24. August 2010
Meine Sprache ist meine Stärke
Ich verweise auf meine Anfrage vom 28.04.10 an das Albert Einstein Institut Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel und gebe weitere Austausche aus dem MAHAG-Forum wieder:
22.08.10 – Zitat von Gerhard Kemme:
[...] Jetzt die Übertragung auf Spezielle Relativitätstheorie und Längenkontraktion: Der Physiker Albert Einstein erhielt für seine Spezielle Relativitätstheorie im Jahre 1921 den Nobelpreis. Mit Vehemens wurde diese Theorie gegen Modifikationen verteidigt. Die Kritiker heutzutage – um die Publikation GOM herum – fanden ausschließlich kritische Worte für die Spezielle Relativitätstheorie, was auch nicht verwunderlich ist, da sie dem heutigen Stand physikalischer Erkenntnis nicht entspricht. Allerdings gab es von den GOM-Anhängern keine eigenständige Fortentwicklung – sondern sogar den ausdrücklichen Verzicht auf eigene Darstellungen. Das ist die Situation, vor der Wissenschaftler, die sich mit dieser Materie beschäftigen, stehen – d.h. es herrscht Stagnation.
Ob es jetzt den Relativisten oder den Relativitätstheorie-Kritikern um GOM gefällt oder nicht, es wird einfach fortentwickelt, d.h. die Relativitätstheorie wird vom Kopf auf die Füße gestellt, indem Begriffe, die von der Speziellen Relativitätstheorie eingeführt wurden – wie die Längenkontraktion – nunmehr auf das Verhalten eines Feststoffes bei Beschleunigung in seinem Medium begriffen wird. Aus diesem Ansatz kann nunmehr auch die Formel für die Längenkontraktion fortentwickelt werden. Fortführung einer Konstruktion oder auch einer Theorie, das ist normal – allerdings wird es dafür kein Lob von den Relativitätstheorie-Anhängern oder Relativitätstheorie-Kritikern (GOM) geben.
22.08.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:
Ihre angedachte “Fortführung der Speziellen Relativitätstheorie” ist überhaupt keine Fortführung der Speziellen Relativitätstheorie, sondern einer Fortführung der konkurrierenden Theorie von Hendrik Lorentz mit materieller Längenkontraktion durch ein Medium… Ganz was Anderes… Um also die Theorie von Lorentz weiter zu entwickeln muss zwangsläufig die Spezielle Relativitätstheorie als Theorie entsorgt werden, sie kann nicht gleichberechtig mit der Lorentz-Theorie weiter existieren, beide sind ja inkompatibel. Erkenntnistheoretisch kann nicht eine Situation in der Wissenschaft existieren bzw. angestrebt werden, wo zwei widersprüchliche Theorien sich gleichberechtigt durchsetzen und gleichermaßen als gültig erklärt werden. Wie stellen Sie sich das vor? Das geht doch nicht, weder wissenschaftlich noch gesellschaftlich. Das ist sowieso aus Erfahrung schon lange bewiesen, dass so etwas nicht geht: Die Theorie von Lorentz existiert ja auch seit über 100 Jahren, sie ist so alt wie die Spezielle Relativitätstheorie, sie hat sich aber nicht durchgesetzt, sie gilt als ungültig und wurde völlig von der Speziellen Relativitätstheorie verdrängt. Warum sollte sie auf einmal sich durchsetzen und weiterentwickelt werden? Wer soll das berechtigen und bewerkstelligen? Erst einmal müsste die herrschende Theorie, die Spezielle Relativitätstheorie, als ungültig und inkonsistent erkannt werden, erst dann kann sich eine andere Theorie durchsetzen und weiterentwickelt werden. Wie wollen sie es sonst erreichen? Das geht doch gar nicht.
23.08.10 – Zitat von Gerhard Kemme:
Wie du es bereits gesagt hast, es geht nicht um Lorentz, sondern um Theorien, die in den Schriften von Albert Einstein veröffentlicht worden sind. Mit dem Gamma-Faktor wird in der Spezielle Relativitätstheorie ein mathematisches Instrument benutzt, welches das Verhalten eines Objektes bei Annäherung an eine Grenzgeschwindigkeit c beschreibt. Genau die gleiche Kurve kann erzeugt werden, wenn man die cW-Wert-Formel für den Widerstand eines Mediums benutzt und eventuell noch zur Darstellung der Längenkontraktion eines elastischen Körpers die Formel für die Federkraft. Wir sind dann nicht bei Lorentz, sondern bei Forschung heutzutage mit Weiterdenken oder auch nur Klarlegung des Ansatzes von Einstein in seiner Speziellen Relativitästheorie.
Überziehst du nicht etwas deine Kompetenz, wenn du so über Wissenschaft redest? [...]
24.08.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:
Ich überziehe nicht meine Kompetenz: Meine Kritik an der Speziellen Relativitäts-theorie habe ich nicht erfunden, ich habe sie innerhalb von ca. 5 Jahren maßgebend von den 1300 hoch kompetenten Autoren der Dokumentation von G.O. Mueller gelernt, insbesondere durch den sehr wichtigen Kapitel 2 mit der Ausarbeitung in allgemein-verständlicher Sprache von ca. 130 Theoriefehlern, die auch jeder naturwissenschaftlich interessierte Laie nachvollziehen kann. Wenn man sich wie ich gezielt mit der eingegrenzten Thematik Spezielle Relativitätstheorie und mit dieser geballten Kompetenz jahrelang auseinandergesetzt hat, sowie auch jahrelang mit den Ausführungen der kritischen Teilnehmern vom MAHAG-Forum (worunter Sie übrigens auch zählen), kann man sehr wohl ohne überheblich zu sein den Anspruch erheben, sich sehr gut mit der Speziellen Relativitätstheorie auszukennen und man kann auf jeden Fall nicht nur mitdenken, sondern auch mitreden. Ich überziehe nicht meine Kompetenz, da kann mir mittlerweile keiner etwas mit der Speziellen Relativitätstheorie vormachen, auch nicht ein Experte wie Dr. Markus Pössel, ich habe ja als Rückendeckung Hunderte von Experten im Lager der Kritiker, es gibt keinen einzigen Aspekt, keinen einzigen Ansatz und kein einziges Argument, die ich nicht kenne und wo ich keinen Bezug auf fachlich qualifizierte Autoren nehmen kann.
Nein, ich überziehe nicht meine Kompetenz, ich habe kein einziges kritisches Argument über die Spezielle Relativitätstheorie selbst erfunden – ich wußte nicht mal vor 5 Jahren, dass es eine Spezielle Relativitätstheorie gab und was sie aussagt – sondern habe ich alle Argumente von fachlich kompetenten Autoren kennengelernt, verstanden und übernommen und lediglich mit meinen eigenen Worten dargelegt. Allerdings sind hier meine eigenen Worte wohl meine Stärke, das wurde mir im Hintergrund ab und dann auch gesagt, sogar von einem Sprachforscher am Anfang meiner Beschäftigung mit der Wissenschaft im Internet: ich habe eine direkte, alltägliche Sprache und kann verschnörkelte Sachverhalten sowie Jargon-Sprache besser, klarer und unmissver-ständlicher darstellen als manche fachlich sehr kompetente Autoren. Die Alltagssprache ist auch die exakteste und aussagekräftigste Sprache, die es überhaupt gibt – ist ja normal, deshalb ist sie auch die Alltagssprache geworden. Ich glaube, das ist schon ein Talent von mir als Laie mit meiner einfachen, zeitweise burschikosen Alltagssprache Sachverhalte besser darzustellen als fachlich viel qualifiziertere Autoren, zumal die Aufklärung der Speziellen Relativitätstheorie ganz eindeutig von einer sprachlichen Verschleierungsstrategie geprägt ist, siehe Die Relativitätstheorie lebt von der sprachlichen Unschärfe und der Verschleierung des Unerwünschten.
23.08.10 – Zitat von Gerhard Kemme:
Was konkret für Forschung und Weiterentwicklung benötigt wird, lass dir von denen sagen, die an solchen Aufgaben arbeiten. Kritik an der Speziellen Relativitätstheorie war wichtig, aber es geht weiter.
24.08.10 – Zitat von Jocelyne Lopez
Ich lasse mir gerne von den Kritikern konkret sagen, die an solchen Aufgaben arbeiten, was für Forschung und Weiterentwicklung benötigt wird und berichte sogar immer darüber im Rahmen meiner bescheidenen Veröffentlichungsmöglichkeiten. Das nützt aber kaum was, dass sie es mir sagen, das sollten sie es eher sinnvollerweise direkt den Leuten sagen, die in der akademischen Physik für Forschung und Weiterentwicklung zuständig und verantwortlich sind. Dafür fehlen aber sowohl die konkreten Möglichkeiten der Veröffentlichung und Verbreitung der eigenen Ansichte, als auch wohl genug Idealismus oder Zivilcourage zur Aufnahme von Dialogen mit den etablierten Experten.
Übrigens war Kritik an der Speziellen Relativitätstheorie nicht wichtig, sie ist noch akut wichtig: Soviel ich weiß denkt kein Mensch in der etablierten Physik freiwillig Kritik an der Speziellen Relativitätstheorie aufzunehmen und für berechtigt und diskussions-würdig zu erklären.
Ich wünsche Ihnen nichtsdestotrotz viel Erfolg als Einzelgänger mit Ihren persönlichen Forschungsaufgaben zur Weiterentwicklung der Speziellen Relativitätstheorie – ob diese Theorie dann mit Ihren Überlegungen über den Widerstand eines Äthers noch als Spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein gelten kann sei dahin gestellt. Aber warum nicht? Vielleicht haben Sie mit dieser Strategie Erfolg, viele Wissenschaftler begnügen sich notgedrungen in einem ideologischen System mit Augenwischereien und Schonen von Eitelkeiten.
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Siehe auch:
Die Längenkontraktion ist wahr, aber nicht wirklich wahr…
Was meint Dr. Markus Pössel mit “real” und “materiell”?
Die Natur der Längenkontraktion soll nicht eindeutig geklärt werden
Die Anhänger der Relativitätstheorie wollen etwas verschleiern
Dr. Markus Pössel bricht die Korrespondenz ab
[...] das Albert Einstein Institut Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel sowie auf meinen Eintrag Meine Sprache ist meine Stärke und gebe einen Austausch aus dem MAHAG-Forum [...]