Blog – Jocelyne Lopez

Fragen stehen so lange im Raum, bis sie beantwortet sind

Ich beziehe mich auf meinen Eintrag  Herrn Dr. Markus Pössel kann man nicht Einfluß und individuelle Verantwortung absprechen  und gebe weitere Austausche aus der Diskussion im MAHAG-Forum Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel wieder:

 

09.06.10 – Zitat von Gerhard Kemme

Erstmal stellt sich uns die Frage nach deiner Sachkenntnis bezüglich der Tätigkeit im bundesdeutschen Verwaltungsapparat, d.h. Aussagen, was möglich ist und was nicht, werden aus weit entfernter Beobachterposition – womöglich noch aus dem nicht deutschsprachigen Ausland – schnell gemacht.

10.06.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Erstmal gibt es in meinem Blog einen Kurzlebenslauf, woraus es hervorgeht, dass ich nicht „aus dem nicht deutschsprachigen Ausland“ den bundesdeutschen Verwaltungsapparat „beobachte“, sondern dass ich als ausländische Mitbürgerin seit mehr als drei Jahrzehnten (seit 1976) in Deutschland lebe und dem bundesdeutschen Verwaltungsapparat wie alle anderen Einwohner Deutschlands 100%ig untergeordnet bin. Ich lebe mittlerweile länger in Deutschland, als ich in Frankreich gelebt habe und sehe Deutschland als meine zweite Heimat an, die ich schon lange lieb gewonnen habe und wo ich mich auch genauso wie in Frankreich als freier Mensch fühle.

Zweitens stellt sich die Frage nach meiner Sachkenntnis bezüglich der Tätigkeit im bundesdeutschen Verwaltungsapparat nicht: Ich habe immer nur in der freien Wirtschaft gearbeitet, wie es auch aus meinem Lebenslauf ersichtlich ist, und trete im Internet als die ganz normale Ottonormalverbraucherin aus der Öffentlichkeit auf, die ich auch bin. Ich beanspruche keine Sachkenntnisse über die Tätigkeit im bundesdeutschen Verwaltungsapparat zu haben, ich stelle nur Fragen als einfache Bürgerin an den bundesdeutschen Verwaltungsapparat, was mir auch zusteht. Und Fragen können gar nicht falsch sein, sondern höchstens unwichtig oder schon längst beantwortet. Fragen haben jedoch für den Fragenden einen ungeheuren Vorteil und für alle anderen einen ungeheuren Nachteil: Fragen stehen so lange im Raum, bis sie beantwortet sind. Fragen müssen nämlich beantwortet werden, das ist alles, und das ist die Stärke der Fragende. Ich lasse mir daher von niemandem einreden, ich habe keine Sachkenntnisse, das sagen nur die Leute, die zwar möglicherweise Sachkenntnisse haben, sich aber selbst nicht trauen, dem Staat Fragen zu stellen und Rechenschaft zu verlangen, wie es uns allen in einer demokratischen Gesellschaftsordnung zusteht. Wer hat bei der Problematik der Ausblendung und der Diffamierung der Kritik der Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungs- und Forschungssystem bei seinem Landesminister, seinem Landtagsabgeordneten oder Bundestagsabgeordneten oder beim Bundesministerium sachlich kompetent nachgefragt? Welche Antwort hat er erhalten? Keine, weil keiner nachgefragt hat.

09.06.10 – Zitat von Gerhard Kemme:

Es sind nicht einige Staatsdiener, die ausführende Kräfte sind – sondern alle. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Tätigkeiten in der freien Wirtschaft – erst weltweit operierende Großbetriebe nähern sich den Verhältnissen innerhalb einer staatlichen Administration an. Wesentlich ist, dass durch Vorschriften und Anweisungen von formalen und informellen Vorgesetzten die Verhaltensgrenzen abgesteckt sind – und welche Vorschriften und Gesetze Gültigkeit haben für einen Verwaltungsjob kann von außen nicht beurteilt werden – oder kennst du alle geheimen Vereinbarungen – nach denen sich Personal des Höheren Dienstes zu richten hätte. Wenn Mitarbeiter von Behörden selber Vorschriften oder Richtlinien schreiben lassen und Entscheidungen treffen und verkünden, dann denken sie sich diese nicht frei aus, sondern setzen die ihnen vorliegenden Anweisungen für ihren Verantwortungsbereich um.

10.06.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ich habe am 15.07.09 einen Mitarbeiter des Staates, Prof. Dr. Jürgen Richter – der direkt im Auftrag der Bundesministerin für Bildung und Forschung handelt – gefragt, was er davon hält, dass im öffentlichen Bildungssystem seit Jahrzehnten eine falsche Auslegung der Speziellen Relativitätstheorie gelehrt wird (mit materiellen Effekten) und was er gedenkt zu unternehmen, um diesen Fehler korrigieren zu lassen, sowie angemessen in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Er hat nicht geantwortet, und ich gehe auch davon aus, dass er inzwischen nicht mehr im Bundesministerium tätig ist – zumindest ist die Kopie meiner letzten Anfrage vom 28.04.10 (an das Albert Einstein Institut) an seine E-Mailadresse gleich als unzustellbar zurückgekommen. Somit stehen meine Fragen immer noch unbeantwortet direkt bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, die in ihrem Ministerium keine ausführende Kraft ist und von keinem anderen Mitarbeiter aus ihrem Verantwortungsbereich Anweisungen erhält, sondern im Gegenteil selbst Anweisungen erteilt.

Ich habe am 28.04.10 einen Mitarbeiter des Staates, Dr. Markus Pössel, der im Albert Einstein Institut zuständig für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Relativitätstheorie ist, gefragt, was man im Kontext der postulierten Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit des bewegten Beobachters unter seiner verklausulierten Aussage verstehen soll: 

„Die “gestrichenen Werte” x2′, x3′, x4′ und x5′ beziehen sich auf die Bezugssysteme der Beobachter A, B, C und D. Jeder dieser Beobachter sitzt im Nullpunkt seines eigenen, relativ zum Strand bewegten, Koordinatensystems.“

Ich kann mir sehr schwer vorstellen, dass ihm diese Aussage von einem Vorgesetze diktiert wurde, der sie wiederum auf Anweisung der Bundesministerin für Bildung und Forschung formuliert hat. Es handelt sich ganz offensichtlich um seine persönliche wissenschaftliche Auffassung, er steht ganz offensichtlich persönlich dazu und er vertritt sie persönlich als Wissenschaftler im Rahmen seiner Meinungsfreiheit. Meiner Meinung nach und auch nach meinem Gefühl kann man Dr. Markus Pössel weder seine wissenschaftliche Meinungsfreiheit, seinen Einfluß im Fachgebiet Relativitätstheorie und seine individuelle Verantwortung im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit absprechen.

09.06.10 – Zitat von Gerhard Kemme:

Wie soll man das erläutern: Es gibt im globalen Rahmen ein Machtgefüge, welches die Verhältnisse – wenn möglich – aushandelt und per Verträge festzurrt. Wenn eine Machtgruppe in einem Krieg erfolgreicher war als eine andere, dann kann sie ihre Positionen in Verträgen besser zur Geltung bringen – da diese Machtgruppe in der Lage ist, ihre Interessen bei Abweichung durchzusetzen. Wenn also nach dem Kriege die Richtlinie erteilt worden ist, dass alle Elemente Deutscher Physik nicht mehr gelehrt werden und die Relativitätstheorie zur Staatsphysik erhoben wird, dann ist das eine staatliche Doktrin, die vom Höheren Dienst oder von Politikern in Ämtern nicht einfach ignoriert werden kann – d.h. wer dagegen verstößt, der hat den Dienst zu quittieren, da er sich auch zuvor verpflichtet hat, den Vorschriften und Anweisungen zu folgen.

10.06.10 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Ihre These, dass die Relativitätstheorie von den Besatzungsmächten heimlich erzwungen worden ist, halte ich für unglaubwürdig, und das habe ich Ihnen schon mal begründet: Erst einmal hat sich die Relativitätstheorie in anderen Gebieten der Welt monopolistisch und kritiklos durchgesetzt, die nicht unter dem Einflussbereich der Besatzungsmächte stehen, und zweitens ist es historisch belegt, dass die autoritäre und quasi diktatorische Durchsetzung der Relativitätstheorie schon lange vor 1945 erfolgreich abgeschlossen wurde, und zwar schon in den 20igen Jahren unter der Leitung von Max Planck.