13. November 2007
September 2006: G.O. Mueller schreibt an Frau Bundesministerin Annette Schavan über Wissenschaftsfreiheit nach GG Art. 5
Sehr geehrte Frau Ministerin,
als wir im Oktober 2005 unseren “Offenen Brief” über die Wissenschaftsfreiheit auch an Sie richteten, ging er an die Bundestagsabgeordnete, und jetzt haben Sie auf die Email-Nachfrage unserer Partnerin, Frau Jocelyne Lopez, als zuständige Ministerin antworten lassen, was wir als ein gutes Omen nehmen wollen, und wofür wir Ihnen aufrichtig danken, haben doch von 614 Bundestagsabgeordneten, auch nach der Email-Rückfrage unserer Partnerin, Frau Jocelyne Lopez, vom Juli dieses Jahres bisher insgesamt nur 3 Abgeordnete auf unseren “Offenen Brief” vom Oktober 2005 reagiert. Die Forderung nach Einführung des Grundrechts auf Freiheit der Forschung und Lehre im Fachgebiet der Theoretischen Physik scheint im Deutschen Bundestag bisher auf kein nennenswertes Interesse zu stoßen.
Um so mehr danken wir Ihnen für die Antwort, die allerdings etwas merkwürdig ausgefallen ist (wir legen sie in Kopie bei): Herr Professor Jürgen Richter teilt uns im Auftrag nur mit, was wir selbst bereits im Oktober 2005 in unserem “Offenen Brief” an Sie ausgeführt hatten:
- daß wir unsere Dokumentation gedruckt, auf CD und im Internet bekanntgemacht haben;
- daß wir von unserem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machen;
- und daß Politiker nicht über physikalische Theorien entscheiden müssen.
Dieses uninformative Antwortschreiben beweist also nur die Fähigkeit, auf nicht gestellte Fragen zu antworten und die gestellten Fragen zu ignorieren. Wir können nicht glauben, daß solche mißlungenen Ausfluchtversuche in Ihrem Sinne sind. Wir glauben aus Ihrer Amtsführung durchaus die Bereitschaft zu klaren Stellungnahmen zu erkennen und bitten Sie höflichst, eine klare Stellungnahme auch unserem Projekt zukommen zu lassen. Wir hoffen, daß das nicht zu viel verlangt ist, da wir uns immerhin die Mühe gemacht haben, als Beweisstück erstmals eine bisher einzigartige Dokumentation vorzulegen.