Blog – Jocelyne Lopez

Affenhirnforschung: Ärzteverein wirft grün-roter Landesregierung Klientelpolitik vor

Pressemitteilung der Ärztevereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V.:

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Affenhirnforschung: Ärzteverein wirft grün-roter Landesregierung Klientelpolitik vor
Grüne Ministerien hüllen sich in Schweigen

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche zeigt sich enttäuscht von den grünen Wissenschafts- und Landwirtschaftsministerien in Baden-Württemberg, die entgegen aller Versprechen die Hirnforschung an Affen nicht beenden wollen und den Dialog mit der Tierschutzseite nicht wünschen. Der Verein wirft der Landespolitik Klientelpolitik vor, da mit dem Festhalten an der Affenforschung rein elitären Forscherinteressen entsprochen und letztlich der medizinische Fortschritt blockiert würde.

Während im Wahlprogramm der baden-württembergischen Grünen 2011 noch zu lesen war, man wolle die „grausame Hirnforschung an Affen“ im Land beenden, wollen die beiden grünen Landwirtschafts- und Wissenschaftsministerien ¬¬– kaum waren sie an der Regierung – offensichtlich von ihrem Versprechen nichts mehr wissen. Wiederholte Anfragen der Ärzte gegen Tierversuche für einen Gesprächstermin und zur Übergabe von mehr als 40.000 Unterschriften blieben auch nach einem Dreivierteljahr unbeantwortet. Dagegen findet seitens Wissenschaftsministerin Bauer ein reger Austausch mit den Tierexperimentatoren statt. Deren Pauschalbehauptungen der angeblichen medizinischen Notwendigkeit der Affenversuche machte sich die Ministerin nach ausgiebigen Besichtigungen, für die sie sich Zeit nahm, zu eigen. Auch der für Tierschutz zuständige Minister Bonde zeigte von Beginn an kein Interesse an den Belangen der Tierschützer – so fand er bereits 2011 keine Zeit, die damals über 60.000 gesammelten Unterschriften entgegenzunehmen. […]

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Siehe auch in diesem Blog mit weiterführenden Links:

Primatenversuche in Tübingen: Beschwerde an Ministerpräsident Winfried Kretschmann über Umweltminister Alexander Bonde wegen Missachtung von Bürgerrechten

 

Beiträge vom Atelier Kunstwerk Fabula zu den Affenversuchen:

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Mit freundlicher Genehmigung vom Atelier Kunstwerk Fabula, Dortmund
© Atelier Kunstwerk Fabula – All Rights Reserved
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Tierrechtler fordern Tierversuchsverbot für Putzmittel

Eine Pressemitteilung der Ärztevereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V.:
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Tierrechtler fordern Tierversuchsverbot für Putzmittel
EU-weiter Kampagnenstart

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Der europäische Dachverband ECEAE des deutschlandweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche gibt heute den Startschuss für seine EU-weite Kampagne CleanUpCruelty mit dem Ziel, den Tierversuchen für Haushaltsprodukte ein Ende zu setzen.

Die ECEAE, die die führenden europäischen Tierversuchsgegner-organisationen vereint und für ein vollständig tierversuchsfreies Europa eintritt, will mit ihrer aktuellen Kampagne die Politik in Brüssel dazu bewegen, ein Verbot für Tierversuche zur Testung von Haushaltsprodukten wie Spülmittel, Lufterfrischer, Möbelpolitur oder Badreiniger auf den Weg zu bringen. Dank des unermüdlichen Einsatzes der ECEAE konnte nach 25 Jahre langem Ringen im März 2013 die Einfuhr von an Tieren getesteten Kosmetikinhaltsstoffen als Meilenstein erreicht werden. Die heute in 15 Ländern gestartete Kampagne ist die konsequente Fortführung dieses Erfolges. Ein Mittel zur Unterstützung seitens der EU-Bürger ist eine Online-Petition* an Martin Schulz, den Präsidenten des Europäischen Parlaments.

Analog den Kosmetika zeigen zahlreiche Firmen wie beispielsweise Ecover oder Marks and Spencer schon lange, dass es möglich ist, sichere Haushaltsprodukte ohne Tierleid herzustellen. Die ECEAE vergibt an solche Firmen das Siegel des springenden Kaninchens. […]

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ZUR PETITION…

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19.07.15 – Erfolgreiche Demo am Hamburger Flughafen gegen Versuchstier-Transporte und Repressionen!

Eine Berichterstattung der Facebook-Gemeinschaft Aktionsgruppe Nord gegen Versuchstierhandel und Tierversuche:
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Am Sonntag, 19. Juli 2015, haben wir erneut am Hamburger Flughafen gegen „Versuchstier“transporte und –profiteure demonstriert.. aufgrund der Urlaubszeit herrschte reger Publikumsverkehr, was zu erhöhter Aufmerksamkeit für unser Anliegen und Abnahme entsprechenden Infomaterials führte.. sehr erfreulich!..

Darüber hinaus erklärten wir uns mit einem entsprechenden Plakat auch hier solidarisch mit der Tierrechtsgruppe Basel, welche derzeit mit Repressionen überzogen wird.. mehr dazu: Stop Vivisection –  Gemeinsam gegen Repressionen

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Stop Vivisection:

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Affenhirnforschung unethisch und medizinisch nutzlos – Ärztevereinigung entkräftet Pauschalbehauptungen Tübinger Experimentatoren

Pressemitteilung vom 17.07.2015 der Ärztevereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V.:

 

Affenhirnforschung unethisch und medizinisch nutzlos – 
Ärztevereinigung entkräftet Pauschalbehauptungen Tübinger Experimentatoren

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche hat aktuell eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie die vom Tübinger Max-Planck-Institut (MPI) vorgeschobenen Argumente für die Affenhirnforschung fundiert widerlegt.

Am Tübinger MPI sowie an weiteren Instituten werden Rhesusaffen durch Durst gefügig gemacht, damit sie mit angeschraubtem Kopf und Elektroden im Gehirn nach Forscherwunsch Aufgaben am Bildschirm erledigen. Seit über sechs Jahren fordert die Ärztevereinigung den Ausstieg der aus der ihrer Ansicht nach wissenschaftlich unsinnigen und unethischen Grundlagenforschung am Affenhirn. Im September letzten Jahres hatten von BUAV und Soko Tierschutz verdeckt gemachte Filmaufnahmen erneut für Aufsehen gesorgt, welche das unermessliche Leid der Tiere sowie offensichtliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz offenbarten. Ärzte gegen Tierversuche und andere Vereine stellten Strafanzeige.

Während die Staatsanwaltschaft noch ermittelt, versucht das MPI nach Aussage der Ärzte gegen Tierversuche mit fadenscheinigen Argumenten seine qualvolle Affenhirnforschung pauschal zu rechtfertigen. Basierend auf einer wissenschaftlichen Ausarbeitung ihres britischen Partnervereins BUAV hat die Ärztevereinigung diese entkräftet, irreführende Behauptungen widerlegt und die Notwendigkeit eines sofortigen Ausstiegs aus den Versuchen im Detail fundiert dargelegt. […]

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Siehe auch als PDF-Datei: Stellungnahme  zur angeblichen Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Hirnversuchen an Affen

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Beiträge vom Atelier Kunstwerk Fabula zu den Affenversuchen in Tübingen:
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Mit freundlicher Genehmigung vom Atelier Kunstwerk Fabula, Dortmund
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Tierversuche: Forschungsmüll für die Karriere!

Ich verweise auf meinen Blog-Beitrag über die Enthüllungen der Ärztin Stella Urban in einem Interview mit der Frankfurter Neue Presse vom 09.07.2015:

Forschungsbetrug in der Medizin – Junge Ärztin enthüllt: „ Es geht zu wie bei der Mafia“

die sich weitgehend mit Aussagen aus einem Artikel von Nicola Kuhrt im SPIEGEL-ONLINE WISSENSCHAFT vom 08.02.2014 decken:

Systemkritik: Wissenschaftselite beklagt zu viel Forschungsmüll

Auszüge aus dem SPIEGEL-Artikel:

Mit einem einzigartigen Spezial hat sich das Magazin “The Lancet” jetzt der Kritik vieler Wissenschaftler angenommen, im Forschungsbetrieb werde zu viel Unwichtiges produziert. Die Anreizsysteme von Forschungseinrichtungen und Instituten seien oft unsinnig, Geld werde verschleudert, Patienten geschädigt.

Es gebe ein starkes Gefühl unter Wissenschaftlern, darunter auch viele Nobelpreisträger, dass etwas falsch läuft in der Wissenschaft, schreiben Sabine Kleinert und Richard Horton in einem Kommentar, gleichsam der Auftakt zu fünf großen Analysen, in denen dargestellt wird, wie die Qualität in der Forschung verbessert und Verschwendung verringert werden kann.
[…]
In ihrer Studie “Vermeidbarer Müll in der wissenschaftlichen Arbeit” kamen sie zu dem Ergebnis, dass 85 Prozent aller Investitionen in Forschung verschwendet werden. Eine unvorstellbar große Summe. Diese ungeheure Zahl bezog sich sowohl auf die Arbeitskraft als auch auf Fördermittel, Zeit und Material. Es würden die falschen Fragen gestellt, mit untauglichen Studiendesigns gearbeitet und – für viele Experten der größte Fehler – es werde nicht geprüft, ob vergleichbare Untersuchungen bereits existierten. Oftmals würden Forschungsergebnisse nicht allen Wissenschaftlern zugänglich gemacht. Schuld sei meist nicht der schlampig arbeitende Wissenschaftler, der Fehler liege im System. […]

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Diese erschreckende Analyse lässt sich 1:1 auf die Forschung mit Tierversuchen übertragen, wie die Ärztevereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V.  seit mehr als 30 Jahren durch eine herausragende Aufklärungsarbeit es dokumentiert: Tierversuche sind nicht nur sinnlos und unbrauchbar für die Humanmedizin, sondern sogar gefährlich für die Gesundheit der Menschen und werden sowohl aus Profitgier der Pharmalobby, als auch aufgrund eines  unverantwortlichen und grobfahrlässigen Publikationsdrucks  des Wissenschaftssystems auf die Forscher betrieben.

Als Nachweise von Forschungsmüll und nahezu  schizophrenem Publikationszwang der Forscher sei hier zum Beispiel die Studie von Ärzte gegen Tierversuche angeführt:

Absurditäten aus deutschen Labors
mit der Aufklärungsbroschüre Winterschlaf hilft gegen Alzheimer und andere Absurditäten aus deutschen Labors

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oder 20 wissenschaftliche Studien, die die Sinnlosigkeit und Erfolglosigkeit der Forschung mit Tierversuchen zu Therapieansätzen von schweren menschlichen Krankheiten belegen:

20 wissenschaftliche Studien

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oder in der seit 40 Jahren erfolglosen und entsetzlichen Hirnforschung mit Primaten, die von den Forschern verlogen und fachlich völlig unqualifiziert als  unerlässlich für die Therapie von menschlichen neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Epilepsie oder Multiple Sklerose der Öffentlichkeit verkauft wird und nie das geringste brauchbare Ergebnis geliefert hat:

Wer profitiert von meinem Leid?
Aktuelle Vortragsreihe von Ärzte gegen Tierversuche über die Affenhirnforschung in Tübingen

Hirnforschung an Affen – Grausam und sinnlos - Wissenschaftlicher Aufklärungsbericht der Organisation Ärzte gegen Tierversuche e.V., der ersichtlich macht, warum solche Versuche mit Primaten erfolglos bleiben müssen und wissenschaftlich nutzlos sind.

Hirnforschung mit Sinn und Verstand – ohne Affen – Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Parkinsonforschung ohne Tierleid - Ärzte gegen Tierversuche e.V.

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Den Nachweis eines regelrecht  krankhaften Forschungsprojekts lieferte 2012 die Behörde LANUV NRW an eine Gruppe von Tierschützern als genehmigende Behörde für die über 22 Jahre durchgeführten Versuche mit Affen in der Hirnforschung an der Universität Bochum: Das Halten von zwei Fußballtoren!!! Zur Verhöhnung der Tiere und der Bürger zitierte uns die Behörde mit unglaublichem Zynismus folgende haarsträubende Forschungsergebnisse aus dem Jahre 2007:

http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2007/msg00378.htm
Das Hirn des Torwarts beim Elfmeter – Spickzettel half Jens Lehmann tatsächlich wie man seine Reaktion verbessern kann […]

Für solche vermeintlich „wissenschaftlichen“ Ergebnisse wurden hochempfindsame und leidensfähige Tiere über 22 Jahre an der Universität Bochum unter dem Deckmantel der Therapie von Alzheimer, Epilepsie, Parkinson und Multiple Sklerose gefoltert und getötet. Ticken diese Typen noch richtig im Kopf???!!!

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NB: Um zu versuchen, die Behörde LANUV NRW zur Verantwortung für ihre grobfahrlässige Genehmigungspolitik von Tierversuchen vor Gericht zu stellen, wurde kürzlich eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht:

Verfassungsbeschwerde wegen der Tierhaltung im Affenlabor COVANCE
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Verfassungsbeschwerde wegen der Tierhaltung im Affenlabor Covance

Eine Verfassungsbeschwerde wegen der Tierhaltung im Affenlabor Covance wurde von drei Tierschützerinnen und Tierrechtlerinnen als Privatpersonen eingeleitet (alphabetisch: Jocelyne Lopez, Sandra Lück und Gisela Urban):

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Jocelyne Lopez, Sandra Lück, Gisela Urban
© Copyright Jocelyne Lopez, 2015
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Seit mehr als 10 Jahren, seitdem 2003 die Undercover-Recherchen vom ZDF-Journalisten Friedrich Mülln durch TV-Sendungen ein Millionenpublikum in Deutschland und in der Schweiz unter Schock versetzt haben, konnte nichts helfen, um die barbarischen Zustände in diesem Labor ein Ende zu setzen: Weder die Welle der Empörung, der Trauer, des Entsetzens und der Beschämung in der Öffentlichkeit, noch unzählige Protestaktionen und Demos, noch Ansprachen und Petitionen an die Politiker konnten irgendeine kleine Änderung bewirken, nichts, absolut nichts.

Eine einmalige Vorgehensweise haben wir dann geplant und Schritt für Schritt zielstrebig verfolgt: Wir wenden uns an die Verfassungsrichter, die die Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Grundrechte der Tiere und der Bürger feststellen, sowie die Bestimmungen des bestehenden Tierschutzgesetzes umsetzen lassen sollen.

Um den Weg zum Bundesverfassungsgericht frei zu machen, mussten wir jedoch nachweisen, dass wir alle möglichen Rechtsmittel zur Wiederherstellung der Rechtskonformität vorher ausgeschöpft haben – sonst ist eine Verfassungs-beschwerde nicht zulässig.

Das haben wir auch konsequent getan und konnten die Linie halten:
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  1. Wir haben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bochum gegen die genehmigende Behörde LANUV NRW wegen Tierquälerei (Verstöße gegen TierSchG § 1, 2, 7, 8 und 11) bei der Genehmigung der Versuche im Affenlabor Covance erstattet.
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  2. Da die Staatsanwaltschaft unsere Strafanzeige willkürlich eingestellt hat, mit der unhaltbaren Begründung, dass kein Anfangsverdacht für eine verfolgbare Straftat vorläge, haben wir ein Klageerzwingungsverfahren beim Oberlandesgericht Hamm über unseren sehr kompetenten und engagierten Rechtsanwalt David Sanker  eingeleitet. Dies sollte bewirken, dass das Gericht die Staatsanwaltschaft zwingt, Ermittlungen einzuleiten und bei Bestätigung des Verdachts auf Tierquälerei die öffentliche Klage im Interesse der Allgemeinheit zu erheben, d.h. die Behörde vor Gericht zur Verantwortung zu stellen.
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  3. Das Oberlandesgericht Hamm hat jedoch den formalen Standpunkt angeführt, dass mangels an Verletzteneigenschaft nach § 172 StPO der Antrag zum Klageerzwingungsverfahren unzulässig sei.
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    Die „Verletzteneigenschaft“ bedeutet, dass ein Kläger durch eine Straftat persönlich verletzt sein muss, was im Falle von Tierquälereien den Bürgern leider nicht anerkannt wird. Nicht einmal der Halter eines Tiers hat einen Anspruch darauf, Tierquälerei strafrechtlich verfolgen zu lassen! Da unser Rechtsanwalt in der Antragsschrift auf das Verfassungsgericht verwiesen hat, welche Ausnahmen im Grundgesetz und welche Präzedenzfälle zur Überwindung der Verletzteneigenschaft vorliegen, ist es nur folgerichtig, dass wir das Verfassungsgericht jetzt mit einer Verfassungsbeschwerde bemüht haben. Das Oberlandesgericht Hamm hat uns hier de facto den Weg zum Verfassungsgericht frei gemacht und überlassen.

 

Wir könnten also jetzt auf der Ebene der Verfassung etwas Grundsätzliches erreichen, sowohl zur Durchsetzung der Rechte der Tiere, als auch der Rechte der Bürger in einem Rechtsstaat: Jeder einzelne Bürger als Privatperson hätte bei gravierenden strafrechtlichen Handlungen einer Behörde einen Anspruch darauf, über die Strafverfolgung und die Erhebung der öffentlichen Klage durch die Staatsanwaltschaften sie vor Gericht zu stellen. Dies ist von grundsätzlicher Bedeutung und würde die juristische Landschaft im Bereich des Tierschutzes maßgeblich verändern, sowie der Rechtsfortbildung dienen.
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Wir sind zuversichtlich und vertrauen den Verfassungsrichtern zum Schutz der Grundrechte der Tiere und der Bürger auf dem Grundsatz des Justizgewährungsanspruches!

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Forschungsbetrug in der Medizin – Junge Ärztin enthüllt: „ Es geht zu wie bei der Mafia“

Ich verweise auf einen Artikel aus der Frankfurter Neue Presse vom 09.07.2015:

 

Forschungsbetrug in der Medizin – Junge Ärztin enthüllt: „ Es geht zu wie bei der Mafia“

Die junge Ärztin Stella Urban hat ein Buch über Forschungsbetrug in der Medizin geschrieben – die Opfer sind wir alle. Georg Haupt unterhielt sich mit ihr.

In Tierversuchen entscheidet sich die Zukunft so manches teuren Präparates. Methode und Ergebnisse sind oft schaurig. Foto: Waltraud Grubitzsch (dpa-Zentralbild)
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Auszüge aus dem Artikel:

[…] URBAN: Am erschreckendsten fand ich die Diskrepanz, wie Wissenschaft von außen wahrgenommen wird und wie sie sich selbst darstellt. Die Vorstellung von den gottgleichen Forschern im Elfenbeinturm wich einer riesigen Ernüchterung, als ich gesehen habe, wie diese tatsächlich arbeiten. Das ganze System steht unter einem riesigen Druck, dass Fehlverhalten billigend in Kauf genommen wird. So kommen auch viele Daten und Ergebnisse von Studien gar nicht zur Veröffentlichung, sodass in mancher Hinsicht auch ein medizinischer Fortschritt bewusst verhindert wird. Auch negative Studien könnten ja anderen Forschern helfen, aber wenn sie nicht veröffentlicht werden, könne sie diesen Zweck ja nicht erfüllen.

URBAN: Es gibt ganz verschiedene Arten auf verschiedenen Ebenen. Einmal im Prozess der Datenerhebung, dann im Prozess der Veröffentlichung und schließlich der Betrug unter den Beteiligten selbst. Das beginnt mit der freien Erfindung von „Forschungsergebnissen“ und reicht über geschönte Publizierungen zur erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln, ohne die Forschung nicht mehr denkbar ist, bis zur gefälschten Autorenschaft wissenschaftlicher Aufsätze. Dieses „Ghostwriting“ ist mittlerweile gängige Praxis.

URBAN: Es ist ein Unterschied, ob bei Labortests eine Kommataangleichung erfolgt, oder klinische Studien an Menschen direkt stattfinden – mit unter Umständen tödlichen Folgen.

Welche Rolle spielt die Geldgier?
URBAN: Das spielt sicher mit, beherrschender ist wohl das Streben nach Ruhm und Anerkennung. Deswegen geht man ja auch in die Forschung, aber dann sind 150 Publikationen pro Jahr verlangt und das schafft kaum jemand, damit ist die Verführung für Verfehlungen groß. […]

Den ganzen Artikel lesen…

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Siehe auch in diesem Gesamtkontext eine Studie von Ärtze gegen Tierversuche e.V., wo 20 wissenschaftliche Publikationen aufgedeckt werden, die eine Nützlichkeit und positive Ergebnisse für Therapien vorgaukeln:

Wissenschaftliche Studien

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Erfolg des Aufrufs zur Futterspende von NotPfote animals rescue für hungernde Hunde in einer Auffangsstation in Rumänien!

Der Notruf zur Futterspende des Tierschutzvereins NotPfote animals rescue e.V. für ca. 1000 hungernde Hunde in einer Auffangsstation in Rumänien ist schon jetzt ein fantastischer Erfolg!

Aufruf von NotPfote animal rescue e.V.: Dringend Futterspende für hungernde Hunde in einer Auffangsstation in Rumänien benötigt!

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Bitte, bitte, weiter machen! Schon um die 3500 Kilo Futter sind bereits gesammelt worden, und es geht weiter,  die 4 Tonnen oder mehr werden angesteuert! Hier eine Meldung der Sammelstelle Velbert (Sandra Lück):

Petra Zipp, Auslandstierschutzbeauftragte von Tasso, machte uns aufmerksam auf ein großes Shelter in Suceava, das jahrelang vom BMT mit 4000 Euro monatlich unterstützt wurde. Diese Hilfe wurde zwischenzeitlich völlig eingestellt.

Ganz tolle Menschen geben alles, um das Heim aufrecht zu erhalten und die Hunde zu retten: Suceava- in memory of Tina e.V. Trotzdem sind die Zustände verheerend: etwa 1000 Hunde sind dort untergebracht, die von den vorhandenen Kapazitäten nicht mehr täglich gefüttert werden können und hungern – es ist einfach zu wenig Geld für Futter, Personal oder ärztliche Versorgung.

Mit Hilfe von tollen privaten Spendern und befreundeten Vereinen haben wir innerhalb kürzester Zeit 2,5 Tonnen Futter gesammelt.

Da der Transport am 31.07. direkt nach Rumänien geht und wir soviel Futter wie nur möglich liefern möchten, hat unser Vorstand kurzer Hand entschieden, nochmal eine Tonne Futter zusätzlich zu bestellen, womit wir nun bei 3,5 Tonnen sind.

Es gibt die Möglichkeit, das Futter direkt an Notpfote zu schicken, das so händeringend Hilfe benötigt, bei einer Bestellung bei Zooplus oder Fressnapf zum Beispiel.

Man kann es auch persönlich abgeben, wenn man in der Nähe von Neuss wohnt:
Mail-Kontakt: info[ad]notpfote.de

oder bei Sandra Lück (Sammelstelle) in Velbert. Raum Essen/Velbert wird auch gerne abgeholt.
Mail-Kontakt: sandrashow[ad]web.de
Facebook: Sandra Lück

Möglich sind auch Geldspenden mit dem Betreff Sucoeva, dann wird es auch dafür verwendet, das ist absolut garantiert.

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Shelter Dogs” – Europas vergessene Seelen”

Shelter Dogs sind Hunde, die noch im Shelter unserer Partner-Organisation Allatmenhely in Györ, Ungarn sitzen und auf ihre Ausreise warten. Shelter sind Auffangstationen und töten nicht. Sie evakuieren Tiere aus den staatlichen Tötungen und nehmen Abgabetiere auf. Diese Shelter hier sind registrierte und nach EU-Richtlinien arbeitende Tierheime und werden liebevoll und mit hohem Arbeitseinsatz geführt. Leider sind sie immer chronisch überfüllt. Die Tiere werden hier siebenfach(!) geimpft und gechippt und bei Bedarf auf Verträglichkeit mit Hunden, Katzen, Kindern getestet. Für jedes Tier, das wir von hier direkt vermitteln können, kann wieder eines aus den Tötungen geholt werden…

Peter Nagy leitet trotz schwerer Krankheit seit 15 Jahren die „Menschen für Tiere Stiftung“ in Györ. Er betreut dort momentan 240 Hunde und 60 Katzen – plus diverse Pflegestellen, die er vor Ort unterstützt. Hier könnt ihr Euch in zwei Interviewbeiträgen der ungarischen Lokalpresse einen Eindruck von Peter und seiner Auffangstation machen – und nicht vergessen, DIESE Hunde werden medizinisch betreut und mit Futterspenden versorgt, ihren ungeschützten Verwandten geht es nicht so gut… Weiterlesen …

Wir sind allen Spendern sehr dankbar!

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Debatte über Tierversuche: Unseriöse und unqualifizierte Teilnahme der Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg Theresia Bauer!

Ich verweise auf einen Artikel vom 08.07.2015 in der  Badischen Zeitung über die Debatte um die Tierversuche, insbesondere um die Affenversuche in Tübingen:

Lasst uns über Tierversuche reden
In Tübingen fordern Wissenschaftsministerin Bauer und Forscher anderen Umgang mit dem Thema.

Die Forderung der grünen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer für die Führung einer Debatte über Tierversuche reduziert sich allein darauf, die bekanntlich seit Jahrzehnten von den Tierexperimentatoren perfid eingesetzte Keule der Kriminalisierung der Tierversuchsgegner mit zu schwenken und sie tendenziös als gefährliche, gewaltbereite Extremisten zu gebranntmarkten:

Zitat Badische Zeitung:

Es hat mich verblüfft und zugleich ein wenig besorgt, dass die Debatte so stark von der Tierschutzszene getrieben worden ist.”
CIN-Professor Hans-Peter Thier sieht einen Grund für die derzeitigen Probleme in der Auseinandersetzung um Tierversuche ebenfalls bei fundamentalistisch auftretenden Tierschützern.“

Außer diesen polemischen und unqualifizierten Unterstellungen hat die Wissen-schaftsministerin Theresia Bauer über die wissenschaftliche Debatte um die Nützlichkeit der Tierversuche offensichtlich nichts zu sagen und überlässt parteiisch einzig das Wort den Tierexperimentatoren, die ihre einseitige Werbung für die Tierversuche wieder einmal der Öffentlichkeit verkaufen dürfen.

Ist so eine Teilnahme an eine wichtige wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte seriös? Ist es qualifizierte und objektive Wissenschaft, sehr geehrte Frau Wissenschaftsministerin Theresia Bauer?

Auch die Ärztevereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V., die seit mehr als 30 Jahren in Deutschland eine herausragende Aufklärungsarbeit über die nachgewiesene wissenschaftliche und medizinische Sinnlosigkeit der Tierversuche leistet, moniert die unverantwortliche Haltung der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, in einem Bericht über die Debatte um die Affenversuche in Tübingen:

Debatte über Affenhirnforschung in Baden-Württemberg

Die Arbeitskreise Ländlicher Raum und Verbraucherschutz sowie Wissenschaft, Forschung und Kunst der grünen Landtagsfraktion Baden-Württemberg hatten anlässlich des Konfliktes um die Primatenforschung am 16.11.2012 zu einer Anhörung eingeladen.

Rund 100 Tierschützer, Wissenschaftler, Behördenvertreter und Politiker debattierten unter der Überschrift »Zwischen Tierschutz und Forschungsfreiheit: Primatenversuche und Alternativen.« Als Referenten waren die Landestierschutzbeauftragte Dr. Cornelie Jäger, der Primatenhirnforscher Prof. Andreas Nieder von der Universität Tübingen, Hirnforscher Prof. Elbert von der Universität Konstanz sowie im Rahmen der Podiumsdiskussion Dipl.-Biol. Silke Bitz von Ärzte gegen Tierversuche, Dipl.-Biol. Roman Kolar vom Deutschen Tierschutzbund, Dr. Karin Blumer von Novartis sowie Prof. Gerhard Heldmeier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geladen.
[…]
Dipl.-Biol. Silke Bitz legte detailliert dar, dass die Primatenhirnforschung weder ethisch vertretbar, noch unerlässlich, noch von hervorragender Bedeutung ist. Auch Wissenschaftler wie Prof. Elbert von der Universität Konstanz betonten, dass die Forschung am Affenhirn verzichtbar sei. Primatenversuche würden nicht helfen, die großen Probleme zu lösen.

Im Rahmen der Anhörung wurde kein einziges Beispiel hervorgebracht, das den Nutzen der Primatenhirnforschung darlegen würde. Lediglich in der gewohnten Pauschalität behaupteten die Experimentatoren, die Hirnforschung sei notwendig, um grundlegende Erkenntnisse über das Gehirn zu erlangen und dass die Affen ohnehin nicht leiden würden. Unsere Ärztevereinigung legt schon lange dar, dass die Affenhirnforschung für die Krankheitsforschung des Menschen irrelevant ist, da man von einem Affenhirn aufgrund der großen Unterschiede nicht auf ein Menschenhirn schließen kann. Seit über 30 Jahren wird in Deutschland Hirnforschung an Affen betrieben, Durchbrüche im Verständnis menschlicher Krankheiten oder gar Therapien, die daraus hervorgingen, gibt es nicht.
[…]
Mit der Landtagswahl 2011 wurde die schwarz-gelbe Regierung von grün-rot abgelöst und die Umsetzung der Wahlversprechen hätte beginnen können. Seither herrscht jedoch Uneinigkeit innerhalb der Grünen und nicht mehr alle wollen sich an ihr eigenes Vorhaben halten. So hat Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ungeprüft und ohne Darlegung einer fundierten Begründung den Standpunkt der Primatenforscher übernommen. […]

Den ganzen Artikel lesen…

 

Bevor Sie sich einbilden, sehr geehrte Frau Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, irgendetwas Qualifiziertes und Sinnvolles in der Debatte um Tierversuche beitragen zu können, lassen Sie sich doch von der wissenschaftlichen Vereinigung Ärtze gegen Tierversuche über die Sinnlosigkeit der Tierversuche aufklären! Das könnte Ihnen nicht schaden, weder als Mensch, noch als Wissenschaftsministerin.

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19.07.2015 – Mahnwache am Hamburger Flughafen gegen die Versuchstiertransporte durch AIR FRANCE / KLM & DHL-ATSG

Eine Mitteilung der Facebook-Gemeinschaft Aktionsgruppe Nord gegen Versuchstierhandel und Tierversuche :

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Wir organisieren am 19.07.2015 von 13 bis 15 Uhr am Hamburger Airport (Terminal 1) eine Mahnwache (gegen die “Versuchstier”transporte durch Air France/KLM & DHL-ATSG).

Kommt zahlreich, bringt gerne Transparente, Schilder und Flyer mit.. und teilt diese Veranstaltung bzw. ladet Eure Freunde ein, damit wir eine möglichst große Präsenz zeigen können. Vielen Dank für Eure Hilfe!

Standort:

Unsere Mahnwache findet am Hamburger Flughafen in unmittelbarer Nähe zum Air France-Schalter statt (an gewohnter Stelle, Terminal 1/Ebene 1) und darüber hinaus stehen wir auch draußen vor Terminal 1/Ebene 0/1.

Thematik (AirFrance/KLM):

Air France/KLM transportiert als letzte europäische Fluglinie Tiere nach wie vor für Versuchszwecke. Wir wollen und werden weiterhin auf deren Rolle als Handlanger der Tierversuchsindustrie aufmerksam machen, da jedes Jahr weltweit Millionen Tiere in Versuchslaboren getötet werden – und Air France/KLM hieran nicht unwesentlich mitverdient. Darüber hinaus gilt es, den Druck aufrechtzuerhalten, damit auch dieses Unternehmen endlich – wie in der Vergangenheit schon andere Fluggesellschaften – aus dem Transporthandel von “Versuchstieren” aussteigt.

Thematik (DHL-ATSG):

DHL ist der größte Geschäftspartner des amerikanischen Frachtflugunternehmens Air Transport Services Group (ATSG). Dieses Unternehmen transportiert für Tierversuchsunternehmen wie Charles River Laboratories oder auch Covance – die auch eine Zweigstelle in Münster haben – Tiere mit den unterschiedlichsten Erbanlagen aus aller Welt aus China nach Nordamerika. Nach dem Ausstieg von günstigeren Passagierairlines, die sonst auf der Route Asien – Amerika Versuchstiere transportierten, sind diese Unternehmen jetzt dazu gezwungen, auf wesentlich teurere Frachtfluggesellschaften umzusatteln. Daher hat ATSG auf der Pazifikroute China – Amerika die Lufthoheit für Versuchstiertransporte.

Diese Zusammenarbeit zwischen DHL und ATSG geht so weit, dass nahezu 90% der ATSG-Maschinen in den Farben von DHL lackiert sind und unübersehbar das Logo des deutschen Dienstleisters auf deren Rumpf prangert. Wie auch mehr als 50 Prozent von ATSG’s Aufträgen vom Dienstleister DHL stammen. Wie kann es daher sein, dass sich DHL – die sich konsequent aus ethischen Gründen gegen jegliche Versuchstiertransporte stellt und in der Öffentlichkeit stets um ein grünes und soziales Image bemüht ist – mit Frachtfluggesellschaften kooperiert, die Affen in Tierversuchslabore transportiert? Ganz zu schweigen von dem Verdacht, dass DHL nicht mindestens mittelbar an dem „Versuchstier“handel ATSGs mitverdient und ebenso Affen in den Tod fliegt?

StopVivisection Kampagne

https://www.facebook.com/stopvivi
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Internationale Kampagne & Gruppen:

Gateway to Hell
https://www.facebook.com/smashafklm

The Bunny Alliance
https://www.facebook.com/TheBunnyAlliance

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