Blog – Jocelyne Lopez

Beschwerde an den Präsidenten der Technischen Universität Berlin

Ich habe am 15.09.09 folgende E-Mail an den Präsidenten der Technischen Universität Berlin geschickt:

 

Von Jocelyne Lopez
An Prof. Dr. Kurt Kutzler, Präsident der Technischen Universität Berlin
Datum: 15.09.09
Betr.: Zentrum für Antisemitismusforschung / Technische Universität Berlin

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Kutzler, 

Ich erlaube mir Sie über folgende Missstände in Ihrer Funktion als Präsident der Technischen Universität Berlin zu informieren:  

Im Internet sind verschiedene Hinweise über die Aktivitäten eines Herrn Ralf Kellerbauer zu finden, der seit mehreren Jahren unter Verwendung von verschiedenen Pseudonymen – und meistens zusammen auftretend mit anderen anonymen Mobbern – bei der Thematik „Kritik der Relativitätstheorie“ Hetz- und Rufmordkampagnen von extremer Brutalität (einschließlich mit Gewalt- und Morddrohungen) gegen Kritiker der Relativitätstheorie durchziehen. Mehrere Strafanzeigen von Geschädigten dieser skrupellosen Bande wurden schon erstattet und die Staatsanwaltschaft ermittelt in einigen Fällen. Der Haupttenor der Hetze und der Haßpropaganda besteht aus Verleumdungen, Unterstellungen und Anschuldigung des Antisemitismus, Rassismus und Nazismus gegenüber allen Kritikern der Relativitätstheorie und kritischen Teilnehmern, ob pauschal oder namentlich genannt. So wurde ich seit mehreren Jahren massiv in der Forenlandschaft von Herrn Ralf Kellerbauer (unter dem Pseudonym „rkinet“ und gelegentlich „rkinfo“ oder „Ralf L.K.“) mit Unterstellungen und Anschuldigungen von Antisemitismus, Rassismus, Nazismus, Sektenzugehörigkeit, Fanatismus, Verstoß gegen § 130 StGB, Holocaustrelativierung und Holocaustleugung diffamiert und verleumdet, wie z.B. zuletzt im „ScienceBlog“ von Herrn Thilo Kuessner, siehe z.B. Ralf Kellerbauer sieht eine Berührung der Kritik der Relativitätstheorie mit § 130 StGB. Weitere Einzelheiten über diese langjährigen, gravierenden Missstände entnehmen Sie bitte meinem Blog mit dem Suchbegriff „Ralf Kellerbauer“, wo ich darüber ausführlich berichte.

Einige Hinweise deuten darauf hin, dass Herr Ralf Kellerbauer aus dem Zentrum für Antisemitismusforschung Ihrer Universität agiert, wobei dieses Institut im selben Kontext schon eine Unterlassungserklärung nach rechtsanwaltlichem Vorgehen eines Opfers unterschreiben musste, siehe z.B. hier

Herr Ralf Kellerbauer hat mich zwar im Juni 2009 privat per E-Mail angesprochen und sich bereit erklärt, einige seiner als von mir anstößig empfundenen Beiträge in Foren zu löschen, was ich jedoch angesichts des massiven Umfangs der Verleumdungen, sowie der Schwere der Anschuldigungen als ein nicht annehmbares Angebot zurückgewiesen habe: Der Schade, der mich durch diese jahrelange Verfolgung und Diffamierung in der Öffentlichkeit entstanden ist wäre mit punktuellen und stillschweigenden Löschungen von einzelnen Beiträgen nicht rückgängig und nicht wieder gut zu machen. Ich verweise zum Beispiel auf einen Bescheid des Landesgerichts Köln 2008, wonach „der Antisemitismusvorwurf vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus besonders schwer wiegt. Er sei wie kaum ein anderer geeignet, den mit dieser Geisteshaltung in Verbindung Gebrachten in den Augen der Öffentlichkeit herabzusetzen.“ 

Ich finde es unverantwortlich und unvertretbar, dass ein Mitarbeiter der Technischen Universität Berlin solche Aktivitäten im Internet betreibt und unzähligen Bürger erheblichen Schaden zufügt. Als Bürgerin dieses Landes und als Steuerzahlerin trage ich auch zur Finanzierung der universitären Betriebe bei und ich sehe nicht ein, dass ich aus öffentlichen Institutionen derart diffamiert und behandelt werde. Ich würde Ihnen daher dankbar sein, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Kutzler, wenn Sie eine Prüfung veranlassen würden, ob die Zusammenarbeit von Herrn Ralf Kellerbauer mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung aus Ihrer Universität in irgendeiner Form noch besteht. 

Unabhängig davon würde ich auf jeden Fall eine Stellungnahme des Zentrums für Antisemitismusforschung über diese gravierenden gesellschaftlichen Missstände für angebracht halten: Es handelt sich nämlich um Umstände, die zum Gegenstand seiner Forschung gehören. Der Zentralrat der Juden, den ich auch in diesem Zusammenhang 2008 mehrmals angesprochen und um Prüfung gebeten habe (siehe z.B. hier), hat sich bedauerlicherweise bei dieser Problematik völlig desinteressiert gezeigt bzw. sich jeglicher Prüfung oder Stellungnahme enthalten. 

Den Text dieser vorliegenden E-Mail werde ich auch in meinem Blog veröffentlichen. 

Mit freundichen Grüßen
Jocelyne Lopez

Kopien an:

Prof. Dr. Wolfgang Benz, Herausgeber Zentrum für Antisemitismusforschung
Dr. Juliane Wetzel, Pressekontakt Zentrum für Antisemitismusforschung



Comments

  1. September 17th, 2009 | 11:01

    [...] Beschwerde an den Präsidenten der Technischen Universität Berlin … [...]

  2. November 4th, 2009 | 17:52

    [...] Beschwerde an den Präsidenten der Technischen Universität Berlin [...]

  3. November 8th, 2009 | 14:08

    [...] komme auf meine Beschwerde an den Präsidenten der Technischen Universität Berlin vom 15.09.09 zurück und verweise im selben Kontext auf einen Online-Artikel vom Kopp Verlag vom [...]

  4. November 24th, 2009 | 10:31

    [...] Beschwerde an den Präsidenten der Technischen Universität Berlin [...]