsstelle



April 2008: Ekkehard Friebe schreibt an den Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Prof. Dr. Gerd Litfin

Vor dem Hintergrund der Vorwürfe der Datenmanipulation bei dem berühmten Experiment Hafele/Keating 1972 hat Ekkehard Friebe am 10. April 2008 folgenden E-Mail an den Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft geschrieben:

Von: Ekkehard Friebe
An: Prof. Dr. Gerd Litfin
10. April 2008
Betr.: Kritik zur Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Gerd Litfin!

Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit Recherchen um die Relativitätstheorie und ihrer Kritik – siehe hierzu meine Homepage http://www.ekkehard-friebe.de/home.html -, bin Mitglied der DPG, wo ich wiederholt Vorträge gehalten habe, und möchte Ihnen heute ein besonderes Anliegen vortragen:

Wie Sie wissen, gilt das berühmte Experiment von Hafele/Keating (1972) mit Atomuhrtransport als eine entscheidende Bestätigung der Relativitätstheorie. Jedoch kursiert schon seit Jahren in wissenschaftlichen Kreisen und in der Öffentlichkeit der Vorwurf der Unredlichkeit und der Datenmanipulation im Zusammenhang mit diesem wichtigen Experiment.

So berichtet zum Beispiel schon 1985 Dr. Walter Theimer – ein hervorragender Wissenschaftler und Kenner der Relativitätstheorie – in einem Vortrag bei der DPG über Unstimmigkeiten und unzulässige manuelle Korrekturen der Uhren, siehe Tagungsband der DPG: „Didaktik der Physik„, München 1985, Seiten 618 bis 620:

V. Als Berechnungsgrundlage dienten die Logbücher der Flugkapitäne. Diese Daten sind viel zu grob, um daraus Differenzen von Milliardstelsekunden berechnen zu können. Die angegebenen Differenzen sind nicht beobachtet, sondern auf Grund nicht näher beschriebener Formeln zusammengerechnet. Hierbei wurde reichlich Gebrauch von Schätzungen und Näherungen gemacht. Die Autoren geben zu, daß hier eine erhebliche Fehlerquelle liegt. Ihre Gesamtformel ist kompliziert und weicht stark von Einsteins einfachen Angaben ab. Die Ergebnisse sind ebenfalls ganz anders. Trotzdem wird dieses Experiment als Bestätigung der Voraussagen Einsteins hingestellt.

VI. Die vier verwendeten Atomuhren gingen nicht ganz gleich, was bei Atomuhren nicht ungewöhnlich ist. Die Autoren nahmen deshalb den Mittelwert. Vorsichtshalber halfen sie diesem Mittelwert ein wenig nach. Sie verstellten die Uhren während der Reise auf synchronen Gang. Diesen unerlaubten Eingriff verschwiegen die Autoren in ihren beiden Zeitschriftenberichten. Erst auf einer anschließenden Tagung in Rolla, Missouri, gaben sie den Eingriff zu und begründeten ihn mit dem Streben nach größerer Genauigkeit. Sie räumten ein, daß hier eine Fehlerquelle liegen konnte. In Wirklichkeit haben die Autoren den Uhrengang verfälscht und die Fehlerbreite verwischt, die sonst weit größer gewesen wäre als die angegebenen Resultate. So konnten dis Autoren ihren Bericht mit einer geringen Fehlerbreite schönen.
[…]
Im übrigen müssen schon die behaupteten Genauigkeiten Zweifel erregen. Bei einer Zeit der einen Reise von 65 Stunden oder 234,000.000.000.000 Milliardstelsekunden wollen die Autoren eine Differenz von 59 Milliardstelsekunden verläßlich festgestellt haben, ebenso bei der anderen Reise von 80 Stunden oder 288,000.000.000.000 Milliardstelsekunden eine Differenz von 275 Milliardstelsekunden. Das ist doch schwer zu glauben, zumal wenn man die zahlreichen Fehlerquellen in Betracht zieht.
—-

Diese Vorwürfe der Datenmanipulation werden auch von dem irischen Autor A. G. Kelly erhoben, der angeblich die Originaldaten des Experiments aus einer nicht genannten Quelle erhalten hat und sie in einer Abhandlung mit dem Titel „Hafele & Keating tests: did they prove anything?“ veröffentlicht hat: Sie weichen nämlich erheblich von den seinerzeit offiziell veröffentlichen Daten ab. Dieser Aufsatz von A.G. Kelly mit den „richtigen“ Originaldaten ist schon seit mehreren Jahren im Internet der breiten Öffentlichkeit zugänglich, siehe zum Beispiel: http://www.cartesio-episteme.net/H&KPaper.htm

Durch diese Umstände entsteht eine sehr fragwürdige und bedenkliche Situation, die im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit der Physik m.E. nicht vertretbar ist und unbedingt einer Klärung bedarf.

Aus diesem Grunde erlaube ich mir zu fragen, ob die DPG durch ihre internationalen Kontakte eine Bestätigung einholen kann, daß die von A.G. Kelly mitgeteilten Daten korrekt sind – sollte es diese Bestätigung nicht geben, sollte es möglich und berechtigt sein, die Originaldaten dieses Experiments zu erbitten.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihre Bemühungen zur Klärung dieser Umstände
und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ekkehard Friebe
Regierungsdirektor i.R.
des Deutschen Patentamts

—————-

Siehe Anwort von Prof. Dr. Gerd Litfin



Nächste Seite »